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Plattenspieler-Problem

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zlois
Stammgast
#1 erstellt: 15. Jan 2004, 19:20
Hallo!

Also, es geht um folgendes:

Ich habe vor kurzem angefangen, mich ein wenig mit dem Thema Plattenspieler zu beschäftigen, da es seit einiger Zeit wieder neuerscheinungen auf LP gibt (gabs bei uns in Österreich lange Zeit nicht).
Ich hatte noch einen Plattenspieler, der bei meiner alten Stereoanlage dabei war (ein Philips-Billiggerät, so eines wo der Tonabnehmer im Plastiktonarm fix eingegossen ist) und habe mir also mal ein paar LPs gekauft.
Es dauerte nicht lange, und ich entschloss mich, mir ein neues Gerät anzuschaffen. Bei einer günstigen Gelegenheit erstand ich einen Reloop mit Riemenantrieb (ist soweit ich weiß ein Technics-Nachbau), dazu kaufte ich mir auf Empfehlung des Händlers ein Ortofon Concorde - System (ca. EUR 120)...
...und ich bin schockiert, wie furchtbar das klingt!

Da ist das Plastikteil von meiner alten Hifi-Anlage um einiges besser!

Wie ist das möglich?

Ich weiß, der Reloop ist kein High-End-Gerät, und das Ortofon Concorde - System ist auch nicht das Beste, aber ich hätte mir schon erwartet, dass er besser klingt als ein Kunststoff-Plattenspieler, der vor 10 Jahren im Supermarkt ca. 50 EUR gekostet hat...
Ich vermute, dass der Tonabnehmer schuld ist, das Problem ist nämlich in erster Linie, dass die Höhen fehlen und die mittleren Frequenzen ziemlich verzerrt sind...
Auflagegewicht habe ich gemäß Empfehlung am Beipackzettel des Tonabnehmers eingestellt (4g), habe aber auch schon versuchsweise andere Gewichte ausprobiert, was eigentlich keine Änderung bewirkte...

Wer hat eine Erklärung für dieses Phänomen?

Danke im Voraus

mfg

zlois
ferengi2001
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 15. Jan 2004, 19:36
hi,

du mußt den neuen Pl an den Phono Eingang anschließen, und nur da, nicht an Tape oder CD.

Weil das Signal dort nochmals verändert wird so das es paßt.


Dein alter billiger LP Player hat wahrscheinlich einen Entzerrervorverstärker schon eingebaut und funzt deshalb an jedem normalen Eingang.

Gruß

Berthold
Miles
Inventar
#3 erstellt: 15. Jan 2004, 19:38
Hallo,

Du müsstest mal die Justierung des Tonabnehmers überprüfen.

Leider kenne ich dazu nur englische Seiten:

http://www.audiophilia.com/features/cartridge_setup.htm

http://www.enjoythemusic.com/freestuff.htm
ferengi2001
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Jan 2004, 19:40
wo hast DU den PL angeschlossen, an der alten Anlage ??

hat die einen Phono Eingang !!!!!

oder hast du den neuen PL an einem Vestärker angeschlossen der gar kein Phonoeingang hat !!!

Es gibt auf alle fälle extra separate Entzerrervorverstärker zu kaufen.Kosten so ab 15.- EUR

Gruß

Berthold


[Beitrag von ferengi2001 am 15. Jan 2004, 19:41 bearbeitet]
zlois
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jan 2004, 19:52
Natürlich habe ich den PL am Phono-Eingang angeschlossen (und diesen Eingang auf MM gestellt);
Einen eingebauten Entzerrverstärker hat keiner der beiden Plattenspieler, daran kann es also auch nicht liegen...
51Days
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 15. Jan 2004, 23:13
Hallo,

Sorry, auch wenn es mir fernliegt, dich zu desillusionieren, aber mit dem Kauf eines Reloop-(Technics-)-Plagiats in der Preisklasse hast du einen Einsteiger-Plattenspieler für Anfänger-DJs erworben, der in dieser Preisklasse jeder Beschreibung hinsichtlich Klangqualität und Verarbeitung spottet. Highfidelen Ansprüchen wird der Reloop in keiner Klasse aufgrund persönlicher Hörerfahrungen gerecht.

Mit den Ortofon-Systemen, die als "Concorde"-Produktlinie für den Disco-Bereich zum Mixen (mit einem zweiten Plattenspieler in Verbindung mit einem Mischpult)produziert werden, hast du nun allerdings keine allzu schlechte Einsteiger-Wahl getroffen. Trotzdem würde es mich interessieren, WELCHES System von Ortofon Concorde du erworben hast: Nightclub, also das schwarze System mit der neongelben Nadelspitze? (hervorragend, gerade mit elliptischer Nadel ("E" auf der Nadelhülse aufgedruckt), DJ (komplett dunkelblau)...

Ich denke, die Klangeigenschaften gehen in erster Linie auf den nicht so guten Tonarm und der nicht so schweren resonanzarmen Verarbeitung des Reloops zurück. Wenn du also keine Mix-Ambitionen hast, kaufe dir den DUAL CS 505-4, ein sehr gutes "Einsteigermodell", das immer noch produziert wird und verscheuere den Reloop bei Ebay (ein Tipp ;-) ) oder versuche einen Kompromiss mit dem Händler einzugehen, der dir den Reloop gegeben hat.

Dann ist da ja auch noch zu berücksichtigen, dass nicht jede Vinyl-Pressung, die beizeiten produziert wird, genau so gut oder erwartungsgemäß besser/wärmer klingt als CD!


Beste Grüße aus Norddeutschland, Niedersachsen
Rainer
aka
51days


[Beitrag von 51Days am 15. Jan 2004, 23:39 bearbeitet]
51Days
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 15. Jan 2004, 23:24
Hallo nochmal,

bevor ich's vergesse: du hast ja geschrieben, was du für den TONABNEHMER bezahlt hast (120 Euro), nicht aber, was du für den Plattenspieler bezahlt hast und welche Typenbezeichnung der hat. Die Riementriebler von Reloop hören ja meistens bei rund 250 Euro auf, oder hat sich das doll geändert???

Noch Tipps:

Tonarmhöhe muss bei den Concorde-Systemen exakt NULL (0) sein.

Auflagegewicht nach Austarieren des Tonarms zwischen 1,8 und 2,0 für highfideles Hören.

Antiskating entsprechend zwischen 1,8 und 2,0.

Könnte sein, dass das System luftiger klingt mit geringerem Auflagegewicht, da du ja sicher nicht vorhast, mit den Platten zu "scratchen" (Oh Gott!! )

So, das war's jetzt aber!
Gruß
Rainer
aka
51days
zlois
Stammgast
#8 erstellt: 16. Jan 2004, 00:13
Hallo!

Erstmals danke für die Antworten!
Also, der Plattenspieler ist ein "Reloop RP 1000 MK2", und der Tonabnehmer "Ortofon Concorde Pro" (der silberne; mit sphärischem Nadelschliff)
Übrigens: Tonarmhöhe? Kann man die denn auch einstellen? Wenn ja, wie?

Scratchen und mixen will ich übrigens keinesfalls, ich will nur hören.
Den Dual CS505-4 hab ich mir auch schon angeschaut, neu ist mir der (zumindest momentan) etwas zu teuer (ca. EUR 400.-), und gebraucht (bei ebay) hab ich ihn nicht gefunden.
Was ist eigentlich vom CS 415-2 zu halten?
Und wie sieht's mit dem "ProJect Debut" aus? Habe gehört der sollte auch recht gut sein (und ist auch leicht und preiswert gebraucht zu bekommen)


lg

zlois


[Beitrag von zlois am 16. Jan 2004, 00:35 bearbeitet]
51Days
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 16. Jan 2004, 00:37
Hallo,

habe mir gerade noch einmal bei zwei Online-Shops die Reloop 1000-Dinger angesehen. Da war allerdings keine Skala für die Tonarmhöheneinstellung zu erkennen, bin mir jetzt nicht sicher. Auch aus den technischen Daten geht das nicht klar hervor, da allerdings von einer statischen Tonarmbefestigung die Rede war, denke ich, dass die Tonarme auf die discotypischen Ortofon- oder Stanton-Systeme von der Höhe her optimiert worden sind.

Das silberne Ortofon Pro-System klingt gar nicht übel, egal ob mit sphärischer oder elliptischer Nadel. Wegen des "Steckanschlusses" lässt sich der Tonabnehmer allerdings nicht ausrichten - also könntest du das mit der Schabloneneinstellung vergessen, da die optimal ausgerichtet sind, wenn sie einmal aufgesteckt sind. Hast du allerdings ein Ortofon Pro-OM-System, das in der aufsteckbaren Headshell festgeschraubt ist, SOLLTEST DU AUF JEDEN FALL EINE TONABNEHMER-JUSTAGE VORNEHMEN, um dir die LPs nicht zu zerfräsen oder Klangeinbußen zu haben.

Allerdings gebe ich zu bedenken, in der Preisklasse um 180 Euro sind die Reloop-Player nie und nimmer auf Klang gezüchtet, sondern auf DJ-Features.

Gruß - und noch viel Erfolg und Freude mit dem Plattenspieler, vielleicht kannste mit den Tipps ja noch Verbesserungen erzielen!

Rainer
aka
51days


[Beitrag von 51Days am 16. Jan 2004, 00:41 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#10 erstellt: 16. Jan 2004, 14:25
Hallo zlois,

der Project Debut ist dem Reloop sicher in jeder Hinsicht klanglich komplett überlegen. Der Dual ist zwar auch gut, aber für 400,- EUR komplett überteuert. Wenn du einen Project suchst versuche doch eher einen gebrauchten alten 1 (für mich der beste Project) oder 1.2. Die haben auch noch einen entwicklungsfähigen Arm. Im Debut ist ein Ortofon OM5 eingebaut, funktioniert für gelegentliches Spielen, für mehr aber auch nicht und der Alibiarm lohnt kein teureres System. Wenn das Ortofon Concorde Pro eines aus der Serie ist, das direkt mit einer Überwurfmutter an den Arm angebaut wird (SME-Bajonettverschluß) kriegst Du leider auch wieder ein Problem, da diese Syteme nur an entsprechende Arme - SME oder solche nach dieser Norm passen - und bei DJ-Drehern verbaut werden, damit man ohne Justage schnell mal ein System tauschen kann wenn im Getümmel mal eins zu Bruch geht. Sollte es sich um ein solches System handeln versuche sowohl den Reloop, als auch das Ortofon loszuwerden. Wenn 4p empfohlen werden, sollte man die auch einstellen, mit weniger hat die Nadel zu wenig Kontakt zur Rille und Du himmelst damit auf Dauer Deine Scheiben. Dies allerdings auch über die hohe Auflage. Ganz nebenbei ist das Ding auch für handelsübliche Tonarme viel zu schwer. Wie mans dreht, für täglichen Hifigebrauch nicht zu empfehlen.
Gruß
matthias
vinylrules
Stammgast
#11 erstellt: 16. Jan 2004, 14:29
Hab eben mal geguckt,
das Ding hat einen Bajonettanschluß und wiegt 18Gr und soll unter 30mN (3p) gar nicht betrieben werden. Sorry, für Hifi echt nicht zu gebrauchen.
Gruß
matthias

always look at the......
vinylrules
Stammgast
#12 erstellt: 16. Jan 2004, 14:41
Ähhhh, und ohne Dich jetzt ganz unglücklich machen zu wollen: Bist du mit den 120,- EUR sicher? Habe das Concorde gerade für 49,90 gesehen. Pro und Pro/S sind technisch identisch und unterscheiden sich nur durch die Farbe.
Jetzt aber erstmal genug
Gruß
Matthias
zlois
Stammgast
#13 erstellt: 17. Jan 2004, 21:43
Ja, mit den 120 Euro bin ich mir sicher, da waren nämlich noch 2 Ersatznadeln dabei...

Aber mal andere Frage:
Ich habe heute von einem Bekannten erfahren, dass er demnächst seinen Dual CS 435 mit "Audio Technica AT 95 E" Tonabnehmer für zusammen ca. 70 Euro verkaufen will.
Ich hab mir das Gerät auch schon angeschaut (oder sagen wir besser angehört), und ich finde, er klingt wesentlich besser als mein Reloop (das kann aber auch daran liegen, dass mein Bekannter allgemein eine wesentlich bessere Anlage hat als ich).

Was sagt ihr dazu? Soll ich mir das Gerät nehmen?
speakerfreak
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 17. Jan 2004, 21:49
Kauf Dir lieber den Tonabnehmer Audio Technica AT 110 für leppsche 45EUR und knall den auf Deinen Reeloop(besser als der 95er) gibt unter 90 EUR fast nix besseres und unter 70 EUR gar nix.
Dann hast Du in der Summe weitaus was besseres als Dein Onkel
zlois
Stammgast
#15 erstellt: 19. Jan 2004, 18:24
Aber es hat doch geheißen, der Reloop ist ein Einsteiger-DJ-Plattenspieler mit nicht besonders hervorragenden Klangeigenschaften...
Du meinst also, wenn ich mir für den Reloop einen AT 110 kaufe, habe ich eine bessere Qualität als mit dem Dual CS 435 ?
Ich verstehe die Welt nicht mehr...
BillBluescreen
Stammgast
#16 erstellt: 19. Jan 2004, 20:30
naja, der Plattenspieler ist die eine Sache, aber der Beste Dreher bringt nix, wenn der Tonabnehmer nicht ebenbürtig ist. Ich würde mal sagen dass du mit weniger Geld mehr erreichste wenn du einen guten Tonabnehmer raufbaust.
zlois
Stammgast
#17 erstellt: 19. Jan 2004, 20:54
Hmm...
Dann werde ich mir wohl doch lieber einen neuen Tonabnehmer kaufen, den kann ich ja dann auch weiterverwenden, falls ich mir später mal einen besseren Plattenspieler kaufe...

Da hab ich dann nur noch eine Frage: Ist es eh kein Problem, dass man am Reloop die Tonarmhöhe nicht einstellen kann?
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