mein heimkino klang zuhause hat kein kinofeeling =(

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Stammgast
#1 erstellt: 15. Dez 2007, 14:43
moinmoin,

Ich war gerade wiedermal im Kino und musste festellen,
(gerade im dialogbereich) irgendwie klingts dort doch
anders... irgendwie besser als zuhause..

nun mag das vieleicht ziemlich subjektiv sein, oft wird
ja geschrieben das eine gute heimkino anlage dem ton im
kino um welten vorraus ist, aber wie schon geschrieben
im dialogbereich und alles was "von vorne" kommt klingt
es im kino doch irgendwie wärmer und vor allem
"bass-lastiger" in den stimmen.

meine anlage zuhause (denon avr-1404, ELAC 101
Standlautsprecher, Elac Center und Rear und Woofer)
ist jetzt zwar nicht absolutes high-end, aber immerhin auch
keine billigen brüllwürfel.

ich habe schon viel rumgespielt. surround effekte und
explosionen kommen natürlich top, aber irgendwie klingen
die dialoge, zu klar, zu hart und schroff, irgendwie fehlt
der "bauch" / "bass" in der stimme, die wärme wie ich sie
aus dem kino kenne.

einfach mehr bass reindrehen ist natürlich albern und hat
auch wenig auswirkung auf dialoge, ausser das bei der
nächsten explosion / fx die wände wackeln.

sind es vielleicht die begebenheiten im kino (grosser saal,
verkleidete wände, entfernung sitzabstand) die das erlebnis
dort intensiver machen als zuhause, oder müssen bei mir
einfach bessere lautsprecher / neuer receiver her ?
Blutnebel
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 15. Dez 2007, 14:50
ich vermute mal, dass dein Problem wirklich auf die Raumakustik zurückzuführen ist. Sicherlich wirst du nie die gleiche Akustik wie im Kino bekommen können, da der Raum dort einfach viel größer ist und dementsprechend auch die Dimensionierung der Lautsprecher. Optimierungen im Raum kann man aber fast immer treffen. Schau dich doch mal Bereich Akustik hier im Forum um.
R-O-C
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 15. Dez 2007, 17:16
Zudem laufen die Filme ja auch langsamer als auf DVD ob das die stimmen auch bischen tiefer wirken lässt kann ich natürlich nicht sagen weil ich bislang keine blu ray mit 24p testen konnte bei mir daheim
Poison_Nuke
Inventar
#4 erstellt: 16. Dez 2007, 13:29
mit dem Tempo der Stimmen hat das wenig zu tun, eher mit den Lautsprechern und der Akustik.
Wenn man sich mal die Lautsprecher in einem Kino anschaut, dann werden selbst die größten Heimkinosubwoofer vor den Tieftönern von Center usw "den Schwanz einziehen".
Weil bei den ganz großen Multiplexen hat dann der CenterLS mal eben 4x 46cm große Tiefmitteltöner drinne...und die Subwooferanlagen haben es meist auch in sich.

Weiterhin hat man vorn auch fast immer 3 CenterLS statt nur einem wie zu Hause üblich.
Und Raummoden usw kennen die dort auch keine, durch die Raumgröße.


Mit mehreren (!!) sehr guten Subwoofern und drei bis fünf identischen FrontLS und einer Trennung bei 120-160Hz (nicht tiefer) schafft man aber auch im Heimkino ein teilweise vergleichbares Ergebniss, aber der Installationsaufwand ist dennoch sehr hoch.

Zumindest meine Erfahrung, da es mich auch immer angekäst hat, dass im Kino die Stimmwiedergabe einfach plastischer wirkt. Aber mittlerweile ist es fast schon umgedreht, ok, ist auch "etwas" extrem, was ich Subwoofer- und Lautsprechertechnisch getrieben habe


Nur auf einfach Art und Weise wird man niemals den Kinosound bei sich reproduzieren können, dass ist Fakt.
Igel60
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 16. Dez 2007, 13:59
die raumakustik ist wohl, wie oben bereits gesagt besonders mitentscheidend!

das verändern der ls-positionen ist aber nicht unerheblich mit-entscheident, wie letztlich was wie ankommt, wenn auch nicht in dem maße wie die raumakustik.

wenn alle aufstllungstips mölichst genau beachtet wurden, ebenso die ggf. wirklich nötige absorbtion (und ggf. absobermaßnahmen!!) so kann man noch weiter optimieren, wie granitplattun unter die ls etc.

darüber hinaus verwende ich einen digitlalen soundprozessor, den ich eher nur bei "kino-betrieb" verwende, nicht bei hifi, da ich es hier möglichst pur will...
beim kino betrieb kann ich dort nicht nur die einzelnen frequenzen anheben oder absenken, sondern auch hall, echo, etc, samt laufzeiten einstellen. die optimale einstellung hab ich eigentlich wohl nie erreicht, da ich immer wieder daran rumdrehe, je nach dvd! bei matrix etwa, ist der bass einfach zu wuchtig, etwa wenn in der 2.folge dieses schiff
(hammer?)auf dem boden aufsetzt, da fliegt mir fast alles um die ohren, quasi.

der raumklangprozessor ist nicht teuer, hat mir aber hier schon sehr weiter geholfen! man kann damit richig rumspielen und rumprobieren --> fazit:

für mich bei "kino" kaum mehr wegzudenken!
damit gleiche ich mehr aus, als mit allen anderen, nicht unerheblichen faktoren!

was, wie im beispiel mit matrix, deutlich geworden ist, ist die tatsache, das alle aufnahmen irgendwie verschieden aufgenommen werden, und somit auch verschieden klingen!
man kann also kaum eine mit einer andern vergleichen, es ist immer irgendwie anders. man muß je nach aufnahme halt
neu einstellen...
ich vermute mal, das in den großen emax-kinos, als beispiel,
auch vorher genau auf den film eingestellt wird, wie wo was bläst, etc...

insgesamt bin ich mit meinen optimierungen nun insoweit zufrieden,das ich die "wichtigsten" filme mit user 1-5 als filmeinstellungen eingespeichert habe und eben die jeweilige einstellung abrufe.
für mich und jeden, ders hörte, zumindest "ordentlicher" kinosoundeffekt! ziemlich life [subjektiv, natürlich]
klar kann und will ich nicht mit beschallungsanlagen mithalten, und ein- bis mehrere dutzend ls im wohnzimmer haben! obwohl das wohl der mega-hammer sein muß!

also, mit ein paar rel. einfachen beachtungen und tricks lässt sich schon so was wie kino-feeling machen, wenn es nicht "perfekt" sein muß-
vorausgesetzt man hat auch qualitativ sehr ordentliche komponenten, was wiederrum nicht bedeutet, das sie unbedingt hi endig sein müssen!
aber da bist du ja ordetlich dabei, wie du schriebst.
grüße
Poison_Nuke
Inventar
#6 erstellt: 16. Dez 2007, 17:51
Mir fällt gerade noch ein Grund ein, warum es im Kino immer so einen speziellen Klang hat:

die Schalldämpfung. Denn die gesamten Wände in einem Kino sind absorbierend ausgelegt, aber auch die Sitze und die Menschen dämpfen sehr viel.
Da die gesamten Oberflächen in einem Kino aber lediglich aus porösen Absorbern bestehen (natürlich sehr dicken) hat man mit zunehmender Frequenz dennoch eine zunehmende Dämpfung.

Ergo hat man im Kino so gut wie keinen Nachhall im Mittel und Hochtonbereich, aber ein wenig noch im Bass. Es ist also eine sehr trockene Akustik.

Um das nachzustellen müsste man bei sich ebenfalls alle Wände + Decke + Boden massivst Dämmen. Noch mehr wie bei mir.
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