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Alternativ-System oder Ersatznadel zu Linn K5?

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theandyman
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Dez 2007, 06:17
Hallo,

ich bin gerade dabei, meinen guten alten Thorens TD 190 wieder auf Vordermann zu bringen. Ich habe das gute Stück vor etwa 10 Jahren gebraucht mit einem K5-Tonabnehmer gekauft und nie die Nadel gewechselt. Nun ist der Klang ein wenig matschig und rechtslastig, denke also dass ein Nadelwechsel dringend erforderlich ist.

Leider gibt es für den K5 ja nun keine Ersatznadeln mehr. Daher stellt sich mir die Frage, ob ich ein anderes System oder eine Nadel eines anderen (No-Name-?)Herstellers hertue. Da der Plattendreher nun nicht sooo viel (aber dann mit Hingabe) in Gebrauch ist, sollte die Sache auch einen finanziellen Aufwand von über 50 Euro nicht erheblich übersteigen.

Was für Alternativen gibt es also in dem Preissegment? Was für passende Alternativ-Nadeln könnte ich verwenden (habe gelesen AT 95 E oder eine höherwertige Alternativ-Variante?). Was ist von No-Name-Nadeln wie dieser zu halten? (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=330191852150&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=014) Wie groß ist denn der Einfluss der Nadel auf das System überhaupt?

Danke für die Hilfe und Weitergabe eurer Erfahrungen!
Gruß,
theandyman
Bärlina
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Dez 2007, 06:35
Moin !

Die Nadel ist billigster Nachbau und genauso mies wie viele HUCO-Produkte.

AT95E-Nadel m. E. ungleich Linn K5.

Empfehlung bis 50,00 Euro: Ortofon OM(B) 10 oder etwas gebrauchtes aus seriöser Quelle.
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 02. Dez 2007, 11:47
Hallo!

@theandyman

Wenn du mit dem Linn K5 zufrieden warst kannst du es getrost durch ein Audio-Technica AT 95E ersetzen, der Systemkörper ist praktisch der gleiche und die Abtastnadel des AT 95E entspricht der des K5.

Zu deiner Frage, ich habe sie so verstanden das sie eigentlich dahingehend lautet inwieweit die Qualität des in einem Plattenspieler verbauten Tonabnehmersystems das Gesamtergebniss der Kombination aus Laufwerk/Tonarm/Tonabnehmersystems bestimmt. Nun ich würde sagen daß die Qualität des Tonabnehmersystems etwa 3/4 des Gesamtergebnisses ausmacht.

Allerdings gibt es dabei einige Spielregeln zu beachten: Die wichtigste dieser Regel lautet daß das verbaute System und der Tonarm zusammenpassen müssen und die System-Tonarmresonanzfrequenz zwischen 8 und 12 Hz liegen sollte.

Eine weitere wichtige Regel wäre das man -zumindestens in der von dir angestrebten Preisklasse-, das System nach der Art der Musik aussuchen sollte, so wäre es z.B. für mich nicht besonders zufriedenstellend mit dem obenerwähnten AT-95E (oder dem K5) Opernmusik oder klassische Kantaten zu hören, für härtere Rockmusik ist das System aber durchaus geeignet.

Weiterhin sollte der verwedete Phono-Entzerrer bei der Wahl des Abtastsystems möglichst berücksichtigt werden, wenn zum Beispiel ein nicht anpassbarer MM-Entzerrer (das K5 ist so z.B. ein MM- (Moving Magnet) System) vorliegt sollte wann immer es geht ein Kapazitätsunempindlicheres System herausgesucht werden.

Dein TD 190 ist im übrigen eigentlich ein kleiner Dual mit einem leichten Tonarm und das von Bärlina erwähnte Ortofon OMB 10 würde wahrscheinlich besser mit dem verbauten Tonarm harmonieren als das zur Zeit innstallierte K5. Zumal du das OMB 10 ohne weiteres mit einer höherwertigen Nadel auf ein OM(B) 20 hochrüsten könntest. Das OIMB 10 kostet in etwa 30 Euro. Es gibt noch einige weitere gut geeignete Kandidaten für den verbauten Tonarm, so zum Beispiel das AudioTechnica AT 110 E das ein ähnliches Klangbild wie dein K5 produziert aber um einiges besser auflöst und etwas besser abgestimmt ist. Oder auch ein Grado Prestige Black das sehr unaufdringlich klingt und einen runden wenn auch nicht besonders Detailfreudigen Sound liefert. Eine Mittelstellung zwischen diesen beiden Systemen würde das Shure M 92 E einnehmen, das ist eigentlich ein T4P-System mit m,itgeliefertem Halbzolladapter.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 02. Dez 2007, 11:48 bearbeitet]
theandyman
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 02. Dez 2007, 15:18
Hallo Hörbert,

danke für die ausführliche Antwort. Sieht fast so aus als sollte ich doch das System wechseln. Wenn die Abhängigkeiten so weitgehend sind, dann will ich die Kette mal genauer beschreiben. Erstmal ein paar Bilder meines TD 190, da es offensichtlich auch eine aktuelle Version davon gibt, die nicht meinem Modell entspricht (vor allem nicht der Tonarm -> Antiskatinggewicht!).



Aus dem Dreher geht das Signal dann über die Standard-Kabel und neuere fest sitzende Chinch-Stecker in die (diskret aufgebaute auf einer eigenen Platine sitzende!) Phono-Sektion meines Onkyo A-8670 zur Verstärkung.

Musikrichtung ist halt so eine Sache, meine Plattensammlung besteht sowohl aus Klassikplatten als auch Indie, Hiphop und Metal. Gibt es ein gut auflösendes 'Allround-System'?


Empfehlung bis 50,00 Euro: Ortofon OM(B) 10 oder etwas gebrauchtes aus seriöser Quelle.

Gibt es einen empfehlenswerten Händler im Netz?

PS: gibt es einen Thread hier, der sich mit Thorens-Tuning beschäftigt? Ich denke, dass sich mit einfachen Mitteln noch einiges rausholen lassen könnte. Den Papp-Boden durch eine MDF-Platte und die Gummi-Füsse durch Spikes ersetzen hat dramatische Veränderungen des Klangbildes bewirkt (Matsch -> klare, Straffe Konturen)...
theandyman
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Dez 2007, 15:26
Aso, der Onkyo lässt sich übrigens auf MM/MC mit oder ohne Subsonicfilter umschalten...
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 02. Dez 2007, 17:18
Hallo!

Von wann genau stammt dein TD 190 denn genau? Zumindestens der Tonarm sieht noch wie einer der älteren Thorensarme aus, es könnte ein TP 11 oder TP 21 sein. Leider kann ich das auf den Photos nicht genau erkennen. Allerdings waren diese Tonarme m.W. eigentlich auf dem TD 166 b.zw. 146 (TP 11) und auf dem TD 316 und 318 (TP 21) verbaut. Allerdings gibt es bei den Thorensen teilweise ein Bezeichnungswirrwarr und bei einigen Serien wurden auch Tonarme kreuzweise verbaut, da braucht es schon einen ausgesprochenen Thorensspezialisten wie Holger (Forumsmitglied) um da durchzublicken, ich kenne nur die geläufigsten Typen.

Die genanten Tonabnehmer wären bei einem TP 11 in Ordnung, wenn es aber ein TP 21 wäre kämen aus den schon erwähnten Gründen ganz andere in Betracht, falls du noch die Technischen Unterlagen des Plattenspielers hast schaue doch bitte einmal nach ob da eventuell steht was für ein Tonarm bei dir verbaut wurde.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Dez 2007, 18:33
Leider habe ich überhaupt keine Unterlagen zu dem Spieler. Selbst der Karton ist in irgendeiner meiner Studenten-WGs verlorengegangen (wenn ich den erwische, der den als Umzugskarton missbraucht hat ). Das Internet scheint ihn auch überhaupt nicht zu kennen, offensichtlich ist er eher ein Seitenprodukt gewesen.

Ich habe gerade die Rechnung rausgekramt. Genaue Bezeichnung: Thorens TD 190 MK V, Kaufdatum 1992 gebraucht, unbestimmtes Alter. Habe auch keine Ahnung, wie lange das K5 bis dahin schon gelaufen ist, eine Erneuerung des Systems ist also schon vor mindestens 10 Jahren überfällig gewesen

Wie finde ich heraus, welcher der beiden Tonarme das ist? Gibt es irgendwelche Auffälligkeiten im Detail?
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 02. Dez 2007, 18:45
Hallo!

Hier gibt es Photos der verschiedenen Tonarme die auf den alten Thorensplattenspielern montiert waren: http://www.thorens-info.de/html/tonarme.html Ich hoffe du erkennst deinen Tonarm darunter, eventuell findest du auf der Page auch etwas über den Plattenspieler allgemein, hier die Portalside: http://www.thorens-info.de/html/intro.html Da kannst du ja mal stöbern. Es gab damals auch einige High-End Händler die sich aus dem Thorensprogramm diverse Sondermodelle "schneidern" liesen. Unter Umständen hast du ja auch so ein Sondermodell.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 02. Dez 2007, 18:56
Ja cool, super Seite, danke!!!
Eindeutig der TP 21. Die Antiskating-Einrichtung, Tonarmlager und die Headshell mit der kleinen Spitze vorn stimmen genau mit meinem Arm überein!

Also doch besser andere Systeme?! Tipps?
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 02. Dez 2007, 19:36
Hallo!

Der TP 21 hat eine eff. Masse von 12,5 Gramm, somit kommen wir mit der Auswahl der Systeme immer noch in etwa hin . Das AT- 110 ist immer noch unbedenklich, das OMB 20 wäre mit einer Resonanzfrequenz von ca.7 etwas unter dem sicheren Bereich, es würde natürlich trotzdem Funktionieren wäre aber suboptimal eingesetzt. Das Grado Prestige Black wäre wiederum im sicherem Bereich und könte verwendet werden. Auch das schon erwähnte AT-95E würde recht gut zu dem Tonarm passen, ebenso das erwähnte Shure M 92 E.

Allerdings wäre zu erwägen daß die offenbar doch um einiges höhere Qualität deines Plattenspielers gegenüber dem Aktuellem TD 190 nicht ein besseres Abtastsystem erfordern würde um diese Qualität auch zu nutzen. Das wäre allerdings auch mit einem höheren Preis verbunden. Aber z.B. ein AudioTechnica AT 120 E wäre nich um soviel teuerer (gibt es um ca. 80 Euro) und bringt schon einiges mehr. Hier noch der Link zu einem Händler der eine große Auswahl an Abtastsystemen führt: http://www.phonophono.de/ Phonophono ist zwar nicht gerade der Günstigste Internethändler aber er hat so ziemlich die größte Auswahl an Aktuellen Systemen.

Zum Tuning, nach meiner Erfahrung sind solche "Verbesserungen" zumeist marginal und das Geld daß man da reinsteckt nicht wirklich wert, die Ausnahmen davon sind neben einem besseren Tonabnehmersystem gaqnz klar ein neuer Antriebsriemen und eine neue Ölfüllung für des Tellerlager. Ebenfalls eine eindeutige Verbesserung bringt das von dem hiesigen Forenuser "Joel" angebotene Set aus neuem Lageröl, einem Polierset für das Tellerlager und einem Hartmetall-Lagerspiegel. "Joel" hat eventuell auch noch einen passenden Antriebsriemen auf Lager und seine Preise sind recht moderat.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 02. Dez 2007, 19:56
Super, vielen Dank für deine Hilfe!
Mit den Infos kann ich auf Abtastersuche gehen. Vielleicht sollte ich das Subchassis nachjustieren, habe gelesen, dass es schlecht ist, wenn es taumelt, also nicht nur in der sekrechten Achse schwingt. Frage mich aber, ob das ohne Austausch der Federn in den Griff zu bekommen ist. Der Plattenteller scheint mal parallel zum Chassis zu hängen. Der Riemen muss definitiv (mal wieder) ausgetauscht werden, wird beim Starten aber auch böse beansprucht der Arme. Ob sich ein Austausch des Chinch-Kabels wohl auszahlt? Habe aber die Befürchtung dass man damit das Gleichgewicht zu empfindlich stört... *lautdenk*
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 02. Dez 2007, 20:10
Hallo!

Kolbenförmiges Schwingen erreichst du durch verdrehen der Federn um die Längsachse und Millimeterdrehungen an den Stellschrauben, es ist aber eine arge Geduldsarbeit. Um an die Federn gut ranzukommen stelle ich Subchassisspieler dabei immer auf die Lehnen zweier gleichartigen Stühle, dabei ist selbstverständlich äusserste Vorsicht geboten daß einem das Gerät durch verrutschen der Stühle runterkracht. Beim Austausch von Cinchkabeln ist auf die Kapazität des Kabels zu achten, mehr als 80 Pikofarad/Meter sind recht ungünstig, 50 Piukofarad/Meter sind recht gut, gerechnet ist das auf ca.1,5-1,8 Meter, bei längerem Kabel sind noch geringere Kapazitäten notwendig (aber sehr schwer zu vernünftigen Preisen zu finden). Normalerweise lieferte Thorens früher recht geeignete Kabel mit, falls du kein Originalkabel mehr haben solltest käme eventuell ebenfalls "Joel" als Quelle in Betracht.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 02. Dez 2007, 20:21
Das Kabel ist fest im Spieler verlötet, macht zumindest optisch eher einen 'Beipackstrippen'-Eindruck. Das kann aber auch täuschen. Außerdem hat es einen kleinen äußerlichen (?) Brandschaden. Die windigen original Chinch-Stecker wurden wie gasagt schon durch bombenfest sitzende Vollmetall-Exemplare ausgetauscht.

Erstmal System und Riemen tauschen, Subchassis neu justieren, dann schaun wir mal, was man dem guten Stück noch gutes tun kann
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 02. Dez 2007, 20:24
Hallo!

Alles klar, dann mal ran, wen du noch Fragen dazu hast stelle sie ruhig, gerne auch per PN.

MFG Günther
musiclust
Stammgast
#15 erstellt: 03. Dez 2007, 10:36
Hallo theandyman,

bei mir wurde das K5 durch ein AudioTechnica AT 110 E ersetzt beim Probehören war ich überrascht wie souverän ein System in dieser Preisklasse aufspielt.

Gruß

musiclust
theandyman
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 03. Dez 2007, 11:06
Danke, habe das AT 110E und das AT 120 E in die nähere Auswahl genommen. Sonstige Hörvergleichserfahrungen mit den zwei Systemen und dem K5?
Capitol
Stammgast
#17 erstellt: 03. Dez 2007, 15:02
Hallo! Das AT 110E ist wirklich gut fürs Geld. Löst besser auf wie das AT 95E. Ich bin damit zufrieden. Ein AT 120E habe ich auch. Das spielt etwas schlanker aber noch bessere Auflösung. Gruss Uwe
theandyman
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 06. Dez 2007, 00:13
Huii, gestern das Subchassis eingestellt, den Spieler ins Wasser gerichtet, das Anti-Skating und Auflagegewicht neu eingestellt und die Spikes-Positionen für einen richtig stabilen Stand optimiert. Die Aktion hat den Klang tatsächlich ein gutes Stück nach vorne gebracht. Das nächste Mal aber nicht, wenn ich in aller Herrgotts Früh (quasi mitten in der Nacht) ein Meeting habe

Krass, wie kontrolliert das Chassis durch ein paar Drehungen plötzlich schwingen kann, ohne sich unkontrolliert aufzuschwingen und irgendwo anzustossen.

Als nächstes sollte jetzt der Tonabnehmer dran sein und mein K5 ins jenseits befördern. Hatte schon den AT 110 E und den AT 120 E im Warenkorb bei http://www.hifi-phono-house.com/. Hat jemand Erfahrungen mit dem Laden? Leider kann ich mich nicht so recht entscheiden. Den Klangbeschreibungen nach klingt das 110er dicker im Bass? Kann man sich das so vorstellen? Geb ich mit den 30 Euro mehr für das 120er womöglich mehr Geld aus für ein System das für mich schlechter klingt? Aber ich höre ja auch des öfteren gerne mal Klassik, habe da noch ein paar sehr schöne alte Schätze im Regal. Aber im Moment isses halt doch Nirvana

Ich bin verwirrt und trau mich nicht zu kaufen! Und bringt eigentlich ne Plattenklemme was? Ich probier das mal mit so ner 13 Euro Klemme aus!

A Propos Lageröl: Wenn ich den Innenteller im Lager drehe dann läuft der ohne merklichen Widerstand ne ganze Weile weiter. Sollte da wirklich frisches Öl was bringen? Und wie bringe ich dann das alte raus?

Immer noch so viele Fragen! Danke schonmal für die Antworten, besonders zum Klangunterschied zwischen 110 und 120!
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 06. Dez 2007, 02:09
Hallo!

Solange du das Lager nicht mit Joels Lager-Tuning-Set verbesserst brauchst du natürlich kein neues Öl einzufüllen wenn noch genügend drin ist.

Das AT 120 hat eine bessere Nadel und ist klanglich dem 110er ein Stüchchen vorraus. Der etwas bessere Nadelschliff bringt ein wenig Störungsverminderung bei kleinen Oberflächenkratzern und Staubkörnern. Das System ist allerdings etwa doppelt so teuer wie das 110er, m.E. lohnt sich der Aufpreis wirklich und zumindesten ich finde den Baßbereich des AT 120 um einiges besser konturiert wie der des AT 110.

Aber du mußt dir natürlich darüber im klaren sein daß du mit beiden Systemen relativ zum K5 schon einen sehr großen Schritt bezüglich einer besseren Klangqualität machst, dich andererseits sowohl Preislich wie auch Qualitativ immer noch im unterem Segment des Machbaren bewegst. In dieser Region wirst du eben nur stark Kompromißbehaftete Lösungen vorfinden, -aber man kann ganz gut damit leben wenn man den für sich richtigen Kompromiß gefunden hat-, deswegen würde ich zumindestens eher zum 120ger hin tendieren.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 06. Dez 2007, 19:27
Hallo,

dich andererseits sowohl Preislich wie auch Qualitativ immer noch im unterem Segment des Machbaren bewegst.

Damit meinsst du aber nicht im Rahmen des machbaren mit meinem Plattenspieler?! Was ich anstrebe, ist den bis zum Maximalen mit minimalstem Aufwand auzureizen.


ich finde den Baßbereich des AT 120 um einiges besser konturiert wie der des AT 110.

Das ist die Info die ich gebraucht habe. Denke, da habe ich dann den besten Geld - Klangverbesserungs Quotienten. Is gekauft, denk ich. Wer Einspruch erheben will soll jetzt sprechen, bin für Alternativlösungen natürlich offen.


Solange du das Lager nicht mit Joels Lager-Tuning-Set verbesserst

Hm, das müsste ich mir mal ansehen. Aber mein Tellerlager macht mir nen sehr guten Eindruck, alles blitzeblank und aus Metall und läuft butterweich. Was kann man denn da noch verbessern? Ist der Lagerspiegel nicht mit dem Schwingchassis verschweisst?

Habe mir überlegt, was man dagegen tun kann, dass bei Einstarten und Stoppen des Motors der Riemen zu sehr abgenutzt wird. Braucht immer ein bisschen, bis die Masse mal in Gang kommt...

Gruß,
Andy
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 07. Dez 2007, 10:10
Hallo!

So wie ich das sehe hast du einen relativ guten Plattenspieler auf der Basis eines Thorens 165 mit einem Tonarm der einem abgespeckten TP 16 MK IV in etwa entspricht. Die genaue Idendifizierung deines Plattenspielers kannst du anhand der von mir verlinkten Page von Holger ( http://www.thorens-info.de/html/intro.html ) bestimmt selbst vornehmen. Dieser Plattenspieler verträgt m.E. um einiges Bessere Systeme als gerade hier im Gespräch sind. Für den Anfang ist ein AT 120 zwar nicht schlecht bleibt aber nach meinem dafürhalten weit unter dem Machbaren. Allerdings haben solche Aktionen ihren Preis, um den Plattenspieler voll auszureizen wäre m.E. schon ein System wie das Goldring Eroica LX H oder ähnliches notwendig. Allerdings sind solche Systeme in einer Preisklasse um die 250-300 Euro angesiedelt. Du schreibst allerdings daß du den Plattenspieler nur gelegentlich benutzt, da ist dann wiederum ein System zu dem Preis natürlich unangebracht und somit tuts wohl dann doch eher das AT-120. Nur eben ist der Plattenspieler damit noch lange nicht ausgereizt.

MFG Günther
Soulific
Stammgast
#22 erstellt: 07. Dez 2007, 12:24
Hallo,

um mal für Klarheit zu sorgen. Der Tonarm ist ein TP 21. Der TP 11 hat ein anderes Headshell und die MK Versionen entweder ein TP62 oder ein TP63 Tonarmrohr. Der TP 16 hat in all sienen Erscheinungsformen eine andere Konstruktion der Gewichte.

Damit gelten folgende technische Daten:

Eff. Masse 12,5g
eff. Länge 232 mm
Überhang 16,4 mm
Kröpfung 23°
Headshell TP 68

Lieben Gruß,
Sebastian
Soulific
Stammgast
#23 erstellt: 07. Dez 2007, 12:37

Soulific schrieb:
Hallo,

um mal für Klarheit zu sorgen. Der Tonarm ist ein TP 21. Der TP 11 hat ein anderes Headshell und die MK Versionen entweder ein TP62 oder ein TP63 Tonarmrohr. Der TP 16 hat in all sienen Erscheinungsformen eine andere Konstruktion der Gewichte.

Damit gelten folgende technische Daten:

Eff. Masse 12,5g
eff. Länge 232 mm
Überhang 16,4 mm
Kröpfung 23°
Headshell TP 68

Lieben Gruß,
Sebastian


Herrje, dass hattet ihr ja schon lange geklärt.
Zum Preis eines AT 120 kannst du problemlos auch in die Welt der Grados eintauchen, die dir auch schon nahe gelegt wurden und den Vorteil bieten durch Nadeltausch upgradebar zu sein.

Lieben GRuß,
Sebastian
theandyman
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 07. Dez 2007, 12:49

um den Plattenspieler voll auszureizen wäre m.E. schon ein System wie das Goldring Eroica LX H oder ähnliches notwendig. Allerdings sind solche Systeme in einer Preisklasse um die 250-300 Euro angesiedelt.


Verdammt! Eigentlich wollt ich doch nur ne Austausch-Nadel kaufen
Jetzt hat mich aber das Plattenspieler-Fieber wieder gepackt! Werde wohl nochmal meinen finanziellen Spielraum ausloten und des weiteren Joel kontaktieren. Der schaint ja der Fachmann zu sein. Denke, ich habe auch inzwischen seinen Usernamen rausgefunden


Die genaue Idendifizierung deines Plattenspielers kannst du anhand der von mir verlinkten Page von Holger ( http://www.thorens-info.de/html/intro.html ) bestimmt selbst vornehmen.


Das habe ich natürlich schon versucht, aber eine alte Version eines 190er gibt es weder hier noch woanders zu finden. Der Tonarm ist definitiv der TP21, der Dreher selbst sieht einem 16x verblüffend ähnlich, um nicht 'gleich' zu sagen. Aber das Modell wie er da steht mit der Typenbezeichnung die draufsteht, gibt es offensichtlich nicht. Zu der Zeit, als der gebaut worden ist, war ein TD 190 wie er heute verkauft wird, noch nicht abzusehen und hat mit diesem auch ausser dem Namen nichts gemein...


[Beitrag von theandyman am 07. Dez 2007, 12:55 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#25 erstellt: 08. Dez 2007, 14:42
Hallo!

Darf ich dich fragen wo du den Thorens gekauft hast? Es gab eine Reihe von HiFi-Händlern hier im Süddeutschen Raum die sich anfang der 90ger Jahre ein ganz ähnliches Modell von einem Großhändler zusammestellen liesen und den dann umgelabelt verkauften. Das Grundmodell war ein TD 165 mit einem TP 11 oder 16 MK II, eventuell ist dein Plattenspielewr ja auf ähnliche Art entstanden. Oder aber es war eine der vielen Sonderserien von Thorens selbst. Jedenfalls neige ich zu der Ansicht daß das Grundmodell der 165er war. Jedenfalls ist mir aus den frühen 90gern kei offizieller TD 190 bekannt der kam in der Tat erst auf als von Thorens nur noch der Name übriggeblieben war und keine eigene Fertigungsstätte mehr existierte, heutige Thorense sind Zukäufe und die ehemalige Fertigungsstätte gehört seit längerer Zeit schon Rolf Kelch.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 08. Dez 2007, 17:00
Klar darfst du! Freue mich über jede Info über meinen Plattendreher!

Habe den Guten 1991 bei HiFi Kopp in Ulm gekauft. Die waren damals hauptsächlich auf Linn-Produkte spezialisiert und haben den Plattenspieler im Kundenauftrag gebraucht verkauft. Leider weiß ich nicht, wie alt der Spieler damals war, glaube aber er hatte etwas von 2 bis 3 Jahren gesagt. Er ist wohl aus einer brennenden Wohnung gerettet worden, hat noch zwei Wochen lang nach Rauch gestunken. Nach der Auslüftungsaktion war dann aber alles wieder gut.

Bei Kauf war bereits die Gummimatte durch eine Filzmatte ausgetauscht und das Linn K5 montiert. Im Lauf der Jahre hat er dann passend zum Zargenmaterial von mir eine MDF-Grundplatte verpasst bekommen, ab und an einen neuen Riemen und die Gummifüße habe ich gegen Spikes ausgetauscht. Ausserdem habe ich den angelaufenen Tellerrand von einem Maschinenbaubetrieb wieder blank machen lassen. Leider kam ich danach auf die Idee, ihn mit Lack zu konservieren, was mir nicht sonderlich gut gelungen ist.

Ansonsten wurde er immer vorsichtig behandelt und ist daher eigentlich wie neu. Einer größeren Aufrüstaktion wurde er allerdings bisher noch nicht unterzogen. Auch kam ich im Zuge des geplanten Nadeltausches und des hiermit entstandenen HiFi-Forum-Threads das erste mal auf die Idee, das Subchassis einzustellen


Es gab eine Reihe von HiFi-Händlern hier im Süddeutschen Raum die sich anfang der 90ger Jahre ein ganz ähnliches Modell von einem Großhändler zusammestellen liesen und den dann umgelabelt verkauften.


Der Druck der Typenbezeichnung scheint mir aber schon werksseitig vorgenommen worden zu sein. Daher wundert es mich auch, dass man das Modell nirgends aufgelistet findet.
Hörbert
Moderator
#27 erstellt: 08. Dez 2007, 18:43
Hallo!

Ob du es glaubst oder nicht, ich bin aus Ulm und habe HiFi-Kopp recht gut gekannt. Aus diesem Grund kann ich dir auch definitiv sagen daß du einem jener umgelabelten TD 165 hast von denen ich geredet habe. Auch die Filzmatte passt. Daß er dem Plattenspieler ein K5 verpasst hat ist typisch, für Manfred Kopp gabs nix besseres als Linn und er stand auf dem Standpunkt das jedes kleine Linnsysten -gleich von wem gefertigt- besser sei als jedes noch so teuere Konkurrenzprodukt :D. Herzlichen Glückwunsch zu dem Plattenspieler, das ist ein recht gutes Teil. Mein Tipp mit dem Goldring Eroica um den Plattenspieler auszureitzen bleibt bestehen. Das Eroica ist in einer High-Output und in einer Low Output Variante zu bekommen. Falls es dir zu teuer ist nimm zumindestens das Audio-Technica AT-120 um wenigstens ein wenig Qualität aus dem Plattenspieler rauszuholen. Joel hat hoffentlich noch einen passenden Riemen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 08. Dez 2007, 18:44 bearbeitet]
theandyman
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 09. Dez 2007, 19:14
Hallo Günther,

is ja lustig, dass du aus Ulm kommst. Habe ansonsten eher bei Kemper in seinem supergemütlichen Fachwerkstudio in der Altstadt eingekauft. Leider hat er die Räumlichkeiten gewechselt. Aber ich habe ja auch die Stadt gewechselt ;o)

Werde erstmal das AT 120 zulegen und mal abwarten, wie lange die Analog-Phase anhält und wie viele Platten ich mir in nächster Zeit zulege. Da habe ich schonmal eine gute Klangsteigerung erreicht und in der Hinterhand habe ich dann immer noch ein sehr gutes Laufwerk, aus dem man immer noch mehr rausholen kann. Kleinere Optimierungen kann ich nebenher noch am Antrieb und den NF-Kabeln vornehmen.

Gruß aus München!
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 10. Dez 2007, 18:45
Hallo!

Na dann, das Phonokabel würde ich so lassen, ein Tausch bringt da so gut wie nix. Die Verbesserungen am Lager sind hingegen -wie auch ein neuer Riemen- gut nachvollziebar. Bei Kemper war ich mal im Oktober in seinem leider nicht mehr ganz so heimeligen Laden. Sein Analogspezialist Rudi (weiß nicht ob du den noch kennst) hat in der Bockgasse einen eigenen HiFi-Shop eröffnet. Das ist ganz angenehm, nun kommt wieder etwas Bewegung in die Ulmer HiFi-Szene.

MFG Günther
theandyman
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 10. Dez 2007, 20:25

Sein Analogspezialist Rudi (weiß nicht ob du den noch kennst) hat in der Bockgasse einen eigenen HiFi-Shop eröffnet.

Guter Tipp, kann ich über Weihnachten mal reinschauen ;o)
Hörbert
Moderator
#31 erstellt: 10. Dez 2007, 20:56
Hallo!

Eventuell solltest du dir bei Rudi bevor du ein At 120 kaufst eines der Grados anhören, zumindestens hat er geplant Grados ins Programm aufzunehmen. Auch das Eroica hat er da, dann köntest du zumindestens einen Eindruck das Systems bekommen. Auf zwei Wochen kommt´s doch wohl nicht so an, nach all den Jahren K5. Du kannst mir ja danndeinen Eindruck von Rudis Laden schildern.

MFg Günther
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