alte Hanseatic ausreizen, vorab mal was technisches.

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Beitrag
marbuc
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Dez 2007, 20:10
Nachdem ich mein FS-Projekt erfolgreich abgeschlossen habe, möchte ich noch etwas Bums im Auto haben. Nicht brutal, aber doch spürbar und vorallem nicht nur laut, sondern schön für die (meine) Ohren und den Bauch.
Budget wäre vorhanden, aber ich mache erst immer selber. Daher möchte ich gerne meine alte Hanseatic (Soundwave)4-Kanal brücken für den Eigenbau-SUB. Wenns nicht hinhaut, kann man ja immer noch kaufen.
Bevor hier gleich wieder einige aufstöhnen auf Grund von so einem Noname-Teil:
Die Stufe ist von Anfang der 80er und hatte mich bisher in allen 12 Autos begleitet. Der Klang ist mir bisher nie negativ aufgefallen und kraftvoll war er allemal. An den ETON im FS war sie ebenfalls sauber.
Laut Angabe auf dem Gehäuseboden macht sie 4x150Watt. Vermutlich und gehofft sind dies 4x75RMS. (Angabe: 35Amphere träge als Sicherung,was für eine maximale Aufnahmeleistung von rund 420Watt bei schon 12V spräche) Ist doch schon mal was. Bei angedachten 60% Wirkungsgrad kämen ja noch 250Watt raus. Bei 13,8V sogar 290W. (Wären dann 72,5WRMS je Kanal. Alles rein theoretisch. Den Wirkungsgrad weis ich nicht.

hier mal ein Bild


Allerdings habe ich mir mal die Leistungstransistoren angesehen und ein Datenblatt gegoogelt:
Das Paar heißt je Kanal B817/D1047. Die können max. 160V und max.12A.
Die 12A sind hier natürlich interessant...

Ich möchte ja aus den 4Kanälen auf zwei brücken. Daher habe ich das Dingen mal geöffnet. Zu den Anschlußklemmen gehen nur 4 der insgesammt 8 Leitungen von den Transistoren. Die anderen 4 sind direkt vom Massepunkt zu den Klemmen.

Die 4 Leitungen von der Platine wären dann auch meine Paare, die ich nutzen möchte:
HL+ an VL- und HR- an VR+

nun aber zu dem theoretischen, elektrischen Hintergrund. Ich lasse mich gerne belehren und hoffe gleichermaßen auf sachdienliche Hinweise, die dem Vorhaben abraten oder auch gutheißen.

Wenn ich also die Transistorpaare nicht direkt über 4Ohm Impedanz gegen Masse spielen lasse, sondern in Reihe setze, verdoppele ich doch die Spannung am Lautsprecher (LS).
Bei der gleichen Impedanz von 4Ohm fließt daher der doppelte Strom was (bei doppelter Spannung)eine Vervierfachung der Leistung bewirken würde.
Das wäre dann aber viel...

Bisheriger (berechneter) Strom, den die Transistoren maximal fließen lassen wären 4,3A. (P=RxI²) (I=Wurzel P/R) Das sollte den Transistor ja nicht jucken. Die Ausgangsspannung wäre danach (U=P/I) 17,4V

Gebrückt und mit 2x17,4V, also 34,8V fließen dann ja (I=U/R) 8,7A. Nun, wenn mal die Wärmeableitung zum Gehäuse etwas optimiert, sehe ich zumindest nich keine Probleme.

Klar sind die 4Ohm ja nur ein Scheinwiderstand. Aber sind Spulen nicht bei Wechselstrom eher geneigt die Widerstand abhänig von der Frequenz zu erhöhen? (siehe Weiche passiv...)
Wenn ich den reine ohmschen Widerstand messe, wäre ich doch auf der sichen Seite, oder? Niedriger kann der Widerstand doch nicht werden??

Hat hier wer Erfahrungswerte zu diesem Projekt und kann abraten? Hat die Stufe den LS noch unter Konrolle? Muss das Netzteil ggf. besser intern gepuffert werden? Werden die Vorstufen eventuell zu stark belastet (kaum, oder)?

300RMS je Seite wäre ja nett.
Mich juckt aber erst einmal, ob das Vorhaben Haken hat oder zu realisieren ist. So rein technisch eben.
man kann ja mal drüber reden

edit:
wenn die Stufe (und NUR die Stufe) abraucht, wäre es auch noch einen Test wert. Ist ja reparabel.


[Beitrag von marbuc am 26. Dez 2007, 20:15 bearbeitet]
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