woher bekommt Ihr Eure audiophile Musik?

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imebro
Inventar
#1 erstellt: 16. Jul 2017, 11:57
Hallo an Alle,

seit einiger Zeit kaufe ich nur noch CD´s bzw. Musik, die in sehr guter Qualität (also besser als CD mit 44,1 kHz / 16 Bit).
Nun habe ich schon recherchiert, wo man gute Alben in audiophiler Qualität herunterladen kann. Dabei stieß ich auf "Highresaudio", was ganz sicher die meisten von Euch kennen.

Nun frage ich mich, woher Ihr Eure besonderen... audiophilen... CD´s / DVD-Audio´s oder Musikstücke bezieht?

Weiterhin würde mich interessieren, wie wichtig ist es Euch dabei, auch solche Musik zu kaufen, die noch hochwertiger ist als CD-Qualität?

Hiermit meine ich z.B. Musik in 88,2 / 96 kHz mit 24 Bit... oder sogar noch höhere kHz-/Bit-Raten, wobei ich persönlich die Suche nach Aufnahmen mit Samplingraten von 192 kHz oder gar 384 kHz und Bittiefen von 32 Bit als relativ unsinnig einstufe, da die heutigen Technologien (Lautsprecher, Verstärker etc.) diese noch gar nicht nutzen / wiedergeben können.

LG
imebro
imebro
Inventar
#2 erstellt: 17. Jul 2017, 10:38
...hmmm... kauft keiner von Euch audiophile Musikstücke?

LG
imebro
höanix
Inventar
#3 erstellt: 17. Jul 2017, 16:05
Ich nicht

Ich habe das mit HiRes mal ausprobiert und für mich festgestellt das die Mehrkosten nicht berechtigt sind.
Außerdem brauchen die Musikstücke zu viel Speicherplatz.
Bei Linn gibt es auch Musik in höherer Auflösung, mehr fällt mir so kurzfristig nicht ein.
imebro
Inventar
#4 erstellt: 17. Jul 2017, 20:06
OK und danke... immerhin mal ne Antwort.
Und bei Linn werde ich einfach mal reinschauen, ob ich da was finde

LG
imebro
#Yoda#
Stammgast
#5 erstellt: 17. Jul 2017, 21:53

imebro (Beitrag #2) schrieb:
...hmmm... kauft keiner von Euch audiophile Musikstücke?imebro


Doch, bestimmt!

Als "Inventar" sollte dir aber bekannt sein, dass das Thema HiRes für einige Mitglieder und Moderatoren hier ein Reizthema ist und viele, die dem Thema aufgeschlossen gegenüberstehen, äußern sich hier lieber nicht mehr. Oft folgt auf einem entsprechenden Beitrag ein Shitstorm der üblichen Trolle samt Gefolge, die glauben ihr Standpunkt sei definitiv und die Mitglieder dieses Forums mit anderen (Hör)-Erfahrungen und -Eindrücken werden gerne in die Voodoo/Spinner Ecke gestellt.

In einem Argument haben sie aber oft recht, HiRes Alben kann man sicher nicht automatisch mit "audiophiler" Musik gleichsetzen.

Viele HiRes Alben sind "Abfallprodukt" von dynamisch komprimierten Vorlagen wie z. B. die "Mastered for iTunes", speziell abgemischten Versionen, die ohnehin in 24/88.2 oder /92 bei Apple abgeliefert werden müssen, auch wenn iTunes diese dann nur als AAC komprimiert anbietet . Diese "Master" werden dann oft zur Zweitverwertung noch als HiRes Alben für ein Aufgeld an unkritische Konsumenten verkauft, haben aber mit "audiophil" nicht wirklich was gemein.

Bei einer schlechten Vorlage bietet auch HiRes keine klanglichen Vorteile. Shit in, Shit out. Ein gutes Master ist immer Voraussetzung dafür, dass auch am Ende der Kette, unter geeigneten Hörbedingungen, ein wahrnehmbarer Unterschied zur gleichen Vorlage in CD Qualität besteht. Zudem gibt es leider immer noch Upsamples von niedrigen Bitraten/Auflösungen auf 24/96 oder /192.

Nun zu Deinem ursprünglichen Anliegen. Neben HighResAudio.com gibt als Download-Anbieter mit einem breiten Sortiment über alle Genres hinweg in Deutschland noch Qobuz.com, HDtracks.com und 7digital.com. Bandcamp.com bietet ebenso immer mehr alternativ HiRes Versionen von vorwiegend weniger bekannten Künstlern unterschiedlicher Genres an. Besonders für Klassik gibt es spezialisierte Download Portale wie z. B. Primephonic.com oder Linnrecords.com. Ebenso haben einige Künstler eigene Shops mit Downloadoption von HiRes Alben.

Einen, wenn auch unvollständigen, Überblick über diverse Anbieter findest Du bei findhdmusic.com oder 24bit96.de
AG1M
Inventar
#6 erstellt: 17. Jul 2017, 22:25
Da CDs selber Rippen mir mittlerweile zu viel Aufwand ist und auch kein CD Player mehr existiert und ich mit den CDs eigentlich gar nichts mehr anfangen kann, würde ich aus Erfahrung Qobuz als Download Portal für wirklich gutes Quellmaterial für die Musiksammlung empfehlen. Da ich dort zu 99% nur Klassik kaufe und sehr viel Wert auf ausgezeichnete Aufnahmen, einer guten Abmischung und generell auf hohe Qualität setze und noch keinen einzigen Kauf bereut habe was die Audioqualität betrifft.

Wie von #Yoda# schon gesagt, eine hohe Abtastrate alleine hilft nicht bei einer schlechten Aufnahme oder schlechten Abmischung hinweg, ohne guten Master wird das nichts mit dem "audiophilen" Genuß, auch das künstliche Hochrechnen von schlechten Quellmaterial bringt nichts.

Btw. ich kaufe ausschließlich die 16/44 FLAC Versionen bei Qobuz, reicht mir persönlich vollkommen aus, da auf dem z.B. mobilen DAP "nur" 512 GB Speicher vorhanden sind und die gesamte Sammlung dabei soll sein.
höanix
Inventar
#7 erstellt: 17. Jul 2017, 23:28
Moin

Bei linnrecords habe ich bis jetzt auch noch keinen "Ausfall" gehabt.
Allerdings habe ich mittlerweile das Kaufen von HiRes Material eingestellt.
Es ist aber auch nicht unbedingt "Mainstream" was dort angeboten wird.

Gruß Jörg
imebro
Inventar
#8 erstellt: 18. Jul 2017, 08:24
Vielen Dank für Eure Antworten, die mir schon sehr weitergeholfen haben.

@ #Yoda#:
Zwar habe ich den "Inventar-Status" hier im Forum, aber bisher habe ich mich kaum für HiRes-Material interessiert. Daher fehlt mir einfach auch die entsprechende Erfahrung

Dass man HiRes Alben sicher nicht automatisch mit "audiophiler" Musik gleichsetzen kann, ist mir dennoch klar, denn ich habe z.B. umgekehrt auch ein paar CD´s in 44,1 kHz / 16 Bit, die durchaus audiophile Musikstücke in hervorragender Aufnahmequalität enthalten.

Werde mal bei Qobuz.com, HDtracks.com, 7digital.com und Bandcamp.com rein schauen und bin gespannt, was sich dort so findet.

Bezüglich "Foren-Shitstorm":
Hier bin ich der Meinung, dass man sich von solchen Besserwissern (die es übrigens in allen Bereichen hier im Forum gibt) nicht verdrängen lassen sollte. Man kann diese Menschen dann einfach ignorieren oder deren Beiträge sperren (glaube das geht bei dieser Forensoftware auch). In jedem Fall hoffe ich, dass dieser Thread verschont bleibt von ungebetenen Störern

@ AG1M:
Du schreibst, dass Du keinen CD-Player mehr besitzt. Befinden sich Deine Alben ausschließlich auf einem NAS oder einer ext. Festplatte... oder stremast Du vom Laptop oder Tablet?

Bei mir hängt z.B. eine externe USB-Festplatte am Multiplayer (Cambridge Audio CXU), der vorne eine USB-A-Eingangsbuchse hat. Dort können jedoch "nur" Dateien in 48 kHz / 16 Bit wiedergegeben werden, was aber auch ausreicht.

Für wirkliches HiRes-Material gibt es hinten an meinem Verstärker einen USB-B-Eingang, mit dem ich diesen an ein Laptop anhängen kann (PC-USB). Darüber können dann auch Dateien in bis zu 192 kHz / 24 Bit übertragen werden.

LG
imebro


[Beitrag von imebro am 18. Jul 2017, 08:29 bearbeitet]
AG1M
Inventar
#9 erstellt: 18. Jul 2017, 21:26

imebro (Beitrag #8) schrieb:
Befinden sich Deine Alben ausschließlich auf einem NAS oder einer ext. Festplatte... oder stremast Du vom Laptop oder Tablet?


Nichts von dem genannten trifft zu bei mir. Ich habe meine gesamte Musik auf meinem Daphile (hier mehr zu Daphile: http://www.hifi-forum.de/viewthread-181-9808.html ) System, welches auf einer Intel NUC Basis samt SSDs basiert, mehr Details hier: http://www.hifi-foru...563&postID=1159#1159 Kann jedes Format egal in welcher Abtasrate oder Format Problemlos damit abspielen.
net-explorer
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 24. Jul 2017, 20:57
Ich lege schon lange hohen Wert auf sehr gute Wiedergabequalität. Mein Maßstab dabei ist einfach eine entsprechende Live-Aufführung. Die Instrumente und Stimmen so von Konserven hören, wie im richtigen Leben in akustisch passender Umgebung.

Meiner Erfahrung nach ist die Qualität der Konserve von der ursprünglichen Aufnahme über sämtliche technischen Arbeitsschritte bis hin zum käuflichen Medium ebenso bedeutungsvoll, wie dazu das kpl. Wiedergabesystem inkl. des Raums, in dem reproduziert wird.

Insofern ist mir grundsätzlich egal, wie dieses Ziel erreicht wird. Und wenn eine Schallplatte das leisten kann, ist es mir recht, und erfahrungsgemäß kann CD mit 44,1 kHz / 16 Bit das ebenfalls liefern. Und miese Studioaufnahmen werden durch die höchsten digitalen Auflösungsraten nicht besser und sind daher auch nicht "audiophil".

Derzeit halte ich HiRes für eher kommerziell als audiophil genutzt, allgemein betrachtet. Wenn ich eine CD gebraucht bekommen kann, die über eine "audiophile" Aufnahme verfügt, besteht eine extreme finanzielle Differenz zwischen dieser und einem HiRes-Download, wobei obendrein - je nach Geschmack! - eine CD mit Booklet wesentlich ansprechender ist, als eine seelenlose Datei auf irgendeinem Datenträger.
Die Liebhaber von Schallplatten denken häufig ähnlich über ihre Alben.

Weiter steigern lässt sich der HiRes-Gedanke finanziell noch durch die Neuauflagen auf XRCDs, SACDs u.ä. Auch da ist nicht alles besser als auf CD. Und wenn, ist für mich schon die Frage, ob ich für ein Quantum "mehr Audiophilität" das doppelte bis durchaus das zehnfache auszugeben bereit bin. In Euro bezeichnet: von 5€ hin zu 50€ je Album.

HiRes ist deswegen für mich vergleichsweise wenig attraktiv. Ich bekomme viell. Musik in wirklich hervorragender Qualität.
Dafür fehlt jegliche Zusatzinformation zur Musik. Die bekommt man natürlich über das Internet oder auch als zusätzliche Info-Datei mit Album-Bild!
Ich muss die Musikdateien auf Datenträgern lagern, und selbst organisieren. Damit macht man sich von der privaten EDV nicht nur immer mehr abhängig, sondern bedarf eines definitiv hohen Aufwands diese Dateien gegen Beschädigung zu schützen. Kein Vergleich zu z.B. einer CD und selbst LP. Es besteht die Gefahr sich von Cloud-Systemen und deren Anbietern abhängig zu machen. Möglicherweise macht man sich von Dateiformaten abhängig, deren "Langlebigkeit" niemand garantieren wird. Immer setzt das Datennetzverfügbarkeit voraus, einem Netz das real viel fragiler ist, als die meisten Leute glauben und sich vorstellen können.
Datenträger können jederzeit ohne Vorankündigung ausfallen. Sowohl 3 Tage nach dem Kauf, als auch bspw. nach 10 Jahren. Meine CDs sind bis zu 35 Jahren alt, einige LPs bis zu 55 Jahren. Für Speicherung von Massendaten macht der Festplatte aus praktischen Gründen noch keine SSD den Spitzenplatz streitig. Und deren Langlebigkeit? Da gibt es noch lange keine richtig fundierten Kenntnisse dazu.
Vergleichsweise fällt der finanzielle Aufwand für den Erhalt der Musikdateien erheblich höher aus, als effektiv der für die Lagerung von CDs und LPs.
Ich ignoriere dabei nicht dass keiner dieser Datenträger im Sinne des Wortes ewig hält und ebenfalls jederzeit ausfallen kann. Bei LPs wäre "fallen" gerade das passende Stichwort.

Aus schlicht kommerziellen Gründen wird die Musik ständig neu aufgenommen und veröffentlicht. Wobei die 175. Interpretation von Beethovens Neunter ihre Existenzberechtigung aus künstlerischen Gründen haben kann, dagegen die Neuauflage auf Bluray ihre klangqualitative Rechtfertigung gegenüber den alten/anderen Formaten noch beweisen muss. So etwas ist nicht per se besser als alles vorherige!
Ich brauche Beethovens Neunte (als Beispiel!) auch nicht als Surround-Aufnahme. Mir würde z.B. ein privates Sinfonieorchester mit passendem Musiksaal durchaus genügen, da bekäme ich den Klang primär auch nur von vorne, weil er dort entsteht. Was an gewollter/gesollter Reflektion entsteht kann u.U. auch bei entspr. Hifi-Wiedergabe durch den Raum reproduziert werden. Allerdings wollen die Musiker das gar nicht. Sie möchten die einzige Klangquelle bei einer solchen Aufführung sein, und verzichten gerne auf Reflektionen.

Natürlich ist alles erlaubt, jeder Spieltrieb darf und soll ausgelebt werden. Ebenso respektabel ist aber auch der Versuch, trotz des Wildwuchses an technischen Weiterentwicklungen eine Philosophie der minimalistisch organisierten Musikreproduktion auf höchstmöglichem Niveau zu verfolgen.
Das funktioniert auch sehr gut, und was man monetär an Technikinvestitionen spart, kann man in weitere Musikkonserven investieren.

HiRes spielt dabei keine wichtige Rolle, ja fast schon kaum eine Rolle. Vergleichsweise Massenverbreitung haben heute längst Musikdateien in komprimierenden Formaten, wie z.B. mp3. Und als "audiophil" kann ich davon bisher nichts bezeichnen, was mir hörbar begegnet ist. Je weniger man nämlich komprimiert, damit die Qualität besser wird, um so obsoleter zeigt sich ein Format wie mp3 im Hifi-Bereich. Es ist brauchbar fürs Auto, da sogar gut. Auch sonst unterwegs, und damit gerade dort, wo man nicht ohne Nebengeräusche hören kann.

Im übrigen lässt sich über die Definition "audiophil" auch unheimlich gut streiten. Für mich kann ich sagen, ich habs sehr gerne audiophil, aber HiRes als Konserve muss es dafür definitiv nicht sein.
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