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Welches Kabel soll ich für meine Lautsprecher verwenden?

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Samoth_HiFi
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Dez 2003, 19:50
Wegen einer umständlicheren Aufstellung meiner Möbel ist der recher Lautsprecher ca. 2m und der linke Lautsprecher ca. 4 vom Verstärker entfernt. Ist hier normales Kabel noch OK oder sollte ich schon einen größeren Leitungsdurchmesser verwenden?

Ich schreibe hier nicht von einer Superanlage, sondern von 100W Lautsprechern an einem Denon ProLogic Verstärker.
gbean
Stammgast
#2 erstellt: 28. Dez 2003, 20:18
Hallo,

Bei einer Länge bis 4 Meter reicht ein Querschnitt von 2,5 völlig aus,wenn du das unter "normal" verstehst. Denk nur daran daß die Kabel gleich lang sind.

MFG
Samoth_HiFi
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 28. Dez 2003, 20:35
Ich hab jetzt dein genanntes Kabel vorgemerkt aber warum MÜSSEN sie denn gleich sein? Momentan ist das auch nicht der Fall...
devilpatrick88
Stammgast
#4 erstellt: 28. Dez 2003, 21:08
So viel ich weiß hat das was mit der phasenverschiebung zu tun.
d.h. ein ton der in der mitte sein sollte befindet sich dann um ein paar grad weiter rechts bzw. links.
Battlepriest
Stammgast
#5 erstellt: 28. Dez 2003, 21:31
Ja klar. Das elektrische Feld breitet sich im Leiter (fast) mit Lichtgeschwindigkeit aus. Übern Daumen 300.000km/h, wenn ich mich recht entsinne. Macht bei 2m etwas mehr als nichts aus.
Jürgen_M
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 28. Dez 2003, 23:15
Du bist mit dem Baumarktkabel 2,5 qmm sicher erst mal gut bedient.
Wenn´s nicht gleichlang ist, wirst Du sicher keinen Unterschied hören.
Wenn Du´s nicht glaubst - probier es aus...
dr.matt
Inventar
#7 erstellt: 28. Dez 2003, 23:37
Sorry,
aber die Lauflänge der Kabel sollte schon identisch ausfallen.
Desweiteren wird man mit Baumarktkabeln nie das volle Potential seiner Anlage erfahren können.

Meine Empfehlung für Dich wären die Einsteigerkabel von QED,Ortofon,oder Kimber.Die sind als Meterware alle so für 4-5 Euro zu bekommen und den Unterschied zu Baumarktkabeln wird man selbstverständlich auch heraushöhren.

Grüße
Matt
Battlepriest
Stammgast
#8 erstellt: 28. Dez 2003, 23:51
Und, wirst Du diese Behauptung auch beim Kabel shootout auch unter Beweis stellen?
dr.matt
Inventar
#9 erstellt: 28. Dez 2003, 23:56
Hallo Battlepriest,
welches "Kabel shootout" meinst Du denn genau ?

Grüße
Matt
Jürgen_M
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 29. Dez 2003, 00:07
Die Elektronen, um die es hier geht (die kleinen Klangscheisserchen), sind ziemlich empfindlich auf unterschiedliche Laufstrecken. Da machen zwei Meter Leitung echt 1 Femtosekunde aus...
War nicht bös gemeint aber nötig.
Volkmar
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 29. Dez 2003, 00:10

Die Elektronen, um die es hier geht (die kleinen Klangscheisserchen), sind ziemlich empfindlich auf unterschiedliche Laufstrecken. Da machen zwei Meter Leitung echt 1 Femtosekunde aus...
War nicht bös gemeint aber nötig.

Ein Kabel hat Induktivität, Kapazität und Widerstand, die alle von der Länge anhängen.
Der Laufzeitunterschied ist in der Tat belanglos.
Und nebenbei geht es auch nicht um Elektronen sondern Photonen.
Sonst stimmt alles
dr.matt
Inventar
#12 erstellt: 29. Dez 2003, 00:37

Die Elektronen, um die es hier geht (die kleinen Klangscheisserchen), sind ziemlich empfindlich auf unterschiedliche Laufstrecken. Da machen zwei Meter Leitung echt 1 Femtosekunde aus...
War nicht bös gemeint aber nötig.


Nochmals Sorry,
aber ich behaupte noch immer, das Baumarktkabel nie klanglich überzeugen !

Matt
Battlepriest
Stammgast
#13 erstellt: 29. Dez 2003, 15:50
Amerigo
Inventar
#14 erstellt: 29. Dez 2003, 19:00
volkmar - erklärst du mir blutigem anfänger bitte den unterschied zwischen elektronen und photonen? ich bring das immer durcheinander.

danke!
Jürgen_M
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 29. Dez 2003, 19:22
Hi Volkmar,

in meinen LS Kabel fließt Strom, ich weiß nicht was in Deinen passiert???
MH
Inventar
#16 erstellt: 29. Dez 2003, 19:24
hi,

nimm Baumarktkabel. Steck das Geld lieber in andere Komponenten.

Gruß
MH
Volkmar
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 29. Dez 2003, 19:33

volkmar - erklärst du mir blutigem anfänger bitte den unterschied zwischen elektronen und photonen? ich bring das immer durcheinander.

danke!


Hallo,
gerne.

Elektronen sind Elementarteilchen, haben eine Masse (können daher nie Vakuum-Lichtgeschwindigkeit erreichen), und (negative) Ladung.

Photonen sind ebenfalls Elementarteilchen, haben aber keine Masse, bewegen sich daher immer mit Lichtgeschwindigkeit, haben keine Ladung. Photonen sind aber Träger von elektromagnetischen Feldern. Dazu gehört z.B. : Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, UV Licht, sichtbares Licht, Infrarot Licht, Radiowellen (in absteigender Reihenfolge nach Frequenz oder Energie bzw. aufsteigender Reihenfolge nach Wellenlänge).

Photonen und Elektronen stellt man sich zwar gerne als kleine Billard-Kugeln vor, was aber nicht stimmt. Was sie genau sind, weiß niemand. Sie verhalten sich je nach Experiment als Teilchen oder Welle.

Nun sind also Elektronen (oder andere geladene Teilchen) Träger von Ladungen und wenn sie von A nach B fließen, redet man üblicherweise von Strom. Sie fließen, wenn es ein Spannungsgefälle (Potentialunterschied) gibt.

In unserem Falle fließt aber ein Wechselstrom im Leiter. D.h., der Strom (die Bewegungsrichtung der Elektronen) ändert z.B. 50x in der Sekunde die Richtung. D.h. die Elektronen fließen nicht wirklich weit bevor sie wieder kehrt machen müssen, weil sich das angelegte Potential umkehrt.

Nun wird es kompliziert, durch veränderliche elektrische Felder entstehen veränderliche magnetische Felder und umgekehrt. Die Träger dieser Felder sind wie oben beschrieben die Photonen. In unserem Leiter breitet sich durch den Wechselstrom ein solches Feld aus (unabhängig von den Elektronen). Übrigens nach demselben Prinzip lösen sich auch solche Wellen von Leitern und breiten sich frei von einem Träger aus (so funktionieren z.B. Antennen und Radiowellen). Daher wirkt ein LS Kabel auch wie eine Antenne und fängt herumstreunende elektromagnetische Wellen ein, aber ich schweife ab.

Zurück zu Thema, das entstehende elektromagentische Feld, übertragen durch Photonen, ist es, was das Signal (die Musik) vom Verstärker zu den Lautsprechern transportiert. Da die Photonen sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, bewegt sich auch das Feld im Leiter mit Lichtgeschwindigkeit. Die Lichtgeschwindigkeit beträgt ca. 273.000km/sek., allerdings im Vakuum.

In jedem anderen Medium (z.B. Wasser oder einem Kupferkabel) ist die Lichtgeschwindigkeit jedoch kleiner. Wie groß in einem LS Kabel, ist noch nicht endgültig klar. Die bisher gehörten Meinungen gehen von 50% - 100% der Vakuumgeschwindigkeit aus.

Übrigens, wo wir gerade dabei sind, man kann zwar nicht schneller als Licht (im Vakuum!) reisen (laut Einsteins Spezieller Relativitätstheorie), es spricht aber nichts dagegen, schneller als Licht in einem Medium (wie z.B. Wasser zu reisen). Dies ist tatsächlich beobachtbar (z.B. im Kühlwasser von Atomreaktoren) und führt zu einer Art Überschall-Effekt mit Licht, genannt Cerenkov-Strahlung.

Fazit: unabhängig von der tatsächlichen Geschwindigkeit des Signals - Laufzeitunterschiede wird es nicht geben bei Hifi Anlagen. Aber Effekte durch Mikrophonie (akustische Wirkung auf Kabel von außen), durch Antennenwirkung, durch unterschiedlichen Widerstand oder Kapazität (ein Kabel wirkt auch wie ein Kondensator) bedingt durch unterschiedliche Kabellängen gibt es sehr wohl.

Das Thema Kabel ist also deutlich komplexer als 'nur eine Kupferstrippe', durch die Strom wie Wasser geradlinig fließt. Daher halte ich auch Klangunterschiede in Kabeln für alles andere als Voodoo.

PS. Die Fließgeschwindigkeit der Elektronen im Leiter liegt übrigens nur im Bereich von mm oder cm pro Sekunde. Damit man Elektronen auf annähernd Lichgeschwindigkeit bringt, bedarf es schon gewaltiger Bauten, wie z.B. ein Elektronensynchroton.


[Beitrag von Volkmar am 29. Dez 2003, 20:26 bearbeitet]
raw
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 29. Dez 2003, 19:34
ja! nimm baumarktkabel ich hab auch baumarktkabel (2euro/meter) mir gekauft. reicht völlig aus! du hast ja keine highend anlage!


das mit den 2metern kabellänge unterschied wird auch keinen so großen unterschied bringen (man siehe die obigen postings).
timotimo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 29. Dez 2003, 19:54
in kabeln fließen bei mir immer noch Elektronen und keine Photonen,was hat bitteschön ein "Lichtträgerteilchen" in einem Kabel zu suchen?
timotimo
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 29. Dez 2003, 19:55
wenn es kein optisches (digitales) ist...
Volkmar
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 29. Dez 2003, 20:29

in kabeln fließen bei mir immer noch Elektronen und keine Photonen,was hat bitteschön ein "Lichtträgerteilchen" in einem Kabel zu suchen?

Ließ oben nach, in meinem längeren Posting habe ich es versucht zu erklären.
UweM
Moderator
#22 erstellt: 29. Dez 2003, 20:31

in kabeln fließen bei mir immer noch Elektronen und keine Photonen,was hat bitteschön ein "Lichtträgerteilchen" in einem Kabel zu suchen?


Das elektrische Feld, welches letztlich die Elektronen in Bewegung setzt, breitet sich im Leiter mit annährend Lichtgeschwindigkeit aus (über den Daumen: 2/3c)
Die Elektronen selbst bewegen sich bei den HiFi-Üblichen Spannungen recht gemütlich langsam.

Grüße,

Uwe
Amerigo
Inventar
#23 erstellt: 29. Dez 2003, 21:04
dankdirschön.

amerigo.
dr.matt
Inventar
#24 erstellt: 30. Dez 2003, 00:09

ja! nimm baumarktkabel ich hab auch baumarktkabel (2euro/meter) mir gekauft. reicht völlig aus! du hast ja keine highend anlage!


das mit den 2metern kabellänge unterschied wird auch keinen so großen unterschied bringen (man siehe die obigen postings).


Sorry,
aber diese Einschätzung erachte ich leider als nicht zutreffend.
Ein guter Leiter verbessert den Klang ein jeder Anlage,unabhängig vom Preis.
Ja man kann sogar sagen, das erst die Investition in ordentliches Leitermaterial (egal Nf o. Ls) die Gesamtanschaffungskosten aller verwendeten Bausteine rechtfertigt.
Nochmals, ich spreche hier bewußt nicht von Kabel ab 100 Euro pro Monometer, sondern von Einsteigerkabel ab ca. 4-5 Euro.
Ps:Unterschiedliche Laufleiterlängen ab ca. 1,5 m sollten zu hören sein, jedenfalls an sauber aufeinander abgestimmten Bauteilen.

Gruß,
Matt


[Beitrag von dr.matt am 30. Dez 2003, 00:11 bearbeitet]
Battlepriest
Stammgast
#25 erstellt: 30. Dez 2003, 00:31
Wie schön, dass es immernoch Menschen gibt, die völlig lernresistent sind
Volkmar
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 30. Dez 2003, 00:35

Wie schön, dass es immernoch Menschen gibt, die völlig lernresistent sind :KR


Hallo,

mir scheint, Du redest von Dir?
MH
Inventar
#27 erstellt: 30. Dez 2003, 11:10
hi,

ich zähle mich ebenfalls zur Frktion der Kabelhörer, bin aber dennoch der Ansicht, dass bei einer 0815 Anlage 50 Euro eher in die Lautsprecher als in Boxenkabel investiert werden sollten.

Gruß
MH
die5katzen
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 30. Dez 2003, 11:36

hi,

ich zähle mich ebenfalls zur Frktion der Kabelhörer, bin aber dennoch der Ansicht, dass bei einer 0815 Anlage 50 Euro eher in die Lautsprecher als in Boxenkabel investiert werden sollten.

Gruß
MH

Total Deiner Meinung!
Elektronen und Photonen werden das nicht ändern.

Gruß
Battlepriest
Stammgast
#29 erstellt: 30. Dez 2003, 11:43
ooooh Volkmar, das war aber ein gemeiner Tiefschlag. Nachdem ich die ganze NAcht bitterlich in mein Kissen geweint habe, hab ich nun allen Mut zusammengenommen, um Dir zu antworten

Ich habe Dein großes Monsterposting sehr wohl gelesen Herr Erklärbär. Gehe davon aus, dass ich durchaus zu denen hier im Forum gehöre, die ds nötige Rüstzeug haben, um es einigermassen nachzuvollziehen. Ich gehöre ja auch gar nicht zu denen, die beeinflussende Effekte von Kabeln bestreiten. Was ich aber sehr bestreite ist, dass wir es hier mit kaum mehr als Dreckeffekten zu tun haben. Und dazu muss ich mich nichtmal auf das Glatteis begeben, darüber zu sinnieren, ob nicht irgendwelche ominöse physikalischen Eigenschaften für die uns noch die Messmethoden fehlen um Kabelklang hörbar zu machen. Nein, es gibt genug, im Highend sogar BEWUSST!, fehlabgestimmer Geräte, die auf Kabel besonders empfindlich reagieren. Als Beispiel seien hier nur die höchst unterschiedlichen Ein- uns Ausgangsimpedanzen von HiFigeräten genannt, für die es im Konsumerbereich keine Normung gibt. Ein Gerät kann also Strippen, die besondere Eigenschaften aufweisen sehr wohl klangsensibel reagieren. Für jemanden wie mich, der eine Ingenörswissenschaft stupidiert hat, ist ein solches Gerät allerdings schlicht eine Fehlkonstruktion. Weiterhin fallen mir die oft spöttisch als Kondensatorkabel bezeichneten Lautsprecherstrippen mit Zauberkästchen ein. Ein popliges Zobelglied wird hier wirklich fürstlich in Rechnung gestellt.

Also: NEIN, ich glaube nicht an Kabelklang, ich weiß um seine theoretische Existenz. Um so schlimmer, dass keine wissenschaftlich wasserdichte Blindtests veröffentlicht sind, in denen Kabelklanghörer dies auch signifikant unter Bbeweis gestellt haben. Der Test am 24.1. in München wird auch kein anderes Ergebnis erzielen, wenn jede Form der verbalen und nonverbalen Kommunikation zwischen Testern und Probanden ausgeschlossen ist. Die anschliessenden Begründungen, weshalb man nichts hören konnte, kann ich bereits jetzt hier niederschreiben.

Was mich aber maßlos an Postings wie denen von Dr.Matt stören, ist die unumstößliche Gewißheit in ihren Worten, mit denen Leuten kostenintensive Kabel aufgeschwatzt werden. Bedenkt man, dass manche einen Receiver für wenige Hundert Euros betreiben, machen selbst Kabel für 5?/m keinen Sinn. Unterstellt man einen Bedarf für die 5 Lautsprecher von nur 15m macht das mal eben 75? mithin 150DM. Das steht in keinem Verhältnis zur Elektronik. Eine 20m Rolle für 10? reicht völlig aus. MH hat uneingeschränkt recht. Das Geld gehört zuerst in vernüftige Lautsprecher. Hier hört man jeden Euro Mehrinvestition.

uff, so viel Text. Werden wir nun ?
Gruß
Frank

P.S. ich besitze auch ein Paar übermäßig teure Strippen. Das aber zum einen relativ zu den Kosten meiner lala nur ein kleiner Posten. Tum anderen hört das Auge mit. Das Ohr konnte keine Unterschiede hören.
UweM
Moderator
#30 erstellt: 30. Dez 2003, 11:49


ja! nimm baumarktkabel ich hab auch baumarktkabel (2euro/meter) mir gekauft. reicht völlig aus! du hast ja keine highend anlage!


Sorry,
aber diese Einschätzung erachte ich leider als nicht zutreffend.
Ein guter Leiter verbessert den Klang ein jeder Anlage,unabhängig vom Preis.
Ja man kann sogar sagen, das erst die Investition in ordentliches Leitermaterial (egal Nf o. Ls) die Gesamtanschaffungskosten aller verwendeten Bausteine rechtfertigt.
Nochmals, ich spreche hier bewußt nicht von Kabel ab 100 Euro pro Monometer, sondern von Einsteigerkabel ab ca. 4-5 Euro.


Kannst du uns mal erklären, worin der Unterschied zwischem einem Kabel für 4 Euro und einem für 2 Euro besteht?

Grüße,

Uwe
Volkmar
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 30. Dez 2003, 12:09
Hallo Frank,

deswegen habe ich so unruhig geschlafen


Wie so häufig redet man aneinander vorbei bzw. gleichzeitig über unterschiedliche Dinge:

A) Würde ich 50 EUR lieber in den Lautsprecher (oder Elektronik) stecken statt Kabel, wenn ich dadurch einen besseren bekäme? Sicherlich. Solange wir noch in der Klasse sind, keine Frage. (Soll nicht arrogant klingen. Ich habe selber lange Jahre hart und viel arbeiten müssen, um mir irgendwann meine jetzige leisten zu können.)

B) Machen unterschiedliche Kabellängen etwas aus und sollte ein Kabel möglichst kurz sein. Ja und ja.

C) 'Klingen' Kabel unterschiedlich? Ich denke schon, jedenfalls zeigen das meine Vergleiche zu Hause. Reden wir über Welten oder Nuancen? Letzeres, wobei ich keine wirklcih teuren Kabel habe. (Bei dem Gedanken, mehr Geld i Kabel als für die eigentliche Elektronik zu stecken, krümmen sich mir die Nackenhaare - aber eines Tages werde ich so ein super duper Kabel testen).

D) Traue ich mir einen Blindtest zu? Auf jeden Fall nicht in einem für mich fremden Raum mit völlig anderer Akustik, anderer Kette und vielleicht noch anderer Musik und Kabeln, die ich nicht kenne. Andere vielleicht, ich nicht.
Bei mir zu hause dagegen - gerne. So ein Blindtest ist eine gewisse Streßsituation (merkt man doch jedesmal beim Händler , wenn der etwas Neues vorführt.) Ich brauche ein gelassene Hörsituation. Deswegen ist für mich so ein Blindtest in irgendeinem Studio zu anspruchsvoll.


Insofern habe ich mit Deiner Meinung kein wirkliches Problem. (Widesprichst Du Dir nicht an einer Stelle ein wenig? "Also: NEIN, ich glaube nicht an Kabelklang, ich weiß um seine theoretische Existenz."

Aber egal. Beste Grüße
_axel_
Inventar
#32 erstellt: 30. Dez 2003, 12:14
hallo,
ratschläge wie "steck das geld lieber in andere komponenten" gehen häufig (und gerade hier) ins leere: alle Komponeten sind schon da. da kann man mit ein paar euro vielleicht rassreflexlöcher stopfen o.ä. aber keine bessere kompontenten beschaffen.
ich bin durchaus auch der meinung, dass auch bei (vermeintlich) billigen anlagen kabel unterschiede zeigen können.
ob sich 5euro-fachhändlerware von 2euro-baumarktware für den preisunterschied ausreichend (oder überhaupt) positiv unterscheidet, kann und will ich hier nicht sagen und ist letzten endes nur vom betroffenen zu beurteilen.

Samoth, du scheinst ein engagiertes interesse zu haben (sonst hättest du nicht gepostet). vielleicht reicht dein engagement ja aus, um mal bei einem fachhändler ein oder zwei strippen auszuleihen und selber zu probieren.

gruß
axel
UweM
Moderator
#33 erstellt: 30. Dez 2003, 12:29
Irgendwie scheinen einige der Meinung zu sein, dass zwomalvierquadrat mit PVC-Isolierung durch den Verkauf in einem HiFi-Laden zu höherem Preis klangliche Vorteile bringt gegenüber dem gleichen, aber billigeren Produkt aus dem Baumarkt.

Grüße,

Uwe
_axel_
Inventar
#34 erstellt: 30. Dez 2003, 12:32
Irgendwie scheinen einige der Meinung zu sein, dass es im Kabelbereich nur Beschiss und auch im Fachhandel nur Kupfer-Einfachkonstruktionen gibt.
Axel
UweM
Moderator
#35 erstellt: 30. Dez 2003, 12:39

Irgendwie scheinen einige der Meinung zu sein, dass es im Kabelbereich nur Beschiss und auch im Fachhandel nur Kupfer-Einfachkonstruktionen gibt.
Axel


Hi Axel,

dann zähl doch mal ein Paar Konstruktionen zum Preis der weiter oben als dem Baumarkt überlegenen 4 Euro / m auf, die NICHT Einfach-Konstruktionen sind und nenne die Vorteile dieser Konstruktionen.

Grüße,

Uwe
Volkmar
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 30. Dez 2003, 12:51
Hallo Uwe,

da wär sie wieder, die Umkehr der Beweislast.
Warum und wie sollte Axel Dir denn beweisen, warum welche Kabel besser sind?? Die 'Ncihthörer stellen halt beliebig viele Frage und fordern beliebig viele Beweise.
Das geht nur aus wie das Hornberger Schießen, und das weißt Du.

Wie immer ist die Antwort: selber hören.

In der Preisklasse würde ich mir z.B.:

Audioquest F14 4-adr
fast live LowCost
Kimber Cable Black Shadow
vielleicht auch ein günstiges 4PR
Oehlbach

oder günstige Gebrauchte anhören.
dr.matt
Inventar
#37 erstellt: 30. Dez 2003, 13:14
Tach Uwe,

1.) Prinzipiell geht es doch nicht darum 2 Euro Kabel gegen 4 Euro Kabel zu vergleichen, sondern Baumarktqualität gegen hochwertige Markenware. Bei Markenherstellern beginnts mit dem Angebot halt oft erst bei 4/5 Euro.

2.) Unterschiede zwischen Baumarkt u. Markenqualität gibt es reichlich, man bedenke nur die verwendete Materialgüte, wie z.B. die weitgehehende Sauerstoffreinheit des Leiters (OFC/PCOCC) und der wesentlich komplexere Aufbau des Qualitätskabels (Wicklungen, Außenisolierung, etc.)
Dies in der Summe aller Eigenschaften betrachtet, ergiebt den hörbaren klanglichen Unterschied.

3.) Kleines Beispiel gefällig ?:
Ortofon(Furukawa)SPK100, 2-poliges Flachbandkabel in 2 x 1,00qmm, 6N-Kupfer, für 4,5 Euro.


Matt
Battlepriest
Stammgast
#38 erstellt: 30. Dez 2003, 14:39
Mir ist nicht bekannt, dass es heute noch Kabel gibt, die nicht mindestens aus OFC bestehen.

Wie ARD Ratgeber Technik vor einigen JAhren gezeigt hat, handelte es sich bei einem überaus teuren Kabel um ein Standardkabel von LAPP mit einem hübschen Gewebeschluch zwecks Camouflage. Was Wunder, dass die meisten Menschen mit technischen Background hier eher Geschäftemacherei vermuten. Eine Highendklitsche wäre gar nicht in der Lage, genügend Rollen abzunehmen, als dass sich für einen Hersteller eine Sonderanfertigung lohnt. Oder das Los wäre so teuer, dass selbst bei Voodoopreisen nichts übrig bliebe. Zu guter letzt glaubt doch wirklich niemand, dass Zaubermittelhersteller über größeres knoffhoff bei der Entwicklung verfügen als große Konzerne.

Wacht mal auf.
UweM
Moderator
#39 erstellt: 30. Dez 2003, 15:00

Tach Uwe,

1.) Prinzipiell geht es doch nicht darum 2 Euro Kabel gegen 4 Euro Kabel zu vergleichen, sondern Baumarktqualität gegen hochwertige Markenware. Bei Markenherstellern beginnts mit dem Angebot halt oft erst bei 4/5 Euro.

2.) Unterschiede zwischen Baumarkt u. Markenqualität gibt es reichlich, man bedenke nur die verwendete Materialgüte, wie z.B. die weitgehehende Sauerstoffreinheit des Leiters (OFC/PCOCC) und der wesentlich komplexere Aufbau des Qualitätskabels (Wicklungen, Außenisolierung, etc.)
Dies in der Summe aller Eigenschaften betrachtet, ergiebt den hörbaren klanglichen Unterschied.

3.) Kleines Beispiel gefällig ?:
Ortofon(Furukawa)SPK100, 2-poliges Flachbandkabel in 2 x 1,00qmm, 6N-Kupfer, für 4,5 Euro.

Matt


Hi Matt,

1. weiter oben wurde tatsächlich geraten, statt Baumarktkabel eines für 4 Euro zu kaufen. Dabei wird wohlweißlich übersehen, dass es in Baumärkten sehr wohl auch "Lautsprecherkabel" gibt. Die Eingangsklasse besteht bei Herstellern wie Oehlbach oder Monitor auch nur aus Elektrolytkupfer (werbewirksamer als OFC vermarktet), in der Regel mit PVC-Isolierung. Das kriegt man zum halben Preis ohne Werbeaufdruck auch bei OBI.

2. siehe 1. Da gibt´s keine großen Unterschiede. Jedenfalls nicht in der Preisklasse.

3. Dass Klingeldraht zu klanglichen Unterschieden führen kann, ist kaum noch umstritten. Wenn ein Kabel zu dünn für seine Aufgabe ist - und die Gefahr besteht bei 1 qmm - dann macht es aber wenig Sinn, sich um die Anzahl der Neunen hinter dem Komma zu sorgen.

Grüße,
Uwe
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