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ECM, die Edition of Contemporary Music und ihre Platten

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Mr._Lovegrove
Inventar
#151 erstellt: 31. Jul 2019, 08:31
Wer, wie ich, alle ECM Veröffentlichungen mit Jan Garbarek in Betracht ziehen will, der landet automatisch auch bei einer dieser obskureren Experimente, die Eicher zuließ:
jpc.de
Paul Giger
Alpstein
ECM 1426, 1991

Der schweizer Violinist ist auf mehreren ECM Alben zu hören. Dieses ist seine zweite Veröffentlichung bei Eichers Label, für die er sich mit Jan Garbarek und dem schweizer Percussionisten Pierre Favre in Oslo bei Jan-Eirk Kongshaug traf, um folkloristisch- avantgardistische Musik zu machen.
Hörer, die womöglich noch nicht ganz so erfahren mit eher Experimentellem sind, werden kaum einen Zugang zu diesen schroffen und kargen Klanglandschaften finden, aber wer tief heineinhorchen kann und will, findet sich in dieser abstrakten Alpenwelt gut zurecht und erkennt die Schönheit von Gigers Heimat. Favre erschafft mit seinem Instrumentarium dabei ein erstaunliches Panorama inkl. imitierter Kuhherden.
Gigers teils elektrisch verstärkte, teils aber auch barock klingende Violine wirkt hierbei manchmal wie die Luft und das Wetter, manchmal wie der Atem des Schicksals in den Bergen.
Ehrlicherweise kann ich bei aller Faszination nicht nachvollziehen, welche Aufgabe Garbarek hier hat. Seine ansonsten so vertrauten Saxophonklänge passen so gar nicht in diese Welt, und auch wenn er sich manchmal bemüht, sensibel und leise zu spielen, so wirkt er eher deplaziert. Dennoch erwirkt die Platte eine außergewöhnliche Faszination, die die Welt um einen herum vergessen lässt.

Klangtechnisch toll aufgezeichnet und mit einem fantastischen Artwork von Andrew Ward versehen kann man das Album durchaus als Gesamtkusntwerk betrachtren.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 31. Jul 2019, 08:32 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#152 erstellt: 31. Jul 2019, 22:08

Mr._Lovegrove (Beitrag #151) schrieb:
Gigers teils elektrisch verstärkte, teils aber auch barock klingende Violine wirkt hierbei manchmal wie die Luft und das Wetter ...


Puuh, wirkt eher wie Wurzelbehandlung beim Zahnarzt für mich ... Violine im Jazz ist für mich noch schlimmer als Garbarek, und die Qualen von beidem zusammen mag ich mir gar nicht wirklich vorstellen.

Aber ich muss mich in Sachen Garbarek in den Staub werfen und um Abbitte leisten !!! Ja, ich bin so ehrlich ... Ich höre gerade die Jan Garbarek/Ralph Towner - Dis (ECM 1093, 1976). Ich habe die Platte mit Sicherheit mindestens zwanzig Jahre nicht gehört. Ich hatte sie völlig falsch in Erinnerung. Mir haftete immer der enervierende Garbarek-Ton verbunden mit einer klimperigen Windharfe im Gedächtnis, aber zum einen ist die Windharfe halb so schlimm, dass säuselt eben so ein bisschen im Hintergrund vor sich hin, aber was mir völlig entfallen war, ist die wesentliche hervorragende Kollaboration mit Ralph Towner. In Stücken wie Krusning erreicht das ein Qualität, die wirklich bemerkenswert ist. Ich hab Towner gleich mal oben als Ko-Artisten mit hochgeholt. Gut, Garbareks durchdringender Saxophon-Ton und ich werden nie mehr Freunde werden, aber ich hole die Platte definitiv aus der Abteilung "ewige Verdammnis" heraus und stelle sie als durchaus interessante Hörerfahrung hier vor.

Ich habe die Original-Vinylpressung, klanglich und presstechnisch ist das absolut hervorragend ! Die Platte ist über vierzig Jahre alt, wurde nie gewaschen o.ä. und ist völlig frei von jedweden Nebengeräuschen. Da können sich die Pressungen von heute nahezu alle verstecken !

jpc.de
Jazzy
Inventar
#153 erstellt: 01. Aug 2019, 18:34
Ich kann die Zahnwurzelbehandlung recht gut vertragen Finde ich schon recht interessant,diese Musik.Bin allerdings auch eingefleischter Klassikhörer.
arnaoutchot
Moderator
#154 erstellt: 01. Aug 2019, 21:47
Nun, Klassik höre ich ja auch ein bisschen , da habe ich auch kein Problem mit der Geige, aber im Jazz meistens schon.

Aber hier noch weiterer kammermusikalischer Jazz: Gallery - s/t (ECM 1206, 1981). Gibt es bislang auch nur auf LP, vielleicht erscheint ja jetzt eine digitale Ausgabe als Download. David Samuels (vib, perc), Paul McCandless (ss, oboe, english horn), David Darling (cello), Ratzo Harris (b), Michael DiPasqua (dr). Überprüfe den Inhalt gerade nochmals hörend, nach der Schlappe mit der Dis bin ich vorsichtiger geworden. Das ist entspannter Quintett-Jazz mit langen Melodielinien, geführt von McCandless, Darling und Harris auf einem Teppich von Samuels, ohne zu esoterisch zu werden. Schöne Musik. Auch Darling passt sich hier gut in die Gruppe ein. Klanglich top.

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Mr._Lovegrove
Inventar
#155 erstellt: 02. Aug 2019, 07:17
Oh ja, die Gallery ist fantastisch. Die steht der Double Image in nichts nach und ich hoffe, dass Eicher auch sie digital veröffentlicht.
Ich habe hier noch eine aus dem "G" und dann können wir meinetwegen zum "H" übergehen.
jpc.de
Mick Goodrick
In Pas(s)ing
ECM 1139, 1979

Dieses Album ist just als CD in der Touchstones Serie erschienen und das völlig zurecht. Goodrick war vormals Gitarrist bei Gary Burton und hat Zeit seines Lebens an nur relativ wenigen Plattenaufnahmen teil genommen. Als Gitarrenlehrer jedoch gilt sein Einfluß als enorm.
Hier ist er im Quartett mit John Surman (sax), Eddie Gomez (b) und Jack DeJohnette (dr) zu hören. Und die zum größten Teil ruhig und balladesk gehaltenen Stücke wiegen sich in bedächtiger Fröhlichkeit und sanfter Melancholie und wirken wunderbar entschleunigt. John Surman wirkt ungewohnt entspannt und verbreitet eine recht lässige Stimmung, während DeJohnette sich mit seinem typischen Druck auf den Snares durchaus zurückhält, aber präsent bleibt. Gomez knurrenden und extrem holzigen Ton mag ich sowieso und Goodrick an der Gitarre hört man auch gerne zu. Er hält sich zwar solistisch etwas bedeckt, aber sein harmonisches Spiel ist großflächig und um hüllt diese Musik warm und voll.
Wenn man Gomez und DeJohnette als Schnittstelle zu Grunde legt, ist das hier das stimmungsmäßige Gegenstück zu Ralph Towners düsterer Trioelegie "Batik".
arnaoutchot
Moderator
#156 erstellt: 02. Aug 2019, 08:12

Mr._Lovegrove (Beitrag #155) schrieb:
Ich habe hier noch eine aus dem "G" und dann können wir meinetwegen zum "H" übergehen.


Einspruch. Ich habe noch mindestens zwei Gs, die ich aber beide nochmals hören will, bevor ich sie hier vorstelle, leider ist das Wochenende schon ziemlich voll, gib uns noch ein paar Tage.
Mr._Lovegrove
Inventar
#157 erstellt: 02. Aug 2019, 08:18
Aber gerne doch! Je mehr, desto besser.
HansFehr
Inventar
#158 erstellt: 02. Aug 2019, 09:30
Dann H.

Dave Holland Quartet
Conference of the Birds
ECM 1027, 1973

Feine, improvisierte Musik. Dieses Album hat mir auf Anhieb gefallen. Gefällt mir immer noch.

Mit Sam Rivers, Anthony Braxton und Barry Altschul.

HansFehr
Inventar
#159 erstellt: 02. Aug 2019, 10:25

arnaoutchot (Beitrag #156) schrieb:
gib uns noch ein paar Tage. ;)

Oha, das habe ich überlesen. Also sind wird noch bei G.


[Beitrag von HansFehr am 02. Aug 2019, 10:32 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#160 erstellt: 02. Aug 2019, 10:27
Ja. Macht nichts. Hattest Du nicht neulich die Larry Grenadier - The Gleaners gehört ? Die fehlt zB noch unter G ... Ich habe die Platte (noch) nicht und habe bislang auch nur auszugsweise reingehört.


[Beitrag von arnaoutchot am 02. Aug 2019, 10:32 bearbeitet]
HansFehr
Inventar
#161 erstellt: 02. Aug 2019, 10:41
Ja, Larry Grenadier - The Gleaners, ECM 2560, habe ich hier vorgestellt:

http://www.hifi-foru...0&postID=18633#18633
arnaoutchot
Moderator
#162 erstellt: 02. Aug 2019, 11:11
Ich füge noch ein Bild des Covers an, ist ja recht hübsch. Die Platte steht auf meiner gedanklichen Kaufliste, Bass Solo ist ja ganz meine Kragenweite.

jpc.de
arnaoutchot
Moderator
#163 erstellt: 04. Aug 2019, 11:13
So, hier kurz noch zu zwei weiteren Gs. Das schliesst dann von meiner Seite den Buchstaben auch ab.

Zuerst Tord Gustavsen Trio - The Ground (ECM 1892, 2004). Das ist das zweite Album des norwegischen Pianisten Gustavsen (*1970) mit seinen Triopartnern Harald Johnsen (b) und Jarle Vesperstad (dr) auf ECM. Es ist der Mittelteil einer Trilogie (mit Changing Places und Being There, auch beide bei ECM). Gustavsen wurde als eines der am wenigsten nordisch klingenden Trios charakterisiert, und das stimmt: Spanische und orientalische Melodien, ganz leichte karibische Rhythmen und eine schöne Sanglichkeit kennzeichnen die meisten Stücke. Sehr schön, wenngleich es alleine in der grossen Flut von Piano Trios auf ECM erscheinend immer schwieriger wird, sich noch abzugrenzen. Klanglich state of the art.

jpc.de


Abschliessend noch eine Platte, die den Jazz kaum berührt und die auch in der New Series erschienen ist: Barry Guy & Maya Homburger - Ceremony (ECM NS 1643, 1999). Die Geigerin Maya Homburger und ihr Ehemann Barry Guy entwickeln hier aus einer der Mysteriensonaten von Heinrich Franz von Biber spannungsreiche Duos für Bass und Violine. Ich weiss, dass das mehr der zeitgenössischen Musik zuzuordnen ist, aber ich wollte Guy als einen der wichtigsten Bassisten und Orchesterleiter des freien Jazz nicht einfach übergehen. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber faszinierende Musik.

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Mr._Lovegrove
Inventar
#164 erstellt: 04. Aug 2019, 11:35
Gut, dann gehen wir jetzt offiziell zum H über, welches auch etwas ergiebiger ist als das G.
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Einige Interpreten aus der Liste sind zwar der Klassik zuzuordnen, aber es wird dennoch spannend.
arnaoutchot
Moderator
#165 erstellt: 04. Aug 2019, 12:37
Ja, das wird spannend. Meine Schwergewichte liegen definitiv bei Haden und Holland. Ich hab schon mal gerade meine Discogs-Datenbank befragt (sehr praktisch für solche Zwecke! ), bei Haden habe ich insgesamt 17 Platten auf ECM, davon 12 Kollaborationen und 5 unter eigenem Namen (darunter die Haden/Gismonti/Garbarek, über die wir uns einig waren, sie bei Haden zu besprechen) und bei Holland habe ich sogar 18 ECM-Platten insgesamt, davon 8 Kollaborationen und 10 unter eigenem Namen.

Allerdings habe ich von allen o.g. nicht-klassischen/New-Series-Namen nichts.

Hans hat Dave Holland oben schon mit einem Meilenstein angestossen, Conference of the Birds. Ich behaupte, hätte Holland nur diese eine Platte auf ECM gemacht, so würde man ihn alleine deswegen heute noch erinnern. Kurz davor hat er eine ebenso denkwürdige Duo-Platte mit Barre Phillips aufgenommen: Music for Two Basses (ECM 1011, 1971). Der Titel sagt alles. Musikalisch keine leichte Kost, aber für die Freunde der Tieftöner ein Fest ! Klanglich gehört die LP zu einer der besten Bass-Solo-Aufnahmen, die ich habe (die gezeigte CD kenne ich klanglich nicht).

amazon.de
Mr._Lovegrove
Inventar
#166 erstellt: 06. Aug 2019, 08:55
Von Holland habe ich einige Alben aus den 1990ern, die allesamt mindestens hervorragend sind. Der Bassist hat ab Anfang dieses Jahrzentes eine sehr eigenständige musikalischen Formensprache gefunden, die er auf vielen Platten ständig verfeinert hat.
jpc.de
Dave Holland Quartet
Extensions
ECM 1410, 1990

Dave Holland - Double-Bass
Steve Coleman - Alto Saxophone
Kevin Eubanks - Guitar
Marvin Smitty Smith - Drums

Dieses Quartett scheint wie geschaffen für einander, den sowohl die Konstellation Smitty Smith/Holland als auch das Solistenduo Eubanks/Coleman ergänzen sich synergiehaft und oftmal klingt es gar wie ein einziger Mann, der acht Arme hat. Hollands Kompositionen, die in die Moderne eingebettet sind und ob ihrer Eingängigkeit genügend Ecken und Kanten bieten, erschaffen enorme Freiräume für alle Solisten. Vorallem Eubanks profitiert davon enorm. Er nutzt den Platz für sein offenes, manchmal avantgardistisches, manchmal zeitlupenartiges Spiel und glänzt mit hoer Eigenständigkeit. Coleman muß man nicht mehr vorstellen, er gehörte als Mitglied der M-Base zur Speerspitze der neuen amerikanischen Avantgarde. Und mit Marvin Smitty Smith hatte Holland einen unglaublich elastisches und raaffiniert interagierenden Drummer am Set sitzen, dessen Anteil nicht hoch genug zu bewerten ist. Und genau diese Rafinesse nutzt der Meister selbst für sein so prägnantes, dichtes und holziges Spiel am Bass. Klanglich ist die Platte im übrigen höchst exquisit. Diese Scheibe muß man haben, genauso wie...
jpc.de
Dave Holland Quartet
Dream Of The Elders
ECM 1572, 1996

Dave Holland - Double-Bass
Steve Nelson - Vibraphone, Marimba
Eric Person - Alto Saxophone, Soprano Saxophone
Gene Jackson - Drums
Cassandra Wilson - Vocals (nur bei "Equality")

Seltener als in den zwei Jahrzehnten zuvor hat es eine ECM aus den 90ern geschafft, in den Kanon der großen Klassiker des Labels vorzustoßen, aber diese Scheibe gehört definitiv dazu. Holland hatte für dieses neue Quartet junge frische Musiker an Bord geholt, die allesamt noch keinen großen Namen hatten. Und mit ihnen erkundete er sein zuvor schon abgestecktes Terrain und entdeckte dabei geheimnisvolles und vernebeltes, vom Mond erleuchtetes und von den Wolken verdecktes Land. Holland selbst ist auf diesem Meisterwerk eher Begleiter und Leader, denn großer Solist. Doch Eric Person mit seinem teile schleifenden, teils singenden Saxophon und gerade Vibraphonist Steve Nelson lassen Basssoli gar nicht missen. Gerade Nelson, der nur mit zwei Klöppeln spielt, erweist sich als virtuoser Klanggestalter und absoluter Meister seines Instrumentes. Er gestaltet mit klar leuchtenden und geduldig wirkenden Soli den Zauber dieser Musik eindeutig mit. Das beste Beispiel für die große Kunst dieses Quartetts ist "Lazy Snake", das Holland für Tony Reedus komponiert hatte und auf dessen 88er Album "Incognito" zuerst zu hören war. Doch die zweite Fassung entkernt das Stück und die vier legen die so geheimnisumwitterte Grund- DNA so weit frei, dass man pure Spannung zu hören bekommt.
Cassandra Wilsons Gastbeitrag ist für meine Begriffe zwar gut, hätte aber nicht sein müssen.
Klanglich zählt die Aufnahme aus dem Avatar in New York mit ihren warmen, holzigen und tiefdunkel leuchtenden Tönen sowie einer ezellenten räumlichen Ausleuchtung zum besten, was die Jazzgeschichte zu bieten hat.

Zwei Jahre später fand sich Holland mal wieder bei James Farber und Manfred Eicher in New York ein und heraus kam eine weitere gute Platte.
image
Dave Holland Quintet
Points of View
ECM 1663, 1998

Dave Holland - Double-Bass
Robin Eubanks - Trombone
Steve Wilson - Soprano Saxophone, Alto Saxophone
Steve Nelson - Vibraphone, Marimba
Billy Kilson - Drums

Die erneut umgebaute Truppe erweist sich erneut als Glücksfall, denn auch dieses Album bietet diesen typischen Holland- Stil mit viel Freiraum für alle Beteiligten. Auch wenn Steve Nelson wieder mit dabei ist, so kommt die Platte aber nicht an die meisterhafte Dichte und Intensität des Vorgängers heran. Holland hält seine Kompositionen hier auch etwas kantiger und härter groovend. Die doppelte Bläserbesetzung tut ihr übriges, um die Scheibe so vertraut und doch auch anders klingen zu lassen.
Auch hier gefällt der Klang aus dem Avatar.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 06. Aug 2019, 10:43 bearbeitet]
HansFehr
Inventar
#167 erstellt: 06. Aug 2019, 16:25

Mr._Lovegrove (Beitrag #166) schrieb:
Cassandra Wilsons Gastbeitrag ist für meine Begriffe zwar gut, hätte aber nicht sein müssen.

So sehe ich es auch. Vielleicht hat Holland versucht, mit Vocals einige Käufer mehr zu bekommen. Ist nichts für mich. Ich höre nur rein instrumentale Musik. Bis auf ein paar Ausnahmen. Bei den Oratorien von Johann Sebastian Bach zu den Festtagen passen die Stimmen.

Die Extensions läuft bei mir gerade. Gefällt mir sehr. Danke für den Input.


[Beitrag von HansFehr am 06. Aug 2019, 16:41 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#168 erstellt: 06. Aug 2019, 21:51
Danke für die Nennung der Quartet- und Quintet-Platten, die Extensions habe ich auch, die Dream of the Elders und Points of View habe ich nicht. Dafür aber andere :

Dave Holland Quintet - Jumpin' In (ECM 1269, 1984). Das war die Mutter der folgenden Quintet-Platten, hier mit Steve Coleman (as, ss), Kenny Wheeler (tp, cnt, flh), Julian Priester (tb) und Steve Coleman (dr). Die Platte ist Charles Mingus gewidmet und das hört man auch. Die erste Seite der alten LP gehört für mich zum Besten, was auf ECM erschienen ist, und damit meine ich nicht nur Dave Holland. Der Nachfolger Seeds of Time von 1985 geht in eine ähnliche Richtung, hat aber nicht mehr die Frische des Vorgängers.

Den Gipfelpunkt des späteren Quintetts erreichte die Gruppe für mich mit Extended Play - Live at Birdland November 2001 (ECM 1864/65, 2003). Hier ist die Besetzung gleich der Points of View, nur dass Chris Potter die Saxophone bläst. Lang ausgedehnte Stücke (Extended Play!) in der auch klanglich sehr ansprechenden Club-Atmosphäre des Birdland in New York. Toll, wenn man sich darauf einlässt ! Das war mW auch die letzte Platte von Holland bei ECM, danach veröffentlichte er auf seinem eigenen Label Dare2.

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Wenn Euch die Extensions so gefällt, dann wäre vielleicht die noch reduzierte Trio-Aufnahme mit Steve Coleman (as) und Jack DeJohnette (dr) Triplicate (ECM 1373, 1988) empfehlenswert. Inhaltlich geht sie weit zurück auf Epigonen wie Parker oder Coltrane. Ich hab sie lange nicht mehr gehört, aber gut in Erinnerung. Gab es auch in der Touchstones-Reihe.

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[Beitrag von arnaoutchot am 06. Aug 2019, 22:00 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#169 erstellt: 07. Aug 2019, 14:35
Dann bringe ich den Namen Dave Holland mit zwei Platten von meiner Seite noch zu Ende. Die eine mit einer sehr grossen Besetzung, die andere sehr klein, nur alleine mit seinem Bass.

Emerald Tears (ECM 1109, 1977) ist ein Klassiker der Bass-Solo-Aufnahmen. Keiner, der sich mit dem Thema Bass solo ernsthaft befasst, wird um diese Platte herumkommen. Inhaltlich überträgt Holland neben Eigenkompositionen die Erfahrungen mit der Musik von Miles Davis (Solar) und Anthony Braxton (graphisch notierter Titel des Stückes ) auf seine Bassgeige. Höre ich immer wieder gerne. Holland hat auch eine Cello-Solo-Platte gemacht, die habe ich auch (Life Cycle, ECM 1238, 1983), die habe ich aber als etwas ermüdend im Gedächtnis.

Schliesslich das grosse Format der Dave Holland Big Band - What Goes Around (ECM 1777, 2002). Mit einer 13-köpfigen Band (wenn ich mich nicht verzählt habe) nimmt Holland nochmals Stücke aus der Geschichte seiner Quintette auf. Als Solisten treten langjährige Weggefährten wie Antonio Hart (as), Chris Potter (ts), Alex Sipiagin (tp) und Robin Eubanks (tb) hervor. Ich habe die Platte schon lange nicht mehr gehört, aber wollte sie erwähnt haben. Ich habe sie als gut in Erinnerung, werde das aber demnächst nochmals nachprüfen.

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arnaoutchot
Moderator
#170 erstellt: 08. Aug 2019, 19:09
Hallo hallo, bin ich jetzt alleine hier ?

Habe gestern Abend noch die Dave Holland Big Band - What Goes Around am Start gehabt, hat mir ausserordentlich gut gefallen, superb ! Sehr empfehlenswert !

Hier noch kurz genannt einige Kollaborationen von Dave Holland auf ECM, einige davon wurden ja schon über den bereits behandelten Buchstaben genannt: Chick Corea - A.R.C, Circle Paris, John Abercrombie - Gateway, Collin Walcott - Cloud Dance, Kenny Wheeler - Gnu High, Deer Wan, Angel Song, Anouar Brahem - Thimar, Tomasz Stanko - Balladyna ... zu den noch nicht genannten kommen wir dann zu gegebenem Buchstaben.

Weil ich es gerade unter der Nadel habe: Die für mich beste Platte von Charlie Haden auf ECM: Ballad of the Fallen (ECM 1248, 1983). Es ist in der Pentalogie des Liberation Music Orchestras das Volume 2 (nach dem berühmten ersten Album auf Impulse, vor den Nachfolgern Dream Keeper auf DIW, Not in Our Name auf Verve und der posthumen Time/Life wieder auf Impulse). Sie ist für mich auch der Höhepunkt dieses stark politisch motivierten Projekts von Haden. Die erlesene Besetzung sieht man auf dem Coverbild, die Platte ist inhaltlich und auch klanglich hervorragend. Ich denke, wenn ich eine ECM-Top10 machen müsste, wäre sie dabei. Ich habe sie in schwarz und silber, beides ist superb.

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Zu Haden/Garbarek/Gismonti, die wir zu Haden verschoben haben, darf nun mal jemand anderes etwas sagen. Auch zu den anderen H-Namen. Howgh !


[Beitrag von arnaoutchot am 08. Aug 2019, 19:21 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#171 erstellt: 08. Aug 2019, 20:11
Du bist nicht allein! Ich bin doch da. Morgen werde ich über Zakir Hussain berichten, der mit einem netten Mann namens Jan Garbarek eine Platte gemacht hat.
arnaoutchot
Moderator
#172 erstellt: 08. Aug 2019, 20:18

Mr._Lovegrove (Beitrag #171) schrieb:
Du bist nicht allein! Ich bin doch da. Morgen werde ich über Zakir Hussain berichten, der mit einem netten Mann namens Jan Garbarek eine Platte gemacht hat.


O Gott, ich hatte befürchtet, dass wir den Fjord-Tröter noch nicht erledigt haben ...
Mr._Lovegrove
Inventar
#173 erstellt: 08. Aug 2019, 20:22
Oh, der kommt sogar noch mehrmals.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 08. Aug 2019, 20:22 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#174 erstellt: 08. Aug 2019, 20:31
- warte nur, bis wir bei J sind ! Die Flutwelle wird enorm sein ! Discogs wirft sage und schreibe 64 Platten für einen gewissen Herrn mit Nachnamen J in meiner Sammlung aus
Don_Tomaso
Inventar
#175 erstellt: 08. Aug 2019, 23:36

arnaoutchot (Beitrag #174) schrieb:
:cut - warte nur, bis wir bei J sind ! Die Flutwelle wird enorm sein ! Discogs wirft sage und schreibe 64 Platten für einen gewissen Herrn mit Nachnamen J in meiner Sammlung aus

Und 5 davon sind mit einem talentierten Saxofonisten aus Norwegen Sachen gibt's. Die übernehme ich gerne.
Mr._Lovegrove
Inventar
#176 erstellt: 09. Aug 2019, 08:53
Wie versprochen kommen hier nun ein paar Worte zu Zakir Hussain.
jpc.de
Zakir Hussain
Making Music
ECM 1349, 1987

Hussain ist wohl der bekannteste und einflußreichste lebende Tablaspieler Indiens und hat schon mit allerlei westlichen Stars zusammengearbeitet. U.a. wirkte er bei John McLaughlins Shakti mit. Auf diesem Album treffen die beiden wieder aufeinander und es gesellen sich noch der indische Flötist Hariprasad Chaurasia und Jan Garbarek an den Saxes hinzu.
McLaughlin belässt es auf dieser Scheibe bei den akustischen Gitarren; es wird also ziemlich unplugged musiziert. Und so sehr Garbareks andere Weltmusikplatten, sprich "Madar" sowie "Ragas and Sagas" nicht unbedingt äußerst gelungen wirken, so wunderbar fügt er sich in dieses Quartett ein. Nun ist er in diesem Fall auch nicht der Hauptprotagonist, denn das sind Hussain und McLaughlin. Die beiden scheinen auch wie geschaffen füreinander, so sehr fließen ihre Linien, ihre Spielweisen und ihre Ideen zusammen. McLaughlin hat die indische Art des Musizierens vollkommen antizipiert und bildet stets den rechten Konterpart. Beide spielen sich virtuose Bälle zu, die meist kongenial beantwortet werden. Chaurasias Flöte wirkt eher als verstärkendes und katalysierendes Element, denn als Solopart. Ja und Garbarek? Ja der taucht gar nicht bei allen Stücken auf und bei denen, die er solierend begleitet, passt er sich mit seinen typischen Klängen hervorragend ein, wird selten laut und bleibt eher sensibel.
Ich mag die Platte einfach mittlerweile (nachdem sie jahrelang im Regal stand). Außerdem ist sie exquisit produziert, öffnet einen weiten Raum, lässt die Instrumente mit viel Luft und noch mehr Dynamik atmen.
Mr._Lovegrove
Inventar
#177 erstellt: 09. Aug 2019, 08:55

Don_Tomaso (Beitrag #175) schrieb:

Und 5 davon sind mit einem talentierten Saxofonisten aus Norwegen Sachen gibt's. Die übernehme ich gerne.

Es sind sogar sieben! Und bei diesem Herrn J lehne ich mich mal einfach zurück. Bekanntlicherweise hege ich diverse Aversionen gegen johlende Klimperer.
Don_Tomaso
Inventar
#178 erstellt: 09. Aug 2019, 17:02
Na, dann lass uns mal abwarten, bis wir bei “J“ sind...
arnaoutchot
Moderator
#179 erstellt: 10. Aug 2019, 16:38
Um schneller zu J zu kommen , schreiten wir mal weiter fort. Ich hatte gehofft, jemand nimmt sich der Kollaboration Haden - Gismonti - Garbarek an. Aber scheinbar sind Sommerferien und Wochenende ...

Also hier die beiden wichtigen Platten der drei. Magico (ECM 1151, aufgenommen Juni 1979) und Folk Songs (ECM 1179, aufgenommen November 1979). Das Zusammenspiel der drei Freigeister ist perfekt, der emotionale Brasilianer Gismonti, der kühle Nordmann und als verbindendes Glied der ruhevolle Haden. Gerne kann jemand noch kluge Worte anfügen.

amazon.de R-4762331-1374695239-5976.jpeg

Eine viel später veröffentlichte Live-Aufnahme der drei (Carta de Amor) hat Don Tomaso ja schon weiter oben vorgestellt.

Ja, und dann, dann gibt es noch eine Platte ohne den Tröterich. Böse Zungen würden behaupten, endlich ist er weg (aber wir sind ja nicht böse, gell). Haden und Gismonti im Duo auf dem Jazz Festival Montreal 1989 (ECM 1746, veröffentlicht erst 2001). Tolles Programm, tolle Musik. Die zehntägige Reihe von Konzerten auf dem Jazz Festival Montreal im Juli 1989 mit Haden als Artist in Residence war ohnehin eine Sternstunde des Bassisten, aber die meisten Aufnahmen sind auf Verve erschienen, nur das Duo mit Gismonti blieb bei ECM.

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Ich habe dann fertig mit Haden, zu den anderen Hs habe ich auch nichts mehr. Ich fände es übrigens gut, Michael, wenn Du jeden Buchstaben mit einer Übersicht der Künstler auf ECM wie oben bei H einleiten würdest. Dann wird vielleicht der eine oder andere angeregt, nachzuschauen, ober er irgendeine Platte im Bestand hat.


[Beitrag von arnaoutchot am 10. Aug 2019, 16:57 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#180 erstellt: 11. Aug 2019, 10:04
Ja, das werde ich dann so machen.
Zu "H" fällt mir natürlich noch Julia Hülsmann ein. Früher bei ACT ansässig ist die großartige Pianistin schon länger bei Eicher und hat dort mittlerweile sechs Alben als Leaderin oder Co-Leaderin veröffentlicht. Besonders erwähnenswert sind sicherlich:
jpc.de
Julia Hülsmann Trio
Imprint
ECM 2177, 2011

jpc.de
Julia Hülsmann Quartet
In Full View
ECM 2306, 2013

Beide Alben entsprechen irgendwo sicherlich auch Eichers Neigung zu in sich gekehrter und introvertierter Jazzmusik, aber dieses Trio mit Marc Muellbauer am Bass und Drummer Heinrich Köbberling gehört garantiert zu den besteingespielten Gruppen des europäischen Jazz. Das intuitive Verständnis dieser drei ist auch und vorallem live ein konzentrierter Genuß, der auch Platte aber ebenso gut zu goutieren ist.
Auf "In Full View" wird das Trio um Trompeter Tom Arthurs erweitert, der der Musik eine pastorale Note verpasst.
Auch das letzte Album des Trios, "Sooner or Later" (ECM 2547, 2017) ist eine Erwähnung wert für diejenigen, die dieses Sound mögen.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 11. Aug 2019, 10:05 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#181 erstellt: 11. Aug 2019, 10:07
Und zu Haden/Garbarek/Gismonti und dort ganz speziell zu "Folks Songs" hatte ich mir mal folgendes notiert:

Haden, Garbarek und Gismonti schließen hier den Kreis, den sie auf ihrem ersten Album “Magico” bereits begonnen hatten. Ihre Art der vollendeten Harmonie und des ineinander Musizierens fasziniert auf allen Ebenen, wobei Gismontis zurückhaltendes Gitarrenspiel mit seinen brasilianisch angehauchten Sounds auf der Achtsaitigen dabei eine kongeniale Partnerstimme zu Garbareks greifbaren Saxophonklängen ist. Die einmalige Deutung des Titelstücks ist schon eine fast kontemplative Reise ins Innere dieser Musik. Aber die fünf exzellenten Eigenkompositionen dieser Virtuosen vertiefen das Konzept um ein Vielfaches. Gismontis schwelgerische Pianoarpeggien bei “Bodas Da Prata” treffen genau diese wunderbare Melancholie, die die Zeit vergessen macht. Und Hadens sensibler und niemals knorriger Kontrabass ist eine exzellente Grundierung für dieses schöne Klanggemälde. Doch erst die mal kräftigen und mal pastellen Farben in Garbareks Spiel vollenden diese Kunst. Seine Linien und Melodien reichern z.B. “Cego Alderado” mit einer atmenden Note von weitem Land an. In seinem impressionistischen Beitrag “Veien” wird dies noch deutlicher. Diese Platte ist so sehr reich schattiert und wundervoll eingefärbt, man möchte die Ohren niemals abwenden.


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 11. Aug 2019, 12:32 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#182 erstellt: 11. Aug 2019, 10:53
Dann schließe ich das H hiermit mal.
Bevor ihr euch beim J auslassen könnt, kommt noch das I. Ist aber absolut spärlich besetzt, und ich kann zu den wenigen auch nix zu beitragen.

Italian Instabile Orchestra
Ethan Iverson
Vijay Iyer


[Beitrag von Mr._Lovegrove am 11. Aug 2019, 10:53 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#183 erstellt: 11. Aug 2019, 12:31
Kurze Zwischeninfo: ECM hat heute weitere 10 Alben zum Download und Stream veröffentlicht, die es vormals nur auf LP gab. U. A. dabei ist die Scheibe von Gallery. Alle meine Wünsche wurden damit erfüllt!
arnaoutchot
Moderator
#184 erstellt: 11. Aug 2019, 13:44
Das Italian Instabile Orchestra hatte ich mal hier vor vielen Jahren. Ich erinnere dass ich es nicht behalten musste. Von Vijay Iyer liegt die Sextet-Platte Far From Over schon eine ganze Weile hier (wenn man bei einem Hi-Res-Download von "liegen" sprechen kann), ich konnte mich bislang noch nicht dazu durchringen, die Platte ganz zu hören. Das ist wieder "modernes" ECM-Material ... wenn Ihr mir ein bisschen Zeit gebt, höre ich das in den nächsten Tag mal. Das verschont Euch noch vor dem sich am Klavier begleitenden vokalen Johler ...
crim63
Inventar
#185 erstellt: 11. Aug 2019, 22:03
Ich seh schon Michael, Du gibst keine Ruhe bei dem Mann am Klavier...........

Gruß Maik
Mr._Lovegrove
Inventar
#186 erstellt: 12. Aug 2019, 08:39
Und wenn ihr dem Michael nicht helft, dann muß er das ganz alleine wuppen. Ich bin da ausnahmsweise so gut wie ganz raus; und zwar nicht aus Aversion gegen Jarrett, sondern aus der daraus resultierenden Abwesenheit seiner Alben in meinem Regal. Ich habe allenfalls die mit ihm und Garbarek und noch 2-3 andere Sachen auf der Platte, aber das war es auch. In diesem Fall kann ich kaum etwas Produktives beitragen.
Also jeder nimmt sich ein paar Steine und dann steht das Jarrett´ssche Haus deutlich schneller. Und das ist gar nicht abwertend gemeint. Ich lese, auch zu Jarrett, eure Beiträge sehr gerne.
arnaoutchot
Moderator
#187 erstellt: 12. Aug 2019, 10:12
Ich spüre da ja schon eine regelrechte Ungeduld betreffend Keith J. Ich schlage Folgendes vor: Ich versuche, heute Abend nochmals kurz die o.g. Vijay-Iyer-Platte zumindest so weit zu hören, dass ich mir zutraue, ein Urteil abzugeben. Dann geht's zu J.

Vielleicht schon mal eine kurze Vorbemerkung zu Keith Jarrett: Auch ich kann nicht alles an Herrn Jarrett vorurteilsfrei toll finden. Ich lehne seine teilweise übertriebenen Starallüren ab, die bis zu Konzertabbrüchen reichen, wenn einer im Publikum hustet. Ich finde ihn definitiv überdokumentiert, was aber nicht nur an ihm, sondern sicherlich auch an seinem Label(chef) liegt. Und sein Mitgesinge und Gestöhne ertrage ich zwar meist amüsiert, finde es aber einen ziemlichen Affront gegenüber Publikum und vor allem seine Kollegen im Trio.

Auf der anderen Seite ist er aus meiner Sicht aber der wichtigste Künstler des Labels ECM. Wichtig in erster Linie, weil mit ihm die mit Abstand meisten Platten auf ECM veröffentlicht wurden, und der Erfolg dieser Platten in wirtschaftlicher Hinsicht das lange Bestehen des Labels gesichert hat. Ich wage die Behauptung, dass es ohne den Erfolg einer Platte wie das Köln Concert das Label heute (zumindest in dieser Form mit breiten Veröffentlichungen) nicht mehr geben würde und dass die mW inzwischen über 3,5 Millionen verkauften Exemplare alleine dieser Platte etliche unkommerziellere Acts mitfinanziert haben, die sonst nie das Licht der Welt erblickt hätten. Inhaltlich-künstlerisch hat Jarrett die Soloimprovisation zu einer eigenständigen Kunstform erhoben und in dem bekannten Trio die Interpretation von Standards ebenfalls auf ein bis dahin kaum gehörtes Level gebracht. Details dazu bald.

Keine Angst, ich werde von meiner Seite nicht skrupulös alle Jarrett-Platten in meiner Sammlung durchkauen, sondern mich auf wesentliche Highlights beschränken. Mir schwebt vor, das von Solo- über Duo, Trio-, Quartettplatten aufzubauen. Eure Unterstützung ist hierbei hoch willkommen.
HansFehr
Inventar
#188 erstellt: 12. Aug 2019, 13:41
Far From Over habe ich gerade zum ersten Mal durchgehört. Da toben sich ja einige richtig aus in diesem Avantgarde-Ensemble. Zum Teil wird es richtig laut. Für mich wohltuend das Stück Nope. Da kehrt Ruhe ein. Und es gibt so etwas wie einen Funky-Bass. Gefällt mir.
Don_Tomaso
Inventar
#189 erstellt: 12. Aug 2019, 18:34
Wie schon angedeutet, würde ich gerne das Europäische Quartet, also die Platten "Belonging", "My Song", "Nude Ants", "Personal Mountains" und "Sleeper" behandeln. Das ist thematisch reizvoll und ich mag sie, auf ihre Art, alle gerne. Ich könnte das nach dem Amerikanischen Quartet einschieben, das wahrsschenlich Michael machen wird?
Ok?
arnaoutchot
Moderator
#190 erstellt: 12. Aug 2019, 18:52
Absolut ok. Wir müssen das auch nicht zu akademisch betreiben, Du klinkst Dich einfach ein, wenn es Dir geeignet erscheint.
andreas3
Inventar
#191 erstellt: 12. Aug 2019, 21:21
Guten Abend,

meinen Urlaub verbringe ich bisher immer offline, das tut mal ganz gut. Gerade rechtzeitig zurück, um noch das I zu bedienen:

we begin

Mark Isham / Art Lande - We Begin
ECM 1338 (1987)

Mark Isham - trumpet, fluegelhorn, piccolo trumpet, synthesizer, percussion
Art Lande - piano, synthesizer, percussion

Eine glasklare Kongshaug- Produktion, die sicher auch Kritiker finden mag. Es beginnt mit einer Loop aus dem Drumcomputer, worüber schwebende, sphärische Klänge ertönen. Die übrigen Stücke eher Klangbilder, Lande mischt Klavierklänge mit elektronischen Sounds, Isham lässt seine Trompeten in langgezogenen Tönen erklingen, ab und an ertönen Trommeln, ein Becken oder Gong. Das Ganze ergibt einen Soundtrack zu einer Reise in ferne Welten, faszinierend, entrückt, traumhaft und eher ruhig.

Vielleicht noch ein Nachtrag zu Jan Garbarek, den ihr ja gut dokumentiert habt: Wer seine spätere weltmusikalisch- melodisch- verträumte Musik mag, sollte sich Rites sowie das Livealbum Dresden anhören, finde ich sehr lohnend. Für Freunde des frühen Garbarek Esoteric Circle, die allerdings auf Freedom Records erschienen ist.

Erstaunt bin ich über Dave Holland, mir war gar nicht bewusst wieviel der im Laufe der Jahre gemacht hat. Bei mir steht ausschließlich Dream Of The Elders im Regal, und liegt jetzt zum Hören bereit. Ich kann mich kaum daran erinnern, bin gespannt.

Grüße!

Edit: Gerade gesehen, dass Don_Tomaso die Dresden bereits erwähnt hatte, um so besser..


[Beitrag von andreas3 am 12. Aug 2019, 22:03 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#192 erstellt: 12. Aug 2019, 21:42
Hallo Andreas, welcome back. Gutes Timing.


Dann will ich noch kurz meine Eindrücke zum Vijay Iyer Sextet - Far From Over (ECM 2581, 2017) zum Besten geben. Der nach eigener Aussage "indische Amerikaner" (in den USA geborener Amerikaner indischer Abstammung) Iyer, Physiker und Doktor der Musikwissenschaft, ist seit den 1990ern als Musiker aktiv. Musikalisch ist er offen nach allen Seiten, hat auch mit Hip Hoppern und Free Jazzern zusammengearbeitet. Das Sextet mit Graham Haynes (tp, fl-h), Steve Lehman (as), Mark Shim (ts), Stephan Crump (b) und Tyshawn Sorey (dr) erinnert mich - möglicherweise weil wir ihn gerade hatten - an David Holland grösser besetzte Ensembles, allerdings eine Stufe komplexer und "moderner", dafür weniger swingend. Hans hat recht, dass es da teilweise recht laut wird, aber auch funky Momente vorhanden sind. Das ist interessant und ich werde mich noch weiter damit beschäftigen, aber es ist keine sehr einfache Kost. Es gibt noch mehr auf ECM von ihm, das ich nicht kenne.

jpc.de
arnaoutchot
Moderator
#193 erstellt: 12. Aug 2019, 22:24
Nun starten wir also in den Komplex Keith Jarrett. Ich denke, man muss ihn nicht näher vorstellen, durch das Köln Concert kennen ihn auch einige, die sonst mit Jazz nicht besonders viel am Hut haben.

Ich will - wie oben schon erwähnt - mit den Solo-Konzerten anfangen. Es gibt bei ECM inzwischen an die 20 Aufnahmen von Solo-Recitals von ihm, viele davon mit mehreren CDs pro Aufnahme. Stilistisch haben sich diese über die Zeit verändert, die langen fliessenden Konzerte der 1970er wurden inzwischen durch stärker in einzelne Parts unterteilte Auftritte abgelöst. Auch ist die Tonsprache der neuesten Konzerte deutlich freier und abstrakter, aber nicht ohne dann und wann zu Melodien und "Songs" von berückender Schönheit zurückzukehren (zB My Wild Irish Rose, La Fenice, 2006).

Ich mach es einfach und fokussiere mich auf drei der ersten: Solo Concerts Bremen/Lausanne (ECM 1035-37, 1973) wird immer eine absolute Sternstunde von Jarrett bleiben und ist aus meiner Sicht dem wesentlich berühmteren Köln Concert (ECM 1064-65, 1975) inhaltlich an Ideenreichtum und Melodien überlegen. Das Köln Concert wurde aber eben der "Hit" und ich schrieb weiter oben schon, welche positiven kommerziellen Auswirkungen das auf das Label hatte. Die schwierigen Umstände der Aufnahme sind bekannt, das wirkt sich auch auf den in diesem Fall nicht auf dem hohen Niveau des Labels üblichen Klang der Platte aus. Schliesslich kam kurz darauf noch eine Veröffentlichung, die zum Zeitpunkt des Erscheinens an Kühnheit kaum zu überbieten war: Die damalige 10-LP-Box Sun Bear Concerts (ECM 1100, 1976) mit Aufnahmen aus fünf japanischen Städten. Ich weiss noch, wie ich als junger Mensch Ende der 1970er ratlos vor dem Klotz stand und mich fragte, wer so irre ist, sich 10LPs mit Solo-Klavier zu kaufen. Nun, als sie in den späten 1980er auf CD herauskam, hab ich sie gekauft und hörte sie mit Freude.

Danach kamen Recitals aus verschiedensten Orten der Welt, München, Bregenz, Wien, Paris, New York, Rio, Tokyo ... und und und. Ich glaube, ich habe so gut wie alle. Man muss sich darauf einlassen. Es gibt welche, die mir besser gefallen, und gerade bei den neueren sind einige eher sperrig. Manche lassen stärker Jarretts Beschäftigung mit der klassischen Musik durchscheinen, andere weniger, aber langweilig war es nie. Klanglich ist das meiste sehr gut und setzte durchaus einen gewissen klanglichen Standard für Solo-Piano-Aufnahmen.

jpc.de jpc.de jpc.de


[Beitrag von arnaoutchot am 13. Aug 2019, 07:59 bearbeitet]
Mr._Lovegrove
Inventar
#194 erstellt: 13. Aug 2019, 06:54

arnaoutchot (Beitrag #193) schrieb:
Ich weiss noch, wie ich als junger Mensch Ende der 1970er ratlos vor dem Klotz stand und mich fragte, wer so irre ist, sich 10LPs mit Solo-Klavier zu kaufen. ]

Gleiches ist mir Anfang der 90er passiert, als ich vor dem sehr teuren Klotz voller CDs stand. Hat aber schon Eindruck gemacht, die Box; zumindest optisch.
HansFehr
Inventar
#195 erstellt: 13. Aug 2019, 15:36
Ich bin ganz offen. Hätte Jarrett 1970 nicht in der Band von Miles Davis gespielt, hätte er mich kaum interessiert. Es waren die Cellar Door Sessions. 1974 habe ich dann eine Vinyl gekauft. Treasure Island. Das ist auch die einzige Platte, die ich von ihm habe.

Von meinem HiFi-Streaming-Anbieter. Solo in Venedig 2006. Erschienen im letzten Jahr. Was schlummert da noch alles bei ECM?

Keith Jarrett
La Fenice
2018, ECM 2601



[Beitrag von HansFehr am 13. Aug 2019, 22:07 bearbeitet]
arnaoutchot
Moderator
#196 erstellt: 13. Aug 2019, 16:54

HansFehr (Beitrag #195) schrieb:
Was schlummert da noch alles bei ECM?


Da schlummert noch jede Menge ! Ich schätze mal vorsichtig, dass Jarrett seit den frühen 1970ern Hunderte von Solokonzerten gegeben hat (vor 1973 waren es bereits über 50), und ich gehe weiterhin davon aus, dass ECM (oder er selbst) alle davon mitgeschnitten hat. Jarrett selbst hat zumindest nach seiner krankheitsbedingten Pause mW jedes seiner Konzerte auf tragbaren digitalen Recordern konserviert. Nachdem die 1990er und 2000er Jahre recht gut dokumentiert sind, würde ich gerne noch mehr aus den 1970ern und 1980ern hören. Es gibt zB ein Konzert aus Bremen vom 2. Februar 1975, das nur sieben Tage nach dem berühmten Köln Concert aufgenommen wurde. Das wäre als Vergleich in guter Tonqualität sicherlich interessant (im Netz lassen sich Ausschnitte finden).

Hier noch eine Piano-Solo-Platte, die eigentümlicherweise weniger bekannt ist, aber aus meiner Sicht ein wichtiger Schlüssel zu Jarretts Schaffen ist: Georges I. Gurdjieff - Sacred Hymns (ECM 1174, 1980). Jarrett gestand zu, dass die mystischen Kompositionen des russischen Esoterikers Gurdjieff einen erheblichen Einfluss auf seine Improvisationen hatten. Am besten man hört mal selbst rein ...

jpc.de
andreas3
Inventar
#197 erstellt: 13. Aug 2019, 21:45
Guten Abend,

es gab damals einen regelrechten Hype um Jarrett, selbst Bekannte die keine Jazzhörer waren besaßen plötzlich das Kölner Konzert. Ich hatte sie von einem Freund geliehen und auf Kassette überspielt, ich würde sagen die Musik kam zur richtigen Zeit. Am richtigen Ort / Label, denn ECM war damals angesagt.
Ich kaufte dann diese:

staircase

Keith Jarrett - Staircase
ECM 1090/91 (1977)

Aufgenommen im Mai 1976 in Paris bietet diese Studioaufnahme besseren Klang und eine Musik, die mich damals doch stärker berührte als das etwas plakative Kölner Konzert. Vier Plattenseiten, vier Stücke für Solopiano, jeweils bestehend aus drei Teilen. Wenn mir danach ist lege ich sie auch heute noch gerne auf, Jarrett bringt keine Gesangseinlagen, sondern spielt in einem genialen Fluss und hoch konzentriert und komplex, dass es eine Lust ist zuzuhören.

Allerdings war es so, dass mir Ensemblemusik damals mehr zusagte als Solo, daher lief weitaus öfter diese hier:

survivors´ suite

Keithe Jarrett - Survivors´ Suite
ECM 1085 (1976)

Keith Jarrett - piano, soprano sax, bass recorder, celeste, Osi drums
Dewey Redman - tenor sax, percussion
Charlie Haden - bass
Paul Motian - drums, percussion

Das war genau nach meinem Geschmack und öffnete Horizonte: Eine lange Komposition, Seite 1 Beginning, Seite 2 Conclusion. Das Stück macht im Verlauf eine Wandlung durch, die mitzuerleben sich durchaus lohnt: Es beginnt mit einem langen Flötenintro von Jarrett, zunehmend untermalt von feinen Percussions, ab einem bestimmten Punkt Hadens herrlichen Bass, bis dann Redman die Melodie anstimmt, Motian allmählich das Drumset einfließen lässt und Jarrett sich an den Flügel setzt.
Es geht im Verlauf der ersten Seite in eine etwas "nordisch- hymnische" Richtung, die aber allmählich immer wilder wird und im Free endet, Redman zeigt Ekstase. Ein Drumsolo von Motian leitet dann über in den nächsten Teil, der Ruhe ins Spiel bringt und Jarrett federleichte Melodien erklingen lässt, die südamerikanischen Drive versprühen. Und hier darf er auch mal aufstöhnen, das passt. Zum Schluss ein Finale, was wesentliche Aspekte des Gesamtwerks in kurzen Schnipseln nochmals ertönen lässt und dann sachte ausklingt. Ich habe sie gerade nochmal gehört, die Musik hat sich nicht abgenutzt.
Die Aufnahme vom April 1976 von Martin Wieland / Tonstudio Bauer klingt sehr gut.

Grüße!


[Beitrag von andreas3 am 13. Aug 2019, 21:46 bearbeitet]
crim63
Inventar
#198 erstellt: 13. Aug 2019, 21:59
Hallo !

Ich möchte auch noch ein paar Worte zu Keith Jarrett ‎und seinem "The Köln Concert" verlieren. Ich habe leider 1975 nicht das Original kaufen können,
ich war gerade erst 12 und da hatte ich andere Interessen. Außerdem lebte ich in der DDR und da spielte eine andere Musik.
In den 80ern war mein Interesse an der Musik geweckt und es gab hin und wieder gute Musik zu kaufen. So erschien auch im Jahre 1984 das berühmte
"The Köln Concert". Ich habe die Platte 1984 während meines Studiums in Cottbus erstanden, kann mich noch schwach dran erinnern.
Ich war irgendwie vormittag in der Stadt einkaufen und kam an dem einzigen Plattenladen der Stadt vorbei und da stand eine kleine Schlange.
Dort erfuhr man das es ein Doppelalbum gab von einem gewissen Keith Jarrett, alles Solo am Piano. Also angestellt und hab noch eins bekommen.
16,10 Mark kostet die Einzel LP und dieses DLP dann 32,20 M. Als ich dann wieder mal nach Hause fuhr habe ich die Platte dann ein ganzes WE
drehen lassen. Das war Spitze.
Bei dem Amiga Gatefoldcover ist es erstaunlich, das die original Frontcovergestaltung beibehalten wurde auch die Rückseite ist dem Original
nachgestellt, nur im Inneren ist der obligatorische Text zum Künstler und dessen Musik. Meist hat Amiga das Cover selbst gestaltet.
Auch wurde die Platte unter dem Amiga Label veröffentlicht, es gibt noch eine Untergruppe die sich dem Jazz verpflichtet hatte,
aber da war man sich nicht sicher wo diese Musik hingehört.
Sorry, das war jetzt nicht direkt ECM, aber ich wollte das mal los werden.

Gruß Maik
PS, die Bremen / Lausanne steht nun natürlich ebenfalls hier.
arnaoutchot
Moderator
#199 erstellt: 13. Aug 2019, 22:56
Schöne Geschichte, gefällt mir ! Wir sollten diesen Thread ruhig ein wenig mit persönlichen Geschichten auflockern, er ist ja unsere Sicht der Dinge hier. Auch als "Wessi" weiss ich, wie schwer ihr es hattet, an solche Platten heranzukommen. Ich hatte seit Mitte der 1980er einen regen Platten- Tausch mit Freunden aus Zwickau und Glauchau ... da ging auch einiges an ECM-Platten nach drüben und bei mir stehen heute noch Amiga-Pressungen vorwiegend von Musikern aus der DDR (Günter Baby Sommer, Uwe Kropinski, Joe Sachse, Ulrich Gumpert, Conny Bauer etc.). Zeig doch mal ein Bild von Ost-Köln.

Dann fehlen ja jetzt nur noch die Sun Bear Concerts von den drei oben gezeigten ... Wie Michael (Lovegrove) schon schrieb, die schaut als Vinylausgabe mehr als eindrucksvoll aus.
crim63
Inventar
#200 erstellt: 13. Aug 2019, 23:32
mach ich gerne noch obwohl sie hier sicher jeder kennt.

KJ TKC

Gruß Maik
arnaoutchot
Moderator
#201 erstellt: 14. Aug 2019, 11:12
Danke, Maik. Sehr schön, wusste ich nicht, dass es die bei Amiga gab. Sehr authentisches Bild, links altergerecht vergilbt ... oder war das der Rauch der F6-Zigaretten ?

Fügen wir dem Mann am Klavier mal einen Duo-Partner hinzu. Es gab eine frühe Platte von Jarrett mit Jack De Johnette - Ruta and Daitya (ECM 1021, 1973), die ich nicht habe und an die ich mich ehrlich gesagt von früher auch nicht mehr erinnern kann - Kennt die jemand ?

Viele Duos hat Jarrett nicht gemacht. Die für mich denkwürdigste war die intime Begegnungen, die er mit Charlie Haden im März 2007 in seinem Heimstudio hatte und die 2010 als Jasmine (ECM 2165) und 2014 als The Last Dance (ECM 2399) erschien. Wunderbar ruhige und abgeklärte Musik von zwei gereiften Herren, die sich ein Leben lang kannten und einfach nur Spass hatten, zusammen zu spielen. Und sollte jemand Jarrett Extrovertiertheit oder Showmanship vorwerfen, so wird er hier eines Besseren belehrt.

jpc.de jpc.de
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