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Wartung & Pflege von Kassettendecks

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Autor
Beitrag
Pilotcutter
Administrator
#1 erstellt: 01. Aug 2006, 07:22
Servus zusammen.
wollte mal ein paar fundierte Meinungen zur Wartung von Kassettendecks einholen. Habe ein Technics RS-TR575 geschossen. Das hat ja schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Was würdet Ihr tun um sicherzugehen das Ihr alles aus dem Gerät rausholt? Bringen handelsübliche Reinigungskassetten etwas??? Bei meinem alten Deck habe ich mit einem Qtip und Alkohol drinherumgeprökelt. Das schien mir aber nicht so hilfreich. Danke für Eure Tipps. Felix
Bruxelles
Stammgast
#2 erstellt: 01. Aug 2006, 08:30
Hallo,

das mit dem Qtip ist auf jeden Fall der richtige Weg, von Reinigungscassetten würde ich abraten, die verschmieren und verteilen den Dreck nur.

Was Du auf jeden Fall selbst machen kannst:

Falls Du eine Entmagnetisierdrossel hast die Köpfe entmagnetisieren, dazu bei eingeschalteter Drossel und ausgeschaltetem Deck ca. 30 sek langsam um den Kopf kreisen und die (eingeschaltete) Drossel langsam wegziehen. Entmagnetisierdrosseln gibts im Elektronikladen für ca. 10-15 €.

ACHTUNG! Es gab von Technics mal eine Serie Cassettendecks, die hatten eine nicht konventionelle Tonkopfkonstruktion, die man nicht entmagnetiseren durfte. Sollte auf jeden Fall in der Bedienungsanleitung oder im Netz stehen.

Anschließend Reinigung:
mit einem Qtip und Isopropylalkohol > 75% die Köpfe und die metallischen Tele der Bandfügrung (bsp. Capstanwelle(n) )reinigen. Dabei kannst du, sollte die Capstanwelle nicht sowieso bei eingeschaltetem Gerät laufen, mit einem Finger die Funktionssperre oben links im Cassettenfach drücken und z. B. vorspulen, dann dreht sich die Welle und kannst das Qtip leicht dagegendrücken. Aufpassen, daß sich keine Watte um die Welle wickelt.

Danach mit Isopropylalkohol ~ 40-50 % die Plastik- und Gummiteile der Bandführung wie z. B. Andrückrolle reinigen. Dazu kann man den hochprozentigen Alkohol notfalls mit destiliertem Wasser strecken, wenn man nicht beide Konzentrationen griffbereit hat.


Jetzt noch der Anhang für den Service:

Kennst Du noch einen Bastler / Elektroniker? Der könnte noch folgendes machen:

- Bandgeschwindigkeit mittels Oszilloskop und Bezugsband prüfen.
- Azimuth überprüfen und ggf. die Köpfe neu eintaumeln.
- Gleichlauf überprüfen, evtl. danach Antriebsriemen etc. kontrollieren
- Das Gerät, sofern es keinen Einmesscomputer oder Biasregler hat, auf eine gewisse Bandsorte einmessen (am Besten natürlich auch mir Bezugsband)
- Kanalgleichheit, Potigleichlauf, Übersprechen, Dolby-Kompander etc. prüfen / justieren.

Die meisten oben genannten Arbeiten sind schnell erledigt und kosten bei einer netten Radio/Fernsehwerkstatt nicht die Welt.

Wer ein sauber gewartetets, hochwertiges Deck hat und nicht gerade ein Schmirgelband vom Grabbeltisch verwendet, wird feststellen, daß Cassette doch besser klingt als 128 kbit MP3 :P.

Grüße,
TSD
Wolfgang_K.
Inventar
#3 erstellt: 01. Aug 2006, 21:24
Noch ein gut gemeinter Ratschlag - laß bitte die Andruckrollen mit Alkohol (noch schlimmer Brennspiritus) in Ruhe, die Gummimischungen härten nach solchen Prozeduren aus, Gleichlaufschwankungen können die Folgen von solchen Reinigungsorgien sein.
Bruxelles
Stammgast
#4 erstellt: 02. Aug 2006, 11:48

Wolfgang_K. schrieb:
Noch ein gut gemeinter Ratschlag - laß bitte die Andruckrollen mit Alkohol (noch schlimmer Brennspiritus) in Ruhe, die Gummimischungen härten nach solchen Prozeduren aus, Gleichlaufschwankungen können die Folgen von solchen Reinigungsorgien sein.


Ist mir zum Glück noch nie passiert - bei allen möglichen Decks und Bandmaschinen nicht. Und ich reinige oft.

Allerdings niemals, wie oben auch beschrieben, puren Alkohol verwenden.
Es gibt (gab?)im Fachhandel auch mal diverse Spezialflüssigkeiten für die Plastik und Gummiteile des Laufwerks, müßte irgendwo noch ein Flächelchen "TDK Pinch Roller Fluid" rumliegen haben. Inhalt: 45 % Isopropyl, 55% Wasser. Dafür dann reichlich teuer...

Man sollte natürlich auch nie soviel verwenden, das die ganze Andrückrolle drin schwimmt. Ber richtiger Konzentration verfliegt der Alkohol längst, bevor er schaden anrichten kann.

Gruß,
TSD
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