Gehe zu Seite: |vorherige| Erste . 10 . 20 . 30 31 32 33 34 35 36 37 Letzte |nächste|

Stirbt das Hifi Forum?

+A -A
Autor
Beitrag
Hüb'
Moderator
#1659 erstellt: 09. Jun 2025, 04:58

DerHilt (Beitrag #1657) schrieb:
Es wurde bereits weiter oben darauf hin gewiesen, das das Forum nicht unter das BFSG fällt. :)

Das ist eine Einschätzung - keine Tatsache.

DerHilt
Inventar
#1660 erstellt: 09. Jun 2025, 08:21
Na sicher. Man kann ein Gesetz ja nur lesen und gemäß Verständnis anwenden, zumindest solange, wie es noch keine veröffentlichten Erfahrungen im Einzelfall gibt. Im übrigen werden dann die Verwaltungsgerichte entscheiden, welche Auslegungen ihrer Meinung nach richtig oder falsch sind.
Und die treffen natürlich auch schonmal recht seltsame Entscheidungen (kenn ich aus dem Baubereich).
Ich jedenfalls kann einstweilen nicht erkennen, in wie weit ein Forum unter den Begriff der Dienstleistungen im Geschäftsverkehr fallen könnte.
Speed_King
Stammgast
#1661 erstellt: 09. Jun 2025, 08:50
Es konnte noch keiner – trotz mehrfacher Nachfrage – den genauen Tatbestand benennen. Dabei sind diejenigen, die die Anwendbarkeit behaupten, darlegungs- und beweispflichtig. Bis dahin bleibt das reine Panikmache. "Ich hab da mal was gehört, also macht das Forum am 28.06. dicht."

Wenn kein Tatbestandsmerkmal erfüllt ist, kann auch kein Gericht noch so seltsame Entscheidungen treffen. Die Gesetzesbegründung hilft bei dessen Auslegung. Es geht um Inklusion und Teilhabe am (täglichen) "Leben", s.o.
kölsche_jung
Moderator
#1662 erstellt: 09. Jun 2025, 09:31

Speed_King (Beitrag #1661) schrieb:
... Wenn kein Tatbestandsmerkmal erfüllt ist, kann auch kein Gericht noch so seltsame Entscheidungen treffen. ...

andere Ansicht vertretbar ... es kommt schon gelegentlich vor, dass - gerade niedere Gerichte - ziemlichen Unfug schreiben
... manchmal hat man den Eindruck, die wollten auf Biegen und Brechen in die Fachliteratur
RunWithOne
Inventar
#1663 erstellt: 09. Jun 2025, 09:43
Man(n) kann den Teufel auch an den Barthaaren zupfen, dann passiert sicher etwas. Ich würde grundsätzlich panikfrei abwarten wie die Dinge sich entwickeln.

Auf Prof-X hat der Betreiber auch den Marktplatz nach der Inkrafttreten der neuen Verkaufsregelung geschlossen. Ich bin kein Jurist aber nach meinem Verständnis und dem was ich später dazu gelesen habe, fallen einzelne Privatverkäufe da grundsätzlich nicht drunter.
Speed_King
Stammgast
#1664 erstellt: 09. Jun 2025, 09:52
Natürlich, nur entspricht das dann nicht der Rechtslage, sondern ist wie Du schon sagtest Unfug.

Mit der Begründung dürfte man gar nichts mehr wagen. Es könnte ja ein Gericht ...

Genauso dürftest Du dann das Haus nicht mehr verlassen, Unfallgefahr. Wobei: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt.

Das eine nennt sich allgemeines Lebensrisiko, das andere wäre analog dazu allgemeines Geschäftsrisiko.

Dass hier irgendwelche diffusen, nicht näher belegten Ängste geschürt werden, erinnert stark an die Esoterik im Hifi-Bereich. Es könnte ja irgendwas sein. Ab dem Moment dreht sich die Diskussion nur noch im Kreis und man befasst sich nur noch mit abstrusen Nebensächlichkeiten wie der Tatsache, dass es auch Fehlurteile gibt. Ja, ist so. Tut aber nix zur eigentlichen Sache.
Yamahaphilist
Stammgast
#1665 erstellt: 09. Jun 2025, 15:00
https://teilhabe4punkt0.de/tools/wave-tool

Es gibt doch auch ein Prüftool für Websites
DB
Inventar
#1666 erstellt: 07. Feb 2026, 17:32
Um auf die Eingangsfrage zu antworten: ja, ich glaube schon. Es erodiert an verschiedenen Ecken.
ZeeeM
Inventar
#1667 erstellt: 07. Feb 2026, 21:08
Es wird monetär irrelevant.
Hüb'
Moderator
#1668 erstellt: 08. Feb 2026, 14:56
Ist

geyerli
Inventar
#1669 erstellt: 09. Feb 2026, 13:23
Ich fürchte, diese Entwicklung ist nicht auf das Hifi-Forum beschränkt:

Die Leute bemühen die KI und sparen sich dadurch das Anklicken von Foren, Blogs und anderen Websites.

Infolgedessen bricht auf diesen Sites der Traffic ein, die Aktivität nimmt ab und es wird weniger neues Wissen generiert und publiziert.

Das wiederum wird sich negativ auf die KI auswirken, die es zunehmend schwer haben wird, neues Wissen als Trainingsmaterial zu finden.
Hüb'
Moderator
#1670 erstellt: 09. Feb 2026, 13:32
Allerdings darf man die Frage stellen, wie viel (echtes) Wissen hier im Forum tatsächlich dokumentiert ist.
Ohne das abwerten zu wollen, aber ganz viel Content besteht ja aus Meinung, Grundsatzdiskussionen zu "Glaubensfragen" und auch off-topic.
Wirkliches Wissen kommt kaum noch hinzu bzw. KANN vielleicht auch kaum noch hinzu kommen ("alles gesagt...").

flexiJazzfan
Inventar
#1671 erstellt: 09. Feb 2026, 13:50
Es genügt nicht, dass einmal etwas Richtiges geschrieben wird. Man darf und muss schlecht begründbaren Überzeugungen und unbewiesenen Theorien (und „Religionen“) immer den anerkannten Stand der Wissenschaft gegenüberstellen. Das ist heute einfacher denn je – deshalb meinen viele, dass schon jeder das bei seinem unaufhörlichen „Daddeln“ auch mal macht. Irrtum!
Gruß
Rainer
stoneeh
Inventar
#1672 erstellt: 09. Feb 2026, 19:23

Hüb' (Beitrag #1670) schrieb:
Allerdings darf man die Frage stellen, wie viel (echtes) Wissen hier im Forum tatsächlich dokumentiert ist.
Ohne das abwerten zu wollen, aber ganz viel Content besteht ja aus Meinung, Grundsatzdiskussionen zu "Glaubensfragen" und auch off-topic.
Wirkliches Wissen kommt kaum noch hinzu bzw. KANN vielleicht auch kaum noch hinzu kommen ("alles gesagt...").


Harte meinungsfreie evidenzbasierte Fakten gibt's hier genug, und kommen auch genug neue dazu. Es ist eher zu beobachten, dass diese oft nicht nur ignoriert, sondern regelrecht abgelehnt werden - wohl, das ist die einzige Schlussfolgerung, die sich mit der Beobachtung deckt, weil man's gar nicht so genau wissen wollte, sondern es attraktiver findet, bereits gelöste Fragestellungen endlos zu perpetuieren, um halt schlicht und einfach eine Ausrede dafür haben, labern zu können. Harte, nicht anfechtbare Fakten sind der Feind der Stammtischkultur.
Beaufighter
Inventar
#1673 erstellt: 09. Feb 2026, 20:37
Tja der meint es wird nur noch gelabert,der andere meint es gibt noch harte Fakten.
Und die KI wird sich selbst aus manövrieren, weil jeder Stammtisch Spruch schon geschrieben wurde.

Selbst diejenigen die kurz davor sind mit dem Kopf auf der Tischkante aufzuschlagen meinen bis kurz davor noch: " Bislang ging noch alles gut."

Warum wird immer wieder verlangt ein solches Forum effizient nach Fakten zu führen. Warum darf man nicht nach Hobbymanier die Themen im Flow langsam aus diskutieren?
Und warum soll die KI hier sinnvoll gefüttert werden.
Mir ist doch der Algorithmus der Firma XY so was von Scheißegal, das kann man sich gar nicht ausdenken.

Euro Sorgen bezüglich eines Hobbys möchte ich Mal haben.
Yamahaphilist
Stammgast
#1674 erstellt: 09. Feb 2026, 21:36
Wenn objektive Fakten, wie Messwerte, auf subjektive Eindrücke, hier beispielsweise Klang, treffen, ergeben sich eben quasi Interpretationsmodulationen (jeder hört etwas Anderes), von denen aber das Hobby an sich durchaus profitieren kann. Nichts ist halt individueller als Hören. Kann ich gut mit leben.
flexiJazzfan
Inventar
#1675 erstellt: 09. Feb 2026, 22:24
Welche einsame Welt, in der jeder völlig einmalige Sinneseindrücke hat, die zudem auch keine sinnvolle Verbindung zur sog. Realität haben! Über die Folgerungen einer solchen Hypothese haben sich schon einige Philosophen den Kopf zermartert. Noch schöner ist die Erweiterung auf die Emotionen, die die Musik zu wecken imstande ist. Auch diese sind total individuell und natürlich rein „geistig“. Wie erzeugen dann diese Emotionen das gänzlich physikalische Fußwippen und die Gänsehaut?
Vorsicht, man kann sich leicht ins Abseits philosophieren.
Ich persönlich fühle mich wohler, wenn meine Eindrücke und Einschätzungen mit denen anderer Hifi Fans übereinstimmen. Dieses Gefühl sucht man doch auch in einem Hobbyforum oder ?
Gruß
Rainer
Yamahaphilist
Stammgast
#1676 erstellt: 10. Feb 2026, 07:56
Wenn wir beide nebeneinander gesessen hätten und gemeinsam derselben Musik gelauscht hätten, würden wir dennoch nie dasselbe gehört haben. Jeder von uns einmalig in seinem Wesen, Denken, Fühlen und…. Taddda… Hören, und alles ohne, dass einer von uns beiden dabei einsam gewesen wäre. Hoffe ich zumindest, dass wir uns nicht angeschwiegen hätten. Und das Schöne dabei, man muss die Philosophie oder andere Künste dafür noch nicht einmal bemühen. Alles simple Biologie, Neuropsychologie, usw. von jedem ganz einfach nachlesbar im Internet. Man muss nur über den Tellerrand schauen wollen, mal die langjährig eingeübte, weil bequeme Komfortzone verlassen wollen, den ausgetretenen Weg, na, Du weißt schon. Und schon ändert sich die Perspektive.
Yamahaphilist
Stammgast
#1677 erstellt: 10. Feb 2026, 10:18
Um das Thema individuelles Hören abzuschließen, könnte jeder bei Interesse einfach einmal die KI befragen: >Ist Hören individuell?< um einen kurzen Überblick zu erhalten und bei Bedarf dann tiefer in das Thema eintauchen zu können. Eine, wie ich finde, durchaus spannende und lohnende Lektüre. Jeder kann sich so eine eigene Meinung bilden, entsprechend dem Bildungsauftrag dieses Forums.
Hüb'
Moderator
#1678 erstellt: 10. Feb 2026, 10:48
Bereits die Frage springt zu kurz, denn es geht bekanntlich nicht bloß um's "Hören" = ein physikalischer Vorgang sondern auch die Wahrnehmung = weitere Signalverarbeitung im Kopf.
flexiJazzfan
Inventar
#1679 erstellt: 10. Feb 2026, 12:57
Ich weiß nicht welche „Komfortzone“ ich hier verlassen soll. Ich habe in Bezug auf die Musik etwas vereinfacht von „Sinneseindrücken“ und den damit gleichzeitig geweckten/ausgelösten „Emotionen“ geschrieben. Diese Unterscheidung wurde in den Entgegnungen nicht aufgenommen, sondern darauf beharrt: jeder „hört“ individuell. Hüb‘ hat dann mit „Hören“ und „Wahrnehmen“ den Dualismus von physikalisch/physiologischem Vorgang und „geistiger“ sog. „Signalverarbeitung“, den ich mit anderen Worten angedeutet hatte, wieder aufgenommen.
Dieser Dualismus ist keineswegs trivial und berührt und beeinflusst einen Großteil der Diskussionen hier im Forum. Wenn wir den Bereich des Musikhörens verlassen und über das tägliche Hören nachdenken, werden wir sicher übereinstimmen, dass es nützlich und verbreitet ist, das Prasseln von Regen auf die Straße nicht als Meeresrauschen oder Wind in den Bäumen zu interpretieren und einen heranfahrenden Lastwagen nicht mit einem Flugzeug zu verwechseln.
Zwei Dinge sind noch keineswegs geklärt: Wie funktioniert das (erlernte) „Erkennen“ der Alltagsgeräusche genau und ist das damit verbundene Filtern, Einordnen, Fühlen auch ein physikalischer Prozess oder ein „geistiger“ Prozess?

In den Diskussionen über die technische Leistungsfähigkeit von Geräten stellt sich damit verbunden immer wieder die Frage: Warum können wir offenbar unser Hören nicht auf reinen „Messmodus“ einstellen, sondern sind immer am interpretieren, entscheiden, fühlen?

Gruß
Rainer
jandus
Stammgast
#1680 erstellt: 10. Feb 2026, 13:03
Es wurde doch hinreichend untersucht

Menschen hören das, was sie zu hören erwarten

https://tu-dresden.d...LFY6z8_O5PC5Z3E3VVF0

Nachtrag:

Heute ist "Safer Internet Day"

Trotz Warnungen, Ratschläge Tipps und guter Worte, fallen noch immer Menschen auf Internetbetrug herein.

Es werden uns Geschichten erzählt um an unser Geld zu kommen und wer leichtgläubig ist fällt darauf herein.

https://www.tagesschau.de/video/video-1553874.html


[Beitrag von jandus am 10. Feb 2026, 13:21 bearbeitet]
flexiJazzfan
Inventar
#1681 erstellt: 10. Feb 2026, 14:56
Zitat aus dem Interview mit dem Dresdner Forscher: „Alles, was wir wahrnehmen, könnte zutiefst durch unsere subjektiven Überzeugungen über die Welt geprägt sein."
Die Einführung der „subjektiven Überzeugung“ als hypothetische Ursache für eine für den Wissenschaftler „unerwartete“ Art der Signalverarbeitung löst ja keine der Fragen, die oben angesprochen wurden. Denn wann und durch welche andere Art der Signalverarbeitung (oder des Nachdenkens) entstand denn diese „subjektive Überzeugung“ , d.h. unser Bild der Umwelt?

Die weitführenden Interpretationen der Aktivitätsuntersuchungen von bestimmten Gehirnarealen erscheinen mir von daher keineswegs "hinreichend untersucht" und begründet.

Gruß
Rainer
jandus
Stammgast
#1682 erstellt: 10. Feb 2026, 15:19

Unsere Erwartungshaltung beeinflusst unser Hören

https://www.avguide....nflusst-unser-hoeren

Nur als info
Mechwerkandi
Inventar
#1683 erstellt: 10. Feb 2026, 16:30

Hüb' (Beitrag #1670) schrieb:

Allerdings darf man die Frage stellen, wie viel (echtes) Wissen hier im Forum tatsächlich dokumentiert ist.

Dann mach das doch mal.

Abzüglich dessen, was:
>> einer mal wo aufgeschnappt hat, ohne den Zusammenhang begriffen zu haben,
>> einer mal meint, irgendwo aufgeschnappt zu haben,
>> einer wiedergibt, was er nur deswegen aufgeschnappt hat, weil es gerade in sein Weltbild passt,
>> einer in irgendwelchen kruden Thesen wiedergibt, weil er realisiert hat, das auch der größte Blödsinn immer noch dafür gut ist, den Beitragszähler in die Höhe zu schrauben
etc. etc.
flexiJazzfan
Inventar
#1684 erstellt: 10. Feb 2026, 17:06
Der Vergleichstest von AVGUIDE hat einen methodischen Fehler. Wenn die Schlussfolgerung der Versuchsleiter stimmt, dass die meisten Hörer gar nicht fähig waren, Unterschiede zwischen den verschiedenen Geräten zu erkennen, dann sind die Ergebnisse statistisch verteilt. Selbstverständlich ist dann eine weitere Untersuchung nach verschiedenen Gruppen völlig unsinnig, da diese Ergebnisse ja ebenfalls statistisch verteilt sind und ihre Signifikanz nur im Verhältnis zum Basisergebnis abgeschätzt werden könnte.
Gruß
Rainer
jandus
Stammgast
#1685 erstellt: 10. Feb 2026, 17:32

Der Musikpsychologe Prof. Klaus-Ernst Behne und sein Kollege Johannes Barkovsky nahmen den epischen Disput von analoger versus digitaler Musikwiedergabe zum Anlass, ein in der Psychologie seit den 1950er-Jahren untersuchtes Phänomen zu überprüfen: die «hypothesengeleitete Wahrnehmung».

https://www.avguide....nflusst-unser-hoeren

hypothesengeleitete Wahrnehmung

https://www.spektrum...en%20(Urteilsfehler).
Nur als info
flexiJazzfan
Inventar
#1686 erstellt: 10. Feb 2026, 18:27
Die Hypothesentheorie ist eine Möglichkeit zu erklären, wie wir das „lebenslange Lernen“ strukturieren. Leider wird sie hier nur für den Fall angeführt, dass sich eine „falsche“ oder „unwahre“ Hypothese entwickelt. In unseren Diskussionen taucht sie dann meist unter dem Stichwort „Suggestion/Autosuggestion“ auf. Eigentlich ist aber die vorausschauende Interpretation einer Situation aufgrund des eigenen Weltbilds (Bauchgefühls ?)nützlich und sehr viel ressourcensparender als eine immer erneuerte Situationsanalyse. Inzwischen wird diese Methode auch für selbstfahrende Autos (von Google) eingesetzt, die statt einer dauernden komplexen Datenanalyse ein Situationsschema aufrufen und die „Beobachtungen“ sofort den „erwartbaren“ Ereignissen in dieser Umgebung zuordnen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die KI auch mit Weltbildern/Hypothesen arbeitet und daher manches „verstehen“ kann - und sich auch verrennen kann.

Gruß
Rainer
gst
Inventar
#1687 erstellt: 10. Feb 2026, 18:46
Bis auf die Leute mit den besonders guten Ohren ist das Mittelfeld doch weit verbreitet. Ich glaube, dass man sich hier auf einen gewissen gemeinsamen Höreindruck einigen kann. Diese Einigung kann auch ein sehr interessanter Prozess sein, funktioniert aber leider gut nur in direktem gemeinsamen Anhören und bringt dann Spaß.
Ich hätte auch Spaß daran, in einer Kleingruppe z.B. blind den vermeintlich besten Lautsprecher heraus zu hören (zu wollen). Solange man nicht zu bierernst nimmt...
jandus
Stammgast
#1688 erstellt: 10. Feb 2026, 18:50
https://de.wikipedia.org/wiki/Versuch_und_Irrtum

Mit dem Prinzip Versuch und Irrtum ,ist der Mensch doch schon recht weit gekommen

Nachtrag:

Man kann ja nur vermuten, wieviele hier im HiFi-Forum.de einem Irrtum unterliegen...


[Beitrag von jandus am 10. Feb 2026, 19:00 bearbeitet]
flexiJazzfan
Inventar
#1689 erstellt: 10. Feb 2026, 22:37
Zum Glück haben wir die Möglichkeit durch Kommunikation zu lernen und müssen nicht jede Herdplatte "ausprobieren". Dies ist ein unschätzbarer evolutionärer Vorteil. Und dieses Forum ist eine Möglichkeit das zu praktizieren. Alle Aussagen der Art: das ist doch alles relativ, das ist ganz individuell darüber kann man nicht diskutieren, was ich nicht selbst ausprobert habe glaube ich nicht ... sehe ich da als Störfeuer.

Gruß
Rainer
8erberg
Inventar
#1690 erstellt: 11. Feb 2026, 09:30
Hallo,

machen wir uns nix vor: die "Schisser" haben überlebt. Die Helden, die schon dem Säbelzahntiger das Fell abziehen wollten sind genauso wie die die meinten auf der Landstraße mit den engen Kurven gehen 200 km/h vorher "ausgestorben".

Peter
Mechwerkandi
Inventar
#1691 erstellt: 11. Feb 2026, 09:32

flexiJazzfan (Beitrag #1689) schrieb:

Zum Glück haben wir die Möglichkeit durch Kommunikation zu lernen und müssen nicht jede Herdplatte "ausprobieren".

Die Möglichkeit ist wohl da, aber wer nutzt sie?
Und was die Herdplatte angeht:
Muss man in der Pfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben?
Yamahaphilist
Stammgast
#1692 erstellt: 11. Feb 2026, 10:35
Individualität als Sperrfeuer? Lieber der Masse hinterher als der eigene Weg?
Dann gäb es manche HiFi Firma nicht. Und viele andere ebenfalls.
MOS2000
Inventar
#1693 erstellt: 11. Feb 2026, 11:23

Mechwerkandi (Beitrag #1691) schrieb:
... Muss man in der Pfanne gelegen haben, um über ein Schnitzel zu schreiben?

Nein, aber tatsächlich gemacht hat das nur einer.
Wenn alle anderen, die bloß drüber schreiben, dann natürlich keine Fakten liefern können entstehen eben "multiple Schnitzel-Beschreibungs-Blasen".
Legitim, aber alles nur persönliche Meinung.
Man muss halt -rausfinden- wer der Eine gewesen ist, und -den- Prozess wollen die wenigsten mitmachen, bzw. das Ergebnis gefällt ihnen dann nicht. In der plaudernden Schnitzelblase ohne echte Erkenntnis ist es viel kurzweiliger.

In der Realität könnten manche Kommunikations-Konstrukte komplexer sein als diese leichte Schnitzel-Abstraktion.
flexiJazzfan
Inventar
#1694 erstellt: 11. Feb 2026, 13:03
Meinung“ hat ja den Schutzschild der subjektiven Beurteilung und den zweifelhaften Vorteil, dass sie nicht beweisbar und widerlegbar ist. Der sog. „Meinungsaustausch“ in den Plauderecken des Forums dient dann auch nicht wirklich der Vertauschung der Ansichten im Sinne von Überzeugung, sondern der Suche nach Gleichgesinnten und der Bestätigung eigener Meinungen.
Das ist sozusagen der soziale Aspekt des Forums. Dieser ist für das Weiterbestehen einer Minderheitengruppe wichtig. Das hat nichts mit „Mainstream“ zu tun sondern ist eher eine Tendenz, die mit „Tribalisierung“ oder „Blasenbildung“ bezeichnet wird.

Meine idealistische Sichtweise auf die Forenkommunikation ist, dass man sich übergreifend über die physische Realität und ihrer Wahrnehmung streiten kann und muss, um zu beweisbaren Kriterien zu kommen – und zu lernen und zu überzeugen.

Dabei ist überhaupt noch nicht geklärt, ob das auch möglich ist. Es gibt auch die Hypothese, dass wichtige Teile unserer Denkstrukturen angeboren sind (Jerry Fodor) und damit überspitzt gesagt Lernen unmöglich ist. Die empirische Forschung an Zwillingen hält tapfer dagegen und freut sich über jeden belegten Unterschied zwischen eineiigen Zwillingen.

Gruß
Rainer
ZeeeM
Inventar
#1695 erstellt: 11. Feb 2026, 18:21

Yamahaphilist (Beitrag #1692) schrieb:
Individualität als Sperrfeuer? Lieber der Masse hinterher als der eigene Weg?
Dann gäb es manche HiFi Firma nicht. Und viele andere ebenfalls.


Kommt immer drauf an. ;-)
Individualität ist kein Garant für kluge Entscheidungen.

Beaufighter
Inventar
#1696 erstellt: 11. Feb 2026, 20:27

ZeeeM (Beitrag #1695) schrieb:

Yamahaphilist (Beitrag #1692) schrieb:
Individualität als Sperrfeuer? Lieber der Masse hinterher als der eigene Weg?
Dann gäb es manche HiFi Firma nicht. Und viele andere ebenfalls.


Kommt immer drauf an. ;-)
Individualität ist kein Garant für kluge Entscheidungen.

:prost

Die beste Massenentscheidung war der VW Käfer. Das hab ich individuell entschieden und weiß nicht ob das klug war.
Yamahaphilist
Stammgast
#1697 erstellt: 11. Feb 2026, 21:54
War da nicht in den 60ern ein Blaupunkt Frankfurt verbaut? Oder Dortmund, Essen, Hamburg. Da waren deutsche Städtenamen aktuell.
8erberg
Inventar
#1698 erstellt: 12. Feb 2026, 05:46
Hallo

und das Werk für Autoradios von Blaupunkt stand in Recklinghausen...

Peter
ZeeeM
Inventar
#1699 erstellt: 12. Feb 2026, 05:52

Beaufighter (Beitrag #1696) schrieb:
Die beste Massenentscheidung war der VW Käfer. Das hab ich individuell entschieden und weiß nicht ob das klug war.
:prost


So ist das mit Entscheidungen, und manche individuelle findet sich in der Mitte der Glockenkurve wieder.
Wenn die Entscheidung im Wesentlichen auf der Motivation beruht, sich von der Masse abzuheben, dann kann das sehr in die Hose gehen.
Ist ein nettes Thema, bei dem man unter Schummerlicht ne Menge Philosophensaft konsumieren kann.

Yamahaphilist
Stammgast
#1700 erstellt: 12. Feb 2026, 06:43
Die meisten Arbeitsplätze heute beruhen darauf, dass früher mal jemand gerade seinen eigenen Weg gegangen ist. Dass Dinge auch mal in die Hose gehen können, gehört zum Leben dazu. Dann steht man eben wieder auf. Aufstehen , Krone richten und los.
Beim VW Käfer weiß ich gerade nicht, ob es noch der Meistverkaufte ist oder der Golf oder ein anderer Hersteller. Beachtlich finde ich aber, dass ein Produkt quer durch die Gesellschaft und Einkommensstrukturen hindurch akzeptiert und beliebt war und ist. Wenn etwas eben einen Nerv trifft.
8erberg
Inventar
#1701 erstellt: 12. Feb 2026, 07:58
Hallo

der "Golf" hat ihn längst abgelöst, der hat aber nur Bronze"..
Der Toyota Corolla der absolut meistverkaufte PKW mit über 50 Millionen Einheiten.

Beim "Käfer" kamen mehrere Dinge zusammen die ihn zum Welterfolg machten

er war robust und jeder der etwas Verstand hatte konnte dran schrauben
er war einfach gebaut und was nicht dran ist kann nicht kaputtgehen
er war ein Sympathieträger - vor allen Dingen gegenüber den Straßenkreuzern ein Statement
"das Familienmitglied, das in der Garage schläft"

und ... er wurde günstiger - mit der Zeit senkte VW mehrfach den Preis

Peter
Uwe_Mettmann
Inventar
#1702 erstellt: 12. Feb 2026, 08:20

8erberg (Beitrag #1698) schrieb:

und das Werk für Autoradios von Blaupunkt stand in Recklinghausen...

Hildesheim?

Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 12. Feb 2026, 08:20 bearbeitet]
Mechwerkandi
Inventar
#1703 erstellt: 12. Feb 2026, 08:38

8erberg (Beitrag #1701) schrieb:

er war einfach gebaut und was nicht dran ist kann nicht kaputtgehen

Dafür ist alles, was dran war, kaputtgegangen.
Der Motor hielt, wenn überhaupt, so 70. - 80.000, dann riss das Auslassventil vom 3ten Zylinder ab, weil der aufgrund eines Konstruktionsfehlers im Windschatten des Ölkühlers immer zu heiss wurde.
Das hat man bei VW mit einem recht fetten Gemisch (Innenkühlung) versucht zu beheben, weswegen die Karre auch in Relation zu Größe und Leistung einen horrenden Verbrauch hatte.

Dafür konnte man den Motor, mit etwas Übung, in einer halben Stunde tauschen. Meine Schwester hatte nacheinander drei Stück von den Dingern und keinerlei Handgeschick.
Der zur gleichen Zeit angebotene Kadett hatte den besseren Motor, einen ordentlichen Kofferraum und eine funktionierende Heizung.
War aber wohl teurer... (???)
8erberg
Inventar
#1704 erstellt: 12. Feb 2026, 08:45
Hallo,

ups, Irrtum, dachte das Werk (direkt an der A43) war auf recklinghäuser Grund. Gut, die Kanalbrücke über den Rhein-Herne-Kanal ist die Stadtgrenze...

Das war doch Wanne-Eickel (Herne), hier arbeiteten bis Anfang der 90er Jahre über 800 Leute im Blaupunktwerk für Komponenten und für Autoradios. Die große "Blaupunkt"-Werbung konnte man gut von der Autobahn sehen, für mich immer ein Zeichen "bald biste zuhause".

Danach wurde die Produktion nach Portugal verlegt, auch längst Geschichte.

Peter
8erberg
Inventar
#1705 erstellt: 12. Feb 2026, 08:56

Mechwerkandi (Beitrag #1703) schrieb:

8erberg (Beitrag #1701) schrieb:

er war einfach gebaut und was nicht dran ist kann nicht kaputtgehen

Dafür ist alles, was dran war, kaputtgegangen.
Der Motor hielt, wenn überhaupt, so 70. - 80.000, dann riss das Auslassventil vom 3ten Zylinder ab, weil der aufgrund eines Konstruktionsfehlers im Windschatten des Ölkühlers immer zu heiss wurde.
Das hat man bei VW mit einem recht fetten Gemisch (Innenkühlung) versucht zu beheben, weswegen die Karre auch in Relation zu Größe und Leistung einen horrenden Verbrauch hatte.

Dafür konnte man den Motor, mit etwas Übung, in einer halben Stunde tauschen. Meine Schwester hatte nacheinander drei Stück von den Dingern und keinerlei Handgeschick.
Der zur gleichen Zeit angebotene Kadett hatte den besseren Motor, einen ordentlichen Kofferraum und eine funktionierende Heizung.
War aber wohl teurer... (???)


Eindeutig war der Kadett das modernere Auto. Mängelfrei war der aber auch nicht gerade. Hier in Ruhrgebietsnähe holte man sich wenn man ein neues Haus baute einen ranzigen Kadettzwo mit Rest-TÜV. Gab es für nen Fuffy "pro Monat". Da wurd der Zement und die Dachpappe mit transportiert - nach dem Einzug ins neue Heim ging der Wagen Richtung Stahlwerk...

Der Erfolg des Kadetts machte den Wolfsburgern auch kräftig Probleme, die Verkäufe gingen in den Keller und die "Nachfolger" für den Käfer (Typ 3 und Typ 4) waren für die massenverwöhnten VW-Manager Flops.

Es gibt bis heute die Gerüchte das die ersten Golfs so rosteten weil man an der Lackierstraße sparen musste - man hatte kein Geld mehr.
Aber der Golf rettete letztlich den VW-Konzern.

Mit dem "durstig" waren vor allen die 1300er Modelle gemeint, damals sagte man man müsste die Zahlen addieren für den Verbrauch auf 100 km (1302 = 15 ltr./100 km, 1303 eben 16 ltr./100 km), Werte die heute nur noch rasende SUVs auf der linken Spur hinkriegen.

BTW waren die damaligen Autos alle unterm Strich nicht besser, bei vielen Herstellern gab es für 100.000 km eine goldene Armbanduhr für den stolzen Eigner...
Wie mein 1974er Fiat 125 beim 3. TÜV-Termin aussah sag ich auch lieber nicht. Ein Kumpel brachte den irgendwie dann "drüber..."

Peter
Uwe_Mettmann
Inventar
#1706 erstellt: 12. Feb 2026, 10:06

8erberg (Beitrag #1704) schrieb:
Das war doch Wanne-Eickel (Herne), hier arbeiteten bis Anfang der 90er Jahre über 800 Leute im Blaupunktwerk für Komponenten und für Autoradios.

Laut Wikipedia wurde dort nur Komponenten gefertigt (und Lautsprecher). Die Endfertigung der Autoradios war in Hildesheim. Das war auch der Stammsitz des Unternehmens.

Es hätte mich auch gewundert, wenn es anders wäre, denn in Hildesheim hatte Blaupunkt ein großes Werk.


Gruß

Uwe
8erberg
Inventar
#1707 erstellt: 12. Feb 2026, 10:12
Hallo,

das mit den Autoradios sagte damals eine Bekannte die dort am Band arbeitete in der Montage. Das ist ja alles 40 jahre her - vielleicht trügt die Erinnerung.

Peter
DerHilt
Inventar
#1708 erstellt: 12. Feb 2026, 10:43

8erberg (Beitrag #1707) schrieb:
…Autoradios…

Ein kleiner Hinweis eines Ortskundigen: Herne, in Sichtweite zum alt ehrwürdigen Stadion am Schloß Strünkede.
Mechwerkandi
Inventar
#1709 erstellt: 12. Feb 2026, 11:32

8erberg (Beitrag #1705) schrieb:

Es gibt bis heute die Gerüchte das die ersten Golfs so rosteten weil man an der Lackierstraße sparen musste

So ein Ding hatte ich mal, in himmelblau, 1,1 ltr. mit 50 PS.

Das mit dem Umstand, dass die Dinger schon im Prospekt rosteten, hatte seine Ursache in dem verwendeten Blech:
Im Rahmen der DDR-Subventionierung wurden Karosseriebleche von dort geliefert, die ihre Herkunft in der Verwertung von Schrottkarossen hatten.
Leider hat man nicht daran gedacht, die Kabelbäume vor dem Recycling restlos zu entfernen, so dass das Blech einen nicht unerheblichen Cu-Anteil in der Legierung mitbrachte. >> elektro-galvanische Korrosion.
Wassereinbrüche in die Karosserie, fehlende Wasserabläufe und unzureichende Konservierung taten den Rest dazu.
Und wenn du im Auto ganz leise warst, hast du ihn rosten gehört.

Sry 4 ot.
Suche:
Gehe zu Seite: |vorherige| Erste . 10 . 20 . 30 31 32 33 34 35 36 37 Letzte |nächste|

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder930.913 ( Heute: 4 )
  • Neuestes MitgliedKlare-Scheibe
  • Gesamtzahl an Themen1.564.155
  • Gesamtzahl an Beiträgen21.845.095