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[reopen] Player gibt keine hochqualitativen flacs wieder

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Autor
Beitrag
tabularazaa
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Aug 2014, 09:38
Hallo zusammen, ich stehe gerade vor einer Herausforderung, die mir seit
einigen Tagen das Leben schwer macht.
Und zwar:
- Ich höre Musik am Rechner (Arch Linux)
- Zur Wiedergabe / als Player benutze ich MPD (backend)+ ncmpcpp (frontend)

Jetzt habe ich ein Album bekommen, welches mit ~2800kbps; 96kHz; 24bit
vorliegt. An sich eine super Sache, nur das mein Player hier zu macht.
Wenn ich die Dateien abspiele, bleibt es einfach stumm.

Meine Vermutung ist, dass es an der Qualität der Aufnahme liegt oder
besser gesagt der Player nicht in der Lage ist sie zu verarbeiten.
Bei meinen anderen flacs ~1000kbps; 44.1kHz; 16bit gibt es nämlich keine
Probleme.

Ich habe mich schon umgehört und auch meine configs gecheckt, aber keinen
Hinweis finden können und dementsprechend auch keinen Lösungsansatz.
Ich scheine also der einzige Verrückte zu sein, der diese Player-Musik-
Kombination verwendet.
Da wir hier in einem Hi-Fi Forum sind, denke ich, dass die Wahrscheinlichkeit
hier eine Lösung zu erhalten am größten ist.
Also, wenn ihr was wisst; das Problem auch habt/hattet, sagt bitte bescheid

Als Übergang benutze ich nun wieder DeadBeef als Player. Hier gibt es
komischer weise keine Probleme. Ich möchte aber wieder MPD + ncmpcpp
nutzen, damit ich nicht gezwungener maßen den X-Server starten muss, nur
um Musik zu hören.

Edit: Wiedergabe erfolgt über ALSA


[Beitrag von tabularazaa am 15. Aug 2014, 11:23 bearbeitet]
Slatibartfass
Inventar
#2 erstellt: 15. Aug 2014, 11:40
Bist Du sicher das die Audio-Hardware (Soundchip, Soundkarte) in deinem Rechner 96kHz und 24bit verarbeiten kann?
Die Player-Software ist es i.d.R. nicht, die mir solchen Formaten Probleme hat, da sie die Audiodaten nur an die Audio-Hardware leitet.

Slati
tabularazaa
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Aug 2014, 11:46
Ja, ich bin mir ziemlich sicher, da es mit VLC und DeaBeef ohne Probleme
geht. Nur MPD will nicht mitspielen, aus mir unerklärlichen Gründen.
Es kann natürlich sein, wie du sagst, dass MPD es nur nicht unterstützt.
Das liegt meiner Meinung nach sogar ziemlich nahe, da VLC phonon als
Backend benutzt, bei DeadBeef bin ich mir gerade nicht sicher.
Verwunderlich finde ich es aber trotzdem.

Edit:
Das Problem ist gelöst und so wie es aussieht, war meine Wenigkeit einfach zu blind.
Lösung: folgendes muss in die mpd.conf...

audio_output {
type "alsa"
name "test"
format "44100:16:2"
}


Die letzte Zeile ist hier entscheidend. Ohne die geht es einfach nicht.
An dieser Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön an die Arch community,


[Beitrag von tabularazaa am 15. Aug 2014, 13:39 bearbeitet]
smutbert
Stammgast
#4 erstellt: 16. Aug 2014, 08:16
Damit nagelst du aber die Audioausgabe von mpd auf 44100 Hz Samplerate, 16 Bit Sampletiefe und 2 Kanäle fest. Liegt die Musik in einem anderen Format vor, resampelt mpd sie selbst.
Das heißt man verliert einerseits die Möglichkeit hochauflösendes Material auch als solches abzuspielen und handelt sich auch bei Material mit zB 16 Bit und 48000 Hz ein Resampling ein, das zwar vielleicht oder sogar wahrscheinlich die Qualität nicht hörbar verschlechtert, aber meiner Meinung nach trotzdem unschön ist.

Dazu kommt noch etwas anderes: Erfolgt die Ausgabe über ALSA (ohne pulseaudio) und mit dem audio_output-Abschnitt, den du gerade gepostet hast, läuft die Ausgabe bei den meisten Linuxdistributionen in der Standardkonfiguration über dmix, das falls notwendig die Ausgaben mehrer Programme mischt und an ein Audioausgabegerät weiterleitet. Dazu resampelt es aber (wieder in der Standardkonfiguration) die Audiodaten auf 48kHz. Bei Material, das nicht in 44100Hz vorliegt, würde bei dir also bereits 2 Mal geresampelt einmal von mpd auf 44100 Hz und dann von dmix auf 48 kHz…
(und zumindest füher hat Alsa per default meines Wissens sehr simpel mittels linearer Interpolation geresampelt, das ist dann schon etwas, wo ich nicht einmal mehr davon ausgehen würde, dass es keine hörbaren Einbußen gibt).

Wenn du Interesse hast diese „Umwege“, die das Signal macht, möglichst zu beseitigen, können wir uns das gerne genauer ansehen…


[Beitrag von smutbert am 16. Aug 2014, 08:20 bearbeitet]
contadinus
Inventar
#5 erstellt: 16. Aug 2014, 10:28
Sehe ich genau so wie smutbert. Mit Deiner Einstellung läßt Du Deinen Rechner die hochaufgelösten Audiodaten auf auf CD-Niveau runterrechnen, wobei das Umrechnen sicher keine Verbesserung bringt, eher sehr im Gegenteil.
Du solltest Dir dringend mal Deine Audio-Hardware ansehen. Wenn andere Programme das 96kHz-Material wiedergeben können heißt das noch nicht viel. Viele rechnen standardmäßig auf 44.1kHz runter.
tabularazaa
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Aug 2014, 13:09
Vielen dank für die zusätzlichen Infos zur Soundkonfiguration unter Linux.
Ich bin gerne bereit, mich weiter in die Materie einzulesen und den Sound
zu optimieren. Wenn ihr mir dabei helfend zu Hand gehen könnt und möchtet:
Sehr gerne, ich bin der letzte der etwas dagegen hat.

Die Vermutung, dass die anderen Player automatisch umrechnen hatte ich
auch schon. Ich muss auch sagen, dass es mir nicht gefällt, da der Nutzer
nicht darüber in Kentnis gesetzt wird. Da finde ich MPD schon besser.
Das funktioniert, dann zwar erstmal nicht, aber es lässt sich herausfinden
warum das so ist.
Von daher revidiere ich die Aussage, dass die anderen Player das können.

@smutbert:
Vielen Dank! Ich werde es noch mal mit pulseaudio versuchen und meine
Ergebnisse mitteilen. Soviele Informationen was die Soundarchitektur
angeht hatte ich bis jetzt noch nicht, muss aber auch gestehen, dass ich
erst in den letzten Monaten eine Vorliebe für guten Klang entwickelt habe.
Für deine Hilfe bin ich offen

Mein setup ist bei weitem noch nicht ideal, da ich noch an der onboard
Klinke hänge, was sich aber auch in der nächsten Zeit ändern wird, da
ich mir die O2/ODAC combo holen werde, da wird es dann nochmal interessanter
eine gute Konfiguration hinzubekommen.
smutbert
Stammgast
#7 erstellt: 16. Aug 2014, 17:25
pulseaudio macht leider grundsätzlich das gleiche wie alsa, nur bereits in der Standardeinstellung in besserer Qualität. Das würde ich also zumindest vorerst nicht installieren, weil es außerdem den Einsatz von mpd etwas verkompliziert. (mpd führt man normalerweise systemweit unter seinem eigenen Benutzeraccount "mpd" aus wohingegen der als normaler Benutzer gestartete Pulseaudio Daemon nur die Audioausgabe der Anwendungen übernimmt, die von demselben Benutzer gestartet wurden — Noch blöder ist es, wenn auf normalem Wege gar kein Benutzer angemeldet ist, denn dann wird normalerweise auch pulseaudio gar nicht gestartet.)

Zeige lieber die Ausgabe von

aplay -l

her und verrate welchen Ausgang (analog/digital ?), welcher Soundkarte du verwenden willst.
tabularazaa
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 17. Aug 2014, 10:25
$ aplay -l


**** Liste der Hardware-Geräte (PLAYBACK) ****
Karte 0: PCH [HDA Intel PCH], Gerät 0: ALC892 Analog [ALC892 Analog]
Sub-Geräte: 0/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 0: PCH [HDA Intel PCH], Gerät 1: ALC892 Digital [ALC892 Digital]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: NVidia [HDA NVidia], Gerät 3: HDMI 0 [HDMI 0]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: NVidia [HDA NVidia], Gerät 7: HDMI 0 [HDMI 0]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: NVidia [HDA NVidia], Gerät 8: HDMI 0 [HDMI 0]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: NVidia [HDA NVidia], Gerät 9: HDMI 0 [HDMI 0]
Sub-Geräte: 1/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0


subbdev #0; Also der analoge wird verwendet, da ich noch über Klinke herangehe

Ich lasse mpd nicht als Systemservice starten sondern habe mir
ein alias gebaut:
Auszug aus meiner .zshrc

alias mpd='mpd ~/.config/mpd/mpd.conf'
alias music='mpd && ncmpcpp'


Ich sehe nicht ein, warum ich services starten soll, die ich nicht
notweniger weise brauche. Zudem, habe ich auch gerne eine Isolierung über die Benutzer.

Ja, ihr habt Recht. Alsa nutzt auch unter Arch dmix. Habe ich gerade mal
im mpd log nachgeschaut.
smutbert
Stammgast
#9 erstellt: 17. Aug 2014, 12:18
Ach so, damit habe ich nicht gerechnet. Ich lasse mpd als Systemdienst starten, weil ich es auch als Vorteil sehe, mich gar nicht lokal anmelden zu müssen, nur um Musik zu hören. Das gilt vor allem für meinen Cubietruck (ähnlich dem Rasperry Pi), der mir hauptsächlich zum Abspielen von Musik dient — gesteuert entweder von Handy/Tablet oder über die Taster, die ich direkt an den Cubietruck gehängt habe. Und mpd verbraucht im Leerlauf wirklich nicht besonders viele Resourcen… aber ich will dir deine Variante keineswegs ausreden!

egal wie du mpd startest, ich würde es einmal mit


audio_output {
type "alsa"
name "Onboardsound (analog)"
device "hw: PCH,0"
mixer_type "software"
}

versuchen. (Das Leerzeichen nach hw: gehört weg, aber ohne Leerzeichen hätte die Forensoftware einen Smiley daraus gemacht.) Den Softwaremixer habe ich nur deswegen einmal hingeschrieben, weil der im Gegensatz zu den Hardwarereglern auf keinen Fall Probleme verursacht.

Damit schickt mpd die Audiodaten, falls möglich ohne jedes Resampling oder dergleichen an den Onboardsound und umgeht dabei auch dmix, was außerdem auch bedeutet, dass gleichzeitig mit mpd kein anderes Programm Audio ausgeben kann.

Wenn du das nicht willst, könnten wir stattdessen versuchen ALSA so zu konfigurieren, dass es ohne Downsampling abläuft, trotzdem müssten bei der Ausgabe alle Audiodaten auf eine Samplingrate umgerechnet werden, bei den normalen 44,1 kHz / 16 Bit kämen wir dann also nicht um ein Upsampling herum…
Weil du aber mpd als normaler Benutzer startest, müsste mpd problemlos mit pulseaudio zurechtkommen und mit Pulseaudio lassen sich zumindest 2 verschiedene alternative Standardsampleraten festlegen, zwischen denen nach Bedarf (und Möglichkeit) umgeschaltet wird, aber darüber sollten wir meiner Meinung nach erst nachdenken, wenn du mit ALSA alleine nicht glücklich wirst.


[Beitrag von smutbert am 17. Aug 2014, 12:22 bearbeitet]
tabularazaa
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 17. Aug 2014, 12:41
Super, danke für den Hinweis.
Das werde ich gleich mal versuchen und dann berichten.

Wie gesagt, noch alles eher nicht so optimal, aber DAC und Amp kommen ja
noch. Allerdings muss die Kriegskasse nach Anschaffung der DT-880 erstmal
wieder aufgefüllt werden.

ot: Das mit den smiley kenne ich leider zu gut...
Ich war auch verwundert, dass man quotes nutzen muss
und [code ]foo[/code ] nicht funktioniert
tabularazaa
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 17. Aug 2014, 13:19
So ich habe die Zeilen einmal eingefügt und muss ein ernüchterndes
Ergebnis melden.
Es bleibt komplett stumm.


device "hw: PCH,0"


Und ja, ich habe das Leerzeichen beachtet

Es ist die o.g. Zeile, die die Stummschaltung verursacht.
Wenn ich die herauskommentiere, habe ich wieder sound, allerdings nur
bei den 16bit Dateien, da ich den force "44100,16,2" herausgenommen habe.

log sagt mit der o.g. Zeile

Aug 17 15:17 : alsa_output: Failed to open "Onboardsound (analog)" [alsa]: Failed to open ALSA device "hw: PCH,0": Device or resource busy
smutbert
Stammgast
#12 erstellt: 17. Aug 2014, 13:53
Dann hatte vermutlich gleichzeitig ein anderes Programm die Soundkarte „offen“. Hast du irgendwelche Benachrichtigungsklänge einer Desktopumgebung aktiviert oder ähnliches? Welche Desktopumgebung hast du denn installiert? Und hast du vielleicht gar (vielleicht ohne es mitbekommen zu haben) pulseaudio installiert?
(gibt es bei

which pulseaudio

irgendeine Ausgabe?)

Um sicherzugehen könntest du auch noch versuchen flac-Dateien (vielleicht 2 mit unterschiedlichen Sampleraten) so abzuspielen


flac -cd /Pfad/zur/FLAC-Datei.flac | aplay -D "hw: PCH,0"


[Beitrag von smutbert am 17. Aug 2014, 13:54 bearbeitet]
tabularazaa
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 17. Aug 2014, 14:17
$ which pulseaudio


pulseaudio not found

Hätte mich auch stark gewundert, wenn pulse noch installiert sein sollte.

Zum Desktop: Keinen!
Hier läuft nur awesome als window manager und tmux für die cli Sachen,
also auch für den Player. Dementsprechend habe ich auch keine Sounds
für irgendwelche Fehlermeldungen etc.

USER@archbox ~/Musik/Neneh-Cherry-The-Thing/neneh cherry the thing - 2012 - the cherry thing 2012 [16:14:01]
$ flac -cd 02\ -\ Dream\ Baby\ Dream.flac | aplay -D "hw: PCH,0"

aplay: main:722: Fehler beim Öffnen des Gerätes: Das Gerät oder die Ressource ist belegt


Gleiche Meldung... ist scheinbar schon belegt, nur von was ist die Frage.
smutbert
Stammgast
#14 erstellt: 17. Aug 2014, 16:09
Vorneweg, ich habe mich vertan: hinter aplay sollte ein kleines -d statt dem -D stehen. So kann es gar nicht funktionieren…
Außerdem kann allein der laufende mpd schon verhindern, dass aplay etwas wiedergeben kann. Kannst du den Befehl vielleicht noch einmal (richtig) wiederholen und mpd vorher stoppen (pause genügt afaik nicht) oder gleich vorher explizit nachsehen, ob das Audiogerät geöffnet ist, das geht zB mit


cat /proc/asound/PCH/pcm0p/sub0/hw_params

(hoffentlich habe ich den Pfad für deinen Onboardsound richtig hinbekommen)
tabularazaa
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 17. Aug 2014, 16:31
Alles gut, kann ja mal passieren. Ich habe den Fehler aber aus schon von
mir aus ausgemerzt.

Nun zu meinen weiteren Experimenten in der letzten Zeit:

1. Natürlich habe ich mpd mit dem Holzhammer erledigt, also:

pkill mpd


2. Ich habe es geschaft deinen code umzusetzen, allerdings bin ich mir
nicht ganz sicher ob es zielführend war.
Und zwar habe ich folgendes der ~/.asoundrc hinzugefügt.

pcm.dmixer {
type dmix
ipc_key 1024
ipc_key_add_uid 0
ipc_perm 0660
}
pcm.dsp {
type plug
slave.pcm "dmix"
}


Jetzt die Frage, ob das ganze zielführend ist

3. flac -cd Musik/Amber-Rubarth/Amber\ Rubarth\ \(2012\)\ Sessions\ From\ The\ 17th\ Ward\ \(Binaural\)\ \(24-96\)/01\ -\ Hold\ On.flac | aplay -D "hw: PCH,0"

Wiedergabe: WAVE 'stdin' : Signed 24 bit Little Endian in 3bytes, Rate: 96000 Hz, stereo
aplay: set_params:1233: Sample-Format nicht unterstützt
Available formats:
- S16_LE
- S32_LE


Wenn ich allerdings 16bit Dateien nehme, werden die auch wiedergegeben.

4. Mit der o.g. Konfiguration kann allerdings immer nur einer Sound wiedergeben.
Damit meine ich mpd + z.B. youtube gehen nicht.

Edit:
5.
cat /proc/asound/PCH/pcm0p/sub0/hw_params

access: MMAP_INTERLEAVED
format: S32_LE
subformat: STD
channels: 2
rate: 48000 (48000/1)
period_size: 1024
buffer_size: 16384


[Beitrag von tabularazaa am 17. Aug 2014, 16:33 bearbeitet]
smutbert
Stammgast
#16 erstellt: 17. Aug 2014, 16:56
So weit, so gut.

2.
Die .asoundrc benötigst du zumindest nicht in der Form, in der du sie gepostet hast. Der dmixer-Teil ist so fast dasselbe, wie es alsa ohnehin schon in der Standardkonfiguration verwendet und die pcm.dsp hat nur einen Sinn, wenn Programme über die alte OSS Schnittstelle (statt ALSA) Töne ausgeben wollen, die sind inzwischen aber rar geworden.

3.
Es ist (für mich) zwar überraschend, dass der Onboardsound 16 und 32 Bit verarbeiten kann, nicht aber 24 Bit, aber das darf mit dem mpd kein Problem sein. Erstens einmal, weil mpd selbst konvertieren kann (und 24 Bit mit 8 Nullen „ausstopfen” damit es 32 werden ist wirklich trivial) und weil zweitens dein Ursprungsproblem trotz dmix auftrat, das ebenfalls die notwendigen Konviertierungen durchführen kann. Das ist auch der Teil deines Problems, den ich noch nicht verstehe.

4.
Ja, ich sehe es ja als Vorteil an, wenn die Musikwiedergabe nicht durch andere Klänge gestört werden kann. Du siehst das offensichtlich anders ☺. Das heißt die Ausgabe von mpd muss entweder über dmix oder über pulseaudio laufen…
Sollen, wenn du dir dann einen neuen DAC kaufst (wird der über USB oder einen bereits vorhandenen digitalen Audioausgang angeschlossen?), alle Klänge über den DAC laufen oder nur die Musik?
So oder so, glaube ich, dass wir mit einem ordentlich konfigurierten dmix oder pulseaudio fast alle anderen möglichen Probleme umschiffen. Nur youtube (also eigentlich Adobe Flash) macht mir sorgen, das verursacht nämlich immer wieder gerne Probleme, indem es sich nicht an die ALSA-Konfiguration hält und entweder einfach nicht funktioniert oder die Soundkarte blockiert - da kann ich für nichts garantieren.

5.
Hast du das bei gestoppten mpd ausgeführt und bevor du den flac … | aplay … Befehl abgesetzt hast? Dann hätte ja wirklich noch ein weiteres Programm die Soundkarte geöffnet gehabt. Allerdings hätte dann 3. auch mit 16 Bit-Dateien nicht funktionieren dürfen.
tabularazaa
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 17. Aug 2014, 17:39
2.
Das habe ich schon fast befürchtet, daher rührte ja auch meine Frage.
Was den pcm Teil angeht: Den hat mein minimalistischer Geist auch schon
wieder aus der config geworfen.
Eine Sache, die ich jedoch als Vorteil sehe ist, dass in der mpd.conf
jetzt die fixe 44100,16,2 nicht mehr eingebaut ist.

3.
Das ist in der Tat eine Beobachtung, die ich auch nicht ganz nachvollziehen kann.

4.
Es ist bei mir auch so, dass ich entweder Musik höre oder mir ein Video
anschaue, allerdings ist es für misch schon eher störend, wenn ich immer
manuell umschalten muss. Ich habe das gerade mal mit der Reihenfolge
mpd, Spotify, mpd, youtube ausprobiert...
Das war für mich eher unkomfortabel, was aber nicht an mpd liegt, sondern
an der umständlichen Handhabung im Browser - reload der Seite.
4.1.
Der DAC wird über USB angeschlossen werden.
4.2
Es wäre meiner Meinung nach praktischer dann gleich alles über den DAC
laufen zu lassen.
Das Flash seine Eigenheiten hat ist ja ein offenes Geheimnis.
Von daher spricht da nicht gegen eine vernünftige ALSA config, wenn sich
dadurch "Probleme umschiffen" lassen.

5.
nicht bei gestopptem mpd sondern nach

pkill mpd

Ich habe es auch gerade noch mal mit stop also "s" versucht
Hat auch funktioniert.

Nur mpd spielen lassen und etwas anderes gleichzeitig funktioniert nicht.

Edit:
So ich bin mal wieder ein Stück weiter...
Überraschenderweise geht jetzt alles wie es soll und auch mit deinem code.
Ich habe sozusagen ein wenig config cleaning betrieben und nochmal komplett
neugestartet.

Allerdings, kann immernoch nur eine Sache wiedergegeben werden.
Wenn einer einen einfachen Fix hat, gerne.
Ansonsten hat die "R" Taste demnächst öftere Verwendung.


[Beitrag von tabularazaa am 17. Aug 2014, 18:32 bearbeitet]
smutbert
Stammgast
#18 erstellt: 17. Aug 2014, 20:35
Ok, mit ALSA alleine ist das dann relativ einfach:


~/.asoundrc schrieb:

defaults.pcm.rate_converter "speexrate_best"

pcm.!default {
type plug
slave.pcm "dmixer"
}

ctl.!default {
type hw
card PCH
}

pcm.dmixer {
type dmix
slave {
pcm "hw: PCH,0"
rate 44100
format S32_LE
}
}

ctl.dmixer {
type hw
card PCH
}


In mpd sollte es dann mit

mpd.conf schrieb:

audio_output {
type "alsa"
name "Onboardsound (analog)"
device "dmixer"
}

klappen, wobei du device "…" eigentlich auch auskommentieren können solltest, weil dmixer oben ohnehin zum Standard„gerät“ von ALSA erklärt wird.

Gegenüber einer nicht vorhandenen .asoundrc hat das den Vorteil, dass du in der Zeile rate 44100 eine beliebige von der Hardware unterstützte Samplerate als Standardsamplerate festlegen kannst (sinnvollerweise entweder die häufigste oder höchste, die bei in deiner Musiksammlung vorkommt oder auch ein ganzzahliges Vielfaches einer der beiden). Der Standardalgorithmus für das Resampling wird in der ersten Zeile festgelegt — zur Wahl steht neben speex auch samplerate (beide in _best/_medium und vielleicht noch weiteren Varianten)


Wie gesagt, generell kommst du mit deinen Wünschen um Resampling nicht herum, aber mit pulseaudio könntest du das insofern reduzieren, als du die beiden Sampleraten, die bei dir am häufigsten vorkommen (oder wieder wahlweise ganzzahlige Vielfache davon) zur Standard- und alternativen Samplerate machen könntest, zwischen denen automatisch umgeschaltet wird, falls möglich (das ist natürlich nur möglich, wenn gerade kein Programm eine Audioausgabe am laufen hat). Bei 192 kHz und 176.4 kHz würde zB immer eine von beiden gut zu 44100 Hz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz, 176,4 kHz, 192 kHz passen…
Allerdings birgt pulseaudio auch einige Fallstricke und es paßt nicht besonders gut zu awesome und einem beinahe ausschließlich textbasierten Desktop, denn ich kenne eigentlich fast nur grafische Programme zur Konfiguration und Lautstärkeregelung mit pulseaudio. Der gewohnte alsamixer wird zwar weiterhin funktionieren, dir aber bei weitem nicht alle Optionen von pulseaudio bieten.


[Beitrag von smutbert am 18. Aug 2014, 09:31 bearbeitet]
tabularazaa
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 17. Aug 2014, 21:01
Wunderbar, danke dir:)

Das werde ich morgen in alter Frische gleich mal ausprobieren.
Die Samplerate habe ich auch schon soweit angepasst, als ich den doch
sehr ausführlichsen Artikel zu ALSA im Arch-wiki gelesen habe.

Ich werde deine settings dann gleich morgen nach Feierabend testen.
Ich bin auf jeden Fall schon mal gespannt.

Ich habe nicht unbedingt was gegen GUI, aber wenn, dann soll es auch gut
gemacht sein und einen wirklichen Vorteil.
Wenn pulseaudio jetzt einen riesigen Vorteil hätte, klar mache ich das
denn. Sonst bin ich allerdings eher der Freund von Text und Konfigurationsdateien.
Die pulse Geschichte werde ich mir aber auch noch mal anschauen.
Das wird auch sicher auf Textbasis gehen und wenn man direkt an die config muss.
Es ist ja nun nicht so, dass man täglich seine settings ändert.
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