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DUAL 604 - Tonabnehmer wechsel und Wartung

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AnnoDomini87
Stammgast
#1 erstellt: 11. Jun 2009, 08:56
Hallo Leute!

Habe hier meinen feinen DUAL 604 mit Subchassis stehen. Möchte ganz gerne mal einen anderen Tonabnehmer probieren, habe aber keine Infos gefunden, wie man das am besten wechselt, und ob das überhaupt paßt vom Sitz her (habe ich vorher noch nie gemacht). Außerdem will ich den DIN Stecker gegen hochwertige Cinch austauschen. Ich weiß aber nicht so richtig, wie ich den Spieler auseinander bekomme, will nichts "verschlimmbessern". Hab dazu auch mal die Gebrauchstanweisung gelesen, das stand direkt nicht drin.

High Fidelische Grüße,
Anno
hificello
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 11. Jun 2009, 09:18
Hallo!

Ich glaub der 604 hat eine Halbzoll TK Systemhalterung. Hat dein TA eine Nummer oder Schrift drauf (DMS.., DN..)? Suche im dual-board nach TK 24 und Tonabnehmer. Auf vinylengine sind BDAs und Service-Anleitung. Da sind die Kabelbelegungen zu finden. Wenn keine Service-Anleitung für deine 604 dabei ist, schau nach einen ähnlichem Typen.

Grüße,
Peter
Bepone
Inventar
#3 erstellt: 11. Jun 2009, 10:39
Hallo,

in die TK-Platte des 604 passen handelsübliche Halbzoll-Tonabnehmer.

Für den Wechsel von DIN auch Cinch entweder

- einen Adapter verwenden (selbst gebaut oder gekauft)
- DIN - Stecker abschneiden und Cinchstecker anlöten (evtl. extra Massekabel falls es brummt)
- ganz neues Kabel verlegen. Ist innen mit Flachsteckern angesteckt, da musst du erstmal gar nichts am Plattenspieler herumbasteln.

Das Originalkabel ist ausreichend und muss nicht zwingend ausgetauscht werden.



Anleitungen, Servicemanuals u.a. findest du normalerweise auf Wegavision: klick!
Scheint aber gerade wieder mal nicht zu funktionieren.



Gruß
Benjamin
AnnoDomini87
Stammgast
#4 erstellt: 11. Jun 2009, 12:24
Danke für eure ausführlichen Antworten! Hab mal nachgeschaut, ist nen DUAL TK 231 mit ner DMS 240E Nadel. ALso kann man von verschiedenen Herstellern Syteme mit halben Zoll anbauen? Also Hebel raus, System einfernen, neuen rein? Hab mal wegen den Kabel geschaut, wo die eingeführt werden ist nen Stahlblech, welches man abnehmen kann, denke mal dahinter sind dann die Schuhe mit den Flachstecker? Werd gleich mal Mäusschen spielen und mal einen Blick reinwerfen
Lohnt es sich denn, die arbeit zumachen, und so ein Gerät aufzurüsten (wie sieht das innen mit der Mechanik aus, ölen, Harz entfernen etc.?) oder sollte man nach einen neuen gucken? Hatte mir einen Rega P1 mit einen Goldring oder Ortofon 2m blue ausgeguckt.

Schonmal danke für eure Antworten!


[Beitrag von AnnoDomini87 am 11. Jun 2009, 12:25 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#5 erstellt: 11. Jun 2009, 14:18
Hallo,


ALso kann man von verschiedenen Herstellern Syteme mit halben Zoll anbauen? Also Hebel raus, System einfernen, neuen rein?

Jawohl, das geht.




Hab mal wegen den Kabel geschaut, wo die eingeführt werden ist nen Stahlblech, welches man abnehmen kann, denke mal dahinter sind dann die Schuhe mit den Flachstecker?

Hinter dem Blech geht das Kabel schon noch ein Stück weiter und ist dann am Kurzschließer angesteckt. Aber wie gesagt, ein Kabelwechsel ist nicht unbedingt nötig, die Kabel sind gut und für Phono zugeschnitten.



Lohnt es sich denn, die arbeit zumachen, und so ein Gerät aufzurüsten

Auf jeden Fall!!

Der 604 hat einen sehr wartungsarmen Direktantrieb. Läuft der Geräuschlos und die Halbautomatik funktioniert, besteht hier kein unmittelbarer Handlungsbedarf, was Wartung betriff.
Ein feines Gerät!



Gruß
Benjamin
AnnoDomini87
Stammgast
#6 erstellt: 11. Jun 2009, 14:39

Hinter dem Blech geht das Kabel schon noch ein Stück weiter und ist dann am Kurzschließer angesteckt. Aber wie gesagt, ein Kabelwechsel ist nicht unbedingt nötig, die Kabel sind gut und für Phono zugeschnitten.


Also wird der DIN abgeschnitten und Cinch wird angelötet. Kannst du mir gute Cinch zum konfektionieren empfehlen?


Der 604 hat einen sehr wartungsarmen Direktantrieb. Läuft der Geräuschlos und die Halbautomatik funktioniert, besteht hier kein unmittelbarer Handlungsbedarf, was Wartung betriff.
Ein feines Gerät!


Ja, da stimme ich dir zu! An meinen hier ist nichts dran, sieht aus wie gerade aus der Originalverpackung genommen. Finde erstaunlich das ein Gerät was ca. (laßt mich mal eben lügen) 28 Jahre alt ist, noch so perfekt läuft. Hatte wegen Wartung hier nur mal angefragt, damit der Zustand so bleibt

Kannst du mir ein System empfehlen? Also hören tue ich viel Amerikana Folk und Indie Geschichten, also nichts "hartes". Hab bei phonophono gelesen, das Grado´s sehr gut für sowas geeignet sein soll! So 100 bis 120 Euronen sind geplant. Wie ist das denn dann mit dem "justieren", wenn man ein System auswechselt, welche meistens ja komplett andere Konstruktion haben?


[Beitrag von AnnoDomini87 am 11. Jun 2009, 14:41 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#7 erstellt: 11. Jun 2009, 15:04
Der dürfte schon die Grenze der 30 Jahre sprengen, wurde meine ich bis 1978 gebaut, dann kamen schon die Nachfolger mit ULM-Tonarm auf den Markt. Zumindest war das bei der 7er-Serie so, bei der 6er dürfte es aber ähnlich sein.

Im Dual-Board wird wohl auf die Neutrik-Stecker geschworen die man bei Conrad bekommt. Ich habe von denen bisher nur die DIN-Stecker benutzt, die sind recht gut, und kosten auch nicht allzu viel Geld.

Ich würde den originalen DIN-Stecker aufmachen und mal sehen wie das so aussieht. Bei meinem 701 Bj. 1975 sah das echt katastrophal aus. Die Lötstellen sahen so aus als hätte die ein Lehrling im ersten Lehrjahr gemacht, so als Übung zum Löten. Für Moving Magnet-Systeme war das noch ok, aber bei Moving Coil hatte ich Probleme, konnte Kurzwelle über den Phonoeingang hören. Nachdem ich den Stecker ersetzt habe war das weg...

Rot ist auf jeden Fall rechts, weiß ist links. Die Adern sind einzeln geschirmt mit einem Schirm aus Kupferlitze. Dieser wird dann entsprechend verdrillt und auf das Blech gelötet das mit dem Außenring des Cinchsteckers verbunden ist. Der Schirm dient ja als Signalmasse, und in dem Fall auch als Potentialausgleich. Sollte es denn trotzdem brummen, muss am Kurzschließer die gemeinsame Masse aufgetrennt werden und ein separates Kabel für den Potentialausgleich abgeführt werden, das wird dann am Receiver/Verstärker oder halt Phonovorverstärker an der Masseschraube (GRD oder GRND) befestigt.


[Beitrag von germi1982 am 11. Jun 2009, 15:12 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 11. Jun 2009, 17:10
Hallo Anno,

als Cinchstecker kannst du prinzipiell jeden nehmen. Muss auch nicht unbedingt vollmetall sein, sieht aber hochwertiger aus und ist etwas besser geschirmt. Er muss ja auch nicht häufige Steckvorgänge aushalten, nehme ich an.
Also, Modelle für 20 Cent bis 2 Euro das Stück müssten gehen.

Conrad oder Reichelt wären Anlaufstellen (Achtung, Mindestbestellwert). Bei manchen Steckern kann man speziell nach dem Kabel-Außendurchmesser auswählen, achte darauf.

Wenn du den DIN abschneidest, dann schneide am besten noch ca. 5cm Kabel mit weg, dann hast du frisches und ungeknicktes Material am neuen Stecker.

Ansonsten ist Marcel's Ausführungen nichts hinzuzufügen.



Kannst du mir ein System empfehlen?

Empfehlen kann ich dir da nichts spezielles, ich kann dir nur sagen dass du eines mit höherer Compliance nehmen solltest, also keine hart aufgehängten MCs. Der Tonarm des 604 gehört wohl zur leichten bis mittelschweren Sorte.
An einem Dual macht sich jedenfalls ein Shure V15/III immer gut, finde ich (mit Jico SAS Nadel), aber es gibt auch viele andere Systeme.
In dein Budget würde z.B. noch ein Shure M97xE reinpassen, nur um mal ein Modell zu nennen.
Versuche es mal hier mit der Suchfunktion, es werden immer mal Tonabnehmerempfehlungen angefragt.


Wie ist das denn dann mit dem "justieren", wenn man ein System auswechselt, welche meistens ja komplett andere Konstruktion haben?

Der TK des Duals besitzt Langlöcher. Durch Verschieben des Tonabnehmers musst du zunächst den korrekten Überhang einstellen, in Grenzen kannst du auch noch die Kröpfung durch Verdrehen ändern. Dafür gibt es Schablonen (z.B. DIN) zum Ausdrucken oder Justagelehren von Dual.

Dann ist natürlich noch die Auflagekraft korrekt einzustellen, der Tonarm muss dazu mit dem neuen Tonabnehmer zunächst ausgependelt werden mit Hilfe des Gegengewichtes.

Aber die Tonabnehmerjustage ist dann eigenes Thema, im Forum findest du sehr viele Beiträge darüber.

Einen Tip noch, Tonabnehmer haben alle verschiedene Bauhöhen (Abstand Oberkante des Tonabnehmers bis Nadelspitze). Deshalb sollte der neue Tonabnehmer nur so hoch bauen, dass du den Tonarm noch annähernd parallel zur Schallplattenoberfläche bekommst. Baut er flacher, kannst du entweder unter den Tonabnehmer etwas unterlegen oder eine dickere Plattenteller-Matte verwenden.
1-2mm Abweichung zur Idealhöhe können aber meines Erachtens toleriert werden.



Gruß
Benjamin
germi1982
Moderator
#9 erstellt: 11. Jun 2009, 18:36
Ansonsten ist die Bauart international genormt, halb-Zoll (1/2")...von der Montage passen die auf jeden Fall. Gibt noch andere Befestigungssysteme wie z.B. die Systeme für ULM*-Tonarme von Dual die anders befestigt werden oder die Klipsysteme die in den TK eingeklipst werden oder T4P. Das sind so die Systemarten die es gibt. ULM kam bei Dual aber erst später raus, beim Nachfolger des 604.

*Ultra Low Mass

Effektive Masse des Tonarmes dürfte so bei 12-13g liegen.

An welche Grado's hast du denn gedacht? Grado Prestige gehen auf jeden Fall, die passen rechnerisch zum Arm, die wiegen 5,5g und haben eine Compliance von 20.
AnnoDomini87
Stammgast
#10 erstellt: 11. Jun 2009, 19:40
Nochmals danke für die tollen Antworten!


An welche Grado's hast du denn gedacht?

Also ich habe heute den ganzen Tag im Inet gestöbert und gelesen. Habe mich nach mehreren Vergleichen für einen Ortofon VinylMaster Red entschieden. Hab mir gleich auch einen neuen Systemträger, eine Schablone und eine kleine Waage geholt. Hat zwar ein wenig meine Budget Grenze gesprengt, aber ich wills auch gescheit machen dann!



Compliance von 20

Was meinst du damit?


Baut er flacher, kannst du entweder unter den Tonabnehmer etwas unterlegen oder eine dickere Plattenteller-Matte verwenden.

Kann man denn auf den Teller noch was drauflegen, weil er hat ja schon diese "Rillen"?


Ich würde den originalen DIN-Stecker aufmachen und mal sehen wie das so aussieht. Bei meinem 701 Bj. 1975 sah das echt katastrophal aus. Die Lötstellen sahen so aus als hätte die ein Lehrling im ersten Lehrjahr gemacht, so als Übung zum Löten. Für Moving Magnet-Systeme war das noch ok, aber bei Moving Coil hatte ich Probleme, konnte Kurzwelle über den Phonoeingang hören. Nachdem ich den Stecker ersetzt habe war das weg...

Hast du den DIN Stecker ersetzt, oder gleich auf Cinch? Werd da morgen sofort mal einen Blick reinwerfen. Zum Glück hab ich mir letztens ein wenig Silberlot von Inakustik geholt


[Beitrag von AnnoDomini87 am 11. Jun 2009, 19:42 bearbeitet]
AnnoDomini87
Stammgast
#11 erstellt: 11. Jun 2009, 19:47
Ach, eins fällt mir noch ein. Hatte vor einiger Zeit mal totalen dumpfen Klang. Hab dann eine kleine KONTAKT Spray Kur gemacht, und alles fluppte wieder!
germi1982
Moderator
#12 erstellt: 11. Jun 2009, 20:45
Compliance heißt Nachgiebigkeit, und zwar in dem Fall die Nachgiebigkeit der Nadel und zwar in µm/mN.

Die Nadel VM Red ist eigentlich zu weich aufgehängt für den Tonarm, Compliance von 25, Systemgewicht 5,0g. Für einen Tonarm der 12-13g wiegt eigentlich zu weich, damit ist man dann außerhalb des optimalen Bereiches für die Resonanzfrequenz...

Dafür gibts sogar extra Tools für um das zu berechnen.

Passender von Ortofon wäre die 2M-Serie, z.B. das 2M Red

Ich habe den DIN-Stecker ersetzt durch einen neuen, denn sowohl mein Moving Coil-Vorverstärker als auch mein Receiver haben DIN-Buchsen.


[Beitrag von germi1982 am 11. Jun 2009, 20:54 bearbeitet]
pet2
Inventar
#13 erstellt: 11. Jun 2009, 21:55
Hallo,

das original verbaute Dual DMS 240E/242E hatte ebenfalls eine Compliance von 25.
Aber so ein Berechnungstool hatten die bei Dual wohl damals noch nicht .
Im Ernst: Das paßt wirklich .

Gruß

pet
germi1982
Moderator
#14 erstellt: 11. Jun 2009, 22:46
Ein Tool braucht man auch nicht, das ist nur Hilfesmittel damit man nicht diese Rechnung selber mit Taschenrechner oder sonstigen Rechenhilfen ausführen muss...ich benutze dafür eine einfache Excel-Geschichte.

Es wird im Endeffekt aus dem Gewicht des Tonabnehmers, der effektiven Masse des Tonarmes und der Compliance die Resonanzfrequenz errechnet, der grüne Bereich liegt zwischen 8 und 12 Hz.

Sicher mit den 25? Könnten es nicht eher 20 gewesen sein? Das würde dann nämlich auch perfekt passen mit 8,4 Hz bei einem 12g Tonarm (das System wiegt 6g).
AnnoDomini87
Stammgast
#15 erstellt: 12. Jun 2009, 05:52

das original verbaute Dual DMS 240E/242E hatte ebenfalls eine Compliance von 25.


Also an die "Compliance" hatte ich beim Kauf jetzt nicht beachtet, hatte nur in der Gebrauchsanweisung des Dual´s gelesen: 4,5g bis 10g. Und da dachte ich 5g gehen klar. Ist das denn jetzt so WAHNE schlimm?
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 12. Jun 2009, 08:44
Hallo.


Kann man denn auf den Teller noch was drauflegen, weil er hat ja schon diese "Rillen"?

Unter die originale Dual-Gummimatte könnte man noch eine Matte aus Filz, Kork, Leder, Pappe.... drunterlegen.
Die Originalmatte ist bei Dual jedoch meist geklebt, geht aber zu entfernen.

Eine Alternative zu dieser Methode ist es, ein Plättchen zwischen TK (=Systemträger) und Tonabnehmer zu legen. Kann man sich aus Kunststoff, leichtem Holz etc. (alles was leicht ist) selbst bauen, die gibts aber auch fertig zu kaufen.



Also an die "Compliance" hatte ich beim Kauf jetzt nicht beachtet, hatte nur in der Gebrauchsanweisung des Dual´s gelesen: 4,5g bis 10g. Und da dachte ich 5g gehen klar. Ist das denn jetzt so WAHNE schlimm?

Meine Erfahrung besagt, auch Tonabnehmer hoher Compliance funktionieren noch an schwereren Tonarmen. So hatte ich z.B. das Shure V15/III am Kenwood KD-3100. Die Nadel wippte zwar auch mal stärker bei Platten mit hohen, kurzen Wellen, blieb aber noch in der Rille und es klang sauber.

Der Dual-Tonarm ist um einiges leichter als der meines Kenwood, somit sollte das schon gut funktionieren. Und wie pet schon sagte, die Originalsysteme hatten auch immer recht hohe Compliance-Werte. Das DMS242E (welches sich übrigens am Dual 1246 hervorragend betreiben lässt) wird mit 25 vertikal und 35 horizontal angegeben (hier)
Ich sehe da also eher keine Probleme.



Zum Glück hab ich mir letztens ein wenig Silberlot von Inakustik geholt

Normales Blei-Lötzinn ginge auch



Gruß
Benjamin
AnnoDomini87
Stammgast
#17 erstellt: 12. Jun 2009, 09:37

Ich sehe da also eher keine Probleme.

Da bin ich aber beruhigt! Bin echt mal gespannt, wie so ein neuer Tonabnehmer ist, da ich schon recht hochwertige Vinyl höre.



Normales Blei-Lötzinn ginge auch


Ja, so traditionelles Bleihaltiges ist super, aber schwer dranzukommen (danke EU-Umweltrichtlinien! ) Hatte eine Zeit nur noch Bleifreies gekriegt. Dachte probierste aus. Aber den sch**** können die behalten. Löten tue ich selten, und da ist mal ne Rolle gescheites Lötzinn drin

Hatte beim surven noch gesehen, das viele Leute Beschwerer benutzen. Lohnt sich sowas? Ist das denn nicht eine mehr belastung für den Antrieb (obwohl dürfte ja bei ca. 180 gr auf den Drehpunkt nicht viel ausmachen)?
Gruß,
Simon


[Beitrag von AnnoDomini87 am 12. Jun 2009, 09:39 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#18 erstellt: 12. Jun 2009, 09:55
Hallo,


Ja, so traditionelles Bleihaltiges ist super, aber schwer dranzukommen (danke EU-Umweltrichtlinien! )

Hm, mir ist zwar bekannt dass von der Industrie nur noch bleifreies Lötzinn verarbeitet werden darf.
Aber das normale Lötzinn (40% Blei, 60% Zinn, manchmal noch etwas Kupfer zur Schonung der Lötspitze) darf und wird trotzdem noch vertrieben.

Bei Conrad, Reichelt und Konsorten ist es z.B. problemlos erhältich. Und bei uns im Baumarkt gibt's das auch noch.
Als Hobbybastler kommt man mit einer 250g Spule Lötdraht ja ewig hin.



Zum Thema Plattenbeschwerer, ich habe mit sowas keinerlei Erfahrung. Keine Ahnung ob das klanglich was bringt. Das Tellerlager wird auf jeden fall mehr belastet (ist egal, ob das Gewicht nun als Punktmasse über dem Lager läuft oder als Ring außen am Plattenteller! Das ergibt nur einen Unterschied in der rotatorischen Trägheitswirkung).
Inwieweit das dann schädlich ist, muss man anhand der Lagerkonstruktion abklären.



Gruß
Benjamin
AnnoDomini87
Stammgast
#19 erstellt: 12. Jun 2009, 10:07

Hm, mir ist zwar bekannt dass von der Industrie nur noch bleifreies Lötzinn verarbeitet werden darf.


Also das kam so vor ca. 4 Jahren. Ein alter Schulfreund von mir, hat da seine Lehre in einem Unternehmen gemacht, das so GPS Geräte für Trecker und Mähdrescher macht. Und die mußten nur noch bleifreies Lötzinn nehmen. Denn wenn der Trecker (oder Mähdrescher) auf den Acker explodiert, wird ja auch das GPS Gerät zerstört, und der Acker könnte bleiverseucht werden........Hört sich so komisch an, aber so wurde das begründet!
Und ich meine so für Hobby und so wurden auch die Anteile gestrichen! Also ich hatte das grüne Stannol benutzt, und hatte nur gammel Lötstellen. Sonst das alte rote war besser.
germi1982
Moderator
#20 erstellt: 12. Jun 2009, 14:12
Bleihaltiges Lötzinn bekommt man privat so noch zu kaufen. Bei uns in der Firma nutzen wir auch noch bleihaltiges, wir haben eine Sondergenehmigung. Wird aber mittlerweile langsam durch bleifreies, also sogenanntes Silberlot, ersetzt.
Bepone
Inventar
#21 erstellt: 12. Jun 2009, 15:05

Bei uns in der Firma nutzen wir auch noch bleihaltiges, wir haben eine Sondergenehmigung.


Hehe, das ist mal wieder genial und typisch Deutschland.
Für alles gibts irgendwelche Sondergenehmigungen.
Was mich interessiert, wie muss man es begründen um so eine Genehmigung zu erhalten? Fehlende Geräte, um bleifrei zu löten?
Soweit mir bekannt, unterscheidet sich der Lötvorgang beim bleifreien Lötzinn nur in der Temperatur (höher) und ist allgemein schwieriger auszuführen.


Gruß
Benjamin
germi1982
Moderator
#22 erstellt: 12. Jun 2009, 17:04
Wir haben Magnastat-Lötstationen von Weller. Hier wäre die Änderung der Temperatur über eine andere Spitze möglich, bei manchen auch über einen steckbaren Widerstand.

Ich persönlich habe aber festgestellt das es wohl bei den Geräten die wir fertigen an manchen Stellen einen Unterschied macht ob bleihaltiges oder bleifreies Lötzinn verwendet wurde...ob das aber nun am Zinn oder an anderen Umständen lag weiß ich nicht...es handelte sich dabei um die Lötstellen an den Ringwiderständen eines thermomagnetischen Sauerstoffmessgerätes. Dieses ist vom Grundaufbau her eine Wheatston'sche Meßbrücke. Das heißt also im Endeffekt empfindliche Reaktion auf sich ändernde Widerstände, bzw. dürfen an solchen Anschlüssen keine Übergangswiderstände vorhanden sein. Wenn da die Lötstellen nicht ordentlich gemacht sind, hat das Einfluss auf den Meßeffekt. Und das sind noch einfache Lötstellen, interessanter wird es da schon bei Meßgeräten die auf Basis der Wärmeleitfähigkeit (ebenfalls Wheatstone'sche Brücke) arbeiten, denn hier müssen die Anschlusslitzen an hauchdünne Platindrähte gelötet werden.

Der Lötvorgang ist natürlich schwieriger, durch das Blei hat das Zinn bessere Fließeigenschaften. Deswegen bevorzuge ich das auch privat. Ich benutze sogenanntes Elektroniklot, das hat im Inneren des Lotdrahtes eine Seele aus säurefreien Harzen z.B. Kolophonium als Flussmittel, man braucht also kein extra Flussmittel z.B. Lötfett oder ähnliches. Das Zeug benutzen wir auch auf der Arbeit.


[Beitrag von germi1982 am 12. Jun 2009, 17:07 bearbeitet]
AnnoDomini87
Stammgast
#23 erstellt: 13. Jun 2009, 11:08
Ich will nochmal kurz wegen den Tonabnehemr einhaken! Wenns ihr es erlaubt
Was habt ihr denn für welche im Einsatz, oder habt ihr sogar mehrere?
Bendias
Stammgast
#24 erstellt: 13. Jun 2009, 11:53
Ich habe auch den 604. Er spielt recht ordentlich mit dem original TA DMS 240E/DN 241. Es gibt aber bessere TAs für den Dreher. Ich habe noch einen Wechseladapter mit einem Goldring 1012 und 1042 zum tauschen. Die passen gut zum Tonarm.
Meist habe ich das originale TA drunter, weil das 1042 auf einem Music Hall seine Arbeit verrichtet. Für manche Platten ist der "historische" Sound vom DMS 240E einfach sehr passend.
germi1982
Moderator
#25 erstellt: 13. Jun 2009, 18:15
Ich habe das Audio Technica AT OC 9 ML II dran, vorher hatte ich das Denon DL-160 an meinem Dual 701.
AnnoDomini87
Stammgast
#26 erstellt: 24. Jun 2009, 18:18
Will nochmal das Thema anwärmen!
Was meint ihr zu den Technics Zwölfzehner, im Gegensatz zum Dual 604?
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