Verstärker EQUA von Elektor

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dougie
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 01. Jan 2004, 22:51
Hallo Experten,

mal ne Frage: ich hab mir vor einigen Jahren waehrend meines Studiums mal einige Endstufen selbst gebaut.
Damals gab es einen recht simplen Schaltplan von Elektor namens EQUA.

Das Ding ist ziemlich genial: wenige Bauteile (passt auf eine halbe Euro-Platine), preiswerte Bauteile und vor allem eine einfache Stromversorgung (60V=)

Das Ding leistet 100W in superber Qualitaet und kann fuer hoehere Leistungen auch zu zweit im Brueckenbetrieb laufen.

Leider hab ich keinen Schaltplan mehr aber noch einige fertig aufgebaute Verstaerker im Keller.

Meine Frage: hat einer von ech noch die elektor Unterlagen fuer mich?

Viele Gruesse
dougie

dougie@gmx.de
uli-be
Neuling
#2 erstellt: 04. Jan 2004, 15:25
Hallo Dougie,
ich kenne die EQUA Verstärker aus der Elektor! Beziehe und sammle die Zeitschrift seit 100 Jahren und kann nachsehen, ob ich die Schaltunterlagen finde, wenn Du mir einen Hinweis geben kannst, wann die Artikel erschienen sind. Es müsste so Mitte der 70er Jahre gewesen sein!

uli-be
dougie
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 04. Jan 2004, 18:59
Wahnsinn!
Das ist ja irre,das es doch noch jemanden gibt, der sich damit noch auskennt! Super!

Also: die einzigen Hinweise die ich habe, deuten auf das Jahr 1972 hin. Wenn ich dich daher dafuer begeistern koennte einmal nachzuschauen, dann waer das natuerlich extrem nett!

Lueneburg ist leider nicht gerade um die Ecke, daher wird es mit nem Bier oder nem Glas Wein schwierig. Aber vielleicht kann ich dir ja auch anders eine Freude machen?

Vielen Dank im vorraus!

VG
Ralf
gst
Stammgast
#4 erstellt: 04. Jan 2004, 20:58
war so 1971 oder 1972, mit voll komplementärer Endstufe.
habe seinerzeit auch gebaut, reagierte aber tückisch auf zu lange Lautsprecher-Leitungen und war nicht kurzschlußfest. Teilweise haben die auch höllisch geschwungen. Hatten eine Betriebsspannung von 60 V und nach meiner Erinnerung BC 141/BC 161 als Treiber und MJ3055/MJ2955 als Endstufe.
Tu 's nicht - nimm lieber einen TDA 7290 ö.ä. ist wirlich besser und sicherer in den Daten und man muß nicht Kühlkörper für TO-3 bohren. Aber : no risk, no fun!
gst
dougie
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 04. Jan 2004, 21:11
Kompliment! Du kennst dich wohl gut aus!

...ich hatte seinerzeit 8 Stueck davon im Auto verbaut (ein Fiat Uno :-)

Betriebsspannung war ebenfalls 60V und die Dinger funktionierten soweit zuverlaessig. Wir hatten seinerzeit ein paar Aenderungen vorgenommen: halbierung der Platinengroesse, BD139 & BD140 in der Vorstufe und MJE2955 & MJE3055 in der Endstufe sowie vergroesserung des Ausgangselkos auf 4700uF.

Der Vorteil war, das du die Dinger problemlos auch im Brueckenbetrieb laufen lassen konntest.

Den TDA kenne ich leider nicht.

Ich hab noch einige von den Dingern im Keller liegen und wollte mir 2 davon zum Antrieb meines Subwoofers im Wohnzimmer zurecht machen. Am schwierigsten scheint es derzeit einen passenden Trafo zu bekommen :-)

VG
dougie
gst
Stammgast
#6 erstellt: 05. Jan 2004, 00:04
Hallo,
ich habe in meinen alten Unterlagen das Schaltbild gefunden. Seinerzeit hat die Fa. Oppermann viele Elektor-Projekte mit Platinen und Bauteilen verkauft. Die BC 141/161 waren nur der A-Treiber mit der Bootstrap-Schaltung, hatte ich nicht mehr ganz im Kopf. Die HF-Eigenschaften von den MJEs sind aber wesentlich schlechten als von den MJs. Letztere hatten eine Grenzfrequenz von 8 MHz, für Leistungstypen ne ganze Menge.
Ich hatte damals einen Edwin-Verstärker (auch von elektor) auf vollkomplementär umgebaut - der Verstärker hat bis letzten November (27 Jahre!) funktioniert und sich dann verabschiedet - Fehler im Netzteil durch kaputte Elkos, die Verstärker laufen noch.
Wenn Du das Schaltbild vom EQUA (mittelgute Qualiät mit handschriftlichen Einträgen von mir) + Platinenlayout + Aufbauanleitung von Oppermann haben willst, mail mir. Das Original von elektor ist sicher besser; nach meiner Erinnerung hatten die sogar ein bißchen therotischen Abhandel...
zum TDA 7294:
ich hasse eigentlich die ICs im Analog-Bereich, das Ding kostet aber bei Reichelt 5,20 Euro, macht 70W bei 0,1% Klirr und die komplette Applikation kann man dort downloaden...
mfG, gst


es gibt da eine Firma Oppermann-electronic (sicher nicht die gleiche wie vor 30 Jahren, aber die hat Netztrafos mit 2x 20 V 4A für 7,59 Euro - Zufälle gibts...


[Beitrag von gst am 05. Jan 2004, 00:25 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 05. Jan 2004, 00:41
Hi,

eine andere Endstufe aus der Elektor habe ich neulich hier gefunden: http://www.geocities.com/quhno/black-devil/

Dieser Artikel war irgendwann vor ein paar Jahren mal in einer Elektor.

Grüße,

Zweck
detegg
Administrator
#8 erstellt: 05. Jan 2004, 04:23
Hi Zweck,

der Link enthält den kompletten Artikel aus einer Elektor von 1993 (?). Allerdings nicht den Tuningartikel, der später folgte.
Ich hatte damals ein Exemplar nachgebaut, lief sofort, dann nicht mehr weiterverfolgt.
Habe ein paar Modifikationen eingebracht, anderes Layout, geätzt, bestückt, nie getestet - heute liegen die Teile hier und könnten als Mid/High- Endstufen in einem aktuellen Aktiv-LS-Projekt Verwendung finden.

Hast Du grundsätzlich eine Meinung zu der Schaltung?

Dank für eine Antwort
Det


[Beitrag von detegg am 05. Jan 2004, 04:32 bearbeitet]
Zweck0r
Moderator
#9 erstellt: 05. Jan 2004, 06:50
Hi detegg,

die Schaltung habe ich neulich beim Googeln durch Zufall gefunden und als Elektor-Schaltung wiedererkannt. Gebaut habe ich sie nicht, weil ich keine Verwendung dafür hatte. Ich repariere lieber meine Sammlerstücke

An Einfachheit dürfte diese Endstufe wohl kaum noch zu überbieten sein und die Bauteile sind auch billig, ideal zum Nachbauen. Zum Klang könnte ich sowieso nichts brauchbares sagen, weil ich kein "Highender" bin. Wahrscheinlich klingen für mich alle brauchbaren Verstärker genauso gleich wie meine CD-Player

Ich sehe mich auch außerstande, ohne direkten Vergleich feine Klangunterschiede herauszuhören, deshalb baue ich mir demnächst eine Schaltbox, mit der ich Ein- und Ausgangssignal eines Verstärkers per Kopfhörer vergleichen kann. Die Lautsprecher verschwinden dabei als "stumme komplexe Lastimpedanz" im Nebenraum, um den Verstärker unter Realbedingungen zu testen. Ein Pegeltongenerator und ein nullpunktverschobener Spitzenwertmesser kommen gleich dazu. Mir schwebt da ein altes Drehspulinstrument vor mit einer Skala von -2 bis +2 dB um einen einstellbaren Referenzpegel. Der Tongenerator bekommt einen Stufenschalter für die Frequenz, dann habe ich die Simpel-Frequenzgangmessung gleich mit an Bord

Grüße,

Zweck
uli-be
Neuling
#10 erstellt: 05. Jan 2004, 20:23
Hallo Dougie,
ich habe die Ausgabe mit der Beschreibung der EQUA-Endstufe gefunden. Es ist in Elektor 12/72 (übrigens meine allererste Ausgabe). Der Beitrag mit allen Beschreibungen, Layout und Schaltplänen erstreckt sich über 8 Seiten.

Bei Interesse mache ich eine Kopie, Scan oder sonstwas ...

uli-be
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 08. Jan 2004, 14:33
Lange lange ist es her ...

Ich habe eine Zeitlang in einer High-End Schmiede gearbeitet, wobei auch eine leicht modifizierte Version der EQUA sehr erfolgreich in größeren Stückzahlen verbaut und (schweineteuer) verkauft wurde.

Class-A Betrieb, die Filter am Eingang etwas anders ausgelegt, einigen Schnickschnack entfernt, ausgemessene & gepaarte Bauteile, andere Transistoren und VOR ALLEM ein VERNÜNFTIGES Platinenlayout. Elektor-Layouts waren zwar recht Platzsparend aber leider nicht gerade Audiophil ausgelegt, was die Endstufe im Originaldesign sehr zum Schwingen neigen ließ (Oszillatoren schwingen nie, Verstärker dagegen immer ;-)

Von den gut 100 Verstärkern die ich gebaut habe ist nicht ein einziger zur Reparatur zurückgekommen, was auf die Qualität der Grundschaltung, den Aufbau und ein ausführlicher einwöchiger Burn-In bei Vollast an Fahrstuhl-Lastwiederständen im Ölbad zurückzuführen ist 8-]

Auch die passende Vorstufe incl. MC/MM wurde grundtechnisch aus einer frühen Elektorschaltung entliehen und war letztendlich nach etlichen Modifikationen durchaus als "High-End" zu bezeichnen.

Leider habe ich 1989 durch Rheinhochwasser sämtliches Hab & Gut verloren, incl. der Unterlagen, die ich mir beiseite gelegt habe. Nun juckt es mir nach 10 Jahren Abstinenz wieder in den Fingern, ein paar Projekte "hochzuziehen".
Wäre nett, wenn mir jemand von der Equa nochmal den Schaltplan rüberreichen könnte, ich würde mir die entsprechenden Modifikationen gerne nochmal erarbeiten und bei Interesse auch veröffentlichen.

Gruß! Andre
dougie
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 08. Jan 2004, 15:08
...finde ich ja toll, das ich mit meiner Anfrage auf so viel interesse stosse.

Aber wie schon erwaehnt: es scheint problematisch an einen passenden Trafo zu kommen.

Je nachdem ob Mono oder Stereo, braucht es ja schon ein Teil mit 40V und 200VA - 400VA ... das soll mal einer versuchen bei Conrad oder Reichelt zu bekommen :-(

Oder hat einer ne Firma an der Hand die preisguenstig wicklen?

VG
Ralf
Gelscht
Gelöscht
#13 erstellt: 08. Jan 2004, 18:47
Reichelt: RKT50030 Ringkerntrafo, 500 VA, 2x 30 V, 2x 8,33 A

Kostet 39 Euro - nicht zu teuer, wie ich finde. Am Netzteil sollte man am wenigsten sparen ...

Allerdings sollte die Hauselektrik das auch mitmachen, denn bei Stereo kommt das Ding immerhin * 2 an´s Netz
georgsen
Neuling
#14 erstellt: 16. Jan 2004, 00:23
Hallo dougie,

im ebay gibt es zur Zeit trafos mit 48V und 300W für 9,- Euro. einfach nach trafo 48V suchen. Wie funktioniert das denn mit der Brückenschaltung? Hast Du da einen Hinweis?

Gruß
Georgsen
flycam
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 06. Sep 2007, 21:16
Hab auch eine EQUA Endstufe, jedoch schon fertig usammengebaut von einem Freund meines Vaters...

würde mich für den Schaltplan/Erklärung interessieren, da ein Kanal kaputt ist (Transistor zerbrochen - kein Witz). Ich habe vor aus dem verbleibenden Kanal und ein paar älteren bauteilen eine Aktiv Monitorbox zu bauen. Es wäre super, wenn diese Seiten hier veröffentlicht werden könnten (oder an interessenten direkt zugemailt)!

Die Endstufe funktioniert wirklich gut (hatte früher ein paar probleme, danach habe ich sie teils zerlegt, und dabei ist der eine Kanal zu schaden gekommen), vor allem zusammen mit einem alten Crown Vorverstärker IC 150 (Erschienen 1970).
habe sie heute wieder etwas mehr zusammengebaut, und eine Speakon Buchse eingebaut, geplant sind noch symmetrische XLR Eingänge mit Vorverstärker, um alles mögliche von Mikrofon bis Mischpult anzuschliessen.

Ich benutze übrigens einen Trafo, extern, der im Leerlauf 65V liefert, brummt nur ziemlich laut bei Leiser Musik.

Nun zum Schluss noch eine Frage: bei diesem Design existiert eine 2. Platine, die zwischen gleichgerichtetem Trafo und der Elektorplatine ist, mit einem 470µF Kondensator, kleinem und großem Transistor und einem Widerstand. Was ist die funktion dieses Teils? Eingangsspannugsfilterung/Stabilisierung?

Gruß Stephan


[Beitrag von flycam am 06. Sep 2007, 21:24 bearbeitet]
alter_bastler
Neuling
#16 erstellt: 10. Jun 2010, 22:33
guck mal an: EQUA-Verstärker. den gab es damals wirklich. hab ich auch mal gebaut UND KEINE UNTERLAGEN MEHR!!! was ich noch weiss: je nach stromversorgung 10-100w! es gab 2 versionen. die erste ( normale ) war gut und zuverlässig, die zweite ( BOOTSTRAP ) war das reinste glücksspiel. lt. beschreibung sollte die mittenspannung damit immer richtig sein. mal war es so und mal nicht. finger weg davon, lohnt nicht. zusätzlich gab es noch eine variante: DER ELEKTRONISCHE BASSLAUTSPRECHER oder so ähnlich. lautsprecher musste nur ins gehäuse passen und an einem trimmer wurde so lange gedreht, bis die membran bei volldampf anklopfte. klappte super! als filter hab ich schon damals mit den elektronischen weichen gearbeitet. auch grosse klasse. aber wie gesagt.....die unterlagen
vanglower
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 31. Okt 2010, 21:50
Hallo Jungs - Kenne den EQUA auch noch aus meiner Jugendbastelzeit. Möchte ihn auch nochmal bauen. Damals waren die MJE 2955 und 3055 fast unbezahlbar. Wer hat noch einen Bauplan von Elektor? Kann ich ihn irgendwie kopiert oder gemailt haben? . werde nach Nachbau im Forum berichten. übrigens - dieses 'Tischfeuerwerk' durfte ich damals auch erleben - dann war mein Taschengeld für Monate in Rauch aufgegangen.
Danke


[Beitrag von vanglower am 31. Okt 2010, 21:53 bearbeitet]
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