Kaufberatung Komplettsytem Stereo für Langzeitzufriedenheit (Budget 4stellig)

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StefanW.
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Okt 2017, 15:55
Sehr geehrte Hifi-Forum-Mitglieder,
ich möchte gerne Eure Expertise zur Beratung eines Komplettsystems in Anspruch nehmen.

Mir ist klar, dass ein persönliches Anhören (im eigenen Raum) unumgänglich ist.Ich habe bereits einige Höreindrücke sammeln können und benötige noch ein paar Informationen, worauf zu achten ist aber erhoffe mir auch ein paar Empfehlungen frei von der Schnauze weg.

Also worum geht es. Seit 10 Jahren höre ich mit einem Denon PMA-655R Verstärker und Denon DCD-865 Musik, vorrangig von der Computerfestplatte. Boxen sind ein Paar Magnat Vector Tower 208.

Nun möchte ich mir neue Boxen zulegen, die einen deutlichen Sprung nach oben verzeichen und mich langfristig glücklich machen sollen. Dabei gehe ich davon aus, dass möglicherweise auch ein neuer Verstärker her muss (da nur 50Watt bei 8Ohm) bzw. ich gerne die Musik per Toslink vom PC übertragen würde (verspreche mir da eine bessere Klangwiedergabe wege hochwertigerem DAC vom Verstärker).

Gehört wird vor allem von (eingelesener) CD, bzw. flac-Downloads über den PC. Evtl. in Zukunft auch über einen Musikserver oder teilweise Streaming.
Musikstile: Moderne Rockmusik (Anathema, Steven Wilson), Metal (Metallica), aber auch Klassik und Klaviermusik.

Zum Raum: Ich stelle Bilder ein, aber da ein erneuter Umzug in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen ist, sollen die Boxen auch in einem anderen Raum gut spielen können.




-Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
10000€
-Wie groß ist der Raum?
Hörbereich ungefähr 16m² mit Schrägen, Raum zur Seite hin offen.
-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden? (eine kleine Skizze mit Aufstellungsort, Möbeln und Hörplatz ist sehr hilfreich)
Grundriss
Sitzposition
Boxenposition
-Sollen es Standlautsprecher, Kompakte, ein Sub/Sat System oder sonst was werden?
Standlautsprecher, Stereo, kein Surround.
-Wie groß dürfen die Lautsprecher werden?
Relativ egal, solange eine wandnahe Aufstellung möglich ist.
-Steht ein Subwoofer zur Verfügung? (wenn ja, bitte genau beschreiben)
Nope
-Welcher Verstärker wird verwendet?
Denon PMA 655R oder neuer
-Was soll über die Lautsprecher gehört werden ?
Rockmusik, Metal, Klassik
-Wie laut soll es werden?
Mietwohnungs
-Wie tief sollen die Lautsprecher kommen (Hz)?
?
-Wird großer Wert auf Neutralität gelegt?
Grundsätzlich gefallen mir klare, präsente Höhen gut.
- Welche Lautsprecher wurden bisher gehört und was hat daran gefallen/nicht gefallen?
Magnat Vector Tower 208; ansich in Ordnung, aber hätte gerne von allem mehr (vor allem einen Klang, der mehr wie echt klingt.
-Wird auf irgend etwas Spezielles Wert gelegt (Breitbänder, Sub-Sat Kombination, geschlossene Bauweise, Anzahl der Wege, Hersteller, Aktivbox, Horn...usw.)
Aussehen ist ein Kriterium!
- Standort + Radius (wg. Händler/Produktempfehlung + wie weit bist Du bereit zu fahren)
Dresden.


Was genau suche ich: Boxen, die mir lange Freude bereiten, eine ordentliche Bühne darstellen, mit klaren Höhen, Bass eher trocken und nachrangig in der Bedeutung. Aussehen der Boxen ist auch wichtig.

Was ich bisher angehört habe:
- Fischer&Fischer SN270 (Paar 5500€), dazu wurde mir vom Händler1 ein Pioneer A70DA (1600€) als Verstärker empfohlen. Die haben mir vom Aussehen und vom Klang erstmal gut gefallen, ist aber ein 2Wege-Produkt. Vom 3Wege SN370 (7700€) wurde mir eher abgeraten, da mein Rack nicht zwischen den Boxen steht und sich die Tieftöner in der Mitte ungünstig aufeinander auswirken könnten.

- B&W CM10S2 (Paar 3600€), ich meine mit einem Moon-Verstärker bei Händler2. Hat mir aber weniger gut gefallen, ohne jetzt genau sagen zu können woran es lag. Der Schritt zur 804D3 (9000€) wäre finanziell aber sehr groß.

Dann überlege ich noch nach Schwäbisch Gmünd zu Nubert zu fahren und mir die NuControl mit der NuPowerD und die NuVero140 (Paar 4470€) anzuhören. Das wird aber ggf. erst um Weihnachten möglich sein. Auch gibt es hier im Forum ja sehr gemischte Meinungen zu Nubert.

tl;dr:
Meine spezifischen Fragen sind:
- Dass immer mehr geht ist mir klar, aber wo findet sich zwischen Paar 3600€ und 9000€ die beste Preis/Leistung
- Ist eine 3Wege-Box auf jeden Fall (vom Klang) vorzuziehen
- Welche Marken/Boxen (Dali und Elac sowie Canton gäbe es zB noch bei den Händlern) wären noch in Betracht zu ziehen
- Sind meine Überlegungen soweit richtig, dass ich per digitaler Verbindung PC zum Verstärker einen deutlich besseren Klang bekommen könnte, oder kann ich mir das Geld sparen
- Worauf müsste ich noch achten, was sollte ich mir nicht aufquatschen lassen (bspw. Kabel)

Zuletzt vielen herzlichen Dank für den, der sich das hier durchliest (und mir ggfs. wertvolle Tipps geben kann).
WiC
Inventar
#2 erstellt: 15. Okt 2017, 16:14
Hallo Stefan,


- Ist eine 3Wege-Box auf jeden Fall (vom Klang) vorzuziehen

Nein, die Anzahl der Wege spielt für das klangliche Ergebnis nicht zwingend eine Rolle.

Zu deinen anderen Fragen findest du mMn hier eine sehr gute Info: http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=66

Wenn der PC deine Quelle ist, kannst du mMn mit solcher Software DiracRCS , oder Acourate einen enormen Klanggewinn erreichen.

Mit deinem Budget kannst du dich auch mal bei Backes & Müller umhören, evtl, gebraucht, z.B. BM PRIME 8 (Gebrauchtgerät)

LG
ATC
Inventar
#3 erstellt: 15. Okt 2017, 17:19
Hallo,

in dem Preisbereich ist schon einiges möglich, allerdings sehe ich hier das klangliche Problem auch recht heftig in der Raumakustik bestehen,
ich sehe auf den Bildern 0, aber auch wirklich null bedämpfende Materialien, das Sofa steht direkt an der Wand uvm...

Du solltest auf alle Fälle vor dem Kauf bei dir zu Hause verschiedenste Konzepte testen,
von Martin Logans angefangen, über Koaxe wie z.B. die Tannoy Definition 10T, Open Baffle wie von Spatial Audio http://www.spatialaudio.us/ ,
aktive Midfielder aus der Studiobranche wie z.B Adam Audio S5V,
neueste Technik mit der Kii Audio Three,
auch mal ein Horn wie die Avantgarde Acoustic Zero One,
sehr gerichtet abstrahlende Modelle von Backes Müller wie diese hier http://www.ebay.de/i...3:g:6AoAAOSwDehZnZVs
oder ein Klipschhorn http://assets.klipsc...nishes-2000x1125.jpg
oder eine große ME Geithain http://abload.de/img/foto1rskd1pnsp0x1sz8.jpg

Möglichkeiten gibt es viel, hast du die sehr schönen Fischer auch mit Metal gehört?Nur aus Neugierde...

Gruß
StefanW.
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Okt 2017, 18:12
Vielen Dank für die Antworten und Anregungen. Also mit der Raumakustik muss/kann sicher einiges gemacht werden und ich werde mich da mal mit beschäftigen, was in den Links steht.

Wie erwähnt wird wahrscheinlich in den kommenden Jahren auch nochmal ein Umzug anstehen, darum möchte ich explizit nicht Lautsprecher, die speziell für diesen Raum passend sind aber sich sonst nachteilig auswirken.
Leider gibt es die verschienen Boxen nicht bei einem Händler, der mir die dann mal zusammen hinstellen kann.

Von Backes&Müller habe ich noch nie gehört, da frage ich mich natürlich wieso. Das sind aktive Boxen wenn ich das richtig sehe. Wo kann man die denn zur Probe hören?

Mit den Fischer&Fischer habe ich bisher keinen Metal gehört, nur Rammstein.
ATC
Inventar
#5 erstellt: 15. Okt 2017, 18:26
Backes & Mueller führen ihre Lautsprecher auf Messen und Workshops vor,
oder gegen Entgeld auch zu Hause,
von Händlern haben sie sich verabschiedet da die Vorführungen wohl nicht zufriedenstellend liefen

http://www.backesmueller.de/de/workshops.html

Die genannten Lautsprecher sind übrigens zumeist Aktivlautsprecher....
dejavu1712
Inventar
#6 erstellt: 16. Okt 2017, 07:03

StefanW. (Beitrag #4) schrieb:

Wie erwähnt wird wahrscheinlich in den kommenden Jahren auch nochmal ein Umzug anstehen, darum möchte
ich explizit nicht Lautsprecher, die speziell für diesen Raum passend sind aber sich sonst nachteilig auswirken.


In schwierigen Räumen hilft "Alibi Akustik" nicht wirklich weiter und einen großen Aufwand möchtest Du sicher auch
nicht betreiben wenn du die Bleibe in nicht all zu ferner Zukunft wechseln möchtest, also muss eine Alternative her.

Einen für verschiedene Räume passenden LS zu finden, ist nicht ganz einfach, da diese je nach Raum und Aufstellung
unterschiedlich reagieren werden, in dem Fall wären anpassbare LS oder ein DSP meiner Ansicht nach hilfreich, so
kann man den Klang an die Gegebenheiten anpassen, das lässt sich natürlich mit aktiven und passiven LS realisieren.

Daher kann das Probe hören beim Händler auch nur eine grobe Orientierung sein in welche Richtung es gehen kann.


[Beitrag von dejavu1712 am 16. Okt 2017, 07:03 bearbeitet]
Yahoohu
Inventar
#7 erstellt: 16. Okt 2017, 07:24
Moin,
ATC käme bei mir in die ganz enge Auswahl:
www.audiotra.de/startseite/marken/atc/aktivlautsprecher/scm40a/
Zum Beispiel die SCM40a oder die passive SCM40 mit potentem Verstärker und ggf. noch mit einem Subwoofer.
Wie heißt es doch: Der Hochtöner macht die hohen Töne, der Tieftöner die tiefen Töne und der Mitteltöner macht die Musik
Und die ATC Mitteltöner gehören nun mal mit zum besten was der Markt hergibt.

Also: Händler suchen und anhören kostet erst mal nix.
baerchen.aus.hl
Inventar
#8 erstellt: 16. Okt 2017, 07:44
Hallo,
vorletztes Wochenende fand hier vor Ort eine kleine Hifi-Messe statt. Highlight war imho die neue Dynaudio Focus 60XD. Lediglich angesteuert via Netzwerkplayer (NAD Master) und Tablet. Großes Kino....jedoch beim Preis kam nicht so recht Freude auf..... 16.000 Euro.......

Aber das Konzept ist interessant und ließe sich auch günstiger realisieren. Da kommt dann auch z.B. Nubert ins Spiel. Genau deren Nupro A 700
Die hat neben Endstufen auch eine Vorstufe verbaut und kann von unterschiedlichen Gerätschaften angesteuert werden. Z.B. direkt von deinem PC...... per Digitalleitung oder die USB Schnittstelle.

Um nicht dauernd den PC anhaben zu müssen, kann ein Netzwerkplayer wie der z.B. der Pioneer N30AE zwischengeschaltet werden, der dann auch eine externe Festplatte ins Netz einbinden kann. Kostenpunkt keine 3.000 Euro. Dein Verstärker hätte dann ausgedient und für den Fall das direkt von CD gehört werden soll, kannst Du deinen alten Player behalten

LG
Bärchen
music12
Stammgast
#9 erstellt: 16. Okt 2017, 17:44
Hallo Stefan



StefanW. (Beitrag #1) schrieb:

- Sind meine Überlegungen soweit richtig, dass ich per digitaler Verbindung PC zum Verstärker einen deutlich besseren Klang bekommen könnte, oder kann ich mir das Geld sparen


Ich kann nicht erkennen, warum deine Überlegung falsch sein sollte. Bei deiner Preisvorstellung ist sogar eine sehr hochwertige Verbindung vom PC zur Anlage möglich - wenn gewollt.
StefanW.
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 16. Okt 2017, 17:58
Vielen Dank an alle!


dejavu1712 (Beitrag #6) schrieb:

einen großen Aufwand möchtest Du sicher auch
nicht betreiben wenn du die Bleibe in nicht all zu ferner Zukunft wechseln möchtest, also muss eine Alternative her.

Ganz genau so ist es :-)


dejavu1712 (Beitrag #6) schrieb:
in dem Fall wären anpassbare LS oder ein DSP meiner Ansicht nach hilfreich, so
kann man den Klang an die Gegebenheiten anpassen, das lässt sich natürlich mit aktiven und passiven LS realisieren.

Deswegen dachte ich zB an eine Nucontrol.


yahoohu (Beitrag #7) schrieb:
Moin,
ATC käme bei mir in die ganz enge Auswahl:
www.audiotra.de/startseite/marken/atc/aktivlautsprecher/scm40a/

Das ist wie mit Backes & Müller eine Marke, die mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist, müsste ich mal schauen wo es
yahoohu (Beitrag #7) schrieb:
Händler suchen und anhören kostet erst mal nix.

gibt.

Sind denn im audiophilen Bereich aktive Lautsprecher häufiger oder auch besser (weil Verstärker auf Boxen direkt abgestimmt sozusagen)?


baerchen.aus.hl (Beitrag #8) schrieb:
Hallo,
vorletztes Wochenende fand hier vor Ort eine kleine Hifi-Messe statt. Highlight war imho die neue Dynaudio Focus 60XD. Lediglich angesteuert via Netzwerkplayer (NAD Master) und Tablet. Großes Kino....jedoch beim Preis kam nicht so recht Freude auf..... 16.000 Euro.......

Aber das Konzept ist interessant und ließe sich auch günstiger realisieren. Da kommt dann auch z.B. Nubert ins Spiel. Genau deren Nupro A 700
Die hat neben Endstufen auch eine Vorstufe verbaut und kann von unterschiedlichen Gerätschaften angesteuert werden. Z.B. direkt von deinem PC...... per Digitalleitung oder die USB Schnittstelle.

Um nicht dauernd den PC anhaben zu müssen, kann ein Netzwerkplayer wie der z.B. der Pioneer N30AE zwischengeschaltet werden, der dann auch eine externe Festplatte ins Netz einbinden kann. Kostenpunkt keine 3.000 Euro. Dein Verstärker hätte dann ausgedient und für den Fall das direkt von CD gehört werden soll, kannst Du deinen alten Player behalten

LG
Bärchen

Das ist sicher eine Alternative, Bärchen. Vielen Dank. Wobei 16000€ nicht drin sind. Aber aktive Boxen wurden mir ja jetzt bereits von mehreren Leuten empfohlen. Da ich mit aktiven Lautsprechern bisher nichts am Hut hatte muss ich mich auch da erstmal informieren. Da bräuchte man also auf jeden Fall noch einen Netzwerkplayer oder andere Möglichkeit die Box (auch bei anderen aktiven Boxen) anzusteuern.


music12 (Beitrag #9) schrieb:

Ich kann nicht erkennen, warum deine Überlegung falsch sein sollte. Bei deiner Preisvorstellung ist sogar eine sehr hochwertige Verbindung vom PC zur Anlage möglich - wenn gewollt.

Danke erstmal. Die hochweritge Verindung wäre dann per Toslink/spdif, oder anders?


[Beitrag von StefanW. am 16. Okt 2017, 17:59 bearbeitet]
ATC
Inventar
#11 erstellt: 16. Okt 2017, 18:14
Hallo,

also wenn du die ATC scm 40 hören kannst und dir diese gefallen,
könnte man durchaus auch darüber nachdenken ne Nummer größer einzusteigen (da brauchts dann auch keinen Woofer mehr)
http://atcloudspeake...er-series/scm50aslt/
Aufpassen, nur bei der Tower Serie geht das Gehäuse bis ganz nach unten,sieht man am t ganz hinten...ATC scm 50 aslt

Das man mit diesen Lautsprechern ankommen kann,
davon kann ich ein Lied singen

Generell sind Aktive aber auch nicht per se besser, nicht das dieser Eindruck entsteht,
das mit den "passenden Endstufen" ist bei Vielen eine Mär,
ein DSP kann man auch bei passiven Lautsprechern verwenden usw...
Also, sei für alles offen und höre, höre, höre....

Gruß
StefanW.
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 16. Okt 2017, 18:21
Vielen Dank Atc. Der Name ist wohl Programm.
Bei manchen der Vorschlägen, so gut sie auch klingen mögen, schaltet sich aber mein Auge ein und das ist nicht ganz zu vernachlässigen. Da bevorzuge ich doch eher normale Formen.
Gibt hier noch einen Händler, der hat Linn, Gleithein und Martin Logan. Wo ich die ATC finde muss ich erstmal schauen.
Vielleicht ist es in der Tat auch keine verkehrte Idee zunächst Boxen im mittleren Preissegment zu erstehen und dazu einen guten Vorverstärker/Verstärker und die Boxen nach dem Umzug ggfs. umzurüsten, wenn es wirklich so sehr auf die Passung Lautsprecher und Wohnraum ankommt.
ATC
Inventar
#13 erstellt: 16. Okt 2017, 19:02
Hallo,

na klar solltest du im Vergleich auch mal andere Preisklassen anhören,
in meinen Augen wird es eklatant wichtig sein was du noch in deinem Raum zu verändern bereit bist.

Um ehrlich zu sein,
als ich deine Bilder das erste Mal sah dachte ich alles über einer Klipsch RP 280F ist in dem Raum rausgeschmissenes Geld.
Aber diesbezüglich hast du ja schon angedeutet offen zu sein,
nur mal als jetzt wahrscheinlich etwas schockierendes Beispiel,
ein fünftausend€ Lautsprecher wird sich unterstützt von Akustikmaßnahmen für 5k€ bestimmt besser anhören als ein 10k€ Lautsprecher in diesem Raum.
Ich schätze allein die Nachhallzeiten höher ein als in meinem Badezimmer....

Ich würde vllt hier mal anrufen und fragen ob sie einen Akustiker kennen welcher auch bei normalen Wohnräumen seine Dienste anbietet,
die kennen sich ja untereinander.
http://www.abd-online.com/kategorie/bereiche/raumakustik/
Wenn das nicht klappt würde ich an der TU Dresden versuchen Kontakt zu einem fähigen Studenten zu erhalten....der sich damit auskennt und mal für kleines Geld nachhall RT60und FG bei dir im Raum misst, damit du den Stand der Dinge hast.

Gruß
StefanW.
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 16. Okt 2017, 19:35
Danke für deine ehrliche Meinung, ich werde das offen bedenken, darum frage ich nach. Das mit der professionellen Raumakustik nehme ich mal mit. Fünfttausend Euro werde ich dafür aber sicher nicht bezahlen. Vielen Dank.


[Beitrag von StefanW. am 16. Okt 2017, 19:46 bearbeitet]
ATC
Inventar
#15 erstellt: 16. Okt 2017, 19:57
Das mit den fünftausend€ war ja nur ein Extrembeispiel,

baerchen.aus.hl
Inventar
#16 erstellt: 17. Okt 2017, 07:35
Hallo,

das 16.000 recht heftig sind ist klar..... ich habe ja auch eine deutlich günstigere Alternative genannt. Aktive Lautsprecher boten/bieten sich, wenn der PC als Hauptquelle dient, immer an. Einen Netzwerkplayer benötigt man dafür nicht zwingend. Er bietet sich nur bei Lautsprechern wie z.B. den Nubert Nupro, die auch einen Vorverstärker intergriert haben als Quellgerät an. Andere gute aktive wie z.B. ein Neumann KH310 haben nur Endstufen verbaut und benötigen einen externen Vorverstärker. Hier käme z.B. dann dein Denon Verstärker ins Spiel. Gegen den ist, wenn noch fit, nichts auszusetzen. Der hat, wenn ich das richtig sehe, sogar einen Vorverstärkerausgang und könnte daher auch als Preamp für aktive Lautsprecher dienen. https://www.fein-hif...28.html#&gid=2&pid=6 Auch bei passiven Lautsprechern sollte er von der Leistung her für die meisten Anwendungsfälle ausreichen. Ein neuer ist also nicht zwingend notwendig....

Für eine digitale Anbindung des PC kann man auch statt einen neuen Amp zu kaufen einen D/A Wandler zwischenschalten. Dazu genügt über den Digitalausgang der Soundkarte z.B. solch ein kleines Kästchen https://www.hifi-reg...arz-100008105-sw.php oder auch sowas über eine USB Schnittstelle https://www.thomann.de/de/behringer_ucontrol_uca_222.htm. So kann der größte Teil des Budgets in die Lautsprecher und die Akustik fließen.

Bei hochwertigen passiven Lautsprechern die gut rocken aber auch gut Klassik können, kommt mir bei Fertigboxen als erstes ELAC in den Sinn. Z.B. die FS 407 https://www.hifi-reg...100005250-ns-oel.php Die kommt von der Größe her in vielen Räumen zurecht

LG
Bärchen


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 17. Okt 2017, 07:36 bearbeitet]
günni777
Inventar
#17 erstellt: 17. Okt 2017, 08:40
Um dem TE die Größenordnung bzgl. Priorität der LS-Aufstellung und Raumakustik nochmals eindringlich ins Bewusstsein zu rufen:

z.B. Gut aufgestellte brauchbare 800 € LS werden in einem passenden und akustisch optimierten Raum 1000 x besser klingen als wie die "allerbesten" 10.000 € Lautsprecher in einem halligen Raum und suboptimal aufgestellt, wo üble Schallreflexionen ihr unsichtbares und nerviges Spiel treiben, also die Basis Hörraum nicht funktioniert und brauchbare Hifi Wiedergabe unmöglich ist, egal wie gut die LS eigentlich sind.

Schall ist bewegte Luft und wenn der Reflexionsschall vom Raum auf den Direktschall aus den Lautsprechern "falsch" auftrifft, dann hört sich das mehr oder weniger stark entsprechend schlecht, unsauber, oft unmusikalisch und/oder "statisch", also "irgendwie tot" an. Auch Feinjustierung der LS bei der Aufstellung kann grosse Auswirkungen auf's Klangbild haben.

Das bewusste und klare Verständnis für diese Problematik ist m.E. eine wichtige Grundvoraussetzung, um ein gutes klangliches Ergebnis erzielen zu können. Dieses eigene Verständnis kann auch hilfreich bei der Kommunikation mit Händlern und/oder Akustikern sein.

Ich hatte diese Problematik früher auch, zwar schon mal Andeutungen bzgl. Aufstellung und Raumakustik hier und da aufgeschnappt, aber leider keine klare Vorstellung von der Dimension und den Ursachen und Auswirkungen entwickelt. Bei mir kamen damals allerdings noch div. Fehlanpassungen mit der Elektronik zusätzlich mit ins Spiel. War als Laie dementsprechend komplett überfordert, die einzelnen Stellschrauben auch nur ansatzweise herauszufiltern.


[Beitrag von günni777 am 17. Okt 2017, 09:03 bearbeitet]
dejavu1712
Inventar
#18 erstellt: 17. Okt 2017, 15:22
Leute, warum soll er den Raum aufwändig akustisch optimieren und viel
Geld dafür in die Hand nehmen, wenn er im nächsten Jahr wieder umzieht?
music12
Stammgast
#19 erstellt: 17. Okt 2017, 16:09
@Stefan

Hochwertige Verbindung würde über Toslink und Hochpegel (XLR) hergestellt.


[Beitrag von music12 am 17. Okt 2017, 16:23 bearbeitet]
günni777
Inventar
#20 erstellt: 17. Okt 2017, 16:12
"...Umzug in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen ist..." bedeutet ja noch lange nicht, das das zu 100 % feststeht.

Unabhängig davon muss der TE ja nicht zwangsläufig "viel Geld" in die Hand nehmen, um ein besseres Ergebnis hinzubekommen.

Die Frage, die sich im Moment stellt ist, ob es in der jetzigen Situation sich lohnt, bis zu 10.000 € in LS für die Ewigkeit zu investieren, die dann für die neue Situation u.U. nicht mehr passen.?

Ich würde da nicht mehr so extremen Aufwand reinbuttern, sondern mit einfachen und preiswerteren Mitteln und Lautsprechern die jetzige akustische Situation zu verbessern versuchen.
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 17. Okt 2017, 16:42
Hallo,

mir fallen dazu Kopfhörer oder sehr wandfern im Nahfeld genutzte Nahfeldmonitore wie z.B. die kleinen Boxen von Neumann ein.

Es muss halt - im übertragenen Sinne - in den Kopf, dass Autofahren ohne Straßen immer Mist ist, egal wie schnell, wie teuer und wie luxuriös das Auto ist.

Hochwertige Verbindungen fallen dann vergleichsweise unter die Kategorie "Fuchsschwanz und Auspuffblende". Wenn eine Verbindung technisch funktioniert genügt das vollkommen dem Zweck.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 17. Okt 2017, 16:48 bearbeitet]
WiC
Inventar
#22 erstellt: 17. Okt 2017, 16:51
In einem normalen Wohnraum können sehr gute elektronische Korrektursysteme wahre Wunder bewirken, auch nach einem Umzug

LG
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 17. Okt 2017, 17:34
Hallo Fanta,

leider lassen sich Nachhallzeiten nicht durch solche Systeme beeinflussen.

Ich war kürzlich noch in einem neuen fertig eingerichteten Haus ... meine Mutter und ich konnten uns über einen etwa einen Meter breiten Tisch hinweg wegen der Halligkeit des Raums nicht gut verständigen und es waren immer wieder Nachfragen nötig, die in anderen Räumen nicht vorkommen.

Zum selber Musizieren sind solche Räume ggf. nett, für HiFi - oder nur zum Verstehen von Fernsehton - aber ungeeignet.

Mir ist es ein Rätsel, warum das Thema vom Architekten nicht berücksichtigt wurde.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 17. Okt 2017, 18:08 bearbeitet]
ATC
Inventar
#24 erstellt: 17. Okt 2017, 17:44

dejavu1712 (Beitrag #18) schrieb:
Leute, warum soll er den Raum aufwändig akustisch optimieren und viel
Geld dafür in die Hand nehmen, wenn er im nächsten Jahr wieder umzieht?


Wie schon gesagt wurde steht ein Umzug in den nächsten Jahren, nicht Jahr, noch nicht fest.

Auch Akustikelemente kann man mitnehmen, Akustikbilder, Deckensegel, Diffusoren, Eckabsorber,
ob man seinen Hochflorteppich mitnehmen möchte oder einen (transparenten) Akustikvorhang sei mal dahingestellt ob das dann optisch gewollt ist,
aber möglich ist das auf alle Fälle.

Gruß
StefanW.
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 17. Okt 2017, 18:34

günni777 (Beitrag #20) schrieb:
Ich würde da nicht mehr so extremen Aufwand reinbuttern, sondern mit einfachen und preiswerteren Mitteln und Lautsprechern die jetzige akustische Situation zu verbessern versuchen.

Das ist doch mal ein aufzugreifender Einwand (von verschiedenen anderen Postern ja so ähnlich auch erwähnt). Was wäre denn ein probates Mittel um mit wenig technischem Aufwand (und auch möglichst wenig visuell belastend) ein bisschen die Raumakustik zu verbessern. Und in welchem Segment (ATC nannte Klipsch RP 280F) macht es denn Sinn sich umzuhören?

@günni: Ganz richtig, mir fehlt(e) da wirklich das klare Verhältnis, was das ausmacht, daher bin ich für derlei Rückmeldungen sehr dankbar

@bärchen: Danke für die genaue Erklärung wie das mit den Aktivboxen funktioniert.

@music12: Danke.


[Beitrag von StefanW. am 17. Okt 2017, 18:37 bearbeitet]
ATC
Inventar
#26 erstellt: 17. Okt 2017, 19:03
Hallo,
wie schon erwähnt wäre ein großer Hochflorteppich in dem Hörbereich die erste Maßnahme,
in den Ecken des Raumes das hier:
https://www.schaumst...x-48cm-hellgrau.html

An die Wand rechts sowie hinter den Hörplatz:
https://www.design-heimkino.de/akustikbilder/120-x-80-cm/

An die Decke zwischen Lautsprecher und Hörplatz:
https://www.design-heimkino.de/akustik-deckensegel/120-x-80-cm/
oder Diffusoren...

Beim Lautsprecher ist es so, die Klipsch z.B. strahlen durch das Horn etwas gerichteter ab, was weniger Reflektionen zur Folge hat wie bei Rundumstrahlern,
da sieht der Raum manchmal so aus:
https://www.lowbeats...P_Vincent_Werner.jpg


Gruß


[Beitrag von ATC am 17. Okt 2017, 19:27 bearbeitet]
StefanW.
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 17. Okt 2017, 19:19
Vielen Dank!
Wenn der Raum so aussieht kann ich aber nichts mehr hören


[Beitrag von StefanW. am 17. Okt 2017, 19:20 bearbeitet]
günni777
Inventar
#28 erstellt: 18. Okt 2017, 11:21
Ich kann Dir bzgl. Verbesserung der akustischen Rahmenbedingungen nur die von mir genannten einfachen Dinge, wie Teppich , Vorhänge, Bücherregale, Kissen, Textilien, Bilder, Aufstellung und Feinausrichtung der LS usw. aufzählen. Mit aufwendigeren und speziellen Akustik Materialien hab ich keine Erfahrung mit.

Mein 3,6 x 5 m Raum ist auch ein wenig hallig. Nach meinem Umzug vor 2 Jahren hatte ich anfangs grottigen und nervigen Klang mit meinen alten Celestions links und rechts neben TV ca. mittig an der 5 m Wandseite positioniert.

TV Klang einwandfrei ohne Probleme, LS nervig, diffus und auch musikalisch nicht wirklich stimmig. Hat ne Zeit gedauert bis es bei mir Klick gemacht hatte mit dem ungünstigen Reflexionsschall von den LS. Hab dann mit der Positionierung experimentiert und die LS ca. 20 bis 30 cm nach links verschoben und nicht schlecht gestaunt über die Verbesserung des Klangs.

100 % stimmig kam die Musik aber immer noch nicht bei mir an. Erst nachdem ich die LS näher an die Rückwand und etwas anders eingewinkelt hatte, hat das Klangbild sauber und musikalisch "perfekt" eingerastet.

Ich vermute, das bei mir anfangs der zu geringe seitliche Abstand von ca. 1,20 m zum Fenster den üblen Reflexionsschall verursacht hat und der geringere Abstand LS-Front bis zur gegenüber liegenden Wandseite für das anfangs nicht richtig einrasten wollende Klangbild ursächlich war.?

Die ideale Entfernung bis zur Erstreflexion soll ja bei ca. 3,40 m liegen. Laufzeitfehler als Stichwort.

Meine Raum Akustik Situation lässt allerdings keinerlei Rückschlüsse auf Deine Raumsituation zu. Jeder Raum ist anders und aus der Ferne nicht 100 % sicher beurteilen.

Vor etlichen Jahren hatte ich mal nen fast leeren ca. 6 x 7 m "Tanzsaal" mit Laminat ohne Teppich und mit viel nackter Fensterflaeche, also akustisch eher ne Katastrophe. Meine kleinen kompakten Nubis haben in dem Raum aber einen erstaunlich guten Job gemacht und prima aufgespielt. Die haben mit ihrem 17 cm Tief/Mitteltoener und dem relativ geringen Volumeninhalt/geringe Membranflaeche vermutlich wesentlich leichteres Spiel mit der Raum Akustik gehabt als wie große Standklopper, die auch deutlich mächtigere Schallwellen erzeugen können.

Kleinere Kompakt-LS + Sub wären in Deinem Raum evtl. auch eine Überlegung wert?


[Beitrag von günni777 am 18. Okt 2017, 11:25 bearbeitet]
music12
Stammgast
#29 erstellt: 18. Okt 2017, 17:49

Tywin (Beitrag #21) schrieb:
Wenn eine Verbindung technisch funktioniert genügt das vollkommen dem Zweck.

VG Tywin


Ja, dass denken viele, das der Zweck nur ein Mittel heiligt. Aber bei dieser Investitionssumme ist dazu zu raten, auch eine Langzeitzufriedenheit herzustellen. Mit analoger Übertragung via Cinch auf diese Dekaden-Zufriedenheit zu warten bzw. sie zu erhoffen, ist aussichtslos.
StefanW.
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 18. Okt 2017, 19:38

günni777 (Beitrag #28) schrieb:
Ich kann Dir bzgl. Verbesserung der akustischen Rahmenbedingungen nur die von mir genannten einfachen Dinge, wie Teppich , Vorhänge, Bücherregale, Kissen, Textilien, Bilder, Aufstellung und Feinausrichtung der LS usw. aufzählen. Mit aufwendigeren und speziellen Akustik Materialien hab ich keine Erfahrung mit.


Das werde ich wohl hinbekommen und noch ein paar kleinere professionelle Maßnahmen wie zB von ATC empfohlen.

Ich denke ich werde mir noch ein paar Gedanken machen müssen, welche Option an Lautsprechern (der beste Klang jetzt, eine akzeptable Lösung für jetzt und später oder ggfs. eine Übergangslösung mit eventuellem Lautsprecherwechsel) für mich die passenste ist.

Ich danke allen für ihre Rückmeldungen und Hilfen, das hat mir wirklich geholfen!


[Beitrag von StefanW. am 18. Okt 2017, 19:39 bearbeitet]
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