Lautsprecher defekt? Oder EQ?

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RvG
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 22. Jan 2007, 14:20
Hallo,

habe heute an die Wohnzimmeranlage einen "neuen" gebrauchten Equalizer (Sony SEQ-711) angeschlossen.

Das die derzeitigen Boxen dort nicht mehr die tollsten sind umd irgendwann ausgestauscht werden sollten, ist bekannt. Sind die Frontlautsprecher eines knapp 8 Jahre alten HECO-Surround-Sets.

Beim Testen des Equalizers fiel mir allerdings auf, dass beim Anheben des Pegels bestimmter Frequenzbänder (die Vocalhöhen und etwas drüber) ein drastisches Knacken bzw. Krächzen in den Lautsprechern, ich denke, besonders im rechten (kann aber auch täuschen), auftritt. Wähle ich die DSC-Funktion (die die angehobenen Frequenzen dem LineInPegel anpasst, um nicht zu übersteuern), wird das Knacken drastisch reduziert, ist aber nicht ganz weg.

Drehe ich aber die Höhen am Höhenregler des Verstärkers auf, passiert nicht, d.h. kein Knacken/Krächzen.

Meine Frage: kann es unter Umständen sein, dass der Equalizer einen Defekt hat und das Knacken produziert?
Oder ist das eher unwahrscheinlich?

Sind "einfach nur" die Lautsprecher wie vermutet hinüber?


[Beitrag von RvG am 22. Jan 2007, 14:21 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 22. Jan 2007, 15:52
Wie hast Du den EQ angeschlossen?
Wenn er z.B. direkt von einem CDP angesteuert wird, so bekommt er rund 2V an den Eingang. Mehr als etwa 6V wird sein Ausgang auf keinen Fall schaffen. Wenn Du nun einen Regler voll ins Plus schiebst, erhöht das die Verstärkung in jenem Frequenzbereich um das 5 bis 10 fache. Das bedeutet, dass der EQ 10 bis 20V augeben müsste, was er nicht kann und daher klirrt. Und je nach Konstruktion entsteht der Klirr nur auf dem angehobenen Band, sodass er irgendwie "quäkt".
Richtigerweise müsste man den EQ zwischen Vor- und Endstufe anschliessen, wenn sich das auftrennen lässt. Wenn es nämlich dann zu laut würde, sodass es zum Klirren kommt, würde man die Lautstärke reduzieren und damit den Eingangspegel des EQ absenken. Oder zumindest müsste der EQ nach dem Lautstärkeregler eingesetzt sein, um die Übersteuerung zu vermeiden. So sind ja auch die Klangregler im Verstärker eingebaut, um genau diesem Problem aus dem Weg zu ehen.
Amperlite
Inventar
#3 erstellt: 22. Jan 2007, 16:18
Es gibt drei Übersteuerungsmöglichkeiten:
a) Ausgang des EQ
b) Eingang des Verstärkers nach dem EQ
c) Lautsprecher überfordert

Letzeres fällt raus, wenn es auch bei Zimmerlautstärke passiert.

Punkte a) und b) lassen sich mit den Tipps von richi herausfinden.
JULOR
Inventar
#4 erstellt: 22. Jan 2007, 16:36
Ich kenne den Sony SEQ-711 nicht, habe mir gerade ein paar Bilder angeschaut.

Zum EQ:
In der Regel hat ein EQ einen eigenen Lautstärkeregler, um den Pegel anzupassen. Der sollte so eingestellt sein, dass die Lautstärke vom Höreindruck mit und ohne EQ gleich ist (dafür gibt es meistens einen Bypass-Schalter). Wenn man also einzelne Frequenzen anhebt, muss man den Volumeregler etwas absenken.

Zum Anschluss: Man schließt einen EQ oft an den Tape-Monitor eines Verstärkers/Receivers und hat dann den EQ-Klang über den Tape-Eingang (entspricht dem Anschluss zwischen Vor- und Endstufe, siehe richi). Das Tape-Deck (so man noch eins hat ) kann an den Tape-In/Out des EQ angeschlossen werden.

Grüße,
Jürgen
RvG
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 22. Jan 2007, 20:56
SUPER

Das mit dem Signalpegel war mir neu, leider macht das Sinn...
Kein Wunder, dass es krächzt.

Richtig, der SEQ hängt im Stereobetrieb zwischen Quellgeräten (SA-CD/PC) und Receiver.

Damit kann ich also höchstens ein, zwei Striche am Signalpegel nach oben verändern, wenn ich das richtig verstanden habe, keiner der beiden Verstärker hat eine Tape-Monitor-Schaltung.

Ich habe zwar TapeIn und TapeRec sowie noch ein anderes AudioIn/Out, kann das Signal auch über den TapeRec in den EQ weiterleiten, aber hören kann ich damit dann logischerweise nur das Originalsignal.

Das eine ist der STR-DG500, das andere der STR-DE335. Beides Sony.

Für feine Nuancen sollte das ganze dann dennoch ausreichen, die Vocals möchte ich etwas höher haben?!?

Mit zwei Strichen Korrektur übersteuere ich doch nicht?

Hab ich das so richtig erfasst?

Die anderen Beiträge habe ich mir inzwischen zu Gemüte geführt. Es gibt Beiträge der Schiene zw. Vor- und Endstufe (bzw. TapeLoop).

Aber auch Beiträge/Antworten (von Mod's!), die sagen, für Stereo kann man ihn zw. Gerät und Receiver hängen...


[Beitrag von RvG am 22. Jan 2007, 23:48 bearbeitet]
JULOR
Inventar
#6 erstellt: 23. Jan 2007, 07:22
Klar kannst du den EQ zwischen Quelle und Verstärker schalten. Ich hätte dann eher Angst, dass Punkt b) von Amperlite eintritt und der Verstärkereingang zu viel Pegel bekommt. Bei "zwei Strichen" übersteuert in der Regel nichts, musst du ausprobieren. Ansonsten suche nochmal nach der Pegelanpassung des EQ. Genau aus diesem Grund haben die meistens sowas, wie ich schon erwähnte. Wenn du den Pegel anpassen kannst, dann kannst du auch stärkere Klangkorrekturen machen (was aber im Wohnzimmer selten Sinn macht).

Grüße,
Jürgen
Fhtagn!
Inventar
#7 erstellt: 23. Jan 2007, 07:41
Die beste Lösung wäre den EQ ganz wegzulassen.
Willst du andauernd die Einstellungen ändern? In meinem PreAmp ist ein digitaler EQ integriert und ich mag ihn nicht. Der kann Auto-EQ, speichert eigene Einstellungen und hat 20 Presets (klingen bis auf einen alle scheisse). Ich suche schon lange nach einem guten Vorverstärker ohne EQ. Hier läuft nur der PS mit EQ, Digitalquellen nur direkt.
Der klangliche Vorteil den du bekommst relativiert sich durch die extreme Abhängigkeit der EQ-Einstellung von der Musikrichtung. Was bei Jazz ganz toll klingt, haut dir bei Rock die Bässe um die Ohren. Klassik ist wieder ein eigenes Ding, ich stelle schon zwischen Oper und Klavierkonzert den EQ um, geht hier mittels FB, nervt aber trotzdem.
Und dann die ewige Sucherei nach der korrekten Einstellung für bestimmte Musik.

MfG
HB
RvG
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 21. Feb 2007, 03:25
Nein, eigentlich wollte ich den EQ nicht weglassen, ich hab ihn ja zum spielen gekauft.

Nachdem ich nun die Quellen über den EQ analog UND über Toslink am Verstärker angeschlossen habe, kann ich sie direkt vergleichen.

Ich habe dafür eine schöne CD mit sehr hohen Stimmanteilen ausgesucht, "Angelzoom".

Und an sehr vielen Stellen übersteuert der EQ schon in der Grundposition!! D.h. selbst ohne einen der Regler nach oben ins Band zu schieben, habe ich deutliche Knacksgeräusche in den Lautsprechern, die ich über Toslink nicht habe.

Dachte erst, die Aufnahme auf der CD wäre defekt, aber nein...

Selbst wenn ich den EQ-Effekt per Bypass-Schalter aufhebe, sind die noch leicht vorhanden, wenn auch nicht so stark.

Es hilft eigentlich nur, alle Regler ganz nach unten zu fahren, aber das hört sich dann besch.... an...

Scheinbar übersteuert der EQ den Eingang des Verstärkers schon in der Grundposition... schade....


[Beitrag von RvG am 21. Feb 2007, 12:58 bearbeitet]
RvG
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Feb 2007, 21:13
Weiter bitte hier, da Themenwechsel:

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