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Pioneer A-30-K oder Yamaha A-S201

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zaehler
Neuling
#1 erstellt: 24. Feb 2014, 06:27
Guten morgen zusammen.

Mein alter Verstärker (Sony F190) hat den Geist aufgegeben. Benutzte ihn, um meine "Cat MBC 313 b" Boxen (180W Sinus, 8 Ohm) mit Musik von meinem PC oder meinem Plattenspieler zu füttern.

Ich höre meistens auf Zimmerlautstärke, manchmal auch lauter (vorm Sport oder abends weggehen ) und das Zimmer ist ~20m² groß.

Welchen der beiden Verstärker würdet ihr mir empfehlen? Gibt es nennenwerte Unterschiede oder soll ich mir einfach den bestellen, der mir besser gefällt?
Albus
Inventar
#2 erstellt: 24. Feb 2014, 15:15
Tag,

die Bedingung Plattenspieler - nach den Spezifikationen ist der Yamaha A-S201 für den Betrieb eines Plattenspielers nicht ordentlich tauglich: die Eingangsempfindlichkeit ist so hoch, dass kaum ein nutzbarer Tonabnehmer im Markt gefunden werden kann. Die 10 mV Eingangsempfindlichkeit sind als Ausschlusskriterium anzusehen; üblich sind 2,5 mV bis 3,0 mV. Die BDA erlaubt einen Blick auf die Spezifikationen: http://download.yama...a.com&asset_id=60224

Die merkwürdige Eingangsempfindlichkeit wird dann noch eingefasst in einen schlechten Geräuschspannungsabstand für den Phono-Betrieb. - In der einfachen Summe der Produktinformationen zum Phono-Eingang lese ich das wie eine Warnung.

Auch der CD-Eingang hat mit 500 mV eine eigenartig hohe Eingangsforderung (die man uU noch verstehen könnte angesichts der möglichen 2 V bei Vollpegel einer CD), üblich sind 150-200 mV.

Nachtrag: Pioneer bietet im Phono-Schaltkreis Gängigeres - Eingangsempfindlichkeit 2,8 mV, die Eingangskapazität in Höhe von 440 pF (Pikofarad) ist noch im Rahmen von allerlei Möglichkeiten an Tonabnehmern.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 24. Feb 2014, 17:06 bearbeitet]
pertiet
Neuling
#3 erstellt: 10. Apr 2014, 08:38
Hi,
ich bin unsicher, ob die meine Frage genau hier in diesen Thread rein passt oder nicht...
Ich habe mir einen Yamaha A S201 kommen lassen. Nun bin ich der Meinung, dass dieser wesentlich leiser bei maximaler Lautstärke ist als mein alter Pioneer A 209 (obwohl der wesentlich weniger Watt hat)

Kann das denn sein?? Bzw an den o.g.Punkten liegen?
Viele Grüße
Henning
Albus
Inventar
#4 erstellt: 10. Apr 2014, 19:50
Tag,

die beobachtbaren unterschiedlichen Lautstärken zwischen den Geräten - bei einer CD mit üblichem mittleren Aufnahmepegel des Musikprogramms - sind, einerseits, eine Folge der deutlich unterschiedlichen geforderten Eingangsspannungen (500 mV gegenüber 200 mV) sowie, andererseits, der ebenfalls deutlich unterschiedlichen Verstärkungsfaktoren. Der Verstärkungsfaktor des Yamaha A-S201 ist für einen Vollverstärker niedrig, 50-fach (35 dB), der Pioneer A-209 hat einen Verstärkungsfaktor auf dem üblichen Niveau von etwas mehr als 100-fach (etwas mehr als 40 dB).
Der A-S201 wird dann allerdings mit einer CD, welche auf maximalen Pegel von 2 Volt angelegt ist, lauter; beim Pioneer muss dann schon der Volumesteller gehörig herunter geregelt werden.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 10. Apr 2014, 19:52 bearbeitet]
pertiet
Neuling
#5 erstellt: 10. Apr 2014, 19:56
Wow!!

Das sind derart absolute Neuigkeiten für mich....
Danke für die mir ehrlich gesagt nicht wirklich verständliche Antwort.

Sowas habe ich noch nie gehört und nicht mal geahnt..... Wahnsinn!!
Wer kann denn sowas wissen als normal sterblicher??
Mann...

Ich habe nun einfach mal den Yamaha wieder fortgeschickt und den Pioneer A 20 (!) genommen
Passt irgendwie besser für mich

Kann man denn deine Antwort auch quasi so schreiben, dass ein Laie wie ich das versteht?

Mittlerweile habe ich die obige Antwort zigmal gelesen und fange an ein wenig zu verstehen.
Bliebe aber für mich noch die Frage wo man soclhe Angaben finden kann? Ich meine jedenfalls nicht im normalen Handbuch


[Beitrag von pertiet am 11. Apr 2014, 09:35 bearbeitet]
Albus
Inventar
#6 erstellt: 12. Apr 2014, 10:27
Tag,

ich komme auf die Zweifel erläuternd zurück. Es geht um das Verhältnis von Input : Output = Gain.
Tatsächlich lassen sich die Verstärkungsfaktoren (Gain) anhand gängiger Produktinformationen mehr oder weniger genau bestimmen, jedenfalls für praktische Zwecke in der Größenordnung genau genug. Das Verhältnis von Eingangsspannung (Input Sensitivity, in mV = Millivolt) zu Ausgangsleistung bei nominaler Sollleistung (Minimum RMS Output Power, Nennleistung, in Watt bezogen auf 8 Ohm) enthält den Verstärkungsfaktor. Es ist nur die Größe Watt in Volt umzurechnen.
Beispiele:
1. Yamaha A-S201 - Input gefordert 500 mV für Output von 100 Watt an 8 Ohm. 100 W/8 Ohm entsprechen 28,3 Volt. Output-Spannung 28,3 V geteilt durch die Input-Spannung 500 mV (0,5 V) = Verstärkung 56,6-fach, gerundet (wegen Minimumleistung auf) 60-fach, d.h. 35,5 dB.
2. Pioneer A-209 - Geforderter Input 150 mV für Output von 45 W/8 Ohm; umgerechnete 45 W/8 Ohm entsprechen 19 V, aufgerundet, da Minimum, 20 V. Bestimmung Gain Output 20 V geteilt durch Input 200 mV (0,2 V), somit Verstärkung von 100-fach, d.h. 40 dB.

Zwischenbemerkung: Der Verstärkungsfaktor des A-S201 ist für einen Vollverstärker sehr niedrig, der Verstärkungsfaktor des Pioneer A-209 ist für einen kleinen Vollverstärker typisch.

Anwendung: Geht man auf den Normalpegel einer kommerziellen CD zurück, d.i. Aufsprechpegel zwischen -15 und -20 dB entsprechend 356 mV bis 200 mV für den Durchschnittspegel, so kommt der A-S201 typisch immer zu kurz = kann nicht richtig laut aufspielen, dagegen kommt der Pioneer A-209 gelegentlich schon an die Leistungsgrenze. Mehr Details besser nicht.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 12. Apr 2014, 10:28 bearbeitet]
pertiet
Neuling
#7 erstellt: 12. Apr 2014, 11:01
Vielen Dank für die ausführliche Ausführung!

Ich habe eine Ahnung, aber da ich mit der Materie Mathematik etc nei gut klarkam die Frage: wie verhält es sich mit dem pioneer a 20 k?
Können Sie mir das auch noch sagen?

Und was mir auch noch 'unter den Nägeln brennt': warum machen die Hersteller das??


[Beitrag von pertiet am 12. Apr 2014, 12:58 bearbeitet]
Albus
Inventar
#8 erstellt: 12. Apr 2014, 15:26
Tag,

der Pioneer A-20-K ist gut tauglich ausgelegt; die Eingangsempfindlichkeit ist mit 200 mV gut gewählt, nicht zu hoch - nicht zu niedrig. Die Kombination von gut gewählter Eingangsempfindlichkeit und einem Verstärkungsfaktor von 80-fach führt dazu, dass nur 35 mV für eine Ausgangsleistung von 1 Watt gefordert werden, was schon laut ist bei üblichen Lautsprechern.

Warum wählt ein Hersteller abweichende und die Nutzung erschwerende Betriebsbedingungen? Vermutlich aus ökonomischen Gründen. Es gibt in der Produkte-Entwicklung die Sentenz "Folgt etwas schlecht Gemachtes aus ökonomischen Gründen, und es wurde im vollen Bewusstsein getan, dann ist es gutes Engineering." Und so hat Yamaha mit dem A-S201 nicht einen typischen kleinen Vollverstärker geschaffen, sondern eine Endstufe mit Kanalwähler und Lautstärkesteller als Vollverstärker in den Markt gegeben. Gespart hat man die Vorverstärker-Stufe, mit Folgen auch für die Phono-Nutzung. Befragt wird "der Markt", ob er es wohl bemerkt? - Oder so ähnlich.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 12. Apr 2014, 15:27 bearbeitet]
pertiet
Neuling
#9 erstellt: 12. Apr 2014, 22:12
Toll und ganz vielen Dank für die Aufklärung.
Also bleibe Pioniere (Pioneers) hier.
Danke!
Reiniman
Stammgast
#10 erstellt: 13. Apr 2014, 06:38
Ich habe mir vor ein paar Wochen den Pio A 30 gekauft. Klanglich und optisch ein Hammer.

Zun erwähnen wäre noch, das bei den Pois ab dem A 30 Modell die komplette Front aus Metall ist, inclusive Drehregler.

Edit sagt: Der Pio A 30 K bietet meiner Meinung das beste P/L Verhältniss.


[Beitrag von Reiniman am 13. Apr 2014, 09:11 bearbeitet]
MCRastaman
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 06. Okt 2014, 18:33
Was bedeutet das für den Klang beim A-S201?
Ist es einfach nur leiser?
haumti
Stammgast
#12 erstellt: 06. Okt 2014, 20:56
Ich habe da bei den Ausführungen so gewisse Zweifel.
Ich hatte kurze Zeit den R-N 500 und habe mit CD betrieb gegenüber einem Pioneer A-602 keinerlei Nachteil bemerkt.
Im Gegensatz zum Phonobetrieb war der R -N 500 im Vorteil da man dort die Lautstärke trimmen konnte und man beim Umschalten auf andere Kanäle dann keine Krassen Unterschiede mehr feszstellen konnte.
Beim Pio war das immer sehr Lästig beim Umschalten von CD auf Phono die Lautstärke teils Massiv anheben zu müssen und man vorher auch nie genau wußte wo der Punkt war damit es nicht zu laut oder leise war.
Ich konnte bei den Techn. Daten auf der Yamaha Seite die Eingangsemphindlichkeit vom A-S201 nachlesen(500mv) beim R-N500 fehlt dort diese Angabe ?
Kann es denn sein das Yamaha bei den billigeren Recivern dort was einspart und macht das Pioneer zum Beispiel beim SX-20 Reciver genauso ?
Ich konnte zu den Geräten leider keine Daten zur Eingangsemphindlichkeit finden.

Gruß
Alex
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