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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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DJ_Bummbumm
Inventar
#3209 erstellt: Gestern, 20:46

Silenced_Music (Beitrag #3208) schrieb:

Der Begriff audiophil (also: „das Hören liebend“, aus dem Lateinischen audire und dem Griechischen philos) bezieht sich doch auf den Anwender. Geräte lieben oder mögen doch nichts.
 

Aus dem selben Grund dürfte es auch keine "musikalischen Verstärker" geben.
Google findet aber eine Menge davon.

BB
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#3210 erstellt: Gestern, 21:13
Man muss nicht jeden Begriff so eng auslegen, man kann sich dadurch auch in seinen Ausdruksmöglichkeiten einschränken.
Ich spreche schon von audiophilen Aufnahmen. Ist streng genommen auch falsch, die meisten verstehen es aber richtig.

Gerd
Silenced_Music
Stammgast
#3211 erstellt: Gestern, 21:22
Natürlich, weil Google ja auch nur findet, was andere niederschreiben. Wenn musikalische Verstärker angeboten, diskutiert oder beworben werden, wird Google sie aufspüren. Genau wie Antifaltencremes oder was auch immer. Was das audiophile Individuum letztlich benötigt, um seiner Neigung zu frönen, steht ohnehin auf einem ganz anderen Blatt. Der eine lebt sein Dasein aus, indem er im klangfarbenfrohen Röhrenschmelz badet; der andere ergötzt sich an der absoluten Deckungsgleichheit von Raumfrequenzgang und Zielkurve. Gemein ist ihnen die Freude am Klang. In Foren geraten sie genau deswegen aneinander.

Ich baue gerade Lautsprecher. Wenn die fertig sind versuche ich zwar nicht zurück zu bauen aber mal ganz pragmatisch aufzubauen. Sprich ein Stereo Setup mit einem Wiim Amp Pro. Der hat genug Leistung, ordentliches DSP und ne gute Software. Bin gespannt ob das hinhaut....
rat666
Inventar
#3212 erstellt: Gestern, 22:01

Man muss nicht jeden Begriff so eng auslegen, man kann sich dadurch auch in seinen Ausdruksmöglichkeiten einschränken


Nein, wenn man nur die Begriffe nutzen würde die auf das Gerät/den LS zutreffen können, dann würde man sich viel Klanggeschwurbel ersparen.

Ein Hifi Gerät kann weder audiophil noch musikalisch sein, ebensowenig kann es Klangfarben erzeugen oder Spielfreude besitzen oder wie aus einem Guss spielen und es gibt noch zig andere Begriffe die ein Gerät technisch nicht erfüllen kann.


[Beitrag von rat666 am 12. Jun 2026, 22:21 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#3213 erstellt: Gestern, 22:19
Erstmals offiziell in gedruckter Form aufgetaucht ist der Begriff im Jahr 1951. Er wurde im redaktionellen Teil der damals neuen US-Fachzeitschrift High Fidelity verwendet und wurde noch recht sachlich für Menschen verwendet, die sich leidenschaftlich für die akkurate und originalgetreue Wiedergabe von Live-Musik im eigenen Wohnzimmer interessierten und dafür technisches Verständnis mitbrachten.
Also, kein Preisschild. Alles andere ist Schmonsenz.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#3214 erstellt: Gestern, 22:22
Es gibt keine verbindliche Sprachregelung für die Beschreibung von Klang.
Auf Geräte bezogen bedeutet dies entweder: technische Geräte haben keine Klangcharakteristik und falls doch und man so etwas bejaht, dann ist das nicht beschreibbar? Das wäre eine Einschränkung meiner sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Mit welchen sprachlichen Mitteln könnten denn diese Unterschiede beschreibbar sein?

Gerd
flexiJazzfan
Inventar
#3215 erstellt: Gestern, 23:14
Sprachliche Ausdrücke, in der Alltagssprache und in der künstlerischen Sprache, sind kein logisches nach mathematischen Regeln aufgebautes Baukastensystem. Sie enthalten vielmehr Analogien und Kombinationen von Sinneseindrücken und Übertragungen aus anderen Bereichen etc. etc. . Durch den häufigen Gebrauch entsteht ein Bedeutungsfeld das allgemeinverständlich wird.

Wenn man anfängt alles „wörtlich zu nehmen“ kommt man schnell in die Gesellschaft von Karl Valentin. Zitronenfalter falten eben keine Zitronen und Lärmschutz schützt keinen Lärm und die Eigenschaften von Audiogeräten beschreiben nicht deren „Leben“, sondern ihre Wirkung auf Menschen. D.h. es sind eben Projektionen menschlicher Wahrnehmungen auf die daran „beteiligten“ Gerätschaften. Das versteht jeder und diejenigen, die jetzt vorgeben, dies nicht nachvollziehen zu können, haben sich m.E. etwas verrannt.

Ich empfehle jedem, der sich allein dem (pseudo)wissenschaftlichen Vokabular verschrieben hat, einmal für sich die Kritik eines langen Musikereignisses zu schreiben, um einem Bekannten einen Eindruck von dem Event bzw. eine Empfehlung für die Musiker zu senden.

Gruß
Rainer
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#3216 erstellt: Gestern, 23:23
Nimm was ganz kurzes:

RayCharles: Hit The Road Jack, 1:58 Weltklassesong für die Ewigkeit.

Beschreiben, vedammt schwierig.

Gerd
DJ_Bummbumm
Inventar
#3217 erstellt: Gestern, 23:41

flexiJazzfan (Beitrag #3215) schrieb:

Wenn man anfängt alles „wörtlich zu nehmen“ kommt man schnell in die Gesellschaft von Karl Valentin.

Wenn nicht gar in die von Dil Ulenspiegel.

Nachdem die sprachliche Zulässigkeit des Begriffes "audiophil" in Bezug auf Audiokomponenten positiv geklärt wäre, können wir auf die eigentliche Fragestellung zurückkommen.
(ich befürchte aber weiteres Sträuben und weitere Nebelkerzen.)

BB
Yamahaphilist
Stammgast
#3218 erstellt: Heute, 05:19
Jetzt hast du aber immer noch kein Preisschild an deinem audiophil. Das ist doch das Problem an dieser Übertragung von einer Person auf eine Gerätschaft. Du kannst die Sprache noch so vergewaltigen und fraglich allgemein verständliche Bedeutungsfelder herbeireden, dieses Wort gibt sowas einfach nicht her. Denn sonst müsstest du nicht danach fragen. Wenn du mir erzählst, du hast ein audiophiles Gerät zuhause rumstehen, dann kann das auch der Volksempfänger Deiner Vorfahren sein und ich habe sicher keine Preisvorstellung im Kopf.
Beaufighter
Inventar
#3219 erstellt: Heute, 06:54

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #3216) schrieb:
Nimm was ganz kurzes:

RayCharles: Hit The Road Jack, 1:58 Weltklassesong für die Ewigkeit.

Beschreiben, vedammt schwierig.

Gerd


Erst Mal, das Original ist von Percy Mayfield und ursprünglich eine Acappella Version im Duett gesungen.

Das Lied ist natürlich untrennbar mit Ray Charles verbunden, und es beschreibt eine Frau die ihren Mann vor die Tür setzt, weil er kein Geld nach Hause bringt.

Das ganze ist eine tolle R&B Nummer im 4/4 Takt. Dazu kann man hervorragend Cha Cha Cha oder Rock'n'Roll tanzen.


Zaianagl (Beitrag #3199) schrieb:
Weils technisch ist?

Aber nur zu einem Teil, der andere ist doch sehr mumumusikalisch.
Das wusste Mary Roos schon mit zarten 13 Jahren.



[Beitrag von Beaufighter am 13. Jun 2026, 07:34 bearbeitet]
Peppermint-PaTTy
Inventar
#3220 erstellt: Heute, 07:56

DJ_Bummbumm (Beitrag #3217) schrieb:

Nachdem die sprachliche Zulässigkeit des Begriffes "audiophil" in Bezug auf Audiokomponenten positiv geklärt wäre, können wir auf die eigentliche Fragestellung zurückkommen.
(ich befürchte aber weiteres Sträuben und weitere Nebelkerzen.)

BB

Mittlerweile ist, denke ich, mehr als offensichtlich, dass die Nebelkerzen und das Sträuben auf Deiner Seite liegen, sei es aus Unverständnis oder reiner Trollerei.
Befrage doch die KI dazu
8erberg
Inventar
#3221 erstellt: Heute, 08:43

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #3214) schrieb:
Es gibt keine verbindliche Sprachregelung für die Beschreibung von Klang.
Auf Geräte bezogen bedeutet dies entweder: technische Geräte haben keine Klangcharakteristik und falls doch und man so etwas bejaht, dann ist das nicht beschreibbar? Das wäre eine Einschränkung meiner sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Mit welchen sprachlichen Mitteln könnten denn diese Unterschiede beschreibbar sein?

Gerd


Vortanzen

Peter
Zaianagl
Inventar
#3222 erstellt: Heute, 08:47
Gnihihihi...
Beaufighter
Inventar
#3223 erstellt: Heute, 08:55
Selbstverständlich kann man Klang beschreiben.

Hoch Hell
Tief Bass

Dumpf

Klangfarbe
Warm
Metallisch

Dynamik
Trocken
Weich
Kraftvoll

Nur eben Audiophil ist ein Begriff der so schwammig ist das er sich nicht zuordnen lässt. Für mich war Audiophil bevor er im Hi-Fi ein Schlagwort wurde eher auf die Person bezogen, und weniger auf das technische Gerät.


[Beitrag von Beaufighter am 13. Jun 2026, 08:58 bearbeitet]
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#3224 erstellt: Heute, 09:17
Ich habe mich schon immer gewundert, wie "Audiophile" Klang beschreiben, jedoch überhaupt nichts von Musik verstehen. Wie ein Instrument klingt, schon mal garnicht. Es ist meist einfach Geschwurbel.
jandus
Stammgast
#3225 erstellt: Heute, 10:34

Musikwissenschaft, auch Musikologie („Musiklehre“), ist eine Wissenschaft, die sich mit allen Aspekten der Musik und des Musizierens befasst. Sie betrachtet die Musik aus der Sicht aller relevanten Disziplinen; dazu gehören kultur-, sozial-, struktur- und naturwissenschaftliche Ansätze.

https://de.wikipedia.org/wiki/Musikwissenschaft

Damit ist doch fast alles umrissen was die Musik betrifft...naja, außer natürlich "Audiophile" mit viel Phantasie...obwohl, da gibt es die Hörphsychologie...
flexiJazzfan
Inventar
#3226 erstellt: Heute, 12:25
Was den Preis angeht habe ich vor längerer Zeit einmal die Ranglisten zweier Hifi Zeitschriften nach den Preis-Qualitätsrelationen ausgewertet. Wie eigentlich zu erwarten war, ergab sich der ungefähre Verlauf einer Exponentialverteilung.

Bei Geräten/Lautsprechern mit sehr niedrigen Preisen gab es immer sehr niedrige Einstufungen.

Dann folgte ein Preisbereich, in dem man mit etwas mehr Investition schon in einen spürbar höheren Punktebereich vorstoßen konnte. Hier gab es dann „Ausreißer“ in beide Richtungen – also Produkte, die ihr Geld nicht wert waren und Preis- Leistungssieger.

In den Regionen des teuren Hifi und des Highendbereichs „verdünnten“ sich die Daten und lagen eng beieinander. Im Kampf um die letzten Prozente brachten auch erhebliche Mehrinvestitionen kaum noch merklich bessere Punktewertungen – selbst von diesen Testern, die ja eher zu Begeisterung neigen, wenn die „Boliden“ ins Studio gestellt werden.

Dieses beschriebene Bild kann man praktisch bei allen Investitionen im Konsumentenbereich finden. Im Billigbereich kann man leicht Enttäuschungen erleben. Im umkämpften mittleren Preissegment lohnt es sich nach seinem persönlichen Preis-Leistungssieger zu suchen. Im absoluten Hochpreissegment sind auch bei großen Preisunterschieden augenfällige Qualitätsunterschiede kaum zu finden – hier geht es oft um Geschmack und Prestige.

Die Trennung nach Preisgruppen in den meisten Hifi Studios in verschiedenen Vorführräumen behindert meines Erachtens die Sicht auf die ganze Leistungsbandbreite und ist nicht geeignet Begeisterung für hochwertigen Klanggenuss zu entfachen.

Gruß
Rainer
DJ_Bummbumm
Inventar
#3227 erstellt: Heute, 12:47

flexiJazzfan (Beitrag #3226) schrieb:

Die Trennung nach Preisgruppen in den meisten Hifi Studios in verschiedenen Vorführräumen behindert meines Erachtens die Sicht auf die ganze Leistungsbandbreite und ist nicht geeignet Begeisterung für hochwertigen Klanggenuss zu entfachen.

Als ich noch Hifi-Häuser heimgesucht habe, ist mir das auch aufgestoßen.
Natürlich waren allenfalls Exponate im untersten Vorführraum meine Kragenweite, aber ich hätte doch zu gerne mal den großen Klang gehört.
Na ja, meine Hifi-Karriere war ohnehin auf der ersten Leistersprosse zu Ende.

BB
8erberg
Inventar
#3228 erstellt: Heute, 13:11
Hallo,

im "Ur-Saturn" in Köln konnte ich als junger Spund mit 18 Lenzen problemlos auch verdammt große Namen probehören obwohl die Verkäufer wohl ahnten das der Kerl die Dinger sich zumindest in den nächsten Jahren nicht wird leisten können.

Beeindruckend fand ich dabei Backes + Müller Brocken BM20 die gerade frisch reingekommen waren.

Damals gab es eine Tendenz zu aktiv, vor allen Dingen einige europäische Hersteller wie Grundig und Philips.

Sonst hatte ich schon damals keinen Respekt vor gewissen Verkäufern, bin ja selbst Vertriebler.
Und mit entsprechendem Auftreten ging das eigentlich immer...

Peter


[Beitrag von 8erberg am 13. Jun 2026, 13:11 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#3229 erstellt: Heute, 13:52
Ich habe auch, bevor Saturn in die Breite ging, in der Zweigniederlassung in Hannover sehr gute Erfahrungen gemacht.
Ich habe damals auch einen Stapel Independent LPs gekauft. Immerhin von meiner 10er Liste waren 7 verfügbar.

Später in der HiFi-Meile Apogees mit den großen Krell-Monos gehört.
Und in Berlin bei Saturn hatten sie eine Installation B&W 801 mit Classe´Audio Elektronik in einem separaten Raum. Davor stand ein Sofa und man konnte einfach eine Weile hören, es wurde keinerlei Druck ausgeübt.

Geholfen hat es alles nicht. HiFi scheint heute eher das Hobby alter Männer zu sein. Frauen und die junge Generation streamen mit dem Smartphone über eine JBL-Bluetooth-Box.

Gerd
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