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Nie genug

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Autor
Beitrag
Makai
Stammgast
#1 erstellt: 08. Mrz 2003, 03:30
Den Beitrag hab ich im Accuphase-Forum gefunden.

>Irgendwie ist so eine Stereoanlage ja nie 'fertig'...
Ich weiss aber momentan ueberhaupt nicht, welche Schritte ich versuchen sollte, um noch etwas mehr rauszuholen... Ich betriebe jetzt eine DP100/DC101 Kombi, ein Paar M2000 an Nautlius 800. Ausserdem habe ich einen DG28 im Signalweg. Kleinsignalkabel sind Fadel Reference One, LS Kabel Straight Wire Crescendo, Digitalkabel NBS King Serpent. Wer kann was empfehlen? Vielleicht habe ich ja irgendetwas schlecht kombiniert... Bringt Bi-Amping was, z.B. A50V fuer den Mittel-Hochtonzweig? Oder die Stromversorgung ueber PS500??
Dankbar fuer jeden fundierten Hinweis, da einfach mal kaufen und probieren etwas teuer ist auf dem Niveau, das ich erreicht habe...
Gruesse
<

Da will ich echt mal gerne wissen,was wichtiger ist.
Das Musik-hören,oder die Anlage ins Nimmersatte aufrüsten.
Die Kombination ist über 180 000 EUR wert und ist damit noch immer nicht zufrieden.
Was sollen da wir mit unserem Billigschrott dann sagen??

mfg
Holger
Inventar
#2 erstellt: 08. Mrz 2003, 05:25
Das ist eine besondere Art des High-Enders : bei denen ist der Weg das Ziel. Solche Leute kommen nie an, sind immer ein wenig unzufrieden, und je mehr Geld sie in die Anlage stecken, desto eher melden sich doch wieder Zweifel, ob das Geld richtig investiert wurde oder ob es nicht doch zu wenig war.
Und wenn man den zitierten Kameraden fragen würde, wo es denn seiner Meinung nach noch nicht passt, dann kämen garantiert diese üblichen Worthülsen und am Ende seiner Ausführungen wäre klar, dass er es selbst nicht weiß !
Holger
Inventar
#3 erstellt: 08. Mrz 2003, 05:27
Ach ja, noch was - ich würde wetten, dass wir mit unserem "Billigschrott" entspannter und zufriedener Musik hören !
linnianer
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Mrz 2003, 08:25
Ist die Frage, was Ihr als Billigschrott bezeichnet. Mit Sicherheit handelt es sich um Komponenten, die deutlich bessere Ergebnisse abliefern als die Anlagen von Otto Normalverbraucher, der sich die Minis vom Blöd Markt holt (oder bei Aldi oder Lidl oder ...).

Holger, Dein Wettangebot taugt nichts. Wie soll man das messen: Grad der Entpanntheit und Zufriedenheit beim Musikhören ? Gibt's da irgendwelche objektive Parameter? Sicher nicht, weil nach m.E. jeder Musik anders wahr- und aufnimmt und demzufolge auch anders reagiert.

Ohne in die Einzelheiten gehen zu wollen, bei mir steht eine sog. High-End-Anlage, die ich im Laufe der Jahrzehnte aufgebaut habe. Schon viele Schritte vor dem jetzigen Stand war ich hochzufrieden und habe auch äußerst entspannt oder gespannt Musik gehört.
Bei mir war eindeutig NICHT der Weg das Ziel, als ich meine Anlage auf- und ausgebaut habe, sondern das Bessere war der Feind des Guten.

"Die Kombination ist über 180 000 EUR wert und ist damit immer nicht zufrieden."
Falsche Komponenten ! DAS Problem hab' ich, Gott sei Dank, nicht !

Wie nahm Holger mir doch so schön die Worte aus dem Mund? Wer Ohren hat zu hören ...
Died
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Mrz 2003, 09:04
Ja ich wüsste, was ich für 180.000 EUR an Komponenten ändern würde.

Als erstes würde ich in die Kette einen Audi RS4 einbauen, danach für 10.000 bis 20.000 Euro eine normale gutklingende Anlage kaufen und für den Rest mein Haus auf Vordermann bringen. Eventuell bleibt in der Kette noch Platz für einen schönen Urlaub.
Edede
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 08. Mrz 2003, 09:20
Wenn einer vom "HiFi-Virus" befallen ist, ist er nie zufrieden sein. Er freut sich über jeden, noch so kleinsten, Fortschritt. Selbst die beste HiFi-Anlage der Welt klingt immer noch nicht 100% natürlich. Man kommt dem mit der Steigerung der Güte nur näher.
Da unsere Ohren besser hören wie viele es hier wahrhaben wollen, ist man nach einem, hörbaren, "Aufstieg" erstmal `ne Weile zufrieden, dann hört man aber irgendwann das da immer noch was besser sein "könnte", und man sucht nach Wegen das zu verbessern. Das heißt aber nicht das man nicht trotzdem die vorhandene Software genießen kann.
Nur Zweifel bringen einen dazu etwas zu ändern oder verbessern. Zweifel werden bei einem geschulten und/oder geübten Ohr, und einer gut entwickelten Fantisie, immer bleiben, das hört einfach was theoretisch besser sein könnte und kann sich vorstellen wie es klingen könnte.
Ein Flügel z.B. klingt über eine excellente Stereoanlage immer noch nicht wie ein Flügel sondern nur sehr ähnlich. Wenn man es aber mit Aufwertungen noch ähnlicher hinzukriegt, macht das sehr viel Spaß. Dazu kommt das man anschließend die ganze Software von CD`s oder Platten neu hören kann (selbst die die einem schon aus dem Hals raus hängt). Man entdeckt dabei immer neue, schöne Dinge. Natürlich nicht nur weils jetzt besser klingt sondern natürlich auch weil man jetzt noch genauer hinhört.

Macht einfach nur Spaß. Bis zu dem Punkt wo man sich nichts besseres vorstellen kann, einem nichts mehr zum Basteln oder Selberbauen einfällt oder finanziell das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wenn`s dann auch noch wenig neues an interessanter Musik gibt, dann wird`s Hobby langweilig und die Interessen verschieben sich.

Ich höre jeden morgen 1/2 Stunde Musik. Das läd mich für den ganzen Tag auf und bringt gute Laune. Das ist sicher Messtechnisch nachweisbar, aber nur im Chemielabor.
Da die Software sich sich aber im Augenblick entsetzlich in Wiederholungen Kopien und Schrott badet, fällt es mir immer schwerer neue Musik für meinen jeweiligen Gemütszustand zu finden. Ich merke dabei deutlich wie ich grantiger und ungemütlicher werde.
Das wäre eigendlich ein Thema für die Messfetischissten.
Es ist doch scheissegal ob man irgendetwas messen kann, hauptsache man fühlt sich wohl und ist zufrieden, das funktioniert auch mit Placebos, und ist nicht komisch sondern berechtigt. Es zählt nicht warum oder ob etwas ist, es zählt DAS es ist, auch wenn es nur für einen selbst so ist.

Virus ist Virus. Wenn z.B. einer Krebs hat ist es Ihm absolut wurscht ob er durch nachvollziehbare chemische Behandlung gesund wird oder durch Placebos.


[Beitrag von Edede am 08. Mrz 2003, 09:38 bearbeitet]
Tantris
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 08. Mrz 2003, 11:30
Hallo,

seien wir doch ehrlich - die meisten dieser angeblichen "Fortschritte", die ein High-Ender durch ständiges Tuning und Komponententauschen erreicht, sind Einbildung und Fake - oder dienen nur der eigenen Beruhigung, weil man wieder soviel Knete für irgendeinen Unsinn rausgeworfen hat.

Der "Verbesserungswahn" ist eine spezielle Krankheit bei High-Endern. Einen gewichtigen Grund dafür - neben der Förderung dieser Sucht durch Hifi-Presse und -Handel - sehe ich in der unwissenden Verklärung der Materie Audiotechnik: Der High-Ender ersetzt Faktenwissen und rationale Vorgehensweise bei der Auswahl und Aufstellung der Anlage durch "Emotion", "Wertgefühl", Einbildung und nicht zuletzt das Image seiner Geräte, ja er verweigert gerade eine sachliche Herangehensweise an das Thema Hifi. Dann ist es natürlich logisch, daß bereits nach wenigen Monaten die kognitive Dissonanz auftritt und der unbewußte Drang, wieder etwas neues zu brauchen bzw. einzelne Komponenten auszutauschen/zu tunen.

Ein 2. wichtiger Grund für die dauerhafte, systematische Unzufriedenheit sind falsche Ansprüche an das Medium: Nur ein Musikhörer, der begreift, daß eine Stereoanlage eben NICHT das Schallfeld im Konzertsaal abbildenn KANN UND SOLL, der kann mit einer Anlage zufrieden sein. Die Hifi-Presse und -Händler jedoch fördern das Gegenteil, nämlich den Drang, etwas zu wollen, was nicht geht - "Live-Klang im Wohnzimmer".

Und schließlich bin ich davon überzeugt, daß ein richtiger High-Ender Musik haßt und sie nicht versteht. Musik ist nur Mittel zum Zweck, und der Zweck heißt protzen mit der eigenen Anlage und Berauschen an bestimmten Geräuschen. Dafür hat der High-Ender dann eine kleine Sammlung von "audiophilen" Tonträgern, die selten erweitert oder ausgetauscht wird.

Udo spricht unfreiwillig ein wichtiges Thema an: Er redet Placebos und Voodoo-Produkten indirekt das Wort nach dem Motto "hauptsache es wirkt subjektiv, Messen können muß man nichts". Genau diese Einstellung führt auch zur dauerhaften Unruhe und damit auch zur Unzufriedenheit eines Hifiisten: Eben WEIL er ständig darüber nachdenken muß, ob ein neues Kabel nicht doch besser klingen würde, ob nicht der Strom den Klang versaut, ob nicht ein neuer Player doch audiophiler klingt, DESHALB kann er Musik nicht genießen und fällt im Zweifelsfall diversenen High-End-Scharlatanen in die Finger, "es könnte ja was dran sein". Nur der auch technische vorgebildete Musikhörer, der seine Anlage nach rationalen Gesichtspunkten aussucht und aufstellt - wozu auch Messungen gehören - der WEISS, wsa den Klang verbessert und was nicht und welch objektiven Stärken/Schwächen seine Anlage hat. Er kann in Ruhe Musik genießen.

Ich wünsche allen High-Ender gute Besserung, vielleicht sollte man den "Verbesserungswahn" ernstlich als Krankheit (wie Kaufsucht) anerkennen...

M.
Edede
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 08. Mrz 2003, 11:53
Nein. Ist kein Wahn. Mal bringt es eben was und mal nicht. Nein, dann ists erledigt, Ja, dann ist große Freude. Jeder weiß das es Sachen gibt die nicht funktionieren. Dann hat man halt Lehrgeld bezahlt. Das wird dann normalerweise auch zugegeben. Wenn es dann mal vorkommt das es nichts bringt und man GLAUBT das es was bringt, hält der Glaube oft nur kurze Zeit. Man merkt nähmlich das man sich selbst beschissen hat und kontrolliert immer wieder.
Mir macht das mörderisch Spaß. So alle 5 Jahre mal ein halbes Jahr lang. Dann wirds wieder langweilig. Die Phase ist sicher bald vorbei. Dann bin ich hier auch sang und klanglos verschwunden. Irgendwann gibts nichts mehr zu reden. Ich kann nicht, wie Du, immer das gleiche predigen. Bin kein Pfarrer.
>>daß eine Stereoanlage eben NICHT das Schallfeld im Konzertsaal abbildenn KANN UND SOLL, der kann mit einer Anlage zufrieden sein<<. Das weiß jeder. Trotzdem ist die Freude groß wenn`s besser klingt und dem Original oder den eigenen Vorstellungen näher ist.

Du legst meine Worte wieder mal falsch aus. Man muß nicht messen, heist nicht das man es nicht kann. Ich hab ja auch geschrieben das Menschen von Placebos WIRKLICH gesund werden. Ich glaube auch nicht das jemand beunruhigt ist weil er evtl. viel Knete ausgeben hat. Den der sie hat stört das nicht im geringsten. Die Anderen suchen selbstverständlich nach dem günstigsten Preis- Leistungsverhältniss. Und freuen sich, wie Du, wenn sie billig ein gutes Teil geschossen oder entdeckt haben. Absolut OK. (das heist aber noch lange nicht das solch ein Teil unbedingt das Ende der Fahnenstange ist)

Übrigens: Kabel sind nicht mein Prob. Ich weiß das die im analogen Bereich unterschiedlich klingen können. Im digitalen habe ich es bgisher nicht feststellen können, deshalb ist bei mir alles mit billigem RG 59 angeschlossen.

Das mit dem Placebos ist pure Philosophie, hat mit Tatsachen nichts zu tun. Du gehörst ja auch zur Voodoo-Fraktion, Du GLAUBST einfach nicht das Kabelunterschiede nicht hörbar sind. Völlig OK. Deswegen mußt Du aber doch nicht gleich missionarisch tätig werden.


[Beitrag von Edede am 08. Mrz 2003, 13:22 bearbeitet]
Icarus
Stammgast
#9 erstellt: 08. Mrz 2003, 12:42
Hallo,

schwieriges Thema! Das Suchtpotential beim Hobby Hifi ist jedenfalls, da stimme ich mit einigen von euch überein, enorm. Mehr oder weniger starke Züge kann ich auch an mir erkennen ;)

Ich glaube, man kann die Betroffenen grundsätzlich in 5 Kategorien einteilen:
1. Der reine Musikfetischist (oder sagen wir versöhnlich: Musikliebhaber): Für diesen Hörer ist der musikalische Inhalt am wichtigsten. Dieser Mensch kann ein Symphoniekonzert genauso über ein Küchenradio genießen wie über eine gute Stereoanlage. Er besucht regelmäßig Konzerte, weiß also genau, wie alles in der Realität klingt. Die Wiedergabe zu hause ist fü
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