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LS-Abstimmung für parallele Aufstellung - Ist das sinnvoll?

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Antenne
Stammgast
#1 erstellt: 06. Jan 2005, 18:19
Hallo,

weil mich das einfach mal interessiert hat, und das bei diversen LS immer mal anders zu sein scheint, habe ich eine Mail nach Canton geschickt, mit der Frage, unter welchem Abhörwinkel der linearste Frequenzgang erreicht wird (auf Achse oder in einem horizontalen Winkel).

Als Antwort habe ich erhalten, das der lineare Frequenzgang bei gerader (oder paralleler, also nicht angewinkelter) Aufstellung im gleichschenkligen Dreieck erreicht wird!

Das macht mich aber doch etwas stutzig. Kann sowas überhaupt sein, das LS für eine parallele, nicht angewinkelte Aufstellung abgestimmt werden? Normalerweise hat man dadurch ja erheblich mehr (Seiten-) Reflexionen, die das Stereobild nur vermanschen, so das dann keine präzise Stereoortung mehr möglich ist, und auch viel weniger Direktschall. Eigentlich überhaupt nicht empfehlenswert, wenn man eine saubere Steroabbildung haben will!

Meine LS stehen normal so, das sich die Abstrahlachsen vor dem Hörplatz kreuzen - ich höre also auch unter einem Winkel von etwa 15 bis 20 Grad. Wenn ich die LS direkt auch mich (Hörplatz) richte, habe ich den Eindruck, das der Hochtonbereich zu vorlaut wird. Stimmen haben dann einen unnatürlichen hohen Anteil an Obertönen und klingen synthetisch (künstlich), häufig auch verzischelt (echte Stimmen klingen viel weicher und haben diese Obertöne überhaupt nicht!). Auch Streicher werden dann scharf.

Wenn die obige Aussage stimmt, müßte das auch auf alle Canton-LS zutreffen! Leider habe ich keine Vergleichsmöglichkeit, einen wirklich neutralen Klang zu hören (würde ich mal gerne!). Hat vielleicht noch jemand Canton-LS und den Eindruck, das diese in einem Winkel neutraler klingen bzw. auf Achse zu hochtonvorlaut?

Inwieweit das überhaupt sinnvoll ist, das LS unter einem Winkel gehört werden müssen, weil sie dort neutraler sind, steht natürlich auf einen anderen Blatt.

Schöne Grüsse
lens2310
Inventar
#2 erstellt: 06. Jan 2005, 18:32
Erstmal messen die Jungs ihre Lautsprecher in einem schallarmen Raum, also unter idealen Bedingungen.
Andereseits hört sich jeder Lautsprecher in jedem Raum je nach Aufstellung anders an.
Also sucht man die für sich passende Aufstellung und alles ist (hoffentlich) in Ordnung.
Die Frequenzgangkurve ist eigentlich immer auf Achse gemessen.
Das heißt, das Du die Lautsprecher auf deinen Hörplatz anwinkeln solltest.

Eckhard


[Beitrag von lens2310 am 06. Jan 2005, 18:35 bearbeitet]
Peter_H
Inventar
#3 erstellt: 06. Jan 2005, 18:35
Hi,

naja, es gibt LS, die haben einen engeren Abstrahlwinkel als andere, je nach Hersteller und Bauart.

Was aber letztlich zählt, ist das Experimentieren mit der Aufstellung, da jeder LS in jedem Raum anderen Einflüssen (Wände, Nähe zu diesen, Raumaufteilung, Einrichtungsgegenstände, Abstände zum Hörplatz, Abstände der LS untereinander etc.) und da können manchmal nur Zentimeter einer Positionsveränderung oder Änderung der Ausrichtung um ein paar Grad seeehr viel ausmachen.

Reflektionen an den Wänden sind auch immer anders und wirken mit auf den Klang. Somit kann Dir hier kein Hersteller einen KONKRETEN Aufstelltip geben, höchstens für einen "Musterraum" in dem die LS mal getestet wurden.

Letztlich bekommt man für sich das Optimum nur durch experimentieren von einer halbwegs vernünftigen Grundpositionierung aus hin.

Ich z.B. habe meine Standlautsprecher leicht auf die Hörposition angewinkelt, so daß ich deren Innenflächen vom Hörplatz aus noch gut sehen kann. Die LS stehen Raumbedingt bei mir etwa 3 bis 3,5 m auseinander, bei einem Abstand jeweils zum Hörplatz von 5m, was in etwa ein Stereodreieck
mit 40 Grad-Winkel ergibt, besser war's nicht möglich. Das Anwinkeln hat dann auch noch einen Tick zur Klangverbesserung beigetragen.

Ein Bekannter von mir hat andere Boxen und eine andere Raumaufteilung, bei dem klingen diese (ebenfalls untereinander etwa 3-3,5m auseinander und so 4,5m vom Hörplatz weg) am besten, wenn er die LS parallel ausrichtet. Winkelt er die an, so wie ich meine, gibt's Klangbrei...


[Beitrag von Peter_H am 06. Jan 2005, 18:37 bearbeitet]
micha_D.
Inventar
#4 erstellt: 06. Jan 2005, 18:37
Hallo..

Ich habe auch Canton,s und die Aussage mit dem Standplatz der LS ist von Canton sozusagen als Richtwert anzusehen..Zwingend vorgeschrieben ist das natürlich nicht..Meine stehen auch im rechten Winkel weil es einen homogeneren Klangeindruck unabhängig von der Hörposition ergibt.Der Mittelhochtonbereich hat ein recht gleichmässiges Abstrahlverhalten in der Horizontale,von daher erreicht man kaum etwas,wenn man die LS anwinkelt...

Anders wäre es mit lautsprechersystemen,die einen Schmalen Abstrahlbereich haben..z.B. Horn-LS...diese müssen meist zwingend eingewinkelt werden,da sie einen gewissen Abstrahlwinkel nicht mehr abdecken können...


Gruß,Micha
Antenne
Stammgast
#5 erstellt: 06. Jan 2005, 20:24
Hallo,

auch wenn meine Stereoabbildung derzeit recht präzise ist (gleichseitiges Dreieck 1,70 m), werde ich das trotzdem einfach mal probieren mit der parallelen Aufstellung - um mal zu sehen was sich verändert.

Die Stereoabbildung ist recht präzise; Phantomschallquellen sind sehr klein (m. E. aber schon zu klein, weil unnatürlich) und das Klangbild empfinde ich als "sehr eng". Manchmal scheint die Musik auch knapp vor meiner Stirn zu kleben bzw. im Kopf zu spielen (wie beim Kopfhörer - nur noch enger). Der Raum (wenn er auf der Aufnahme zu hören ist) ist ebenfalls ziemlich kompakt und spätestens bei den Boxen schlagartig begrenzt - ab und zu scheint die Musik kaum breiter als mein Schädel zu sein. Man hat das Gefühl zwischen den Boxen ist ein großes Fenster, hinter dem der Raum ist, wo die Musik drin spielt - die Musik scheint nicht im gleichen Raum zu spielen wo man sitzt, oder anders: man sitzt nicht in dem Raum, wo die Musik spielt, sondern sitzt eher 1 bis 2 Meter vor einem Fenster (ohne Scheiben) das in dem Raum zeigt, wo die Musik spielt. Manchmal empfinde ich das schon als unnatürlich.


Schöne Grüsse


[Beitrag von Antenne am 06. Jan 2005, 20:29 bearbeitet]
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