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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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8erberg
Inventar
#1956 erstellt: 23. Jan 2026, 11:27

ardina (Beitrag #1954) schrieb:


Hamm wir gelacht. Ich habe teilweise mit Geräten aus Fernost zu tun die im satten sechsstelligen Bereich kosten, wo ich mich frage, wie die eine Zulassung bekommen konnten. In unserer korrupten Welt sind viele Produkte unterwegs, die besser in die Mülltonne fliegen sollten.

das erkläre mal den Entscheidern. Es hilft wie immer nur ein Expertenteam "vor Ort" in China die die Produktion überwachen und stumpf alles lahmlegen wenn jemand Murks macht. Dazu fehlt bei vielen der Sachverstand und bei einigen auch der Charakter die sich denken "nach der Gewährleistung kanns ruhig zusammenfallen".
Beispiel waren Stahlteile für die Autobahn-Rheinbrücke in Leverkusen (A3), dem Generalunternehmer aus Österreich der fehlerhafte Teile aus chinesischer Produktion verbauen wollte wurde deshalb der Auftrag entzogen.



Theoretisch ist dein Einwand richtig, in der Praxis sieht es anders aus. Und die Chinesen überziehen den Markt gerne mit Billigkram, das finden die gut. Heißt nicht, das auch Chinesen hochwertige Produkte herstellen können, wenn es sich lohnt.

:prost

Genau das isses: es muss sich lohnen - nur wirds dann auch teuer.

Man bedenke: die Chinesen kochen auch nur mit Wasser, der große Vorteil "niedrige Löhne" schrumpft immer weiter. Es gibt zwar Unmengen an Arbeiter und Ingenieure, aber es fehlen wirklich qualifizierte Mitarbeiter.

Ich wundere mich immer wieder wieviele Leute leichtsinnig die Produktion verlagern und sich dann wundern das sie über den Leisten gezogen werden und 2 Straßen weiter die Produktionsanlage 1:1 von einem Parteigenossen nachgebaut wird...

Peter
Beaufighter
Inventar
#1957 erstellt: 23. Jan 2026, 11:35
Moin,


Hamm wir gelacht.
Naja ich will nicht direkt widersprechen. Das dort Normen relativ freizügig ausgelegt werden, ist, denke ich schon fast Geschäftsalltag. Das hat immer zwei Gründe, die Preisschraube der Auftraggeber und die Gewinnerwartung des Auftragsnehmers. Manchmal oder meistens beides zusammen.

Je größer der Laden (Ikea usw....) Je mehr muss aufgepasst werden. Die Konkurrenz schläft nicht.

Das heißt ja nicht das der produzierende Laden nicht anders könnte.

Eins fällt mir auf, dass ausruhen auf seinem Namen und diesen auszumelken bis ins Knochenmark ist kein Zukunft Konzept.

Vor ein paar Posts wurde schon B&W genannt für meine Begriffe könnt da McIntosh noch mit genannt werden.
ardina
Inventar
#1958 erstellt: 23. Jan 2026, 11:40

8erberg (Beitrag #1956) schrieb:

das erkläre mal den Entscheidern. Es hilft wie immer nur ein Expertenteam "vor Ort" in China die die Produktion überwachen und stumpf alles lahmlegen wenn jemand Murks macht. Dazu fehlt bei vielen der Sachverstand und bei einigen auch der Charakter die sich denken "nach der Gewährleistung kanns ruhig zusammenfallen".



Das kann vielleicht ein Unternehmen wie VW machen, aber da gibt es eine Menge dazwischen.

Vor Jahren habe ich noch für einen großen amerikanischen Hersteller gearbeitet der einige OEM-Produkte aus China im Angebot hatte. Ich bin seinerzeit als einer der verantwortlichen Ingenieure diverse male nach China gereist, um über Änderungen, weiteren Funktionen und auch über Qualitätsverbesserungen zu sprechen. Die lächeln einen freundlich an und du weißt sofort, dass die das überhaupt nicht interessiert was du erzählst. Ist der Markt groß genug und es finden sich Abnehmer, wird einfach so weitergemacht.

8erberg
Inventar
#1959 erstellt: 25. Jan 2026, 17:14
Hallo,

stimmt. Ein Kollege der damals alles aus China holte sagte immer "Peter, mit Deinem Made in Germany wird das nix mehr".

Dann kamen Produktionsprobleme, dann Corona. Er verlor alles...

Ich bin zwar klein unterwegs - aber meine Kunden wissen das ich alles halte was ich verspreche.

Peter
sohndesmars
Inventar
#1960 erstellt: 25. Jan 2026, 18:24
Kommunikation ist sehr wichtig. Und es ist sehr hilfreich, wenn man die Sprache derer kennt, die Entscheidungen weitervermitteln sollen. Und da reicht es nicht, auch Cantonesesisch und Mandarin zu beherrschen. Die Chinesen haben ihre eigene Kultur der Kommunikation, ihre eigene Ethik. Wenn man das einigermaßen versteht, bekommt man, was man zu bezahlen bereit ist.
Und manchmal ist es einfach besser, sich ein anderes asiatisches Land zu suchen, dass billiger, nicht nur in finanzieller Sicht ist.
Deutschland ist als Industriestandort fast immer zu teuer.
Irgendwie hat Deutschland seinen ökonomischen Kompass verloren. Im Handel, in der Wirtschaft, in der Forschung. Und ganz besonders in der Bildung.
8erberg
Inventar
#1961 erstellt: 26. Jan 2026, 07:17
Hallo,

Deutschland ist wettbewerbsfähig.

Lohn und Gehalt sind bei vollautomatisierten Prozessen fast egal.

Nur fehlt die Einsicht das man dafür keine Laberköppe sondern gute Fachkräfte braucht.
Aber was wird studiert? Jura. BWL oder Philosophie....

Dabei brauchen wir Ingenieure.

Peter
AusdemOff
Inventar
#1962 erstellt: 26. Jan 2026, 09:54

Nur fehlt die Einsicht das man dafür keine Laberköppe sondern gute Fachkräfte braucht.

Das ist auch der Schlüssel für das Geschäftsfeld HIFI (gilt im übrigen auch universell!).

Wie oft wurde hier angemahnt das sich die Beratung kontraproduktiv zum Umsatz verhielt. Wenn der Kunde
ständig das Gefühl hat mit Nebelkerzen zugeschüttet zu werden anstatt fundiert beraten zu werden schwindet
das Vertrauen. Leere und irreführende Marketingphrasen sind heutzutage wichtiger als echte Fachkenntnisse.
Beispiele finden sich sogar hier im Forum.

Wieviel Schrott wird über die sogenannten Influenzer vertickt? Allesamt Laberköppe ohne fundiertes Wissen.
Aber sie werden akzeptiert, weil ein Mensch wie du und ich. In der freien Wildbahn hätten viele der beworbenen
Produkte keine Chance, oder sie würden früher oder später von Kundenseite derartig zerrissen das der Hersteller
sich stillschweigend einen neuen Namen sucht.
8erberg
Inventar
#1963 erstellt: 26. Jan 2026, 10:36
Hallo,

ich komm ja aus der Zulieferindustrie (Kunststoff-Halbfertigteile).
Wenn Du dort mit Marketing-Gequassel statt mit fundamentierten Antworten kommst bist schnell vom und kommst nie wieder an den Tisch...

Inzwischen setzen sich sogar bei (einigen) Rotstiftfüchsen grundlegende Erkenntnisse durch wie z.B. billig ist nicht Preis-Wert.
In vielen Betrieben ist die Lernkurve nicht wirklich steil.

Peter
rat666
Inventar
#1964 erstellt: 26. Jan 2026, 10:56
Leider kannst du B2B Geschäfte nicht mit dem Privatkundengeschäft vergleichen.
Beim Privatkunden spielen Emotionen und ein "gutes Gefühl" eine große Rolle, dementsprechend schwurbelt der Verkäufer den Kunden voll bis die Entscheidung in die richtige Richtung geht. Viele Privatkunden wollen ihre mitgebrachte Meinung auch nur bestätigt haben.
Yamahaphilist
Stammgast
#1965 erstellt: 26. Jan 2026, 11:19
https://www.bang-olufsen.com/de/de/lautsprecher/beolab-90

Da augenscheinlich genug Geld im Umlauf ist, sonst gäbe es kaum Beo 90 und co., scheint >das Problem < doch offensichtlich auch in den Köpfen der Menschen zu liegen. Sie WOLLEN einfach nicht kaufen. Hier gilt es anzusetzen, wenn man erfolgreich sein will. Der Wunsch ist Mutter des Gedanken, oder so ähnlich.
8erberg
Inventar
#1966 erstellt: 26. Jan 2026, 11:32
Hallo,

und was soll man mit dem Zeuchs?

Ich war und bin Fan vom klaren Design vieler B & O Sachen - aber langsam wird es einfach nur noch lächerlich.

Sieht ohne Abdeckungen aus wie ein Dalek bei Dr. Who... Ich hoffe ich seh gleich die TARDIS.


Peter
skorpi1211
Stammgast
#1967 erstellt: 26. Jan 2026, 12:37
Hast du schon einem Die Beolab 90 in echt gesehen und gehört?

Und für was sie entwickelt worden ist.

https://www.bang-olufsen.com/de/de/story/caroline-wozniacki

Sicher ist sie, habe den LS gemeint, Geschmacksache, aber Designtechnisch hat er was, und hat sich sehr gut angehört.

Niemand sollte behupten, es ist kein Geld da.... denn das stimmt nicht.
sohndesmars
Inventar
#1968 erstellt: 26. Jan 2026, 14:32
Wenn man das verfügbare Geldvermögen der Deutschen gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilt, hat jeder Deutsche so an die 50.000,-Euro nach abzug der Schulden.
Wo zum Teufel sind meine 50.000,-€?

Als wir B&O noch führten, mussten wir alle Systeme vorführbereit im Laden haben. Nicht auf Provisionsbasis, wir mussten die Ware bezahlen.
Bei den aktuellen Preisen von B&O hätte allein der Beolab 90 unser Budget gesprengt.
Also, wo kann man sich Beolab 90, Beolab 50 ect. anhören?
8erberg
Inventar
#1969 erstellt: 26. Jan 2026, 15:26

skorpi1211 (Beitrag #1967) schrieb:
Hast du schon einem Die Beolab 90 in echt gesehen und gehört?

Und für was sie entwickelt worden ist.

https://www.bang-olufsen.com/de/de/story/caroline-wozniacki


das hat mit dem schlichten und geschmackvollen Design von Arne Jacobsen und B & O nichts mehr zu tun



Sicher ist sie, habe den LS gemeint, Geschmacksache, aber Designtechnisch hat er was, und hat sich sehr gut angehört.


nur als Beispiel: für die gleiche Knatter bekomm ich von Genelec oder Sennheiser nen ganzen LKWs vor mit Sicherheit "gut klingenden" Lautsprechern?
Oder will jemand wirklich Monitore aus der Spitzenklasse damit vergleichen?



Niemand sollte behupten, es ist kein Geld da.... denn das stimmt nicht.


Stimmt, in bestimmten Kreisen ist sehr viel Kohle da, ausgerechnet in den Kreisen die nicht unbedingt sich grundsätzlich mit Akustik oder Naturwissenschaften insgesamt auskennen.
Aber immerhin landet es so bei einem dänischen Unternehmen und nicht einem der großen Companies.

Und nein, ich hab zwar viel von B & O gehört - aber die Seinz-Fiktschn-Dinger nicht.
Mal schauen ob sie diese im Store in der nächsten Großstadt haben.

Edith: leider nein.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 26. Jan 2026, 15:29 bearbeitet]
Rascas
Inventar
#1970 erstellt: 26. Jan 2026, 16:29
Aber genau das ist doch einzig verbliebene Zielgruppe für solche Firmen:

Genügend Geld; wenig Ahnung und dabei bei offenem Budget "lenkbar". Wenn diese Spezies sich in einen HiFi-Laden verirrt winkt Umsatz. Alle anderen Kunden sind doch nur Störenfriede.
Beaufighter
Inventar
#1971 erstellt: 26. Jan 2026, 16:48
Manche Firmen müssen halt verhindern das ähnliches bei normal sterblichen steht.
Vielleicht gehört das mit zur Corporate Identity solcher Firmen.


[Beitrag von Beaufighter am 26. Jan 2026, 16:49 bearbeitet]
S04-Hotspur
Inventar
#1972 erstellt: 26. Jan 2026, 16:53
Wenn ich ein Boxspring-Bett kaufe, dann gehöre ich auch zu dieser Zielgruppe, Michael. Was ist daran schlimm? Ich habe nicht die Ambition, für alles und jedes, was ich kaufe, zum Experten zu werden. Nehmen wir an, ich würde als blutiger Laie eine B & O-Anlage für 5000 Euro kaufen: Sieht sehr gut aus, ein Schmuckstück im Wohnzimmer und klingt für meine Ohren gut. Habe ich 10 oder 15 Jahre Freude dran. Fertig.

Gruß, Andreas


[Beitrag von S04-Hotspur am 26. Jan 2026, 16:54 bearbeitet]
Beaufighter
Inventar
#1973 erstellt: 26. Jan 2026, 18:03
Moin,
S04: Das sehe ich genauso.

Dann reden wir hier von jemandem der sich eine Musikanlage kauft und nicht von jemandem der sich aktiv um Musik und dessen Reproduktion kümmert.

Im Prinzip werden die meisten Autos so auch gekauft.

Wenn Design und Einzigartigkeit das wichtigste Herausstellungsmerkmal beim Kauf ist, dann ist diese Kaufoption sicherlich in die Engere Wahl zu ziehen.

Wer weiß ob die teuren Lautsprecher überhaupt vom Eigentümer gekauft werden, vielleicht macht das der Innenarchitekt für ein Studio in einer Metropole die nur drei Mal im Jahr besucht wird.
adventure-team
Stammgast
#1974 erstellt: 26. Jan 2026, 18:57
Also unser Beoplay A9 aus der ersten Serie spielt seit 11 Jahren auf unserer Terrasse und wird hoffentlich noch weitere 10, oder mehr Jahre durchhalten.
Einfach ein tolles, unkompliziertes Klangmöbel, welches sich gut in verschiedene Wohnlandschaften einfügt.
skorpi1211
Stammgast
#1975 erstellt: 26. Jan 2026, 20:43

Also, wo kann man sich Beolab 90, Beolab 50 ect. anhören?


https://stores.bang-...ttgart/sophienstr-26

Hatte hier die Möglichkeit mit meinem Kumpel diese am Samstag Nachmittag mit auch eigener Musik zu testen. Nach Ladenschluß!!


das hat mit dem schlichten und geschmackvollen Design von Arne Jacobsen und B & O nichts mehr zu tun


Was Herr Maybach wohl zum Maybach 57 gesagt hätte???


nur als Beispiel: für die gleiche Knatter bekomm ich von Genelec oder Sennheiser nen ganzen LKWs vor mit Sicherheit "gut klingenden" Lautsprechern?
Oder will jemand wirklich Monitore aus der Spitzenklasse damit vergleichen?


Interessiert in dem Fall aber niemand. Sorry...Hier handelt es sich um ein gut klingendes Möbelstück.
DJ_Bummbumm
Inventar
#1976 erstellt: 26. Jan 2026, 21:03

S04-Hotspur (Beitrag #1972) schrieb:
Habe ich 10 oder 15 Jahre Freude dran.

Und dann sind die aus der Mode?

BB
sohndesmars
Inventar
#1977 erstellt: 27. Jan 2026, 06:06
B&O ist ein spezieller Fall für sich. Hat mit dem üblichen HIFI eher nur perifär zu tun. Die Zielgruppe ist eine andere. Unsere Kunden, die damals bereit waren für ein Plasma Beovision 10.000,-Euro oder für die zu der Zeit teuersten Aktivlautsprecher von B&O, die Beolab 5, als Paar auch gleich mal deutlich über 10.000,-Euro, auszugeben, haben sich deutlich von unseren Loewe- und Focalkunden unterschieden. Oft war der typische B&O-Kunde ein erfolgreicher Unternehmer. Und er kaufte gleich komplette B&O-Wohnungsausstattungen. Der Beolab 8000 und die Ableitungen davon, noch heute unter anderen Bezeichnungen erhältlich, war ein Klassiker, der irgendwie nie unmodern wurde.
Eine Beosound 9000 hingegen mit den vielen sichtbaren CDs, ist sicher schon aufgrund der Tatsache, dass CDs nicht mehr wirklich modern sind, altbacken.

Wie auch immer, wollte ich heute noch B&O vertreiben, müsste ich sehr viel Geld in die Hand nehmen, um eine noch deutlich kleiner Zielgruppe zu erreichen, als noch vor 20 Jahren. Und ich müsste wahrscheinlich erstmal nach Norddänemark (Struer) und dort lange verhandeln.

Ich habe aus der Zeit noch zwei sehr gute Kopfhörer mit Echtlederohrpolster, ich nutze sie immer noch gerne. Die sind auch zeitlos.
Yamahaphilist
Stammgast
#1978 erstellt: 27. Jan 2026, 07:38
https://www.bang-olufsen.com/de/de/soundbars/beosound-premiere

Die Zukunft wird wohl der immense immerwährende immerhin… ähhhh immersive Wohnzimmer Riegel sein, dessen Klang dann wesentlich vom Resonanzkörper diverser Lowboards moduliert wird. HiFi at its best eben.


[Beitrag von Yamahaphilist am 27. Jan 2026, 07:39 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1979 erstellt: 27. Jan 2026, 09:08
Hallo,

könnte sein, seitdem immer mehr Unternehmen die sich damit auskennen sowas liefern (z.B. Ambeo von Sennheiser) erkennt B & O auch den Markt.

Nur sind eher die Ambeos zurückhaltender im WoZi und können daher auch eher mit WAF punkten.

Naja, andere Hifi-Jecken kaufen für sowas Kabelklötzchen...

Peter
Beaufighter
Inventar
#1980 erstellt: 27. Jan 2026, 10:27
Naja liebe Leute 167.000€ für ein Paar Lautsprecher sind schon eine Ansage. Auch für edles B&O.

Das grenzt sich auch ab und lässt sich durch sparen nicht mehr erreichen, insbesondere für einen der sein Geld durch tägliche Tätigkeit verdient. Ich denke Hier geht es dann auch nicht mehr um den Klang, sondern um Exklusivität und Abgrenzung.
Ich bin auch der Meinung das so was gar nicht mehr in den Bereich HiFi gehört.
Ich vermute die wenigsten werden wissen was die Einrichtung im Apartment in Florida überhaupt kostet.

Ich glaub aber nicht das so was ein Markt ist wo sich viele Hersteller herumtummeln können. Es wird Nachahmer geben zu Preisen die erschwinglicher sind, und diese werden dann gekauft.

Ich bin einfach davon überzeugt das die Stereoanlage im klassischen Sinne nur noch bestand haben wird wie ein Buch im Regal, und dann auch bei solchen die noch ein Buch im Regal haben. Der Rest wird mit kleinen BT Boxen und Kopfhörern aus Handy sich bedienen.


[Beitrag von Beaufighter am 27. Jan 2026, 10:28 bearbeitet]
skorpi1211
Stammgast
#1981 erstellt: 27. Jan 2026, 11:49

Das grenzt sich auch ab und lässt sich durch sparen nicht mehr erreichen, insbesondere für einen der sein Geld durch tägliche Tätigkeit verdient. Ich denke Hier geht es dann auch nicht mehr um den Klang, sondern um Exklusivität und Abgrenzung.
Ich bin auch der Meinung das so was gar nicht mehr in den Bereich HiFi gehört.


Warum? Durch einstellungen der LS kann ich mit den LS klassisch Stereo hören, aber auch den ganzen Raum beschallen.
Und das hat sogar sehr gut funktioniert.
Und ich habe so einiges gehört.
Und mein damaliger Mithörer ist auch auf dem Gebiet Lautsprecher, Abstimmung und Klang erfahren.

Natürlich ist das viel Geld, keine Frage,

Aber jetzt nehme ich eine Magico M6 oder gar M7.
Das sind zwei normale Lautsprecher Säulen....
was können die? was benötige ich noch dazu???

Das diese LS selten in Räumen normaler Hifi Verrückten stehen werden ist mir klar.
Aber ich war am Wochenende wieder einmal Unterwegs und habe auch eine kleine Heimkinotour gemacht.
Zwei Kinos und ein Abendessen mit 34 Heimkinofreunden. Ja, Ihr lest richtig, vierunddreißig und nicht 3 oder 4...
Bei einem der besuchten Kinos reden wir von ca zwischen 300 bin 400K Anschaffungswert. Nur einmal so.
Dazu knapp 2700 Filme gekauft!!!
Neidisch? nein warum, Ich bin mit meinem zufrieden.
Aber nun weiß ich wie ein Kino performt, mit Sony GTZ 380, Kaleidescape Strato 4K Ultra HD Movie Player, Trinnov AV und Ascendo LS System...
Das ein JVC NP5 nicht an die Bildqualli ranreicht, sollte jedem klar sein.
Aber nur durch diese Besuche ist eine Einordnung überhaupt möglich.
Und so ist es bei Stereo eben auch.

Also, die Beolab ist eigentlich was ganz anderes und macht Ihn dadurch auch besonders.
Aussagen wie, Ja aber mit der Genelec oder Sennheiser .....
Nein, das sind zwei komplett andere Schuhe, in meinen Augen.

Schönen sonnigen tag
8erberg
Inventar
#1982 erstellt: 27. Jan 2026, 13:32
Hallo,

naja, jeder wie er mag.

Nur denke ich schlägt das Pendel eher zu unauffälligen Lösungen.

Die "Orgelpfeifen" und ähnliche Dinger hatten B & O in den 90ern und später viel Erfolg gebracht - damals passte das auch zum Zeitgeist.

Wenn sich so der heutige Zeitgeist manifestiert dann bleib ich bei meinen Nuberts.
Werd mir sicherheitshalber eine kleine TARDIS danebenstellen, man weiß ja nie


Peter
Rascas
Inventar
#1983 erstellt: 28. Jan 2026, 09:24
Die "Individualisierung" ist ja genau das Problem (der Branche). Heute lebt jeder auf seiner "Insel". Es gibt kaum noch gemeinsame Nenner. Dadurch sind alle Märkte dermassen aufgesplittert, dass "Massenprodukte" früherer Prägung keinen Sinn mehr machen.

Kunden sind zu einer Truppe Egoisten verkommen, die man nicht mehr einfach "in den Griff" bekommt.

Wenn man heute 10 Leute zu Ihrer Einstellung zum gleichen Thema/Interesse/Hobby befragt bekommt man 11 Meinungen. Was für den Einen ein no-go ist ist für den Anderen ein must-have. Da führen selbst die banalsten Nebensächlichkeiten zu Entscheidungen über Kauf oder Nichtkauf. Das macht als Handel sicherlich jede Menge Spaß...

Wirklich erfüllen kann man das eigentlich nur in den obersten Preisklassen. Wenn dann die gleichen Ansprüche in der Brot-und-Butter-Klasse gestellt werden, dann stösst das an natürliche Grenzen. Der Konsument ist aber kaum noch bereit, das zu akzeptieren und so driften Wunsch und Realität oft auseinander. Da ehemalige Massenhersteller / -Anbieter sich nicht so einfach umstellen können bzw. wollen gehen die sehenden Auges unter. Mitleid ist da nicht angebracht.

Mit etwas Erfahrung kann man dem Ein oder Anderem hinterher trauern. Das ist das, was man hier beobachten kann. Aber ändern wird das nichts. Je älter ich werde, desto mehr bin ich der Meinung, dass ich nicht alles Neue unbedingt noch mitmachen muss. Andererseits gibt es gerade heute so viele spannende Konzepte, dass ich mich auf das Ein oder Andere mit Freuden einlasse.

Für dieses Jahr steht auf meiner HiFi-Agenda eine Endstufe (vorzugsweise aus China), die letztendlich meinen AVR bei den Rear-Speakern entlastet.

Bei Streamen (die ja eigentlich Mediaplayer sind) habe ich gerade gestern ein neues Gerät gesehen, was ich spannend fand. Mal sehen...

Von klassischem HiFi (was bei mir eher Vintage HiFi war), habe ich mich weitestgehend abgewendet bzw. bin ich versorgt. Klassisches HiFi in neu ist für mich (inzwischen) ein Widerspruch. Selbst bei der letzten Bastion (meiner Meinung nach) bröckelt die Fassade: bei Lautsprechern, die noch "klassisch" funktionieren können (Passiv) gibt es immer mehr clevere/smarte (aktive) Konzepte, die an alten Werten rütteln.

Meine nächsten Lautsprecher sind wahrscheinlich aktiv und smart. Damit würden wieder mal Peripherie-Geräte wegfallen, die man dann einfach nicht mehr braucht.

Wenn "die Branche" früher ganze Heimkinos verkauft hat, wo dem Kunden heute eine Soundbar reicht oder aktive smart-Lautsprecher die Aufgaben ganzer Anlagen ersetzen, ist es doch klar, wo die Reise hingeht.

Aber es gibt "Hoffnung": ausgerechnet Onkyo (totgesagte leben länger) wird dafür gefeiert, dass sie einen neuen CD-Wechsler (!) vorgestellt haben (Onkyo DX-C390M4). Die CD ist tot? War sie nie und wird sie die nächsten Jahrzehnte auch nicht sein. Dafür ist sie einfach zu gut (sie ist immer noch der Benchmark bei digitalen Musikdaten) und es sind zu viele im Bestand/Umlauf (was die "Branche" nie richtig kapiert hat). Wenn man Musik "haben" will und - vor allem - sinnvoll nutzen will, ist die CD immer noch das Mass der Dinge. Vinyl ist zwar nett, aber zu teuer und gerade dafür schwankt die Qualität zu sehr. Der Ursprung von modernem Vinyl ist so oder so zu 99 % digital. Und nutzen kann man das nur im Wohnzimmer bzw. man-cave. Da werden sich viele (zu Recht) wieder abwenden.

Witzigerweise hat die Musikbranche jahrzehntelang nach dem perfekten Kopierschutz gesucht und hat dabei diverse Formate verschlissen. DAT und minidisc sind auf diesem Altar geopfert worden. Bei SACD hat das zwar funktioniert (aber auch da gibt es Mittel und Wege ), aber durchgesetzt in der Breite hat sich das nicht. Usw.Usw. Und ausgerechnet bei Vinyl wurde man fündig: der perfekte Kopierschutz (für den Laien)! Die Wege des Herrn sind manchmal unergründlich...
Yamahaphilist
Stammgast
#1984 erstellt: 28. Jan 2026, 09:57
Wenn es immer weniger der Inhalt ist, weil kaum Unterschiede hörbar, etc., dann muss es eben ein extravagantes Design sein. Nagra ist da ein interessantes Beispiel.

https://www.nagraaudio.com/de/das-beste-vom-besten/
ardina
Inventar
#1985 erstellt: 28. Jan 2026, 10:12

Yamahaphilist (Beitrag #1984) schrieb:
Wenn es immer weniger der Inhalt ist, weil kaum Unterschiede hörbar, etc., dann muss es eben ein extravagantes Design sein. Nagra ist da ein interessantes Beispiel.

https://www.nagraaudio.com/de/das-beste-vom-besten/


Die Nagra Geräte fand ich optisch schon immer sehr ansprechend und die sind auch gut. Ist aber technologisch altes Hifi-Gerümpel und ziemlich teuer.

WilliO
Hat sich gelöscht
#1986 erstellt: 28. Jan 2026, 10:20
@Rascas:
Deine Ausführungen sind m.M.n. sehr zutreffend, siehe u.a. die endlosen Grundsatzdiskussionen im Heimkino-Forum.
Ich habe schon vor vielen Jahren meine komplette Anlage auf Vollaktivbetrieb umgestellt und nicht einen Tag bereut.
Vinyl -und auch meine Tonbandmaschinen waren für mich schon immer Teil meiner "Hifi-Welt". Dennoch kaufe ich mir aktuell keine neuen Vinyls mehr -weil viel zu teuer. Aber meine alten Scheiben hege und pflege ich wie meine Augäpfel.
Die CD wird noch viele Jahre eine Position im Markt haben.

Gruß
Willi
DerHilt
Inventar
#1987 erstellt: 28. Jan 2026, 10:32

ardina (Beitrag #1985) schrieb:
Die Nagra Geräte fand ich optisch schon immer sehr ansprechend..

Und das Design ist auch nicht extravagant, sondern basiert auf dem Gerät, mit dem sich Nagra genau den guten Ruf erarbeit hat, den sie heute noch haben.
Dieses ist von 1971, angefangen hat‘s allerdings deutlich früher in den Fünfzigern.


[Beitrag von DerHilt am 28. Jan 2026, 10:34 bearbeitet]
Zaianagl
Inventar
#1988 erstellt: 28. Jan 2026, 10:38
Ist es trotzdem, Extravaganz hat schließlich nix damit zu tun ob such das jetzt auf irgendwas beruft oder nicht. Ist ja sogar eher oft so. Inspiration unnso...
Extravaganz ist per Definition einfach "eine bewusste, oft auffällige Abweichung von der geltenden Norm oder dem Üblichen".


[Beitrag von Zaianagl am 28. Jan 2026, 10:44 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1989 erstellt: 28. Jan 2026, 10:40
Hallo,

warum fällt mir dann als erstes der französische Spielfilm "Diva" ein?

Peter
Zaianagl
Inventar
#1990 erstellt: 28. Jan 2026, 10:43
Die Teile von Rose finde ich optisch auch recht gelungen...
Beaufighter
Inventar
#1991 erstellt: 28. Jan 2026, 11:05
Moin,

Nagra war doch eher ein unverwüstliches Aufnahmegerät für Journalisten, Behörden und Toningenieuren.
Mittlerweile ist es doch auch eher was für ein Goldohr. Ich möchte nicht damit sagen, dass das nicht Qualitativ super Zeug ist, aber einen HiFi Markt belebt man mit den Geräten nicht.

JBL hat mit ihren Boxen voll ins schwarze getroffen, und mit dem Ruf werden die Lautsprecher immer größer. Marshal hat ähnliches geschafft und die großen der Branche gehen sachte Pleite.

Kleine hochwertige Desktop Lautsprecher sind auch hoch im Kurs und die Peripherie darum kauft man dann von den Chinesen. Warum kann Denon/Marantz, Yamaha und Konsorten das nicht.

Mal davon ab, das so Schlaumärkte mit unterbezahlten Verkäufern auch keine Beratung im vernünftigen Sinne hinbekommen und wenn denn mal jemand so eine Abteilung hinbekommen hätte, dann hatte er nicht die Freiheit Produkte mitzuentscheiden. Auch hier haben die großen Ketten ziemlich versagt.

Ich bin früher gerne in solchen Läden rumschlawinert, heute möchte ich da nicht mal mehr ein Tablet kaufen, weil mir dieses aggressive Versicherungsgelaber derartig auf die Nüsse geht, das ich mich da nicht mehr gerne aufhalte.
ardina
Inventar
#1992 erstellt: 28. Jan 2026, 11:10
Ich kenne die Nagra Geräte schon seit den 70`Jahren und da waren das vorrangig Profi-Geräte mit entsprechendem Labor-Design. Daraus hat man dann über die Jahre eine Art Stil-Ikone gemacht und war damit scheinbar erfolgreich. Heute baut man die Geräte optisch noch hochwertiger und findet scheinbar Kunden die das bezahlen. Ich denke zu sehr hohen Preisen bekommt man wenigstens gute Qualität.

ardina
Inventar
#1993 erstellt: 28. Jan 2026, 11:31
JBL ist da schon einer von den relativ großen Playern, aber die haben von Anfang an auch die Profis im Blick gehabt, sogar da Prioritäten gesetzt. Im Consumer Bereich muss man auch bei JBL schauen was man kauf, aber die Lautsprecher für professionelle Anwendungen sind gut. Hochpreisige Modelle für Home Hifi sind bei JBL auch gut.
Beaufighter
Inventar
#1994 erstellt: 28. Jan 2026, 11:43
Moin,

wir brauchen uns nicht über linearität bei solchen Sachen unterhalten, irgendwie haben sie es hinbekommen das sie den Hörnerv der jüngeren Generation getroffen haben.

Ich hab solch einen Brüllwürfel gerne im Urlaub mit. Da kann ich schön zum Frühstück in der Ferienwohnung gemütlich Musik hören.

In den 80 und Anfang der 90 haben es die großen wie Sharp und Hitachi JVC usw. auch geschafft die Gettoblaster Welle mitzuschwimmen.


[Beitrag von Beaufighter am 28. Jan 2026, 11:46 bearbeitet]
hifi_raptor
Inventar
#1995 erstellt: 28. Jan 2026, 12:45
Morgen

Eine Beosound 9000 hingegen mit den vielen sichtbaren CDs, ist sicher schon aufgrund der Tatsache, dass CDs nicht mehr wirklich modern sind, altbacken.

Das Teil war immer mein Traum, aber aufgrund des Preises natürlich nie ein Thema. Altbacken ist das nicht, das macht sich an der Wand sensationel gut.

So zur Präsentation von CD's
Aber für gebraucht alles noch zu teuer.
Ich glaube ich würde mir das ssogar funktionslos an die Wand hängen.

Altbacken sind da ganz locker Cassettendecks / DAT und vieles andere.

B&O Käufer brauchen keine Beratung, sondern ein Klangmöbel. Und über Geld redet man nicht, man hat es.


Gruß
Zaianagl
Inventar
#1996 erstellt: 28. Jan 2026, 13:35
"Form follows Funktion" war mal ein primäres Konzept in der Technik und irgend son Flugzeugbauer soll mal gesagt haben "gute Technik ist immer schön".
Heute ist das anders, gerade LS sind eher klingende Möbelstücke, entweder bewusst auffällig oder unauffällig ins Ambiente integriert.
Klassische Bauweisen wie zB die einer Klipsch Cornwall sind äußerst selten geworden und auch schon eher "extravagant", was ja aber auch diverse Hersteller schon mehr oder weniger inspiriert hat.
WilliO
Hat sich gelöscht
#1997 erstellt: 28. Jan 2026, 19:14
@ardina:
Bzgl. JBLpro hatte ich diese Erkenntnis schon vor mehr 30 Jahren - und habe es nie bereut!


[Beitrag von WilliO am 28. Jan 2026, 19:15 bearbeitet]
rat666
Inventar
#1998 erstellt: 28. Jan 2026, 20:08

Ich glaube ich würde mir das ssogar funktionslos an die Wand hängen.

Geht mir ähnlich, ich fand das Ding schon immer geil.


Altbacken sind da ganz locker Cassettendecks / DAT und vieles andere.


Ich hab mir zwei Kassettendecks hergerichtet und zwei DAT sowie einen MD Rekorder, ein Revox Tonband muss ich noch restaurieren, klanglich sind zumindest die DAT der CD ebenbürdig.
Klar ist das Zeug aus klanglicher Sicht sinnlos aber ich mag die alten Kisten und schieb da gerne mal einen Datenträger rein.

Auf der anderen Seite nutze ich auch sehr gerne meine BT InEars mit dem Handy beim Sport oder manchmal wenn ich alleine spazieren gehe.
Weiterhin nutze ich neben meinen LS auch gerne mal Kopfhörer.
ich mag auch Plattenspieler und hab deshalb mehrere davon rumstehen, klanglich auch sinnlos aber schön und ich mag das Ritual des Reinigens und Auflegens der Platte, direkt darunter steht ein Streamer und daneben ein CD Player.

Im Wohnzimmer möchte ich das Zeug allerdings nicht haben, da bevorzuge ich eher eine unauffällige und kompakte Geschichte auch gerne mit klanglichen Abstrichen.

Was ich damit sagen will ist, dass Musikwiedergabe sehr vielfältig ist und als Gesamtkonzept mehr als die reine Wiedergabe von Tönen. Das Ambiente, die Temperatur, die Stimmung, die Sitzgelegenheit, das Wiedergabemedium, das Getränk, etc., wenn das alles auch stimmt ist es perfekt.


[Beitrag von rat666 am 28. Jan 2026, 20:10 bearbeitet]
adventure-team
Stammgast
#1999 erstellt: 29. Jan 2026, 00:49

rat666 (Beitrag #1998) schrieb:

Klar ist das Zeug aus klanglicher Sicht sinnlos aber ich mag die alten Kisten und schieb da gerne mal einen Datenträger rein.

Auf der anderen Seite nutze ich auch sehr gerne meine BT InEars mit dem Handy beim Sport oder manchmal wenn ich alleine spazieren gehe.
Weiterhin nutze ich neben meinen LS auch gerne mal Kopfhörer.
ich mag auch Plattenspieler und hab deshalb mehrere davon rumstehen, klanglich auch sinnlos aber schön und ich mag das Ritual des Reinigens und Auflegens der Platte, direkt darunter steht ein Streamer und daneben ein CD Player.

Was ich damit sagen will ist, dass Musikwiedergabe sehr vielfältig ist und als Gesamtkonzept mehr als die reine Wiedergabe von Tönen. Das Ambiente, die Temperatur, die Stimmung, die Sitzgelegenheit, das Wiedergabemedium, das Getränk, etc., wenn das alles auch stimmt ist es perfekt. ;)


Dem gibt es nichts hinzuzufügen. 100% Zustimmung von mir

Gruß vom Vulkan
Rascas
Inventar
#2000 erstellt: 29. Jan 2026, 09:43
Yamaha war mal mit dem WXC und WXA 50 Geräten auf einem gutem Weg. Leider sind die Kisten zu lange im Markt gewesen und haben keine Nachfolger erhalten. Sie wurden halt irgendwann von den Chinesen überholt. (Die Wiim-Geräte haben die Formensprache aufgenommen und bieten viel modernere Funktionen). Übrig geblieben ist MusicCast, was in Ihren konventionellen Geräten läuft. Dabei ist Yamaha noch als einer der "Guten" übrig gebliebenen.

Sony hatte auch mal tolle Mediaplayer (z.B. HAP Z1 ES) im Programm. Um 2104 hieß das noch "Festplattenspieler". Wenn sie da mal weiter gemacht hätten... Heute gibt es die Sparte bei Sony gar nicht mehr. Die letzten Überbleibsel (TV-Sparte) wurde gerade an TCL (Chinesen) verkauft.

Es ist für große Unternehmen wahrscheinlich schwer, ausgetretene Pfade konsequent zu verlassen. Sie probieren es ja, aber es löst nicht das "Alte" ab. Da gibt es dann wahrscheinlich zu viele innere Widerstände. Kenne ich aus meiner Branche. Da ist es genauso. Die Großen betteln förmlich darum in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.
Beaufighter
Inventar
#2001 erstellt: 29. Jan 2026, 09:55
Moin,

klar ist das die zweit schönste Beschäftigung an seinem HiFi Kram herumzufrickeln.

Nur ist das wohl keine Option den HiFi Markt wieder zu beleben.
Aus rein wiedergabetechnischer Sicht, sehe ich keine Option mehr zurück zum klassischen HiFi zu kommen.
Vielen reicht der Lautsprecher von Alexa klanglich gesehen.

Aus dieser Sichtweise heraus macht P. aus Berlin das schon richtig. Er versucht dem Kunden ein Ambiente, eine Wohlfühloase und einen Klang zu präsentieren in dem die Kunden den Klang, die Haptik und die Exklusivität in ihr Wohnzimmer zu transformieren.

Man ist kultiviert, hört nicht die Musik von der Stange und kann sich vor seinem Altar in Ruhe zurück lehnen, mit einem Kaffee und einer nicht mehr originalen Mozartkugel.

Das mag in kleinerem Maßstab auch funktionieren, nur haben sämtliche HiFi Hersteller alle Gelegenheiten verpennt auf einen Zug aufzuspringen der sie aus einer Voodoo-Ecke herausholt und dem Kunden vergessen in ihr Angebot mit einzubeziehen.

Einfach nur das inne halten und nicht massiv den Gerüchten die da hanebüchenerweise von kleineren Herstellern mit Hilfe der Gazetten in die Welt getragen wurden zu widersprechen hat sie mit heruntergezogen.

Unteranderem leidet die Branche auch unter der schnellen technischen Veränderung. Das ist nicht nur ein Segen. Surround Verstärker die keinen HDMI Anschluss haben sind praktisch unverkäuflich. Mittlerweile ist Toslink ein Standard geworden, seine Glotze mit der Soundbar zu verwurschteln.

Nur die wenigsten wollen viele Lautsprecher im Wohnzimmer haben, und für die Filme die geguckt werden reicht in den meisten der Fälle die Soundbar aus.

Auch hier wäre für größere Märkte eine Gelegenheit gewesen nicht nur Brotkrummen in Kartons in die Regale zu stapeln, sondern hier mal in einem separierten Abteil die Unterschiede in klanglicher Sicht aufzuzeigen.

B&O wird gecovert werden. Sie haben verstanden das auch der wohlhabende Kunde nur in den wenigsten Fällen Lust hat sich zu kümmern. Sie wollen in einen Raum kommen Handy verbindet sich und man kann los hören.
Beaufighter
Inventar
#2002 erstellt: 29. Jan 2026, 10:11
Moin,


Es ist für große Unternehmen wahrscheinlich schwer, ausgetretene Pfade konsequent zu verlassen. Sie probieren es ja, aber es löst nicht das "Alte" ab. Da gibt es dann wahrscheinlich zu viele innere Widerstände. Kenne ich aus meiner Branche. Da ist es genauso. Die Großen betteln förmlich darum in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.


Das Problem ist auch das die HiFi Gemeinde da gespalten ist. Die ewig gestrigen die im Verstärker kein Internet und keine Digitalität haben möchten und die, denen alles egal ist, Hauptsache ich kann mit wenig Aufwand meine Musik weiterhören.

Anstatt dieses Trennung im Marketing auch noch zu fördern, in dem dem Anlogen Hörer das größere Musikverständnis zuzuschreiben und den Digitalhörer eher in die höhrtechnische Oberflächlichkeit abzustempeln, hätten sie den Kunden entscheiden lassen sollen was er ist.


"Festplattenspieler"


Ich glaub sowas bedarf mehr Pflege als ne gut sortierte Plattensammlung. Ich möchte nicht wissen wie viel Särge an Festplatten mit Petabyte von Musik in den Wohnstuben der Leute vor sich hingammeln. Kein Mensch hat das ordentlich sortiert oder sich die Mühe gemacht Bands und Titel dazu zu schreiben. Alles was wohl sortiert war lag unter monatlicher Bezahlung und ist weg sobald gekündigt wird.

Für ein Musik Hörer eine schlechte Option.
kölsche_jung
Moderator
#2003 erstellt: 29. Jan 2026, 10:38

Beaufighter (Beitrag #2002) schrieb:
... Das Problem ist auch das die HiFi Gemeinde da gespalten ist. ...

woran Industrie und deren Helfer (Presse) nun ja nicht völlig unschuldig sind

bis vor ein paar Jahren waren "Systeme zur Raumanpassung" in Stereo absolut verpönt ... würde den reinen Klang zerstören ...
die selben Hersteller und selben Zeitschriften haben den Systemen aber im "Surround" hohe Wirksamkeit attestiert ...

... natürlich erinnert das alles an den trumpschen Politikstil, einfach zeitversetzt alle Meinungen - seien sie noch so gegensätzlich - vertreten, um maximale Zustimmung zu erhalten ... funktioniert im Handel bisher nicht so gut ... irgendwer schrieb mal was von Vertrauen ... was weg ist, ist weg
8erberg
Inventar
#2004 erstellt: 29. Jan 2026, 11:05
Hallo,

genau das ist es.

Wie soll ich einem Verkäufer "trauen" können wenn er mit Kabelclownerei anfängt?

Peter
kölsche_jung
Moderator
#2005 erstellt: 29. Jan 2026, 11:18
wenn jemand mit Kabeln anfängt, kann er für eine gewisse Klientel durchaus "glaubwürdig" sein

wenn jemand aber System A gleichzeitig ablehnt und gutheißt ...
Beaufighter
Inventar
#2006 erstellt: 29. Jan 2026, 11:18
Moin,

Wenn mich der ganze Bums nicht so interessiert, dann höre ich mir das einmal an und kaufe es wie eine Waschmaschine und hoffe das alles gut ist.

Das was Kölsche Jung schreibt ist noch viel eklatanter. In einem Test wird das weglassen sämtlicher Regler als der Gral des Hörens vermarktet und drei Seiten weiter wird der Surround Verstärker mit seinen Anpassungsmöglichkeiten als der Gral des Hörens angepriesen.

Ja was denn nun? Wozu das führt sieht man ja an der Debatte Goldohr vs Judasohr.
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