Quadratischer Raum - unkontrollierter Bass

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SaGruenwdt
Stammgast
#1 erstellt: 13. Mrz 2003, 17:04
Mein Surround Hörraum ist fast exakt 3,80 x 3,80 meter! Mein Problem ist eine saubere Basswiedergabe bei Musik & Kino hinzubekommen. An manchen Stellen ist kaum was zu hören während es an anderen Stellen rummst blubbert und scheppert (klappern in der Vitrine). Frontwand-mittig stellen des Subs ist nicht möglich, denn da stehen die Geräte. Die besten Ergebnisse habe ich bis jetzt erzielt wenn ich den Sub 100cm entfernt und 80cm hoch von der linken Wand im rechten Winkel 90° zu den Hauptboxen spielen lasse. Also über Kreuz mit den Vollbereich-Hauptlautsprechern. Orten kann man ihn der Frequenz nach nicht wohl aber leider zeitweise genau erfühlen wo er steht!
Sieht unmöglich aus den sub an so einer Stelle zu haben - Phase ist bei O am besten. Noch besser klingts wenn der sub in der Raummitte steht, aber das ist nun garnicht möglich.

Ich habe die Anlage einmal probeweise in einen anderen Raum (5,80 x 4,30)aufgestellt und sieheda der Bass hat mich beinahe weggeblasen so sauber war die Wiedergabe! Aber leider ist es nicht möglich die Anlage immer da zu belassen.

Hat jemand erfahrung mit der Aufstellung und kann noch tipps geben? Wäre nett.. eventuell indirekt gegen eine Wand?

MfG
Grüni
Icarus
Stammgast
#2 erstellt: 13. Mrz 2003, 17:22
Hallo Grüni,

Du hast einen extrem besch*** Raum! Da die Grundfläche quadratisch ist, hast Du massive Probleme mit stehenden Wellen, die zwischen beiden Wänden bei den selben Frequenzen auftreten (Erklärung dazu im Thread "BASS und METER" ).

Dass Dein Subwoofer in der Raummitte am wenigsten dröhnt, ist klar. Denn dort werden diese stehenden Wellen am wenigsten angeregt.

Auf Dauer hilft wohl nur ein Tieftonabsorber/-resonator (schau mal im Thread "Helmholtzresonator" ). Alternativ solltest Du ernsthaft darüber nachdenken, den Sub ganz wegzulassen.

Gruß,
Icarus


[Beitrag von Icarus am 13. Mrz 2003, 17:23 bearbeitet]
SaGruenwdt
Stammgast
#3 erstellt: 13. Mrz 2003, 22:13
Die beiden Mainboxen (größere Heco Superior Regalboxen) haben 1x 16cm Tiefmitteltöner (120 - 3000 Hz) 1x 16cm Bass-reflex (38 - 120 Hz) im weiteren Abstand übereinander mit einen Hochtöner dazwischen. Wenn die alleine laufen sind kaum Bassresonanzen da!
(steht auch in der Anleitung der Hecos das die Anordung der Chassis diese verringert)

Bei Musik ist das schon ganz OK, nur laufen die Boxen leider nicht annährend so tief auf wie es der Sub kann (Herstellerangabe 20 Hz) . Da fehlts ohne dann etwas an Druck. Bei Dolby Digital machts ohne Sub keinen richtigen Spaß mehr, da sind explosionen dann wie knallerbsen. Besser wirds wenn ich dann den Bassregler aufdrehe - aber dann schwingen die 16cm Membranen der Hecos wie wild und das will ich denen alleine nicht zumuten.

Also was sagt uns das... Subwoofer in die Raummitte
schade...

Grüni
Icarus
Stammgast
#4 erstellt: 13. Mrz 2003, 23:48
Hallo Grüni,

es wäre extrem hilfreich, wenn Du irgendwie ausmessen könntest, bei welchen Frequenzen die Resonanzen genau liegen und wie stark sie augeprägt sind (Messung mit einigermaßen gutem Mikro über PC, am besten mit Mikroverstärker). Kennst Du jemanden, der so ein Equipment besitzt? Die Software dazu kann man kostenlos runterladen.

In dem Fall könnte man schauen, ob Helmholtzresonatoren was bringen.

Gruß,
Icarus


[Beitrag von Icarus am 14. Mrz 2003, 00:02 bearbeitet]
SaGruenwdt
Stammgast
#5 erstellt: 21. Mrz 2003, 15:04
Sorry, war länger nicht zuhause! Ja ich habe das Mess-Equipment. Allerdings nur ein Standard Tisch Mikro (klingt garnicht so schlecht) was bei der S-Blaster Live dabei war - singen kann ich beim besten Willen nicht *g also brauch ich normalerweise kein besseres. Habe Cool Edit Pro, Steinberg Wave Lab... da ich auch MIDI Musik abmische. Mit Cool ist es möglich das einzumessen. Aber was ist besser geeignet - gleitender Sinus oder White-Noise? Schade das es keine anderen akustischen Verbesserungsmöglichkeiten gibt...

Grüni
Icarus
Stammgast
#6 erstellt: 21. Mrz 2003, 15:29
Hallo Grüni,

um eine bessere Zuordnung der Resonanzen zu der jeweiligen Frequenz zu ermöglichen, würde ich ein Rauschen nehmen. Z.B. rosa oder braunes Rauschen (kann mit dem Signalgenerator von Wavelab erzeugt werden).
Der Gleitsinus dagegen läßt den Raum komplett einschwingen und wird stärker ausgeprägte Resonanzen zeigen (lautes Dröhnen).
Im Zweifelsfall kombinierst Du beide Methoden (mehrere Messungen). Die Resonanzüberhöhung liest Du an der Messung des Gleitsinus ab, die entsprechende Frequenz bei der Messung des Rauschens. Die Messposition sollte natürlich mit der Hörposition übereinstimmen.

Mit der Kenntnis der Resonanzfrequenzen kannst Du Dich dann an den Bau von Resonatoren machen und damit das Problem hoffentlich entschärfen.

Gruß,
Icarus
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