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Euer musikalischer "Werdegang"?

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oluv
Inventar
#1 erstellt: 29. Nov 2012, 14:51
Wie seid ihr zu der Musik gekommen, die ihr gerade hört, oder habt ihr davor ganz andere Stilrichtungen gehört? Warum hört ihr die nicht mehr, dafür was anderes?

Zuerst einiges von mir.
Ich bin 1975 geboren und habe als Kind das aufgeschnappt, was meine Mutter gehört hat. Bei uns lagen immer irgendwelche Kassetten rum, so hörte ich auch die Pop-Musik von damals darunter ABBA, Boney M, Pink Floyd usw. Eine besondere Kassette war von Jean Michel Jarre "Oxygene", diese Musik hat mich damals am meisten gefesselt. Die sphärischen Klänge, die spacige Atmosphäre hatte etwas, was mich als Kind begeistert hat. Bis zu meiner frühen Jugend kamen weitere Alben von Jarre dazu, danach auch Vangelis, Alan Parsons Project usw. Obwohl ich immer wieder Radio gehört habe und da die typischen Top40, mit Pop, Rock usw, hat mich instrumentale Musik ohne Gesang am meisten begeistert. Mein Vater hatte z.B. eine Platte von Rondo Veneziano, so bin ich auch in diese Richtung geschlittert, obwohl das heute fast schon peinlich ist.

Erst in meiner Jugend hatte ich dann den ersten Kontakt zu Jazz, oder viel mehr "Fusion". Ein Klassenkollege von mir war Schlagzeuger in einer Band und als ich ihn gefragt habe was er so für Musik macht bzw hört, sagte er "Fusion", wobei ich mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen konnte und ihn gebeten habe, dass er mir mal was mitbringt. Aufgenommen hat er mir dann einige Titel aus der CD "Jazzrock Anthology Vol. 2", mit Birdland von Weather Report, das ich natürlich unbewusst schon vorher irgendwo gehört hatte, aber auch Aufnahmen von Tom Scott, Herbie Hancock oder Mike Mainieri, Brecker Brothers usw. die mir bis dato unbekannt waren und ich bin seit damals voll reingekippt. Die Jazz/Fusion Szene aus den 70ern hat mich überhaupt nichts mehr losgelassen, bis heute nicht. Ich entdecke nach wie vor neue Künstler aus der Zeit, geile Funk Aufnahmen im Stil von Herbie Hancock's Headhunters, die damals offenbar massenhaft produziert wurden, heutzutage jedoch eher rar zu finden sind.

Vom Fusion aus ging es in den 90ern dann weiter mit der Acid Jazz Phase. Meine erste Aufnahme aus dieser Zeit war Jamiroquai's "Emergency On Planet Earth", die ich nach wie vor zu seinen besten zähle. Dann natürlich alles von Brand New Heavies, Incognito, James Taylor Quartet und was sich sonst noch so rumgetummelt hat, wobei auch viel Schrott unter dem Decknamen "Acid Jazz" zu finden war. Gesampelte Loops, ein Sample da, eines dort, langweilig in die Länge gezogen. So ist auch an mir die ganze TripHop Szene eher vorbeigegangen, Kruder Dorfmeister etc, fand ich immer ziemlich schrottig, nichts mit Substanz, einfach zusammengewürfelte Soundfetzen.

Deshalb kam meine zweite elektronische Phase fast schon etwas spät, wo ich dann Drum&Bass und House sowie Nu-Jazz für mich entdeckt habe. Leider ist dieser Stil von sehr viel Dilletantismus geprägt, wo viele Möchtegernmusiker rumeiern, aber ich bin immer wieder durch Zufall auf geniale Künstler wie Squarepusher gekommen, dann natürlich Jazzanova, Beanfield, die ganze deutsche Compost Records Szene, wobei auch da viel Schrott zu finden ist. Bei House hat mich vor allem Miguel Migs, Joey Negro, Richard Earnshaw, vor allem aber Simon Grey gefangen genommen. Dieser deepe funky Discohouse, der teilweise an die 70er erinnert, hat es in sich. Leider ist gerade das House Genre überschwemmt an Amateuren, diversen Compilationen wo wirklich nur Mist oben ist, weshalb wirklich guter House für mich nach wie vor eher schwer zu finden ist. Viele der Künstler, die davor vorwiegend im House Genre zu finden waren, fingen an Nusoul, Nujazz, etc zu machen. Wobei es auch da viele sehr interessante Artists gibt wie Reel People, Tortured Sould, Soulpersona, Cool Million usw.
Im Moment sind es Künstler wie JD73, Opolopo usw, deren neue Releases ich schon mit Spannung erwarte.

Parallel dazu habe ich immer wieder auch Smooth Jazz gehört, schon während meiner Fusion-Phase hab ich sehr gern George Benson gehört, bin dann auch auf Earl Klugh gestossen, danach Dave Grusin, Lee Ritenour, Pat Metheny, aber auch wirklich "seichtere" Smooth Jazz Künstler wie Brian Culbertson, Jonathan Fritzen etc, die jedoch sehr angenehm im Hintergrund zu hören sind. Dazu sind irgendwann auch Bossa Nova und loungige Künstler gekommen, aber auch typischer und ruhigerer Jazz von Bill Evans, Milt Jackson usw.

Irgendwann musste ich aber meinen Musikstil auch an den Stil meiner Frau anpassen, die mit "Jazzgedüdel", wie sie das immer nennt, nichts wirklich anfangen kann und sie meint, dass ich sie damit immer "ficke", wenn es ihr dann wirklich zu viel wird.

Sie mag eher ruhigere Sachen, hatte auch schon vor mir viel Norah Jones gehört. Also fing ich an gute ruhige Lounge- und Chillout Alben zu suchen. Wirklich guten und qualitativen Chillout zu finden ist leider schwierig. Von "Camiel" hat man schon länger nichts gehört, Schwarz&Funk hatten ihre beste Zeit auch schon hinter sich, und all die Compilations die unter Chillout, Lounge usw laufen, sind fast immer für die Tonne, wobei es auch Ausnahmen gibt, wie die ganze "Wavemusic" Serie, oder die Compilations von Butlers, die von Gottlob & Ostendorf zusammengestellt werden, doch die ganze Cafe del Mar oder Budda Bar-Serie oder sonstiges ist überhaupt nichts meines.

Womit ich auch überhaupt nichts mehr anfangen kann ist mainstream-Pop. So sehr mir noch in den 80ern Toto gefallen haben, oder auch Phil Collins, Madonna oder alle Quincy Jones Produktionen, wie die von Michael Jackson, Patti Smith, vor allem eher "Black Music", kann ich mit aktuellem Pop, R'n'B usw kaum noch was anfangen.

Nie gehört und verstanden habe ich hingegen Hardrock/Metal, Techno oder Industrial, Schlager, Volksmusik, und all das.

Ich glaube dennoch, dass mein persönlicher Musikstil sehr breitgefächert ist. Ich kann mir immer noch Vangelis "Chariots of Fire" oder den Soundtrack zu "Bladerunnter" anhören, ohne rot anzulaufen, ich höre auch gerne Sachen aus den 80ern und meiner Kindheit, aber meine wirkliche Leidenschaft ist irgendwie in der Fusionszene sowie Jazz/Rock Funk hängengeblieben.

Obwohl ich einiges an "ernster Musik" gehört habe, bin ich da leider etwas ungebildet. Barock oder Klassik sagt mir eher weniger zu, aber Romantik von Chopin oder Impressionismus von Debussy, oder gar Ravel's jazzige Einschläge sind schon eher meines. Ich möchte versuchen in Zukunft vor allem mehr ernste Musik zu hören, wobei es noch im Jazz so viel für mich zu entdecken gibt...

Wie sieht es bei euch aus!
4choizz
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 01. Feb 2013, 00:55
Eingestiegen mit Rock und House, aber doch letztendlich bei Rap gelandet...
Wer hätte das ahnen können
Blink-2702
Inventar
#3 erstellt: 02. Feb 2013, 20:15
So, mein Geburtsjahr ist 1995.

Angefangen hat es irgendwie mit Rammstein, 1997 im alter von 2 Jahren.
Dann war lange nichts, bis 2009 hörte ich irgednwie immer nur das was kommte, z. B. im Radio, doch dann entdeckte ich the Offspring und die haben meinen Musikgeschmack enscheidend geprägt, seither bin ich überzeugter Rockmusikhörer.
Aber ich höre auch mal andere Sachen, wie z. B. 60er Jahre Rock. Ab und an höre ich auch mal gerne Frank Sinatra.
Musik der 50er Jahre spricht mich auch an.
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