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Das Leck - The Leak

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On
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 30. Nov 2010, 17:41
Was meint Ihr zu den Enthüllungen von Wikileaks?

Ich amüsiere mich jedenfalls fortgesetzt und hoffe aber, daß niemand deswegen zu schaden kommt.
DamonDiG
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 30. Nov 2010, 18:26
Moinsen!


On schrieb:
Ich amüsiere mich jedenfalls fortgesetzt


Dito.


und hoffe aber, daß niemand deswegen zu schaden kommt

Wer sollte wie zu schaden kommen?

Ansonsten: 50 (!) Spiegel"journalisten" arbeiten 5 (!) Monate an der "Analyse" der nun veröffentlichen "Geheimnisse" und mehr als ein "wenig kreativ" oder "eine schräge Wahl" kommt nicht bei rum.
Wußten wir doch schon, und hätten es vielleicht etwas direkter formuliert, was auf unsere "Regierenden" zutrifft. Und wir wußten auch, daß die Amis es wußten.

Entweder das Material gibt nicht mehr her, oder die "Journalisten" haben fünf Monate an der Beschneidung der Wahrheit gearbeitet.

Oder sich die eigentlichen Knaller für später aufgehoben.

Schöne Grüße,
Simon
RoA
Inventar
#3 erstellt: 30. Nov 2010, 18:42

DamonDiG schrieb:
die "Journalisten" haben fünf Monate an der Beschneidung der Wahrheit gearbeitet.


Haben sie ja selbst geschrieben, daß sie's gemacht haben. Da man selbst kaum 250.000 Seiten durchackern kann und die Dokumente nicht vollständig veröffentlicht werden, ist die Angelegenheit sogar relativ witzlos. Konsequenzen erwarte ich auch keine. Ausser für den Staatsfeind Nr. 1. Die Drohne kreist schon über ihm.
Rudi950
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 30. Nov 2010, 21:48
In Deutschland wird das wohl keine Auswirkungen haben,
außer dass ein paar Damen und Herren vielleicht am Ego
gekratzt wurde. Die Gefahr lauert wohl im nahen Osten. Da
wohl ein paar arabische Staaten insgeheim Initiativen gegen
den Iran gefordert haben.
Über die "Enthüllungen" zu Merkel, Wersterwelle und Co kann
ich auch schmunzeln.
ahebeisen
Stammgast
#5 erstellt: 30. Nov 2010, 22:09
Es nur über alle Maßen peinlich für die USA, daß die ganzen
Depeschen geklaut wurden. Da sollen ja über 800.000 Leute
drauf Zugriff gehabt haben.

Unter dieser Voraussetzung denke ich sogar, daß die meisten
Geheimdienste schon längstens auch darauf Zugriff hatten.

...nur eben die Öffentlichkeit nicht...
nanesuse
Stammgast
#6 erstellt: 01. Dez 2010, 15:50
Na ja, die Urteile über deutsche Politiker sind ja insgesamt zutreffend (aber das konnte man auch schon vorher wissen, wenn man regelmäßig die Nachrichten einschaltete).
Ich finde es allerdings schon mehr als diplomatisch geschmeichelt, wenn im Zusammenhang mit Westerwelle überhaupt der Begriff "Substanz" verwendet wird.

Davon abgesehen: was meint Ihr denn, was Diplomaten anderer Staaten in ihren Dossiers so schreiben?
Etwa: "Berlusconi ist ein hochintelligenter Erbe und würdiger Bewahrer des Renaissance-Humanismus sowie ein großer Freund und Förderer der Kultur, dessen Ideal die Rechtsstaatlichkeit ist"?
Oder etwa: "Putin ist eine der größten Hoffnungen für die Demokratie auf der Welt, der auch in puncto Pressefreiheit die positivsten Maßstäbe gesetzt hat"?

Das dürfte sich überall nicht viel nehmen und überall vergleichbar sein. Die Kunst der Diplomatie besteht doch gerade darin, sein Gegenüber für einen korrupten Volltrottel, Säufer, geistlich behinderten Fanatiker, grenzdebilen Puffgänger, antidemokratischen Operettendiktator o.ä. zu halten, seinen Dienstherren auch genau das mitzuteilen, damit diese auf dieser Basis ihre jeweiligen Entscheidungen treffen, und zugleich so zu tun, als habe man allerhöchsten Respekt vor ihm und freue sich auf fruchtbare Verhandlungen zum beiderseitigen Wohle der Völker.
Jeder halbwegs geschickte Diplomat, Minister und Regierungschef weiß das und handelt danach, und diplomatische Dossiers dürften das auch mehr oder weniger verbrämt beinhalten.
Die USA hatten bloß das Pech, daß ihre Dokumente veröffentlicht wurden. Wenn die entsprechenden Dokumente aller anderen Völker ebenso veröffentlicht würden, könnte es freilich spannend werden :D.

Gruß,
nanesuse
RoA
Inventar
#7 erstellt: 01. Dez 2010, 16:54
Nun ja, es geht ja nicht nur darum, daß die Amis alle anderen für Vollpfosten halten (was im Einzelfall auch zutreffend sein mag) und das jetzt herausgekommen ist. Das kann eine gute Freundschaft doch nicht erschüttern.

Wenn man aber in der Zeitung lesen muß, daß das amerikanische Aussenministerium offiziell dazu aufgefordert hat, UN-Personal und diplomatische Bedienstete auszuspionieren, dann wird die US-Regierung diesen Makel frühestens erst dann wieder los, wenn sämtliche verantwortliche Personen nicht mehr im Amt sind, denn insofern ist das Vertrauen tatsächlich unwiederbringlich zerstört. Auch wenn die Amis in Deutschland ungeniert Industriespionage betreiben dürfen und uns mit Vereinbarungen zu SWIFT, Fluggastdaten und ACTA etc. demütigen: Niemand hat gerne einen Maulwurf in den Koalitionsverhandlungen.

Umso erstaunlicher finde ich es, daß die Amis die beleidigte Leberwurst spielen, sich ansonsten aber unbelehrbar zeigen und versuchen, den Vorfall runterzuspielen. PR-mäßig ist das der Offenbarungseid.
nanesuse
Stammgast
#8 erstellt: 01. Dez 2010, 17:14
RoA, Du sagst es!

Ich fürchte nur, die Amis sind nicht die einzigen, die so verfahren. Glaubst Du, daß etwa "wir guten" Deutschen kein Personal anderer Länder ausspionieren, kein Interesse an Industriespionage zu unseren Gunsten haben usw.?
Vielleicht machen "wir" das nicht ganz so exzessiv und frech wie beispielsweise die Chinesen, aber im Prinzip dürften "wir" auch nicht besser sein.

Wenn es um derartige Gepflogenheiten geht, sitzen wahrscheinlich so gut wie (wenn nicht) alle Völker dieser Welt im selben Glashaus - nur vielleicht nicht alle an der vorderen Glasfront, und auch nicht alle können mit den ganz schweren Steinen schmeißen, aber die würden sicherlich auch gerne .... .

Und daß die Amis jetzt die "beleidigte Leberwurst" spielen, das gehört, ebenso wie ihr vorheriges Verhalten und die jetzige Entrüstung darüber, auch zum diplomatischen Spiel. Wie gesagt: mich würde interessieren, was passieren würde, wenn entsprechende Dokumente aller anderen Völker ebenfalls an die Öffentlichkeit kämen.

Gruß,
nanesuse
nanesuse
Stammgast
#9 erstellt: 01. Dez 2010, 17:26
Ergänzung:

RoA schrieb:


Niemand hat gerne einen Maulwurf in den Koalitionsverhandlungen.


Falls Du damit die FDP meinst (da hat ja wohl irgendein Nachwuchsfrettchen aus dieser Partei etwas weitergereicht): Das ist doch gerade die Partei des hemmungslosen Egoismus und Individualismus.

Wie sagte schon Westerwelle? "Wenn jeder an sich selber denkt, dann ist an alle gedacht."
Dann sollte aber ausgerechnet in der FDP niemand etwas dagegen haben, wenn eines ihrer Mitglieder nur an sich selber denkt - schließlich hat er damit ja an die ganze Partei gedacht, und das ist doch überaus positiv.

Gruß,
nanesuse
RoA
Inventar
#10 erstellt: 01. Dez 2010, 17:32

nanesuse schrieb:
Glaubst Du, daß etwa "wir guten" Deutschen kein Personal anderer Länder ausspionieren


Wir würden es bestimmt gerne. Aber mit dem "Personal" in Pullach kann man keinen Staat machen, genauso, wie man unsere Bundespolizei, die sich aus Pass-Spezialisten vom Bundesgrenzschutz rekrutiert hat, nicht mit FBI übersetzen sollte.


Wenn es um derartige Gepflogenheiten geht, sitzen wahrscheinlich so gut wie (wenn nicht) alle Völker dieser Welt im selben Glashaus


Die Amis haben ein eigenes, und davor befindet sich das Gebäude der UN.


Und daß die Amis jetzt die "beleidigte Leberwurst" spielen, das gehört ... zum diplomatischen Spiel.


Man kann vieles tun, sollte sich dabei aber nicht erwischen lassen. Wenn man schon ScheisseMist macht, sollte man dazu stehen, anstatt dem die Schuld zu geben, der einen verpetzt hat. Das lernt man schon im Kindergarten. Der schlechte Verlierer verliert immer zweifach.
nanesuse
Stammgast
#11 erstellt: 01. Dez 2010, 18:01
RoA, im Grunde stimme ich Dir ja völlig zu.
Die ganze Angelegenheit ist peinlich, aber die einen wurden halt erwischt, und die anderen, die auch nicht besser sind bzw. es genauso machen machen würden, wenn sie denn die Möglichkeit hätten (die Flachpfeifen aus Pullach z.B., die sich aber immerhin redlich Mühe geben), die aber (noch) nicht erwischt wurden, spielen jetzt die moralisch Überlegenen und Saubermänner.
Das finde ich beinahe noch peinlicher als die Sache selbst.

So ähnlich dürfte es bei der Mafia zugehen, wenn der Salame-Clan die Schutzgelder eintreibt: "Wire sinnte ehrlisse, Du nixxe zahle an Clan vonne Don Carpacchio, dasse sinnte alles Gauner."

Vielleicht waren diese Leutchen ja gar nicht im Kindergarten ...

Gruß,
nanesuse
RoA
Inventar
#12 erstellt: 01. Dez 2010, 18:27
Okay, nehmen wir mal ein konkretes Beispiel. Wie zu lesen war, hatte die USA Jordanien Luft-Luft-Raketen verkauft. Was die Jordanier bis vor kurzem nicht wußten: Es waren spezielle "Exportversionen" mit weniger WUMMS. Jetzt sind die Jordanier wahrscheinlich enttäuscht. Wenn man denen und/oder ihren Freunden jemals wieder etwas verkaufen will, sollte man die Hosen runter lassen und zeigen, daß sie jetzt sauber sind. Was machen die Amis? Sie sagen nur "Ätsch, verarscht". Das nix gut sein für neues Geschäft.


die anderen ... spielen jetzt die moralisch Überlegenen und Saubermänner


So habe ich das ehrlich geschrieben noch nicht wahrgenommen. Ich denke aber auch, daß keine Nation so viele Ressorcen im diplomatischen Bereich hat, daß auch nur annähernd so viel Material dabei herauskommt wie bei den Amis. Natürlich machen jetzt alle die Schotten dicht.
nanesuse
Stammgast
#13 erstellt: 02. Dez 2010, 16:54
RoA schrieb:


Es waren spezielle "Exportversionen" mit weniger WUMMS. Jetzt sind die Jordanier wahrscheinlich enttäuscht. Wenn man denen und/oder ihren Freunden jemals wieder etwas verkaufen will, sollte man die Hosen runter lassen und zeigen, daß sie jetzt sauber sind. Was machen die Amis? Sie sagen nur "Ätsch, verarscht". Das nix gut sein für neues Geschäft.


Sicherlich nix gut für neues Geschäft. Aber soo schrecklich und bedrohlich fände ich eine Rezession bei Waffengeschäften nun auch nicht.

Ich kenne mich im internationalen Waffenhandel wirklich nicht sonderlich gut aus (und lege es auch nicht darauf an, in diesem Metier Karriere zu machen), aber wäre es sehr unwahrscheinlich, daß auch andere Nationen es genauso halten? Wer weiß; vielleicht liefert auch China "spezielle Exportversionen" an Nordkorea (vielleicht aus Gründen des Selbstschutzes; die können auch nicht vorhersehen, ob nicht sogar eines fernen Tages ein komplett durchgeknallter nordkoreanischer Dikatator auf die wahnwitzige Idee kommen könnte, ein paar Raketen gen China zu richten) oder in den Iran.
Solange nicht ein Krieg ausbricht, in dem diese Waffen eingesetzt werden, wird man das vermutlich eher schlecht feststellen können (man will und kann ja nicht sein ganzes schönes, sauteures Arsenal bloß mal eben zu Testzwecken verballern, um zu prüfen, ob das Zeugs tatsächlich den bestellten WUMMS hat), und wenn ein Krieg ausbricht, ist es ja nicht allzu bedauerlich, wenn weniger Menschen sterben, weil die Raketen weniger WUMMS haben.

Daß es es andererseits und grundsätzlich eine ziemliche Sauerei ist, nicht die bestellte und versprochene Ware zu liefern (besonders bei den Preisen!) stimmt natürlich.

Und ich sehe auch die Gefahr, daß sich gelackmeierte Kunden nach anderen Lieferanten umsehen könnten, was bedenkliche Konsequenzen haben könnte, wenn sich z.B. Jordanien für zukünftige Waffenkäufe auch einmal an gewisse andere Länder wenden würde - oder wenn gewisse andere Länder von sich aus entsprechende Angebote unterbreiten würden -, die auf die USA eher weniger gut zu sprechen sind.

Das müßte zwar nicht die Kriegsgefahr im Nahen Osten erhöhen, könnte aber zu weiteren diplomatischen Verwicklungen führen, auf die die USA nach Wikileaks sicherlich liebend gerne verzichten würden.

Gruß,
nanesuse
RoA
Inventar
#14 erstellt: 02. Dez 2010, 17:13

nanesuse schrieb:
Daß es es andererseits und grundsätzlich eine ziemliche Sauerei ist, nicht die bestellte und versprochene Ware zu liefern (besonders bei den Preisen!) stimmt natürlich.


Zumal Jordanien und die USA Freunde sind. Oder es bis vor kurzem zumindest waren.
RoA
Inventar
#15 erstellt: 02. Dez 2010, 18:39

nanesuse schrieb:

Niemand hat gerne einen Maulwurf in den Koalitionsverhandlungen.


Falls Du damit die FDP meinst (da hat ja wohl irgendein Nachwuchsfrettchen aus dieser Partei etwas weitergereicht)


Lt. Spiegel etc. soll es der Büroleiter von Westerwelle sein. Früher sind Spitzenpolitiker zurückgetreten, wenn eine Sekretärin umgedreht worden war. Ein gewisser Bundeskanzler Brandt hatte ja auch so ein Problem.

Und was macht die moderne Fortschrittspartei FDP in diesem Fall? Der Büroleiter soll sich sich zukünftig anderen Aufgaben widmen und Aussenminister Westerwelle bleibt im Amt, weil der Büroleiter angeblich nur frei zugängliche Informationen weitergeben haben soll. Wie geil ist das denn? Der Kerl merkt offenbar überhaupt keine Einschläge!!! Weiter so, ich kann nicht mehr...
ahebeisen
Stammgast
#16 erstellt: 02. Dez 2010, 21:35

RoA schrieb:
Früher sind Spitzenpolitiker zurückgetreten, wenn eine Sekretärin umgedreht worden war. Ein gewisser Bundeskanzler Brandt hatte ja auch so ein Problem.

Und was macht die moderne Fortschrittspartei FDP in diesem Fall? Der Büroleiter soll sich sich zukünftig anderen Aufgaben widmen und Aussenminister Westerwelle bleibt im Amt, weil der Büroleiter angeblich nur frei zugängliche Informationen weitergeben haben soll. Wie geil ist das denn? Der Kerl merkt offenbar überhaupt keine Einschläge!!! Weiter so, ich kann nicht mehr... :D



na ja. Das sind ja doch zwei komplett unterschiedliche Kaliber...

Zumal Guillome ein halbes Jahr lang weiterspionieren durfte,
obwohl alle Welt wußte, daß er für den Osten arbeitete.
Brandt wurde mehr oder weniger geopfert.

Der Büroleiter hat ja nur von den Koalitionsverhandlungen
berichtet. Da kann nicht so viel Spannendes dabei gewesen
sein.


[Beitrag von ahebeisen am 02. Dez 2010, 21:37 bearbeitet]
RoA
Inventar
#17 erstellt: 02. Dez 2010, 22:06

ahebeisen schrieb:
Der Büroleiter hat ja nur von den Koalitionsverhandlungen berichtet.


Er hat während der Koalitionsverhandlungen berichtet, als die Informationen noch vertraulich waren. Wie die Verhandlungen ausgegangen sind, konnte man danach natürlich in der Zeitung lesen. Z.B., daß Westerwelle vor über einem Jahr Bundesaussenminister und Vizekanzler wurde. Was mag der FDP-Informant als Büroleiter und Leiter der Abteilung internationale Beziehungen während des letzten Jahres wohl noch so ausspiniert haben, ohne das Westerwelle dies wußte oder gebilligt hat? Der einzige Unterschied zu Guillome ist, daß für einen befreundeten Staat spioniert wurde. Ansonsten ist der Spitzel ein Fall für den Staatsanwalt und Westerwelle ein Fall von Rücktritt bzw. Entlassung. Er ist in diesem Amt nie angekommen und wird es auch nie werden. Er teilt sozusagen das Schicksal von Jung, den er ebenso kritisierte. Bye, bye Guido.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 03. Dez 2010, 02:21

Lt. Spiegel etc. soll es der Büroleiter von Westerwelle sein.

Metzner hat der FDP-Inquisition gestanden, evtl. hat man ihm die Instrumente gezeigt ?!?
Das Lustige ist:
Bis gestern hat Westerwelle bezweifelt dass es überhaupt jemand aus der FDP sein könnte, heute hält er natüüürlich die Klappe ... .
D. h. die Einschätzung der Amerikaner ist eigentlich ziemlich treffend...


... oder die Leiden des (nicht meht ganz so) jungen W.
ahebeisen
Stammgast
#19 erstellt: 03. Dez 2010, 03:58

RoA schrieb:
Der einzige Unterschied zu Guillome ist, daß für einen befreundeten Staat spioniert wurde. Ansonsten ist der Spitzel ein Fall für den Staatsanwalt und Westerwelle ein Fall von Rücktritt bzw. Entlassung.


Halten wir mal fest: Der G.W. geht mir auch auf den Geist und
ich war recht erstaunt, als ausgerechnet er Außenminister
wurde, so als ob die FDP immer gute Außenminister à la
Genscher stellen würde.

Der Unterschied zu damals ist, daß der BND und die oberste
Führungsriege der Bundesrepublik einschl. Brandt wußten, daß
Guillome ein Spion war. Sie ließen ihn ein halbes Jahr lang
weiter gewähren. Er war sogar noch nach der Aufdeckung bei
Staatsbesuchen dabei. Und das auch nur, weil Brandt dazu
gedrängt wurde.

Ich halte den Rücktritt Brandts dennoch für falsch. Es war ja nicht
der Bundeskanzler, der die Verfehlungen begangen hatte, sondern
sein Mitarbeiter. Das kommt mir so vor wie Sippenhaft.

Zu dem aktuellen Fall: Die Tatsache, daß vertrauliche Infos
weitergegeben wurden, war nicht bekannt. Deshalb meinte ich,
daß das ein anderes Kaliber ist. Zudem wir ja jetzt wissen,
daß bei wirklich wichtigen Themen vom Ausland lieber auf
die Merkel zurückgegriffen wird.

Daß der Kerl jetzt weiterhin im Außenministerium arbeiten
darf, hab ich ehrlich gesagt überlesen...
Vielleicht ist GW ja sexuell von ihm angezogen und hat ne
rosarote Brille an?!
RoA
Inventar
#20 erstellt: 03. Dez 2010, 08:14

ahebeisen schrieb:
Ich halte den Rücktritt Brandts dennoch für falsch. Es war ja nicht der Bundeskanzler, der die Verfehlungen begangen hatte, sondern sein Mitarbeiter. Das kommt mir so vor wie Sippenhaft.


Brandt hatte wohl auch noch andere Gründe, als wirklich zwingender Grund galt das Thema alleine nicht. Hier geht es aber darum, daß Westerwelle seinen Laden ganz offensichtlich nicht im Griff hat.


Die Tatsache, daß vertrauliche Infos weitergegeben wurden, war nicht bekannt.


Wird in der Presse ja auch ganz bewußt so dargestellt. Ausserdem wird der Eindruck vermittelt, der Büroleiter habe nach der Koalitionsbildung keine Informationen mehr weitergegeben. War das wirklich so?


Daß der Kerl jetzt weiterhin im Außenministerium arbeiten darf,


ist die Grütze. Einerseits wird er strafversetzt, andererseits hat er eigentlich gar nichts schlimmes gemacht.


Vielleicht ist GW ja sexuell von ihm angezogen und hat ne rosarote Brille an?!


Reine Spekulation.

Lt. Pressemeldungen soll er aber Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes sein.
ahebeisen
Stammgast
#21 erstellt: 03. Dez 2010, 20:39

RoA schrieb:


Die Tatsache, daß vertrauliche Infos weitergegeben wurden, war nicht bekannt.


Wird in der Presse ja auch ganz bewußt so dargestellt.



achsooo... Du meinst, es könnte sein, daß der Büroleiter
mehr oder weniger angestellt wurde, den Amis Infos weiter-
zugeben? - Na ja, es wäre nicht das erste Mal, daß die USA
Gruppierungen bzw. Parteien in Deutschland auf die ein oder
andere Art und Weise unterstützt hätte.

Nach dem Motto: Wir versuchen dies oder das durchzusetzen und
Ihr gebt uns dafür Schotter o.Ä. ...

Interessante Spekulation.


Ich sag nur: VERSCHWÖRUNG

...lustig...
djtechno
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 04. Dez 2010, 00:12
wikileaks ist schon der hammer
ich amüsiere mich auch köstlich

na,ja, vielleicht hilfts ja ein bißchen,daß manche hohen tiere merken,daß sie nicht tun können,was sie wollen,weils irgendwann doch rauskommt

Wäre dem so,hätte die chose am ende wirklich was gebr8 (außer lachern)
RoA
Inventar
#23 erstellt: 04. Dez 2010, 11:09

ahebeisen schrieb:
Du meinst, es könnte sein, daß der Büroleiter mehr oder weniger angestellt wurde, den Amis Infos weiterzugeben?


Nach den bislang bekanntgewordenen Vorkommnissen liegt die Frage doch auf der Hand. Inzwischen werden sogar die Qualitätsmedien wach. So schreibt z.B. die Welt:


Hat Metzner noch mehr Informationen weitergegeben?

Nicht klären konnte die FDP bislang, ob Metzner nach dem Herbst 2009 noch mehr interne Informationen an die US-Botschaft oder andere diplomatische Vertretungen weitergereicht hat. Genau da sieht die Opposition weiteren Aufklärungsbedarf. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann verlangte von Westerwelle die Auskunft, über welchen Zeitraum sein Mitarbeiter der US-Botschaft Informationen geliefert habe. Sollte Westerwelle schon Außenminister gewesen sein, wären womöglich auch höchst sensible Belange der Bundesrepublik betroffen, sagte Oppermann.
RoA
Inventar
#24 erstellt: 04. Dez 2010, 13:07
Und Spiegel Online titelt:


FDP-Maulwurf lieferte den USA seit 2007 Interna


Und nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen schweigt er, nachdem er zum Leiter Internationale Beziehungen aufgestiegen ist?
On
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 06. Dez 2010, 16:34
Zu Schaden soll von mir aus kommen, wer entlarvt wird und es nicht besser verdient hat.

Information sorgt für Entspannung und mehr Wahrhaftigkeit. Politische Geschehnisse sind schließlich keine Privatangelegenheiten. Die Bemerkungen über deutsche Politiker waren immer noch zweitklassig-diplomatisch. Man hätte Merkel ja auch als Ignorantin bezeichen können. Die Zunehmende Spaltung Deutschlands scheint sie jedenfalls nicht zu interessieren.

Mündige Bürger sollten in der Lage sein, Information nach billigem Ermessen zu gewichten. Nach der ersten Aufregung (über was hat man sich damals noch aufgeregt) wird gelernt werden, mit inoffiziellen Infos umzugehen. Man kann Infos verwenden oder es lassen. Irgendwelche Vertuschungen bei Mititäraktionen, Korruption oder seltene soziale Konstellationen unter Staatsmännern sind außerdem besser im Licht aufgehoben.

In der Natur wird auch kein Hehl aus der Wahrheit gemacht, da wird zwar gebrüllt, getarnt und gelockt, aber teuflische Heimtücke kennt nur der Mensch mit seiner Abstraktheitssprache.

Es wird höchste Zeit, daß das kindische Gezänk in der Weltpolitik endlich einer geerdeten Besonnenheit weicht. Denn wenn man nicht falsch spielt, dann können einem entheimte Informationen wenig anhaben.

Diplomatie ist ein wichtiges Element der Verständigung, ebenso wie gewisse Konventionen, doch dieses darf nicht zur Erstarrung führen und nicht ins Totalitäre abgleiten. Es ist unrealistisch zu glauben, daß der freundliche Diplomat der sich ja immerhin die Mühe macht, das empfindliche Befinden des anderen nicht zu erschüttern, niemals fluchen würde, daß er nicht frei denken oder träumen würde. Etwas mehr Menschlichkeit darf ruhig ins Programm.

Die Bloßstellung von Staaten oder Kronprinzen offenbart vor allem eines: Angst und Unsicherheit gegenüber aggressiven Gegenern, sowie mangelndes Selbstvertrauen. Länder können schlecht weglaufen, also sagt man einfach "nein", wenn einem etwas nicht paßt und duckmäusert nicht rum.

Wikileaks ist nicht zu verhindern. Meiner Meinung nach markiert es einen Kilometer auf dem Weg in eine neue Zeit dessen Umbruch schon hinter uns liegt.
voivodx
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 06. Dez 2010, 16:42

ich amüsiere mich auch köstlich



Das Ganze könnte aber auch unangenehme Konsequenzen haben.

Es gibt schon gute Gründe dafür, dass manche Dinge einfach vertraulich bleiben sollten.
ahebeisen
Stammgast
#27 erstellt: 06. Dez 2010, 17:57

On schrieb:

In der Natur wird auch kein Hehl aus der Wahrheit gemacht, da wird zwar gebrüllt, getarnt und gelockt, aber teuflische Heimtücke kennt nur der Mensch mit seiner Abstraktheitssprache.




Möööp - falsch.

Intrigen gibt's auch im Tierreich. Z.B. bei bestimmten Affenarten.
Rattensack
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 06. Dez 2010, 18:12

ahebeisen schrieb:
Intrigen gibt's auch im Tierreich. Z.B. bei bestimmten Affenarten.

Was wir als Indiz werten dürfen, dass der Mensch näher am Tier ist als am Menschen...

Buchtipp: "Der dritte Schimpanse" von Jarred Diamond.
On
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 07. Dez 2010, 13:09

ahebeisen schrieb:

Möööp - falsch.

Intrigen gibt's auch im Tierreich. Z.B. bei bestimmten Affenarten.

Affen zähle ich zu den Menschen.
RoA
Inventar
#30 erstellt: 07. Dez 2010, 14:45
So, den Assange haben sie jetzt zur Strecke gebracht. Putzigerweise macht man gar nicht erst den Versuch, es rechtstaatlich aussehen zu lassen. Internationale
Haftbefehle wegen schwammiger Anschuldigungen, Schließen von Konten und Diensten aufgrund einer Neuinterpretation der eigenen AGB, und in Deutschland steht die Steuerfahndung bereit, um die Wikileaks-Stiftung zu stürmen. Wenn das keine konzertierte Aktion ist, weiss ich es auch nicht.


On schrieb:
Intrigen gibt's auch im Tierreich. Z.B. bei bestimmten Affenarten.


Das Verhalten der selbstgerechten Mächtigen erinnert mich eher an die Schweine aus Orwells Farm der Tiere.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 07. Dez 2010, 15:20

Das Verhalten der selbstgerechten Mächtigen erinnert mich eher an die Schweine aus Orwells Farm der Tiere


Ist eigentlich auch offensichtlich:
mappus
voivodx
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 07. Dez 2010, 15:26
Der Assange scheint ein 2. Kachelmann zu sein.

Aaaaber:
Der Kachelmann ist kein Hacker, der international gesucht wird.


Wenn das keine konzertierte Aktion ist, weiss ich es auch nicht.



Wenn das nicht wieder so eine krude Verschwörungstheorie ist, weiß ich auch nicht.
RoA
Inventar
#33 erstellt: 07. Dez 2010, 15:39
http://www.youtube.com/watch?v=dGvnoq_4qG0

Demnach ist der Vergewaltigungsvorwurf eine verspätete Racheaktion zweier enttäuschter Liebschaften, der erst jetzt aufgebauscht wird.
voivodx
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 07. Dez 2010, 15:45
Sach ich doch.
2. Kachelmann.
Aber bei dem wird das ja auch aufgebauscht.
Aufgebauscht deshalb, weil im Endeffekt Aussage gegen Aussage steht und der ganze Prozess m.M. nach eine Farce ist.
Aber nicht deshalb aufgebauscht weil der Kachelmann ein Hacker oder so wäre.

Bei Steuerbetrug und Vergewaltigung versteht der Staat halt keinen Spass.
Egal ob man jetzt ein Hacker ist der Staatsgeheimnisse verrät oder nicht.
DamonDiG
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 07. Dez 2010, 17:10
Moinsen!


voivodx schrieb:
Der Assange scheint ein 2. Kachelmann zu sein.

Aaaaber:
Der Kachelmann ist kein Hacker, der international gesucht wird.

Kannst Du mal erklären, was der eine mit dem anderen zu tun hat?




Wenn das keine konzertierte Aktion ist, weiss ich es auch nicht.



Wenn das nicht wieder so eine krude Verschwörungstheorie ist, weiß ich auch nicht. :L

Heißt das, daß es keine konzertierte Aktion war?
Aber wenn es das nicht war, was war es dann? Ein gewöhnlicher rechtsstaatlicher Vorgang?

Schöne Grüße,
simon
ahebeisen
Stammgast
#36 erstellt: 07. Dez 2010, 17:52

DamonDiG schrieb:

Heißt das, daß es keine konzertierte Aktion war?
Aber wenn es das nicht war, was war es dann? Ein gewöhnlicher rechtsstaatlicher Vorgang?

Schöne Grüße,
simon



Weiß man's?

Alles Spekulation...
voivodx
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 07. Dez 2010, 19:46

Kannst Du mal erklären, was der eine mit dem anderen zu tun hat?


Die 2 haben gemeinsam, dass sie wahrscheinlich aus Rache von ihren gehörnten Liebschaften der Vergewaltigung beschuldigt werden.

Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.


Aber wenn es das nicht war, was war es dann? Ein gewöhnlicher rechtsstaatlicher Vorgang?


Ja.
ahebeisen
Stammgast
#38 erstellt: 08. Dez 2010, 16:15
Da fällt mir ein, ich hatte insofern ja mal richtig Schwein
gehabt. In meiner wilden Phase hatte ich ein halbes Jahr lang
3 Beziehungen parallel laufen.

Ich sag's Euch: Das kann sehr anstrengend sein.

Wie gut, daß das nie aufgeflogen ist. Wer weiß, was passiert
wäre...
djtechno
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 08. Dez 2010, 18:01
Das ist aber allgemein so ein Problem bei uns Menschen (und ,möglicherweise auch bei den tieren?)?

Die einen haben drei Beziehungen paralel und können sich vor Verehrerinnen nicht retten,die anderen gehen leer aus...

Aber ist halt so.
WalterD
Stammgast
#40 erstellt: 09. Dez 2010, 12:47
Sehr bedenklich finde ich, dass Mastercard und Visa auf politischen Druck hin einknicken und alle Geldströme von wikileaks einfriert.

Sollte wiki von einem Gericht für schuldig erklärt werden, kann ich das ja nachvollziehen, aber die Konten zu sperren, nur weil wiki etwas gemacht hat, dass den USA nicht gefällt, finde ich schon sehr sehr grenzwertig.

Und wenn wir jetzt alle mutmaßlichen Vergewaltiger über Interpol suchen würden, hätten die eine Menge zu tun.

Heftig finde ich auch, dass die USA nicht mal versucht, Menschenrechtliche Grundsätze gelten zu lassen sondern einfach zurückschiesst (sind also auch nicht besser als China etc.)

Gruß
Walter
ahebeisen
Stammgast
#41 erstellt: 09. Dez 2010, 13:25

WalterD schrieb:
Sehr bedenklich finde ich, dass Mastercard und Visa auf politischen Druck hin einknicken und alle Geldströme von wikileaks einfriert.



vergiß Paypal nicht.

Ich gebe Dir aber vollkommen Recht. Die ach so demokratische
und auf Menschenrechte pochende USA, verhält sich nicht eben
besser, als ein sogenannter "Schurkenstaat".



Wikileaks hat im Übrigen sogar gezeigt, daß die USA und
China im Vorfeld des letztjährigen Klimagipfels gemeinsame
Sache gemacht haben, um gegen die Europäer stimmen zu
können.



So richtig heuchlerisch wird das Ganze, wenn man sich die
Einladung des US-Außenministeriums anläßlich des "World
Press Freedom Days" der Unesco durchliest:


The theme for next year’s commemoration will be 21st Century Media: New Frontiers, New Barriers. The United States places technology and innovation at the forefront of its diplomatic and development efforts. New media has empowered citizens around the world to report on their circumstances, express opinions on world events, and exchange information in environments sometimes hostile to such exercises of individuals’ right to freedom of expression. At the same time, we are concerned about the determination of some governments to censor and silence individuals, and to restrict the free flow of information. We mark events such as World Press Freedom Day in the context of our enduring commitment to support and expand press freedom and the free flow of information in this digital age.



Nachzulesen hier


[Beitrag von ahebeisen am 09. Dez 2010, 13:39 bearbeitet]
RoA
Inventar
#42 erstellt: 09. Dez 2010, 13:54

ahebeisen schrieb:
Die ach so demokratische und auf Menschenrechte pochende USA, verhält sich nicht eben besser, als ein sogenannter "Schurkenstaat".


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren, so Benjamin Franklin vor über 200 Jahren.
voivodx
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 09. Dez 2010, 15:04
Hier grassiert wieder mal völlig hirnloser Anti-Amerikanismus.


Sehr bedenklich finde ich, dass Mastercard und Visa auf politischen Druck hin einknicken und alle Geldströme von wikileaks einfriert.

Sollte wiki von einem Gericht für schuldig erklärt werden, kann ich das ja nachvollziehen, aber die Konten zu sperren, nur weil wiki etwas gemacht hat, dass den USA nicht gefällt, finde ich schon sehr sehr grenzwertig.

Und wenn wir jetzt alle mutmaßlichen Vergewaltiger über Interpol suchen würden, hätten die eine Menge zu tun.


1. Haben verschiedene Institutionen von sich aus und nicht aufgrund politischen Druckes Wikileakskonten eingefroren.

2. Zu Recht. Wikileaks hat schließlich gedroht Bankgeheimnisse offenzulegen.

3. Haben nicht die USA sondern Schweden den Haftbefehl wegen Vergewaltigung erteilt.
Und die sind nicht mal in der Nato.


Ich gebe Dir aber vollkommen Recht. Die ach so demokratische
und auf Menschenrechte pochende USA, verhält sich nicht eben
besser, als ein sogenannter "Schurkenstaat".


Ich halte die USA auch nicht für viel freier und demokratischer als China, aber das ist kein Grund wirre Verschwörungstheorien
ohne jegliche vernünftige Grundlage zu verbreiten.
RoA
Inventar
#44 erstellt: 09. Dez 2010, 15:48
Ich halte die Depeschen für vernünftige Grundlagen, und die USA verhalten sich genauso, wie es zu erwarten war.
voivodx
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 09. Dez 2010, 16:02
Welche Depeschen?

Die Veröffentlichungen von Wikileaks müssen keineswegs alle der Wahrheit entsprechen.

Und wie verhalten sich denn die USA?
Glaubst du Amazon wird vom Pentagon gesteuert?
Oder Schweden?
ahebeisen
Stammgast
#46 erstellt: 09. Dez 2010, 16:07

voivodx schrieb:


Ich gebe Dir aber vollkommen Recht. Die ach so demokratische
und auf Menschenrechte pochende USA, verhält sich nicht eben
besser, als ein sogenannter "Schurkenstaat".


Ich halte die USA auch nicht für viel freier und demokratischer als China, aber das ist kein Grund wirre Verschwörungstheorien
ohne jegliche vernünftige Grundlage zu verbreiten.



Oha - In den USA gibt es von Politikern öffentliche Forderungen.

Zum Einen: gegen die New York Times vorzugehen, weil sie
Artikel von Wikileaks veröffentlichte

Zum Anderen: gegen Assange die Todesstrafe zu verhängen


Ich war zunächst auch skeptisch, was das Vorgehen von
Wikileaks anbetraf. Es wurde ja auch zur Genüge breit-
getreten, zu was für Verwicklungen dies führen könne.
(gerade was den Nahen Osten betrifft)

Nach den Reaktionen der USA sehe ich das Ganze schon wieder
etwas anders.

Die USA zeigen ein Gesicht, das sie bislang recht erfolgreich
verdecken konnte.

Erstaunlich an dem Vergewaltigungsfall ist schon, daß die
Verfolgung zunächst von den schwedischen Behörden einge-
stellt worden war. Erst nach der Wikileaks-Veröffentlichung
wurde der Fall wieder aufgenommen.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
voivodx
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 09. Dez 2010, 16:11

Nach den Reaktionen der USA sehe ich das Ganze schon wieder
etwas anders.


Für mich sind die bisherigen Reaktionen nur verständlich.


Ein Schelm, der Böses dabei denkt.


Höchst unwahrscheinlich, dass die USA dahinterstecken.
WalterD
Stammgast
#48 erstellt: 09. Dez 2010, 16:14

voivodx schrieb:
Hier grassiert wieder mal völlig hirnloser Anti-Amerikanismus.


Sehr bedenklich finde ich, dass Mastercard und Visa auf politischen Druck hin einknicken und alle Geldströme von wikileaks einfriert.

Sollte wiki von einem Gericht für schuldig erklärt werden, kann ich das ja nachvollziehen, aber die Konten zu sperren, nur weil wiki etwas gemacht hat, dass den USA nicht gefällt, finde ich schon sehr sehr grenzwertig.

Und wenn wir jetzt alle mutmaßlichen Vergewaltiger über Interpol suchen würden, hätten die eine Menge zu tun.


1. Haben verschiedene Institutionen von sich aus und nicht aufgrund politischen Druckes Wikileakskonten eingefroren.

2. Zu Recht. Wikileaks hat schließlich gedroht Bankgeheimnisse offenzulegen.

3. Haben nicht die USA sondern Schweden den Haftbefehl wegen Vergewaltigung erteilt.
Und die sind nicht mal in der Nato.


Ich gebe Dir aber vollkommen Recht. Die ach so demokratische
und auf Menschenrechte pochende USA, verhält sich nicht eben
besser, als ein sogenannter "Schurkenstaat".


Ich halte die USA auch nicht für viel freier und demokratischer als China, aber das ist kein Grund wirre Verschwörungstheorien
ohne jegliche vernünftige Grundlage zu verbreiten.


Danke für das "hirnlos"

1. Amazon schmeisst wikileaks freiwillig von Ihren Servern und Visa/Master kündigt freiwillig alle Verträge mit denen? Sorry, wenn ich "hirnlos" bin, bist Du "naiv"

2. Wiki droht damit, Unterlagen der Bank of America offenzulegen und schon kündigen alle Banken der Welt Ihre Geschäftsbeziehungen mit Wikileaks? Hälst Du das für in Ordnung? Oder hat das vielleicht alles mit Abschreckung für Wiki und ggf. Nachahmer zu tun?

3. Schweden hat den Haftbefehl erteilt, aber die USA hat dafür gesorgt, dass er über Interpol gesucht wird, das ganze also International gemacht.

Gruß
Walter
voivodx
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 09. Dez 2010, 16:19

1. Amazon schmeisst wikileaks freiwillig von Ihren Servern und Visa/Master kündigt freiwillig alle Verträge mit denen? Sorry, wenn ich "hirnlos" bin, bist Du "naiv"


Gibt es irgendwelche Beweise für eine Verschwörung?


2. Wiki droht damit, Unterlagen der Bank of America offenzulegen und schon kündigen alle Banken der Welt Ihre Geschäftsbeziehungen mit Wikileaks? Hälst Du das für in Ordnung? Oder hat das vielleicht alles mit Abschreckung für Wiki und ggf. Nachahmer zu tun?


Das halte ich für völlig in Ordnung und nachvollziehbar.
Deswegen sehe ich auch keinen Grund an eine Verschwörung zu glauben.


3. Schweden hat den Haftbefehl erteilt, aber die USA hat dafür gesorgt, dass er über Interpol gesucht wird, das ganze also International gemacht.


Für mich hat das eine(Vorwurf der Vergewaltigung) und das andere(teilweise fragwürdige Methoden von Wikileaks und die Reaktionen darauf)nichts miteinander zu tun.


[Beitrag von voivodx am 09. Dez 2010, 16:22 bearbeitet]
RoA
Inventar
#50 erstellt: 09. Dez 2010, 16:22

voivodx schrieb:
Und wie verhalten sich denn die USA?


Sie haben die Existenz der Depeschen bestätigt und nicht eine einzige davon dementiert.


Glaubst du Amazon wird vom Pentagon gesteuert?
Oder Schweden?


Im Moment wird gerade Spanien ferngesteuert.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/148862
http://www.gulli.com...gesteuert-2010-12-06



ahebeisen schrieb:
Erstaunlich an dem Vergewaltigungsfall


Es gibt gar keinen Vergewaltigungsfall. Es geht inzwischen nur noch darum, daß er "es" ohne Absprache ungeschützt gemacht haben soll.


Die USA zeigen ein Gesicht, das sie bislang recht erfolgreich verdecken konnte.


Schreib doch gleich Fratze.
WalterD
Stammgast
#51 erstellt: 09. Dez 2010, 16:28

RoA schrieb:
Es gibt gar keinen Vergewaltigungsfall. Es geht inzwischen nur noch darum, daß er "es" ohne Absprache ungeschützt gemacht haben soll.


Na, im strengen Schweden gilt das schon als versuchte Vergewaltigung.

Auf der anderen Seite, wären Schweden niemals an Interpol herangetreten. Oder meint Ihr Kachelmann wäre über Interpol gesucht worden, wenn man ihn nicht am Deutschen Flughafen abgefangen hätte?

Gruß
Walter
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