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Projekt: Hochwertige 3-Wege-LS Eigenentwicklung

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Hifihannes
Stammgast
#151 erstellt: 20. Nov 2019, 20:57
Danke für die Blumen und schön dass die Fotodoku ankommt


Peas (Beitrag #147) schrieb:
Wenn Dich der Präsenzbereich stört, kannst Du da etwas Dampf rausnehmen. Mit der leichten Aufweitung entspricht das dem BBC-Dip.

Die Bübdelung im Grundton könnte etwas zu stark sein. Aber das ist sicher Meckern auf sehr hohem Niveau.


Sowas in der Art hatte ich auch im Sinn
Beim Hören mit dem Prototypen hat sich auch schon herausgestellt, dass ein zu hohen Frequenzen um ~5dB abfallender Fgang am ehesten passt, womit auch im Grundton etwas dazugegeben wird.
So werd ich das jetzt auch angehen und einfach ausprobieren, was gefällt.
Wenn man beim "Verbiegen" die Abstrahlung mit im Hintrekopf hat, müsste da eigentlich schon was ordentliches bei rauskommen.



MarsianC# (Beitrag #148) schrieb:
Als DSP kannst du dir das FreeDSP Aurora anschauen.

Das Projekt ist mir auch schon aufgefallen.
Ich war für das Kickstarter-Projekt leider zu spät und wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es ejtzt nur noch die Option, sich das Teil selbst zusammen zu löten... oder ist da etwa eine zweite Bestellung im Gange?
Ich hab leider nichts gefunden...



Sathim (Beitrag #149) schrieb:
Einen kleinen Tipp haben ich noch:
Die Öffnungen von MT und TT solltest du bei der
Schallwanddicke dringend noch nach hinten konisch erweitern.


Danke für den Tipp!
da die Schallwand beim MT 6cm stark ist, hab ich hier schon vor dem Aufleimen der Schallwand eine umlaufend 1.5cm größere Ausfräsung in die unteren beiden MDF-Lagen gemacht. Die Situation sieht daher beim MT so aus:

IMG_2944_048

Hier der Querschnitt grob nachgebaut:

IMG_2938_046

IMG_2945_049

Beim TT ist die Schallwand 4cm stark, der Korb allerdings recht flach:

IMG_2943_047

IMG_2947_051

Beim Sub so:

IMG_2954_053

IMG_2951_052

Beim MT ist der Spalt tatsächlich recht schmal - vllt 1cm zum Rand der Zentrierspinne...
Vmtl. lohnt sich das tatsächlich da was zu tun, um die Welligkeit im Fgang zu verringern (wie in dem von dir verlinkten Bericht)
Vllt. komme ich da mit der Stichsäge ran...

Viele Grüße
Johannes
MarsianC#
Inventar
#152 erstellt: 20. Nov 2019, 22:08
https://auverdion.de/produkt/aurora-dsp/
Es wird vermutlich noch ein wenig Zeit brauchen, aber dann sollte alles gut verfügbar sein.
Hifihannes
Stammgast
#153 erstellt: 17. Dez 2019, 22:02
Hallo zusammen,


MarsianC# (Beitrag #152) schrieb:
Es wird vermutlich noch ein wenig Zeit brauchen, aber dann sollte alles gut verfügbar sein.


Danke für die Info!


Es ging wieder ein Stückchen weiter:

Der Mitteltöner hat etwas mehr Platz bekommen.
Das Handling dieser Werkzeugkombi ist nicht ganz einfach aber vmtl. besser als mit der Stichsäge

20191122_224202_054

Ich hab mich jetzt doch dazu entschieden, die LS direkt wohnzimmerteuglich zu lackieren.
Wie ich mich kenne wäre ein Provisorium doch recht lange im Wohnzimmer gestanden...

Zuerst zwei Runden Profidur Fenster- und Türengrund von Schöner Wohnen mit der Schaumstoffrolle mit jeweils 400er Nass Zwischenschliff:

20191125_211052_055

Weiß wäre vllt. auch nicht schlecht gewesen

Dann kommt der Decklack: 3x Profidur Buntlack Schwarz hochglänzend mit 600er, 800er und 1000er nass Zwischenschliff.
Wichtig: Profidur (Kunstharzlack) und nicht Duracryl (Acryllack)..
Bei uns im Baumarkt gibt es neben basic- und comfort-Schaumstoffrollen auch eine Ecke mit Malerbedarf - mit den Schaumstoffrollen geht's ganz gut

20191209_215228_056

Nach dem Schleifen hab ich die Gelegenheit genutzt und die LS auch von unten mehrfach lackiert

IMG_2962_058

IMG_2961_057

Und wenn man das ganze in gutem Licht vorteilhaft fotografiert, siehts jetzt so aus:

IMG_2975_059

So ganz ohne Orangenhaut gings dann doch nicht, aber ein erster WAF-Test ist sehr positiv verlaufen

Aktuell gesetztes Ziel ist, dass bis Weihnachten Musik raus kommt


Viele Grüße
Hannes


[Beitrag von Hifihannes am 17. Dez 2019, 22:16 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#154 erstellt: 17. Dez 2019, 22:09
Für die Abstimmung hab ich aktuell vor, die LS auf 30° abzustimmen, da dadurch der Energiefrequenzgang bei neutralem Achsfrequenzgang wesentlich besser passt, als auf 0° abgestimmt.
Da ich ohnehin nicht vor habe die LS auf den Hörplatz einzuwinkeln, wäre alles andere vmtl. ohnehin Blödsinn...

Simu_30deg
quecksel
Inventar
#155 erstellt: 18. Dez 2019, 00:17
Sehr schick geworden Ich würd mich nicht an so eine Lackierung herantrauen...

Ein paar Fragen zum VituixCAD-Screenshot:

-Wie misst du den die Bass-/Grundtonniere? Fernfeld oder über Nahfeldmessungen und und Diffraktionssimu in VituixCAD? Oder ganz anders?
-Falls zweiteres, könntest du mal Nahfeldmessungen von Membran und Port zeigen?
-Woher kommt der Peak bei ~15 kHz?
-Du schreibst ja dass du den Hochton absichtlich so absenkst, aber das kommt mir schon extrem vor. No disrespect, but: Mikrofonkalibrierung vergessen?
Peas
Hat sich gelöscht
#156 erstellt: 18. Dez 2019, 08:46
Sehr schönes und schön dokumentiertes Finish
Hifihannes
Stammgast
#157 erstellt: 18. Dez 2019, 19:08
Danke


quecksel (Beitrag #155) schrieb:
Ein paar Fragen zum VituixCAD-Screenshot:

-Wie misst du den die Bass-/Grundtonniere? Fernfeld oder über Nahfeldmessungen und und Diffraktionssimu in VituixCAD? Oder ganz anders?

Ich hab in 2m Entfernung und ca 2m über dem Boden gemessen - also Fernfeld. Gefenstert kommt man damit bis etwa 125Hz.
Im Nahfeld wüsste ich nicht, wie man das zuverlässig messen kann und VituixCAD kann sowas mWn. nicht.
Wenn, dann müsste man das mit ABEC simulieren...
Eine einfache Simu hab ich in diesem Post gezeigt, allerdings mit Input aus den Portmessungen - ohne Prototyp gings bei mir also nicht



-Falls zweiteres, könntest du mal Nahfeldmessungen von Membran und Port zeigen?

Hier sind Nahfeldmessungen von TT und Port:
Portfgang



-Woher kommt der Peak bei ~15 kHz?
-Du schreibst ja dass du den Hochton absichtlich so absenkst, aber das kommt mir schon extrem vor. No disrespect, but: Mikrofonkalibrierung vergessen?


Ich fürchte das hier mein Mikro an irgend einem Punkt eine Macke abbekommen hat. Die Kalibrierung ist daher wertlos...
Ob eine neue Kalibrierung sinvoll ist, bezweifle ich... wenn dann würde ich eher ein neues Mikro kalibrieren...


[Beitrag von Hifihannes am 18. Dez 2019, 19:12 bearbeitet]
quecksel
Inventar
#158 erstellt: 19. Dez 2019, 10:49
Danke fürs zeigen! Ich hätte eigentlich vermutet dass sich ein Tiefpass erster Ordnung rausbildet...



Im Nahfeld wüsste ich nicht, wie man das zuverlässig messen kann und VituixCAD kann sowas mWn. nicht.


Mit Nahfeldmessung sollte das gehen, man muss nur ein bisschen tricksen Vielleicht ist das Ergebnis etwas weniger akkurat als mit ABEC, dafür muss man sich nicht mit ABEC rumschlagen...


Bin gespannt wie's weitergeht
Hifihannes
Stammgast
#159 erstellt: 01. Jan 2020, 20:17
Hallo zusammen und euch allen ein frohes neues Jahr!


die LS spielen schon, ich hatte allerdings noch nicht allzu viel zeit für Feintuning - vllt. wird das die nächsten Tage was....
Dann gibts auch endlich Fotos

Bei der Messsitzung mit den finalen LS hab ich neben den horizontalen auch vertiale Winkelmessungen gemacht.
Mit dem aktuellen Weichensetup mit 24db/Okt müsste das damit in etwa so aussehen:
(Ich nutze VituixCad hier nur um das Abstrahlverhalten zu simulieren)

vert_24dbokt


mit 12dB/Okt Filtern müsste es etwa so aussehen:

vert_12dbokt

Damit würde ich vertikal deutlich enger abstrahlen und hätte einen gleichmäßigeren DI-Verlauf, wobei ich in einem vertikalen Winkelbereich von +/- 5° was in 3m Entfernung etwa +/- 25cm in der Höhe entspricht noch keine allzu großen Schweimnereien bekommen sollte (vmtl. max 2db Abweichung an den Grenzen).

Normalerweise ließt man eher, dass steilere Trennungen bevorzugt werden, um Auslöschungen zu minimieren und weniger Einbrüche im vertikalen Abstahlverhalten zu bekommen.
Ich würde dagegen damit die Auslöschungen nutzen um die Abstahlung zu kontrollieren - ähnlich wie bei der ARIES M, wenn auch nicht ganz so elegant und sauber...

Was haltet ihr davon?

Viele Grüße
Hannes
quecksel
Inventar
#160 erstellt: 02. Jan 2020, 12:51
Frohes Neues

Wie wäre es damit den Mitteltöner tiefer zu trennen? Das sollte der durchaus abkönnen.
Meiner Erfahrung nach gibt eine in den Mitten höhere vertikale Bündelung dem Klang etwas "körperloses", da fehlt es mir dann an Substanz.

Außerdem zeigt sich bei beiden Varianten das typische Problem klassischer Mehrweger mit Kalottenhochtöner. Eine Senke in der Bündelung bei 3-4 kHz, also im genau im empfindlichsten Bereich des Ohrs.Hier würde ich auch nochmal dran feilen und ggfs. auf lehrbuchmäßige Filterauslegung verezichten.

Dank digitaler Filterung kann man hier endlos experimentieren, lass dir Zeit
Peas
Hat sich gelöscht
#161 erstellt: 02. Jan 2020, 13:04
Wie schon in #147 angemerkt könnte man bei 3 bis 4 kHz auf Achse etwas Dampf rausnehmen. Das wird in Verbindung mit der Aufweitung oft als angenehm empfunden. Aktiv geht das ja wirklich fix.

Ebenso allen ein frohes Neues
Hifihannes
Stammgast
#162 erstellt: 03. Jan 2020, 16:46
Ich hab noch etwas in VituixCAD gespielt und höre die LS jetzt mit dieser Trennung:

vert_12dbokt_V2

Der DI-Dip um 4kHz ist jetzt relativ zur Umgebung noch etwas weniger ausgeprägt.
Horizontal sieht es (auf 30° normiert - wie auch eingestellt) dann so aus:

hor_12dbokt_V2

Beim Einmessen bin ich jetzt so vorgegangen:

1. gefensterte Messungen in 1m Entfernung auf 30° und Höhe Mitte HT/MT um die saubere Addition von HT und MT einzustellen. Bei TT/MT klappt das bei 500Hz Trennfrequenz leider nicht mehr.

2. Der Rest passiert dann ungefenstert vom Hörplatz aus, wobei ich hier nur breitbandige Filter gesetzt habe. Hier habe ich dann auch einen lineren Abfall um ca 3dB zwischen 100 und 10kHz und einen breitbandigeren Filter bei ~3.8kHz gesetzt - danke auch für den Tipp mit dem "BBC-Dip"!

So bin ich jetzt erstmal ziemlich happy:
Damit lassen sich auch Stücke, die mich sonst eher schnell nerven, unangestrengt hören -> mMn. sehr langzeittauglich.
Und trotzdem klingt es nicht dumpf oder langweilig, wie es mit einem stärkeren Abfall (der ohne den 4kHz-Dip nötig ist) der Fall ist.
Ich denke auch, dass sich die stärkere vertikale Bündelung positiv bemerkbar macht: Die Bühne ist mMn. deutlich klarer und es klingt auch mehr nach einem absorbierendem Raum.

Mal schauen, wie lange ich das so lasse...
ukw
Inventar
#163 erstellt: 06. Jan 2020, 13:26
Ja, man kann endlos lange "rumprobieren" mit einem digital aktiv Setup

ich würde allerdings auf 24 dB Filter gehen und
mit der Aufstellung experimentieren und solche Dinge wie "Kissen auf die Box legen" - Seitenwände vom Raum (erste Reflektion) mit Teppich, Bücherregal oder sonstigen Dingen abdämpfen usw.

Wenn Du einen guten Kopfhörer hast ... kannst Du mit Pinknoise (rosa Rauschen) statt Simulationen oder Messungen arbeiten. Das Controller Setup solange verändern bis sich das Pinknoise über die Lautsprecher am Hörplatz gehört möglichst ähnlich (ideal = genau so) anhören, wie im Kopfhörer gehört.


[Beitrag von ukw am 06. Jan 2020, 13:28 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#164 erstellt: 07. Jan 2020, 19:09

ukw (Beitrag #163) schrieb:
ich würde allerdings auf 24 dB Filter gehen


Kannst du das bitte etwas näher erläutern?

Was mir jetzt spontan noch einfällt:
Ich sollte vmtl. MT und TT nach oben hin noch etwas linearisieren, wenn ich solche flachen Filter verwende... aber ansonsten verhalten sich die Treiber auch bei doppelter Trennfrequenz noch relativ brav...
Der enge vertikale Sweetspot ist natürlich auch ein Nachteil, bzw. ein Kompromiss.


und
mit der Aufstellung experimentieren und solche Dinge wie "Kissen auf die Box legen" - Seitenwände vom Raum (erste Reflektion) mit Teppich, Bücherregal oder sonstigen Dingen abdämpfen usw.

Leider stehen die LS im Wohnzimmer und ich habe bei Aufstellung, Möbelierung, etc. nicht völlig freie Hand
Abgesehen davon finde ich den generellen "Raumeindruck" oder die "Bühnenabbildung" eigentlich schon ziemlich gut. Da die horizontale Abstrahlung recht gut ist, sind die seitlichen Reflexionen vmtl. nicht unbedingt nachteilig.



Wenn Du einen guten Kopfhörer hast ... kannst Du mit Pinknoise (rosa Rauschen) statt Simulationen oder Messungen arbeiten. Das Controller Setup solange verändern bis sich das Pinknoise über die Lautsprecher am Hörplatz gehört möglichst ähnlich (ideal = genau so) anhören, wie im Kopfhörer gehört.


EInen Beyerdynamics DT 770 hätte ich da - ich werds mir mal anhören.

Um das Abstrahlverhalten zu optimieren würde ich aber nicht auf Simulationen verzichten wollen - nur mit Messungen im Raum oder gar nach Gehör stell ich mir das sehr schwierig vor...

viele Grüße
Hannes
ukw
Inventar
#165 erstellt: 11. Jan 2020, 02:26

Hifihannes (Beitrag #164) schrieb:

ukw (Beitrag #163) schrieb:
ich würde allerdings auf 24 dB Filter gehen


Kannst du das bitte etwas näher erläutern?


Je flacher der Filter desto größer ist der Bereich in dem beide Chassis das Signal wiedergeben.
Wenn eine Frequenz von 2 Chassis wiedergegeben wird, hat das akustisch nur Nachteile.
Der einzige Vorteil von einem 12 dB Filter ist die geringere Gruppenlaufzeit. Die ist aber nur im Tiefton nachteilig, weil hörbar. Stichwort blauertsche Bänder

Suche Gruppenlaufzeitverzerrungen

Akustik Eine möglichst frequenzunabhängige Gruppenlaufzeit ist auch in der Elektroakustik, insbesondere für eine naturgetreue Tonwiedergabe, von Wichtigkeit. Viele Komponenten einer Audiowiedergabekette, wie beispielsweise die Lautsprecher-Frequenzweichen (Crossover), verändern die Gruppenlaufzeit des Signals. Aber auch die Architektur von Hörräumen hat hier erheblichen Einfluss. Akustische Resonatoren können die Gruppenlaufzeit ebenso beeinflussen wie Komponenten von Lautsprecheranlagen.
Hierbei ist es wichtig, die Wahrnehmungsschwelle für die Hörbarkeit von Gruppenlaufzeitänderungen als Funktion der Frequenz zu kennen, speziell, wenn die Audiokette für die Hi-Fi-Wiedergabe vorgesehen ist. Tabellen sind bei Blauert und Laws[1] zu finden:
Frequenz Hörbarkeitsschwelle
500 Hz 3,2 ms
1 kHz 2 ms
2 kHz 1 ms
4 kHz 1,5 ms
8 kHz 2 ms


Finde: www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?t=851

Ich würde also die Flankensteilheit auf die zu erwartenden Gruppenlaufzeitverzerrungen hin angleichen.
Faustregel
Subwoofer/Tiefton flacher trennen
Mittel Hochton steiler trennen
Sathim
Inventar
#166 erstellt: 29. Apr 2020, 10:00
Hallo - wie ist denn der aktuelle Stand?

Ich habe hier sehr interessiert mitgelesen!
Hifihannes
Stammgast
#167 erstellt: 29. Apr 2020, 20:33
Hallo Sathim,

stimmt, hier ist mal ein update fällig

Mit dem letzten Stand habe ich sehr viel mit verschiedenen Einstellungen gespielt, aber der richtige AHA-Effekt hat sich leider nicht so richtig eingestellt...
Daher hab ich kurzerhand den Wavecor-HT gegen den Seas-DXT getauscht - dazu mussten die Ausfräsungen etwas vertieft werden.
Ansonsten hab ich es auch endlich geschafft, den Audora-DSP in ein Gehäuse zu verbauen und einzubinden.

So siehts aktuell aus:

IMG_3114 IMG_3115 IMG_3118 IMG_3117

Die Lackierung ist nicht wirklich perfekt und Stoßkanten sind auch sichtbar, aber insgesamt bin ich mit der Optik relativ zufrieden
Nur die vertieften Ausfräsungen für den DXT muss ich bei Gelegenheit wieder etwas schwärzen...

Ob der DXT in diesem LS der Weisheits letzter Schluss ist... da bin ich mir noch nicht ganz sicher....
Ich habe ihn jetzt bei 2500Hz getrennt und da er ab 3kHz anfängt stärker zu bündeln, als der Wavecor TW022, ist der HT in jedem Fall etwas "unkomplizierter" und der BBC-Dip ist nicht mehr nötig.

Ich hoffe, dass ich am WE Zeit finde, ausführliche Messungen zu machen... Dann gibts weitere Infos

Viele Grüße
Hannes
Peas
Hat sich gelöscht
#168 erstellt: 29. Apr 2020, 20:47
Nicht wirklich perfekt - was ist denn dann bei Dir perfekt?

Sehr schön geworden. Wie ist denn der Langzeiteindruck der kardioiden Abstrahlung im Grund- und Mittelton?
MarsianC#
Inventar
#169 erstellt: 29. Apr 2020, 21:17
Noch wichtiger: Wie misst sichs mit/ohne Cardioid?

Bis auf das Lochblech über dem seitlichen Treiber gefällts mir sehr gut, die mehrteilige Fase sieht recht elegant aus. Warnex schwarz wär noch ein Upgrade ;).
Hifihannes
Stammgast
#170 erstellt: 29. Apr 2020, 21:38

Peas (Beitrag #168) schrieb:
Nicht wirklich perfekt - was ist denn dann bei Dir perfekt?

Bzgl. DIY-Hochglanzlackierungen hab ich hier schon andere Sachen gesehen...
Aber die LS sind ja ohnehin nicht fürs Nahfeld gedacht...


Sehr schön geworden. Wie ist denn der Langzeiteindruck der kardioiden Abstrahlung im Grund- und Mittelton?



MarsianC# (Beitrag #169) schrieb:
Noch wichtiger: Wie misst sichs mit/ohne Cardioid?



Gute Fragen!
Ich hab auch schon überlegt, wie ich hier sinnvoll Kardioid vs CB vergleichen könnte
Evtl. bastel ich mir einen Satz "Ohrenschützen", um die Öffnungen temporär verschließen zu können und ein passendes Preset im DSP für die CB-Variante.
Die Frage ist dann nur noch:
Entzerre ich für den Hörvergleich die Varianten auf gleichen Amplitudengang auf Achse oder am Hörplatz?


MarsianC# (Beitrag #169) schrieb:
Noch wichtiger: Wie misst sichs mit/ohne Cardioid?

Bis auf das Lochblech über dem seitlichen Treiber gefällts mir sehr gut, die mehrteilige Fase sieht recht elegant aus. Warnex schwarz wär noch ein Upgrade ;).


Ich hab leider schonmal eine Sicke durch ein Haustier verloren, daher musste das Gitter sein...
Warnex ist leider beim WAF-Test durchgefallen

Grüße
Hannes
Peas
Hat sich gelöscht
#171 erstellt: 30. Apr 2020, 03:12
Mir reicht ein Höreindruck. Das liegt aber daran, dass ich selber verschiedene Dipol- und Kardioidsysteme gebaut habe und keinen anderen Bass mehr möchte. Aktuell höre ich mit Passivkardiod-Stand-LS, die bei 50 Hz noch ein Bündelungsmaß von 3 dB haben. Wenn man es zwar messen, aber nicht deutlich raushören kann, lohnt sich der Aufwand nicht, dann kann man auch konventionell bauen.


Für die Messung muss man unterscheiden:

Ein idealer Kardioid funktioniert nur im Freifeld, aber nicht im Raum wegen der Spiegelschallquellen durch die Wände. Also muss man ihn für die angedachte Aufstellung optimieren und dazu mit dem Pegel und Delay der hinteren Schallquelle spielen. Dementsprechend muss die Vergleichsmessung am Hörplatz mit Raumeinflüssen stattfinden. Sonst kann man die Wirkung nicht belegen.

Für die Erstellung des CB-Presets stellt sich die Frage nach dem Hörplatz aber nicht, denn der LS müsste wieder auf den "Prüfstand". In dem relevanten Bereich klappt eine gefensterte Messung nicht mehr. Da sich darunter noch ein Tieftöner befindet, läuft es auf eine Weichenänderung hinaus, d.h. nicht nur anders entzerren, sondern auch anders filtern. Ggf. reicht für den Vergleich auch eine Simulation anhand der TSP-Werte des TMTs. Durch den Verschluss ändert sich sein Übertragungsverhalten vor allem am unteren Ende, die TSPs wirken sich da trotz Trennung noch aus.

Ich meine, es müsste reichen, den TT abzuklemmen und nur die Welligkeit des Frequenzgangs mit offenen und verschlossenen Kiemen zu betrachten, nicht aber den absoluten Pegel.


[Beitrag von Peas am 30. Apr 2020, 05:49 bearbeitet]
Hifihannes
Stammgast
#172 erstellt: 30. Apr 2020, 21:23
Zum Thema, was ich beim Messen erwarten kann, würde ich jetzt mal diese Messung aus diesem thread als Referenz nehmen.


Peas (Beitrag #171) schrieb:
Ein idealer Kardioid funktioniert nur im Freifeld, aber nicht im Raum wegen der Spiegelschallquellen durch die Wände.


Also die Dutch&Dutch 8c scheint auch im Raum zu funktionieren...
mWn. wird durch die Cardioide Abstrahlung einfach der Pegel genau dieser Spiegelschallquellen und damit auch Reflexionen und Interferenzen reduziert.



... und dazu mit dem Pegel und Delay der hinteren Schallquelle spielen.

Dass das in etwa passt, sieht man an den "Freifeldmessungen"... dort fällt der Pegel bei 90° um ca 10db und bei 180° um ca 16db ab. Daran werde ich also nichts mehr drehen - ist auch nicht ganz einfach bei dem Aufbau. Bei der Aufstellung kann man natürlich etwas variieren...



Ich meine, es müsste reichen, den TT abzuklemmen und nur die Welligkeit des Frequenzgangs mit offenen und verschlossenen Kiemen zu betrachten, nicht aber den absoluten Pegel.

So werd ichs machen (wobei Abklemmen dank separater Anklemmung nicht nötig ist )

Für den Hörtest finde ich die Geschichte allerdings nicht so einfach:
Ich denke ich werde die CB-Variante des TT erstmal mit Nahfeldmessungen entzerren und dann relativ zum MT einpegeln. Damit wird sich dann am Hörplatz vmtl. ein mehr oder weniger großer Unterschied im Fgang ergeben. Sollte dieser Unterschied groß sein, wird der Höreindruck vmtl. von diesem Unterschied in der Tonalität dominiert sein. Das könnte z.B. das typische Kickbass-Loch sein, das bei der CB-Variante vmtl. etwas stärker ausgeprägt sein wird.
Das werde ich mich natürlich auch anhören.

Was passiert aber, wenn ich beide LS auf einen ähnlichen Ziel-Fgang und damit ähnliche Tonalität entzerre?
(Das hat sealpin in seinem thread zum D&D 8C-Hörvergleich auch getan.)

Dann würde ich eigentlich nur noch die unterschiedlichen Abstrahlungen hören... Und ich denke, dass das der interessantere Punkt ist.


[Beitrag von Hifihannes am 30. Apr 2020, 21:24 bearbeitet]
MarsianC#
Inventar
#173 erstellt: 01. Mai 2020, 10:16
Mir würde ein Spektrogramm reichen. Den FG kann man meist gut geradeziehen, SBIR mal außen vor.
Eine Messung CB vs KU brauchts aber sicher, die Unterschiede werden zu groß sein.
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