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Sind ältere LS manchmal die besser Wahl ?

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Beitrag
Dr.Who
Inventar
#1 erstellt: 12. Sep 2004, 08:02
Hallo !!

Muß ich mir wirklich alle fünf Jahre neue LS zulegen,um klanglich immer auf der Höhe zu sein ?
In der Autobranche ist die neue Serie gegenüber der älteren "überlegen" - aber gilt das auch für LS ?
Wird der Klang der LS denn wirklich immer besser ?
Ich hatte bisher noch keine Möglichkeit alt/ältere gegen neu zu vergleichen.
Hat denn eine neue Technik/Elektronik wirklich immer Einfluss auf den KLang was die Qualität angeht ?
Viele Fragen und hoffentlich viele Antworten.


Gruss
Milon


[Beitrag von Dr.Who am 12. Sep 2004, 08:04 bearbeitet]
-scope-
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Sep 2004, 08:26
Hallo,

Ein Vergleich "alt gegen neu" kann niemals "fair" sein, da
man für gebrauchte Lautsprecher einer (ehemaligen) Preisklasse heute nur noch 30 bis 40 % Zahlt (es mag dabei Ausnahmen in beide Richtungen geben)

Dazu kommt aber sicherlich auch die besonders bei Lautsprechern stark unterschiedliche Definition eines "guten Lautsprechers"

Für einen ist das ein 2-wege LS mit 8 Litern, und für den anderen voelleicht ein grosser elektrostat mit internem Subwoofer.
unterschiedlicher können Lautsprecher kaum noch sein, und ebenso unterschiedlich sind deren Besitzer.

Wenn ich mir die heutigen "Sonderangebote" wie z.B. die Canton RCL anschaue, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass es nie zuvor NEU so viel Lautsprecher für so wenig Geld gab.
Dafür gab´s 1988 einen kleinen 2 Wege Monitor, der der RCL nichts entgegenbringen konnte.
bukowsky
Inventar
#3 erstellt: 12. Sep 2004, 08:49
wenn ich Dr.Who richtig verstehe, möchte er nicht den Wert von Boxen, sondern den Klang vergleichen, um möglicherweise daraus Rückschlüsse zu ziehen, was sich in der Vergangenheit im Lautsprecherbau getan hat, also ob beispielsweise das Nachfolgemodell immer besser ist, da Weiterentwicklung, bessere Materialien usw.
tjobbe
Inventar
#4 erstellt: 12. Sep 2004, 09:00
Moin Milon,

ob's deine Frage beantwortet weiß ich nicht, ich kann dir nur am Beispiel der Focal Chassis mal versuchen zu beschreiben was mir da so im Ohrgeblieben ist:

Focal hat lange Zeit mit dem Material Kevlar gearbeitet und diese Chassis galten gemeinhin als hervorragend (auch oder gerade bei Selbstbauern).

dann ging man mitte der 90er her und änderte das (W-Sandwich, Tioxid usw als neue MAterialien) und die Reaktion war nicht gerade Positiv. (mir persönlich gefielen z.b. die T90/120K immer besser als die Txxdx/dx5 usw...).

Warum damals dieser schritt gemacht wurde ist spekulation, nur für viele wars kein Fortschritt, obwohl anschließend die Chassis sich wieder von Generation zu Generation verbesserten und heute mit den BE Baureihen sicher wieder Chassis da sind die besser als die alten Kevlars sind (nur zu welchem preis)

genausowenig wie in anderen Industriebranchen wird dir der Hersteller ehrlich sagen welche Gründe für die "produktweiterentwicklung" eine Rolle gespielt haben und nicht immer ist die absolute Qualität außschlaggebend für eine Weiterentwicklung sondern die Senkung von Produktionskostem bei gleichem Verkaufspreis (was für den Kunden ev. nur mittelbar ein [i]Vorteil[i] ist)

Von daher würd ich mich nicht trauen da einen allgemeinen Ratschluß von mir zugeben. (speziell auch unterdem Gesichtspunkt das Materialabhängig Alterungsprozesse zu Änderungen im Klang führen)

Cheers, Tjobbe


[Beitrag von tjobbe am 12. Sep 2004, 09:04 bearbeitet]
funny1968
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Sep 2004, 09:19
In der gesamten Hifi-Technik gibt es, wenn man von allem digitalem mal absieht, keine großartigen technischen Fortschritte. Der Trend zu Röhrenverstärkern zeigt dieses wohl mehr als deutlich.

Bei den Lautsprechern sollte man zwei Gruppen unterscheiden. Einerseits die, die ohne großartige Meßtechnik entwickelt wurden (z. B. alte Saba Greencones o.ä.) und die Zeit danach, wo man in der Lage war alles Mögliche (TSP .. ) zu messen.

D. h. eine 15 Jahre alter Lautsprecher kann genausogut klingen, wie ein neuer, muß er aber nicht. Also auspro-hören.
drollo
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 12. Sep 2004, 10:31
Die Frage, falls sich jemand noch daran erinnert kann man leicht beantworten: ein Lautsprecher, der vor 10 oder sogar vor 20 Jahren gut war, ist es heute noch! Umgekehrt ist ein alter schlechter Lautsprecher auch heute noch schlecht. Jetzt kommt das ABER : neue Lautsprecher sind nicht automatisch besser als alte! Meiner Ansicht nach eher im Gegenteil. Chassismaterialien kommen und gehen, mal Kunststoff, mal Metall und immer wieder Pappe. Wo soll da ein hörbarer Fortschritt herkommen? Natürlich ausser im Marketing oder in den Käseblättchen, die monatlich einen neuen Testsieger brauchen.
Heutzutage gibt es allerdings weitaus mehr Konstruktionen, denen man schon ansieht, das es nicht funktionieren kann. Z.B. integrierte Subwoofer, gerne seitlich, schmale Säulen wg. der Ehefrau oder Reflexöffnungen ausserhalb der Achse. Das wurde früher meist anders gemacht.

Gruß
Michael
-scope-
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Sep 2004, 11:17
Hallo,

ich hatte die Frage eher praxisbezogen verstanden.

Wenn ich also ein bestimmtes Budget zur Verfügung habe,und mich zum Neukauf oder eben zum Gebrauchtkauf (10 Jahre alt) entscheiden muss.

Und diese Frage kann man aufgrund der verschiedenen Auffassungen nicht eindeutig beantworten.

Ich sehe es auch im Zusammenhang mit dem zur verfügungs stehenden Budget.

Für 1500 € bekomme ich neu nichts aussergewöhnliches, exklusives. Den Ausdruck "gut" meide ich mal..Das ist zu subjektiv....)
Aber für 1500 € ist schon mit Geduld ein Pärchen ML-Sequel II zu bekommen, für die man "damals" fast 10000.- DM hinlegen musste.
Hifi-Tom
Inventar
#8 erstellt: 12. Sep 2004, 11:44
Hallo, Dr.Who,

natürlich mußt Du Dir nicht alle 5 Jahre neue LS kaufen um klanglich auf der Höhe zu sein bzw. zu bleiben. Wenn Dir Deine aktuellen LS gut gefallen u. Du mit Ihnen klanglich zufrieden bist, gibt es keinen Grund sie auszutauschen, nur weil sie schon ein par Jährchen auf dem Buckel haben. Wenn der LS-Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat, kommt meistens ein guter LS dabei raus, das war damals schon so u. das ist es heute auch noch. Wenn der tech. Fortschritt sinnvoll genutzt wird ( was leider nicht immer der Fall ist ), dann ist daß natürlich von Vorteil, da man heute kostengünstiger u. hochwertiger produzieren kann als noch vor 10 od. 20 Jahren. Trotzdem gibt es in fast jeder Preisklasse gute LS u. leider auch jede Menge Schrott. Hier gilt vor allem.., viel ausprobieren u. hören!.Mir persöhnlich gefällt z.B. die neue Utopia-Serie von Focal nicht so gut wie die alte ( soviel zum Thema... neue Serie älteren überlegen? )


[Beitrag von Hifi-Tom am 12. Sep 2004, 11:45 bearbeitet]
Herbert
Inventar
#9 erstellt: 12. Sep 2004, 11:54

Muß ich mir wirklich alle fünf Jahre neue LS zulegen,um klanglich immer auf der Höhe zu sein ?
In der Autobranche ist die neue Serie gegenüber der älteren "überlegen" - aber gilt das auch für LS ?
Wird der Klang der LS denn wirklich immer besser ?


In beiden beiden Branchen ist es gleich: Marketing + bessere Ausstattung:

offtopic: Fahr doch mal mit 'nem altem Käfer um die Ecke oder mit 'nem Polo. Es gab mal 'ne Zeit, da kaufte VW Fahrwerkslösungen bei Porsche ein.


Herbert

PS: So'n Auto ist nach 5 Jahren ziemlich platt - je nach Fahrleistung.
funny1968
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 12. Sep 2004, 16:36
[quote="Herbert"][quote]
PS: So'n Auto ist nach 5 Jahren ziemlich platt - je nach Fahrleistung.[/quote]

Richtig, gilt für fast alle "modernen" Autos.

Und deswegen fahre ich meinen alten Volvo weiter und würde niemals einen VW kaufen!

Wo der Fortschritt sein soll fragt man sich wirklich, wenn ich mit meinem 32 Jahre alten Saab Sonett fahre. Wirklich nur ABS und bessere Getriebe?
kampf-keks
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 12. Sep 2004, 17:09

Und deswegen fahre ich meinen alten Volvo weiter und würde niemals einen VW kaufen!


So, dann ist dir auch bewusst dass in den großen alten Volvos der 2,4L Diesel aus dem VW LT stammt?

*stichel*

Gruss Thomas
funny1968
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 13. Sep 2004, 07:03

kampf-keks schrieb:

Und deswegen fahre ich meinen alten Volvo weiter und würde niemals einen VW kaufen!


So, dann ist dir auch bewusst dass in den großen alten Volvos der 2,4L Diesel aus dem VW LT stammt?

*stichel*

Gruss Thomas :*


Und beim 760 und bei den 4x0 ist der Motor von Renault. Der Diesel vom 850 ist von Audi.

Aber ich habe einen Benziner Turbo und der ist echt Volvo.

Stichel zurück.

Der Diesel macht übrigens häufiger Probleme!
Mohol
Stammgast
#13 erstellt: 13. Sep 2004, 10:25
Wenn ein Hersteller den technischen Fortschritt positiv nutzt, gibt es schon Verbesserungen im Klang.
Die Erkenntnisse sind heute größer als vor 15 Jahren. Alles andere wäre ja auch Stillstand uns sehr traurig.
Die Wahrheit ist, daß nicht jeder diese Entwicklung so umsetzt.

Wenn ich mich aber mit dem Thema und den richtigen Herstellern beschäftige, werde ich bei diesen einen Klangunterschied zu heute hören.

Zum Thema Auto: Sicherlich ist einiges schlechter geworden. Die dünnen Bleche,...
Aber, wenn ich vor 15 Jahren einen Direkteinspritzer mit viel Leistung aber sehr wenig Verbrauch hätte fahren können....
Die Bleche sind ja heute auch teilweise vollverzinkt.
Wer hätte das nicht gewollt.
Ist das kein positiver Fortschritt ?

Gruß
Dieter
funny1968
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 13. Sep 2004, 10:59

Mohol schrieb:
Wenn ein Hersteller den technischen Fortschritt positiv nutzt, gibt es schon Verbesserungen im Klang.
Die Erkenntnisse sind heute größer als vor 15 Jahren. Alles andere wäre ja auch Stillstand uns sehr traurig.
Die Wahrheit ist, daß nicht jeder diese Entwicklung so umsetzt.

Wenn ich mich aber mit dem Thema und den richtigen Herstellern beschäftige, werde ich bei diesen einen Klangunterschied zu heute hören.

Zum Thema Auto: Sicherlich ist einiges schlechter geworden. Die dünnen Bleche,...
Aber, wenn ich vor 15 Jahren einen Direkteinspritzer mit viel Leistung aber sehr wenig Verbrauch hätte fahren können....
Die Bleche sind ja heute auch teilweise vollverzinkt.
Wer hätte das nicht gewollt.
Ist das kein positiver Fortschritt ?

Gruß
Dieter



Die Autohersteller wären in der Lage Langzeitautomobile zu produzieren. Aber warum soll man den Ast absägen, auf dem man(n) sitzt?

Die Verzinkung ist ja durch Audi in den (damals!!!!) niederpreisigen Bereich eingeführt worden. Jetzt mußten fast alle nachziehen.

Durch die einfache Qualität der Inneraummaterialien, die Auslegung der Radlager, das Versagen der Elektonik usw. muß das Fahrzeug nicht mehr wegrosten, damit es unwirtschaftlich wird.

Leider.

Mein Volvo ist jetzt 14 und hat über 330 TKM meist Vollgas als turbogeladener Benziner hintersich.

Kaputt waren ein Zündimpulsgeber, eine Verteilerkappe, 3 Auspuffanlagen, 1 Blinkerhebel, ein Simmering, Scheiben und Beläge und jetzt mußte eine neue Ölpumpe daher sowie die Lagerschalen sowie Turbo erneuert werden.
Torsten_Adam
Inventar
#15 erstellt: 13. Sep 2004, 11:01
Hallo
Ich sage mal der Vergleich mit einem Automobil hinkt!!
Beim Automobil ist der Fortschritt (technische Weiterentwicklung) wirklich spürbar. Weniger Verbrauch, erheblich höhere Sicherheit, mehr Leistung, mehr Raum usw..
Aber ein Automobil ist ein Verbrauchsgegenstand, wird es gefahren, wird es auch letztendlich verschlissen sein. So das es unwirtschaftlich ist, es wieder zureparieren.
Aber bei einem LS sieht das doch wohl anders aus, erstens er verschleisst nicht in diesem Maße wie ein Automobil. Der technische Fortschritt ist eigentlich, auf fünf Jahre bezogen, kaum messbar. Ich schätze mal, dass man alle 10-15Jahre sich mal "umhören" sollte, vorausgesetzt man ist mit seinem jetzigen Stand zufrieden.
Mohol
Stammgast
#16 erstellt: 13. Sep 2004, 12:18
Ist die Reduzierung des Benzinverbrauchs ein Fortschritt oder nicht ?
Sind verzinkte Karosserien und.... ein Fortschritt oder nicht ?

Ich kann bei jeder sinnvollen Neuentwicklung auch ein Haar in der Suppe suchen.

Wieviele Autos aus den 80`ern fahren noch auf unseren Straßen ?
Ein paar wenige. Golf, Audi, DB und ein paar Japaner.
Und wo ist der Rest ? Opel, Ford,Franzosen,...Alle auf der Schrottpresse.

Das kann man nicht pauschal so sagen, finde ich.

Das nächste ist, daß wir ja (fast) alle auch nichts mehr bezahlen wollen. Hauptsache billig.

Gruß
Dieter
bothfelder
Inventar
#17 erstellt: 13. Sep 2004, 12:47
Hi!

Jungs, man lernt doch auf altem Fahrrad. Und wenn's einen gefällt ist es doch gut so. Da muß man nicht immer gleich was neues haben.
Alt muß nicht schlecht sein, neu muß nicht gut sein!

Be thankfull for you have got!!

Andre
MH
Inventar
#18 erstellt: 13. Sep 2004, 15:52
hi,

bei dem Preisverfall auf dem Hifimarkt sind alte Lautsprecher zumindest manchmal eine preiswerte Alternative. ich bin schon von einer evolution im Lautsprecherbau überzeugt. Ein paar Jahre alte Boxen für weniger als 10 oder 20% des Neupreises dürften diesen Fortschritt allerdings wieder aufheben. Solltest Du Dich auch an gebrauchten Dingen erfreuen können (keine sexistische Anspielung) und nicht auf Testsieger bestehen, sind gebrauchte Boxen mehr als nur eine Alternative.

Gruß
MH
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