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trafo brummt

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oliverkorner
Inventar
#1 erstellt: 18. Jun 2004, 19:17
mein trafo brummt und summt sehr nervig.ich habe schon alle schrauben fester gedreht.was kann ich denn jetzt noch machen es will nicht weggehen
milliscout
Stammgast
#2 erstellt: 18. Jun 2004, 19:56
Hallo oliverkorner,
wenn es die Bleche nicht sind, sind es "lose" Wicklungsdrähte.
Suche dir eine Ankerwickelei oder einen Betrieb, der Elektomotoren repariert. Dort kannst du mit Glück deinen Trafo im Vakuum tränken lassen. Das Brummen sollte danach weg bzw. fast weg sein.
Gruß Ascan
Christian_Böckle
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 18. Jun 2004, 20:17
Hallo oliverkorner

Ganz allgemein (da Deine Frage auch allgemein aufgebaut ist):
Die einfachste Maßnahme:
Schrauben, die durch das Blechpaket eines Transformators gehen, sollten mit Gegenmuttern und Beilagscheiben fixiert sein. Wenn nun diese Schrauben gleichzeitig zur Befestigung am Gehäuse des Geräts dienen, hilft es mitunter, eine Gummierung anzubringen, bzw. Gummiringe zu unterlegen. Aber:
Da ist Improvisation gefragt.
Ein hartnäckig brummender Transformator sollte mechanisch vom Gehäuse des Geräts völlig gummiert entkoppelt werden, damit er seine Vibrationen nicht darauf übertragen kann. Daher ist eine starre Verbindung vom Trafo zum Gehäuse hier zu unterbinden. Und: Keine einzige der Schrauben darf dann aber das Gehäuse des Geräts direkt berühren!


Bei hartnäckigen Fällen, also wenn es sich um Probleme mit dem Schwingen von Teilen der Primär- oder Sekundärwicklung des Transformators handelt, hilft es mitunter, 2-Komponenten-Epoxidharzklebstoff (z.B. Uhu plus) in die Wicklungen hineinfließen zu lassen.

Herzliche Grüße von
Christian
RealHendrik
Inventar
#4 erstellt: 19. Jun 2004, 11:54
Im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung sind es nicht die Drähte der Wicklungen, die sich im Einfluss eines magnetischen Wechselfelds mechanisch bewegen. Das Summen und Brummen eines Trafos entsteht durch Magnetostriktion des Trafokerns. Der also zieht sich im Rhythmus der Wechselspannung zusammen und dehnt sich wieder aus, natürlich nur in geringem Masse, aber eben so weit, dass es wahrnehmbar brummt.

Abhilfe ist in der Regel durch das Festschrauben des Blechpakets des Trafos möglich, wie Christian Böckle schon schrieb. Aufgrund bestimmter, nicht zu beeinflussender Baumassnahmen eines Trafos lässt sich das oft nicht vollständig unterdrücken. N.B.: Ein Trafo mit "normalem" Blechpaket in M- oder EI-Form brummt tendenziell stärker als ein Trafo mit Schnittbandkern oder Ringkern. Letztere sind aber deutlich aufwendiger in der Herstellung und demzufolge teurer. Aus Sparmassnahmen wird dann eben doch der M-Trafo verwendet...

In extremen Fällen hilft das VAKUUMtränken eines Trafos durchaus weiter. Machen aber leider nicht viele Trafobauanstalten bzw. Ankerwickeleien, die machen dann nur "normales" Tränken. Nachfragen kostet aber nix.

Gruss,

Hendrik
oliverkorner
Inventar
#5 erstellt: 19. Jun 2004, 12:52
ich habe es jetz so gelöst...

der trafo war mehr oder weniger schon mit gummidingern unterlegt...jetz liegt er lose im gehäuse und das brummen ist nicht mehr so unterträglich hochfrequent.jetz ist es leiser...aber naja passt schon
Arnie_75
Stammgast
#6 erstellt: 22. Jun 2004, 22:37
Mal ne blöde Frage: was ist eigentlich eine Ankerwickelei???
RealHendrik
Inventar
#7 erstellt: 23. Jun 2004, 00:35
LOL! Nee, keine blöde Frage, wusste ich auch nicht, bis ich mal in einer solchen gearbeitet habe...

Ankerwickeleien beschäftigen sich - grob gesagt - mit Elektromotoren. Sie führen vor allem Reparaturen daran aus. Ihren Namen haben sie in diesem Zusammenhang von der (bei grösseren Industriemotoren häufigeren) Arbeit der Neubewicklung der Rotoren von Motoren, die aufgrund ihres Aussehens den landläufigen Namen "Anker" haben.

Und Ankerwickeleien beschäftigen sich auch mit den artverwandten Transformatoren - die Vorgänge sind sich sehr ähnlich, das Material sogar (praktisch) gleich.

Gruss,

Hendrik
Arnie_75
Stammgast
#8 erstellt: 23. Jun 2004, 09:48
Puh, danke!
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