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Equalizer!?

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Spookey_monk
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Dez 2002, 20:46
Ich hab eine KENWOOD Anlage und überlege im moment mir von Ebay oder so einen Equalizer zu kaufen. Könnt ihr mir dazu raten/abraten? ich meine bringt mir das wirklich irgendwas
Also es sieht ja auf alle Fälle schonmal gut aus aber kriegt man von irgendwelchem Verstellen auch wirklich was mit? und hat dieses "Verstellen" Auswirkungen auf alle angeschlossenen Geräte???
Fragen über Fragen, zu Deutsch was bringt mir ein Equalizer und was kann er alles
westmende
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Dez 2002, 23:30
Ein Equalizer ist im allgemeinen eine Filterbank,
bei der Du jeden Frequenzbereich einzeln hervorheben
oder abschwächen kannst - z.B. Baßüberbetonung,
Abschwächung bei 250 Hz, Hervorhebung bei 1 kHz
usw.

Daß Du von verstellten Reglern nichts mitkriegst,
brauchst Du nicht zu befürchten - eine absichtliche
Erhöhung um 12 dB bei 600 Hz hörst Du auf jeden
Fall, das wirst Du nämlich nicht lange freiwillig
anhören.
Aber man kann mit Equalizern auch vernünftige
Sachen machen:
Viele moderne CDs sind im Gegensatz zu älteren
Aufnahmen hochton-überbetont (gut für schwerhörige,
weniger gut für Leute mit gutem Gehör), übrigens
auch als "Digitalklang" bekannt, und das
kann man mit einem Equalizer gut korrigieren -
z.B. 2 oder 3 dB weniger bei 10 kHz kann bei aggressiv
abgemischten Aufnahmen (Genesis von 19-hundert-paar-und-70)
Wunder wirken, vor allem, wenn das eigene Gehör
noch nicht komplett Disco-/Techno-taub ist durch langjähriges
Walkman-Hören oder häufigen Besuch von
Techno-Schuppen.
Falls Deine Boxen im Baßbereich zu "dünn" sind,
kannst Du auch am unteren Ende des Frequenzbereichs
evtl. etwas korrigieren, aber das ist schwieriger
und erfodert Kenntnisse des Lautsprecher-Frequenzgangs
im Hörraum oder Meßsysteme.

Da der Equalizer normalerweise in die Tape-Loop
des Verstärkers eingeschleift wird (oder zwischen
Vor- und Endstufe kommt), ändert er den Klang jeder
Signalquelle.
Petersilie99
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 23. Dez 2010, 20:11
Sehr nützliche Antwort...wollt ich mal sagen...jetzt
Erik030474
Inventar
#4 erstellt: 23. Dez 2010, 21:02

Petersilie99 schrieb:
Sehr nützliche Antwort...wollt ich mal sagen...jetzt :.


Jetzt ... geil, die Antwort hat 8 Jahre keinen interessiert
mats99
Stammgast
#5 erstellt: 23. Dez 2010, 21:07
Bam!

Aber da häng ich mich doch grad mal an wo der Thread wiederbelebt wurde

Ich bin grad viel am experimentieren und hab dazu auch ein paar LS mit in den Verstärker eingeschleiften "Frequenzgang-Veränderern" (z.B. RC-L und Nubert Nubox). Kann man theoretisch sagen, dass diese Dinger fest eingestellte Equalizer sind, oder machen die noch "mehr"?

Wenn ich daher gerne auch mit meinen anderen LS, für die es keine vom Hersteller vorgefertigten Module gibt, experimentieren will, ist sowas in der Art hier dafür das Richtige:

http://www.thomann.de/de/behringer_deq2496_ultracurve_pro.htm

Das Ding ist mir aufgefallen weil der RoomEQWizard direkt Configdateien dafür erzeugen kann. Gibt es sowas auch mit Cinch-Anschlüssen oder ist das mit passenden Adaptern egal? Prinzipiell interessiert mich das Thema der Basserweiterung bei KompaktLS gerade, da ich auch nicht laut höre dürfte das belastungstechnisch kein Problem sein, ich wills ja auch nicht übertreiben.

Oder bin ich da ganz auf dem Holzweg?

Gruss
Mats


[Beitrag von mats99 am 23. Dez 2010, 21:10 bearbeitet]
detegg
Administrator
#6 erstellt: 23. Dez 2010, 22:04
Hi Mats,

Canton RC-L, Nubox etc. sind einfache, analoge, fest eingestellte EQs.
Ein DSP-EQ wie der DEQ2496 ist dagegen ein mächtiges Werkzeug, das den Laien aber häufig überfordert. Der effektive Einsatz erfordert Auseinandersetzung mit der allg. Filtertechnik, Lautsprecherakustik, Messtechnik etc.

EIn DEQ ist per Adapter problemlos an Cinch/RCA-Geräte anschließbar.

;-) Detlef
mats99
Stammgast
#7 erstellt: 23. Dez 2010, 22:25
Okay also liege ich aber schonmal nicht falsch in der Annahme, das man -das entsprechende Wissen und Messen vorausgesetzt- z.B. die RC-L Box mit dem Behringer "nachbauen" könnte? Gibt es "einfachere" Geräte? Ich habe gerade ein bischen zu den ganzen Begrifflichkeiten gelesen, ein parametrisierbarer EQ ist auf jeden Fall das was ich brauche oder?

Gibt es irgendwo vielleicht auch hier im Forum eine einfach verständliche Einführung in das Thema?

Danke schonmal für die Antwort!

Gruss,
Mats
Erik030474
Inventar
#8 erstellt: 24. Dez 2010, 10:21

mats99 schrieb:
Okay also liege ich aber schonmal nicht falsch in der Annahme, das man -das entsprechende Wissen und Messen vorausgesetzt- z.B. die RC-L Box mit dem Behringer "nachbauen" könnte? Gibt es "einfachere" Geräte? Ich habe gerade ein bischen zu den ganzen Begrifflichkeiten gelesen, ein parametrisierbarer EQ ist auf jeden Fall das was ich brauche oder?

Gibt es irgendwo vielleicht auch hier im Forum eine einfach verständliche Einführung in das Thema?

Danke schonmal für die Antwort!

Gruss,
Mats


Ich hatte die letzten Tage einen SPL Vitalizer Mk 2 T zum Testen hier. Faszinierendes Werkzeug.
monsterbox
Stammgast
#9 erstellt: 24. Dez 2010, 11:23
Moin allerseits,

Ich halte die älteren, analogen, "gräflichen" 10 Band Equalizer für absolut großartiges Hifispielzeug.

Bei alten Oberliga-Geräten wird man lange nach einem Rauschen, oder sonstigem klanglichen Defizit suchen müssen.

Meines Erachtens ist die Bedienbarkeit per 10-fachem Schiebereglerfeld in seiner Überschaubarkeit und Schnelligkeit für Auge und Ohr schwer zu überbieten.

Selbstverständlich sind parametrische 31 Bänder etc. sehr viel genauer, und für gute Raumkorrektur überhaupt erst differenziert genug.

Für die schnelle Korrektur einer verbogenen Aufnahme, oder für den besseren Klang zur Kellerparty wird das Ergebnis durch die längere Einstellprozedur meistens aber eher schlechter sein, als mit einem 10 Bänder.

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit meinem JVC SEA 80 gemacht - uneingeschränkte Empfehlung!

Gruß - Detlef


[Beitrag von monsterbox am 24. Dez 2010, 11:31 bearbeitet]
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 25. Dez 2010, 15:49
Mit Equalizer würde ich in den Zeiten wo es DSP´s gibt nicht mehr rumhantieren.
Man hat viel mehr freiheiten was die Frequenzgangkorrektur angeht, desweiteren kann man auch Raummoden etwas entschärfen.
DSP´s sind zu einem festen Bestandteil meiner Anlage geworden.
mats99
Stammgast
#11 erstellt: 25. Dez 2010, 23:11

Erik030474 schrieb:
SPL Vitalizer Mk 2 T


Das Ding ist aber auch ne ganze Ecke teurer als z.B. der Behringer ... ich will ja kein Tonstudio aufmachen Und es scheint etwas anderes als der Behringer zu sein oder? Hat zumindest laut Thoman keinen parametrischen EQ.


[Beitrag von mats99 am 25. Dez 2010, 23:12 bearbeitet]
Erik030474
Inventar
#12 erstellt: 26. Dez 2010, 09:16

mats99 schrieb:

Erik030474 schrieb:
SPL Vitalizer Mk 2 T


Das Ding ist aber auch ne ganze Ecke teurer als z.B. der Behringer ... ich will ja kein Tonstudio aufmachen Und es scheint etwas anderes als der Behringer zu sein oder? Hat zumindest laut Thoman keinen parametrischen EQ.


Wofür glaubst du, wurde der Behringer entwickelt? Für die Küche?

Sicher ist der VITALIZER kein Equalizer, aber ein nützliches Gerät um "die Musik zu zu verbiegen wie es einem gefällt" und ist dabei in der Handhabung deutlich einfacher, da nicht einzelne Frequenzbereiche verstärkt oder gemindert sondern Frequenzbänder verschoben und phaseninvertiert werden um sie dadurch hörbar zu machen aber nicht unnatürlich zu betonen.
detegg
Administrator
#13 erstellt: 26. Dez 2010, 11:43
Moin zusammen,

... ein nützliches Gerät um "die Musik zu zu verbiegen wie es einem gefällt"

... genau darum geht es Mats99 bei seiner Aufgabenstellung NICHT. Die gezielte Entzerrung des Systems TT-Chassis/Gehäuse erfordert variable, definierte Filter (RL-C, NuBox). Die Reduzierung von Raummoden benötigt sehr schmalbandige Filter. Die im DEQ eingebaute automatische Einmessfunktion für TMT/MT/HT-Bereich ist sehr hilfreich. Auch mit der Basisbreitenveränderung lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen, usw.
Imho ist der DEQ zum Experimentieren jeden Cent wert - und auch entsprechend wertstabil.

;-) Detlef
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