AVR mit parametrischem EQ

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GAREA
Inventar
#1 erstellt: 09. Sep 2020, 21:02
Hi,

auf der Suche nach einem neuen AVR scheint es mir, als fehle den meisten ein parametrischer Equalizer. Die Denons, die ne gute Ausstattung haben, haben leider nur Audyssey und einen graphischen EQ.
Ich suche einen, bei dem ich sowohl die Frequenz als auch die Bandbreite bzw. Güte frei wählen und einstellen kann.
Sehe ich das richtig, dass nur Yamaha ab dem RX-V685 so etwas liefert?
Dachte sowas sei mittlerweile eigentlich Standard.


[Beitrag von GAREA am 09. Sep 2020, 21:14 bearbeitet]
erddees
Inventar
#2 erstellt: 10. Sep 2020, 07:08

GAREA (Beitrag #1) schrieb:
Sehe ich das richtig, dass nur Yamaha ab dem RX-V685 so etwas liefert?
Ja.

Mag sein, das es AVR mit parametrischen Equalizer anderer Hersteller gibt (ggf. i.V. mit einem Einmesssystem), die kommen dann allerdings aus der Hochpreisfraktion. Da musst du dann selber recherchieren und vor allen Dingen auch bereits sein einen nicht kleinen vierstelligen Betrag dafür in die Hand zu nehmen.

Dachte sowas sei mittlerweile eigentlich Standard.
Nein.
Passat
Moderator
#3 erstellt: 10. Sep 2020, 09:20
Systeme wie Audyssey etc. haben aber den Vorteil gegenüber einem PEQ, das die auch noch im Zeitbereich eingreifen können.

Das geht mit einem PEQ nicht.

Yamaha hat bei den größeren AVRs YPAO R.S.C.
Der R.S.C-Teil arbeitet ähnlich wie Audyssey und macht i.d.R. die Hauptarbeit.

Auf das Ergebnis von R.S.C wird dann der PEQ angewendet, falls R.S.C da noch unkorrigierte Reste übrig gelassen hat.

Den PEQ kann man auch manuell ändern und einstellen.
Auch bei Audyssey kann man inzwischen manuell eingreifen, braucht dazu aber eine App.

Grüße
Roman
burkm
Inventar
#4 erstellt: 10. Sep 2020, 09:57
Zudem sind die meisten AVRs, die so etwas wie einen PEQ, meist aber nur hilfsweise als graphischen Equalizer, anbieten, auch schon mit einem deutlich leistungsfähigeren eigenen Einmesssystem ausgerüstet, so dass der PEQ nur noch dann zum Einsatz kommt, wenn auf das vorhandene Einmesssystem verzichtet wird. Einige Systeme, wie z.B. Audyssey oder Dirac, bieten über ihre implementierten Einmesssysteme zudem eine viel größere Anzahl (meist einige Tausend) von Filterkoeffizienten an und stellen deshalb oft auch "feinfühliger" und "halbautomatisch" ein ohne dass man spezielle Kenntnisse dafür mitbringen muss.

Große EQ Systeme mit z.B. 31 etc. Mittenfrequenzen gibt es kaum noch, weil meist nur noch als externes Gerät zu bekommen, die aber aktuell kaum oder nicht mehr gebaut werden. Da fehlen dann bei modernen Pres und AVRs dafür auch die Einschleifmöglichkeiten. Quellen hierfür sind dann eher noch ebay oder ebay-kleinanzeigen.

Frei parametrierbare EQs sind heutzutage sowieso nur noch selten und dann meist auch nur im DIY-Bereich zu finden, weil sie "aus der Mode" gekommen sind (IIR-Filter), seitdem mehr und mehr digitale FIR-Filter eingesetzt bzw. angeboten werden.


[Beitrag von burkm am 10. Sep 2020, 09:59 bearbeitet]
GAREA
Inventar
#5 erstellt: 10. Sep 2020, 10:51
Hallo zusammen,

auf die Einmessautomatik würde ich ganz gerne verzichten. Die greifen i.d.R. zu stark ein und sind mir eh zu undurchsichtig.
Im Grunde geht es mir nämlich nur darum, den Oberbass etwa zw. 100 und 200Hz um wenige dB abzusenken und mit einem leichten Hochtonabfall zu experimentieren. Da reichen mir die ganz normalen IIR-Filter. Für den Sub kommt eh ein miniDSP zum Einsatz. Alles andere will ich unangetastet lassen.

Bei meinem jetzigen (alten) Yamaha (der hat aber nur nen GEQ) kann ich die Mittenfrequenz leider nicht ändern (da sind nur 5 oder 6 Frequenzen festgelegt, Q erst recht nicht), nur den Gain.

Also kann ich beim angesprochenen Yamaha die YPAO-Filter schon mal deaktivieren und nur den manuellen PEQ benutzen - das ist gut.
Bin ich denn da auf die angegebenen Mittenfrequenzen angewiesen oder kann ich die Werte manuell ändern? Das geht aus dem Handbuch leider nicht genau hervor.


[Beitrag von GAREA am 10. Sep 2020, 11:09 bearbeitet]
winne2
Inventar
#6 erstellt: 10. Sep 2020, 11:58
abhängig davon, wieviele Kanäle du nutzen willst (der 685 hat nur VV-Ausgänge für die Mains), kannst du auch mal über ne IOTA mit ext. Endstufen nachdenken https://www.hifipilot.de/IOTAVX-AVX1
Dürfte deinen Ansprüchen näher kommen, und man kann bei Bedarf MiniDSP o.ä. einschleifen.
Passat
Moderator
#7 erstellt: 10. Sep 2020, 12:21
Die Yamahas haben beim PEQ feste Frequenzen im 1/3 Oktav-Abstand.
Du hast 7 Bänder, bei denen du die Frequenz aus den vorgegebenen 31 Frequenzen wählen kannst.

Da ist zugegebenermaßen noch eine deutliche Optimierungsmöglichkeit.
Wenn ich bedenke, das mein DSP im Auto für nicht einmal 150,- € einen 31-Band PEQ mit 1 Hz-Schritten pro Kanal hat, dann ist der Yamaha PEQ schon sehr deutlich eingeschränkt.
Zudem hat er auch noch eine Frequenzweiche, deren Trennfrequenz sich ebenfalls in 1 Hz-Schritten ändern lässt und die Flankensteilheit lässt sich auf 6/12/18/24 dB getrennt einstellen und beides auch noch getrennt für HP und LP.

Und teurere CarHiFi-DSPs bieten da noch viel mehr Möglichkeiten

Da haben Heim-HiFi-Geräte noch starke Defizite.

Grüße
Roman
GAREA
Inventar
#8 erstellt: 10. Sep 2020, 12:40
7 Bänder würden für mein Vorhaben locker reichen.
Ahh okay, 1/3 Oktav-Abstand... das hatte ich im Online-Handbuch auf die Schnelle nicht gesehen.
Dann hab ich quasi 100Hz, 125Hz, 160Hz und 200Hz im relevanten Oberbass-Bereich, wo ich Gain- und Q-Settings machen könnte.

Ja, die miniDSP-Teile sind echt super. Wenn man dann bedenkt, wie wenig die Dinger kosten (100€ fürs 2x4) und dir extrem feine Frequenz-Rasterung in 1Hz-Schritten. Zuzüglich der Möglichkeit, Biqauds einzuspeisen...quasi unendliche Möglichkeiten.
Nutze ich allerdings nur für den Subwoofer, da keine Vor-End-Kombi.

Zum IOTA braucht's dann leider noch externe Endstufen... das wollte ich eigentlich wenn möglich vermeiden.


[Beitrag von GAREA am 10. Sep 2020, 13:05 bearbeitet]
winne2
Inventar
#9 erstellt: 10. Sep 2020, 13:05
Zum IOTA braucht's dann leider noch externe Endstufen... das wollte ich eigentlich vermeiden.

das muss jeder für sich entscheiden, aber flexibler geht's fast nicht mehr. Einen Tod stirbt man halt immer.....
Passat
Moderator
#10 erstellt: 10. Sep 2020, 14:44

GAREA (Beitrag #8) schrieb:
7 Bänder würden für mein Vorhaben locker reichen.
Ahh okay, 1/3 Oktav-Abstand... das hatte ich im Online-Handbuch auf die Schnelle nicht gesehen.
Dann hab ich quasi 100Hz, 125Hz, 160Hz und 200Hz im relevanten Oberbass-Bereich, wo ich Gain- und Q-Settings machen könnte.


Nicht ganz.
Yamaha hat da etwas krumme Frequenzen:
31,3 - 39,4 - 49,6 - 62,5 - 78,7 - 99,2 - 125 - 157,5 - 198,4 - 250 - 315 - 396,9 - 500 - 630 - 793,7 Hz
1 - 1,26 - 1,59 - 2 2,52 - 3,17 - 4 - 5,04 - 6,35 -8 - 10,1 - 12,7 - 16 kHz
Und bei den Geräten mit 64bit YPAO (ab 1080) kommen noch unten 15,7, 19,7 und 24,8 Hz dazu.

Grüße
Roman
GAREA
Inventar
#11 erstellt: 10. Sep 2020, 20:46
Danke Roman, genau das habe ich gesucht!

Dann schaue ich mal in REW, ob ich mit den Mittenfrequenzen hinkomme.
Und dann wäre der RX-V685 wohl ein guter Kandidat, wenn nicht noch irgendwas anderes gegen ihn spricht.

Edit: Weiß jemand, ob man unterschiedliche Crossover-Frequenzen für Fronts und Surrounds wählen kann?
Edir2: Erledigt, scheint zu gehen


[Beitrag von GAREA am 10. Sep 2020, 22:17 bearbeitet]
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