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Beratung: DAC an Aktivboxen?

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TheKopi
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 28. Aug 2012, 22:04
Hallo zusammen!

Ich möchte folgende Wiedergabekette realisieren:

Foobar - Windows 7 - USB - ABACUS C-Box 2

Nun habe ich mich ein wenig belesen und möchte die interne Soundkarte umgehen (irgendwas von Realtek), um einen möglichst guten Sound zu bekommen. Dazu habe ich an euch Experten einige Fragen:

  • Höre ich mit einem DAC einen signifikanten Unterschied zum Onboardsoundchip?
  • Was sollte ich dafür ausgeben?
  • Mit welchen DACs habt ihr schon Erfahrungen gemacht?
  • Empfehlungen?
  • Gibt es eigentlich Unterschiede zwischen reinen DACs und KHVs?

Ich habe mich natürlich auch schon ein wenig belesen, bin aber aufgrund der schieren Vielfalt total überfordert. Es gibt Reviews die von "keine Unterschiede" bis hin zu "mega toll und besser" reichen und genauso von unterschiedlichen Klangfärbungen sprechen. Das ist für mich bisher alles nicht sonderlich hilfreich, da man nie so genau weiß wie unabhängig getestet wird und man von 10€ bis open end eigentlich alles kaufen kann.

Ich möchte persönlich nicht mehr als 200€ ausgeben und ein möglichst kompaktes Gerät ohne viel "Schnickschnack". Mir reicht im Prinzip ein USB Eingang und ein RCA Ausgang, sodass ich die Boxen verbinden kann. Preis und Größe ergeben sich für mich aus dem Preis der Boxen (ich muss nicht nochmal genauso viel für nen DAC ausgeben, schon gar nicht wenn es kaum hörbare Unterschiede gibt), die Boxen sind auch eher Böxchen (da will ich keinen monströsen DAC daneben haben).

Die DACs die ich bisher "gefunden" und in die engere Auswahl genommen habe sind:

  • Arcam rPAC
  • iBasso D7
  • Yulong U100
  • Pro-Ject USB Box

Vom Nuforce Icon uDac 2 habe ich dagegen eher schlechtes gehört.

Sachdienliche Hinweise zu den Geräten bzw. meinen Fragen können gerne an mich adressiert werden. Wenn ihr auch Ideen habt wo ich noch nachlesen kann, immer her damit.


[Beitrag von TheKopi am 28. Aug 2012, 22:06 bearbeitet]
Hosky
Inventar
#2 erstellt: 29. Aug 2012, 07:29
Hi,

schön minimalistische Kette, die Du Dir da aufbauen willst. Ich bin von der C-Box begeistert und empfehle sie sehr gerne für nicht zu große Räume und wenn keine Pegelorgien mit Elektro/Techno und Konsorten geplant sind.

Bezüglich DAC gibt es widersprüchliche Meinungen. Die eine vertritt das, was hier: http://www.elektronikinfo.de/audio/cd.htm#Player unter CD Player / Wandlung geschrieben wird. Die andere vertritt aus der Hörerfahrung die Meinung, dass Unterschiede hörbar sind.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Grundlagen, die auf der oben verlinkten Seite beschrieben sind, hervorragend dazu geeignet sind, um sich in das Thema einzulesen. Allerdings beschreibt der Autor Idealzustände, dh in einem Elektroniklabor, die unter entsprechenden Bedingungen richtig sind. In der Praxis mit all den Netzstörungen, Einstreuungen und komplexen Lasten bekommt dann z.B ein Operationsverstärker oder eine Masterclock plötzlich nicht mehr die konstante Spannung an wechselnder Last und liefert eben Verzerrungen anstatt der perfekten Signale, die unter Idealbedingungen gemessen wurden. Oder Billig-Kondensatoren trocknen bei Billiggeräten früher aus, was sich in der Leistung über die Lebenszeit und/pder in der Haltbarkeit niederschlägt Ausserdem ist die FIR-Filtertechnik durchaus zu mehr in der Lage, als nur die hochfrequenten Anteile wegzufiltern. Auf die Dynamik eines komplexen Hifi-Signals, Anstiegszeiten, etc wird ebenfalls nicht eingegangen. Die Situation ist in der Realität ein wenig komplexer, als dort dargestellt wird. Ausserdem sind die Mechanismen, welche Signalveränderungen in welcher Größenordnung wie auf unser Hörempfinden wirken, nicht vollständig bekannt, können nicht mit Elektronikgrundlagen beschrieben werden und werden in diesem Artikel auch außen vor gelassen. Daher kann der Artikel auch nicht als vollständige objektive Tatsachenbeschreibung gewertet und daraus logisch gefolgert werden, dass es egal ist, welchen CDP oder DAC man kauft.
Ob ich meine Squeezebox Touch digital oder analog an meine Wandlervorstufe (Lyngdorf DPA-1) anschließe, macht einen deutlich hörbaren Unterschied, den bisher auch jeder Besucher bestätigt hat. Der obigen Theorie nach dürfte es den nicht geben. Aber für meine Ohren ganz offensichtlich macht die Digitalsektion im Lyngdorf irgend etwas besser als die eingebaute in der Squeezebox.

Aber ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Letztlich gibt es verschiedene Meinungen, die sich oft in endlosen Diskussionen ergeben können und nie eine Einigung zufolge haben werden. Daher ist es das Beste, wenn Du beide Meinungen kennst und Dir Deine Eigene bildest.

Zu den Geräten selbst kann ich Dir nicht allzu viel sagen. Da aber die LS in Wechselwirkung mit Deinem Raum der mit Abstand wichtigste Faktor in der Wiedergabekette sind und Dir gefallen müssen, solltest Du diese testen und die Besten kaufen. Du kannst Aktive ja direkt vom PC aus ansteuern, kannst Dir also in aller Ruhe mal ein paar DACs in Deiner Kette vergleichen und Dir Deine eigene Meinung bilden. Das Fernabsatzgesetz macht's möglich, ein guter Hifi-Händler vor Ort sollte ebenfalls Geräte testweise ausleihen.

Neben dem Klang spielen evtl. auch Ausstattungs- / Komfortdetails eine Rolle, zB Anzahl der Eingänge, Lautstärkeregelung am DAC (digital/analog), USB vs TosLink vs SPDIF, Kopfhörerausgang, etc…

Weitere Kandidaten wären
Emotiva XDA-1, Beresford TC 7520, Dr DAC Prime (oder nano), Musical Fidelity V-DAC II,...

Grüße,
Hosky
TheKopi
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 29. Aug 2012, 17:51
Danke für deine Antwort. Habe den Link und die weiter aufgeführten DACs studiert. Die Geräte sind aber alle Ausstattungs-technisch etwas oversized. Wie bereits erwähnt reicht mir ein USB-In und ein RCA-Out, nicht mal einen Amp für KHs wäre nötig.

Als Student wird es leider etwas schwierig für mich alle DACs zum Klangvergleich "einzuladen", hatte daher gehofft die Auswahl auf 2 Geräte eingrenzen zu können bzw. noch ein paar Anregungen zu bekommen.

Habe auf meinem Informationsweg zufällig noch ein paar Informationen zum Arcam rDAC aufgeschnappt, der ja häufig nicht empfohlen wird. Da dieses Modell ja mit wesentlich mehr Materialeinsatz als der von mir rausgesuchte rPAC daherkommt, kann man davon ausgehen dass das kleinere Modell auch nicht so berauschend ist? Vermutlich gibt es da bessere Alternativen, auf die ich noch nicht gestoßen bin.(?)

Ps: Ich halte mich nicht für einen Klang-Esoteriker.


[Beitrag von TheKopi am 29. Aug 2012, 17:53 bearbeitet]
Sternensucher
Stammgast
#4 erstellt: 29. Aug 2012, 18:08
Als Einstieg wäre noch der Fiio E10 (rd. 70 €) nennenswert, für unter 200 € sieht auch der Audioengine D1 (rd. 180 €, regelbare RCA, optischer Eingang) interessant aus.
TheKopi
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 29. Aug 2012, 21:56
Danke für den Tipp mit dem Audioengine. Den hab ich schon 20 mal gesehen und doch irgendwie nicht beachtet. Jetzt bin ich durch Zufall auf ein weiteres Problem gestoßen: Ein Kommentar zum D1 sagt, dass durch die USB-Stromversorgung eine Menge Rauschen auf das Signal kommt. Kann man das beweisen bzw. messen oder wurde da in der Abspielkette einfach nur eine falsche Einstellung im ASIO Treiber oder Kernel-Processing vorgenommen? Wenn ja, was sollte man da beachten? Gibt es da ne gute Anleitung/Tipps für?

Vielen Dank für eure Mühen.

Ps: Nach derzeitigem Stand würde ich gerne den Yulong U100 mit dem Audioengine D1 vergleichen.
scirocco790
Stammgast
#6 erstellt: 30. Aug 2012, 05:12
Ich hatte mal die Pro-Jwect USB Box, und war damit sehr zufrieden.
Wenn man einen reinen DAC sucht, ohne irgendwas dazu finde ich das Kästchen total in Ordnung.
Und der Preis ist auch okay.
Klanglich war das Ding auf jeden Fall um Klassen besser als der OnBoardSound...
Viel detailierter, keine Störgeräsche, sauber. Wenn auch etwas "trocken".
Genau das war ja der Sinn davon!
Sternensucher
Stammgast
#7 erstellt: 30. Aug 2012, 14:38
Hallo TheKopi,

mein AKG K501 ist dead-silent am D1. Allerdings nutze ich den USB-Port nur zur Stromversorgung und füttere den DAC per optischem Kabel. Genutzt wird das Ganze per Aimp3 mit WASAPI, da bleiben dann keine Einstellungsmöglichkeiten mehr

Was ich halt sehr gelungen finde, sind die regelbaren RCAs, man kann die Windows-Lautstärke auf Maximum lassen und regelt mit dem Poti des D1, was gerade bei Nahfeldmonitoren sehr komfortabel ist.


[Beitrag von Sternensucher am 30. Aug 2012, 14:39 bearbeitet]
Amperlite
Inventar
#8 erstellt: 30. Aug 2012, 15:37
Auch der Onboard-Sound aktueller Mainboards ist mittlerweile i.A. so gut geworden, dass die Hörbarkeitsschwellen unterschritten werden.

Die größten Probleme liegen heute bei
- Einstreuungen von Störquellen im PC-Gehäuse
- aktivierten Soundeffekten, die sich in überfrachteten Klicki-Bunti-Treibern kaum finden lassen.

Mit einem einfachen Adapterkabel und der Software RMAA kannst du einfach und kostenlos testen, was deine Karte hergibt und ob Handlungsbedarf besteht.


[Beitrag von Amperlite am 30. Aug 2012, 15:38 bearbeitet]
TheKopi
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 30. Aug 2012, 21:36
Hallo zusammen,

schön das hier immer mehr Anregungen zusammen kommen.

@ scirocco790

Die Pro-Ject USB Box ist in der Tat ein Preis-Leistungs-Schnäppchen. Ich frage mich nur, warum man das Gehäuse 2/3 zu groß gebaut hat. Da hätte doch noch gut ein Poti für die RCAs reingepasst. Das fehlt mir jetzt irgendwie.

@ Sternensucher

Was bedeutet dead-silent? Ich dachte bisher immer der Poti würde nur auf die Klinke-Buchse wirken. Wenn es auch auf die RCAs Einfluss hat umso besser, da die Abacus den Gain auf der Rückseite versteckt.

@ Amperlite

Störquellen und Soundeffekten will ich bestmöglich aus dem Weg gehen. Ich denke das geht auch am besten mit nem externen DAC.

Ich habe mal noch weiter im Forum quer gelesen, demnach sollte eine Lautstärkeregelung auch über Foobar funktionieren, richtig?
Sternensucher
Stammgast
#10 erstellt: 31. Aug 2012, 14:40
HalloTheKopi,

ja, beim D1 regelt das Poti auch die RCAs. Sobald ein Kopfhörer eingesteckt wird, sind diese jedoch stummgeschaltet, Lautsprecher und Kopfhörer gleichzeitg ansteuern geht somit nicht.
Mit dead-silent meine ich, dass mein D1 im "Leerlauf" kein Rauschen produziert.
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