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Projekt: Hochwertige 3-Wege-LS Eigenentwicklung

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Beitrag
Hifihannes
Stammgast
#101 erstellt: 15. Jul 2019, 20:15

MarsianC# (Beitrag #100) schrieb:
Der 8c Wahnsinn hat begonnen, sehr geil!
Viel Erfolg bei der Optimierung der Abstrahlung, das hatte bei der 8c auch einige Zeit gedauert. Der Entwickler hat dann wohl eine feine Methode gefunden umd das zu Simulieren, da wär ich wirklich neugierig drauf.


Ja, das würde mich auch interessieren

Ich bin auch gerade schwer am grübeln, wie ich das ganze etwas gezielter angehen könnte. Nur nach try & error ist das vmtl. sehr mühselig und unelegant.

Ich vermute, dass der Slot-F-gang aktuell noch der Schwachpunkt meines setups ist, da ich mit dem dicken Sonofil vmtl. zu breitbandig absorbiere. Mit einer Lage aus dichterem Material würde ich höhere Frequenzen vmtl. stärker absorbieren als tiefe und bekäme so vmtl. eher eine HP-Charakteristik.

Evtl. wäre es ein guter Anfang, wenn ich den F-gang der Öffnungen möglichtst gut mit dem 90°-F-gang des CB-setups zur Deckung bringe. Und dann evtl. die Position des slots verschieben, bis die Auslöschung möglichst stark ist (und dabei den F-gang der slots nicht zu stark verbiegen)...

Der erst Teil davon läßt sich evtl. sogar im Nahfeld im Wohnzimmer machen...
Peas
Inventar
#102 erstellt: 15. Jul 2019, 20:28
Lesestoff:
https://www.diyaudio...eguide-cardioid.html

Das müsste der Entwicklungsthread zur 8c sein ...
Hifihannes
Stammgast
#103 erstellt: 15. Jul 2019, 20:56

Peas (Beitrag #102) schrieb:

Das müsste der Entwicklungsthread zur 8c sein ...


Genau, zumindest die Vorgeschichte der Entwicklung, der interessante Teil fehlt leider...
Interessant ist auch der Link zum Patent in Post #162

Directional loudspeaker EP 3018915 A1

auch wenn sich "Patentanwältisch" recht zäh ließt
Fosti
Inventar
#104 erstellt: 15. Jul 2019, 21:14
Hallo Johannes,
hier hast Du was zum "Spielen":
CARUSO-ISO-BOND WLG 045 (15 kg/m³ - 3 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 040 (20 kg/m³ - 5 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 035 (40 kg/m³ - 11 kPa*s/m²)
http://www.iso-bond.baubedarf-spezialartikel.de/index.htm


[Beitrag von Fosti am 15. Jul 2019, 21:16 bearbeitet]
Peas
Inventar
#105 erstellt: 15. Jul 2019, 21:24

Hifihannes (Beitrag #103) schrieb:


auch wenn sich "Patentanwältisch" recht zäh ließt :D


Schreibt sich auch recht zäh. Hab mal eins angemeldet, ohne Anwalt, DIY halt.

Bilder gucken ist aber auch schon aufschlussreich. Mit den verschiebbaren Öffnungen und der Bedämpfung bist Du doch nahe dran.

PS: Fosti hat's Patent auch gelesen


[Beitrag von Peas am 15. Jul 2019, 21:26 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#106 erstellt: 15. Jul 2019, 22:30

Fosti (Beitrag #104) schrieb:
Hallo Johannes,
hier hast Du was zum "Spielen":
CARUSO-ISO-BOND WLG 045 (15 kg/m³ - 3 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 040 (20 kg/m³ - 5 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 035 (40 kg/m³ - 11 kPa*s/m²)
http://www.iso-bond.baubedarf-spezialartikel.de/index.htm


Danke für die Zahlen - das deckt ja perfekt das im Patent genannte Fenster ab (10 bis 50 kg/m³)

Sonofil dürfte laut meiner Messung bei ~10kg/m³ liegen...

Ich hab jetzt mal das hier in 20mm, 40kg/m³ geordert:

https://www.easy-noisecontrol.de/produkt/easypol-polyesterwolle/] https://www.easy-noisecontrol.de/produkt/easypol-polyesterwolle/[/url]
Peas
Inventar
#107 erstellt: 15. Jul 2019, 22:50
Aus dem Bauch heraus würde ich zu dem leichteren Material tendieren. In das schwere dringt der Bass nicht richtig ein, sondern wird mehr reflektiert.
SRAM
Inventar
#108 erstellt: 16. Jul 2019, 14:06
a) das ist primär Wärmedämmung
b) nimm Basotect
c) Reflektionen begegnet man durch Formgebung: Keile, Gassen, Kanäle. Verengend zur Wand hin.


Gruß SRAM
Fosti
Inventar
#109 erstellt: 16. Jul 2019, 14:21
SRAM: Dass das Zeug primär zur Wärmedämmung gemacht wurde heisst ja nicht.......
Peas
Inventar
#110 erstellt: 16. Jul 2019, 14:38
Basotect hätte ich am wenigsten vorgeschagen ...
Fosti
Inventar
#111 erstellt: 16. Jul 2019, 14:46
....eben zu dicht.
Hifihannes
Stammgast
#112 erstellt: 23. Jul 2019, 20:56
Die neuen 40kg/m³-Matten sind da und am WE hatte ich wieder etwas Zeit zum Spielen:

Hier erstmal die Übersicht der Setups:
------------------------------------------------------------------------
setup1:
20cm styro, 3x Sonofil, standardöffnung

setup2:
5cm styro unten, 5cm zusätzlich oben, 4x sonofil, standardöffnung

setup3: (ursprünglicher bester Kandidat)
20cm styro, 2x matten, 2x sonofil, standardöffnung

setup4:
CB ref, 4x sonofil, kein styro

setup 5:
20cm styro, 4x matten, 1x sonofil, standardöffnung
------------------------------------------------------------------------

Zunächst mal HT und MT im aktuellen Gehäuse einzeln:
HT MT

Dann TT in setup1:
TT1

setup2:
TT2

setup3:
TT3

setup4: (CB-Referenz)
TT4

setup5:
TT5

Hier dann CB Referenz und setup5 jeweils mit HT und MT:

CB-Referenz Xover

setup5 Xover

Die Unterschiede zwischen den drei Setups mit dem 20cm-Styroblock (setup 1, 3, 5) sind trotz stark unterschiedlicher Bedämpfung sehr ähnlich, mit vllt. minimalen Vorteilen für Setups 3 und 5 mit den neuen dichteren Matten.
Evtl. gilt hier analog zum Niedrigenergiehaus ( ): Viel hilft viel und ich sollte das Volumen einfach komplett mit den dichteren Matten füllen...

Generell fuchst mich es etwas, dass die CB--Referenz oberhalb von 500Hz vom Abstrahlverhalten besser zum Rest passt, als die PC-Setups.
Ich muss irgendwie erreichen, dass die Öffnungen eine stärkere Tiefpassfunktion erhalten.
Da die Rückwand scheinbar wie eine Art Reflektor wirkt, wäre es vllt. eine Idee, an der Rückwand einen Absorber einzubauen, der für f<500Hz reflektiert und f>500Hz absorbiert.
Vllt. passen hier 2 Lagen -> 40mm der neuen Matten...

Laut diesem Rechner sollte das oder evtl. auch 20mm mit 30mm Luftspalt ganz gut passen:
http://www.whealy.com/acoustics/Porous.html

Das Mikro ist jetzt übrigens endlich unterwegs zum Kalibrieren...

Viele Grüße
Hannes


[Beitrag von Hifihannes am 23. Jul 2019, 20:56 bearbeitet]
Peas
Inventar
#113 erstellt: 24. Jul 2019, 05:45
Bin nach wie vor skeptisch, was das dichtere Material angeht.

Als Tiefpass dürfte sich eine dicke Lage leichtes Material eher eignen. Dazu dann eine Faltung als Umweg, um die nötige Laufzeitverlängerung zu erreichen.

Etwa so:


20190724_074228
Hifihannes
Stammgast
#114 erstellt: 24. Jul 2019, 18:20

Peas (Beitrag #113) schrieb:
Als Tiefpass dürfte sich eine dicke Lage leichtes Material eher eignen.


Kannst du erklären, wie du darauf kommst?

Wenn man sich allgemein Absorber anschaut, wie sie auch für Raumakustikoptimierungen verwendet werden, dürfte das eher andersrum sein:
Je dicker das Material, desto stärker werden tiefere Frequenzen absorbiert. Dünne Absorber reflektieren tiefe Frequenzen...

Da der Strömungs Widerstand nach den Daten von Christoph in einer ähnlichen Größenordnung von Basotect liegen sollte ( Daten zu Basotect - 8 bis 20 kPa*s/m² ) sollten irgendwas zwischen 40 und 80mm Dicke ganz gut funktionieren. (Abhängig davon, ob die abgebildeten Kurven in Refkexion (-> doppelter Weg) oder Transmission gemessen wurden...


Fosti (Beitrag #104) schrieb:
Hallo Johannes,
hier hast Du was zum "Spielen":
CARUSO-ISO-BOND WLG 045 (15 kg/m³ - 3 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 040 (20 kg/m³ - 5 kPa*s/m²)
CARUSO-ISO-BOND WLG 035 (40 kg/m³ - 11 kPa*s/m²)
http://www.iso-bond.baubedarf-spezialartikel.de/index.htm



edit:
Das im letzten post verlinkte excel-sheet stimmt mir da auch zu...

Ob es jetzt besser ist, die Tiefpassfunktion allein über das Material vor den Öffnungen zu erreichen, oder zusätzlich gezielt die Rückwand präpariert, muss man vmtl. ausprobieren...



Peas (Beitrag #113) schrieb:
Dazu dann eine Faltung als Umweg, um die nötige Laufzeitverlängerung zu erreichen.


So was ähnliches hatte ich auch schon mal im Kopf, hab es dann allerdings erstmal gelassen, weil es im Patent nicht erwähnt wird.
Funktioniert scheinbar auch so schon ganz gut


[Beitrag von Hifihannes am 24. Jul 2019, 18:22 bearbeitet]
max95xx
Ist häufiger hier
#115 erstellt: 24. Jul 2019, 19:32

So was ähnliches hatte ich auch schon mal im Kopf, hab es dann allerdings erstmal gelassen, weil es im Patent nicht erwähnt wird.


Das wäre warscheinlich auch nicht vorteilhaft, da du dir somit eher eine Br-Box mit bedämpftem Reflexausgang bauen würdest
Peas
Inventar
#116 erstellt: 24. Jul 2019, 19:47
Dichte Materialien wie Basotect absorbieren zwar den Hochton hervorragend, reflektieren aber den Bass, was hier kontraproduktiv ist.

In lockere Materialien wie Steinwolle kann der Bass tief eindringen und sich so dort verlieren (dicker Heimkinoabsorber) bzw. auf der anderen Seite wieder gedämpft austreten (Dein Anwendungsfall).

Daher erscheint mir eine dickere Schicht lockeren Materials hier als bester Kompromiss.
Peas
Inventar
#117 erstellt: 24. Jul 2019, 19:49

max95xx (Beitrag #115) schrieb:

So was ähnliches hatte ich auch schon mal im Kopf, hab es dann allerdings erstmal gelassen, weil es im Patent nicht erwähnt wird.


Das wäre warscheinlich auch nicht vorteilhaft, da du dir somit eher eine Br-Box mit bedämpftem Reflexausgang bauen würdest :?


Es kommt auf die Austrittsfläche an.

Wenn diese so groß wie die Membranfläche ist, entfällt die BR-Wirkung, siehe U-Frame & Co.
max95xx
Ist häufiger hier
#118 erstellt: 24. Jul 2019, 20:42

Wenn diese so groß wie die Membranfläche ist, entfällt die BR-Wirkung, siehe U-Frame & Co.


Ich glaube nicht, dass du die Funktionsweise von einem Dipol auf eine Box übertragen kannst.
Wenn der Port bei kleinem Volumen eher kurz ausfällt und eine große Öffnungsfläche hat wirst du da eher eine ziemlich hoch abgestimmt BR-Box erhalten.
Peas
Inventar
#119 erstellt: 24. Jul 2019, 21:02
Die Erkenntnis ist nicht von mir, ich habe sie nur weitergegeben. Als anschauliches Beispiel kannst Du auch einen Downfire-Sub oder Doppelbassreflexgehäuse nehmen. Der Downfire-Sub braucht Abstand zum Boden, sonst wird er zum Bandpass. Bei DBR muss die Zwischenöffnung kleiner als die Membran sein, sonst ist es nur eine simple Gehäuseversteifung. Weiter möchte ich das jetzt nicht ausbreiten. Hannes hat eine verstellbare Öffnung und kann es schneller ausprobieren, als wir diskutieren können.
Hifihannes
Stammgast
#120 erstellt: 24. Jul 2019, 21:23
Da es eigentlich nur darauf ankommt, den internen Laufweg dem externen anzugleichen und der externe nicht sooo lang ist, sollte höchstens ein relativ schmales Brettchen nötig sein, um dem Schall" den direkten Weg abzuschneiden".
Ganz so extrem wie in der Skizze von Peas wäre es also sicher nicht.

Negative Effekte kann es aber natürlich trotzdem geben...

Was man (evtl. Ich) versuchen könnte:
Das Delay einer Nahfeldmessung am Port zu einer am TT bestimmen und mit der theoretischen Schalllaufzeit um das Gehäuse vergleichen. Wenn die Pegeldifferenz nicht groß genug sein sollte, muss man evtl. versuchen, den Schall der jeweils anderen Öffnung durch einen dicken Absorber zu blocken.
Peas
Inventar
#121 erstellt: 25. Jul 2019, 05:09

Negative Effekte kann es aber natürlich trotzdem geben... 


Die müsstest Du aber jetzt schon feststellen.

Die Länge des "Kanals" hätte darauf dem Grunde nach keinen Einfluss, sondern nur auf die konkrete "Abstimmung".

Das wird hier falsch dargestellt. Schon die Schlitze könnten einen BR-Effekt erzeugen. Ein Resonator geht auch als "Brett mit Loch" (Quadral, ACL-Prinzip, Gitarrenbox der K+T etc.).

Aber die Bedämpfung dürfte das aufheben.

In #95 hatte ich dazu Impedanzmessungen angeregt.
Big_Määääc
Inventar
#122 erstellt: 27. Jul 2019, 07:37
einfach mal nen schönen dicken Keil Dämpfung von Rückwand spitz zum Chassi einsetzen.
Hifihannes
Stammgast
#123 erstellt: 27. Jul 2019, 19:42

Big_Määääc (Beitrag #122) schrieb:
einfach mal nen schönen dicken Keil Dämpfung von Rückwand spitz zum Chassi einsetzen.


Kannst du erklären, wie du darauf kommst?
Hätte dann der Schall nicht zu den Öffnungen hin freie Bahn?


Peas (Beitrag #121) schrieb:

Die müsstest Du aber jetzt schon feststellen.
] ... [
Aber die Bedämpfung dürfte das aufheben.

In #95 hatte ich dazu Impedanzmessungen angeregt.


Wenn es einen BR-effekt geben sollte, denke ich auch, dass dieser durch die starke Bedämpfung sehr schwach sein sollte. Bei einem schrägen Brett nahe am TT hätte ich mir eher Sorgen um Resonanzen zwischen Brett und Membran gemacht. Das müsste man aber ausprobieren um dazu eine Aussage machen zu können...

Ich hab das Patent jetzt nochmal sorgfältig durchgelesen:
Dort wird betont, dass die Position der Rückwand eine große Rolle spielt und es werden sogar Rückseitige Frequenzgänge gezeigt, die den Einfluss zeigen. In der nächten Sitzung werde ich dazu mal systematische Tests mit feineren Schritten machen. Ich denke das, zusammen mit der Bedämpfung, sollte einen Parameterraum aufspannen der nicht weit von der originalen C8 entfernt ist und hoffentlich zum Ziel führt.

Zum Thema Subs hab ich jetzt einen neuen Thread aufgemacht, um diesen Fred hier nicht zu sehr zu zerpflücken:

Link zum Subwoofer-Thread

Viele Grüße
Johannes
Peas
Inventar
#124 erstellt: 28. Jul 2019, 14:27
Ein schräges Brett mildert Resonanzen recht effektiv, manche bauen nur deswegen eins ein.

Die Idee kam mir aber aus Platzgründen. Man könnte es aber auch weiterspinnen und einen Y-Pol mit seitlichen Ausgängen ins Gehäuse integrieren. Durch die Luftlast der Rückkammer (wird zur bewegten Masse hinzugezählt) ergibt sich eine Resonanzabsenkung.

Ein Y-Pol ist schon kein reiner Dipol mehr, da die Abstrahlkeulen unterschiedlich groß sind. Mit der Bedämpfung der seitlichen Ausgänge könnte es dann noch optimiert werden.

Das Rohgehäuse der 8c wird ja auf der Webseite gezeigt:
https://dutchdutch.c...oto-houtwerk-1-1.png

Das erscheint mir unspektakulär. Aber Styropor macht es ja möglich, mit der Tiefe zu experimentieren.
Hifihannes
Stammgast
#125 erstellt: 06. Aug 2019, 21:10
Zuerst eine kleine Anmerkung:
Hab heute festgestellt, dass die Styro-Platten, die ich verwende, nicht 10cm, sondern nur 8cm stark sind. Die Maßangaben für Styro-Dicke vor diesem Post sind also falsch. Statt 20 sind es 16, statt 10 8 und statt 5 sind es 4cm...


So, heute gab es eine weitere Messsitzung:

Hier nochmal der letzte Favorit mit 16cm Styro, je 4cm der dichten Matten an beiden Seitenwänden, dazwischen 1x Sonofil:
20cm Styro, weniger Dämmung

und jetzt die neue Messreihe mit einer Variation der Styro-Dicke und jeweils immer komplett mit den dichten Matten gefüllt:

20cm Styro:
20cm Styro

18cm Styro:
18cm Styro

16cm Styro:
16cm Styro

14cm Styro:
14cm Styro

12cm Styro:
12cm Styro

10cm Styro:
10cm Styro


Der Tiefpass-Effekt durch das Dicke Material ist leider nicht so eingetreten, wie erhofft, aber zumindest scheint das dichtere Material bei tieferer Kammer (10 und 12cm Styro) die Bündelung zu verstärken und zu verstetigen.


Außerdem hab ich vor dieser Sitzung noch die obere Kante der Schallwand zu einer 50mm hohen 45°-Fase gesägt.

Beim HT hat sich einiges getan - mMn eher schlechter als besser.
Seltsamerweise ist aber auch das Abstrahlverhalten des MT jetzt relativ breitbanding verbreitert.

Ohne Fase oben:
ohne Fase oben

Und jetzt mit Fase oben (12cm Styro):
mit Fase oben

Den Effekt werde ich demnächst mal im Wohnzimmer nachmessen - das abgesägte Stück hab ich zum Glück noch

Wenn man die HT-Daten ohne Fase aus der letzen Sitzung mit den MT-TT-Daten der heutigen Sitzung kombiniert, sieht das mMn. schon ziemlich gut aus:
Mischmasch

Leider kann ich die Kante nicht gleichzeitig absägen und nicht absägen
evtl. finde ich einen passenden Kompromiss...

Viele Grüße
Hannes
Hifihannes
Stammgast
#126 erstellt: 09. Aug 2019, 10:13
Ich hab da so eine Ahnung, wo die Unterschiede in der Abstrahlung im MT her kommen:

Ich hab aus irgend einem Grund angenommen, dass die Abstrahlung auch bei der asymmetrischen Anordnung der Treiber noch annähernd symmetrisch bleibt und die Winkel immer nur zu einer Seite vermessen...
Da ich bei der letzten Mess-Sitzung in einer anderen Halle war, hab ich den LS in die andere Richtung gedreht...

Gestern hab ich das dann mal im Keller nachgemessen und eine einfache +/-100°-Messung von MT und HT gemacht:

HT_MT_pm100deg_project_mitFase_smoothed_Directivity_(hor)

Die Messungen sind leider nicht so sauber, wie die aus der Halle, aber wirklich symmetrisch sieht das leider nicht aus...


Jetzt hab ich mMn. verschiedene Möglichkeiten:

1. Ich bleibe beim aktuellen Design und versuche einen stetigen Kompromiss für beide Seiten zu finden. Da ich die beiden LS ohnehin spiegelsymmetrisch aufbauen werde, sollte das kein zu großes Problem sein und evtl. ist die leicht gedrehte Abstrahlkeule auch ein zusätzlicher Freiheitsgrad bei der Aufstellung... its not a bug, its a feature

2. Ich gehe nochmal nen Schritt zurück und denke über eine andere Schallwandgeometrie nach...


Bin im Moment noch hin und her gerissen...

Was meint ihr?
MarsianC#
Inventar
#127 erstellt: 09. Aug 2019, 11:28
Sehe das auch als problemlos an, lieber asymmetrische Abstrahlung als unstete. Den praktischen Nebeneffekt hast du als guten Grund schon erwähnt.
Hifihannes
Stammgast
#128 erstellt: 12. Aug 2019, 11:08
Auch auf die Gefahr hin es etwas zu übertreiben, hab ich mich jetzt entschlossen, sämtliche Fässer nochmal aufzumachen:

Beim MHT-Teil sieht es im Moment so aus:
Ich hab mich etwas in ABEC eingearbeitet, was dank der skripte, die Follgott
in einem anderen Thread zur Verfügung gestellt hat, ganz gut funktioniert hat.
Im Moment rechnet der Knecht im Keller an diesem Modell:

ABEC-Simu facettierte Fasen

Durch die meshs ist es vllt nicht so klar erkennbar:
Die Fasen sind jetzt in je drei schmale Fasen unterteilt. Das ist sozusagen ein Versuch, schräge Radiusfasen praktisch einfach umsetzbar zu gestalten

HT und MT sind deshalb vertauscht, weil der MT durch die größeren Wellenlängen die größeren "Radien" weiter oben eher braucht als der HT.
Wie gravierend sich der gröere Abstand zwischen MT und TT auswirkt kann ich damit dann auch bewerten.
Ergebnisse der Simu gibt vmtl morgen Abend - da wird sich dann vmtl. zeigen, ob meine Überlegungen richtig waren

Kommentare und Einwände sind natürlich auch schon vorab gerne gesehen


Wenn einer der ABEC-Experten hier vorbei schaut:
Wie hoch schätzt ihr die Gefahr ein, dass ich hier Blödsinn simuliere und die Ergebnisse stark von der Realität abweichen?
Sehen die Meshs halbwegs vernünftig aus?


Beim TT gibts auch was neues:

20190812_123517x

Mir war garnicht bewusst, dass die LS von ME Geithain auch Cardioid abstrahlen und das sogar bis zu recht tiefen Frequenzen
Beim Hörtest im Raum klingt das auf den resten blick schonmal besser als die seitichen Öffnungen - ich vermute, dass das durch den längeren Laufweg im Fließwiderstand und dadurch weniger "Mitteltonmüll" aus den Öffnungen, zustande kommt. Ob das auch wirklich so ist, werde ich heute oder morgen vmtl. messen können

Viele Grüße
Hannes


[Beitrag von Hifihannes am 12. Aug 2019, 11:11 bearbeitet]
Peas
Inventar
#129 erstellt: 13. Aug 2019, 22:54
Das mit dem längeren Laufweg ist auch meine Erfahrung, siehe oben.

Damit Du Deine Messungen einschätzen kannst: Die Geithains erreichen im Tiefton noch 3 dB Bündelung, siehe Deinen anderen Thread.

Komplett kardioid wären 4,77 dB, was bei tieferen Frequenzen schwierig, aber auch nicht unbedingt erforderlich ist.

Bei den Geithains sorgt ein sehr spezieller Fließwiderstand für eine weitere Verzögerung (zusätzlich zum Laufweg).


[Beitrag von Peas am 13. Aug 2019, 22:59 bearbeitet]
Fosti
Inventar
#130 erstellt: 13. Aug 2019, 23:03

Peas (Beitrag #129) schrieb:
...

Bei den Geithains sorgt ein sehr spezieller Fließwiderstand für eine weitere Verzögerung (zusätzlich zum Laufweg).


soso, "speziell"....neeeeeee
Peas
Inventar
#131 erstellt: 13. Aug 2019, 23:14
Dein Leseverständnis im Kontext lässt bisweilen sehr zu wünschen übrig Oder es ist Absicht.

http://www.hifi-foru...ead=12368&postID=6#6


[Beitrag von Peas am 13. Aug 2019, 23:36 bearbeitet]
Fosti
Inventar
#132 erstellt: 13. Aug 2019, 23:43

Fosti (Beitrag #6) schrieb:
Soweit ich das aus einigen Anmerkungen und Interviews mit Herrn Kiesler von MEG herausdeuten konnte handelt es sich um einen Mix von Materialien, die z.T. auch noch durch Bürsten auf eine spezielle Langfaserigkeit bzw. Orientierung der Fasern getrimmt wurden.

Das trickige an der Sache ist nämlich, den Effekt über ein gewisses Frequenzband UND Schalldruckbereich KONSTANT zu halten.

Ja der letzte Satz stimmt weiter....nach 10 Jahren weiß ich aber mehr
Peas
Inventar
#133 erstellt: 13. Aug 2019, 23:50

nach 10 Jahren weiß ich aber mehr 


Das Forum lebt vom unprätentiösen Teilen seines Wissens. Lass jucken.
Fosti
Inventar
#134 erstellt: 14. Aug 2019, 00:09

Peas (Beitrag #133) schrieb:

nach 10 Jahren weiß ich aber mehr 


Das Forum lebt vom unprätentiösen Teilen seines Wissens. Lass jucken.


Das wusste ich, dass das kommt. Ich baue gerade eine Sub à la 901 nach. Ich werde berichten, ob das geklappt hat im Vergleich zum Original, aber lüften werde ich das dann nicht. Das wäre unfair MEG gegenüber. Insofern bleib' bei Deinen 70er Jahre "Lass' Jucken" Filmchen

P.S.: Kennst Du diesen Satz:
Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.


[Beitrag von Fosti am 14. Aug 2019, 00:42 bearbeitet]
Peas
Inventar
#135 erstellt: 14. Aug 2019, 06:38
Prahlereien mit Wissen, welches man nicht teilen möchte, bringen den DIY-Bereich nicht weiter.
Fosti
Inventar
#136 erstellt: 14. Aug 2019, 06:55
Ja so bist Du eben. Ich habe nur begründet, warum ich nach dem Erwerb und dem Außeinandernehmen das Wissen nicht teilen kann, außer dass bestimmte kursierende Vermutungen (Feltmetall, Aktivkohle etc.) falsch sind. Begnüge Dich mit Informationen die Dir zukommen!
Hifihannes
Stammgast
#137 erstellt: 14. Aug 2019, 14:08
Hi zusammen,

Zuerst mal die Ergebnisse der Simu mit invertiertem MHT-Part und den facettierten schrägen Radiusfasen:

Trennung bei 800Hz und 3kHz, jeweils mit 4.Ordnung LR.

X_800Hz_3kHz

Scheinbar strahlt der MT durch die schmalere Schallwand oben breiter ab und passt so nicht wirklich zum HT - Ich werde also bei der alten Anordnung bleiben
Hier dazu eine Simu ohne TT mit den gleichen facettierten Radiusfasen:

3kHz

Das passt schon besser...
Die Einschnürung bei 3kHz kommt vom HT und wird bei höheren Trennungen noch stärker, weil genau dort der MT anfängt stark zu bündeln...
Da dieses Feature auch bei Variation der Breite der Fasen praktich unverändert bleibt, läuft gerade eine Simu mit größerem Abstand des HT zur Oberkante des LS.


So jetzt zu den Messungen des Cardioid-Setups mit Öffnungen auf der Rückseite:


setup1_Directivity

Das ist das Ergebniss mit einer Kanallänge von ~20cm gefüllt mit 40kg/m³-Matten. Querschnitt der beiden Kanäle ist jeweils 20x5cm.

Auf der Herstellerseite der MEG RL-901K findet man diesen Plot:

Polar-Plot MEG RL-901K

Bei meinen Messungen kommt das hier raus:

setup1_125Hz-Polar

Scheint grundsätzlich schon mal zu funktionieren, wenn auch die Auslöschung nach hinten nicht ganz so stark ist, wie bei den MEGs

Interessant ist jetzt noch der Vergleich zu den seitlichen Öffnungen:

setup5_TT_125Hz-Polar setup5_TT_250Hz-Polar

Wie seht ihr das?
Wie auch die Sonogramme andeuten, passt mMn. das Bündelungsverhalten der seitlichen Öffnungen viel besser zum MHT-Part und auch dem TT in CB über 500Hz.


Zu den Rückseitigen Öffnungen hab ich auch eine einfache Simulation gemacht:

Mesh_screenshots

Da sich der Frequenzgang der Ports ganz gut mit einem Butterworth-Filter 2. Ordnung mit f0=400Hz annähern lässt, hab ich die Port-Schallquellen in der Simulation mit 400mm Delay (Tiefe der Box) und eben dieser Filterfunktion beaufschlagt:

Port-Fgang_Filterfunktion

Das ist dann das Ergebnis:

Results_BU_O2_400Hz_del400mm

In den Grundzügen passt das ganz gut zu den obigen Messungen.
Im Moment bin ich aber nicht sicher, ob es lohnt hier mehr Zeit zu investieren, da die seitlichen Öffnungen scheinbar besser passen...
Evtl. werde ich mit den aktuellen Erfahrungen die seitlichen Öffnungen noch etwas optimieren, um über 500Hz den Effekt etwas auszubremsen. Vllt. lässts ich das ja erreichen, wenn man die Öffnungen etwas nach hinten verschiebt...

Wie denkt ihr darüber?
Hifihannes
Stammgast
#138 erstellt: 17. Aug 2019, 20:58
Zum aktuellen Design hab ich nach alter Tradition mal wieder einen Styropor-Prototypen gebaut, den ich heute vermessen habe.
Fotos hab ich leider vergessen zu machen - hier als Ersatz die CAD-Zeichnung, zu der gerade eine ABEC-Simulation läuft:

screenshot2

Hier die Messungen dazu:

HT:
HT

MT:
MT

Und zusammen mit den aktuellen TT-Messungen des MDF-Prototypen (noch etwas mehr von den dichteren Dämmmatten vor den Öffnungen - keine großartigen Änderungen):

nullGesamt

Schaut mMn. richtig gut aus auch wenn die Messungen trotz eigentlich ziemlich symmetrischem Aufbau nicht perfekt symmetrisch ist.

Ich bin gespannt, wie die Simulation dazu aussieht (die wird natürlich perfekt symmetrisch sein )
Anschließend werde ich noch eine Simulation mit identischer Front aber mit dem übrigen Gehäuse im Styro-Dummy-Formfaktor machen, um zu testen, wie gut die Ergebnisse von Styro-Dummy auf das volle Gehäuse übertragbar sind.

Wenn das passt, würde ich das dann als finales Design setzen, wenn keine Einwände kommen
Hifihannes
Stammgast
#139 erstellt: 26. Aug 2019, 22:26
Das hier ist mein aktueller Plan, wie der Aufbau in etwa aussehen soll:

Innenaufbau

schräg vorn

durch die facettierten Fasen reichen auch 3x19mm MDF für die Front reichlich

Wie im Subwooferthread schon geschrieben, hab ich mich "untenrum" für den RSS315HF-4 entschieden.

Auch wenn der Treiber alles andere als hässlich ist, werde ich ihn unter einem 8-5-Lochgitter verstecken, das in die quadratische Öffnung, die oben zu sehen, ist, eingelassen werden soll.

Das gleiche Lochgitter kommt vmtl. auch von innen gegen die Kiemen.
Ist dann zwar optisch doch recht nah an den Dutch&Durch 8C, aber optisch mMn. einfach die schickste Lösung


Ich bin im Moment noch am überlegen, ob ich den LS nicht etwas höher baue als üblich...
Unser TV-Möbel ist ne Ecke höher als die üblicehn Lowboards und beim Musikhören sitze ich auch nicht immer kerzengerade auf der Couch

Bei HT und MT beträgt der Zeitversatz laut meinen Messungen etwa 7mm, was bei 120mm Distanz zwischen HT und MT etwa -3.3° und auf 3.5m etwa 20cm Kipp nach unten entspricht.
Wenn ich den LS also 20cm höher bauen würde (also 120cm), würde das ganz gut passen...

(Bei TT und MT sinds 21mm Versatz, was etwa 35mm Kipp entspricht, aber bei den Wellenlängen ists dann vmtl. eher wurscht... )

Netter Nebeneffekt wäre, dass der Sub sich über ein par Liter extra sicher auch nicht beschweren wird


Was meint ihr dazu?

Viele Grüße
Hannes
4711Catweasle
Stammgast
#140 erstellt: 27. Aug 2019, 19:26

Hifihannes (Beitrag #139) schrieb:
Das hier ist mein aktueller Plan, wie der Aufbau in etwa aussehen soll:

Innenaufbau

schräg vorn


Bei HT und MT beträgt der Zeitversatz laut meinen Messungen etwa 7mm, was bei 120mm Distanz zwischen HT und MT etwa -3.3° und auf 3.5m etwa 20cm Kipp nach unten entspricht.
Wenn ich den LS also 20cm höher bauen würde (also 120cm), würde das ganz gut passen...

Was meint ihr dazu?

Gehäuse gefällt mir - auch konstruktiv.
Ob die Facetten klanglich einen großen Vorteil gegenüber eine einfachen schrägen Fase haben
kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Schräge Rundungen sollen ,soweit ich mich erinnere, messtechnisch die beste Lösung sein.

Bei passiver Beschaltung kann man die vertikale "Abstrahlachse" mit der Konstruktion+Beschaltung "Kippen", also den LS geradeaus, nach oben oder unten strahlen lassen.
Beim DSP wird der Versatz normalerweise mittels Delay ausgeglichen - dann dürfte der LS
geradeaus strahlen???
Hifihannes
Stammgast
#141 erstellt: 27. Aug 2019, 20:57
Danke


4711Catweasle (Beitrag #140) schrieb:
Ob die Facetten klanglich einen großen Vorteil gegenüber eine einfachen schrägen Fase haben
kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Schräge Rundungen sollen ,soweit ich mich erinnere, messtechnisch die beste Lösung sein.


Ob die Unterschiede klanglich groß sind, kann ich auch nicht wirklich beurteilen...

Wenn ich mir die Messdaten von den symmetrischen Einfachfasen, die ich vor laaanger Zeit mal gemacht hab ( ) anschaue

VituixCAD-styrotest_sym_V3_Directivity_(hor)

und die mit den Messungen des Styro-Prototypen mit der facettierten Fase vergleiche, sieht man aber schon einen Unterschied:

project_neu_Directivity_(hor)

Dazu muss man allerdings wissen, dass ersteres im Wohnzimmer und letzteres in einer Halle gemessen wurde - k.a. ob das auf die normierten Sonogramme >1kHz einen großen Einfluss hat... (Messungen sind gefenstert)


Mein Verständnis davon ist, dass die Kantendiffraktion direkt vom Winkel zwischen den beiden Flächen einer Kante abhängt.
Durch die Fasen entstehen dann zwei abgeschwächte Sekundärschallquellen, deren Abstände zum Treiber im Idealfall auch noch in einem nicht ganzzahligen Verhältnis zueinander stehen, sodass die Interferenzeffekte verschmiert werden.
Mit schrägen Fasen sind die Abstände von Treiber zu den Kanten dazu noch von oben nach unten asymmetrisch, sodass die Effekte noch weiter verschmiert werden.

Mit den facettierten Fasen werden dann einfach noch mehr Sekundärschallquellen erzeugt, die wieder abgeschwächt sind.

Wenn man das Spiel weiter treibt, bekommt man als Grenzfall dann Rundungen

Eigentlich müsste man über die Fasenbreite (oder Facettenbreite) eine Art obere Grenzfreuqenz berechnen können...
Wenn der HT oberhalb dieser Frequenz dann bereits stark bündelt, dürfte man effektiv die Wirkung von Rundungen haben, oder?
ukw
Inventar
#142 erstellt: 28. Aug 2019, 03:49
vor 16 Jahren hab ich etwas ähnliches gebaut - war 150 cm hoch
Form und Treiberposition (mittel/hochton) ist ziemlich gut.
nur die obere Fase würde ich ... na überlege mal wieviel Abstrahlung vom Hochton Du an die Decke werfen willst.


[Beitrag von ukw am 28. Aug 2019, 03:52 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#143 erstellt: 28. Aug 2019, 19:08

ukw (Beitrag #142) schrieb:
vor 16 Jahren hab ich etwas ähnliches gebaut - war 150 cm hoch
Form und Treiberposition (mittel/hochton) ist ziemlich gut.

Danke!
Hast du dazu Infos?
Hörst du immer noch damit und bist wunschlos glücklich oder hast du was besseres gefunden?


nur die obere Fase würde ich ... na überlege mal wieviel Abstrahlung vom Hochton Du an die Decke werfen willst.


Das werde ich mir mal anschauen...
Ich muss zugeben, dass ich zur vertikalen Abstrahlung noch keine Messungen gemacht hab - das hatte ich nur für die finale Kiste für die Weichenabstimmung auf dem Schirm...
Hifihannes
Stammgast
#144 erstellt: 19. Nov 2019, 22:18
Hallo zusammen,

der letzte Post ist jetzt schon eine Weile her - ich war zugegeben etwas schreibfaul.
Ansonsten ging es aber langsam aber sicher weiter:

Bestückung

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Hifihannes
Stammgast
#145 erstellt: 19. Nov 2019, 22:34
Wer die Kabel im letzten Bild genauer anschaut wird es schon ahnen:

Ich hab mich dazu entschieden, die LS aktiv anzusteuern

Das sind nämlich 8x2.5mm² Milticore-Kabel mit 8-poligen Speakon-Verbindern zum LS.
An der anderen Seite sind für HT, MT und TT Bananas angelötet, für den Sub kommen noch Speakons zur Endstufe dran.

Als Endstufe für HT, MT, TT wurde mein Denon AVR-X1300 aufgetrennt:

IMG_2924_037

IMG_2925_038

IMG_2926_039

IMG_2929_040


Leider wird die Lautstärke vor der Trennstelle geregelt, sodass ich bei geringen Pegeln leider Wandlerauflösung verschenke.
Getrennt wird über ein Sure-DSP, der mit vier PCM5102A-Boards szuätzliche D-A-Wandler spendiert bekommen hat.
Für die A-D-Wandlung waren noch PCM1808 vorgesehen, die ich allerdings noch nicht zum Laufen bekommen hab - deshalb zunächst über die internen Wandler des DSP-boards.
Die Elektronik funktioniert so zumindest mal.
Sollte mich das so nicht zufrieden stellen, wird evtl. irgenwdann auf ein MiniDSP 4x10 o.Ä. gewechselt...

IMG_2936_043

Viele Grüße
Hannes


[Beitrag von Hifihannes am 19. Nov 2019, 23:03 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#146 erstellt: 19. Nov 2019, 22:58
Einer der LS hat auch schon eine Messsitzung hinter sich:

linke_Seite_einzen_Six-pack

Was das Gezappel bei ~12kHz soll, ist mir nicht so ganz klar - evtl. hat hier mein Messmikro einen Schlag abbekommen...
Ansonsten sieht das mMn. garnicht so schlecht aus

Einziger Wermutstropfen ist denke ich, dass der MT leider etwas zu breit abzustrahlen scheint und somit im Directivity-Index eine leichte breite Senke im Präsenzbereich entsteht.
Evtl. hätte hier ein etwas größerer MT, wie z.B. der SB15NBAC30-4, besser gepasst...

Ich werde die LS aber so auf jeden Fall fertig aufbauen und ausgiebigst probehören

Sollte ich tatsächlich Defizite feststellen, die sich diesem Punkt zuordnen lassen, könnte ich den MT auch noch austauschen...

Aktuell sind die LS nur mit Klarlack "imprägniert", um die Kanten und die Oberfläche etwas robuster zu machen.
Eine Lackierung kommt vmtl. frühestens im Frühjahr drauf - bis dahin könnte ich auch problemlos die Fräsung des MT erweitern
Peas
Inventar
#147 erstellt: 20. Nov 2019, 00:04
Er hat's getan und die Kiemen verbaut - sehr schön.

Wenn Dich der Präsenzbereich stört, kannst Du da etwas Dampf rausnehmen. Mit der leichten Aufweitung entspricht das dem BBC-Dip.

Die Bübdelung im Grundton könnte etwas zu stark sein. Aber das ist sicher Meckern auf sehr hohem Niveau.

Viel Spaß beim Hören.
MarsianC#
Inventar
#148 erstellt: 20. Nov 2019, 12:05
Wow, geniale Umsetzung! Das Abstrahlverhalten sieht echt gut aus, da würde ich nicht mehr viel rumzauberen.

Als DSP kannst du dir das FreeDSP Aurora anschauen.
https://www.diy-hifi...-budget-high-quality
Kostet nicht wirklich viel und ist sehr flexibel, wenn auch sicherlich nicht so ausgereift wie ein miniDsp, zimindest was die Software angeht.
Sathim
Inventar
#149 erstellt: 20. Nov 2019, 13:03
Ich finde das hier auch sehr spannend, vor allem auch die sehr tiefgehende Doku.

Einen kleinen Tipp haben ich noch:
Die Öffnungen von MT und TT solltest du bei der
Schallwanddicke dringend noch nach hinten konisch erweitern.

Hier eine schöne Erläuterung von jemandem, der auch ein bisschen was über LS weiß

http://www.troelsgravesen.dk/chamfer.htm

Es wäre doch sehr schade, bei so einem Mammutprojekt Potential zu verschenken.
Pollton
Stammgast
#150 erstellt: 20. Nov 2019, 16:34
Hallo,

sehr schön dokumentiert und tolle Umsetzung. Die Lautsprecher gefallen mir sehr gut. Alle Achtung!
Hifihannes
Stammgast
#151 erstellt: 20. Nov 2019, 20:57
Danke für die Blumen und schön dass die Fotodoku ankommt


Peas (Beitrag #147) schrieb:
Wenn Dich der Präsenzbereich stört, kannst Du da etwas Dampf rausnehmen. Mit der leichten Aufweitung entspricht das dem BBC-Dip.

Die Bübdelung im Grundton könnte etwas zu stark sein. Aber das ist sicher Meckern auf sehr hohem Niveau.


Sowas in der Art hatte ich auch im Sinn
Beim Hören mit dem Prototypen hat sich auch schon herausgestellt, dass ein zu hohen Frequenzen um ~5dB abfallender Fgang am ehesten passt, womit auch im Grundton etwas dazugegeben wird.
So werd ich das jetzt auch angehen und einfach ausprobieren, was gefällt.
Wenn man beim "Verbiegen" die Abstrahlung mit im Hintrekopf hat, müsste da eigentlich schon was ordentliches bei rauskommen.



MarsianC# (Beitrag #148) schrieb:
Als DSP kannst du dir das FreeDSP Aurora anschauen.

Das Projekt ist mir auch schon aufgefallen.
Ich war für das Kickstarter-Projekt leider zu spät und wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es ejtzt nur noch die Option, sich das Teil selbst zusammen zu löten... oder ist da etwa eine zweite Bestellung im Gange?
Ich hab leider nichts gefunden...



Sathim (Beitrag #149) schrieb:
Einen kleinen Tipp haben ich noch:
Die Öffnungen von MT und TT solltest du bei der
Schallwanddicke dringend noch nach hinten konisch erweitern.


Danke für den Tipp!
da die Schallwand beim MT 6cm stark ist, hab ich hier schon vor dem Aufleimen der Schallwand eine umlaufend 1.5cm größere Ausfräsung in die unteren beiden MDF-Lagen gemacht. Die Situation sieht daher beim MT so aus:

IMG_2944_048

Hier der Querschnitt grob nachgebaut:

IMG_2938_046

IMG_2945_049

Beim TT ist die Schallwand 4cm stark, der Korb allerdings recht flach:

IMG_2943_047

IMG_2947_051

Beim Sub so:

IMG_2954_053

IMG_2951_052

Beim MT ist der Spalt tatsächlich recht schmal - vllt 1cm zum Rand der Zentrierspinne...
Vmtl. lohnt sich das tatsächlich da was zu tun, um die Welligkeit im Fgang zu verringern (wie in dem von dir verlinkten Bericht)
Vllt. komme ich da mit der Stichsäge ran...

Viele Grüße
Johannes
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