Anlage mit externem Schalter ausschalten: Spannungsspitze kompensieren?

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BachManiac
Stammgast
#1 erstellt: 09. Jun 2017, 06:45
Hallo zusammen!

Ich dachte mir, ich setze das Thema hier ins Elektronikforum, aber wenn ihr das woanders besser aufgehoben seht, scheut euch bitte nicht, es zu verschieben!

Ich hab mir beim Hausbau schon neben der Couch einen Lichtschalter plaziert, welcher anstatt einer Lampe, eine Steckdose unter dem TV schaltet.
Dort ist nun das komplette System angesteckt: TV + AVR + Konsolen
Es gibt doch nichts einfacheres, als am Ende just den Schalter zu betätigen und alles ist stromlos - mit dem Lichtschalter ist das ganze noch um Welten eleganter als eine schaltbare Steckerleiste, welche irgendwo erreichbar und sichtbar plaziert werden muss.

Jedenfalls dachte ich mir lange, dass dieses "brutale" Ausschalten doch im Grunde auch nichts anderes ist, als die einzelnen Komponenten am Kippschalter hinten auszuschalten. Zumindest die Geräte mit der hohen Leistung wie AVR und Subwoofer haben einen Kippschalter - nur TV und Konsolen nicht.


Nun drängt sich bei mir aber immer mehr die Frage auf, ob es sein kann, dass beim Ausschalten von irgendeinem Gerät etwaige Überspannungen auftreten, welche dann zu den anderen Geräten "wandern"? Immerhin sind die Geräte untereinander ja auch nach dem Ausschalten verbunden und wenn ein Gerät eine Überspannung verursacht, wird jedes Gerät davon betroffen.

Oder kann man das ausschließen?

Wenn nicht, könnte man hierzu einen Überspannungsschutz verwenden? Ich hab mal was von Varistor gelesen, bin aber kein Elektroniker.

wäre so ein Teil ev. eine oder gar DIE Lösung?

https://www.amazon.d...A3JWKAKR8XB7XF&psc=1

http://www.apc.com/s...0V-Germany/P-PM1W-GR

Die Teile sind ja normalerweise für Überspannungen von der Versorgerseite konzipiert - nun ist die Frage, ob es auch Überspannungen, die von den Geräten kommen, ableitet?
Und wenn ja, ab welcher Spannung "wirkt" das Gerät? Nicht dass es erst z.b. bei 500V ableitet, und ein Gerät aber schon ab 400V den Geist aufgibt.
Oder müsste man eher zwischen jedem Gerät und der Verteilersteckdose so ein Teil plazieren? Oder zumindest bei den hochlastigen Geräten wie AVR + Sub?

Fragen über Fragen...

Was meint ihr?

vielen Dank für eure Einschätzungen!

danke!


[Beitrag von BachManiac am 09. Jun 2017, 07:02 bearbeitet]
Passat
Moderator
#2 erstellt: 09. Jun 2017, 08:14
Als Alternative zur schaltbaren Steckdosenleiste gibt es auch Funkzwischenstecker.

Und da passiert nichts.
Ich habe alle meine Geräte an einer Steckdosenleiste, die an so einem Funkzwischenstecker hängt und schalte die Geräte damit seit vielen vielen Jahren ein und aus.

Einen Defekt hatte ich noch nie.

Grüße
Roman
BachManiac
Stammgast
#3 erstellt: 09. Jun 2017, 11:53
hmmm, gute Idee, aber da ich ja ohnehin eine Kabelverbindung habe, muss es ja nicht Funk sein.

vielleicht gibt es ja eine Art Master-Slave-Steckdosenleiste, welche, sobald Strom an dem "Schalter" anliegt, alle Buchsen getrennt voneinander einschaltet..

mal schaun!

danke schonmal!
Passat
Moderator
#4 erstellt: 09. Jun 2017, 12:18
Master-Slave Steckdosenleisten gibt es schon, aber da werden alle Slave-Steckdosen gleichzeitig geschaltet.

Grüße
Roman
cr
Moderator
#5 erstellt: 09. Jun 2017, 20:31
Die Frage ist an sich durchaus berechtigt, welche Induktionsspannung beim Abschalten eines großen Trafos entsteht und inwieweit damit Kleingeräte beschädigt werden könnten.
Zur Vorsorge gibt es 2 Möglichkeiten:
Eine kleine Glühlampe parallel in der Steckdosenleiste
Einen passenden Varistor parallel

Soweit ich das sehe, sind das aber unnötige Vorsichtsmaßnahmen, weil die Induktionsleistung zu gering ist, um selbst ein kleines Gerät zu beschädigen (das läuft sich sekundärseitig sofort in den Elkos der Kleingeräte tot).
Die Induktionsleistung ist deshalb gering, wer der "große" Trafo ja sekundärseitig durch die Elkos entlastet wird. Wäre er auch sekundärseitig abgetrennt, sieht die Sache anders aus....


[Beitrag von cr am 09. Jun 2017, 20:37 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 09. Jun 2017, 23:14
Erfahrungsgemäß gestaltet es sich so, dass Stby.-fähige Geräte durch die Spannungsspitzen beim Einschaltvorgang schnell kaputt gehen. Ein Überspannungsschutz hilft da nicht!
Das ist meine Erfahrung (und die im Bekanntenkreis) und gehe da auch nicht auf weitere Diskussionen ein (das kenne ich hier schon zu genüge ). Wenn man es nicht beachten will, wird man es früher oder später selbst erfahren.


[Beitrag von Rabia_sorda am 09. Jun 2017, 23:17 bearbeitet]
cr
Moderator
#7 erstellt: 09. Jun 2017, 23:19
Hat aber nix mit der Steckdosenleiste zu tun, oder?
Sondern mit der leidigen Frage, wie schlecht manche Standy-Geräte gebaut sind, dass man sie besser nie abschaltet.
Rabia_sorda
Inventar
#8 erstellt: 09. Jun 2017, 23:27
Nein, nicht mit der Leiste selbst. Wenn man darüber "altertümliche" Geräte schaltet (mit Netzschalter als Aus-Schalter), dann ist es das Gleiche, als ob man am Gerät selbst ausschaltet.

Leider sind heutzutage viele SNT (Schaltnetzteile) verbaut, die zu dem noch Stby.-Schaltungen besitzen. Hier ist alles sehr filegran und mit dem Rotstift entwickelt. Jede Spannungsspitze bei einem "harten" Einschaltvorgang zerrt an den Bauteilen und zerstören sie sehr schnell - schneller als im Stby.-Vorgang.
cr
Moderator
#9 erstellt: 09. Jun 2017, 23:44
Viele Standby-Geräte sind eh untauglich für den harten Start, weil sie nicht die zuletzt gewählten Einstellungen behalten, sodass man erst den gewünschten Zustand wiederherstellen muss...
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 09. Jun 2017, 23:55
Naja, die modernen Geräte die ich besitze schon. Das wären der TV, der Sat-Receiver und das i.-Net-Radio. Die alten Stby.-Hifi-Geräte haben eh keinen Speicher bei mir. Aber das kann man ja selbst testen.
BachManiac
Stammgast
#11 erstellt: 13. Jun 2017, 09:05

cr (Beitrag #9) schrieb:
Viele Standby-Geräte sind eh untauglich für den harten Start, weil sie nicht die zuletzt gewählten Einstellungen behalten, sodass man erst den gewünschten Zustand wiederherstellen muss...


diese kann man ja bei Bedarf aus der Schaltung rausnehmen.

wie bei mir zuletzt der Windows-PC mit MediaPortal drauf.

Nun hab ich seit nem Jahr nen Raspi (OSMC) am Laufen und dem ists offenbar egal, wenn ich ihn ohne runterzufahren kicke.

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