Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


frage zu Rauschunterdrückern ?

+A -A
Autor
Beitrag
Stullen-Andy
Inventar
#1 erstellt: 14. Mrz 2006, 20:07
Hi,

also in den meisten Tape Decks gibts ja " Rauschunterdrücker "
aber welcher war der Beste ?

mit bekannt sind

Dolby
Dolby B
Dolby C
DBX
HX
HX-PRO
MPX

was genau haben die gemacht ?

welcher war für den klang am Besten ?

waren die alle von " Dolby " ?

hab ich eins vergessen ?
Gelscht
Gelöscht
#2 erstellt: 14. Mrz 2006, 20:15
Telefunken hat auch mal ein solches System entwickelt,...das war nicht das Schlechteste!
DB
Inventar
#3 erstellt: 14. Mrz 2006, 20:39

Stullen-Andy schrieb:
Hi,

also in den meisten Tape Decks gibts ja " Rauschunterdrücker "
aber welcher war der Beste ?


Telcom C4
HighCom



mit bekannt sind

Dolby
Dolby B
Dolby C
DBX
HX
HX-PRO
MPX

was genau haben die gemacht ?


Das sind Kompandersysteme, da wird bei der Aufnahme die Dynamik des Musikmaterials zusammengepreßt. Bei der Wiedergabe expandiert man die Dynamik wieder (laute Töne werden lauter, leise Töne werden leiser). Damit senkt sich das Bandrauschen ab.

HXPro ist kein Rauschminderungssystem, das ist eine dynamische Vormagnetisierung, d.h. der Vormagnetisierungsstrom wird bei stärkeren Höhenanteilen im Programmaterial zurückgenommen, weil durch die hohen Töne auch vormagnetisiert wird.

MPX ist ein Filter, was die teilweise jämmerliche Pilottonunterdrückung von Tunermangelkonstrukten berücksichtigt und Pilottonreste vom Bandgerät fernhält.
Der Pilotton und seine Vielfachen bringen die Rauschminderungssysteme durcheinander.



welcher war für den klang am Besten ?

Kommt drauf an, wie genau es eingestellt ist und wie die Zeitkonstanten hinhauen.



waren die alle von " Dolby " ?

Nein.



hab ich eins vergessen ?

ExKo z.B. aus Ungarn, DNL (wirkte nur wiedergabeseitig), die DDR hatte auch ein Extrasystem (ähnelte Dolby B).

MfG

DB
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 15. Mrz 2006, 11:45
Zu erwähnen wären noch Dolby A und SR, die aber beide nur in Studios in Bandmaschinen zur Anwendung kamen. Ich erwähne sie, weil sie eine Verwandtschaft zu Dolby B und C haben.

Generell muss man zwischen Breitbandsystemen und Systemen mit bestimmten Bandbreiten unterscheiden. Dazu eine kleine Erklärung.
Ein Kompandersystem muss aus dem Tonsignal ein Regelsignal erzeugen, das die Lautstärke bei der Aufnahme mehr oder weniger angleicht (Dynamikkompression) und bei der Wiedergabe die Dynamik wieder vergrössert.
Jetzt sollte diese Funktion eigentlich sehr rasch vonstatten gehen, weil ja sonst das Tonband übersteuert werden könnte. Andererseits sollte genügend Zeit zur Verfügung stehen, dass auch bei einem Tieftonsignal erst nach mehreren Sinusdurchgängen die Regelspannung zur Verfügung steht. Wenn nämlich die Regelspannung schnell erstellt und schnell wieder abgebaut wird, wie dies für die hohen Töne nötig ist, so fährt die Verstärkungsänderung eigentlich immer der Tieftonkurve nach und findet nicht einen vernünftigen Wert.

Nimmt man nun ein Breitbandsystem, so ist die Kompression und Expansion beispielsweise 1:2. Wenn also das Bandgerät eine Dynamik von 60dB aufweist, bekommt man mit dem Breitband-Kompander eine Dynamik von 120dB. Jedenfalls theoretisch. Wenn nun dieRegelung sehr rasch ist, führt dies zu starkem Klirr im Bass, besonders, wenn der Pegel durch gealterte Bänder ungleichmässig wird. Die kleinste Abweichung in der Kurven-Übereinstimmung führt zu Pegelabweichungen und damit fährt bei der Wiedergabe die Reglspannung nicht mehr genau so wie bei der Aufnahme. Und damit ist der Bassklirr komplett.
Wenn aber die Regelspannung langsam generiert wird, kann es wie erwähnt zu Übersteuerung kurzer Impulse kommen. Weiter zieht die Musik eine "Rauschfahne" nach. Wenn die Musik spielt, hört man das Rauschen nicht. Wenn sie aber unvermittelt endet, dauert es eine Weile, bis bei der Wiedergabe die Lautstärke reduziert wird. Ausserdem führt diese langsame Gewinnung der Regelspannung (die Wiedergabe-Regelspannung wird ja aus dem aufgezeichneten Tonsignal gewonnen) zu einer verzögerten Reaktion bei der Wiedergabe. Die Originaldynamik ist zwar vom Messwert her gegeben, aber ein Paukenschlag beginnt leise und wird erst bei seinem eigentlichen Ausklingen laut. Es ist also alles verzögert. Dafür ergeben sich aus diesen Systemen keine Frequenzgangfehler.

Bei Systemen, welche nur in bestimmten Frequenzabschnitten arbeiten (Dolby), werden die Regelspannungen mit angepasster Geschwindigkeit gewonnen.
Dolby B arbeitet ja nur im Bereich der Mitten und Höhen und lässt die Bässe unbearbeitet. Dies geht, weil Bassrauschen weit weniger hörbar ist als ein Rauschen in den Mitten und Höhen.
Und in diesem Bereich wird der Pegel bei geringen Aufnahmelautstärken um einen gewissen Betrag angehoben und bei der Wiedergabe wieder abgesenkt. Bei höheren Lautstärken wird auf die Regelung verzichtet. Damit wird die Konstruktion einer solchen Einheit relativ unproblematisch. Allerdings ist die Wirkung nicht gerade berauschend. Messtechnisch sind Verbesserungen von etwa 6dB möglich (britbandig gemessen), hörmässig wirkt es sich als etwa 8 bis 10dB aus.
Dolby C ist quasi eine Reihenschaltung von 2 B-Systemen. Damit verdoppelt sich die Rauschminderung, zumindest messtechnisch.

Die Studiosysteme von Dolby, also A und SR sind wie das B bandbegrenzte Kompandersysteme. Nur wird bei diesen Systemen der ganze Frequenzbereich in vier oder mehr Einzelbereiche aufgeteilt. Es steht also am Anfang eine Weiche für die einzelnen Bereiche und daran anschliessend Regelverstärker, bei welchen die Regelspannungsgewinnung und die Regelzeitkonstanten den Frequenzen angepasst sind. Auf diese Weice ist es möglich, rasch zu reagieren, um Impulse klirrfrei aufzuzeichnen und eine Rauschfahne zu verhindern, gleichzeitig aber den Bass ohne Klirr wiederzugeben.

Für Tonbandgeräte haben sich neben den professionellen Dolbygeräten das B bewährt. Damit bekam man gerade so viel Rauschunterdrückung wie nötig und dies bei geringsten Nachteilen.
DBX zeichnete sich hier zwar durch eine hervorragende Rauschfreiheit aus, aber der Klirr war schon deutlich höher und die Rauschfahnen mehr als nur störend.
Dolby C brachte bei dieser Anwendung mehr nach- als Vorteile, weil geringste Fehlpegelungen zu deutlichen Frequenzgangfehlern führt. Das Mehr an Rauschfreiheit war hier nicht unbedingt das höchste Ziel.
Bei Kassettengeräten reichte Dolby B nicht ganz aus, um eine genügende Rauschfreiheiit zu erreichen. C war da im Vorteil, aber die Wiedergabe wurde durch Frequenzgangfehler getrübt.
DVDMike
Inventar
#5 erstellt: 15. Mrz 2006, 13:03
Hallo zusammen,

die "letzte Ausbaustufe" von Dolby nach B und C für den Heimgebrauch habe ich noch nicht hier gesehen. Ich glaube das hieß Dolby S und wurde (wird?) insbesondere von Pioneer eingesetzt und war nochmal eine ganze Nummber besser als C.

Gruß
Michael
stereo-leo
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 15. Mrz 2006, 13:18

DBX zeichnete sich hier zwar durch eine hervorragende Rauschfreiheit aus, aber der Klirr war schon deutlich höher und die Rauschfahnen mehr als nur störend.


Kann ich nicht nachvollziehen.

Es sei denn, eine dbx-Aufnahme wird ohne dbx abgespielt.
Das hört sich tatsächlich gruselig an, und diese fehlende Kompatibilität dürfte wohl auch der Hauptgrund gewesen sein, warum sich dbx dauerhaft nicht durchgesetzt hat.

Viele Leute hörten ihre Tapes eben nicht nur im Wohnzimmer an der dortigen Hifi-Anlage, sondern auch gern im Auto oder sonstwo. Das war mit dbx-Bändern nur eingeschränkt möglich.

Ansonsten waren mit dbx abgespielte dbx-Aufnahmen nach meiner Erfahrung allen anderen Systemen haushoch überlegen.
Bässe und Höhen glockenklar, und NULL Rauschen.
Besonders beeindruckend mit Kopfhörern, und schön laut!

richi44
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 15. Mrz 2006, 15:08
Ich habe etliche Konzertaufnahmen mit dbx gemacht. Wenn man natürlich eine Aufnahme vor Publikum hat, ist das Störgeräusch immer höher als das Geräterauschen bei Profi-Tonbandgeräten. Aber wenn man beispielsweise am Ende des Musikstücks Vorspann hinklebt, so ist die Rauschfahne sehr deutlich zu vernehmen und sie dauert mindestens 0,5s. Den Klirr habe ich ürigens gemessen und der stieg im Bass (40Hz) von etwa 1,5% auf gegen 3% an.
stereo-leo
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 15. Mrz 2006, 16:00
@ richi:

Das klingt jetzt eher so, als hätte sich dbx als für deine Aufnahmegewohnheiten als wenig praktisch erwiesen ("Vorspann hinkleben"?), das hat aber nun doch mit dem eigentlichen Klang eher wenig zu tun.

Ich rede von normalen Aufnahmen von LPs, CDs oder auch Radio, also Aufnahmen, wie sie "üblicherweise" getätigt werden.
Und da gab es am Klang nichts auszusetzen, ganz im Gegensatz zu sämtlichen anderen mir bekannten NR-Systemen, die allesamt Abstriche in den Höhen und Mitten mit sich brachten.

Und wenn ich selbst mittels Kopfhörer keinerlei Beeinträchtigungen im Klang feststellen kann, dann wird mich auch ein gemessener "Klirr" eher wenig beeindrucken.

licht96
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 15. Mrz 2006, 16:37
Also ich hab nach vielen Experimenten auf jegliche Rauschunterdrückung verzichtet, weil irgendwie i m m e r was verändert klang - und irgendwie nie besser. Und das wenige Rauschen, was ich bei einem guten Band hatte war -zumindest für micht - vernachlässigbar.

Wie war das eigentlich mit der Werbung (habe das Band nie benutzt, da die mein Recorder immer versalatet hat) mit 99,9% Rausschfreiheit bei der Chromdioxid Maxima II von BASF?


[Beitrag von licht96 am 15. Mrz 2006, 16:37 bearbeitet]
stereo-leo
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 15. Mrz 2006, 18:12

licht96 schrieb:
Wie war das eigentlich mit der Werbung (habe das Band nie benutzt, da die mein Recorder immer versalatet hat) mit 99,9% Rausschfreiheit bei der Chromdioxid Maxima II von BASF?


Diese "Werbung" kannte ich garnicht...

Habe diese Bänder viel benutzt, aber die waren nicht anders als alle anderen auch.

Im Rückblick halte ich von den BASF-Tapes nicht allzuviel, die haben nach vielen Jahren doch einiges verloren.
Da würde ich eher TDK oder Maxell lobend erwähnen wollen.

Ist aber für mich eh alles Historie.
Ich besitze heute kein Tape-Deck mehr, und somit auch keine Tapes.

aileena
Gesperrt
#11 erstellt: 16. Mrz 2006, 00:09
Ich habe nie Tonbandgeräte besessen, immer nur Tapedecks. Angefangen mit nichts,DNL von Philipps(hieß das so?)über Dolby zu Highcom- erst das CN 750 von Telefunken, dann das

Highcom II von Nakamichi, doppelt , für Vor-/Hinterband. DBX ausgelassen wegen Inkompatibilität und weil der Weg gar so einsam schien. Auf Highcom ruhten meine Hoffnungen - der Rest ist Geschichte. Danach Dolby C - nicht so prickelnd. Dann Dolby S. Das war eine Offenbarung. Perfekte Aufnahmen und absolut rückwärtskompatibel. Ich habe bsw. für mein sehr gutes Autoradio in S aufgenommen und in C abgespielt. Mit Reineisenbändern war kein Unterschied zur CD mehr zu hören. Heute, einige CD Player Generationen weiter, ist ein kleiner Unterschied da. Aber mein Tape (Sony KA6ES)verrichtet immer noch zuverlässig seinen Dienst. So gut, dass ich mir meinen jahrzehntelangen Traum vom Drachen nicht mehr verwirkliche.Der Sony ist state of the art und die Aufnahmen werden immer seltener. So selten, dass ich sogar meine Bestände an OVP-Metallbändern (Maxell )drastisch reduziere. Technisch kann ich wenig dazu sagen - ich habe alles redlich erhört.

Gruß Peter
richi44
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 16. Mrz 2006, 07:33
@ stereo-leo

Ich rede von normalen Aufnahmen von LPs, CDs oder auch Radio, also Aufnahmen, wie sie "üblicherweise" getätigt werden.
Und da gab es am Klang nichts auszusetzen, ganz im Gegensatz zu sämtlichen anderen mir bekannten NR-Systemen, die allesamt Abstriche in den Höhen und Mitten mit sich brachten

Damit lässt sich das sicher nicht feststellen, denn das Ausgangsmaterial wie Radio ist eh schon "unten durch". Da wurden ja normale Schallplatten mit höchastens 60dB Fremdspannungsabstand abgespielt, sodass man zuhause über eine normale Antenne froh war, wenn noch 45dB übrig blieben. Und die Limiter im Funkhaus tun ihr übriges...
Sowas kannst Du wirklich nur mit einem entsprechenden Equipment und Eigenaufnahmen testen. Da sind die Unterschiede deutlich.

Das mit der Werbung ist eigentlich ganz einfach:
Ein jungfrauliches Band (nennt sich wirklich so, wenn es noch nie bespielt wurde) hat ein sehr geringes Rauschen. Sobald es bei einer Aufnahme vormagnetisiert wird (ohne geht es nicht) ist Rauschen da. Das Rauschen des vormagnetisierten Kassettenbandes liegt bei etwa gegen -50dB, das neue Band bei etwa -60dB ohne Rauschunterdrückung. Nun ist noch die Frage, wie und mit welcher Entzerrung das gemessen wurde, aber dies nur am Rande.
Minus 60dB ist ein Tausendstel, also ist das Rauschen 99.9% unter dem Nutzsignal, den es natürlich bei einem unbespielten Band nicht gibt. Und es ist dann die Frage, ob das Band auf 3% Klirr ausgesteuert wurde oder ob der Bezugspegel nach DIN oder jener für Dolby B/C verwendet wurde. Diese unterscheiden sich wieder um mehrere dB.
Alles in allem stimmt die Aussage von BASF, genau wie sie für die meisten anderen und sogar besseren Bänder stimmt. Sie hat aber mit der Praxis nichts zu tun.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Frage zu MD playern!
Vince am 29.03.2003  –  Letzte Antwort am 30.03.2003  –  12 Beiträge
Frage zu IRiver Produkt
Corolla_1991 am 15.03.2004  –  Letzte Antwort am 16.03.2004  –  5 Beiträge
Frage/Diskussion zu Loudness
hadez16 am 03.06.2004  –  Letzte Antwort am 07.06.2004  –  100 Beiträge
Frage zu Produkt!!!!
daniel_11223 am 25.08.2004  –  Letzte Antwort am 26.08.2004  –  17 Beiträge
Frage zu MD-Playern
Martinez am 25.08.2004  –  Letzte Antwort am 25.08.2004  –  4 Beiträge
frage zu yamaha e400
enterich am 20.12.2004  –  Letzte Antwort am 20.12.2004  –  6 Beiträge
Frage zu Elektronikteilen
Predator222 am 30.12.2004  –  Letzte Antwort am 31.12.2004  –  2 Beiträge
Frage zu Clipping
Able_to_skin am 01.01.2005  –  Letzte Antwort am 03.01.2005  –  21 Beiträge
Frage zu Kabelkauf
selespeed am 05.01.2005  –  Letzte Antwort am 06.01.2005  –  7 Beiträge
Frage zu Kabelverlängerung
fubuman24 am 24.01.2005  –  Letzte Antwort am 24.01.2005  –  3 Beiträge
Foren Archiv
2006

Anzeige

Aktuelle Aktion

Top Hersteller in Allgemeines Widget schließen

  • Yamaha
  • Canton
  • Bose
  • Magnat
  • Klipsch
  • Denon
  • Dali
  • Onkyo
  • Heco

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder811.755 ( Heute: 76 )
  • Neuestes Mitgliedcero82
  • Gesamtzahl an Themen1.353.103
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.798.918