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HK 670, NAD320BEE, YAMAHA AX-596...

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apollo1881
Neuling
#1 erstellt: 25. Okt 2003, 11:21
So,
jetzt hab` ich die Schnauze endgültig voll!
Die im Titel genannten Typen kommen alle irgendwie in Frage. Preislich zumindest.
SACD, Audio DVD, braucht ich wirklich einen Verstärker mit "ultra breitem Frequenzspektrum" oder ist das irgendwann -scheiß egal!

Beraten lassen im guten Fachhandel? Gerne, aber 400EUR auszugeben für ein Teil was ich im Netz für 280EUR bekomme?
Das geht ja nun nicht.

Man sollte meinen, da alles auf Surround geht, purzeln die Preise, nein. Da muß man sich erzählen lassen, das das Angebot sinkt und demnach...bla.

Wenn es hier Menschen mit gesundem, vielleicht fachlichem Verstand gibt, dann bitte ich um Hilfe.
anon123
Administrator
#2 erstellt: 25. Okt 2003, 11:49
Hallo Apollo,

da ich weder über gesunden noch über fachlichen noch überhaupt über viel Verstand verfüge, darf ich vielleicht fragen: Woher weißt Du denn, ob Gerät XYZ Deine persönlichen klanglichen Präferenzen erfüllt? Auch aus dem Netz? Kaufst Du "ein Teil" oder investierst Du in möglicherweise jahrelangen Wohlklang?

Wenn es um klangliche Präferenzen und Wohlklang geht, dann kommt man auch bei Verstärkern nicht um das Probehören herum. Das geht im ersten Schritt am besten beim kleinen und seriösen Fachhandel und im zweiten Schritt am besten zu Hause. Mit der eigenen Musik, den eigenen LS, dem eigenen CD-Player und in den eigenen vier Wänden -- ausgiebig und kritisch und (bei aller gebührender Berücksichtigung) jenseits von Testberichten und Empfehlungen. Und das wiederum sollte beim Klicken im Netz ausgesprochen schwierig sein.

Was würde es Dir nützen, wenn ich sage, daß der BEE ein für's Geld IMHO ausgesprochen toller Verstärker ist? Phänomenal getestet, sehr sauber und seriös aufgebaut, erstaunlich analytisch und detailreich, sehr kräftig, in der Preisklasse bis EUR 400 eine ernst zu nehmende Größe. Das trifft alles unstrittig zu und ich habe mich vor etwa einem Jahr ca. einen Monat lang ausgiebig von dessen Qualitäten überzeugen können. Nur gekauft habe ich ihn nicht, weil sich die tadellosen Talente des BEE _für meinen Geschmack_ nicht zu dem musikalischen Ganzen zusammenfügten, das ich mir wünsche. Hätte ich im Netz gekauft (wobei man hier bei NAD dann noch die Frage der Herstellergarantie kritisch betrachten müßte), hätte ich mir mindestens sehr umständliches und sehr teures Hin- und Herschicken aufgeladen. So bin ich einfach zu "meinem Händler" und habe mir dort und zu Hause so lange Verstärker angehört, bis ich den für mich richtigen gefunden habe. Ohne Rückgabefristen, ohne umständlichen Postversand, ohne Überweisung und Rücküberweisung, ohne Warten auf's Geld und am Ende noch 10% unter UVP.

Ach ja, "da alles auf Surround geht", entdecken übrigens viele Musiklieberhaber, daß es im Preisrahmen bis mindestens EUR 1000 für einen Receiver dann doch beim guten alten Stereo nicht so dolle ist. Zumindest spielen hier der BEE und auch der HK (den Yamaha kenne ich nicht vom eigenen Hören) in einer ganz anderen Liga. Und Hersteller um Hersteller (vor allem "kleinere") lassen sich nicht davon abbringen, Jahr um Jahr neues und feines herauszubringen. Bei "Mainstream-Herstellern" mögen Modellpflege und Programmentwicklung eher eingeschlafen sein (indes nicht durchgängig, siehe Denon), bei den "Spezialisten" eher nicht. Das Angebot an guten Stereoverstärkern sinkt übrigens daher keinesfalls. Aber wirklich feines kostet auch einen angemessen Preis.

Wenn ich also mein kleines bißchen gesunden und fachlichen Verstand gelegentlich zusammenkratze (viel ist es ja nicht), dann investiere ich in seriöse Komponenten, die meine klanglichen Wünsche so gut es geht erfüllen. Zu einem angemessenen Preis beim "Händler um die Ecke".

Für Dich vielleicht auch eine Alternative zum 'Teil aus dem Netz'? Dann wünsche ich Dir viel Spaß beim Probehören und Auswählen.

Beste Grüße.
apollo1881
Neuling
#3 erstellt: 25. Okt 2003, 18:56
Hmm,
selbstverständlich habe ich meine Frage etwas provozierend formuliert. Bedanke mich für Deine, zugegeben sehr subjektive Antwort.
Mir sind die Vor-und Nachteile eines Kaufes im Netz und beim Händler bekannt. Leider ist der Preis für mich sehr ausschlaggebend und das treibt mich zwangsläufig zum Versandhandel. Da ich diese Wände nicht mein eigen nennen kann und auch die Lautsprecher wohl irgendwann fällig sind, ganz zu schweigen vom CD-Player, muß ich eben das Unmögliche versuchen!

Stereobetrieb mit nem Low/Middle Budget Surrounder?
Nein. Habe ich auch schon einem anderen im Forum gesagt.

Das ich meine Komponenten in Verbindung mit dem jeweiligen Verstärker hören sollte, weiß ich auch, ist aus den oben genannten Gründen nicht möglich! Außerdem behaupte ich, das die genannten Modelle klanglich kaum zu übertreffen sind, höchstens mit Messungen und Datenblättern.
Preislich liegen alle Geräte um 250-300€.
Ich denke es ist sehr wohl möglich grundsätzliches zu den Typen sagen zu können. Wenn auch die Sinusleistung nicht aussagekräftig genug ist, so sprechen wir dann doch von 2x30 NAD -2x155 YAMAHA Watt.

Da Du anscheinend über nicht viel Verstand verfügst (so sagtest Du), dann hoffe ich, Du hast beim formulieren der doch sehr geschickten Antwort nicht das Atmen vergessen und kannst mir vielleicht wieder antworten.
anon123
Administrator
#4 erstellt: 26. Okt 2003, 14:00
Hallo Apollo,

auch ich schwimme nicht unbedingt im Geld und kann daher den Blick auf den Preis sehr gut nachvollziehen. Man könnte jetzt das Argument machen, daß es sich auch dann lohnt, beim Fachhandel zu kaufen, gerade wenn man nicht über üppige Finanzmittel verfügt und daß es dort -- insgesamt gesehen -- auch nicht unbedingt immer teurer ist. Aber Dir sind vielleicht diese Argumente bekannt, so können wir das hier lassen.

Wie vielleicht mein anderer Post schon erahnen ließ, bin ich vom BEE ziemlich angetan. Ich fand es schon beeindruckend, welche formidablen Einzeltalente da für's Geld geboten werden. Zunächst ist er sehr seriös, akribisch und "piekfein" aufgebaut und verarbeitet (zumindest intern), mit einem konsequenten Platinenlayout und hochwertigen Bauteilen. Klanglich ist er ungemein kräftig ("nominell" 2*50W, "tatsächlich" so um die 2*100W) und unterfüttert seine Vorstellung mit einem IMHO sehr ernsthaften und punchigen Baßfundament. Der BEE gibt sich sehr analytsich und detailverliebt: Unterschiedliche CD-Player und unterschiedliche Cinch-Kabel waren für mich sehr deutlich unterscheidbar, feine Einzelheiten der Musik wurden (manchmal etwas zu prominent) herausgearbeitet -- irgendwie fiel mir der Vergleich mit einer frisch geputzten Lupe ein.

Das ist alles sehr überzeugend, nur muß es zum ersten auch zum Rest der Anlage passen. Seinerzeit betrieben mit einem Pioneer PD-S507 und B&W 601 S3, unterstrich gerade der offene Charakter der LS die Tugenden des BEE sehr. Auch ein Wechsel zu meinem DVD-Player (Philips DVD730) oder einem anderen Cinch-Kabel (z.B. Straightwire Symphony II) nahmen der Akribik die eine oder andere Spitze.

Und man muß es, zum zweiten, klanglich mögen. Für mich, also IMHO, fügten sich die beachtlichen Einzeltugenden nicht zu dem überzeugenden musikalischen Ganzen zusammen, das ich bevorzuge. Vor allem weibliche Stimmen standen für mich zu deutlich im Vordergrund, Saiteninstrumente klangen mir zu metallisch und zu vordergründig. Nun gut, mit anderen Komponenten und LS und bei anderen klanglichen Präferenzen mag die Beurteilung anders aussehen. Aber das ist ja gerade die Schwierigkeit bei der "Klangbeschreibung" und mithin auch der (anonymen) Empfehlung von Komponenten.

Der H/K -- um es kurz zu machen -- kam meinen klanglichen Präferenzen deutlich weniger nahe. "Objektiv" (wenn's denn geht) beileibe kein schlechter Verstärker. Aber ich empfand es insgesamt zu opulent, zu barock, zu flauschig. Hier und da fehlte es mir an Deutlichkeit in den Konturen und Details, das souveräne Baßfundament ließ es für mich an einer deutlicheren Durchzeichnung und Durchhörbarkeit mangeln. Aber, wiederum, mit anderen Komponenten und LS und bei anderen klanglichen Präferenzen ...

Tja, das also mein _persönlicher_ Eindruck. Vielleicht kommen ja noch weitere von anderen Usern dazu. Das Grundproblem bleibt aber bestehen: Woher weißt Du, welche Beschreibung nun Deinen eigenen Eindrücken nahe kommen wird? Also, ob auch Du mit dem gewählten Verstärker zufrieden sein wirst.

Und "klanglich kaum zu übertreffen" sind diese Verstärker keineswegs. Aus meiner Sicht gehören sie (vorbehaltlich der Tatsache, daß ich den Yamaha nur dem Lesen nach "kenne") zur grundsoliden und audiophilen Mittelklasse. Jenseits derer aber öffnet sich ein weites Feld, in dem gerade "Spezialisten" wirklich köstliche Alternative anbieten. So spielt der dann von mir letztlich gewählte Rotel RA-1060 klanglich (aber eben auch preislich) IMHO schon in einer anderen Liga und ist keineswegs unübertreffbar. Und er macht seine Aufgabe IMHO auch deswegen so gut, weil die ihm beigesellten LS (nunmehr B&W CDM 1NT) die von ihm gelieferten Signale IMHO sehr adäquat umsetzen. Wiederum also fällt es auf den Blick auf's Ganze zurück. Denn eine noch so tolle Einzelkomponente entfaltet sich erst im Zusammenspiel mit den anderen Teilen der Kette und im eigenen Hörraum. Was hier einzeln betrachtet tadellos sein mag, mag sicher eine Berreicherung sein. Ob es aber wirklich "gut klingt" weiß man meist eher nach sorgfältiger Zusammenstellung und ausgiebigen Hörproben. Das Element der Unsicherheit bleibt -- leider viel eher beim "unbehörten" Versandkauf.

Dir trotz allem viel Spaß und Erfolg bei der Suche und

Beste Grüße.
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