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Neuer Verstärker sinnvoll?

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Flaneur2000
Neuling
#1 erstellt: 27. Apr 2014, 19:03
Liebe "Experten"!

Seit mehr als 20 Jahren ist meine Hifi- Begeisterung zurück! Der Umbau der Wohnung hat es möglich gemacht, und nun steht die alte Anlage wieder, ergänzt durch einen neuen Yamaha CD-N 500, der hauptsächlich vom NAS Flacs streamt. Boxen sind hochwertige all-rounder - Standboxen (Zwei-Wege Bassreflex). Zu Studentenzeiten habe ich sie in einem Fachgeschäft als Bausatz erworben, sollten seinerseits so etwa in der 1000 DM Liga spielen - eine Typenbezeichnung kann ich deshalb nicht angeben, aber sie klingen für meine Ohren noch super, und ich möchte sie behalten. Verstärker ist ein altes Schätzchen, eher aus dem sparsameren Segment, ein "Wangine HVA 8030". Das Ding gabs damals bei Conrad Elektronik für so schätzungsweise 300 DM, und es funktioniert auch noch ohne Störungen - ich vermisse aber die Fernbedienung für die Lautstärke.

Frage aber: Meint ihr, dass beim Ersatz des Verstärkers durch einen modernen aus der "bis 500 Euro"- Klasse (z.B. Yamaha, Denon Onkyo o.ä.) ein Klanggewinn erzielt werden kann? Oder wäre das rausgeschmissenes Geld, das besser in Anderes inverstiert werden sollte. Und wenn ein Klanggewinn zu erwarten ist: Mit welchem Gerät aus dieser Klasse sollte ich mal einen Versuch wagen. Yamaha A-S 500 oder 700? An sich bin ich mit dem Klang z. Zt. ja zufrieden, aber man merkt den Unterschied ja erst, wenn man ihn gehört hat ... Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass der Einsatz des CD-N-500 an den alten Geräten so viel mehr rausholt als ich dachte.

Danke für eure Geduld,
Flaneur2000
dktr_faust
Inventar
#2 erstellt: 27. Apr 2014, 19:07
Einen Klanggewinn wirst Du nicht erreichen, wenn der Amp noch läuft und Dich die fehlenden Fernbedienung nicht zu sehr stört behalt ihn.
Ansonsten: Yamaha A-S 300...nur zur Sicherheit solltest Du aber die technischen Daten Deiner Lautsprecher irgendwie überprüfen. Evtl haben sie z.B. einen zu geringen Widerstand (glaub ich aber nicht).

Grüße


[Beitrag von dktr_faust am 27. Apr 2014, 19:09 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#3 erstellt: 27. Apr 2014, 19:11
Hallo,


Meint ihr, dass beim Ersatz des Verstärkers durch einen modernen aus der "bis 500 Euro"- Klasse (z.B. Yamaha, Denon Onkyo o.ä.) ein Klanggewinn erzielt werden kann?


Eine Verbesserung des Klangergebnis ist nicht zu erwarten.


Mit welchem Gerät aus dieser Klasse sollte ich mal einen Versuch wagen.


Der billigste neue Amp den ich selbst verwenden würde ist der Sherwood RX-772. Der nächste teurere wäre ein AMC 3100 MK2


Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass der Einsatz des CD-N-500 an den alten Geräten so viel mehr rausholt als ich dachte.


Da schlägt einem die Psychoakustik schon mal ein Schnippchen und doch ist meist nur der Wunsch der Vater des vermeintlichen Mehrwerts.

Wenn Du an gutem Stereo-Klang interessiert bist, können die folgenden Infos hilfreich sein:

http://www.hifiaktiv.at/?page_id=177
http://www.hifiaktiv.at/?page_id=192
http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 27. Apr 2014, 22:57 bearbeitet]
Flaneur2000
Neuling
#4 erstellt: 28. Apr 2014, 17:44
@ dktr_faust

Danke für deine schnelle Antwort und den Hinweis auf die Überprüfung der technischen Daten meiner Lautsprecher. Das ist nur - glaube ich - nicht so ganz einfach, jedenfalls für mich nicht. Es reicht ja wohl nicht, einfach ein Multimeter zwischen die Anschlüsse zu klemmen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Widerstand nicht unter 4 Ohm liegt und dann sollte doch alles OK sein, oder?

Ob ich nun bei meinem alten Amp bleibe oder wechsele, steht noch nicht fest. Ein lokaler Händler hat mich auf den Magnat MA 400 (Röhren- Transistor- Hybrid) aufmerksam gemacht und angeboten, mir einen zum Testen mitzugeben. Wär doch mal einen Versuch wert.

Viele Grüße


[Beitrag von Flaneur2000 am 28. Apr 2014, 18:12 bearbeitet]
Flaneur2000
Neuling
#5 erstellt: 28. Apr 2014, 17:56
@ tywin:

Danke für die schnelle Antwort und die links zum Raumakustikthema. Damit hatte ich mich natürlich auch schon beschäftigt und - soweit ich konnte - darauf Rücksicht genommen. Aber da gibt es bei mir auch räumliche und funktionelle Grenzen, die zu Kompromissen zwingen - es handelt sich (leider) nicht um einen Raum, dessen primärer Zweck die Simulation eines Konzertsaales ist.

Ich will auch auf keinen Fall hier wieder eine Diskussion zum Thema "Verstärkerklang" starten - ich weiß, dass der Einfluss des Amps auf das Klangergebnis häufig überschätzt wird. Auf der anderen Seite habe ich auch nichts gegen ein paar psychoakustische Einflüsse und bin prinzipiell auch bereit, dafür in einem gegebenen Rahmen Geld auszugeben, wenn sie zu meinem Wohlbefinden, das auch vom subjektiven Hörerlebnis beeinflusst wird, beitragen.

Wenn du noch mal Zeit findest, würde mich interessieren, warum für dich im niedrigen Preissegment nur die beiden von dir genannten Verstärker in Frage kommen. Da es am Klang ja nicht liegen kann: Ist es die sonstige Wertigkeit (Verarbeitung, Qualität der Bauteile), die Haptik, die Bedienung oder die Ausstattung? Ein lokaler Händler empfahl mit den Magnat MA 400 (ein Hybrid mit Röhre in der Vorstufe) und will ihn mir auch zum Probieren unter den örtlichen Bedingungen mal mitgeben. Klingt doch auch nicht schlecht, oder?

Viel Grüße


[Beitrag von Flaneur2000 am 28. Apr 2014, 18:13 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#6 erstellt: 28. Apr 2014, 18:40

Wenn du noch mal Zeit findest, würde mich interessieren, warum für dich im niedrigen Preissegment nur die beiden von dir genannten Verstärker in Frage kommen.


"nur": Du fragst mit welchen Geräten man einen Versuch wagen sollte. Dazu habe ich Dir zwei aktuell erhältlich Geräte genannt. Bis zum Preis von 750 Euro ist mir kein neues Stereo-Gerät eingefallen, dass ich lieber verwenden würde als den RX-772 für seine knapp 300€ Marktpreis.

Der Sherwood ist für einen Stereoreceiver und den aufgerufenen Preis sehr kräftig, solide und gut ausgestattet. Der für mich nächst bessere Stereoverstärker von AMC ist bezüglich der Qualität (auch des Phonoeingangs) und der Leistungsfähigkeit ein kräftiges gut konstruiertes Gerät, welches ich kürzlich noch für etwa 500 Euro als B-Ware gesehen habe.

Ich bin bezüglich Verstärkern aber nicht dogmatisch. Derzeit scheinen die Denon AVR-X1000 und 4000 in ihrem jeweiligen Preissegment recht sinnvolle Möglichkeiten. Ich selbst nutze derzeit die verschiedensten Geräte (s.Profil) und bin damit rundum zufrieden.


Ein lokaler Händler empfahl mit den Magnat MA 400 (ein Hybrid mit Röhre in der Vorstufe) und will ihn mir auch zum Probieren unter den örtlichen Bedingungen mal mitgeben. Klingt doch auch nicht schlecht, oder?


Röhrenverstärker (oder Hybride) haben nur den Zweck am Klang rumzupfuschen. Technisch gibt es keinen Grund einen Röhrenverstärker zu verwenden. Insbesondere wenn man wie ich, den Einfluss von "für die Lautsprecher ausreichend dimensionierten" Verstärkern auf das Klangergebnis nahezu ausschließt. Kauf Dir dann besser einen leistungsfähigen AVR, der unzählige Möglichkeiten zur zielgerichteten Klangbeeinflussung bietet.
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 29. Apr 2014, 08:19
hallo,

es ist mein erster beitrag hier, nach dem ich immer wieder mit gelesen habe.
ich kann dir nicht direkt sagen welchen verstärker du kaufen solltest aber vermute, dass es in der liga nicht viel bringt.
ich habe seit ca. 25 jahren einen technics su-v 470 (damals 500,- DM) und dreiwege kompakt heco superior 630. sie haben lange gut gedient und machen immer noch ihren job gut.
jetzt wollte ich mal endlich was neues, natürlich auf einem neuen level. nach langen lesen bin ich zu einem händler und habe mir dort die KEF LS50 angehört (und die KEF Q700) mit meinem technics verstärker. ich war auch begeistert. als ich den händler um die einschätzung des alten technics gefragt habe, meinte er – am besten wäre ein vergleich mit was anderem und hat den creek evolution 50A angeschloßen, tja dann ist mir klar geworden, was ein verstärker leisten kann. es war nicht gewaltig anders aber viel besser und harmonischer.
der kostet knapp 900,- euro und der händler meinte auch, dass sie ihn gut verkaufen und in der preisklasse kaum was vergleichbares existiert.
die KEF LS50 kommen die tage und es ist nur eine frage der zeit bis der creek auch bei mir steht.

was ich eigentlich sagen möchte – ein neuer verstärker oder boxen machen nur sinn wenn es wirklich eine andere liga ist, in der gleichen preisklasse wie die alten geräte bekommt man selten was besseres außer optik.
ein direkter vergleich ist auch immer der besste weg.
Flaneur2000
Neuling
#8 erstellt: 29. Apr 2014, 19:24
@ Soulbasta:

also gibt es schon zwei, die dieses Thema zu ihrem erstem Beitrag im Forum bewegt. Intuitiv teilte ich deine Meinung, dass (nur) der Aufstieg in eine andere Verstärkerliga (auch preislich) einen Klanggewinn verspricht. Aber viele (nicht nur in diesem Forum) sind der Meinung, dass jedenfalls jenseits einer preislichen Grenze von etwa 200 bis 300 Euro für einen Amp keine klanglichen Differenzen zwischen einem 250 Euro teuren und einem 2500 Euro teuren Amp mehr bestehen. Der Unterschied zu deinem creek evolution 50A ist dann nur "gefühlt".
Ob's richtig ist, weiß ich nicht. Es scheint so zu sein, dass rein physikalisch gesehen, alle Amps jenseits einer Minimalqualitätsgrenze aus demselben Eingangssignal dasselbe Ausgangssignal machen und damit in denselben Lautsprechern in derselben Umgebung die gleichen Druckwellen erzeugen. Wir hören aber ja keine Druckwellen. Genau genommen werden die Druckwellen erst dann überhaupt zu einem Geräusch, wenn sie von einem Ohr in der Nähe in neuronale Impulse verwandelt wurden und diese wiederum von einem Gehirn als "Geräusch" oder gar Musik interpretiert wurden. Und auf diesem Weg ist sicher sehr vieles sehr subjektiv. Ich würde diesen Vorgang aber nicht als "Schnippchen" der Psychoakustik bezeichnen, sondern als notwendiger Bestandteil der Wahrnehmung.

Konsequenzen für den Amp- Kauf? Ich suche etwas, was (jenseits der Minimalgrenze) meine Anfoderungen an Aussehen, Ausstattung, Maße, Gewicht etc. erfüllt und nehme dann zum Probieren zunächst den preiswertesten aus dieser Auswahl (in meinen Fall wahrscheinlich der Pioneer A 30). Wenn der schon einen deutlichen Mehrwert bringt ... ists gut. Sonst kann man weitere Versuche starten.
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 30. Apr 2014, 06:56

Aber viele (nicht nur in diesem Forum) sind der Meinung, dass jedenfalls jenseits einer preislichen Grenze von etwa 200 bis 300 Euro für einen Amp keine klanglichen Differenzen zwischen einem 250 Euro teuren und einem 2500 Euro teuren Amp mehr bestehen. Der Unterschied zu deinem creek evolution 50A ist dann nur "gefühlt".


hm, dem würde ich niemals zustimmen und kann es auch nicht ernst nehmen. ich bin kein verfechter von überteuerten sachen allerdings ist das in meinen augen(ohren) ein naives denken. es kommt sehr wohl gerade bei einem verstärker auf die verbauten teile an.
wer die unterschiede zwischen einem 300,- euro verstärker einer allerweltsmarke und einem sagen wir 1000,- euro von einer hifi schmiede nicht hört der tut mir leid. es kann sein, dass man es mit schlechten boxen nicht gut raushört aber bei guten geräten ist das deutlich hörbar und nicht nur spürbar.
ich kann jedem der meint, dass es nicht stimmt dazu raten es wirklich zu testen und nicht theoretisch erklären.

als ich vor ca. 25 jahren meine erste anlage kaufte habe ich mir auch sachen angehört die ich mir nicht leisten konnte und war begeistert. ich musste jedoch ein kompromiss finden und für die damals 2000,- DM das optimale für mich zu finden und es hat auch seine dienste gemacht ich habe immer noch spaß damit musik zu hören.
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 30. Apr 2014, 07:29

ich kann jedem der meint, dass es nicht stimmt dazu raten es wirklich zu testen und nicht theoretisch erklären.


Wichtig bei einem solchen Test ist es, dass die Vergleiche ausschließlich unter gleichen Bedingungen stattfinden. D.h. es darf nur der Verstärker verändert werden und der Test ist nur mit einem gemessenen Lautstärkeausgleich und blind - also ohne zu wissen welcher Amp läuft - aussagekräftig.

HiFi-Fans aus Österreich haben solch einen Test durchgeführt:

http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=4482

Somit gibt es den geforderten Test und auch genügend theoretische/technische/wissenschaftliche Abhandlungen dazu.

Das soll es aber von mir zum Thema Verstärkerklang gewesen sein, da dieses Thema hier im Forum ausführlich, kontrovers und bis zum Erbrechen ausdiskutiert wurde/wird:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-108-7738.html


[Beitrag von Tywin am 30. Apr 2014, 12:54 bearbeitet]
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