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TEST !!! Entladen sich Batterien gegenseitig?

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Bassboost.85
Stammgast
#1 erstellt: 07. Feb 2006, 17:06
Hiermit starte ich einen Test!
Wie ihr wisst kommen immer wieder die selben Fragen zu Batterien.

Unter anderem:

1.Darf ich unterschiedliche Batterien zusammenschalten?
(Dabei ist die Ah-Zahl sowie die Bauart gemeint)
2.Entladen sich die Batterien ohne Relais gegenseitig?
3.Benötige ich ein Relais?
4.Benötige ich überhaupt eine Zusatzbatterie?

Ich möchte jetzt unter Beweiss stellen das sich Batterien NICHT gegenseitig entladen – also Punkt 1-3 behandeln! Dazu schließe ich meine Batterien (Optima Yellow Top 4,2L S und Hawker C11) parallel zusammen. Jetzt werden einige schon einen Herzinfarkt bekommen, denn wie ihr seht sind es 2 unterschiedlich große Batterien die auch noch unterschiedlicher Bauart sind! Nämlich die Hawker hat ca. 92 Ah und ist eine Reinbleibatterie und die Optima ist eine Gellbatterie und hat 55 Ah. Es geht....

Ich habe vor dem Zusammenschluss die Spannung gemessen (Die Batterien wurden vor 2-3 Wochen das letzte mal voll geladen! Sie sind also jetzt ca. zu 85-90% voll – so wie im Auto!)

Bilder:

Optima mit 12,72 V:


Hawker mit 12.65 V:


Nach dem Zusammenschluss mit 25qmm Kabel:


Beide Batterien haben nun eine Spannung von 12,67 V:


Hier sieht man bereits das bei dem Zusammenschluss ein Spannungsausgleich stattfindet!

Ich werde die Batterien jetzt 2 Wochen so zusammenlassen und alle 3-5 Tage nachmessen! Das Ergebniss werde ich dann immer hier posten! Bitte solange den Tread sauber halten!

Den Punkt 4 können wir schon jetzt behandeln!

Eine Zusatzbatterie ist NIE verkehrt! Nur ist sie vielleicht bei mancher Einsteigeranlage übertrieben! Genaue Watt-Angaben ab wann man eine Zusatzbatterie einbauen sollte gibt es für mich nicht! Bei einer starken Anlage sollte die Zusatzbatterie ganz einfach nicht fehlen. Warum zig 100 Euros für teures Equipment ausgeben und dann am wichtigsten sparen und sich dadurch Klangeinbußen bescheren? Grundlegend sollte eine ordentliche Starterbatterie verbaut werden (nicht die 6 Jahre alte Werksbatterie benutzen und keine zu geringe Ah-Zahl!) und die Verkabelung mehr als ausreichend gewählt werden! Wenn man nicht 1 dickes Kabel verlegen kann dann nimmt man einfach 2 kleinere! Generell würde ich niemals unter 25qmm gehen. Zwischen den Batterien reichen 35qmm gut aus. Von der Zusatzbatterie zu den Amps hat man ja kurze Kabelwege – somit müssen die Kabel nicht mehr ganz so stark sein! 35qmm wird wohl für die meisten Anlagen reichen. Den Querschnitt sollte man bei jeder Anlage einzeln bestimmen – die werde die ich genommen habe sind halt für die meisten Anlagen wie sie hier im Forum sind gut geeignet. Wenn die Amps direkt an der Karosserie Masse hängen muss unbedingt das Massekabel an der Starterbatterie verstärkt werden! Auch hier würde ich mind. 35qmm verwenden. Damit hat man nun schon mal eine gute Grundlage! Sollte es jetzt dennoch zu Spannungsschwankungen kommen verbaut man Caps. Dabei ist es ratsam mind. 1 Cap für jede Stufe zu verbauen. Ob die jetzt jeweils einzeln vor die Stufe gesetzt werden oder die Caps parallel und dann zusammen vor die Stufen ist erst mal egal. Als Cap nimmt man eigentlich 1 Farad Caps. Denn wenn man zwei parallel geschaltete 1 Farad Caps mit einem 2 Farad Cap vergleicht sind die parallelgeschalteten Caps schneller da sich durch die Parallelschaltung der Widerstand halbiert! So lässt sich das natürlich mit beliebig viel Farad fortsetzen!
Wenn nach dem Einbau der Caps noch Spannungseinbrüche zu verzeichnen sind dann baut eine Zusatzbatterie ein. Dabei auf Parallelschaltung achten. Eine Zusatzbatterie verstärkt die Bordspannung ungemein – soviel kann kein Cap! ABER: eine Batterie ist langsamer als ein Cap – d.h. bei Spannungseinbrüchen z.B. durch den Sub-Amp verursacht kann ein Cap viel schneller als eine Batterie reagieren und somit schneller den benötigten Strom zur Verfügung stellen! Wir reden hier von Millisekunden. Es ist also unerlässlich Caps zu verbauen! Ausnahme hierbei ist Db-Drag wo sie durch den anhaltenden Ton in kürzester Zeit leergesaugt sind und dann nur noch einen Widerstand bilden!

Bitte haltet den Tread sauber bis die Messungen vollständig sind!!! Kein unnötiges gespämme – Hinweise, Vorschläge, Verbesserungen, Danksagungen und Anbetungen sind jedoch willkommen.

Punkt 1-3 werde ich später auswerten - denn mit Beweissfotos ist es ganz einfach sinnvoller.


[Beitrag von Bassboost.85 am 07. Feb 2006, 17:11 bearbeitet]
DB
Inventar
#2 erstellt: 07. Feb 2006, 22:23
Wieso mißt Du nicht einfach den Ausgleichsstrom?

Klar, man kann Vieles parallelschalten. Ob es gut ist oder Sinn hat, steht auf einem anderen Blatt. Wenn Du zwei Akkus parallelschaltest und belastest, wird der Akku mit dem geringeren Innenwiderstand stärker belastet.

MfG

DB
Bassboost.85
Stammgast
#3 erstellt: 07. Feb 2006, 23:09
Warum sollte ich den Ausgleichsstrom messen? Zudem wird das schwierig da das ja sehr schnell geht - nur im Moment wo die Batterien zusammengeschlossen werden.

Edit:
Achso, du meinst es fließt nichts und ich soll die 0,00A fotografieren. Ja damit kann man sich natürlich die 14 Tage sparen - aber ich denke das MINIMAL ein Strom fliesst. Glaube aber nicht das das reicht um in 14 Tagen eine Batterie zu entleeren was ich ja beweissen will. Naja Danke für den Tip, werde morgen mal den Ausgleichsstrom bzw. Ruhestrom zwischen den Batterien messen!
Edit off

Das wird theroetisch durchaus so sein das die Batterie mit dem geringeren Innenwiderstand ein wenig stärker belastet wird - aber das wird in der Praxis durch die langen Kabelwege zwischen den Batterien zu vernachlässigen sein. Selbst wenn eine Batterie ein wenig mehr belastet wird ist das doch vollkommen egal. Bei der Kapazität einer Batterie und den Kurzschlussströmen die diese liefern macht das doch garnix.

Du spielst anscheinend auf die Parallelschaltung unterschiedlichen Batterien an - es ist nicht schädlich für die Batterien! Hier jetzt einen handfesten Beweis zu liefern ist schwierig - weil wie soll man das jetzt auf die schnelle beweissen? Fakt ist das viele in diesem sowie in vielen anderen Foren mit unterschiedlichen Batterien fahren seit Jahren und sich noch NIE Probleme abgezeichnet haben. Ich habe auch noch nie gehört das eine Batterie durch sowas schaden genommen hat.

MfG

Silvio
polosoundz
Inventar
#4 erstellt: 07. Feb 2006, 23:30

DB schrieb:
Wieso mißt Du nicht einfach den Ausgleichsstrom?

Klar, man kann Vieles parallelschalten. Ob es gut ist oder Sinn hat, steht auf einem anderen Blatt. Wenn Du zwei Akkus parallelschaltest und belastest, wird der Akku mit dem geringeren Innenwiderstand stärker belastet.

MfG

DB


Das ist doch klar, soll doch hier aber überhaupt nicht Thema sein! Es geht doch ALLEIN um die Frage: Entladen sich die Batterien gegenseitig im Ruhezustand bei NICHTverwendung eine Trennrelais, also direkter Parallelschaltung, alles andere ist Schnuppe für diesen Versuch...

Sehr guter Einfall übrigens das ganze mal praktisch zu "testen", Daumen hoch!

Ich werd den Thread mal für die Dauer des Versuchs auf moderiert stellen um unnötige Kommentare zu vermeiden, denke ist im Sinne aller...
maschinchen
Inventar
#5 erstellt: 07. Feb 2006, 23:52
ZU deinem Pkt 4 (oben): Dazu gibts ein gepinntes Thema hier im Elektronikbereich.

hier!
Bassboost.85
Stammgast
#6 erstellt: 08. Feb 2006, 18:59
@ polosoundz Danke! Ich hatte schon länger so einen Test vor und da jetzt erst wieder einige Treads mit Fragen dazu aufgekommen sind und meine Batterien sich eh nur langweilen bis zum Kofferraumausbau dachte ich mir ist es ein guter Zeitpunkt.

@ maschinchen Ich habe deinen Tread gesehen. Inhaltlich habe ich ja annähernd das selbe geschrieben, nur halt mit anderer Wortwahl. Du weißt ja, es kann nie genug da stehen!!!

Weiter im Test

Ich habe heute wieder die Spannung gemessen – sie ist UNVERÄNDERT 12,67V



Wie angekündigt habe ich durch den Tip von DB bei dieser Gelegenheit gleich mal den Ruhestrom zwischen den Batterien gemessen – er beträgt 0,12 mA !!! Das Foto entstand gerade in dem Moment wo das Display von 0,11 auf 0,12 mA umschaltet – sieht deshalb bissel komisch aus:



Damit dürfte schon jetzt klar sein das sich Batterien NICHT gegenseitig entladen – denn wenn kein Strom fließt kann sich auch nichts entladen.

Rechnung dazu:

Ah beider Batterien: 55Ah + 92Ah = 147 Ah
Da nicht voll geladen ca.: 118Ah
Ruhestrom 0,12 mA – sprich 0,0012A
118Ah / 0,0012A = 98333h
98333h / 24 h (sprich 1 Tag) = 4097 Tage

Geht man von einer konstanten Stromentnahme von 0,0012A aus so sind die Batterien nach 4916 Tagen entladen. Das ist aber Theorie – in Wirklichkeit verlieren Batterien über die Zeit auch Spannung und der Ruhestrom im Fahrzeug ist höher durch verschiedene Verbraucher. Selbst dann sind die Batterien aber nach 14 Tagen BEI WEITEM nicht entladen.... Diese Rechnung oben bezieht sich wirklich nur auf den Fall das die Batterien direkt parallel geschalten sind und sonst sich nichts weiter mit in dem Stromkreis befindet.

Als Vergleich – der Ruhestrom im Fahrzeug DARF BIS ZU 40mA betragen – sprich 0,04A. Dieser relativ hohe Ruhestrom setzt sich daraus zusammen das in den Fahrzeugen verschiedene Verbraucher dauerhaft mit Strom versorgt werden müssen. Dazu zählt z.B. die Alarmanlage, LEDs, Uhr, Radio-Senderspeicher, verschiedene Memory-Speicher, Steuergeräte (neue Autos haben 20 Steuergeräte und mehr verbaut – diese Steuergeräte schalten sich z.B. bei Audi nach einer gewissen Pause nacheinander gegenseitig ab um Strom zu sparen!!!!) usw....

Kleine Rechnung dazu:

Ruhestrom von 0,03A, Starterbatterie mit 55Ah – diese ist im normalen Autoalltag NIE ganz voll – sondern so ca. 80% - also gehen wir von 45 Ah aus.
45Ah / 0,03A = 1500h
1500h / 24h = 62,5 Tage

Man sieht das eine Batterie nach 62,5 Tagen VOLLSTÄNDIG entladen ist. Sprich nach 14 Tagen Ruhestand springt das Auto noch problemlos an! Der Regelfall aller Autos wird wohl so zwischen 10-30mA liegen.

Jetzt der Fall das was defekt ist!

Häufige Gründe dafür sind z.B. defekte Türkontaktschalter (vor allem Kofferraum – Licht leuchtet immer und man sieht es nicht!) oder aber sehr oft auch Handschuhfachbeleuchtung (sieht man auch nicht wenn dauerhaft an) oder aber Kabelscheuerstellen und Kabelbruchstellen im Bereich der Heckklappe bei Schrägheck usw.

Ruhestrom: 150mA – sprich 0,15A
Starterbatterie mit 55Ah – sprich 45Ah
45Ah / 0,15A = 300h
300h / 24h = 12,5 Tage

Bei diesem Fall ist es so das durch den sehr hohen Ruhestrom, zum Beispiel dadurch das die Innenbeleuchtung nicht aus ist, die Batterie nach 12,5 Tagen VOLLSTÄNDIG entladen ist. Das Fahrzeug wird also nicht mal nach 1 Woche mehr anspringen... Man sagt eine Batterie ist entladen bei 10V !!!

Dazu noch ein Hinweis – wenn eine Batterie vollkommen leer ist, ist sie im Regelfall auch hinüber! Man muss so was unbedingt vermeiden! Wenn es doch mal passiert ist ruhig versuchen sie durch ganz langsames aufladen – sprich mit wenig Ampere wieder aufzupuschen. Gibt man sofort richtig Saft drauf um sie vollzuknallen kann man sie wegwerfen. Beim laden stellt man dann auch sehr schnell fest das sie zu kochen beginnt (Säurebatterie).

Fazit:

Batterien entladen sich nicht gegenseitig. Ist die Batterie im Auto leer so ist sie defekt, die Lichtmaschine bringt nicht mehr genügend Leistung – sprich Lichtmaschine defekt oder aber der Ruhestrom ist durch andere Defekte am Fahrzeug zu hoch und entlädt somit die Batterie oder schlussendlich man bewegt das Auto nicht genügend Kilometer. Falls ihr solche Probleme haben solltet, einfach eine Klemme vom Batteriepol lösen – egal welche – und mit dem Multimeter zwischen Batteriepol und Kabel den Strom messen. Wird euch nun ein Strom von über ca. 40mA angezeigt – so geht ihr zum Sicherungskasten am Fahrzeug und zieht nacheinander die Sicherungen raus. Wenn sich nichts ändert bei einer Sicherung dann diese wieder rein und die nächste raus – solange bis ihr den defekten Stromkreis habt! Es können auch mehrere Stromkreise schuld haben! Und es kann auch sein das trotz aller gezogenen Sicherungen der Fehler nicht entdeckt wird.

Damit wäre Punkt 1,2 und 4 geklärt! Für alle Mistrauischen unter uns die mehr auf Praxis zählen als auf Theorie – ich lasse die Batterien zusammen und gebe in 1 Woche noch mal die Spannung mit Foto an!

Punkt 3:

Es wurde ja bei der Frage nach einem Relais auch oft behauptet das dadurch ein gegenseitiges entladen verhindert würde. So wir wissen aber jetzt alle das sich Batterien nicht gegenseitig entladen – sprich es ist kein Relais notwendig!
Aber: Ein Relais ist dann Pflicht wenn viel Musik im Stand – sprich bei Motor, aus gehört wird. Denn das Relais ist im Fahrbetrieb bzw. Zündung an geschlossen – es verbindet also beide Batterien. Bei Motorstillstand bzw. Zündung aus ist es geöffnet – es trennt dann die Verbindung zwischen den Batterien. Wenn man nun Musik hört wird EIGENTLICH nur die hintere Batterie von der Anlage belastet und entleert. Sprich das Fahrzeug springt dank voller Starterbatterie wieder an. Beim Musikhören im Stand wird die Starterbatterie nur mit der Innenraumbeleuchtung belastet – da ja meist dann die Türen offen sind – und mit dem Radio belastet. Beides zieht aber bei weitem nicht so viel Strom wie die Verstärker!.

Sollte man nur selten und kurz mal im Stand Musik hören – z.B. weil man 5 Minuten eher auf Arbeit ist so wie ich, dann brauch man kein Relais.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen und es ist nun alles klar.

Wie gesagt poste in 1 Woche hier noch mal die Spannung.

Sollte jetzt noch jemand ein anderer möglicher Test eingefallen sein dann ruhig melden! Ich habe die Hawker, die Optima und sonstige Säurebatterien (eigentlich alle Größen ob neu oder gebraucht) zur Verfügung!

Danke für die Aufmerksamkeit – auf wieder sehen.

MfG Silvio
Nyromant
Inventar
#7 erstellt: 13. Feb 2006, 03:22
Die Kabel sind viel zu Kurz, als das es ein 100% praktischer Versuch wäre.

Realistisch sind wohl eher knapp 11m, von Vorne bis nach Hinten inkl. Massekabel. Übergangswiderstände (z.B. bei Karosseriemasse) mal Außen vor, die das Ergebnis nochmal verändern würden.

Das Kabel hat einen Widerstand, wie ein sonstiger Verbraucher auch, nur eben viel kleiner. Dadurch müsste also ein größerer Strom fließen, als es bei in deinem Versuch der Fall ist.

(Wollt das grad ein bissl in Formeln packen, bekomms aber nich gebacken :cut)
Bassboost.85
Stammgast
#8 erstellt: 13. Feb 2006, 15:56
Richtig - es ist nicht zu 100% so richtig, aber auch bei einer Kabellänge von 5m jeweils würden sich die Batterien nicht entladen - das ist ganz einfach Blödsinn. Der Wiederstand und der Spannungsabfall über die Leitung ist größer aber nicht erwähnenswert in dem Sinn das die Batterien dadurch entladen würden. Das im Auto die Batterien direkt an Karosse liegen ist ja im Versuch schwer nachzustellen, aber dadurch gibt es auch nur minimal einen größeren Überganswiederstand der hier nichts weiter zur Sache tut.

Nochmal: Der Ruhestrom direkt zwischen den Batterien beträgt 0,12 mA – sprich 0,0012A - das ist nichts! Man könnte jetzt den höheren Widerstand des längeren Kabels nehmen und den Ruhestrom damit ausrechnen (mach ich vielleicht später) - ich denke er beträgt dann so 0,003 A hoch genommen.

Das man den Versuch nicht 100% realistisch machen kann liegt auch daran das jeder seine Anlage unterschiedlich verkabelt (Anzahl der Kabel und deren Querschnitt), das jedes Auto einen unterschiedlichen Ruhestrom hat, das manche Autos durch Rost eve. erhöhte Übergangswiderstände haben, durch unterschiedliche Verbraucher im Fahrzeug, unterschiedliche Batterien mit unterschiedlichen Innenwiderständen - sprich man darf das hier nicht ZU ENG sehen - das Ergebniss ist jedenfalls nicht zu ändern: Batterien entladen sich nicht gegenseitig!

Würden sich Batterien in ca. 14 Tagen gegenseitig entladen ohne Relais wie es immer heisst, dann würde das bei 0,5m Kabel genau wie bei 100m Kabel passieren.

MfG Silvio
polosoundz
Inventar
#9 erstellt: 13. Feb 2006, 16:45
@Nyro: Was hat denn die Kabellänge mit der Selbst- oder gegenseitigen Entladung der Batts zu tun? Nichts... Das Kabel ist doch das "Medium" zum Parallelschalten, es geht einzig um die Batts in diesem Versuch, um nichts anderes, ideal wäre ein Supraleiter als Verbindung... Dann wären sie halt zu 100% ohne Verluste parallel geschlossen, aber bei der brutal geringen Leistung die durch die Entladung durchs Kabel fließt ist die Verlustleitung am Kabel komplett zu vernachlässigen... Wenn mans genau nimmt bedeutet ein längere Kabel mehr Widerstand und damit noch mehr """Verlustleistung"""... Also wie gesagt braucht man sich über die Kabel keinerlei Gedanken machen...


[Beitrag von polosoundz am 13. Feb 2006, 16:46 bearbeitet]
Bassboost.85
Stammgast
#10 erstellt: 13. Feb 2006, 17:53
Mein ich auch das es zu vernachlässigen ist.

Leiterwiderstand im Vergleich

R = (o*l) / A

R = Widerstand, o = spezifischer elektr. Widerstand, l = Länge, A = Leiterquerschnittsfläche

o – Kupfer = 0,01786 Ohm qmm/m

5m Kabel:

R = (0,0178 * 5m) / 25mm2

R = 0,00356 Ohm

0,25m Kabel:

R = (0,0178 * 0,25m) / 25mm2

R = 0,000178 Ohm

Damit man mal sieht wie gering die Widerstände sind. Weitere Rechnungen hierzu überlass ich lieber anderen.

Hier mal noch eine Messung:
12,64 V nach 7 Tagen:



MfG Silvio
Nyromant
Inventar
#11 erstellt: 13. Feb 2006, 21:22
@Bassboost:
Es sind nicht nur 5m, sondern eher 11m. Und da kommen real auch noch Übergangswiderstände dazu, die nicht bei jedem, wie du selbst schon angemerkt hast, ideal sind.
Und das sie sich nicht wegen dem Kabel entladen ist mir auch klar, aber es macht etwas aus. Selbst in deiner 5m Rechnung ist das schon ein Faktor von 20, bei realistischen 11m (Plus & Minus) schon ein Faktor von 44! Das die Zahlen trotzdem gering sind, ist mir bewusst ("100% praktischer Versuch"), aber sie könnten deine Aussage von 62,5 Tagen auf 55 Tage reduzieren.

@Dennis:
Mit der Selbstentladung oder gegenseitigen Entladung haben sie selbst nicht viel zu tun, aber sie verfälschen das Ergebnis, da an ihnen ja auch eine gewisse Verlustleistung abfällt.
Das in diesem Versuch die Kabel keine Relevanz haben, ist mir wie gesagt auch klar, aber Real sind da leider etwas mehr Faktoren im Spiel.

Vielleicht ist es auch nur Haarspalterrei, aber für mich hat dieser Versuch keinen Sinn, wenn die Randbedingungen nicht stimmen.

@ET-Cracks:
Möge mir da bitte jemand etwas nachhelfen
polosoundz
Inventar
#12 erstellt: 13. Feb 2006, 21:34
Es geht nur um das GEGENSEITGE Beeinflussen, was du im Auto meinst ist die normale Selbstentladung die durch Verbraucher verstärkt/beschleunigt wird, um die geht es doch hier aber gar net, die passiert auch bei nur einer Batterie im Auto...
Bassboost.85
Stammgast
#13 erstellt: 13. Feb 2006, 22:43
Genauso ist das.

Die 5m bezogen sich auf 1 Kabel und nicht auf 2.

Die 62,5 Tage sind Theorie - ist doch klar. Ausserdem bezieht sich das auf 1 Batterie und diese eingebaut.

Aber du hast anscheinend wirklich nicht verstanden worum es geht! Das soll doch garkein 100% richtiger Test werden - steht auch nirgends! Doch ob 100% hin oder her - das Ergebniss ändert sich nicht! Zudem kann man keine 100% Realität schaffen da überall die Grundbedingungen verschieden sind (siehe oben)- das geht einfach nicht.

Was ich beweissen wollte war folgender Fall:

Auto wird abgestellt - Batterien sind ohne Trennrelais direkt verbunden - 14 Tage wird Fahrzeug nicht bewegt - Auto soll angeblich nicht anspringen da sich Batterien in der Zeit gegenseitig entladen (wirklich stark verbreitet vorallem hier!). Die Batterien entladen sich aber nicht gegenseitig sondern werden EVENTUELL von anderen Verbrauchern entladen...

2 Batterien parallel geschlossen ist ein Stromkreis - in jedem geschlossenem Stromkreis fliesst ein Strom - es findet eine Entladung statt. Diese Entladung steigt mit mehr Übergangswiderständen (längere Leitungen, Kontakte, Verbraucher) an. Das dürfte alles klar sein! Dennoch reichen diese Übergangswiderstände und ein normaler Ruhestrom im Auto nicht aus um eine Batterie in einem Zeitraum von 4 Wochen zu entladen...

Rechnung (Theorie):

Ah beider Batterien: 55Ah + 92Ah = 147 Ah
Da nicht voll geladen ca.: 118Ah
Ruhestrom - Grenze des Sollbereichs im Fahrzeug: 50 mA – sprich 0,05A
118Ah / 0,05A = 2360h
2360h / 24 h (sprich 1 Tag) = 98 Tage

Der Ruhestrom ist wie gesagt die Grenze des erlaubten - und zwar die oberste Grenze!!! Und mehr als der Ruhestrom interresiert ja nicht im Fahrzeug - und selbst dann sind die Batterien erst nach rund 100 Tagen VOLLSTÄNDIG leer!!! Und da hast du deine Übergangswiderstände und sonst noch alles drin! Andere Rechnungen mit dem Ruhestrom vom Fahrzeug sind ja oben.

MfG Silvio
themad
Stammgast
#14 erstellt: 14. Feb 2006, 00:08
Schöner Versuch. Find ich gut...

So wie es aussieht, zieht die ältere Batterie bzw. die mit der geringeren Spannung die neuere auf ihr Niveau runter.
Bei zwei guten Batterien ist das, wie hier gezeigt, kein Problem.
Doch wie sieht das mit einer fast defekten und einer guten Batterie aus?
Theoretisch müsste dann doch die gute auf das Niveau der kaputten runtergezogen werden... Dann hat man doch wieder Startschwierigkeiten.

Stromfluss zwischen den Batterien ist auch noch ein gutes Thema:
Je geringer der Widerstand zwischen den Batterien, desto mehr Stromfluss!
Wenn ich eine 6V-Batterie und eine 12V-Batterie mit einem dicken kurzen Kabel verbinde, dann knallts. Schließe ich diese mit einer 200m-Rolle 1² zusammen, dann nicht. Mehr Widerstand begrenzt den Strom, da die Spannung ja (anfangs) fest ist.
Bassboost.85
Stammgast
#15 erstellt: 14. Feb 2006, 00:53
Nein das ist so nicht ganz richtig!

Die schwächere Batterie zieht die stärkere Batterie zwar runter - aber nicht auf das selbe Niveau was die schwache sowieso hat sondern die Batterien pendeln sich innerhalb von Sekunden ca. in der Mitte ein!

Das sieht man auch leicht bei meinem Versuch:
Vorher 12,72 V und 12,65 V und zusammen 12,67 V. Die eine wurde minimal entladen und die andere dadurch ein wenig gepuscht.

Würde man bei einer fast leeren Batterie besser sehen - kann ich auch nochmal machen - ist wie gesagt kein Problem. Ich kann verschiedene Batterien versorgen, auch defekte. Allerdings habe ich keine Lust meine guten Batterien mit defekten zu koppeln - das sage ich gleich!

Bei einer fast leeren Batterie und einer "normal vollen" kann es schon zu Startschwierigkeiten kommen - allerdings wäre das wieder ein Fall für ein Trennrelais denn bei direkt Parallel verbunden haben die IMMER die selbe Spannung!!! Und eine Batterie geht nicht von heut auf morgen kaputt - die Spannung wird langsam absinken und zwar bei beiden Batterien.

MfG Silvio
Bassboost.85
Stammgast
#16 erstellt: 25. Feb 2006, 16:12
So zum Schluss noch eine Messung:

Die Batterien sind nun seit 19 Tagen ununterbrochen zusammen und haben in dieser Zeit 0,07V an Spannung verloren - also so gut wie nichts...



Der kleine Test ist damit beendet und es steht fest:

BATTERIEN ENTLADEN SICH NICHT GEGENSEITIG !!!!!!!!!!!!!!!!!


Ihr könnt also in Zukunft bedenkenlos in den Urlaub fliegen für 3 Wochen, auch wenn euer Auto zu Hause steht und die Batterien ohne Trennrelais zusammengeschalten sind wird der Wagen nach dem Urlaub noch anspringen. Vorrausgesetzt es liegt kein Fehler in der Fahrzeugelektrik vor der solche Lügen wie "Batterien entladen sich gegenseitig" überhaupt erst aufkommen lassen hat....

MfG Silvio
-Hoschi-
Inventar
#17 erstellt: 25. Feb 2006, 16:27
Sehr sehr schöner und ausschlußreicher Test
Loki_Golf_IV
Inventar
#18 erstellt: 13. Mrz 2006, 21:47
Hallo!
Ich habe zu dem Versuch nochmal eine Frage:

Wenn in einem Auto zwei Batterien verbaut sind, dann befindet sich normalerweise eine im Motorraum und eine im Kofferraum. Wenn es jetzt zum Beispiel draußen sehr kalt oder warm ist, dann kühlt/erwärmt sich die Batterie im Motorraum ja schneller als die im Kofferraum. Kann es dadurch evtl zu einer Entladung kommen?

Ciao Basti
Counterfeiter
Inventar
#19 erstellt: 13. Mrz 2006, 22:03
Hm nette Sache, aber das was mich intressiert hab ich noch nicht entdeckt... wie waren denn danach die Einzelspannungspegel der beiden Batterien? Das sich zwei Batterien unterschiedlicher Art nicht gegenseitig einfach so entladen war mir schon irgendwie klar...

Aber mal ne sehr schwache (faktisch ne alte Starterbatterie) mit ner sehr neuen zusammenschließen wäre intressant...

Also ne Batterie die geladen nur ihr 12,2Volt hält und eine die geladen 12,7 Volt hält...
Bassboost.85
Stammgast
#20 erstellt: 14. Mrz 2006, 00:31
@Loki_Golf_IV

Sehr interresante Frage BMWs haben z.B. die Batterien im Kofferaum soweit ich weiß (nicht alle).

Aber wenn wir vom normal Fall ausgehen stimmt es natürlich das 1 von im warmen ist und 1 hinten im kühleren. Aber ich habe noch nicht gehört das eine Batterie besser oder schlechter leitet bei unterschiedlichen Temperaturen. Batterien verlieren im Kalten aber an Kapazität. Im Winter z.B. sind doch aber beide Batterien kalt. Durch die abstrahlende Wärme des Motors wird die Batterie vorn minimal erwärmt - das ist nicht viel. Da könnte man sagen die im Innenraum auch durch die Heizung (ich persöhnlich immer volle Pulle ). Aber ich würde sagen der Unterschied reicht nicht aus. Vielleicht würde etwas stattfinden wenn die Batterie vorn z.B. 40 Grad und die hintere -10 Grad hätte. Keine Ahnung. Aber selbst wenn aus irgendwelchen Gründen etwas stattfindet - so findet nur ein Spannungsausgleich statt bis beide Batterien haargenau die gleiche Spannung haben.

@ Counterfeiter

Ja habe ich vergessen zu fotografieren und zu posten. Ich habe es aber gemacht. Die Spannungen der beiden Batterien haben sich nach dem Trennen nicht verändert! Sie sind haargenau auf dem Nieveau geblieben wie sie zusammengeschaltet waren - nähmlich jede hatte ihre 12,6 V Die Hawker kann ich ja eve. nochmal nachreichen. Die Optima wird aber gerade schon gladen weil ich die ja hier verkaufe

Das andere mit den Batterien hätte ich machen können, nur leider habe ich jetzt keinen freien Zugang mehr zu den Batterien da ich nicht mehr in der Werksatt arbeite. Aber eine defekte werde ich mir schon mitnehmen können und das reiche ich dann alles mit Beweisfotos - auch das sie defekt ist - nach! Habe aber keine nagelneue - die Optima steht im Biete und die Hawker will ich auch loshaben und dafür eine SBS 30 oder 40 Könnte es vorerst dennoch mit der C11 testen. Die hat ja auch über 12,7 V...

Aber ich weiß schon jetzt was passiert. Nehmen wir dein Zahlenbeispiel. Die Batterien werden sich beim Zusammenschluss ausgleichen und zwar auf 12,3 / 12,4 V. Da die eine Batterie voll aber nur noch 12,2 hält wird die Spannung langsam darauf absinken bzw. sogar weiter.

Voll geladen muss eine Batterie mind. 12,6 V haben sonst sind ein paar Zellen beschädigt. Die Batterie mit 12,2 V voll geladen ist also eine defekte.

MfG Silvio
Bassboost.85
Stammgast
#21 erstellt: 15. Mrz 2006, 00:40
So was soll nun nochmal getestet werden bzw unter welchen Vorraussetzungen?

- eine fast leere Batterie mit einer vollen koppeln damit man sieht wie die Spannung sich ausgleicht

- eine defekte Batterie mit einer guten zusammenschliessen

Noch was? Sonst noch wünsche?

Z.B. 3m Kabel zwischen den Batterien könnten wir diesmal machen. Dann könnten die noch draussen stehen in der Kälte. Noch jemand was? Vielleicht bestimmte Kapazitäten oder sowas?

Fahre morgen um 13 Uhr wieder in die Werkstatt.

Nicht das sich dann wieder beschwert wird
Nyromant
Inventar
#22 erstellt: 15. Mrz 2006, 00:51

Bassboost.85 schrieb:

Nicht das sich dann wieder beschwert wird :.

Das war keine Beschwerde, das war ein Einwand
morphii
Inventar
#23 erstellt: 15. Mrz 2006, 01:17

Bassboost.85 schrieb:
So was soll nun nochmal getestet werden bzw unter welchen Vorraussetzungen?

- eine fast leere Batterie mit einer vollen koppeln damit man sieht wie die Spannung sich ausgleicht


Ja das wär toll, laut "Clever" fliegt eine Autobatterie, die eine Spannung von 0-3V besitzt, in die Luft, wenn sie parallel mit einer vollen Batterie geschaltet wird.
Ich übernehm aber keine Verantwortung über dieses Experiment
Bassboost.85
Stammgast
#24 erstellt: 15. Mrz 2006, 01:44
@ Nyromant

Ja machen wir diesmal halt ein längeres Kabel

@ morphii

Das habe ich gelesen - habe aber keinen Bock das das ding wirklich hochgeht! Wie ich dort schon schrieb ist das vergleichbar mit einem Cap - wenn du den ohne zu laden einfach ankoppelst kann er auch platzen Mit entladen meinte ich ca. 10 V was noch realistisch ist! Da kann mir nichts passieren. 3V sind ja nicht normal. Ich habe es zwar nicht gesehen - könnte mir aber vorstellen das man dann keinen Arm mehr hat wenn die da hoch geht

MfG Silvio
Nyromant
Inventar
#25 erstellt: 15. Mrz 2006, 02:23
Siehste, da kommt jetzt das lange Kabel ins Spiel,
kannst ja das Kabel erstma an der defekten Bat anschließen
Bassboost.85
Stammgast
#26 erstellt: 15. Mrz 2006, 11:42
Jaaaaa

Ich seh schon ihr wollt mich loswerden.
just-SOUND
Inventar
#27 erstellt: 15. Mrz 2006, 12:52
Probier das mal mit ner Säure und Gel Batterie aus.....ich denke da siehts ganz anders aus!
Bassboost.85
Stammgast
#28 erstellt: 15. Mrz 2006, 14:05
Hm schade aber das geht nicht mehr - denn die Optima ist so gut wie verkauft.

Oben das war ja Gel + Reinblei - denkst du das sich was bei Gel + Säure ändert? Kann ich mir nicht vorstellen - das was bei einer defekten Batterie passiert schon. Naja kann es ja aber nicht mehr testen Müsste jemand anders machen denn es kommt auch keine neue gel Batterie zu mir. Habe dann nur noch Säure und die Hawker Reinblei.
-Hoschi-
Inventar
#29 erstellt: 15. Mrz 2006, 15:43
Also ich hätte hier noch ne Northstar LS2700 (wie nsb70), Hawker 12V92F und eine exide Säurerbat. Habe aber kein langes Kabel mehr..... Aber was soll das lange Kabel für einen Untershied machen? Ausser sein Gewissen beruhigen......
Bassboost.85
Stammgast
#30 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:11
Naja dadurch wird der Test richtiger sagen wir mal so. Im Auto hast du ja auch mind. 3m Kabel jeweils. Und längeres Kabel -> mehr Widerstand -> es wird mehr Strom verbraucht! Wird aber nicht viel mehr sein.

Ich habe jetzt noch eine defekte Säurebatterie mit 44Ah und 210A. Die Optima geht weg, die C11 vielleicht auch bald steht aber noch zur Verfügung und bald vielleicht noch eine SBS J 40.
Nyromant
Inventar
#31 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:12
Ganz einfach:
Wenn die beiden Batterien wirklich ein Bestreben haben, ihre Potentiale auszugleichen, müssen sie dies durch den Widerstand des Kabels machen.
Und ob jetzt ein Widerstand von 0,6m (also 0,00054 Ohm bei 20mm²) oder knapp 11m (hin + zurück + Motorrraum + Sicherung, also 0,0099 Ohm bei 20mm²) kann nen Unterschied machen, zumal da ja auch noch Übergangswiderstände fehlen.
Je größer der Querschnitt des Kabels, desto weniger fällt das Ganze natürlich ins Gewicht.
Das ist vielleicht alles nur minimal, kann aber dazu beitragen, das Ergebnis zu verfälschen.

Klar kann man jetzt noch sagen, die Temperatur der Bats blabla, aber es ist ja nicht immer kalt. Die langen Kabel sind jedoch in 99% der Fälle da.
-Hoschi-
Inventar
#32 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:18
Hmmm ob man den Unterschied wirklich sieht . Denn die "Ströme" die da fließen sind ja nicht grade hoch. Und erst bei höheren Lasten wird die Kabellänge und Dicke interessant. Aber egal...die Bedingungen sollen ja möglichst identisch sein......
Bassboost.85
Stammgast
#33 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:19
Ich habe jetzt im Internet gelesen Batterien würden in der Kälte am wenigsten Selbstentladung haben! Das ist doch Käse oder? Also ich weiß ziemlich sicher das die bei Kälte viel an Kapazität verlieren!

Weiter stand dort das man die deshalb kühl lagern soll - so bei 0 Grad oder so Bei Zimmertemperatur wäre die Selbstentladung größer Ist das erste mal das ich sowas lese...
Reandy
Inventar
#34 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:23
wenn man logisch nachdenkt kommt man drauf, dass das nicht stimmen kann, die batterie startet in wärme besser als in der kälte oder??
Bassboost.85
Stammgast
#35 erstellt: 15. Mrz 2006, 17:38
Naja sage ich ja auch!

Und das oben steht in einer Anleitung zum überwintern von Batterien und auf einer Wohnmobilseite

Naja mal sehen ob wir alle richtigen Infos zusammenkriegen.
Counterfeiter
Inventar
#36 erstellt: 15. Mrz 2006, 21:47
Also eigentlich gehts doch im Winter um den sehr hohen Anlasserstrom den man braucht, weil der Motorblock nunmal verdammt kalt ist...

Das mit der selbstentladung im Winter am geringsten glaub ich schon... glaub bloß nicht daran, dass ne Batterie in der Kälte am Leistungsfähigsten ist...
Bassboost.85
Stammgast
#37 erstellt: 23. Mrz 2006, 22:47
Wegen dem Test - ich kann nichts mehr probieren! Die Testobjekte wurden verkauft

Vielleicht erklärt sich ja jemand anders nochmal bereit z.B. eine Säure- und Gelbatterie zusammen zu testen. Oder eine defekte und gute Batterie. Es wird sich zwar nichts am Ergebniss ändern aber es soll ja bewiessen werden usw.

MfG Silvio
FallenAngel
Inventar
#38 erstellt: 24. Mrz 2006, 04:16

Bassboost.85 schrieb:
Ich habe jetzt im Internet gelesen Batterien würden in der Kälte am wenigsten Selbstentladung haben! Das ist doch Käse oder? Also ich weiß ziemlich sicher das die bei Kälte viel an Kapazität verlieren!

Weiter stand dort das man die deshalb kühl lagern soll - so bei 0 Grad oder so Bei Zimmertemperatur wäre die Selbstentladung größer Ist das erste mal das ich sowas lese... :.



richtig, bei kälte läuft eine chemische reaktion langsamer ab => weniger selbstentladung.

deswegen ist die stromfestigkeit aber auch geringer und es steht weniger nutzbare kapazität bwi vertretbarer spannung und stromstärke zur verfügung.
peinlich
Stammgast
#39 erstellt: 28. Mrz 2006, 17:52
wenn ich nun also meine batterie parallel schalten will muss ich ja eigentlich + und + /// - und - verbinden, habe aber nur ein pluskabel nach hinte gelegt. reicht es wenn das - über die karosse verbunden ist?
morphii
Inventar
#40 erstellt: 28. Mrz 2006, 18:11
Jap reicht. Die Massepunkte sollten nur schön blank geschliffen sein und die Massekabel genauso stark sein wie das Pluskabel
neostrider2000
Stammgast
#41 erstellt: 13. Apr 2006, 22:50
Mach grad auch den Test mit ner Stinger SPV 44 und ner Stinger SPV 35 Meldungen mit Tabelle folgen

Beide verbunden über en 16mm² Starterkabel
also ist der Übergangswiderstand und die Kabellänge auch einigermaßen Realistisch


[Beitrag von neostrider2000 am 13. Apr 2006, 22:53 bearbeitet]
neostrider2000
Stammgast
#42 erstellt: 14. Apr 2006, 12:32
So jetzt mal der Anfang der Tabelle


http://www.vwfreak.homepage.t-online.de/entladung.htm
Tobi2005
Neuling
#43 erstellt: 14. Apr 2006, 23:25

neostrider2000 schrieb:
So jetzt mal der Anfang der Tabelle


http://www.vwfreak.homepage.t-online.de/entladung.htm


Sehr gute Arbeit, aber meiner Meinung sinnlos. Kann mir einer eine Anwendung nennen an der Batterien gnadenlos parallelgeschaltet werden? Schau deine Taschenlampe an die sind immer in Serie. Wieso? Weil in Serie die Spannungsunterschiede keine Ausgleichströme hervorrufen!

Sicher geht es zwei Batterien so zusammenzuschalten, und es ist auch ein nicht allzu grosses Risiko wenn man korrekt absichert. Aber bedenkt bitte dass die Batterie mit dem kleineren innenwiderstand (inkl Leitungen) am meisten Arbeiten wird. Also ist die Batterie im Heck trotz Leitungen niederohmiger holt sich der Anlasser den Strom von hinten bis der Leitungs-Spannungsabfall diesen Vorteil der Batterie im Heck wieder wett macht.

Beim Experiment könntet ihr auch einfach die Spannungsdifferenz der beiden Pluspole messen denn ohne Spannung fliesst kein Strom. Zusätzlich würde ich die Temperatur mitzeichnen. Denn es ist unumstritten dass eine Batterie bei tiefer Temperatur schlafen geht sowohl für die Eigenentladung als für den Gebrauch. Desshalb im Kühlschrank lagern aber nicht im Kühlschrank brauchen.
Gasungsfreie Batterien könnt ihr auch im Innenraum montieren dann Leisten sie mehr, am besten unter den Ar.. äh Po meinte ich... sorry.

Gruess und viel Spass beim experimentieren, Tobi
neostrider2000
Stammgast
#44 erstellt: 15. Apr 2006, 08:45
Das War jetzt als Beispiel gedacht die 5m 16mm und die Polzangen haben ja auch nen nicht geringen Übergangswiderstand
von da her dürfte das ja auch ungefähr hinkommen, ausserdem kommt bei mir die Batterie mit dem geringeren Innenwiderstand nach vorne gerade wegen dem Angesprochenen Problem
Bassboost.85
Stammgast
#45 erstellt: 15. Apr 2006, 13:04
Bei der Parallelschaltung ist der gesamtwiederstand kleiner als jeder Einzelwiederstand!

Die Batterien haben eh nur eine kleine Abweichung im Widerstand. Man muss auch noch das lange Kabel zwischen den Batterien berücksichtigen. Deshalb kann man das alles vernachlässigen. Das ist reine Theorie - spielt aber in der Paxis keine Rolle.

Genauso fliessen nur Ausgleichsströme solange die Batterien einen Potentialunterschied haben! Haben beide Batterien nach dem Zusammenschluss die selbe Spannung angenommen fliesst kein Ausgleichsstrom mehr denn es haben ja nun beide die gleiche Spannung... Es fällt nur noch was übers Kabel ab und natürlich noch die SELBSTENTLADUNG. Es findet aber definitiv keine gegenseitige Entladung statt.

@neostrider2000 das ist auch das was an deiner Tabelle komisch ist. Wenn Batterien parallel geschalten sind kann die eine nicht mehr Spannung haben als die andere - das geht nicht!!! Die Ausgleichsströme sind mir auch recht hoch und vor allem sehr sehr lange Klemmst due die Kabel zum Messen immer ab? Dann könnte ich mir das erklären. Ansonsten mal nachsehen ob die wirklich richtig sitzen die Kabel. Mit den 16qmm hast du aber auch einen höhren Wiederstand als man im Auto hätte. Denn da sollte man ja auch mind. 25qmm - besser 35qmm zwischen den Batterien verlegen! Und wenn du Masse über die Karosse machst hast du noch wesentlich mehr qmm
neostrider2000
Stammgast
#46 erstellt: 15. Apr 2006, 17:42
jupp die batterien wurden zum messen immer 1 min abgeklemmt hab den spitzenstrom net gemessen, sondern den durchschnitt über 10min deswegen höher, er ist aber auch wie ich festgestellt habe abhängig von dem innenwiderstand des Strommessgerätes
youweb
Stammgast
#47 erstellt: 15. Jan 2008, 22:20

Bassboost.85 schrieb:


Nochmal: Der Ruhestrom direkt zwischen den Batterien beträgt 0,12 mA – sprich 0,0012A - das ist nichts! Man könnte jetzt den höheren Widerstand des längeren Kabels nehmen und den Ruhestrom damit ausrechnen (mach ich vielleicht später) - ich denke er beträgt dann so 0,003 A hoch genommen.



MfG Silvio


0,12mA sind sogar nur 0,00012A
Amperlite
Inventar
#48 erstellt: 16. Jan 2008, 01:39
Da ist im gesamten Thread nun eigentlich keine Erkenntnis dabei, auf die man nicht mit logischem Nachdenken auch gekommen wäre.

Nyromant schrieb:
Die Kabel sind viel zu Kurz, als das es ein 100% praktischer Versuch wäre.

Realistisch sind wohl eher knapp 11m, von Vorne bis nach Hinten inkl. Massekabel. Übergangswiderstände (z.B. bei Karosseriemasse) mal Außen vor, die das Ergebnis nochmal verändern würden.

Das Kabel hat einen Widerstand, wie ein sonstiger Verbraucher auch, nur eben viel kleiner. Dadurch müsste also ein größerer Strom fließen, als es bei in deinem Versuch der Fall ist.

Du schreibst hier leider völligen Unsinn.
Punkt 1)
Durch das längere Kabel würde sich der Ausgleichsstrom vermindern (weil Widerstand höher).

Punkt 2)
Die Kabellänge ist für die dauerhafte Zusammenschaltung völlig unterintessant.
Der Strom verhält sich vermutlich sehr ähnlich wie beim Laden eines Kondensators (Einheiten im Diag bitte nicht beachten):

Im Moment des Zusammenschaltens fließt ein hoher Strom, weil noch Potentialunterschiede bestehen.
Diese Differenz gleicht sich mit der Zeit aus, der Stromfluss wird immer geringer.
Irgendwann haben beide Batterien dieselbe Spannung. Dann kann auch kein Strom mehr fließen - denn wo keine Potentialunterschied, da kein Stromfluss.

Achtung bei dem Versuch mit einer leeren und einer vollen Batterie! Die Stromlieferfähigkeit eines solchen Bleiakkus ist sehr hoch und nicht mehr ungefährlich.
Du solltest also vorsichtshalber einen Widerstand zur Strombegrenzung in eine Leitung einfügen (Glühlampe geht auch).
Der Widerstand kann auch dauerhaft drinbleiben. Warum, habe ich bereits oben erklärt.


[Beitrag von Amperlite am 16. Jan 2008, 01:42 bearbeitet]
WarlordXXL
Inventar
#49 erstellt: 16. Jan 2008, 23:42
Will mich nur kurz dazu äußern. Habe seid über einem Jahr eine Gelbatterie im Kofferraum parallel gehängt ohne ein Relais zu nehmen. Hatte bis jetzt kein Problem damit und bin von der Kapazität der Batterien immer noch voll zufrieden.

Es ist ebenfalls eine Bleibatterie und eine Gelbatterie verbaut.

MFG

Warlord
geraldk
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 20. Jul 2008, 16:18
tag,

passt vielleicht nicht zu 100% hier rein... aber was hat es sich immer mit dem nachladen auf sich?

lese ich ja immer häufiger, dass man die zusatzbatterie zum "schutz" regelmäßig laden sollte.

ich will eigentlich nur eine stinger SPV35 (vorne default säure batterie) rein stellen und fertig


greez
gk
Amperlite
Inventar
#51 erstellt: 22. Jul 2008, 02:29

geraldk schrieb:
passt vielleicht nicht zu 100% hier rein... aber was hat es sich immer mit dem nachladen auf sich?

lese ich ja immer häufiger, dass man die zusatzbatterie zum "schutz" regelmäßig laden sollte.


Ganz einfach: Bleibatterien sollten möglichst voll geladen bleiben.

Scheinbar gibt es einige Menschen, die sich auf Kurzstreckenfahrten die Kilowatts in die Ohren prügeln und dadurch mehr Strom verbrauchen, als die LiMa in der Fahrtzeit liefern kann. Die Batterie ist also nach der Fahrt leerer als zuvor. Wiederholt man das, ist die Batterie irgendwann leer.
Wer das so macht, muss eben das Ladegerät bemühen.
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