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Stromverbrauch Verstärker

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fragesteller417
Neuling
#1 erstellt: 20. Sep 2012, 18:57
Hallo zusammen,
angenommen ich habe an einem gewöhnlichen Hifi-Verstärker einen Mp3-Player angeschlossen.
Hat die eingestellte Lautstärke am Mp3-Player eigentlich Einfluss auf den Stromverbrauch des Verstärkers?
Anders gefragt - verbraucht der Verstärker mehr, wenn er aufgedreht ist und der Mp3player runtergeregelt oder weniger?
Oder ist das total irrelevant?
dharkkum
Inventar
#2 erstellt: 20. Sep 2012, 19:09

Hat die eingestellte Lautstärke am Mp3-Player eigentlich Einfluss auf den Stromverbrauch des Verstärkers?


Nein, für den Stromverbrauch des Verstärkers zählt nur, was schlussendlich aus den Lautsprechern rauskommt und das hängt vom Wirkungsgrad der Boxen ab, nicht vom Eingangssignal.

Der andere Faktor ist das Konstruktionsprinzip des Verstärkers, A, AB oder digitale Schaltendstufen.
Buschel
Inventar
#3 erstellt: 20. Sep 2012, 19:11
Irrelevant. Der Verbrauch hängt von der am Ausgang des Verstärkers abgegeben Leistung und vom Prinzip des Verstärkers (A, AB, D) ab.
Aurumer
Stammgast
#4 erstellt: 20. Sep 2012, 19:26
Der aufgedrehte MP3 Player wird etwas mehr verbrauchen und dafür weniger rauschen, weil das Eingangssignal höher ist und der Verstärker geringer verstärkt.

Hinsichtlich Stromverbauch des Verstärkers kann ich mich nur meinen Vorpostern anschließen.
fragesteller417
Neuling
#5 erstellt: 20. Sep 2012, 21:30
Interessant...danke für die Antworten.
KonstantinT
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Nov 2012, 16:33
Hallo,
das bedeutet also, dass mein 2 x 160W Vollverstärker auch dann seine 380W aus der Steckdose zieht, wenn ich von ihm nur einige mW für Zimmerlautstärke abverlange? Ich habe schlechtes Gewissen gegenüber der Umwelt und meiner Tasche!
Darf ich eine andere Frage stellen? Hat man als Nicht-Laut-Hörer mit normal empfindlichen 4 ohm Lautsprechern überhaupt einen Vorteil, wenn man einen sehr leistungsfähigen Verstärker betreibt, oder würde ein - natürlich ebenfalls guter - 2 x 60W Verstärker bei gehobener Zimemrlautstärke genauso gut und impulstreu klingen?
Danke im Voraus für eure - notgedrungen pauschale - Antworten!
Konstantin
Stereo33
Inventar
#7 erstellt: 23. Nov 2012, 16:35
Also die meisten "normalen" Verstärker ziehn 15-30W aus der Steckdose bei Zimmerlautstärke (2x1 W rum).

Die maximale Leistungsaufnahme die hinten aufgedruckt ist, richtet sich mehr nach einem
Worst-Case-Szenario bei Volllast.

Gruß Stereo
Passat
Moderator
#8 erstellt: 23. Nov 2012, 21:56
Der hinten aufgedruckte Wert ist nur selten die max. Leistungsaufnahme, sondern die Leistungsaufnahme nach Norm.

Die max. Leistungsaufnahme liegt i.d.R. deutlich höher.
Bei meinem Receiver steht z.B. hinten 490 Watt drauf, in der Anleitung steht als max. Leistungsaufnahme aber 1210 Watt drin.

Ein Verstärker braucht immer eine gewisse Grundlast. Die Leistung zieht er immer aus der Steckdose, egal, ob Musik läuft oder nicht.
Je nach Gerät sind das zwischen 20 und 50 Watt.

Bei Zimmerlautstärke ist es kaum mehr, da dafür nur ca. 0,1-1 Watt Ausgangsleistung benötigt werden.
Viel Leistung schadet übrigens nie, denn für die doppelte Lautstärke braucht man die 10-fache Leistung!
10 Watt sind also doppelt so laut wie 1 Watt, 100 Watt doppelt so laut wir 10 Watt, 1000 Watt doppelt so laut wie 100 Watt.
Daraus sieht man aber auch schön, das es für die erreichbare Lautstärke rel. egal ist, ob ein Verstärker 2x 100 Watt hat oder 2x 150 Watt.
Der Lautstärkeunterschied ist da sehr klein.

Grüße
Roman
Stereo33
Inventar
#9 erstellt: 24. Nov 2012, 11:28
Also ist das hinten drauf der Normverbrauch (der bei mir nie erreicht wird).

50W sind schon relativ hoch gegriffen.
Ich habe zur Zeit 2 Verstärker. Der größere genehmigt sich 17W, der andere 25W.

Wie man sieht ist Hifi recht sparsam, so lange man Mainstreamgeräte verwendet.
Da kann man woanders besser Stromsparen.
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 24. Nov 2012, 15:17
die meisten aktuellen Verstärker (bzw. deren Endstufen) arbeiten im Gegentakt Class-A/B Betrieb.
Das sind zwei Transistoren in Reihe, der LS Ausgang ist dazwischen angeschlossen. So kann ein Transistor den Ausgang "nach oben ziehen", der andere nach unten.
Nun ist ein Transistor "am Anfang" extrem schlecht. Daher lässt man immer einen gewissen Ruhestrom fließen. Da der durch beide Transistoren fließt, ändert das am Ausgang nix, der bleibt neutral.
Die Spitze ist die Class-A Technik, da lässt man im Leerlauf den maximalen Strom fließen und ändert den Ausgang durch "Zu-" statt "Aufdrehen" einer der beiden Transistoren.

Man kann jetzt nicht pauschal sagen, dass ein Verstärker mit viel Ruhestrom besser klingt als einer mit weniger, aber eine seriöse Firma wird da nicht zu sehr sparen.

Zum Leistungsbedarf verschieden starker Verstärker im Leerlauf:
erstens braucht jeder Transistor seinen Ruhestrom. Werden mehrere Transistoren für höhere Leistung (quasi) parallel geschaltet, multipliziert sich auch der nötige Ruhestrom. Außerdem packt man i.d.R. lieber noch etwas drauf, um evtl. Unterschiede etwas auszugleichen.
zweitens wird ein "starker" Verstärker üblicherweise auch mit höheren Spannungen betrieben und damit hat man bei gleichem Ruhestrom auch eine höhere Leistung.
cr
Moderator
#11 erstellt: 24. Nov 2012, 15:42
Mein sehr alter Pioneer hat auch 50 Watt Leerlauf. Eigentlich sollte das im Manual unter den Specs stehen, wie es in meinem auch steht.

Was mich mehr wundert, wieso bei den meisten CDPs 20 Watt steht. Das erscheint mir inzwischen angesichts der hochintegrierten Bauweise viel, und das Laufwerk wird kaum mehr als ein paar Watt benötigen.


[Beitrag von cr am 24. Nov 2012, 15:43 bearbeitet]
sprinter1
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 17. Jan 2014, 11:42
Hallo,

kann jemand evtl. nochmal kurz erklären, warum es für den Stromverbrauch keine Rolle spielt, ob ich die Lautstärke des an den Verstärker angeschlossenen MP3-Players verstelle?

Also gemeint ist, dass ich doch durch eine hohe am Mp3-Player eingestellte Lautstärke, den Verstärker nicht mehr so hochdrehen brauche und ich somit weniger Strom verbrauche oder? Genauso müsste er doch wesentlich mehr verbrauchen, wenn ich eine nur sehr geringe Lautstärke beim Mp3-Player einstelle, so dass ich den Verstärker voll aufdrehen muss?

Danke!
cr
Moderator
#13 erstellt: 17. Jan 2014, 11:50
Der (zusätzölich zum Ruheverbrauch bestehende) Stromverbrauch hängt doch nur davon ab, wieviel Leistung der Verstärker abgibt.
Dabei ist es völlig egal, wie weit der Lautstärkeregler aufgedreht ist
Passat
Moderator
#14 erstellt: 17. Jan 2014, 15:24
Der Lautstärkeregler ist nichts Anderes als ein Potentiometer, d.h. ein regelbarer Widerstand.
Sowohl im MP3-Player als auch im Verstärker.
Und da ist es egal, wo du das Signal dämpfst, im MP3-Player oder im Verstärker.

Beispiele:
1. Du drehst den MP3-Player so weit auf, das der 1 Volt liefert und drehst den Lautstärkeregler am Verstärker so weit runter, so das am Ausgang vom Lautstärkeregler nur 0,5 Volt anliegt.
2. Du drehst den MP3-Player nicht so weit auf, so das der nur 0,5 Volt liefert und drehst den Lautstärkeregler am Verstärker bis zum Anschlag auf (keine Dämpfung). Dann liegt am Ausgang des Lautstärkereglers ebenfalls 0,5 Volt an.

In beiden Fällen hast du also 0,5 Volt, die die Endstufen des Verstärkers zu verstärken haben.
Ergo ist auch der Stromverbrauch völlig identisch.

Grüße
Roman
sprinter1
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 18. Jan 2014, 03:47
Danke für die Antworten.

Also sagt, laienhaft ausgedrückt, die Spannung nach dem Lautstärkeregler nur aus, wie viel der Verstärker verstärken soll? Die Lautstärkeregelung des Mp3-player zusammen mit der Lautstärkeregelung des Verstärker sind also reine Verstärkungsregelungen nicht Teil der Verstärkung selbst?
Passat
Moderator
#16 erstellt: 18. Jan 2014, 12:07
Jein, es sind keine Verstärkungsregelungen, sondern die dämpfen nur das Signal, das zu den Endstufen geht.
Die Endstufen haben in jedem Verstärker einen konstanten Verstärkungsfaktor (Ausnahme: VCAs, aber die sind sehr selten in HiFi-Geräten zu finden).
Da die Endstufen das Signal um den Faktor x verstärken, muß man eben das den Endstufen zugeführte Signal regeln.
Und das macht ein Lautstärkeregler.

Nehmen wir an, die Endstufen haben einen Verstärkungsfaktor von 30.
Geht man da mit 1 Volt herein, kommen an den Lautsprecherklemmen 30 Volt heraus.
30 Volt an 4 Ohm = 225 Watt (Ohmsches Gesetz: U/R = I, U*I = P).
Geht man da mit 0,2 Volt herein, kommen an den Lautsprecherklemmen 6 Volt heraus.
6 Volt an 4 Ohm = 9 Watt.
Geht man da mit 0,03 Volt herein, kommen an den Lautsprecherklemmen 0,9 Volt heraus.
0,9 Volt an 4 Ohm = 0,2 Watt.
etc. etc.

Grüße
Roman
ArtistryInSound
Stammgast
#17 erstellt: 17. Feb 2014, 02:23
Letztlich ist es doch egal, willst du Musik hören, oder selber singen?
Autos fahren schließlich auch nicht mit Luft und liebe
miron25
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 18. Feb 2014, 14:42
Ein Verstärker braucht immer eine gewisse Grundlast.
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