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Sathims "Arbeitszimmer" - aktuell: Endlich neue Lautsprecher! (DXT Mon von Heissmann Acous...

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Beitrag
Sathim
Inventar
#1 erstellt: 11. Okt 2014, 22:59
Hallo zusammen,

nach unserem Umzug, der eigentlich hauptsächlich Platz für den Nachwuchs
schaffen sollte (gut, für uns auch) war plötzlich ein Raum "übrig".

Nach einigem Hin-und-her konnte ich meine Frau dann doch überzeugen,
den Raum ganz mir zu überlassen. Einzige Bedingung war, dass mein Schreibtisch
und der Aktenschrank mit hinein müssen.

Ich will hier den Werdegang meines ersten eigenen Hörraums dokumentieren
und hoffe auf eine rege Diskussion, da noch allerhand technisches zu klären ist.

Die "Lage" im Haus könnte viel besser nicht sein. Der Raum liegt in der Garten-
Etage der Wohung, darüber ist die Küche. Es gibt also keine unmittelbaren Nachbarn,
auch die eigene Familie wird bei Exzessen nicht belastet
Fenster nach hinten raus wo wirklich Ruhe herrscht.

1. Aktueller Stand:

1.1. aktuelle Technik:
LS: Focal Solo 6 BE & KS Digital Qsub2 (Ripol), Trennung über den Sub
VV: AMB Labs a20 PreAmp
DAC: AMB y1

Messtechnik und Erfahrung sind ebenfalls vorhanden, erste REW-Messungen
werden aber noch ein bisschen dauern.

1.2. Der Raum aktuell:
Der Raum ist 3,45m breit, 4,13m lang und 2,84, hoch.
Insgesamt recht unregelmäßige "Ecken" durch große Fensternischen
sowie Abkofferungen an der Decke für Rohre usw.

Bilder folgen noch, sobald ich mehr Zeit habe und mal die Sonne scheint

Die Lautsprecher stehen vor den Fenstern, symmetrisch im gleichseitigen
1,55m großen Stereodreieck. Mehr lässt sich nicht machen, aber das sieht
man dann auch anhand der Bilder.

Es gibt bisher keinerlei Absorber oder akustische Maßnahmen.
Dafür bin ich vom aktuellen Klang schon positiv angetan.

2. Die nähere Zukunft:

2.1. Absorber
Ich habe noch 4 100x50x10cm Basotect Platten auf Lager, die an die Seiten
kommen um die Erstreflexionen zu bändigen. Außerdem liegt zuhause auf dem
Dachboden auch noch eine ganze Restekiste Basotect - für den Mittel-/Hochton-
Bereich bin ich also gerüstet.

Eckabsorber kann ich leider nicht stellen, aber an der Decke bieten sich durch
die verkleideten Balken 2 je 20cm hohe, über die volle Raumbreite reichende
"Kästen" an. Hier soll Steinwolle rein, dazu brauche ich dann aber noch ein
paar Tipps (später mehr).

Sollte sich messtechnisch eine ganz fiese Mode finden, wäre auch der Bau
eine Helmholtzresonators eine Option. Holzwerkstatt ist auch vorhanden.

2.2. Raumkorrektur
Geplant ist, nach entsprechender Optimierung der Raumakustik den "Rest" mit
"DRC" zu entzerren. Das habe ich schon am Schreibtisch mit Erfolg im Einsatz
gehabt. Eine Lösung mit Frequenzweiche über den PC habe ich mir wegen der
hohen Komplexität erstmal aus dem Kopf geschlagen. Geld für Software ist
erstmal nicht eingeplant, da zuviele andere Baustellen offen sind.

3. Fernere Zukunft

3.1. Integration Schallplattenspieler
Sehe ich da Kopfschütteln

Trotz meiner gerade mal 30 Lenze kann ich nicht von diesem technisch
mangelhaften Medium lassen. Ich bin von der "Gucken und Anfassen"-Fraktion
und liebe das Ritual. (Ans Regal gehen, Platte aussuchen, auflegen, Staub
runterbürsten - und gucken wie sich's dreht )

Spätestens hier muss dann neue Audio-Hardware für den PC ran, schließlich
muss ich erstmal AD-wandeln und anschließend falten.

3.2. Eigener "Musik-PC"
Hier habe ich nur sehr unkonkrete technische Vorstellungen, dafür aber einige
Ideen zum Konzept: Kleine, stromsparende Kiste, ext. Soundinterface, Bedienung
über Tablet .... OS, Hardware, Software ... alles noch Fragezeichen.

______________________________

Soweit erstmal - das nächste Mal folgen hoffentlich Bilder, mit Sicherheit aber
Messungen (die ich auch gleich komplett irgendwo hochladen werde.)

Bis bald
Sathimas


[Beitrag von Sathim am 11. Okt 2014, 23:19 bearbeitet]
MicroMagic
Stammgast
#2 erstellt: 12. Okt 2014, 17:02

3.2. Eigener "Musik-PC"
Hier habe ich nur sehr unkonkrete technische Vorstellungen, dafür aber einige
Ideen zum Konzept: Kleine, stromsparende Kiste, ext. Soundinterface, Bedienung
über Tablet .... OS, Hardware, Software ... alles noch Fragezeichen.


So einen habe ich mir gerade zusammengebaut...

STREACOM-HTPC-AUDIO-COMPUTER
http://www.hifi-foru...ead=4&postID=390#390

Gruß

MicroMagic
Sathim
Inventar
#3 erstellt: 20. Jan 2015, 10:13
Nachdem nun schon viel Zeit vergangen ist, will ich dieses Thema endlich
mit mehr Inhalten füllen.

Das Konzept hat sich etwas verändert, da der Raum am Ende doch einfach
ein Stück zu klein ist - ich kann meine Anlage nicht frei stellen.

Der notwendige Kompromiss besteht darin, dass die LS auf den Schreibtisch
müssen - allerdings stehen sie eben auf den äußersten Ecken, so dass sich
ein 1,70m Stereodreieck ergibt und die Tischplatte nicht im Wege ist.

Aktuell stehen dort meine Adam A5, unterstützt vom KS-Digital RiPol.
Meine Focal Solo 6 BE werde ich dann mittelfristig verkaufen und dafür ein
Paar Neumann KH120 kaufen um die Adams zu ersetzen.

Vorteil dieser Aufstellung ist, dass ich die Anlage wirklich symmetrisch stellen kann
und auch die Seiten des Raumes zumindest bis auf Höhe des Hörplatzes absolut
symmetrisch gestalten kann. Auch für ein Paar Superchunks wäre nun Platz.

Zunächst mal 2 Messungen:
f-gang
Wasserfall bis 500ms
wasserfall

Die Raummoden kann man sehr schön sehen, insgesamt ist der Nachhall im
Tieftonbereich aber (zumindest für meine Begriffe) für einen unbehandelten
Raum schonmal gar nicht so schlecht.

Mit der Aufstellung des Subs will ich noch etwas experimentieren, aktuell steht er
unter dem Schreibtisch. Für "exotischere" Positionen wie z.B. neben dem Hörplatz
oder dahinter fehlt es mir gerade an langen XLR-Kabeln

Da jedoch die Zeit für Basteilen sehr knapp ist und die Prioritäten leider
noch einige Monate anderswo liegen müssen, bin ich doch schwach geworden
und habe einen Acourate Lizenz gekauft.

Zunächst mal die Ausgangsdaten von Acourate:
Rohdaten

Und hier das Ergebnis der zweiten, immernoch "quick'n dirty" Messung:
inkl. IACC

Das erste Ergebnis ist, nach zwei Stunden intensivem Musikhören, wirklich Klasse!
Vorher habe ich ja die "DRC"-Freeware von Denis Sbragion genutzt, die schon
einen sehr deutlichen Effekt brachte, aber die Raummoden einfach nicht ausreichend
in den Griff bekam - es klang untenrum weiterhin matschig (Meckern auf hohem Niveau).

Mit Acourate ist insbesondere die Durchhörbarkeit im Bass nochmal wesentlich besser,
viele Bassdetails die ich sonst nur auf guten Kopfhörern gehört habe (und davon besitze
ich ja einige) sind nun auch über die LS hörbar.

Im Laufe des Tages werde ich auch endlich ein paar Bilder des Raumes posten.
Sathim
Inventar
#4 erstellt: 20. Jan 2015, 22:19
IMG_2932
IMG_2933
IMG_2934
IMG_2935

Ein wenig dunkel gerate, aber man kann sich ein ganz gutes Bild vom Raum machen.
Sathim
Inventar
#5 erstellt: 21. Jan 2015, 11:00
etc links
etc rechts
Sathim
Inventar
#6 erstellt: 28. Jan 2015, 21:09
Und weiter geht die One-man-show:

Heute sehr günstig 8 Vicoustic Wavewood
ergattert, die kommen nächste Woche mit der Post.

Außerdem die Seiten-Absorber in einen Holzrahmen
gesteckt, der für vier cm Wandabstand sorgt und
das Ganze neu bespannt - sieht tausend mal besser aus.


[Beitrag von Sathim am 28. Jan 2015, 21:34 bearbeitet]
Dadof3
Moderator
#7 erstellt: 29. Jan 2015, 00:15

Sathim (Beitrag #6) schrieb:
Und weiter geht die One-man-show

Ich wollte dich nur wissen lassen, dass die Show auch mindestens einen Zuschauer hat.
Bislang hatte ich nur noch nix zu kommentieren.
Sathim
Inventar
#8 erstellt: 29. Jan 2015, 00:54
Ah - na immerhin
Die "Beobachter" werden ja vom Forum nicht angezeigt.

Sobald mal wieder ausreichend Tageslicht kommt (Mistwetter...) werde ich auch
ein paar hellere Bilder vom Raum reinstellen - mit den neuen Absorbern natürlich.

Von den Wavewoods werden zunächst je 3 in die Ecken hinter die LS wandern.
Links kann ich ja leider aufgrund der "Ausbeulungen" (geht ne Treppe drüber lang)
nicht bis an die Decke gehen - rechts ginge das. Unsymmetrisch absorbieren ist
aber auch nicht das wahre. Auf der anderen Seite - wohin mit den übrigen zwei
Panels? Fragen über Fragen

Ich werde einfach mal ein wenig testen und die Messungen natürlich auch hier
online stellen. "Eigentlich" wollte ich ja Superchunks in die Ecken setzen.
An DIY-Können mangelt es wahrlich nicht - aber eben an Zeit. Ich bin also
sehr gespannt, wie stark die Wavewoods wirken. Trotz längerer Suche habe ich
nur eine einzige Messung gefunden, die ganz gute Ergebnisse zeigte.

Den Hohlraum dahinter kann ich ja dann immernoch verfüllen.

EDIT: Bilder

Der Raum nochmal mit Licht
IMG_2961
IMG_2957
IMG_2956

Und mal zwei Nahaufnahmen der Absorber, gibt ja immerwieder die Frage,
womit bezogen werden soll. Ich habe hier erstmals Satin-Molton verwendet,
was auf einer Seite glatt ist und somit (finde ich) deutlich hochweriger aussieht.
Habe aber auch ne ganze Weile gebügelt, bis das so glatt war!
IMG_2959
IMG_2958


[Beitrag von Sathim am 29. Jan 2015, 18:06 bearbeitet]
Sathim
Inventar
#9 erstellt: 02. Feb 2015, 00:43
Heute mal ein bisschen Zufall:

Dieses WE bin ich zuhause auf dem Dachboden zufällig auf einen vor
ca 4 Jahren eingelagerten, damals zusammengestümperten Helmholtz-Resonator
gestoßen, ich mal für meine Studentenbude gebaut und nach Gehör abgestimmt hatte.
1. Zufall

Dunkel erinnerte ich mich, dass die damals angepeilte Frequenz irgendwo
da war, wo ich jetzt auch Probleme habe. Im Hörraum dann nochmal mit dem
Sinusgenerator die Abstimmfrequenz gesucht: 75 Hz!
Passt wie der **sch auf den Eimer dachte ich mir - 2. Zufall.

Also den guten Helmi vom Dachboden gerettet und an diversen Positionen
im Raum in diversen Ausrichtungen gemessen. Gebaut war er damals auf
ein Innenvolumen von 54l bei 30x30x60 Innengröße. Mehr aus Spaß habe
ich ihn dann in das untere Fach meines Schreibtisches gesteckt - wo er saugend
reinpasst - 3. Zufall Tatsächlich ist dort der Effekt am besten.

Nungut, genug Gelaber - Bilder: (Glättung ist je 1/48tel)
Links:
f-gang links mit und ohne helmi
Rechts:
f-gang rechts mit und ohne helmi
Links:
wasserfall links mit und ohne helmi
Rechts:
wasserfall rechts mit und ohne helmi

Weg ist die Mode zwar lange nicht - aber für gerade mal 54l finde ich den Effekt schon
beachtlich - ohne Glättung ausgemessen zieht er 4dB raus und glättet zusätzlich
auch noch ein paar weitere kleine Täler und Berge.

Die Vicoustic Wavewoods kommen morgen an, dann heißt es erstmal basteln.
Weitere Messungen folgen in ein paar Tagen.

Zum Abschied vom Wochenende werfe ich mal noch ein Stichwort in den Raum:
Virtueller Gegenbass

Damit werde ich versuchen, der 40Hz Mode zu Leibe zu rücken, da hier die
Wavewoods kaum wirken werden.


[Beitrag von Sathim am 02. Feb 2015, 00:45 bearbeitet]
Sathim
Inventar
#10 erstellt: 04. Feb 2015, 12:56
Mal wieder ein Update:

Die Wavewoods sind da, können aber aktuell noch nicht korrekt montiert werden.
Der Vorbesitzer hat an der Rückseite sehr stabile Aluwinkel angeklebt, die eine
passende Über-Eck-Monate unmöglich machen - die muss ich erst ein bisschen
abflexen, was ich am WE tun werde.

Momentan sind sie nur provisorisch in die Ecke gestellt und haben mindestens
2cm Luft an den Seiten, was die Funktion natürlich beeinträchtigt.

Hier mal Messungen:
l + r mit wavewoods
l + r ohne wavewoods

Am Wasserfall sieht man nicht viel - daher keine Bilder bis zur korrekten Montage.
Was jedoch auffällt, ist dass die Frequenzgänge wesentlich einheitlicher sind.
Auch beim Hören (was ja das wichtigste sein sollte) zeigt sich schon ein pos. Effekt.

Noch zwei weitere Bilder, ich habe die ETC neu gemessen und besser dargestellt:
etc links
etc rechts

Hier habe ich nun eine Frage:
Die Reflexion bei 2,67ms entspricht einer zusätzlichen Strecke (zusätzlich zu den
170cm zwischen Ls und Ohr) von 91,5cm. Ich spanne jetzt also eine Schnur
zwischen HT und Hörplatz die 2,615m lang ist und gucke, wo die Reflexion herkommt?

Habe ich das korrekt verstanden?

Ansonsten schwirrt mir grad ein LPA für die tiefe Raummode im Kopf herum, mal sehen.
icebaer72
Stammgast
#11 erstellt: 04. Feb 2015, 16:02

Sathim (Beitrag #10) schrieb:
Hier habe ich nun eine Frage:
Die Reflexion bei 2,67ms entspricht einer zusätzlichen Strecke (zusätzlich zu den
170cm zwischen Ls und Ohr) von 91,5cm. Ich spanne jetzt also eine Schnur
zwischen HT und Hörplatz die 2,615m lang ist und gucke, wo die Reflexion herkommt?

Habe ich das korrekt verstanden?

Absolut. So wird es gemacht
Sathim
Inventar
#12 erstellt: 09. Feb 2015, 23:00
War am ehesten der Fußboden - den Teppich etwas verrutscht und neu gemessen,
schon war der Peak nicht mehr da Passt auch von der Distanz her.

Sonst gibt es bisher nix neues, am Freitag geht's in die Werkstatt um einen
Helmi für die 38Hz Mode zu basteln.
Sathim
Inventar
#13 erstellt: 16. Feb 2015, 16:59
l nach optimierung
l vor optimierung
links
r nach optimierung
r vor optimierung
rechts

Glättung je 1/24tel
Wasserfall bis 500ms, sind ja schließlich nicht im Studio hier

Habe einen 95l Helmi flach an der Wand hinter dem Schreibtisch montiert.
Ewig mit der Abstimmung und Position experimentiert, was sehr schwer war,
da ich oft beide Helmis verschieben musste - es war wie Pest oder Cholera...
Dann habe ich einfach aus Lust und Laune einen 1cm starkes Stück Basotect
vor die Öffnungen des großen Helmis gestellt und nicht schlecht gestaunt,
als meine Mode nun endlich ganz deutlich schrumpfte.

Außerdem die ganze Anlage ca. 15cm vor, das Stereodreieck von 165 auf ~150cm geschrumpft.
Das hat viel dazu beigetragen, das große Loch zwischen 40 und 60 Hz aufzufüllen.

Insgesamt habe ich heute und gestern bestimmt 100 Sweeps gehört...

Mit den Wavewoods bin ich aktuell noch nicht vorangekommen.
Aktuelle Messungen sind ohne.

Ganz nebenbei:
Im Verlauf konnte ich schön sehen, wie ein Bedämpfen der ~38Hz Mode auf die 75Hz
Mode mit schrumpfte - ist schließlich die erste Harmonie davon.


[Beitrag von Sathim am 16. Feb 2015, 17:02 bearbeitet]
Dadof3
Moderator
#14 erstellt: 17. Feb 2015, 20:06
Das sieht bezüglich dieser einen Mode schon recht gut aus - aber insgesamt ist es ja immer noch recht unruhig, daher die Frage, ob es im Hörtest auch besser klingt - und wenn ja, wie viel besser?
Sathim
Inventar
#15 erstellt: 18. Feb 2015, 14:41
Nun, ich weiß nicht wie versiert du im Lesen solcher Diagramme bist,
aber es hat sich schon deutlich mehr getan als nur eine Mode geglättet.

Auch die 75Hz und in geringerem Maße die 60Hz Mode klingen schneller
ab und sind um 4 bis 5 dB im Pegel reduziert.

Der Frequenzgang ingesamt ist deutlich ausgewogener geworden.
Es sieht immernoch "unruhig" aus, das stimmt - allerdings sind die
Graphen auch mit 1/24tel Oktavweite geglättet - das ist eine sehr feine
Auflösung - das menschliche Gehör nimmt dieses kleinteilige Gezappel
viel gröber wahr. Auch meine y-Achsenskalierung ist recht klein gewählt.

Normalerweise werden solche Graphen gezeigt:
schöner graph

Schöner, oder? Zeigt aber quasi den gleichen Frequenzgang.

Glättung 1/12tel (dem Hörempfinden näher) und die Skalierung der y-Achse
schön groß, dann sehen die Pegelsprünge auch gleich viel kleiner aus

Um aber die Wirkung von Akustikmaßnahmen zu beurteilen, macht eine
detaillierte Darstellung mehr sinn. Insbesondere da bei zu grober Glättung
auch schnell mal 2 Raummode zu einer verschmolzen werden und man
sich dann wundert, warum der korrekt abstimmte Resonator nicht wirkt.

Der Gewinn ist auf jeden Fall hörbar - für mich hat sich der Aufwand gelohnt.
(~40€ Holz und Dübel, ca. 2h Arbeits fürs Verleimen mit Lamellos)
Die Durchhörbarkeit im Bass ist auf jeden Fall besser geworden, allerdings
muss im kritischen Bereich zwischen 60 und 100Hz noch was passieren.
Da bin ich allerdings noch am basteln.


wie viel besser?

Was erwartest du hier?

- "50% besser?"
- "Mehr Schwärze"
- ...



Was steckt hinter deiner Frage?


Heute habe ich die Kanten des Helmis noch geschliffen und das Gehäuse
somit für die Farbe fertiggemacht, morgen wird er dann mit Wandfarbe
geweißt - soll ja möglichst wenig auffallen.

Nun bin ich noch extrem gespannt, wie sich ein weiterer Aspekt auswirken
wird - der Abstand zur Rückwand... Bisher hatte ich ihn direkt an der Wand,
will nun aber doch lieber ca. 2cm Distanz lassen, da die Wand an die kalten
Kellerräume grenzt und wir dort unten (wenn auch an anderer Stelle) eh
schon Feuchtigkeitsprobleme hatten...


[Beitrag von Sathim am 18. Feb 2015, 18:58 bearbeitet]
Sathim
Inventar
#16 erstellt: 23. Feb 2015, 15:58
So, wieder viele viele Messungen später...

Inzwischen habe ich die Wavewoods korrekt montiert und war von der Wirkung
erstmal enttäuscht - eine sichtbare Wirkung hatte ich nur bei etwa 80 bis 350Hz,
auch dort nicht berauschend...

Jedenfalls habe ich mich dann daran gemacht, den Hohlraum dahinter mit
Basotect zu befüllen, davon hatte ich noch sehr viele ungleichmäßig große und
meist ca 1cm starke Platten.

Ach dass hat jetzt keinen massiven Gewinn im Bass gebracht, aber immerhin
meine zuvor recht deutliche 90Hz Mode eliminiert.
Insgesamt sind die Unterschiede in den Wasserfalldiagrammen nicht
weltbewegend, ich tue mich schwer, es vernünftig darzustellen.


Was sich allerdings deutlich zeigt, ist eine Beruhigung des Mitteltonbereichs

Links vor und nach Eckarbsorbern
Rechts vor und nach Eckarbsorbern

Hier nochmal die RT60 - berechnet von Acourate - verglichen sind jeweils
der Urzustand (nur 10cm Basotect an den Seiten) mit dem aktuellen Zustand.
(Neue Aufstellung, Helmis, Eckabsorber, Basotect seitlich 4cm Wandabstand)

Links:
RT60 links Urzustand vs aktuell
Rechts:
RT60 rechts Urzustand vs aktuell

Das sieht schon gut aus


Wie geht es nun weiter?

Zunächst mal will die "Kassette" an der Decke über dem Hörplatz noch mit
Absorbern bestücken, wie ich schon erwähnt hatte. 20cm Sonorock über
die gesamte Raumbreite.

Damit hoffe ich die 60Hz Mode ein wenig zu mildern, da es sich hier um eine
Vertikalmode handelt. Sollte sie mich weiterhin ärgern, könnte ich noch oberhalb
des rechten LS, der diese Mode deutlich stärker anregt, einen Resonator
(am ehesten Lochplattenreso) an der Decke befestigen.

Für die neuen Absorber brauche ich erstmal wieder Zeit in der Werkstatt, mal
sehen wann das klappt, mir sitzen etliche andere Sachen im Nacken.

Ansonsten würde ich mich natürlich über weitere Kommentare freuen.
Sathim
Inventar
#17 erstellt: 23. Feb 2015, 17:15
Hier mal noch zwei Bilder vom Raum:

IMG_20150223_145253
PANO_20150223_145417

Es wirkt immernoch sehr steril, die Wavewoods bringen aber
schon ein bisschen Abwechslung rein. Der Raum insgesamt wirkt aber
deutlich freundlicher, wenn man drinsteht.

Über dem Schreibtisch kommt
auf die volle Breite noch ein schmales Regal, auf dem LPs stehen werden.

Das Regal sowie das noch kommende Rack werden aus 26mm Kirsch-
Leimholz (von mir) gefertigt - wenn ich mal Zeit dafür finde.
Das passt (geölt) super zum Farbton der Wavewoods, mit ein paar weiteren
Regalen usw. wird sich dieses Holz durch den ganzen Raum ziehen.
mwiemikel
Stammgast
#18 erstellt: 23. Feb 2015, 20:30
Na, der Raum wird doch......der soll ja auch nicht englischen Damen zum Teetrinken dienen. Also muss er ja auch nicht sooo gemütlich sein

Jetzt aber mal was anderes:

a) wie und wo bekomme ich denn im REW diese ETC-Auswertung um die Erstreflektionspunkte zu "suchen"?

Wie hier: e

b) Da ich mich ja nun selber die letzten Tage und Wochen mit meinem Raum beschäftige und langsam anfange die REW Auswertungen zu verstehen.
Da ist doch aber auch noch ne ganz schöne Nachhallzeit über alle Frequenzen drin, oder?
Ist das soviel "besser" als bei mir?? (Nein, ich meine das nicht als Wettstreit )

Hmmm....oder deute ich da etwas falsch?
Sathim
Inventar
#19 erstellt: 24. Feb 2015, 09:45
Nun, meine optischen Ansprüche sind nicht so hoch wie die akustischen,
aber schick soll es schon werden. - Wird aber noch.

Zur ETC:
ETC links

Hier solltest du alle relevanten Einstellungen abschreiben können.

Da ich einmal dabei bin, hier noch die aktuellen ETC-Diagramme:
ETC links
ETC rechts

Schon besser, die Feinheiten gehe ich an, wenn die Decke behandelt ist.

Zu b)

Bei mir ist die Nachhallzeit gleichmäßiger, insbesondere im Mittel- und Hochtonbereich,
dafür bist du im Bass besser dran als ich - so geringe Abklingzeiten werde ich hier
kaum erreichen, da ich nicht mit soviel Steinwolle arbeiten kann.

Aktuell würdest du aber lieber bei mir als bei dir Musik hören wollen, da die
Homogenität sehr wichtig ist - und die ist hier aktuell schon deutlich besser.
Da kommst du aber auch noch hin.
icebaer72
Stammgast
#20 erstellt: 24. Feb 2015, 10:55

mwiemikel (Beitrag #18) schrieb:
a) wie und wo bekomme ich denn im REW diese ETC-Auswertung um die Erstreflektionspunkte zu "suchen"?

Das sieht man auch einfach bei "Overlays" (der Knopp oben in der Mitte) und dort im Reiter "ETC".
Da dann die Zeit von 0ms bis 25ms einstellen.
mwiemikel
Stammgast
#21 erstellt: 24. Feb 2015, 11:35
Ich danke euch erst einmal für die hilfreichen Angaben hinsichtlich ETC.....werde ich mir heute abend zuhause mal anschauen und mich damit einmal auseinandersetzen.....

Vielen Dank dafür...

Ja, was die Homogenität belangt, bist du bzw. dein Verlauf besser dran.....aber, wie du schon sagtest, ich bin ja noch nicht am Ziel angekommen
Sathim
Inventar
#22 erstellt: 26. Feb 2015, 15:17
Ein bisschen OT:

Heute neu: Micro Seiko DQ41

IMG_3021
IMG_3022
IMG_3023
IMG_3025

Gebraucht zu einem guten Kurs bekommen.
Jetzt muss ich mir nur noch Gedanken machen,
wie ich das Signal am besten in den PC bekomme,
um es dort zu falten.
Sathim
Inventar
#23 erstellt: 04. Mrz 2015, 17:28
Aktueller Stand:

1. Neuen Tonabnehmer für den Micro besorgt, recht günstig Grado Prestige Gold geschossen,
was auch optisch sehr gut passt - beim Sound bin ich zunächst mal gespannt.

2. Weitere Experimente mit Acourate:
Nachdem der "virtuelle" Gegenbass für mein Problem nicht in Frage kam,
habe ich mit Vorfiltern experimentiert und kann die lästige 59Hz Mode damit
tatsächlich ganz gut entschärfen.

Gemessen habe ich logsweeps mit dem Acourate Recorder, auf die mit den zuvor
errechneten Filterdateien gefaltet wurden. Die Sweeps kann man dann exportieren
in in REW weiter aufarbeiten.

Wasserfalldiagramm:
Wasserfall - Messung - Rot - ohne SFI - Blau - mit SFI

RT60 mit Acourate-Filtern gemessen:
RT60 mit und ohne Vorfilter rechts

Das ganze macht sich auch beim Hören deutlich bemerkbar, da der Nachhall im
Bass nun relativ homogen ist - zum einen über den Frequenzverlauf an sich,
außerdem nun auch zwischen links und rechts.

RT60 L+R mit Vorfilter
RT60 L+R ohne Vorfilter

Problem ist aktuell, dass ich bei den Vorfilter irgendwas falsch gemacht habe,
so dass ich im korrigierten Bereich ein Plus an Pegel habe, aber da bin ich mit
Uli dran.

Heute Abend geht's, wenn alles klappt, in den Baumarkt:
Ich hole Holz und Sonorock, um die Deckenabsorber endlich anzugehen.
Anna_Tanke
Inventar
#24 erstellt: 04. Mrz 2015, 19:13
Das sieht doch langsam richtig gut aus - ich lese weiter still mit.
YamahaM4
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 04. Mrz 2015, 21:51
Wow, respekt vor deiner ganzen Messtechnik und dem know how, es stellt sich mir nur die Frage ob man in diesem Streben nach absoluter Perfektion mal ganz gechillt Musik hören kann und zufrieden ist ?!

Mir wäre das alles bissl too much, wenn es für meine Ohren gut klingt bin ich zufrieden und würde nie meine ( mit Sicherheit suboptimale) Raumakustik mit Elektronik geradebiegen.

Aber jeder nach seiner Facon

LG

Chris
Sathim
Inventar
#26 erstellt: 05. Mrz 2015, 02:28

ob man in diesem Streben nach absoluter Perfektion mal ganz gechillt Musik hören kann und zufrieden ist ?!


Och - chillen geht hier super
Ich bin allein schon deswegen zufrieden, dass ich es mit gerade mal
30 Jahren geschafft habe, mir den Traum von einem eigenen Musikzimmer
zu erfüllen. War auch ein harter Kampf mit meiner Frau
Ich liebe es, spät in der Nacht hier unten zu hocken und ganz ohne Sorge
um Kind und Nachbarn die Bude beben zu lassen. Eine bessere Lage in
einem Mietshaus hätte ich nicht bekommen können.

Es ist eben eine Typ-Frage.
Ich bin (Schul-)Mediziner und lebe in einer äußerst rationellen Welt, bestimmt
von Messwerten, Referenzbereichen. Zudem kann ich das Erbe von zahlreichen
Handwerksmeistern und Ingenieuren in der Familie einfach nicht leugnen.

Ich messe und vermesse gerne, freue mich, wenn ich etwas verbessern konnte.
Reine Messwertkosmetik betreibe ich aber ganz sicher nicht, der Aufwand muss
sich schon lohnen - und bisher ist das mit jedem Schritt der Fall gewesen.


und würde nie meine ( mit Sicherheit suboptimale) Raumakustik mit Elektronik geradebiegen.


Warum?

Auf dem Trip war ich auch, bis ich gelernt habe, was der Raum mit der schönen
Anlage anstellt. Aber wie du siehst, bearbeite ich ja soweit es irgendwie geht erstmal
den physikalischen Teil, ehe die Elektronik zum Zuge kommt.
Acourate ist auch nicht darauf ausgelegt, einen schnurgeraden Frequenzgang
hinzubiegen, sondern genau das auszumerzen, was einer natürlichen Musikwiedergabe
im Wege steht. DSP-Lösungen, die den Klang verhunzen, habe ich auch schon gehört.
Acourate ist aber definitiv ein anderes Kaliber - hier kann ich nur Gewinn, keinerlei
Verlust am Klang feststellen.

Und um es nochmal ganz deutlich hervorzuheben:
Der Raum soll nicht so nackt und steril bleiben!

Aber ich mache eben erstmal den Pflicht-Teil, dann die Kür.

Heuten Abend habe ich ein 2 m langes "Regal" aus Kirsche gefertigt, das über den
Schreibtisch kommt und dann 6 LPs stehend präsentieren wird. Auch an anderer
Stelle werde ich die Hauptsache, nämlich die Musik bzw. die Tonträger noch
in Szene setzen - aber alles zu seiner Zeit.

Neben dem LP-Regal habe ich die Rahmen für die Deckenabsorber sowie
deren Befestigungsschienen fertiggestellt, sodass ich die morgen zusammenbauen
und befüllen kann. Leider habe ich es verpasst, Stoff zum Bespannen zu bestellen,
so dass die Fertigstellung wohl eher erst nach dem Urlaub, also Mitte März, was wird.
YamahaM4
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 05. Mrz 2015, 02:50
Okay, aber irgendwie komme ich nicht ganz mit.
Du betreibst zuerst Raumtuning und dann kommt die Elektronik?
Das würde im Umkehrschluss bedeuten dass wenn Du dir dann vernünftige Elektronik angeschafft hast das Spiel mit der Raumakustik erneut beginnt, da wechselnde Elektronik ja auch die akustischen Parameter ändert.

Aber was solls, einige finden es einen tollen Bestandteil ihres Hobbys täglich 2 mal den Transrotor abzustauben und Du misst eben gerne - jedem Tierchen sein Pläsirchen

LG

Chris
Sathim
Inventar
#28 erstellt: 05. Mrz 2015, 15:56

da wechselnde Elektronik ja auch die akustischen Parameter ändert.


Nun, das ist nicht richtig.

Die akustischen Parameter des Raum sind durch seine Maße und Geometrie
physikalisch vorgegeben und immer gleich.

Ich denke du hast auch nicht verstanden, wo die Korrektur durch Acourate ansetzt.
Die erfolgt noch vor dem DAC, also rein auf digitaler Ebene.
YamahaM4
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 05. Mrz 2015, 16:02
Ich bin kein so großer Fan von Klangverbiegern und möchte die Musik so genießen wie Sie aufgenommen resp. Gemastert wurde.
Die Raumparameter sind fix und werden durch andere Elektronik nicht beeinflusst, jedoch werden andere Schallwandler oder ein Verstärker dein gesamtes Klangbild wieder beeinflussen und Du wirst evtl. Wieder korrekturen durchführen müssen um alles linear zu bügeln.

LG
Anna_Tanke
Inventar
#30 erstellt: 05. Mrz 2015, 16:48
Nur weil du krank auf der Couch liegst musst du nicht alles schlecht reden.

Spaß beiseite:

Warum nennen wir den "Klangverbieger" nicht kurz "Problemlöser der 2. Ordnung"? Das klingt erstens wesentlich netter und beschreibt es zudem auch noch präziser. Das Ziel die Musik so zu erleben wie sie aufgenommen wurde ist, denke ich unser aller Interesse. Warum verwehrst du dich dagegen, wenn die "Problemlöser der 1. Ordnung", namentlich die raumakustischen Maßnahmen, entweder nicht ausreichend oder wie in den meisten Wohnräumen schlicht unerwünscht sind, mit den "Problemlösern der 2. Ordnung" zu ergänzen.

Wenn man dieses Hilfsmittel mit einem gewissen Gefühl verwendet und nicht über den gesamten Frequenzbereich "glattbügelt" kann speziell den Bassbereich immens verbessern ohne sich die Charakteristik der Lautsprecher zunichte zu machen.

So lange die Lautsprecher an der selben Position stehen sollte sich, beim Tausch selbiger, nicht all zu viel ändern, abgesehen vom Bass. Denn sowohl die Raumparameter, als auch die Punkte der Erstreflektion bleiben die selben. Und was den Bass angeht, dann misst man eben noch mal, das geht doch fix.

Wie ein anderer Verstärker das Klangbild beeinflusst kann ich nicht nachvollziehen.
YamahaM4
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 05. Mrz 2015, 17:16
Vielleicht bin ich da zu konservativ oder puristisch, aber ich versuche schon Seit eh und je die Signalwege an meiner Kette so kurz wie möglich zu halten ( ob digital oder analog).
Ich nutze auch keine Klangregelung und lasse ohne jegliche Messtechnik nur mein Gehör entscheiden.
Ich höre auch nicht 200 Kabel gegeneinander, ich habe so viel Elektroniknbei mir zuhause getestet bis ich das gefunden habe was für meine Ansprüche am besten passt und damit lebe ich sehr gut und fühle mich in meinem Hörraum in unserem Haus sauwohl.
Ich Investiere lieber Geld in Vinyl und CD's und genieße diese dann abends bei gedimmtem Licht und lasse den meistvstressigen Tag revue passieren....


LG

Chris
Dadof3
Moderator
#32 erstellt: 10. Mrz 2015, 09:23

YamahaM4 (Beitrag #29) schrieb:
Ich bin kein so großer Fan von Klangverbiegern und möchte die Musik so genießen wie Sie aufgenommen resp. Gemastert wurde.

Du widersprichst dir. Gerade, wenn du Musik so hören möchtest, bringen dich diese "Klangverbieger" diesem Ziel näher.

Dass so manche Hifi-Puristen der alten Schule eine ganze Zeit lang brauchen, um die Jahrzehnte lang antrainierten Paradigmen über Bord zu werfen, ist völlig normal.
tcherbla
Inventar
#33 erstellt: 12. Mrz 2015, 17:06
Hallo Chris,

wie kommst Du darauf, dass Du mit Deiner puristischen Kette an der Klangwahrheit am nächsten dran bist ?
Dein Raum verbiegt so viel, dass es gar nicht möglich ist, die Musik so zu reproduzieren, dass sie dem Master nahe kommt.
Acourate ist kein Klangverbieger, sondern korrigiert so, dass es sich richtiger anhört.
Das ist dasselbe, als wenn Du ESP und ABS im Auto verteufelst. Natürlich müssen auch die Autokonstrukteure ihre Hausaufgaben machen und sich nicht auf die Regeltechnik allein verlassen. Je weniger geregelt werden muss, um so besser. Deshalb wird auch erst der Raum akustisch bearbeitet um dann anschließend die Feinabstimmung der Elektronik zu überlassen.

@ Sathim : Respekt, wie klar strukturiert Du die Sache angehst
Und die Messwerte zeigen klar eine positive Richtung. Und an die Zweifler, die hier mitlesen : Ja, anhand der Eckdaten kann man schon erkennen, ob es sich gut, bzw. richtig anhört oder nicht.

Gruß
Peter
Sathim
Inventar
#34 erstellt: 12. Mrz 2015, 19:52
@Peter:

Danke für die aufmunternden Worte!

Morgen Abend fange ich an, die Decken-absorber zusammen zu bauen.

Außerdem habe ich heute ein Focusrite Scarlett 6i6 Interface geschossen, so dass ich dann auch die Frequenz-Weiche mit Acourate umsetzen kann.
Sathim
Inventar
#35 erstellt: 17. Mrz 2015, 05:28
Kleines Zwischenupdate:

Die Kästen sind soweit fertig, der Stoff zum Beziehen kommt auch heute oder morgen.
Muss nun nurnoch eine weitere Packung Sonorock kaufen, die hat beim letzten Mal nicht mehr
ins Auto gepasst.

IMG_20150315_164559
IMG_20150315_211438
IMG_20150316_110535

Die Montage an der Decke ist noch nicht final, die angedachte Lösung mit Stricken
hängt erstens zu tief (dehnt sich zu sehr) und lässt sich auch extrem schlecht
aufhängen - selbst zu zweit.

Ich werde mir vom Baumarkt ein paar kleingliedrige Ketten mitbringen, so kann ich
die Höhe besser einstellen und die Montage ist auch deutlich einfacher.
Leider kam mir die Idee erst jetzt.

Das Focusrite ist auch angekommen, hiermit setze ich mich aber erst auseinander,
wenn die Absorber fertig sind. (Muss erstmal neue Kabel löten.)


Blöderweise habe ich mir gestern ganz schön eine ausgewischt. Beim Löcher an
der Decke bohren Staub ins Gesicht bekommen und beim Abwaschen ein Körnchen
ins rechte Auge verschleppt...

Über den Tag war das alles halb so schlimm, aber ich kann das Auge einfach nicht
für längere Zeit schließen, da es dann richtig fies wehtut. Der Fremdkörper ist nun
wahrscheinlich schon raus, aber ich bekomme keine Ruhe und kann buchstäblich
kein Auge zutun, weshalb ich um diese Zeit am Rechner sitze und tippe, statt zu
schlafen.

So was Blödes... Da bin ich nun schon Arzt und kann mir trotzdem nicht selbst helfen.
Ich war sogar schon soweit, den Bereitschaftsdienst anzurufen, aber da geht ganz
einfach mal keiner ran - auch gut, oder?

Und so schlimm, dass ich mich nachts in die Notaufnahme des Uniklinikums setzen
müsste, ist es nun auch nicht. Also werde ich wohl durchmachen und dann 7:30
in der Praxis aufschlagen...
Dadof3
Moderator
#36 erstellt: 17. Mrz 2015, 07:04
Tja, mich plagt auch gerade die Schlaflosigkeit... Willkommen im Club!

Statt Ketten könntest du für die Aufhängung auch Draht oder Stahlseil nehmen.
tcherbla
Inventar
#37 erstellt: 17. Mrz 2015, 11:15
Hallo Sathim,

Deine Uhr ist glaub ich stehen geblieben. Auf 3:28 Uhr

Gruß
Peter
tcherbla
Inventar
#38 erstellt: 17. Mrz 2015, 11:21
Hallo Sathim,

das mit den Ketten ist eine gute, flexible Lösung. So in etwa :

Kinozimmer 011

Ich habe die Holzrahmen noch mit einer Lochkreissäge bearbeitet und den Spannstoff um den Rahmen mit rumgezogen. Das ganze wird dann um einiges leichter und preiswerter, da ich beim Holz nicht so auf die Optik zu schaun brauchte.

Gruß
Peter
Sathim
Inventar
#39 erstellt: 17. Mrz 2015, 11:54
Stoff zum Bespannen kommt ja heute mit der Post.

Ich bin allerdings mit dem Auge nun erstmal ziemlich außer Gefecht.
habe jetzt eine Augenklappe und es zwiebelt noch ganz schön


[Beitrag von Sathim am 17. Mrz 2015, 20:58 bearbeitet]
Sathim
Inventar
#40 erstellt: 18. Mrz 2015, 11:49
@ tscherbla,

wie hast du verhindert, dass der Stoff durchhängt?

Ich habe da noch ein wenig Bedenken...

Mein Auge sieht schon wieder deutlich besser aus, soll noch ein paar Tage cremen
und dann wird's gut sein. Es kann also mit voller Kraft weitergehen.
tcherbla
Inventar
#41 erstellt: 18. Mrz 2015, 12:25
Hallo Sathim,

ist halt ein Spannstoff
Spass beiseite : Die Trennwandplatten, die ich eingelegt habe ruhen auf drei gleichmäßig verteilten Konstruktionsleisten (18x36 mm). Der Stoff ist herkömmlicher, relativ dicht gewebter Stoff, gleichmäßig gespannt und innen getackert. Das Ganze hängt jetzt drei Jahre.

Gruß
Peter
Sathim
Inventar
#42 erstellt: 19. Mrz 2015, 17:49
So - die Deckenabsorber hängen.
Was habe ich geschwitzt ...

Fotos gibt es aber keine, da ich aus Zeitgründen auf das Bespannen verzichtet habe.
Ich habe die Rahmen nur befüllt und Malerfolie als Rieselschutz drin, das reicht aus.
Die Optik ist jedenfalls unterirdisch...

Hier nun die aktuelle RT60, jeweils im Vergleich zum Zustand ohne die Deckenabsorber:
Links:
RT60 mit Deckenabsorbern links (vs ohne)
Rechts:
RT60 mit Deckenabsorbern rechts (vs ohne)

Gemessen jeweils mit dem Logsweeprecorder von Acourate unter Anwendung der Filter.

Das kann sich langsam echt sehen lassen.

Die Wirkung geht erstaunlich weit in den Bassbereich hinunter, selbst meine 60Hz
Mode wird noch recht deutlich bedämpft - hier bin ich positiv überrascht.
Das könnte allerdings wieder ein wenig schlechter werden, weil die Absorber
eigentlich noch höher sollen - mal sehen...

Als nächstes werden erstmal Kabel gelötet, damit das Focusrite zum Einsatz kommen
kann. Plan ist, die LS sehr steil zu trennen, um die unsymmetrische Anregung im Tiefbass
auszuhebeln und die Nachhallzeit dort noch weiter zu drücken.

Ansonsten sind noch 6 40iger Sonorockplatten über, die ich wahrscheinlich noch
an der Rückwand verbauen werde, oberhalb von 5Khz kann die RT60 schon noch'n
bisschen runter.



Achja ... Wie es klingt?



Der Unterschied ist schon gewaltig, sowohl was die Basspräzision als auch die
Raumdarstellung angeht - so krass hätte ich das nicht erwartet.
Hosky
Inventar
#43 erstellt: 19. Mrz 2015, 19:17
Das schaut ja jetzt schon richtig gut aus. Sehr konsequente Umsetzung, hier lese ich gerne mit
tcherbla
Inventar
#44 erstellt: 19. Mrz 2015, 20:02
Hallo,

Gratulation

So schön breitbandig das Ganze runter bekommen.

Die Malerfolie würde ich drauf lassen und dann bespannen. Sonst wird der Hochton durch die große Fläche zu sehr bedämpft. Spreche da aus Erfahrung.
Im Moment hast Du ja noch eine ordentliche Reflektion durch die Malerfolie im Hochton. Also erst wieder messen, wenn der Stoff drauf ist. Eventuell braucht es dann gar nichts mehr, da der Wert ab 2 Khz bestimmt noch runter geht.

Gruß
Peter
Sathim
Inventar
#45 erstellt: 20. Mrz 2015, 19:47

Reflektion durch die Malerfolie im Hochton


Das hatte ich in meinem Eifer noch gar nicht bedacht...

Ich habe halt keine Ahnung, ab welcher Frequenz dieses dünne Zeug wirkt.
Ist die dünnste die es gab, aber letztendlich doppelt gelegt.

Ich warte also erstmal noch, bis ich die Bespannung noch machen kann.


Momentan kann ich eh erstmal nur hören, da ich mit dick verbundener großer
Zehe herum-humpele, hatte heute ne kleine OP. Sehr nervig das Ganze...

Und meine Kabel kann ich auch noch nicht anfangen, weil mir noch der Sleeve
fehlt - bestellen geht grade auch nicht, da die Website des Stores spinnt...

Naja, immerhin gab's neue Musik

Unter anderem die neue Arstidir lifsins LP und das neue Sulphur Aeon Album (Auch Vinyl)
tcherbla
Inventar
#46 erstellt: 20. Mrz 2015, 19:59
Hallo Sathim,


Momentan kann ich eh erstmal nur hören, da ich mit dick verbundener großer
Zehe herum-humpele, hatte heute ne kleine OP. Sehr nervig das Ganze...


Hattest Du nicht kürzlich auch ne Augenklappe ? Bohrkrümmel ? Hammer auf den Zeh ?
Ich würd mir das nochmal überlegen, mit dem selber Handwerken

Gute Genesung

Peter
Sathim
Inventar
#47 erstellt: 20. Mrz 2015, 20:06
Das mit dem Zeh ist eine geplante Sache, ein gewachsener Zehennagel, falls es jemand genauer wissen will.

So ungeschickt bin ich nicht
Hosky
Inventar
#48 erstellt: 20. Mrz 2015, 20:21

Sathim (Beitrag #45) schrieb:

Reflektion durch die Malerfolie im Hochton


Das hatte ich in meinem Eifer noch gar nicht bedacht...

Ich habe halt keine Ahnung, ab welcher Frequenz dieses dünne Zeug wirkt.
Ist die dünnste die es gab, aber letztendlich doppelt gelegt.


Habe in meinem Wohnzimmer auch Malerfolie verwendet. Im thread in meiner Signatur findest Du einen Simulationslink. Einfach eine Packung wiegen, Flächengewicht ausrechnen, eingeben, simulieren.
Sathim
Inventar
#49 erstellt: 03. Apr 2015, 21:42
So!

IMG_20150402_163429
IMG_20150403_212427

Ich habe gestern vorsichtshalber allen Kästen noch ein Kreuz aus Angelschnur
verpasst - nicht dass die Steinwolle am Ende doch der Schwerkraft folgt ich
dann Beulen im Stoff habe ...

Das Bespannen war eine ganz schöne Arbeit - und das Bügeln vorher erst!
Aber es ist sehr schön glatt geworden, selbst flach angestrahlt sieht man nur
minimale Falten.

Die Holzstege scheinen leider im Gegenlicht auch etwas durch, aber das ließ
sich so oder so nicht verhindern. Fällt nur minimal auf.

Hängt auch alles schön grade, rechtwinklig und in Waage

Messungen mit Bespannungen muss ich bis nächste Woche schuldig bleiben,
über Ostern kommt Besuch und ich habe heute noch eine ganz schöne
Schicht vor mir, da meine mir Angetraute Nachtdienst hat ...

Mit Absorbern bin ich damit durch denke ich.
Bzw. sollte ich das nun auch wirklich sein, auch nur ein cm² mehr und ich
glaube meine Frau köpft mich dann doch - das Böse A-Wort werde ich in
den nächsten Monaten auf jeden Fall meiden müssen



PS: Es gab keine Verletzungen


[Beitrag von Sathim am 03. Apr 2015, 21:45 bearbeitet]
mwiemikel
Stammgast
#50 erstellt: 03. Apr 2015, 22:30
Gratulation........wird doch alles wirklich fein.

Und: Tolle Idee mit der Angelschnur......ich bin bei mir davon ausgegangen, dass wenn ich den Stoff nur stramm genug spanne und dann festtackere und die Basotectplatten stramm in den Rahmen setze, die Schwerkraft das ausser Kraft gesetzt ist.
Ja...Pustekuchen
Die drücken sich jetzt auch an 3-4 Stellen durch.
Mal schauen.....vielleicht werde ich die irgendwann nochmals pimpen.
ANGELSCHNUR sag ich nur
tcherbla
Inventar
#51 erstellt: 04. Apr 2015, 15:47
Suuuper
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