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Vor-und Nachteile eines parametrischen Equalizers zu einem graphischen Equalizer

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prollpopper
Stammgast
#1 erstellt: 07. Jan 2011, 17:28
Hallo miteinander !

Da ich einen( gemessenen )Frequenzeinbruch bei 63 Hz in meinem Hörraum habe, wüßte ich gern ob ich dem mit einem Equalizer beikommen kann.

Mein AVR, über den ich momentan noch Stereo höre , hat einen parametrischen Equalizer an Bord, allerdings beginnt dieser erst bei 99 Hz ? !

Soll das bedeuten, das ich unter 99Hz also keine Einstellungen vornehmen kann ( warum nicht (AVR typisch ?))

Demnächst kommt ein Stereo-Amp hinzu und evtl ein graphischer Equalizer, bei dem ich mir auch nicht sicher bin, ab welchen Bereich er einstellbar ist, bzw. ob ich mir den gleich sparen kann.

Es geht mir nicht darum, Aufnahmen zu bearbeiten, sondern den Frequenzeinbuch zu bekämpfen.

Oder wie könnte eine Lösung aussehen ?

Danke für Eure Vorschläge !

LG, Pier
Passat
Moderator
#2 erstellt: 08. Jan 2011, 13:29
Ein parametrischer EQ hat gegenüber einem graphischen EQ einige Vorteile:
- Die Regelfrequenzen sind nicht fest vorgegeben, sondern regelbar.
- Bandbreite des zu regelnden Frequenzbandes ist regelbar anstatt fix.

Aber:
Wenn du einen starken Einbruch im Frequenzgang hast, dann ist das höchstwahrscheinlich durch eine Raummode verursacht und der Einbruch ist ein Modenminimum.

Da kannst du dann auch 20 Equalizer einsetzen und bei der Frequenz den Regler auf maximale Anhebung stellen, an der Senke wird sich nichts ändern.

Dein Problem kann man nur vernünftig durch eine andere Aufstellung der Lautsprecher und/oder eine andere Wahl der Sitzposition lösen. Und da können schon 20-30 cm viel ausmachen.

Grüsse
Roman
prollpopper
Stammgast
#3 erstellt: 08. Jan 2011, 14:11
Hallo Roman, danke sehr !

Also ist der Einbruch nicht raumbedingt ?
Wunderbar, ich dachte schon das es nicht zu ändern ist !

Den Tip mit der Sitzposition werde ich ausprobieren, die momentane Hörposition ist nur bei 5.1 erträglich und da auch nur mit Wooferunterstützung.

Nochmals zum parametrischen Equlizer :


Passat schrieb:

Die Regelfrequenzen sind nicht fest vorgegeben, sondern regelbar.
- Bandbreite des zu regelnden Frequenzbandes ist regelbar anstatt fix.


Ich hab hier mal nur die Bassfrequenzen aufgeführt, die Mitten und die Höhen sind noch umfangreicher :

99, 112, 125, 140, 157, 177, 198, 222, 250, 280, 314, 353, 396, 444, 498, 559, 627, 703, 789, 885, und 1 KHz - hinzu kommt noch ( bei den Mitten ) die Wide, Mid und Narrow Funktion, deren Funktion sich mir auch nicht erschließt.

Da kann ich jeweils nur eine dieser Frequenzen anheben oder absenken,
aber bei einem graphischen EQ kann ich doch die Schieberegler aller dargestellten Frequenzen einzeln ( oder alle )anheben oder absenken,
oder mach ich da einen Denkfehler?

Ein graphischer EQ läßt sich intuitiver( weil sichtbar ) bedienen, der parametrische EQ hingegen nicht.

Die Einstellungen überfordern mich...

P.S. Wenn ich dich richtig verstanden habe,kann ich mit einem parametrischen EQ gezielt die Frequenzen einstellen , welche eine Störung des Hörergebnisses verursachen - also nicht den Klang der Quelle aufpolieren ?

Grüsse, Pier


[Beitrag von prollpopper am 08. Jan 2011, 14:30 bearbeitet]
Passat
Moderator
#4 erstellt: 08. Jan 2011, 15:26
Doch, es geht beides.

Bei einem grafischen EQ hast du eine feste Anzahl von Bändern.
Bei einem 10-Band EQ sind das typischerweise folgende Frequenzen:
32 Hz, 64 Hz, 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz, 4 kHz, 8 kHz, 16 kHz.

Hast du da z.B. ein Problem bei 80 Hz, so kannst du dagegen mit dem grafischen EQ nichts ausrichten.

Bei einem analogen parametrischen EQ hast du z.B. 5 Bänder, wovon sich jedes der 5 Bänder auf eine beliebige Frequenz zwischen 20 Hz und 20.000 Hz einstellen lässt.
Di kannst z.B. das Band 1 auf 70 Hz einstellen, das Band 2 auf 75 Hz, das Band 3 auf 4000 Hz, das Band 4 auf 4200 Hz, das Band 5 auf 5000 Hz.

Bei einem digitalen PEQ sind die Frequenzen nicht stufenlos wählbar, weil das eine sehr hohe Rechenkapazität erfordert.

Mit der Einstellung "Wide, Mid, Narrow" stellst du die Breite des Regelbereichs ein. Das nennt sich "Q-Faktor". Je größer der Q-Faktor, desto schmaler der Regelbereich.

Hier siehst du, wie sich das auswirkt:
PEQ

Die innere Kurve ist schmal, die äußere Kurve breit.
Bei dir kannst du nur 3 Werte auswählen, bei einem analogen PEQ ist das stufenlos regelbar.

Bei einem grafischen EQ ist die Breite der Wirkung nicht regelbar.

Grüsse
Roman


[Beitrag von Passat am 08. Jan 2011, 15:31 bearbeitet]
Himmelsmaler
Stammgast
#5 erstellt: 10. Jan 2011, 13:56
Hallo Pier,
Roman hat das schon super erklärt, aber ich habe den Eindruck, dass du wenig Ahnung von der Wirkungsweise der Equalizer hast. Was ja nicht schlimm ist.
Hier mal der Versuch, es ohne großes technisches Blabla verständlich zu machen:

Grafischer EQ.
Wie schon angeführt hast du eine bestimmte Anzahl von Frequenzen, die du verändern kannst. diese Frequenzen sind festgesetzt. Je weniger Frequenzen zur Verfügung stehen, desto "schlechter" ist der EQ, da, um den Hörbereich abzudecken' der Q-Wert, also die Einsatzbandbreite angepasst wird. Soll heißen, wenn auf dem EQ 2 kHz steht, dann hebst du nicht nur die Frequenz von 2000 Hz an, sondern eine ganzen Bereich, sagen wir von 1300 bis 2700 Hz.
Eine entsprechende Bearbeitung einer bestimmten Frequenz kannst du somit vergessen.

Parametrischer Equalizer...Grob gesagt, im Prinzip das gleiche, du kannst aber auf die einzelnen Parameter Einfluß nehmen...also Frequenz, Einsatzbandbreite etc...

Allerdings ist ein PE für einen Laien kaum bis gar nicht zu bedienen, denn da gehört schon viel Erfahrung dazu, Frequenzen entsprechend dem gewünschten ziel zu verbiegen.

Wobei ich nach der Schilderung auch auf Raummoden tippe. Also Lautsprecher mal etwas verrücken, es tut sich bestimmt was.

Thomas
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