Nubert NuVero 11 vs. B&W XT8

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michhart
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Jan 2010, 14:56
Hallo,
bin am überlegen welches der beiden System ich mir zulegen soll, da sie beide visuell sehr ansprechend sind und in etwa in der gleichen Preis-Liga spielen. Die B&W habe ich mir schon mal angehört, gerade bei jazzigen Stücken und softeren Klängen, war ich sehr überrascht was diese filigrane Box so leistet. Bei Klassik und vielschichtigen Stücken, war ich nicht mehr so begeistert.
Die Nubert havbe ich noch gar nicht gehört. Beide Boxen würden mit den dazugehörigen Center und Satelliten sowie Subwoofer kompletiert. Ca. 60% Musik, 40% Film. Wohnzimmer relative groß mit 50 qm. Verstärker ist noch nicht klar, hängt eben von den Boxen ab.
Hat jemand beide Boxen schon gehört oder kann mir ein paar Tips zur besseren Evaluierung geben oder welche anderen LS kämen evtl in Betracht (mit ähnlichen Design-Eigenschaften)
Danke und Gruß
Michael
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 03. Aug 2010, 08:42
Hallo,

vermutlich ist das Thema hier nicht mehr interessant für den Initiator, allerdings stehe ich gerade vor derselben Entscheidung. Auch bei mir gibt es ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen der nuVero 11 und der B&W XT8.

Die Nubert Box steht seit einigen Tagen bei mir zu Hause zum Probehören. Ihr Klangcharakter ist wie auch in den meisten Tests nachzulesen durchgängig neutral oder ausgewogen mit absolut guter und tiefer Bassunterstützung. Ihre Höhen kommen sehr sauber rüber und haben keinerlei Tendenzen zur Schärfe, können je nach Raum und Dämmung höchstens leicht kühl wirken. Die räumliche Abbildung ist gut, aber nicht herausragend. Die nuVero eignet sich nach meinem Gefühl für jede Art Musik und lässt sich hervorragend mit weiteren nuVeros als hochwertiges Surround-System ausbauen. An laststabilen Verstärkern (empfehlenswert) können hohe und saubere Maximalpegel erreicht werden. Technisch bietet die nuVero vielfältige Möglichkeiten mittels 3 Kippschaltern (Bass, Mitten, Höhen) auf der Rückseite den Klang dem eigenen Empfinden bzw. den räumlichen Gegegenheiten anzupassen. Auch sollte man erwähnen, dass die nuVero doppelte Lautsprecheranschlüsse hinten hat, die ab Werk über eine Brücke verbunden sind. Entfernt man diese Brücke ist ein Betrieb unter Bi-Amping oder Bi-Wiring möglich, was sicher für den ein oder anderen sehr interessant sein dürfte.

Demgegenüber konnte ich die äußerst formschöne B&W Box bisher nur im Hifi-Studio und nicht zu Hause testen, was den direkten Vergleich etwas erschwert. Die XT8 bietet gegenüber der nuVero eine feinere, breitere und wärmere Hochtonwiedergabe. Die Räumlichkeit erscheint mir dabei umfassender und präziser, sie umschließt und integriert den Hörer mehr, als bei der nuVero. Geht es um tiefere Töne hat die XT8 klar das Nachsehen. Ein derart schmales Gehäuse kann m.E. einfach nicht ausreichend Bassgewalt und -tiefe erzeugen. Erst bei mittleren Lautstärken kommt ein ausreichendes Maß an Bassunterstützung zur Geltung, bei hohen Pegel tendieren die beiden Basschassis zu leicht flattriger und unsauberer Darstellung. Hier hat die nuVero ganz eindeutig die Nase vorn. Somit sehe ich den ausgewogenen Betrieb einer XT8 nur mittels Unterstützung eines Subwoofers, sowohl im Stereo- als auch im Surroundbereich. Bei der nuVero sehe ich diesen Investitionsbedarf nicht zwingend. Die XT8 scheint mir ohne Sub nicht ideal für alle Musikstile zu taugen. Im Rock- und Popbereich ist die nuVero schlicht sattelfester und druckvoller, wohingegen die XT8 eine sehr schöne und feine Bühne zaubert bei ruhigerer Musik. Auch bietet die XT8 keine Schalter zur Klangveränderung und auch nur eine einfache Anschlußbestückung, so dass Bi-Wiring oder Bi-Amping hier nicht möglich sind. Auch die XT8 mag keine leistungsarmen Verstärker.

Optisch zieht die erstaunlich schwere XT8 der nuVero davon. Ist die nuVero schon wirklich schlank, toppt die XT8 dies nochmals um 5cm bei nahezu gleicher Höhe. Die Säulenform mit dem gebürsteten Alu wirkt zudem nochmals eine ganze Ecke wertiger, als die vorne glänzend lackierte und hinten matte nuVero. Wer sein designtes Wohnambiente um eine äußerst schöne, wertige Klangskulptur im Alu-Look ergänzen möchte, liegt bei der XT8 genau richtig.

Preislich liegen beide Boxen nicht weit auseinander. Die XT8 kann am Markt trotz höherem Listenpreis aufgrund üblicher Rabatte (15-20% sollten machbar sein) sogar merklich unter den Preis der nuVero 11 gedrückt werden. Hier gibt es leider beim Direktversender Nubert keine Verhandlungsmöglichkeit.

Mein Fazit:
Wer quer durch alle Musikstile hört und an eine Erweiterung in Richtung Surround-Sound denkt, ist mit der unproblematischen, ausgewogenen und druckvollen nuVero 11 sehr gut bedient, die zudem ebenfalls sehr angenehm dezent ins Auge fällt. Wer jedoch seine Präferenz auf zeitloses, schickes, sehr wertiges und noch dezenteres Design legt und dabei auch noch besonders feine Höhen in Verbindung mit ausgeprägter Räumlichkeit liebt, ist bei der XT8 sehr gut aufgehoben.

Meine persönliche Entscheidung ist übrigens noch nicht gefallen. Weitere Hörtests zu Hause und im Studio werden in den nächsten Wochen zeigen, wer das Rennen bei mir macht. Beide sind im Grunde ganz hervorragende Lautsprecher mit jeweils eigenem Charakter und eigener Optik.

Hoffe, ich konnte helfen.

Grüße


[Beitrag von Simbasana am 03. Aug 2010, 08:46 bearbeitet]
Eminenz
Inventar
#3 erstellt: 03. Aug 2010, 08:56
Danke für deine Rückmeldung. Ich finde der Vergleich ist zugunsten der B&W nicht sonderlich fair, zumal die Nuvero aufgrund ihrer Gehäusegröße ein ganz anderes Kaliber ist, als die Säule aus GB.

Ich denke ein würdigerer Gegner für die B&W wäre eine der Säulen von Revox oder Piega.
michhart
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 03. Aug 2010, 09:31
Danke Simbasana für die ausführliche Beschreibung. Mittlerweile bin ich aber vollends von der XT8 abgekommen und bei der KEF XQ40 gelandet. Wie Du auch sagst, ist mir die XT einfach klanglich zu "dünn" und da der Raum doch recht groß ist (>40qm), brauchen wir ein anderen Character, den wir wohl in der KEF gefunden haben. Die finale Entscheidung kommt allerdings Ende des Monats, die NuVero muss ich da auch noch mal anhören.
Gruß Michael
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 03. Aug 2010, 09:46

Eminenz schrieb:
Danke für deine Rückmeldung. Ich finde der Vergleich ist zugunsten der B&W nicht sonderlich fair, zumal die Nuvero aufgrund ihrer Gehäusegröße ein ganz anderes Kaliber ist, als die Säule aus GB.

Ich denke ein würdigerer Gegner für die B&W wäre eine der Säulen von Revox oder Piega.


Sorry, aber diese Aussage ist ja wohl leicht daneben.

Der Fragesteller bat um genau diesen Vergleich und auch bei mir stehen genau diese beiden Boxen zur Disposition, da beides sehr schöne, schlanke Standboxen sind, die preislich und von ihren Abmessungen und Leistungsdaten in praktisch derselben Liga spielen. Lediglich wurde die nuVero klassisch ausgeführt in Holz und die XT8 eben in Alu, weshalb sie aufgrund der größeren Stabilität dieses Materials etwas schlanker und stylisher konstruiert werden konnnten.

Ergo drängt sich hier ein Vergleich fast schon auf, zumal es für beide Boxen zugehörige Surround-Optionen gibt, so dass sie auch leicht in ein hochwertiges 5.1 System integriert werden können bei durchgängiger Optik.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Bei der Stereoplay rangieren beide in der absoluten Spitzenklasse mit identischen Klangpunkten, nur deren Verteilung differiert, was ich in meinen Hörproben auch fast exakt wie getestet nachvollziehen konnte.

Wo soll hier also das Problem sein? Jede Box hat ihre individuellen Stärken und man muß sich nur im Klaren darüber sein, welche Ausprägung einem persönlich mehr liegt. Und genau dies versuchte ich mit meinem Bericht hier herauszustellen. Ich für meinen Teil bin jedenfalls noch sehr unschlüssig, denn wie gesagt: Beide sind auf ihre Weise richtig gut und ich sehe die XT8 nun wirklich nicht als schlechtere Lösung an. So what?


[Beitrag von Simbasana am 03. Aug 2010, 09:53 bearbeitet]
Eminenz
Inventar
#6 erstellt: 03. Aug 2010, 09:47
Ändere doch mal den Threadtitel und füge die KEF noch mit ein. ich denke für zukünftige INteressenten ist das doch ein interessantes Thema.

Ich bin ja auch ein Fan von schlanken Lautsprechern. Hatte vor einem guten Jahr ein Paar Revox Re:sound S Prestige, musste sie aber wegen der Hochzeit (teuer + Student) verkaufen. Dann kam eine KEF iQ70 (gut nicht unbedingt ne Säule) aber seit 2 Monaten steht hier ein Paar Revox Re:sound S Brilliant und die Teile sind der Hammer, von den Ausmaßen her vergleichbar mit der Nuvero 11, 10cm länger, dafür bissel weniger tief und optisch machen die auch richtig was her.

Also wenn von euch einer die Möglichkeit hat, die mal Probezuhören, würde ich die Gelegenheit wahrnehmen.
Eminenz
Inventar
#7 erstellt: 03. Aug 2010, 09:54

Simbasana schrieb:


Sorry, aber diese Aussage ist ja wohl leicht daneben.


Nein, eigentlich nicht. Sicherlich bieten sich die beiden Lautsprecher zum Vergleich an, aber aufgrund Bauprinzip vergleicht man hier Äpfel mit Birnen.

Aber ist ok, die Diskussion gehört nicht hier in den Thread.
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 03. Aug 2010, 10:06

Eminenz schrieb:

Simbasana schrieb:


Sorry, aber diese Aussage ist ja wohl leicht daneben.


Nein, eigentlich nicht. Sicherlich bieten sich die beiden Lautsprecher zum Vergleich an, aber aufgrund Bauprinzip vergleicht man hier Äpfel mit Birnen.

Aber ist ok, die Diskussion gehört nicht hier in den Thread.


Ehrlich gesagt spielt das Bauprinzip hier wohl überhaupt keine Rolle. Es geht nicht um ein Abwägen von technischen Prinzipien, sondern primär um Klang. Mit anderen Worten: Das einzige was zählt, ist das was vorne rauskommt. Auf welchem Weg dies passiert ist m.E. vollkommen nebensächlich und da fast alle anderen Parameter hier absolut vergleichbar sind, drängt sich ein Vergleich fast schon zwangsläufig auf.

Dein Problem kann ich daher beim besten Willen nicht nachvollziehen, sorry nochmals.


[Beitrag von Simbasana am 03. Aug 2010, 11:29 bearbeitet]
Eminenz
Inventar
#9 erstellt: 03. Aug 2010, 10:23
Ist ok, wir reden aneinander vorbei
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 03. Aug 2010, 11:46

michhart schrieb:
Danke Simbasana für die ausführliche Beschreibung. Mittlerweile bin ich aber vollends von der XT8 abgekommen und bei der KEF XQ40 gelandet. Wie Du auch sagst, ist mir die XT einfach klanglich zu "dünn" und da der Raum doch recht groß ist (>40qm), brauchen wir ein anderen Character, den wir wohl in der KEF gefunden haben. Die finale Entscheidung kommt allerdings Ende des Monats, die NuVero muss ich da auch noch mal anhören.
Gruß Michael


Die KEF XQ40 kenne ich leider nicht. Sieht man sich die Testergebnisse an, scheint sie aber tendenziell von der XT8 nicht so weit entfernt zu sein, mit sehr guter räumlicher Abbildung und eher schlankem Bass. Ich denke, die nuVero hat im Vergleich schon eine etwas andere Abstimmung. Lass Sie dir doch einfach mal schicken testweise. Nubert bietet dies aktuell versandkostenfrei an. Man kann dabei eigentlich nur gewinnen und eine Entscheidung auf sichere Füße stellen.


[Beitrag von Simbasana am 03. Aug 2010, 12:13 bearbeitet]
-Puma77-
Inventar
#11 erstellt: 03. Aug 2010, 12:16

Eminenz schrieb:
Ist ok, wir reden aneinander vorbei :prost


Hallo Eminenz,

ich bewundere deine Gelassenheit. Ich bezweifel, dass ich sie an deiner Stelle hätte

Aber nun gut, die Jungs müssen erst ihre Hör-Erfahrungen machen. - Sonst wirft man nur Perlen vor die Säue..

Gruß
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 03. Aug 2010, 13:22

-Puma77- schrieb:

Eminenz schrieb:
Ist ok, wir reden aneinander vorbei :prost


Hallo Eminenz,

ich bewundere deine Gelassenheit. Ich bezweifel, dass ich sie an deiner Stelle hätte

Aber nun gut, die Jungs müssen erst ihre Hör-Erfahrungen machen. - Sonst wirft man nur Perlen vor die Säue..

Gruß


Nee sicher, alles klar, ihr habt schon ein echt lustiges Forum hier. Monatelang bekommt der Threadsteller überhaupt keine Antwort und wenn sich dann endlich mal einer aufmacht und sich bemüht die Frage hilfsbereit zu beantworten, trollen sich plötzlich die allwissenden Klugscheisser aus der Ecke um destruktives Zeug vom Stapel zu lassen.

Gaaanz prima, nur weiter so! Ihr bringt das Forum sicher ganz weit nach vorne, mit euren förderlichen Beiträgen. Hauptsache einfach mal ein bisschen rumlabern, selbst wenn man im Grunde überhaupt nix zum Thema beitragen kann.
-Puma77-
Inventar
#13 erstellt: 03. Aug 2010, 15:04
"trollen sich plötzlich die allwissenden Klugscheisser aus der Ecke um destruktives Zeug vom Stapel zu lassen"

Ja, wahrlich, eine äußerst eine konstruktiver Beitrag, Simbasana

Eminenz hat bisher vernünftige Hinweise gegeben. Ich bestätige seine Aussagen.

Der Vergleich zwischen NuVero11 und B&W XT8 ist wahrlich sehr gewagt. Die Einschätzung eines erfahrenen Mitglieds, Eminenz, wurde bereits getroffen.

Ansonsten kann ich nur sagen "ruhig Blut".
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 03. Aug 2010, 15:36
[quote="-Puma77
Eminenz hat bisher vernünftige Hinweise gegeben. Ich bestätige seine Aussagen.

Der Vergleich zwischen NuVero11 und B&W XT8 ist wahrlich sehr gewagt. Die Einschätzung eines erfahrenen Mitglieds, Eminenz, wurde bereits getroffen.
quote]

Wenn Eminenz der Ansicht ist, dass sich ein Vergleich der beiden im Thread gefragten Lautsprecher nicht anbietet, soll er keine interpretationsbedürftigen, diffusen Hinweise geben, sondern klar und sauber und für jeden nachvollziehbar argumentieren. Davon kann ich hier beim besten Willen nichts erkennen. Für mich ist absolut nicht transparent, weshalb man eine nuVero 11 nicht mit einer B&W XT8 vergleichen sollte? Sie befinden sich praktisch im identischen Preis- und Leistungsgefüge und unterscheiden sich eben durch die Optik, ihr Bauprinzip und einhergehend durch eine andere Klangausprägung. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass es nicht wenige Interessenten gibt, die bei der Auswahl von Säulenlautsprechern genau auch auf diese Kontrahenten stoßen und für Hinweise auf konkrete Unterschiede dankbar sind.

Vor diesem Hintergrund besteht eine angemessene, konstruktive Antwort von Eminenz hier wohl nicht in einem "wir reden aneinander vorbei" sondern einem "ich erkläre dir was ich meine"! Aber ok, das ist nur meine Meinung und mein Anspruch an eine vernünftige Konversation. Mag ja jeder anders sehen?


[Beitrag von Simbasana am 03. Aug 2010, 15:37 bearbeitet]
Eminenz
Inventar
#15 erstellt: 03. Aug 2010, 15:37
Belasst es bitte dabei und uns wieder dem eigentlichen Thema widmen.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 04. Aug 2010, 00:02
Hallo,
zu den genannten NuVero 11 und B&W XT 8,
da stimme ich den klanglichen Beschreibungen von Simbasana durchaus zu,
zur räumlichen Abbildung der NuVero sei noch gesagt das nach gut bestimmt noch sehr gut und exzellent kommt bevor das herausragend zum tragen kommen würde.

Die KEF XQ 40 aber als ähnlich basschwach wie die XT 8 zu deklarieren,
dem stimme ich so nicht zu,
das ist schon ne Ecke näher an der NuVero,aber natürlich nicht dran.

Ein weiterer Kandidat dieser Liga wäre von German Maestro aus der Linea D Serie die MD F-One.
(German Maestro war früher MB Quart)
Für hallige Räume ist der Hochtöner vllt zuviel des Guten,
wäre mir dort aber die neutral und brilliant Einstellung der NuVero auch.
Recht tiefer Bass,eigentlich nicht zum Gehäuse passend

Gruss
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 04. Aug 2010, 08:04

weimaraner schrieb:
Hallo,
zu den genannten NuVero 11 und B&W XT 8,
da stimme ich den klanglichen Beschreibungen von Simbasana durchaus zu,zur räumlichen Abbildung der NuVero sei noch gesagt das nach gut bestimmt noch sehr gut und exzellent kommt bevor das herausragend zum tragen kommen würde.

Die KEF XQ 40 aber als ähnlich basschwach wie die XT 8 zu deklarieren,dem stimme ich so nicht zu,das ist schon ne Ecke näher an der NuVero,aber natürlich nicht dran.

Ein weiterer Kandidat dieser Liga wäre von German Maestro aus der Linea D Serie die MD F-One.(German Maestro war früher MB Quart) Für hallige Räume ist der Hochtöner vllt zuviel des Guten,wäre mir dort aber die neutral und brilliant Einstellung der NuVero auch.Recht tiefer Bass,eigentlich nicht zum Gehäuse passend


Hallo waimaraner,
der Vergleich von räumlicher Abbildung bei Lautsprechern ist sicher bei Hörtests in differierenden Räumen sehr gewagt. Ich konnte die XT8 im klangoptimierten Studio erleben und die nuVero 11 zu Hause im völlig puren Wohnambiente. Idealerweise müsste man beide Varianten aber unter identischen Bedingungen mit identischer Musik testen, was aber leider selten möglich ist. Dennoch erschien mir die B&W auf Anhieb plastischer und umfassender in der Abbildung im Vergleich zur nuVero. Meine Frau war ebenfalls dabei und hatte denselben Eindruck. Man konnte bei ihr auch leicht neben der optimalen Mitte sitzen und dennoch einen umschließenden Klang erleben. Wie groß der Unterschied aber tatsächlich ist bzw. was ggf. auf das Hörstudio und das dortige hochwertige Equipement zurückzuführen ist, kann ich nicht seriös bewerten. Es blieb einfach der Eindruck einer besseren Abbildung und Tiefe der XT8 bei mir hängen.

Was die Höhenauslegung der nuVero angeht, empfinde ich diese in neutraler Stellung bei uns als optimal, wobei unsere Räume sehr offen und weitgehend ungedämmt sind. Die brilliante Einstellung der Höhen dürfte wohl nur zum Tragen kommen, wenn sie in sehr stark isolierten Zimmern stehen, ansonsten wäre mir diese Einstellung auch zu hart. Mit hart meine ich allerdings nicht scharf oder zischend, sondern eher scheinen sie mir dann zu kühl und zu aggressiv. Die XT8 bringt tendenziell mehr Wärme ins Spiel im oberen Bereich.

Den Basskeller der nuVero halte ich dagegen für ausgesprochen gelungen. Er ist nicht nur absolut sauber und schnell, sondern richtig druckvoll und fühlbar tief, wie man es von einer so schlanken Box wohl nicht erwartet. Und da man insbesondere bei leiserer bis mittlerer Musik grundsätzlich mehr oder weniger starke Defizite im Bassbereich hat, wirkt die nuVero dem hier sehr gut entgegen. Eine XT8 kann in diesem Bereich leider nicht mithalten, weshalb bei ihr ein Subwoofer unumgänglich ist, um auch bei leiserem Hören ein ausgewogenes Klangbild zu erreichen. Wie eine KEF XQ40 hier abschneidet kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen. Im Test hatte sie dieselben Klangpunkte beim Bass wie die XT8, wobei ich diese Bewertung in Anbetracht der Bauform der XQ40 für eher etwas gewagt halte und ihr grundsätzlich auch etwas mehr zutrauen würde.


Die German Maestro Alternative kenne ich leider ebenfalls nicht.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 04. Aug 2010, 08:20
Hallo simbasana,
ich hoffe du hast mich richtig verstanden,

auch ich bin der Meinung das bei der NuVero in Sachen Bühne (Abbildung,Tiefe und Breite) noch dementsprechend Luft nach oben vorhanden ist,
deshalb die Auflistung was nach gut wie die NuVero noch alles kommen könnte.

Die German Maestro habe ich unter anderem auf einer World of Hifi in gleichem Raum,an gleicher Anlage,an gleicher Musik gehört im Gegensatz zu der NuVero 14 mit Modul,
natürlich war die 14er im Bassbereich überlegen,aber bei weitem nicht so sehr wie man es vermutet hätte,

als ich in den über 80qm grossen Raum eintrat und die German Maestro sah musste ich schon etwas lächeln,
auch gerade als die 14er daneben stand,
aber es war enorm was dieses kleine Teil zuwege brachte,

eigentlich hat sie der NuVero die Schau gestohlen....

Habe aber beide Lautsprecher,auch die NuVero Reihe schon öfters gehört,

und im Werksvorführstudio von German Maestro steht direkt eine B&W zum Vergleich daneben

Gerade aber die Bassperformance wage ich in unterschiedlichen Räumen nur im direkten Vergleich einzuschätzen,
das kann so fundamental unterschiedlich sein.

Gruss
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 04. Aug 2010, 11:01

weimaraner schrieb:
Hallo simbasana,
ich hoffe du hast mich richtig verstanden,

auch ich bin der Meinung das bei der NuVero in Sachen Bühne (Abbildung,Tiefe und Breite) noch dementsprechend Luft nach oben vorhanden ist,
deshalb die Auflistung was nach gut wie die NuVero noch alles kommen könnte.

Die German Maestro habe ich unter anderem auf einer World of Hifi in gleichem Raum,an gleicher Anlage,an gleicher Musik gehört im Gegensatz zu der NuVero 14 mit Modul,
natürlich war die 14er im Bassbereich überlegen,aber bei weitem nicht so sehr wie man es vermutet hätte,

als ich in den über 80qm grossen Raum eintrat und die German Maestro sah musste ich schon etwas lächeln,
auch gerade als die 14er daneben stand,
aber es war enorm was dieses kleine Teil zuwege brachte,

eigentlich hat sie der NuVero die Schau gestohlen....



Hi,
klar hab ich dich wg. der Räumlichkeit richtig verstanden, hier sehe ich bei der nuVero schon auch Luft nach oben. Nur wollte ich ausdrücken, dass es mir nicht möglich wäre dies zu quantifizieren im Vergleich zu anderen Boxen. Also ob da nun 1 oder 2 oder 3 Klassen drüber möglich sind, kann ich nicht ernsthaft beurteilen. Sicher geht es aber besser.

Hinsichtlich der Bassperformance der nuVero 14 würde ich allerdings im Vergleich zur German Maestro, ohne diese zu kennen, meinen, dass die nuVero deutlich vorne liegen sollte. Ich empfinde die 11er schon als äußerst beeindruckend und die merklich größere 14er wird nochmals ein guten Happen drauflegen. Dagegen wird die doch sehr schlanke Säule der German Maestro nicht ernstlich mithalten können. Ich denke man kann physikalische Gesetzmäßigkeiten und volumengestützte Abhängigkeiten nicht derart eliminieren, dass hier auch nur annähernd gleichwertige Partner zu finden wären (bezogen auf die Bassqualität).

Möglicherweise war am ATM der nuVero 14 ja auch der Bass etwas zurückgenommen. Gerade bei den großen nuVeros sollen die ATMs ja eher zum hörrichtigen Anpassen an die räumlichen Gegebenheiten genutzt werden und weniger zur nochmaligen Steigerung der Bassgewalt.

Allerdings muß ich nebenbei gestehen, gefallen mir die B&W deutlich besser als die German Maestro. Die XT8 ist nach meinem Geschmack die mit Abstand schönste Alu-Säule am Markt, auch deutlich vor Piega oder anderen Aspiranten.

Hattest du ggf. mal die Gelegenheit die XT8 mit dem hauseigenen Sub PV1 zu hören? Würde mich sehr interessieren, wie sich der Basisklang der XT8 mit dessen Unterstützung untenrum entwickelt.
weimaraner
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 19. Aug 2010, 10:57

Möglicherweise war am ATM der nuVero 14 ja auch der Bass etwas zurückgenommen. Gerade bei den großen nuVeros sollen die ATMs ja eher zum hörrichtigen Anpassen an die räumlichen Gegebenheiten genutzt werden und weniger zur nochmaligen Steigerung der Bassgewalt.


Hallo,

nein,der Bass wurde nicht zurückgenommen,
ganz im Gegenteil.

Im Nachhinein wurde seitens Nubert der Einsatz des Moduls damit erklärt:

Da der Raum in der Vorführung grösser ist als in normalen Hörräumen sollte eine Bassperformance hergestellt werden wie sie normalerweise in diesen kleineren Räumen vorstehen würde,

also wurde "hinzugefügt".

Die B&W habe ich mit Sub nicht gehört,tut mir leid.

Gruss
michhart
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 19. Aug 2010, 14:40
Hi, war nochmal bei meinem B&W Händler und habe den Fehler gemacht mir die 805 Diamond anzuhören. Von der Auflösung ist die einfach der Hammer, da konnte weder die XT noch die KEF mithalten. Fraglich ist jetzt ob da mein Budget hergibt, aber die Diamond sind eine unvernünftige Entscheidung wert Insbesondere wenn die 805 mit einem Subwoofer zusammen spielen ist das schon ziemlich perfekt. Mal sehen ob ich sonst irgendwo einsparen kann...
Michael
Simbasana
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 19. Aug 2010, 19:43

weimaraner schrieb:

Möglicherweise war am ATM der nuVero 14 ja auch der Bass etwas zurückgenommen. Gerade bei den großen nuVeros sollen die ATMs ja eher zum hörrichtigen Anpassen an die räumlichen Gegebenheiten genutzt werden und weniger zur nochmaligen Steigerung der Bassgewalt.


Hallo,
nein,der Bass wurde nicht zurückgenommen,ganz im Gegenteil.

Im Nachhinein wurde seitens Nubert der Einsatz des Moduls damit erklärt:
Da der Raum in der Vorführung grösser ist als in normalen Hörräumen sollte eine Bassperformance hergestellt werden wie sie normalerweise in diesen kleineren Räumen vorstehen würde,also wurde "hinzugefügt".


Hi,
sei mir bitte nicht böse, wenn ich weiterhin deiner Erfahrung sehr skeptisch bzw. äußerst ungläubig gegenüber stehe. Ich kenne inzwischen die etwas kleinere nuVero 11 recht gut, da sie bei mir nun ein fester Bestandteil meiner Wohnung geworden ist, nachdem sie die relativ unausgewogene und basslahme XT8 bei einem weiteren Hörtest doch ziemlich deutlich aus dem Rennen gekickt hat. Ich behaupte daher einfach mal, selbst die 11er wird schon ein merklich satteres Bassfundament haben, als die German Maestro und insgesamt eher eine ganze Klasse über dieser spielen. Auf dieser Basis scheint mir ein Vergleich einer nuVero 14 mit der German Maestro schon nicht mehr angebracht, da sie nochmals in einer etwas höheren Liga rangiert. Sicher ist es immer nett vermeintlich schwächere Boxen gegen offensichtlich überlegene antreten zu lassen, das ewige David gegen Goliath Spielchen. Die Luft nach oben wird im Hifi Bereich jedoch immer enger, da liegen keine hörbaren Welten mehr dazwischen, sondern oft nur feine Details, die den Unterschied machen. Letztlich ändert es daher nichts daran, dass beide nuVeros in ihren Preisregionen und auch noch darüber aktuell wohl mit zum Besten gehören, was man bekommen kann. Ich glaube hier sprechen die vielen äußerst guten Testergebnisse und vor allem die vielfach positiven Meinungen der Nutzer eine sehr eindeutige Sprache. Ein German Maestro mag partiell gut sein, eine B&W XT auch. Im Gesamtpaket sind die beiden nuVeros m.E. aber kaum zu schlagen, aktuell.

Grüße
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