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Einspielen von Komponenten

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Klaus-R.
Inventar
#1 erstellt: 17. Jun 2004, 08:32
Hallo,

habe die letzten Tage die diversen Diskussionen über das Einspielen/Einbrennen von Kabeln in der voodoo-Abteilung verfolgt.

Ich habe im Februar 2002 meine K+H Lautsprecher erhalten. Da müssen eingespielt werden

- LS-Treiber
- AD-Wandler
- DA-Wandler
- Endverstärker
- Equalizer

Ich habe damals nicht besonders darauf geachtet, aber irgendwelchen dramatischen Änderungen im Klang sind mir nicht aufgefallen.

Letztes Jahr habe ich mir eine Genelec 1029A gekauft. Da dieser sehr voraussichtlich der letzte LS sein dürfte, den ich kaufe, habe ich mir damals die Mühe gemacht und konzentriert gelauscht, unter Notierung der Rahmenbedingungen (Hörabstand, Lautstärke, welche Musikstücke von der EBU SQAM), um später, nach dem Einspielen von LS-Treibern und Endstufen, ob sich da irgendwas tut.

Und siehe da, beim Kontrollhören einige Monate später, ist mir wiederum nichts aufgefallen.

Weiterhin habe ich letztes Jahr einen Tascam CD-Rekorder gekauft, gleiches Spiel, gleiches Resultat.


Nun kann ich mir vorstellen, dass die K+H ab Werk "eingespielt" sind, da sie ja im Messraum einzeln eingemessen werden zwecks Bestimmung der Filterparameter.
Weiterhin kann ich mir vorstellen, dass die Genelec ebenfalls eine Sitzung im Messraum durchlaufen, und sei es zur Qualitätskontrolle. Keinesfalls laufen beide LS Stunden und Tage vor der Auslieferung.

Vielleicht dass die Chassis beim Hersteller eingespielt werden. Nun kaufen aber K+H sowie Genelec die Chassis ein, wie auch die meisten anderen Boxenbauer. Warum sollten gerade diese Chassishersteller ihre Chassis einspielen und die Chassishersteller von Hifi-Boxen nicht, sodass dort längere Einspielzeiten nötig sind ?

Nun zum Tascam : der wurde bestimmt nicht beim Hersteller eingespielt.

Wenn nun bei derart komplexen Geräten wie aktiven Lautsprechern und CD-Rekorden (für meine tumben Ohren)keinerlei Einspielphänomene entdeckbar sind, stellt sich mir nun die Frage : werden wir mal wieder für dumm verkauft und wie kann es sein, dass bei relativ simplen "Komponenten" wie Kabeln (aller Art) Einspieleffekte beobachtet werden ?


Wenn wirklich sowas wie ein Einspieleffekt auftreten würde, müssten dann nicht alle Gerätschaften, die bei Aufnahme/Abmischen/Mastern von Musik eingesetzt werden, eingespielt werden, damit besagte Gerätschaften nicht nach 6 Monaten Betrieb plötzlich völlig anders klingen ?


Grüsse

Klaus
Murks
Stammgast
#2 erstellt: 18. Jun 2004, 07:08
Hallo Klaus
Ich kann Deinem Beitrag nur zustimmen.
Mir ist absolut unverständlich wie das *einspielen* funktionieren soll
Gruss
Rene


[Beitrag von Murks am 18. Jun 2004, 07:08 bearbeitet]
US
Inventar
#3 erstellt: 18. Jun 2004, 08:41
Hi,

auch ich konnte, bei direkter Umschaltmöglichkeit keine Unterschiede zwischen einer eingespielten Genelec 1030 (17" Jahr) und einer fabrikneuen hören.
Auch meßtechnisch lassen sich praktisch keine Unterschiede erfassen, außer denen der Serienstreuung die bei Genelec übrigens äußerst gering ist.

Ich habe den Test in verschiedenen Räumen gemacht und die LS-Positionen vertauscht. Mono-Tests waren auch dabei.
Ich habe aber keinen Blindtest veranstatltet, da bereits so für mich kein eindeutiges Ergebnis abzusehen war.

Eigentlich müsste man das Signal der beiden LS aufnehmen und über Kopfhörer zum Vergleich darbieten. Das Problem ist nur, dass man andere Effekte hören würde (Paarungleichheit des Freqeunzgangs).

Andererseits wird ja oft von einer regelrechten „Entwicklung“ des Klangbildes fabuliert und „gewaltigen“ Unterschieden.
Für diese Personengruppe wäre solch ein Einfach-Test (neu vs. Eingespielt) schon sehr heilsam.

Ich denke, dass in der Einspielphase etwaige kognitive Dissonanzen kompensiert werden; „wars der richtige Kauf“, „Der LS ist schon besser als der vom besten Kumpel“; „Stereo hat doch recht“, „war sauteuer, hat sich aber gelohnt“, usw.

Gruß, Uwe
cr
Moderator
#4 erstellt: 18. Jun 2004, 08:47

etwaige kognitive Dissonanzen kompensiert werden


Das hast du schön gesagt.
Kognitive Dissonanzen haben mir immer schon gefallen.
träumer0
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 18. Jun 2004, 09:28
Ich habe zum Teil andere Erfahrungen gemacht. Bei gewisse Geräte (z.B. McIntosh vor 20 Jahren) habe nichts gemerkt.
Bei anderen (ich glaube) höre ich einen Unterschied. Vielleicht es ist nur mental und das ist schwierig zu beweisen.
Man muss auch sagen, dass die Einspielungszeiten mehrere 10-Stunden sind und das Gehör sich immer an dem 'besseren (?)' Klang anpasst.
Es kann durchaus möglich sein, dass man die Aenderungen im Klang deshalb nicht hören kann. Es ist auch möglich, dass keine Aenderung stattfindet. Man sollte den Stand 'Neu' mit 'Eingespielt' direkt vergleichen können. Unmöglich?
US
Inventar
#6 erstellt: 18. Jun 2004, 10:58


Es kann durchaus möglich sein, dass man die Aenderungen im Klang deshalb nicht hören kann. Es ist auch möglich, dass keine Aenderung stattfindet. Man sollte den Stand 'Neu' mit 'Eingespielt' direkt vergleichen können. Unmöglich?


Wo ist das Problem?
Ich habs gemacht (s.o.) und keine Unterschiede vernommen.

Gruß, Uwe
jakob
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 19. Jun 2004, 12:25
Hi Klaus_R & US,

schön gesagt, wo ist das Problem?

Der eine meint etwas wahrgenommen zu haben, der andere meint, nichts wahrgenommen zu haben.

Alle hatten das Gefühl wegen Eindeutigkeit keine Blindtest machen zu müssen.

Wieso sollte man also aus dem "Nichthören" plötzlich Schlüsse auf "dunkle Machenschaften" ziehen, resp. dieses "Nichthören" höher bewerten als das "Hören"?

Gruss
US
Inventar
#8 erstellt: 20. Jun 2004, 21:54
Hi Jakob,

"kein Problem" bezog sich darauf, daß man einfach eine eingespielte Bob und eine jungfreuliche Box vergleichen kann; wohlwissend, daß man damit auch immer andere Effekte wie Paarungleichheit und andere Aufstellung bewertet.
Jedenfalls kann man auf diese Art schon eher die Größenordnung der Effekte einschätzen, als bei einem zeitversetzten Test.

Gruß, Uwe
raw
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 20. Jun 2004, 22:09
Hi

Einspielen, ist für mich nichts anderes wie die Angewöhnung des neuen Klanges für die Ohren. Mehr nicht.

Ok, es kann sein, dass von der Lieferung (im Winter) das Ferroflouid des HT und die Sicken zu kalt sind und somit man erst Zeit braucht, bis die Boxen wieder auf normale Temperatur gekommen sind. Aber das hat nichts mit Einspielen zu tun.
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