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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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8erberg
Inventar
#1956 erstellt: 23. Jan 2026, 11:27

ardina (Beitrag #1954) schrieb:


Hamm wir gelacht. Ich habe teilweise mit Geräten aus Fernost zu tun die im satten sechsstelligen Bereich kosten, wo ich mich frage, wie die eine Zulassung bekommen konnten. In unserer korrupten Welt sind viele Produkte unterwegs, die besser in die Mülltonne fliegen sollten.

das erkläre mal den Entscheidern. Es hilft wie immer nur ein Expertenteam "vor Ort" in China die die Produktion überwachen und stumpf alles lahmlegen wenn jemand Murks macht. Dazu fehlt bei vielen der Sachverstand und bei einigen auch der Charakter die sich denken "nach der Gewährleistung kanns ruhig zusammenfallen".
Beispiel waren Stahlteile für die Autobahn-Rheinbrücke in Leverkusen (A3), dem Generalunternehmer aus Österreich der fehlerhafte Teile aus chinesischer Produktion verbauen wollte wurde deshalb der Auftrag entzogen.



Theoretisch ist dein Einwand richtig, in der Praxis sieht es anders aus. Und die Chinesen überziehen den Markt gerne mit Billigkram, das finden die gut. Heißt nicht, das auch Chinesen hochwertige Produkte herstellen können, wenn es sich lohnt.

:prost

Genau das isses: es muss sich lohnen - nur wirds dann auch teuer.

Man bedenke: die Chinesen kochen auch nur mit Wasser, der große Vorteil "niedrige Löhne" schrumpft immer weiter. Es gibt zwar Unmengen an Arbeiter und Ingenieure, aber es fehlen wirklich qualifizierte Mitarbeiter.

Ich wundere mich immer wieder wieviele Leute leichtsinnig die Produktion verlagern und sich dann wundern das sie über den Leisten gezogen werden und 2 Straßen weiter die Produktionsanlage 1:1 von einem Parteigenossen nachgebaut wird...

Peter
Beaufighter
Inventar
#1957 erstellt: 23. Jan 2026, 11:35
Moin,


Hamm wir gelacht.
Naja ich will nicht direkt widersprechen. Das dort Normen relativ freizügig ausgelegt werden, ist, denke ich schon fast Geschäftsalltag. Das hat immer zwei Gründe, die Preisschraube der Auftraggeber und die Gewinnerwartung des Auftragsnehmers. Manchmal oder meistens beides zusammen.

Je größer der Laden (Ikea usw....) Je mehr muss aufgepasst werden. Die Konkurrenz schläft nicht.

Das heißt ja nicht das der produzierende Laden nicht anders könnte.

Eins fällt mir auf, dass ausruhen auf seinem Namen und diesen auszumelken bis ins Knochenmark ist kein Zukunft Konzept.

Vor ein paar Posts wurde schon B&W genannt für meine Begriffe könnt da McIntosh noch mit genannt werden.
ardina
Inventar
#1958 erstellt: 23. Jan 2026, 11:40

8erberg (Beitrag #1956) schrieb:

das erkläre mal den Entscheidern. Es hilft wie immer nur ein Expertenteam "vor Ort" in China die die Produktion überwachen und stumpf alles lahmlegen wenn jemand Murks macht. Dazu fehlt bei vielen der Sachverstand und bei einigen auch der Charakter die sich denken "nach der Gewährleistung kanns ruhig zusammenfallen".



Das kann vielleicht ein Unternehmen wie VW machen, aber da gibt es eine Menge dazwischen.

Vor Jahren habe ich noch für einen großen amerikanischen Hersteller gearbeitet der einige OEM-Produkte aus China im Angebot hatte. Ich bin seinerzeit als einer der verantwortlichen Ingenieure diverse male nach China gereist, um über Änderungen, weiteren Funktionen und auch über Qualitätsverbesserungen zu sprechen. Die lächeln einen freundlich an und du weißt sofort, dass die das überhaupt nicht interessiert was du erzählst. Ist der Markt groß genug und es finden sich Abnehmer, wird einfach so weitergemacht.

8erberg
Inventar
#1959 erstellt: Gestern, 17:14
Hallo,

stimmt. Ein Kollege der damals alles aus China holte sagte immer "Peter, mit Deinem Made in Germany wird das nix mehr".

Dann kamen Produktionsprobleme, dann Corona. Er verlor alles...

Ich bin zwar klein unterwegs - aber meine Kunden wissen das ich alles halte was ich verspreche.

Peter
sohndesmars
Inventar
#1960 erstellt: Gestern, 18:24
Kommunikation ist sehr wichtig. Und es ist sehr hilfreich, wenn man die Sprache derer kennt, die Entscheidungen weitervermitteln sollen. Und da reicht es nicht, auch Cantonesesisch und Mandarin zu beherrschen. Die Chinesen haben ihre eigene Kultur der Kommunikation, ihre eigene Ethik. Wenn man das einigermaßen versteht, bekommt man, was man zu bezahlen bereit ist.
Und manchmal ist es einfach besser, sich ein anderes asiatisches Land zu suchen, dass billiger, nicht nur in finanzieller Sicht ist.
Deutschland ist als Industriestandort fast immer zu teuer.
Irgendwie hat Deutschland seinen ökonomischen Kompass verloren. Im Handel, in der Wirtschaft, in der Forschung. Und ganz besonders in der Bildung.
8erberg
Inventar
#1961 erstellt: Heute, 07:17
Hallo,

Deutschland ist wettbewerbsfähig.

Lohn und Gehalt sind bei vollautomatisierten Prozessen fast egal.

Nur fehlt die Einsicht das man dafür keine Laberköppe sondern gute Fachkräfte braucht.
Aber was wird studiert? Jura. BWL oder Philosophie....

Dabei brauchen wir Ingenieure.

Peter
AusdemOff
Inventar
#1962 erstellt: Heute, 09:54

Nur fehlt die Einsicht das man dafür keine Laberköppe sondern gute Fachkräfte braucht.

Das ist auch der Schlüssel für das Geschäftsfeld HIFI (gilt im übrigen auch universell!).

Wie oft wurde hier angemahnt das sich die Beratung kontraproduktiv zum Umsatz verhielt. Wenn der Kunde
ständig das Gefühl hat mit Nebelkerzen zugeschüttet zu werden anstatt fundiert beraten zu werden schwindet
das Vertrauen. Leere und irreführende Marketingphrasen sind heutzutage wichtiger als echte Fachkenntnisse.
Beispiele finden sich sogar hier im Forum.

Wieviel Schrott wird über die sogenannten Influenzer vertickt? Allesamt Laberköppe ohne fundiertes Wissen.
Aber sie werden akzeptiert, weil ein Mensch wie du und ich. In der freien Wildbahn hätten viele der beworbenen
Produkte keine Chance, oder sie würden früher oder später von Kundenseite derartig zerrissen das der Hersteller
sich stillschweigend einen neuen Namen sucht.
8erberg
Inventar
#1963 erstellt: Heute, 10:36
Hallo,

ich komm ja aus der Zulieferindustrie (Kunststoff-Halbfertigteile).
Wenn Du dort mit Marketing-Gequassel statt mit fundamentierten Antworten kommst bist schnell vom und kommst nie wieder an den Tisch...

Inzwischen setzen sich sogar bei (einigen) Rotstiftfüchsen grundlegende Erkenntnisse durch wie z.B. billig ist nicht Preis-Wert.
In vielen Betrieben ist die Lernkurve nicht wirklich steil.

Peter
rat666
Inventar
#1964 erstellt: Heute, 10:56
Leider kannst du B2B Geschäfte nicht mit dem Privatkundengeschäft vergleichen.
Beim Privatkunden spielen Emotionen und ein "gutes Gefühl" eine große Rolle, dementsprechend schwurbelt der Verkäufer den Kunden voll bis die Entscheidung in die richtige Richtung geht. Viele Privatkunden wollen ihre mitgebrachte Meinung auch nur bestätigt haben.
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