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Per AirPlay oder Bluetooth an USB B?

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Autor
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Berny567
Neuling
#1 erstellt: 28. Mai 2016, 12:33
Hallo!

Bin seit langem mal wieder hier. Es wurde ein neuer Verstärker angeschafft (noch auf dem Weg) und hierzu habe ich eine Frage. Sobald alles da ist, schreibe ich auch gerne etwas zu meinen Höreindrücken!

Es handelt sich um den Vincent SV 227 für 800 Euro- ein Jahr alt gebraucht.

Meine Frage ist folgende- das Gerät besitzt ja einen USB DAC. Kennt irgendjemand eine Möglichkeit diesen per Bluetooth oder AirPlay (iPhone) anzusteuern? Ich erwische mich immer öfter dabei, wie ich auch mal Musik streame. Bluetoothemofänger mir toslink gibt es ja viele- aber kennt jemand einen mit USB Ausgang? Ist soetwas überhaupt möglich?

Wer sich für Höreindrücke interessiert: Betriebe ihn noch mit Canton Karat 790 DC Lautsprechern. Werde aber bei einem guten Angebot bei den Klipsch RF-7 zuschlagen. Letztens bei einem Bekannten gehört...

Vielen Dank schon einmal!
Niggo.:.
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Mai 2016, 13:24
Hallo,

zuerst ist wichtig, ob es lieber Bluetooth oder AirPlay sein soll. Wenn du ein stabiles Netzwerk hast, ist AirPlay sicherlich problemloser, da du mit Bluetooth auf den ein oder anderen Pferdefuß stößen wirst:
• Lizenzfrei ist für Hersteller von Bluetooth-Entwicklern der Sub-Band Codec (SBC) und daher sehr weit verbreitet. Qualitätiv ist dieser aber eher nicht zu empfehlen, da er stark komprimiert undzwar verlustbehaftet.
• Der Codec aptX ist gut, aber nicht bei allen Geräten anzutreffen. Empfänger gibt's zwar immer mehr, iPhone kann bspw. aber kein aptX.
• iPhone kann noch eine Besonderheit, nämlich ALAC über Bluetooth - entsprechende Empfänger muss man aber erstmal finden.

ALAC komprimiert verlustfrei und kommt auch bei AirPlay zum Einsatz.

Ein USB-DAC-kompatibler AirPlay- oder auch Bluetooth-Receiver wird schon schwierig. Prinzipiell muss das angeschlossene Gerät eine USB-Soundkarte ansteuern können; eine Eigenschaft, die man vornehmlich bei Computer vorfindet. Wer etwas basteln möchte, kann sich an einem Raspberry Pi versuchen.

Eierlegende Wollmilchsau wäre für Deinen Einsatzzweck wohl ein kleiner PC, oder besser: Ein Intel NUC. Ausgestattet mit LAN, WLAN und Bluetooth bist Du dahingehend voll flexibel. Leiser Lüfter, stromsparend und ausreichend schnell sind die Dinger auch. Als Betriebssystem Windows 10 mit AirPlay-Receiver-Software, eventuell Bluetooth-Audio-Funktionalität und über USB 3.0 Deinen Vincent dran. Was ich leider noch nicht herausfinden konnte ist, ob der Vincent den asynchronen USB-Modus unterstützt.

Hoffe, das ist zumindest ein Ansatz.

Grüße
Nico


[Beitrag von Niggo.:. am 28. Mai 2016, 13:25 bearbeitet]
Berny567
Neuling
#3 erstellt: 28. Mai 2016, 13:36
Auf jeden Fall! Ich besitze einen Mac Mini- ich bin immer nur (um ehrlichste sein) zu faul: Monitor oder Fernseher an und per Tastatur auswählen. Ansonsten muss ich da aber durch. Das würde ja funktionieren- halt nur nicht per Touch Steuerung vom Handy aus. Das Problem ist auch, dass ich über Apple Musik oder andere Dienste oft Musik höre. Diese lassen sich nicht mit einer App wie Remote fernbedienen. Aber dann geht es wohl nicht anders- oder ich lege mir noch für den Bluetooth betrieb einen zusätzlichen DA Wandler mit Bluetooth zu. Dachte nur es gibt vielleicht eine kostengpnstigere Variante. Habe momentan so einen 30 Euro logitech Bluetooth Empfänger- Empfang gut, klang naja...

Das beste an Deinem Beitrag sind so einige mir noch nicht bekannte Begrifflichkeiten mit denen ich mich jetzt mal beschäftige 😉

Bluetooth wäre mir aber irgendwie lieber. Scheint mir nicht so störungsanfällig.


[Beitrag von Berny567 am 28. Mai 2016, 13:37 bearbeitet]
Niggo.:.
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Mai 2016, 14:04

Berny567 (Beitrag #3) schrieb:

Bluetooth wäre mir aber irgendwie lieber. Scheint mir nicht so störungsanfällig.


Nun ja, das hängt hauptsächlich von Deinem Netzwerk ab. Notfalls einen Access Point in den Raum stellen
Ich verstehe nicht ganz, was Du genau fernbedienen möchtest. Mac mini als Empfänger ist natürlich auch ein Ansatz.

Angenommen, Du hast einen NUC. AirPlay-Software wie LonelyScreen oder Shairport4w im Autostart. Gerät einschalten, dank SSD und Windows 10 schnell hochgefahren. iPhone in die Hand, AirPlay-Software als Empfängergerät ausgewählt, abspielen beginnt.
Steuerung komplett am iPhone.

Mit Mac mini genauso. AirPlay-Verbindung hergestellt, alle Töne laufen übers Netzwerk an Deine Anlage.

Was habe ich übersehen?

Gruß
Berny567
Neuling
#5 erstellt: 28. Mai 2016, 14:25
Lonelyscreen ist die Lösung! Mit fernbedienen meinte ich z.B. Die Remote App von Apple. Damit kann man seine Musikdatenbank auf dem Mac vom iPhone aus steuern. Dies gilt aber nur für Titel auf der Festplatte- nicht für Streaming Dienste. Das meinte ich.

Aber das wäre ja die Lösung- also Mac als AirPlay Empfänger und dann über USB in den Vincent.

Ich bin begeistert- Danke!!!
Niggo.:.
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Mai 2016, 14:32

Berny567 (Beitrag #5) schrieb:

Aber das wäre ja die Lösung- also Mac als AirPlay Empfänger und dann über USB in den Vincent.

Ich bin begeistert- Danke!!!


Genau, so gehts. Gerne.

Bleibt noch zu hoffen, dass es keine Aussetzer gibt. Habe eine FRITZ!Box 7490 im selben Raum mit einem Apple TV 3 über WLAN verbunden. Ab und zu setzt der Musikstream seltsamerweise aus; könnte aber daran liegen, dass auf meinem Musiksammlung-iPod nur iOS 6 läuft. Mit iPhone 5s bisher nie Probleme gehabt.

Wie gesagt; ALAC komprimiert, aber komprimiert verlustfrei, d. h. eine Minute Audiostream hat grob gesagt mindestens 10 MB. Da ist bei Aussetzern oft Jitter im Netzwerk schuld, wenn bspw. überlastet oder schwacher WLAN-Empfang.
Grundsätzlich würde ich für den stationären Einsatz AirPlay Bluetooth vorziehen, wenn beides praktikabel ist.

Grüße


[Beitrag von Niggo.:. am 28. Mai 2016, 14:32 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#7 erstellt: 28. Mai 2016, 22:27

Niggo.:. (Beitrag #2) schrieb:

• Lizenzfrei ist für Hersteller von Bluetooth-Entwicklern der Sub-Band Codec (SBC) und daher sehr weit verbreitet. Qualitätiv ist dieser aber eher nicht zu empfehlen, da er stark komprimiert undzwar verlustbehaftet.

Ich bin seit Jahren auf der Suche nach einem Blindtest, der die Hörbarkeit dieser Komprimierung beweist. Bislang Fehlanzeige, nur unbelegte Behauptungen.
Niggo.:.
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 29. Mai 2016, 02:05
Magst Recht haben, vielleicht hört man keinen Unterschied.
Das stand aber auch nicht zur Debatte bei uns, schließlich möchte man einen hochwertigen DAC mit einem Audiosignal speisen, welches auf der Funkstrecke keinen Qualitätsverlust erlitten hat.

Und Fakt ist, dass der SBC einen nicht ausgesprochen komplexen Algorithmus verwendet, damit auch schwache (≈ günstige) Hardware ihn in annähernder Echtzeit decodieren kann. Und folglich muss der Spaß verlustbehaftet sein, da das Audiosignal nicht effizient genug komprimiert wird, um es verlustfrei über die Bluetooth-Bandbreite streamen zu können.

Ob und welche HiFi-Komponente inwieweit qualitativ hörbar ist, darüber lässt sich auch noch an vielen anderen Stellen diskutieren.


[Beitrag von Niggo.:. am 29. Mai 2016, 02:07 bearbeitet]
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