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Trafo brummt !

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azeiher
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Okt 2004, 18:09
Hallo,
Habe eine BGW 750 C gekauft die heute kam. Habe sie gleich mal eingesteckt um zu schauen ob sie angeht. Der Trafo brummt sehr laut. Kann man dagegen etwas machen ? Möchte die Endstufe evt. für einen Subwoofer einsetzten. Besten Dank im voraus.

Viele Grüsse
Alexander
-scope-
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 06. Okt 2004, 18:19
Hallo,

Das ist bei vielen "Billig-PA´s" ganz "normal".
Das soll das Gewrät nicht abwerten, da es imo relativ ordentlich verbaut ist....Hier waren mal Bilder im Forum.
Vielleicht ist das Gerät sogar noch aus der 220 V Zeit, was den Effekt verstärken könnte.

Abhilfe gibt´s da nur durch mechanische Entkopplung vom Blechgehäuse durch Silentblöcke (Gummis mit Gewindebolzen dran)....Teilweise aus Platzgründen aber garnicht machbar.
OneStone
Stammgast
#3 erstellt: 07. Okt 2004, 19:02
Wenn der Trafo verlackt ist und KEIN RINGKERN (!!!) ist, dann kann man den ein bißchen heißmachen und wieder ordentlich zusammendrücken, dann pappen die Bleche wieder aneinander und der brummt nicht mehr...denke aber, dass da entweder ein Ringkerntrafo oder ein nicht verlackter drin is...

MfG OneStone
Frickelbruder
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Okt 2004, 19:31

OneStone schrieb:
Wenn der Trafo verlackt ist und KEIN RINGKERN (!!!) ist, dann kann man den ein bißchen heißmachen und wieder ordentlich zusammendrücken, dann pappen die Bleche wieder aneinander und der brummt nicht mehr...denke aber, dass da entweder ein Ringkerntrafo oder ein nicht verlackter drin is...

MfG OneStone


Du bist Dir schon darüber im klaren, daß der Lack nix mit Optik zutun hat oder ? Ich bin der Überzeugung der Lack dient der elektrischen Isolation der einzelnen Trafobleche untereinander, so daß der Wirbelstrom klein gehalten wird.
Dj_Ninja
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Okt 2004, 22:46
klar kann man was dagegen machen ... schaltnetzteil einbauen *wegrenn*

nee, das ist normal, vor allem bei nicht-ringkern-trafos, daß die brummen. wenn die endstufe einen sehr hohen ruhestrom hat, könnte man den effekt reduzieren, indem man den ruhestrom runterschraubt - geht aber zu lasten der klangtreue und ist eine sache für den fachmann.
OneStone
Stammgast
#6 erstellt: 13. Okt 2004, 13:15

Frickelbruder schrieb:

OneStone schrieb:
Wenn der Trafo verlackt ist und KEIN RINGKERN (!!!) ist, dann kann man den ein bißchen heißmachen und wieder ordentlich zusammendrücken, dann pappen die Bleche wieder aneinander und der brummt nicht mehr...denke aber, dass da entweder ein Ringkerntrafo oder ein nicht verlackter drin is...

MfG OneStone


Du bist Dir schon darüber im klaren, daß der Lack nix mit Optik zutun hat oder ? Ich bin der Überzeugung der Lack dient der elektrischen Isolation der einzelnen Trafobleche untereinander, so daß der Wirbelstrom klein gehalten wird.


nein, das ist NICHT der Grund. Optisch hat der Lack keine Funktuion, auch die von dir genannte ist absolut nebensächlich. Der Lack klebt die Bleche zusammen (ich meine natürlich tauchgelackte Trafos!), dann brummt da nix mehr.
Dj_Ninja
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 13. Okt 2004, 14:36
da hat er recht, wegen der wirbelströme wird das teil aus blechen und nicht aus einem block zusammengesetzt...
Frickelbruder
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 14. Okt 2004, 19:13

OneStone schrieb:

Frickelbruder schrieb:

OneStone schrieb:
Wenn der Trafo verlackt ist und KEIN RINGKERN (!!!) ist, dann kann man den ein bißchen heißmachen und wieder ordentlich zusammendrücken, dann pappen die Bleche wieder aneinander und der brummt nicht mehr...denke aber, dass da entweder ein Ringkerntrafo oder ein nicht verlackter drin is...

MfG OneStone


Du bist Dir schon darüber im klaren, daß der Lack nix mit Optik zutun hat oder ? Ich bin der Überzeugung der Lack dient der elektrischen Isolation der einzelnen Trafobleche untereinander, so daß der Wirbelstrom klein gehalten wird.


nein, das ist NICHT der Grund. Optisch hat der Lack keine Funktuion, auch die von dir genannte ist absolut nebensächlich. Der Lack klebt die Bleche zusammen (ich meine natürlich tauchgelackte Trafos!), dann brummt da nix mehr.


Sorry, ich glaube Du liegst falsch. Bei einem Trafobauer, der bekanntlich sein Geld damit verdient las ich folgendes:



Eine Isolationsbeschichtung der Bleche verhindert, dass sich Wirbelströme über mehrere Bleche hinweg bilden können.


Hier ist die Quelle: http://www.asa-trafo-bau.de/contdeu/physfakt/b/bleche.htm

Kannst Du mir mal Deine Quelle angeben, aus der das Gegenteil hervorgeht?


[Beitrag von Frickelbruder am 14. Okt 2004, 19:14 bearbeitet]
Dj_Ninja
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 14. Okt 2004, 23:25
diese lackschicht hat aber nichts mit dem tauchen zu tun, damit das teil nicht mehr brummt. die is immer auf den blechen drauf - nicht erst nach dem tauchen.
hydro
Stammgast
#10 erstellt: 15. Okt 2004, 10:43
du kannst auch einen ankerwickler fragen ob er ihn presst und neu taucht - wirkt mithin gut


[Beitrag von hydro am 15. Okt 2004, 10:44 bearbeitet]
Dj_Ninja
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 15. Okt 2004, 14:07
das dürfte zur heutigen zeit aber ein vermögen kosten...
OneStone
Stammgast
#12 erstellt: 15. Okt 2004, 15:02

Frickelbruder schrieb:

Sorry, ich glaube Du liegst falsch. Bei einem Trafobauer, der bekanntlich sein Geld damit verdient las ich folgendes:



Eine Isolationsbeschichtung der Bleche verhindert, dass sich Wirbelströme über mehrere Bleche hinweg bilden können.


Hier ist die Quelle: http://www.asa-trafo-bau.de/contdeu/physfakt/b/bleche.htm

Kannst Du mir mal Deine Quelle angeben, aus der das Gegenteil hervorgeht?


jedes gute Elektronikbuch. Beschichtet (einseitig) sind die Bleche immer, muss ja isoliert sein, sonst könnte man ja gleich einen ganzen Block nehmen. Ich rede von dem TAUCHLACK.
Frickelbruder
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 15. Okt 2004, 18:27
Da könnte was dran sein! Nenn mir mal EINE Quelle, es interessiert mich wirklich.
OneStone
Stammgast
#14 erstellt: 15. Okt 2004, 19:51
da muss ich erst bei nem Kumpel anrufen, der hat die Bücher. Ich selber hab in die Richtung keine Bücher. Also WENN du mir nicht glaubst und unbedingt eine Quelle haben willst, musst du dich noch etwas gedulden (Samstag/Sonntag VIELLEICHT)
Frickelbruder
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 15. Okt 2004, 20:22
Sorry das bringt der Beruf mit sich, ich glaube nichts. Das Thema Glauben gehört meines erachtens in die Kirche! Ich habe eben 3 von "Jedes gute Elektronikbuch" durchgestöbert und nichts gefunden. Ich recherchiere mal ein wenig im Internet bis ich die Quelle von Dir bekomme.
-scope-
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 16. Okt 2004, 06:32
Hallo,

Soweit ich weiss, dient die isolation der Einzelbleche (durch Beschichtung) der Verringerung von Wirbelströmen.

Allerdings gibt es dennoch Transformatoren, die samt Wicklungsträger & Wicklungen...also "komplett" nochmal getränkt werden, um Resonanzen zu verhindern. Der Lack läuft dann in alle noch bestehenden ritzen im Trafo.

Ebenso gibt es viele Trafos, deren Bleche (ohne Rücksicht auf grössere Wirbelströme?) mit 2- 4 Nähten verschweisst werden. Hab alle hier als Muster liegen.

Hier wären auch noch ein paar Infos:

http://www.physik.un...ckwirk/rueckwirk.htm


[Beitrag von -scope- am 16. Okt 2004, 06:34 bearbeitet]
OneStone
Stammgast
#17 erstellt: 16. Okt 2004, 08:15
das Verschweißen is nicht so schlimm, die Wirbelströme bilden sich eher quer durch die Bleche durch, und da sind die ja isoliert.

Und das Tränken dient auch noch zur Isolation....
Frickelbruder
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 17. Okt 2004, 13:02
Ich habe noch ein wenig recherchiert. Ich habe einige Anbieter von Trafoblechen gesichtet. Die bieten nur beschichtete Bleche (Wirbelsrom) nach DIN an. Weiter habe ich gelesen, daß ja auch mit Papierschichten zur Isolation gearbeitet werden kann.

Als ich scope's Beitrag gelesen habe kam mir eine Idee:

Wenn ich Trafohersteller wäre, würde ich den gesamten Trafo mit Bewicklung (ohne Anschlußklemmen)auch Tauchlacken! Damit hätte ich erstens Korrosion vehindert und zweitens etwas für die Isolatonsfestigkeit getan. Womöglich läuft dann ja tatsächlich oberflächennah noch ein wenig Lack zwischen die Bleche und "behindert" wenigstens Schwingungen.

Soweit die Idee.

Geschweißte Trafos habe ich übrigens auch schon gesehen. Ich glaube dann hat sich der Hersteller das zusammenschrauben gespart (Kosten).


[Beitrag von Frickelbruder am 17. Okt 2004, 13:03 bearbeitet]
Dj_Ninja
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 17. Okt 2004, 14:13
zusammengeschweißte findest in mikrowellen und anderen einweg-geräten. tauchlacken mit anschlußklemmen... das wäre mal was *g*. wetten, daß er danach nicht mehr brummt ?

ansonsten - läuft denn der verstärker wenigstens ? falls er das nicht macht, könnte ein durchgebrannter gleichrichter oder endstufenzweig für einen sehr hohen kurzschlußstrom sorgen - dann ists normal, daß der trafo sehr laut arbeitet.
OneStone
Stammgast
#20 erstellt: 17. Okt 2004, 15:19
fast alle Trafos, die hohe Spannugen machen müssen, sind, wenn es gute sind, tauchlackiert oder sogar vakuumvergossen.

Bei meinem Eminent2 waren die Trafos (Netz+AÜ) nicht vergossen, irgendein Vorbesitzer hat die dann mal unprofessionell verlackt, das hat nix gebracht, ich hab den Netztrafo, der gebrummt hat, dann heiß gemacht und zusammengedrückt (Schnittbandkern), dann war Ruhe.

Wer noch irgendwelche Zweifel hat: Fragt doch den Gerd Reinmüller im Forum http://www.f23.parsimony.net/forum45451/

MfG OneStone
ralphberner
Neuling
#21 erstellt: 14. Feb 2005, 13:18
Ich habe gerade einen grösseren Ringkerntrafo erfolgreich ruhiggestellt. Es war einer aus einer Krell KST100 Endstufe.

Ich habe Zweikomponenten-Polyester-Harz verwendet. Mit einer Einwegspritze mit dicker Nadel kam ich ganz gut zurecht.

Im Prinzip soll der Trafo einfach mit dem Harz getränkt werden.
Hier die einzelnen Schritte, wie ich sie bei der KST 100 angewendet habe.

1.) Äussere Schutzfolie enfernt.
2.) Eine Portion Harz (ca. 20-30ml angerührt).
3.) Der Trafo hat unter der äussersten Wicklung nochmals Kunsstoffolien als Zwischenschicht. Diese Folie ist zwischen den einzelnen Drähten Stellenweise gut sichtbar.
Die Spritze flach in die Zwischenfolie einstechen und die Nadel möglichst weit (mit Gefühl, ohne Gewalt) einschieben.
4.) Harz so langsam einzpritzen, dass der grösste Teil in die Wicklung fliesst und nur der klenste Teil entlang der Nadel zurückfliest und herausdringt.
5.) Wenn an dieser Stelle kein Harz mehr aufgenommen wird, dann habe ich an einer anderen Stelle erneut probiert.
Wenn die angerührte Portion Harz aufgebraucht war, habe ich eine neue angerührt.
6.) Irgendwann wird kein Harz mehr aufgenommen. Dann Habe ich den Trafo auf ein dickes Zeitungspacket gelegt und aushärten lassen. Nach dem Aushärten kleben Zeitungsteile am Trafo, aber das war mir persönlich egal. Es ist kein Picasso, sondern ein Trafo. Meiste Harz blieb im Trafo und nur ein kleiner Teil floss während dem aushärten hinaus.
7.) Ich habe zum Schluss noch die Oberseite und unterseite mit Araldit Blau etwas verschmiert, sodass die äussere Wicklung auch vergossen ist und die Auflageflächen etwas geschützt sind. Araldit Blau kann im Backofen z.B. bei 70°C gut chnell ausgehärtet werden. Ich hatte noch grössere Mengen vom Aralit Blau übrig, weshalb ich diesen verwendet habe. Wenn ich es neu hätte kaufen müssen, dann hätte ich dafür den Araldit Rapid verwendet.

Ein Tipp: Handschuhe während der Arbeit vermeiden ein Händeschrubben nach der Arbeit, denn während der Arbeit muss der harzverschmierte Trafo gedreht und gewendet werden

Noch ein Tipp: Vor dem Ausbau des Trafos die Verdrahtung genau notieren, sodass man hinterher alles wieder gleich anschliessen kann.

Ich gebe hier natürlich keine keine Garantie für Eure Versuche, Aber viel Falsch machen kann man eigentlich nicht. Die Übung hat mir imerhin 400 Euro für einen Ersatztrafo erspart.
GandRalf
Inventar
#22 erstellt: 14. Feb 2005, 14:12
Moin auch,

Nichts gegen deine Versuche, die wohl in diesem Fall ein Erfolg waren.
Jetzt kommt das "ABER".

Sollte bei der Prozedur mit der Nadel(Kanüle) die interne Isolierung der einzelnen Wicklungen des Trafos verletzt werden, kann es zu unangenehmen und ggf. irreparabelen Defekten kommen. -Und das wäre dann sicher teuer.

Siehe:


Aber viel Falsch machen kann man eigentlich nicht.


fjmi
Inventar
#23 erstellt: 14. Feb 2005, 14:22
meine trafos brummen (?) alle. wenn es ganz leise ist hört man sie in ein paar cm enternung noch.

ist das normal? die trafos sind vergossen usw, auch zusammengeschraubt
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