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manger & metal

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NoisyNarrowBandDevice
Stammgast
#1 erstellt: 23. Aug 2008, 12:13
moin,
ich hab in letzter zeit einiges über manger-boxen gehört und gelesen, aber noch keine gelegenheit gehabt mich mit eigenen ohren zu überzeugen.

jedenfalls sagte mir ein manger besitzer, dass klassische musik und jazz auf seiner zerobox 107 ganz wunderbar seien, aber die box nicht zu rocken tauge.

ich selbst höre von streichquartetten bis death-metal alles, wobei 50% der hörkost in den härteren bereicht fallen. da ich im herbst/winter eine neue endstufen-boxen kombi anschaffen möchte, bin ich gerade dabei eine vorauswahl zu treffen was ich mir überhaupt test-weise anhöre.

wie gesagt - manger scheint mir ein interessantes produkt zu sein. aber taugen diese lautsprecher auch für alle musikarten oder ist verbleibt das eher feingeistig?!

danke

noisy
LaVeguero
Inventar
#2 erstellt: 23. Aug 2008, 18:10
Hi,

eine gute Box spielt jedes Genre gut. Tut sie das nicht, ist sie keine gute Box.

Probier sie doch einfach aus.
NoisyNarrowBandDevice
Stammgast
#3 erstellt: 24. Aug 2008, 14:23

LaVeguero schrieb:
Hi,

eine gute Box spielt jedes Genre gut. Tut sie das nicht, ist sie keine gute Box.

Probier sie doch einfach aus. ;)


leider ist meine erfahrung da anders. nicht jede box geht mit jedem genre. und bevor mir einer anfängt was zu erzählen, ich hab viele jahre lang bands' gemanaget und in einigen recording und mastering studios gesessen. ich kenn studio-monitore als auch dicke atc, b&w und dynaudio klopper in mastering-räumen recht gut. die box die alles gleich gut spielt ist mir noch nicht untergekommen.

manger werde ich ausprobieren, dass ist sowiso klar. nur bevor ich 125 euro für den heimtest raushau, wollte ich gern mal fragen, ob hier im forum jemand einschlägig erfahrung hat.

LaVeguero
Inventar
#4 erstellt: 24. Aug 2008, 16:02
Hi,

leider kann ich Dir da nicht folgen. Was hat nun das eine mit dem anderen zu tun?

Naja.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand mal erklären könnte, wieso eine Box verschiedene Genres unterschiedlich gut darstellt? Wie soll das gehen? Vlt. gibt es zufällig mal einen Song, oder eine Platte, die zufällig dem Frequenzgang der Box entgegen kommt. Aber ein ganzes Genre? Geht mir nicht in den Kopf.

Eine Rockbox soll vermutlich gute Mitten haben. Aha. Und Klassik braucht schlechte Mitten?

Eine Metalbox soll vlt. einen guten Bass haben? Aha. Im Jazz wird Tiefbass nicht gebraucht?



Das einzige Problem, was ich sehe, ist die zu großen Teilen allenfalls mittelmäßige Aufnamequalität vieler Metal-Platten. Eine offen und neutral spielende Box wäre da vlt. keine gute Idee.


[Beitrag von LaVeguero am 24. Aug 2008, 16:48 bearbeitet]
MrSoul4470
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 25. Aug 2008, 16:06
Hallo! Ich hatte mal zu Testzwecken Manger (Das Modell weiss ich leider nicht mehr. War ein kleiner Monitor mit dem Manger Wandler und nem Basslautsprecher) zu Hause und gegen meine damaligen B&W 804 gehört.

Der Bass der Box war meiner Meinung nach klasse. Super trocken und präzise. Die Mitten und Höhen gut durchhörbar. Leider konnte man deutlich hören, dass da Folie spielt. Es hörte sich immer nach Plastik an. Ausserdem waren mir die Höhen viel zu zurückhaltend. Dass es mit Hrdrock und Metal funktioniert und Spaß macht, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Viele Grüße, MrSoul4470

http://img141.imageshack.us/my.php?image=img3902lm6.jpg


[Beitrag von MrSoul4470 am 25. Aug 2008, 16:09 bearbeitet]
Irae
Stammgast
#6 erstellt: 25. Aug 2008, 16:53
Heh,

ich sehe es an sich genau wie Veguero.
Aber die Praxis ist doch etwas anders, da kein Monitor perfekt linear ist.
Mit unterschiedlichen Chassis und Crossovern gibt es halt schon klanglich unterschiede.

So ist eine ADAM z.B. aufgrund des Hochtöners besser für Klassik geeignet aber aufgrund des TMTs und des Crossovers finde ich sie für viele andere Genre Suboptimal.
Dachte am Anfang auch das die Studioteile alle relativ ähnlich klingen aber im direkten A/B Vergleich mit Pegelangleichung ist das nicht so.

Manger fand ich auch mal ganz toll und interessant aber Aufgrund des Abstrahlverhaltens, hält sich das nun auch sehr in grenzen.
Viele exotische Konzepte wie Biegewellenwandler sind furchtbare Hallsoßenwerfer und daher ziemlich genau das gegenteil von dem was manch anderer möchte.

Für Metal könnte es vielleicht sogar interessant sein. Mit Studiomonitoren macht Metal zumindest mir, keinen Spaß mehr. Die Aufnahmen sind meist extrem schlecht bzw. besitzen keinerlei Räumlichkeit, verglichen mit gutem Jazz oder ähnlichem.
NoisyNarrowBandDevice
Stammgast
#7 erstellt: 26. Aug 2008, 13:39
das deckt sich auch mit meinen erfahrungen. lautsprecher sind nie perfekt neutral und irgendwo immer abgestimmt um mit ihren spezifischen technischen mängeln umzugehen. das hört man dann je nach musikrichtung auch raus.

metal ist nun mal computermusik - nirgendwo sonst wird so extrem am material rumgebogen und gerechnet damit es knallt. von wegen alles handarbeit...;)

da kann ein guter studiomonitor schon mal zu eherlich sein. wobei eine krk-abhöre meiner erfahrung nach beides kann: darstellen und rocken. die klingen allerdings mit klassik scheisse...

mal sehen wo ich lande. manger macht halt gutes marketing, kenn auch einen jazz-produzenten der die im studio hat und darauf schwört. obs allerdings für meinen geschmack sinn macht ist eben dir frage!
Irae
Stammgast
#8 erstellt: 26. Aug 2008, 13:52
Ich hab die KRK VXT 6 und mag Metal damit nicht mehr.

Klassik finde ich hingegen völlig ok damit, kommt halt auf die Aufnahmen drauf an. Ok, kann man natürlich nicht mit nem ART Hochtöner vergleichen.

Letztlich hilft dann wohl doch nur der Selbstversuch, da die persönlichen Empfindungen doch zu unterschiedlich sind.
showtime25
Inventar
#9 erstellt: 26. Aug 2008, 14:09
Der Manger ist im positiven Sinne ein neutraler LS. Für Metall ect. kommt vielleicht eher etwas aus dem PA-Bereich oder Klipsch Horn in Frage.
Beim Manger sind halt die Aufnahmen entscheident. Schlecht klingt schlecht. Im Metall und z.Bsp. Volkstümlichen Bereich wird halt alles auf Mp3-Player Dynamik getrimmt.
Nehme ich z. Bsp. "H. Belafonte Live in Carnegie Hall" (was wohl Viele kennen) ist das wirklich toll.
MrSoul4470
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 26. Aug 2008, 14:12
Hmmm... Also ich fand Manger damals überhaupt nicht neutral sondern extrem verfärbt, wie ich es fast noch bei keinem anderen Lautsprecher erlebt habe. Hörte sich immer nach Lenor-Flasche an.
showtime25
Inventar
#11 erstellt: 26. Aug 2008, 14:14
Warum werden die Teile dann im Studio Bereich eingesetz? Eben wegen Neutralität.
NoisyNarrowBandDevice
Stammgast
#12 erstellt: 26. Aug 2008, 14:49

Irae schrieb:
Ich hab die KRK VXT 6 und mag Metal damit nicht mehr.

Letztlich hilft dann wohl doch nur der Selbstversuch, da die persönlichen Empfindungen doch zu unterschiedlich sind.


selbstversuch ist pflicht allerdings. mit krk 9000b ist metal eine grosse show. aber die dinger waren damals auch krk's topteile. neue modelle von krk kenn ich leider nicht.
MrSoul4470
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 26. Aug 2008, 16:38
Also ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, dass die Dinger verfärben ohne Ende.
Und nicht mal die Firma Manger selbst bestreitet, dass ihre Lautsprecher prinzipbedingte Verfärbungen aufweisen, die sich wohl auch niemals beseitigen lassen werden. Die Vorteile des Manger-Wandlers liegen in ganz anderen Bereichen: Ortbarkeit, Durchhörbarkeit, Präzision.
Stell Dir selbst mal Manger ins Wohnzimmer und sage dann noch, dass sie besonders verfärbungsfrei spielen.


[Beitrag von MrSoul4470 am 26. Aug 2008, 16:40 bearbeitet]
MrSoul4470
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 26. Aug 2008, 16:43
@showtime25: Warum z.B. wird auch B&W viel in Studios eingesetzt? Sag mir nicht, dass das auch wegen ihrer Neutralität geschieht, denn eines ist sicher: Die Kevlar Membranen sind alles andere als neutral. Ich finde sie klingen richtig gut, aber neutral? Nein.
LaVeguero
Inventar
#15 erstellt: 26. Aug 2008, 16:53

showtime25 schrieb:
Warum werden die Teile dann im Studio Bereich eingesetz? Eben wegen Neutralität.


...kein Studio stellt sich Passive als Abhöre hin.

Und zum Thema Neutralität:
http://stereo.de/fil...f/2004/08-04/050.pdf

...ganz schön wellig.


[Beitrag von LaVeguero am 26. Aug 2008, 17:04 bearbeitet]
Irae
Stammgast
#16 erstellt: 26. Aug 2008, 17:11
Uiuiui, wieder mal Zeit für Mythen...

Was hat bitte das Material des Chassis mit "Verfärbung" zu tun ?
Ich empfehle mal den Beitrag: "Lautsprechermythen" zu besuchen.

Es kommt doch auf die Abstimmung drauf an.

Nur weil B&W so etwas macht bitte nicht auf andere schließen.


Edit. zum Frequenzgang des Mangers, an sich wäre hier ein Isobarendiagramm noch notwendig bzw. zumindest noch Abhängigkeit des Frequenzganges vom Winkel um noch die weiteren "Schwierigekeiten" zu erkennen.


[Beitrag von Irae am 26. Aug 2008, 17:15 bearbeitet]
showtime25
Inventar
#17 erstellt: 26. Aug 2008, 18:01
Manger selber bietet Aktive Teile an. Wer als Boxenbauer alles Manger einsetzt, habe ich jetzt nicht parat. ich bin von den Teilen die die anbieten ausgegangen.

Wie wäre es mit EJ Jordan Koax + Sub. Es gab da mal was, habe ich auch schon selber gehört. Von Simon o.ä. Fabrikat.
Oder Geithain?
MrSoul4470
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 27. Aug 2008, 11:19
@irae

Ja ja... in dem Thread über die Lautsprecher-Mythen wird ja ne ganze Menge verzapft. Fakt ist, dass bei Biegewellen-Wandlern das Membranmaterial sehr wohl eine große Rolle spielt.
Irae
Stammgast
#19 erstellt: 27. Aug 2008, 11:33
B&W baut Biegewellenwandler ?

Oder wie kommst du von B&W und Kevlar auf Biegewellenwandler ?

Ich bin jetzt leicht verwirrt.
NoisyNarrowBandDevice
Stammgast
#20 erstellt: 29. Aug 2008, 19:35

MrSoul4470 schrieb:
@showtime25: Warum z.B. wird auch B&W viel in Studios eingesetzt? Sag mir nicht, dass das auch wegen ihrer Neutralität geschieht, denn eines ist sicher: Die Kevlar Membranen sind alles andere als neutral. Ich finde sie klingen richtig gut, aber neutral? Nein.



in studios wird das eingesetzt was dem produzentem zum gewünschten erfolg verhilft. es gibt halt toningeneure die auf b&w mischen können und wollen.

anders beispiel ist die yamaha ns-10 (die mit den weißen tiefmitteltönern). ich würde mal behaupten das bis vor 4-5 jahren gut 80% der produktionen auf diesen tröten gemischt worden sind. und warum?! weil die dinger zwar scheisse klangen (kein bass, nervige höhen) man aber damit supergenial lautstärkeverhältnisse beurteilen konnte. außerdem - wenn die membran 'wuppte' wusste man das der bass stimmt...;)
LaVeguero
Inventar
#21 erstellt: 29. Aug 2008, 19:40

NoisyNarrowBandDevice schrieb:


in studios wird das eingesetzt was dem produzentem zum gewünschten erfolg verhilft. es gibt halt toningeneure die auf b&w mischen können und wollen.

anders beispiel ist die yamaha ns-10 (die mit den weißen tiefmitteltönern). ich würde mal behaupten das bis vor 4-5 jahren gut 80% der produktionen auf diesen tröten gemischt worden sind.


....so ein Quatsch....
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