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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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hifi_raptor
Inventar
#1906 erstellt: 20. Jan 2026, 14:01
Morgen
Merkwürdigen das jetzt wieder der Top Fetisch Auto ins Spiel kommt.
Wenn ich einen Bentley oder eine Yacht kaufe die mit Naim ausgestattet werden, gehe ich zum Autohändler oder Yachtverkäufer.
Gehe deswegen nicht vorher zum Naim Tandler. Es sei denn ich brauche für mein bescheidenes Heim eine Statement.
Gruß
flexiJazzfan
Inventar
#1907 erstellt: 20. Jan 2026, 14:06
Ich kann das ergänzen, weil ich es mit eigenen Augen in den letzten Jahren gesehen habe. Ein langjähriges großes Elektrogeschäft auf dem Land mit „allem Elektrischen“ im Programm wurde von Mediamarkt übernommen. Nach mehreren Umbauten des Verkaufsraums waren Herde, Kameras, Hifianlagen, Drucker, PCs … „beseitigt“ . Smartphones, Fernseher, Staubsauger (!) und PC Spiele beherrschen auf den ersten Blick den Raum.

Überall brüllt und dudelt es – aber aus Soundbars oder von Spielekonsolen mit 2.1 Boxen.

Gruß
Rainer
Beaufighter
Inventar
#1908 erstellt: 20. Jan 2026, 14:32

das werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließlich betriebswirtschaftliche Gründe gewesen sein ...

womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären ...


Ja klar . Die rechnen einfach wieviel Fläche welchen Umsatz macht und was nicht mithält fliegt raus.
Aaaaber... wenn ich in solch einem Laden noch vor 20 Jahren im HiFi Bereich geträumt habe, hat meine Frau die Weiße Ware angeschaut.

Mitunter sind wir um HiFi zu gucken rein und mit einem Staubsauger raus. Jetzt sind wir gar nicht mehr da. Das ist auch nicht zielführend.


Gehe deswegen nicht vorher zum Naim Tandler.


Um überhaupt diese Marken beliefern zu dürfen musst du ein gewisses Image haben. Darum geht es. Und wenn Burmester das Image hat Top of the Top zu sein, dann sind sie wenigstens in der engeren Wahl beliefern zu dürfen. Oder meinst du der neue Phantom von Rolls Royce wird ab jetzt mit Teufel Boxen gebaut.


[Beitrag von Beaufighter am 20. Jan 2026, 14:37 bearbeitet]
ossi123
Inventar
#1909 erstellt: 20. Jan 2026, 15:49

rat666 (Beitrag #1865) schrieb:
Beim echten Highender kommt doch eh die Frau aus der Küche gestürmt weil es so gut klingt, dann kann sie doch auch gleich die Platte umdrehen. :D


Komisch.
Bei mir kommt die Frau nur aus der Küche gerannt, um mir zu sagen, dass ich die Musik leiser machen soll.....
ardina
Inventar
#1910 erstellt: 20. Jan 2026, 16:07

ossi123 (Beitrag #1909) schrieb:


Komisch.
Bei mir kommt die Frau nur aus der Küche gerannt, um mir zu sagen, dass ich die Musik leiser machen soll..... :D


War das nicht die Mutter? Eine Frau kann man sich ja selber aussuchen.
ossi123
Inventar
#1911 erstellt: 20. Jan 2026, 17:13
Die Schwerhörigen waren alle.
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#1912 erstellt: 20. Jan 2026, 17:29

flexiJazzfan (Beitrag #1907) schrieb:
Ein langjähriges großes Elektrogeschäft auf dem Land mit „allem Elektrischen“ im Programm wurde von Mediamarkt übernommen.

Und Mediamarkt wird nun von JD übernommen, dann sieht es da bald aus wie auf Aliexpress oder Temu
8erberg
Inventar
#1913 erstellt: 20. Jan 2026, 19:18
Hallo,

also eine Sondermüllverklappanlage.

Eine Ladenkette weniger.
Wird auf reines Internetshopping hinauslaufen.

Peter
Beaufighter
Inventar
#1914 erstellt: 20. Jan 2026, 20:03
Ist es doch jetzt schon
sohndesmars
Inventar
#1915 erstellt: 21. Jan 2026, 06:18
Hier in Hamburg ist MediaMarkt ein Rummelplatz. Und das wird sicher weiter ausgebaut.
Ich für mein Teil sehe es als Chance, dass der große Kistenschieber sich offenbar nun vollständig aus dem seriösen Handel mit Konsumertechnik zurückzieht.
Aber es zeigt hier wieder, in welche Richtung die Entwicklung des Handels in Deutschland schreitet. Die Wahrscheinlichkeit, ein preiswertes Konsumerprodukt für bescheidene Ansprüche und das tägliche Leben zu bekommen, ist mittlerweile bei den großen Lebensmittelgeschäften und Discountern größer als bei Fachmärkten und in der Innenstadt.
Und wer glaubt der aktuelle Internethandel wie er sich gerade darstellt, ist das Ende der Fahnenstange, der hat nicht ganz genau hingehört/gelesen, was Jeff Bezos zuletzt zum Thema Amazon verlauten ließ.
Dazu kommt, dass die traditionellen Kaufhäuser offensichtlich endgültig am Ende sind. Ist ja erschreckend wie leer die Galerie-Filialen selbst an Samstagen sind.

Ich kann schon auf eine interessante Geschichte des Handels mit vielen Untergängen zurückblicken. Und es bleibt spannend.
Yamahaphilist
Stammgast
#1916 erstellt: 21. Jan 2026, 06:49
Die sinnvollerweise verkaufbare Menge an Kisten hat sich ja auch drastisch reduziert, keine Cassettenrecorder, MD-, DAT-, CD, DVD, usw. Es gibt nichts mehr, was zu verkaufen wäre, halt nur noch Schrott. Aber die vorhandene Verkaufsfläche muss gefüllt werden. Dann eben mit Rheumadecken, etc..
8erberg
Inventar
#1917 erstellt: 21. Jan 2026, 06:55
Hallo,

naja, man muss nicht bei Bezos kaufen.... Der wird unseriös und dreist.

Es wird zwar nicht einfacher sein Geld loszuwerden aber noch geht es...

Peter
Beaufighter
Inventar
#1918 erstellt: 21. Jan 2026, 10:43
Gerade Läden wie Karstadt und Konsorten sind äußerst hochnäsig in den Untergang gewatschelt. Man hat sich auf guter Lage und unendlich zugreifbare Laufkundschaft verlassen. Dann hat man Preiskämpfe mit gefochten die zum scheitern verurteilt waren.

Plötzlich lag Markenware die von angeblichen Marken, die mittlerweile in China hergestellt werden, zu günstigen Preisen in den Kaufhäusern und die Ware war teils übelst minderwertig.

Das verzeiht der Kunde nicht über längere Zeit. Kundendienst gab es auch mehr schlecht als recht.
Der kauft dann lieber gleich bei Aldi noch billiger, weil er ja sowieso da ist und sein Essen kauft.

Zwei Beispiele die es ganz gut gemeistert haben sind Trigema und Frosta. Sie haben herausgefunden das sich die Kostenschraube nicht unendlich nach unten drehen lässt und die Flucht nach vorn angetreten.

Solche Märkte wie Action die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen leben auch davon das Läden wie MM Zubehör Kleinteile Teils mit wucherartigen Aufschlägen verkauft wurden. Auch hier haben die MMärkte einfach nicht verstanden. Mittlerweile kann man im Laden einen Preisvergleich machen. Das muss doch auch mal in so einer oberen Etage ankommen.

Leider kann so ein Laden nicht mal als Rechtfertigung anbringen das sie ja alles immer da haben müssen und deshalb anders planen und kalkulieren müssen. Oft genug sind normale wesentlich Sachen einfach nicht im Sortiment.

Der Standort mitten in der Stadt wird auch zunehmend unattraktiver. Parken, Auto abholen fast unmöglich geworden. Daran sind auch ein bisschen unsere Oberen in der Politik verantwortlich. Ich stelle fest das in so manchem Ausland erst ein Konzept für die Erreichbarkeit der Innenstädte erstellt wird und dann Autos verbannt werden und in unserem Land wird einfach verboten und nach mir die Sintflut.
sohndesmars
Inventar
#1919 erstellt: 21. Jan 2026, 11:07
Das ist wohl so in old germany. Respice finem haben das römische Reich 1000 Jahre existieren lassen. Leider wird der Grundsatz besonders in unserer Politik all zu selten verstanden. Die Wirtschaft macht da gerne mit, für's schnelle Geschäft. Das dann einer kleinen Elite hilft.

Uns bleibt da nur sich anzupassen. Und der Deutsche stimmt gern mit den Füßen ab. Ob's hilft?
Beaufighter
Inventar
#1920 erstellt: 21. Jan 2026, 12:21
Momentan rennen MM und sonstige sowieso dem Trend hinterher. Mehr und mehr wird mit blinkenden LEDs, Vu-Metern und nostalgischen Röhren der Hörraum aufgewertet. Diesen Trend verfolge ich nicht seit ein paar Wochen, sondern schon bestimmt 5 Jahre lang. Erst DIY, mittlerweile in allen Facetten bei den Chinesen zu kaufen. Was hält diese Märkte davon ab ähnlich wie Ikea Musterwohnstuben vorzustellen die Behaglichkeit ausstrahlen und neue Bedürfnisse wecken. Sorry ich kann nicht umhin das da Leute in den oberen Etagen eigentlich nur ihren Platz verteidigen und nicht den Markt erobern.
Yamahaphilist
Stammgast
#1921 erstellt: 21. Jan 2026, 14:03


[Beitrag von Yamahaphilist am 21. Jan 2026, 14:06 bearbeitet]
stoske
Inventar
#1922 erstellt: 21. Jan 2026, 15:04
Der Plattenspieler gefällt mir, nur die Cinchbuchsen an der Seite stören.
Beaufighter
Inventar
#1923 erstellt: 21. Jan 2026, 15:07
Manche Lösungen lassen sich in eine enge Verbindung mit Tchibo bringen.
Yamahaphilist
Stammgast
#1924 erstellt: 21. Jan 2026, 17:51
So macht man Geld. Ein neues Motiv. Dieselben Zutaten. Schwammige Limitierung, die keine ist. 500 oder 5000, wenn interessiert es. Die letzten werden verscherbelt. …. Und fertig ist:

https://www.project-audio.com/de/produkt/scorpions-turntable/
Rascas
Inventar
#1925 erstellt: 21. Jan 2026, 18:41
Diese Plattenspieler sind nur für für eine sehr "spitze Zielgruppe". Plattensammler kenne ich; auch Leute, die einige Plattenspieler haben. Aber "Plattenspieler-Sammler" dürfte es nur wenige geben. Bleiben die Hardcore-Fans von den Skorpions. Oder diejenigen, die das Motiv von Helnwein cool finden. Für die könnte das interessant sein. Wobei ich mir eher dann das Motiv an die Wand hängen würde als auf einem Plattenspieler abgebildet. Ich glaube, dass Project diese Plattenspieler auflegt um Aufmerksamkeit zu erregen. Dafür brauchen sie nicht das Modell neu erfinden sondern einfach nur ein passendes Motiv finden und einen Lizenzvertrag abschliessen. Wenn alle darüber berichtet haben, hat das seinen Zweck schon erfüllt.

Das ist mehr ein Marketing-Gag als ein ernstzunehmender Umsatz-Bringer. Wenn man der größte Plattenspieler-Hersteller der Welt ist, kann man solche Sachen machen.
8erberg
Inventar
#1926 erstellt: 21. Jan 2026, 18:50
Hallo

Sind die das? Nicht einer aus Kina?

Alleine was Hanpin vom Band kippt...

Peter
Beaufighter
Inventar
#1927 erstellt: 21. Jan 2026, 19:58
Ich ziehe nach wie vor meinen Hut vor dem Wagnis 1990 eine Plattenspieler Firma zu gründen.

Thorens geht Pleite und die blühen auf. Wenn man will geht schon was.


[Beitrag von Beaufighter am 21. Jan 2026, 19:58 bearbeitet]
sohndesmars
Inventar
#1928 erstellt: 22. Jan 2026, 06:04
Das ist auch ein Teil des Wesens von HIFI: wie in der Mode ist bei HIFI Marketing alles. Und um die Jugend anzusprechen, ist das Setzen auf Tradition sicher nicht zielführend. Das mussten DUAL und Thorens bitter feststellen.
Wenn ich heute die vergleichsweise einfachen Project sehe und diese mit technischen Meisterleistungen von Thorens, Technics, Denon usw von vor 40 Jahren vergleiche..... oha. Da liegen Welten zwischen. Aber Marketing wirkt. Da kann man dann zu Preisen der Meisterleistungen einfachste Technik vertickern.
8erberg
Inventar
#1929 erstellt: 22. Jan 2026, 08:30

Beaufighter (Beitrag #1927) schrieb:
Ich ziehe nach wie vor meinen Hut vor dem Wagnis 1990 eine Plattenspieler Firma zu gründen.


Naja, da gab es nicht viel zu gründen... 1990 hatten fast alle in Europa aufgegeben, Fehrenbacher produzierte geschätzt damals 30.000 Dreher unter zig-Namen, von Philips, Grundig, Siemens, Uher über Marantz bis Thorens.

In der damaligen noch CSR gab es einen kompletten Betrieb mit fähigen Mitarbeitern und kompletter Infrastruktur die vor der endgültigen Pleite stand... da konnte man fast sorgenfrei "zuschlagen"



Thorens geht Pleite und die blühen auf. Wenn man will geht schon was.


Thorens waren "nie richtig weg", die Produktion in Lahr "Gerätewerk Lahr" ging pleite, Fertigung in Polen ging daneben, dann wurde in Berlin was aufgebaut und ging wieder pleite, der Namensinhaber ging in die Schweiz (mit Streit um die Rechte) und vertrieb überwiegend Fehrenbacher-Dreher unter dem Namen "Thorens" und liess bei einigen Lohnfertigern Tonarme und sonstiges Zubehör wie auch ein paar "Exoten"-Dreher fertigen. Wieviele von den "Masselaufwerken" werden wohl gebaut worden sein?

Man kann den Hut ziehen das Gunter Kürten aus Bergisch Gladbach das übernahm und mit Hilfe eines Herstellers aus Taiwan ein recht rundes Programm auf die Beine stellte. Immerhin soll der Umsatz im Millionenbereich liegen, also längst nicht mehr die Größe zu glorreichen Zeiten - aber wer hat das noch?

Allerdings wären bei den alten Entwickler in Lahr bei einigen Dingen doch die Augenbrauen hochgegangen.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 22. Jan 2026, 08:31 bearbeitet]
ardina
Inventar
#1930 erstellt: 22. Jan 2026, 09:54
Naja, die aktuelle Produktpalette von Thorens ist nicht so schlecht und viele von den Modellen gehören heute wohl mit zu den seriösesten Plattenspielern die im Angebot sind. Natürlich kann man über die Preisfindung, gerade bei den größeren Modellen, diskutieren und natürlich ist auch ein wenig Schicki-Micki dabei. Die alten Modelle waren gut, aber auch nicht ohne Schwächen.

Vinyl und Plattenspieler freuen sich doch derzeit noch über ganz gute Absätze und neben alten „Fans“ kommen derzeit auch noch neue, teilweise jüngere Kunden dazu. Auch das wird nicht ewig so weitergehen, steht aber immer noch auf besserem Fundament als viele andere Produkte der UE-Branche.
Ich denke das ist ein Hobby, ähnlich wie mechanische Uhren, das sich noch eine ganze Zeit halten wird und wo ein gewisses Angebot verfügbar sein wird.

Beaufighter
Inventar
#1931 erstellt: 22. Jan 2026, 10:11
Moin,

Es ist immer ein Wagnis sich selbständig zu machen. Und wenn man man 1950 auf Dampfmaschine anstatt auf Otto oder Dieselmotor zu setzten, dann wäre das auch ein ziemliches Wagnis gewesen. Selbst wenn die Fabrik sehr günstig gewesen wäre.

Was Thorens jetzt macht ist ja wieder was ganz anderes. Es geht um damals als der CD Player Anfang der 90er sich langsam komplett durchgesetzt hat.

Ob Pro-Ject technisch gesehen ein gutes Paket schnürt steht dabei auf einem ganz anderem Blatt.

Nach wie vor sehe ich nur eine Chance den Karren aus dem Dreck zu ziehen, und das ist Lifestyle.

Man schaue doch einfach nur auf ein paar Hardcore LP12 Fans. Erkläre denen mal was von einem Direktantrieb oder egal was. Da werden Metallplatten zum Preis von Richtig guten Stereoanlagen eingebaut und dann klappt es auch wieder mit dem Mitwippen bei geöffnetem Vorhang.


[Beitrag von Beaufighter am 22. Jan 2026, 10:15 bearbeitet]
hifi_raptor
Inventar
#1932 erstellt: 22. Jan 2026, 10:59

Morgen
Die armen LP12 Fans
Arm werden die angesichts der Upgrade Preise eher nicht sein.
Aber als Hersteller würde ich auch versuchen so lange als möglich den Bedarf hoch zu halten.
Wobei mittlerweile selbst einige Hardcore Fans diese Upgradepolitik anfangen zu hinterfragen.
Es wird da sicher auch noch zu einer Sättigung kommen.
Neue, junge Kunden......eher nicht.

Aber wenn der Kunde glücklich mitwippt ist doch alles gut. Er alleine, oder der Rest dieser speziellen Community, muss davon überzeugt sein , dass es ein weiterer winziger Schritt in den HiEnd Himmel ist.
Will auch mal einen gepimpten LP12 hören :D. Aber bitte nur mit AP Scheiben.

Der Griff ins Tschiboregal bleibt immer noch. Und auch dafür gibt es Kunden.

Ein Glück das ich im 21. Jahrhundert angekommen bin.

Und für den Händler ist das sowieso gut. Der Kunde steht öfter im Laden.

Schöne Restwoche


[Beitrag von hifi_raptor am 22. Jan 2026, 11:01 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#1933 erstellt: 22. Jan 2026, 11:05
Nun, im CD-, DVD, BluRay Bereich versucht man derzeit, mit weiteren Tonformaten neben dem ursprünglichen Stereo-Mix (24/48) die Surround-, respektive Immersive-Versionen in DTS-HD MA 24/48 sowie 7.1.3 Dolby Atmos 48 und die Alternative 7.1.4 Auro-3D 48 im Markt zu etablieren. Also aus vorhandenen Materialien weiteres Geld herauszuziehen.
Vielleicht demnächst auch auf Vinyl.
8erberg
Inventar
#1934 erstellt: 22. Jan 2026, 11:05
Hallo,

naja, das sind halt keine Konsumenten in der Hinsicht - eher Gläubige.

"Den Seinen gibts der Herr im Schlafanzug" oder so ähnlich.

Peter
hifi_raptor
Inventar
#1935 erstellt: 22. Jan 2026, 11:20
Morgen
Also ich finde das super, dass es noch solche Enthusiasten gibt, die LP12 pimpen.
Das sind Menschen die dem Hobby Analoges Hören noch echten Raum geben. Man muss es sich halt leisten können.
Andere Menschen geben auch viel Geld für Sachen aus die es nicht braucht.
Wer sind wir das wir das verurteilen?

Aber auch Equipment für HiFi Anno 2026 ist zum pimpeln geeignet. Solange es Menschen gibt, die Festplatten nach ihrer HiFi Tauglichkeit unterscheiden.

Also es gibt immer was zu mäkeln.

Viel Spaß noch beim pimpen.
Beaufighter
Inventar
#1936 erstellt: 22. Jan 2026, 11:20
Moin,


naja, das sind halt keine Konsumenten in der Hinsicht - eher Gläubige.


Das sind im Prinzip alle Konsumenten mehr oder weniger. Man kann unmöglich alles wissen und alle Eventualitäten mit einbeziehen.

Im Grunde ist es wichtig aus Fehlern zu lernen und sich immer wieder zu hinterfragen.

Eine Fehlentscheidung zu akzeptieren und diese richtig zu verarbeiten ist das Zaubermittel. Der Rest wird immer wieder passieren und am besten im speziellen nur ein mal.


Also ich finde das super, dass es noch solche Enthusiasten gibt, die LP12 pimpen.
Das sind Menschen die dem Hobby Analoges Hören noch echten Raum geben. Man muss es sich halt leisten können.
Andere Menschen geben auch viel Geld für Sachen aus die es nicht braucht.
Wer sind wir das wir das verurteilen?


Jo ich finde es auch toll wenn Leute coole Felgen aufziehen und diese dezent präsentieren. Wenn es schick sein soll, dann ist es ja auch toll.
Nur ich glaub vor nicht allzu langer Zeit war hier einer der davon schwärmte das seinen LP 12 auf die 5 Kommastelle genau die Drehzahl halten könnte.

Hier würde ich schon die Thermik im Hörraum für ein Ausschlusskriterium einer solchen Drehzahlgenauigkeit mit einkalkulieren.
Einfaches und normales denken reicht meist schon um solche Aussagen richtig einschätzen zu können.

Wie gesagt, es ist ein toller Plattenspieler der toll Musik macht. That's it!


[Beitrag von Beaufighter am 22. Jan 2026, 11:43 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1937 erstellt: 22. Jan 2026, 12:12

Beaufighter (Beitrag #1936) schrieb:

Nur ich glaub vor nicht allzu langer Zeit war hier einer der davon schwärmte das seinen LP 12 auf die 5 Kommastelle genau die Drehzahl halten könnte.




Ein Synchronmotor. Und dann ohne Vergleich der Soll-/Istdrehzahl. Ja, nee, is klar.
Bei solchen Leuten brech ich dann lieber das Gespräch ab... bringt einfach nix.

Peter
Beaufighter
Inventar
#1938 erstellt: 22. Jan 2026, 12:18
Den meisten solchen Freaks ist ja nicht mal der Unterschied zwischen steuern und regeln klar. Was verlangst du?


[Beitrag von Beaufighter am 22. Jan 2026, 12:18 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1939 erstellt: 22. Jan 2026, 12:34
Hallo,

ich weiß. Wer nix weiß muss alles glauben.

Leider ist das so.

Peter
hifi_raptor
Inventar
#1940 erstellt: 22. Jan 2026, 12:35
Morgen
Berberg schrieb: Bei solchen Leuten brech ich dann lieber das Gespräch ab... bringt einfach nix

Richtig, wer bei Tschibo eine Plandrehmaschine für LP kauft, mit dem fange ich erst gar kein Gespräch an.
Es gibt halt viel dazwischen.

Aber wenn man als normaler Kunde in manche Auslagen von HiFi Tandlern schaut, erschrickt man halt.

Alles hat seine Grenzen. aber nach oben ist halt viel Luft.

Gruß
8erberg
Inventar
#1941 erstellt: 22. Jan 2026, 12:56
Hallo,

bei den Preisen ja...

Ich bin eh auf die "dunkle Seite" gewechselt mit Aktiv... Daher schau ich mir das nur noch amüsiert an.

Peter
Beaufighter
Inventar
#1942 erstellt: 22. Jan 2026, 14:26
Moin,


Richtig, wer bei Tschibo eine Plandrehmaschine für LP kauft, mit dem fange ich erst gar kein Gespräch an.
Es gibt halt viel dazwischen.


Das ist ja auch gut so. Es wäre ja langweilig wenn jeder das selbe hätte.
Und warum nicht, im Kinderzimmer mit ein paar alten Märchen Platten, das kann doch spaßig sein.

Ich sehe jetzt kein Potential die Mint Erstpressung von Pink Floyd damit zu hören, aber warum soll man nicht klein anfangen.
Die meisten fangen auch nicht an auf einer Stradivari Geige zu lernen.

Es wäre halt nur von Vorteil man erklärt unwissenden was ein technisches Gerät kann und was es nicht kann. Das sollte dann möglichst ehrlich passieren.

Ich denke das größte Problem des High Enders ist die Suche nach Perfektion. Ein Transrotor Z3 hat in der Disco nix zu suchen und die Designeranlage im Hipster Loft braucht keinen SL 12XX. Alles kann seinen Sinn machen und muss nicht verteufelt werden. Das eine hat technische Gründe, das andere eher stylische.

Ich meine auch nicht dass das Problem die Anlage ist, sondern das Gespräch und die Entscheidung welche Anlage die richtige ist.
Hier sollte ehrlicher kommuniziert werden.

Das würde der Branche gut tun.

Wenn nun die großen Märkte den HiFi Markt links liegen lassen wäre es doch eine Chance für die kleinen HiFi Dealer suchende in ihr Geschäft zu locken. Zielführend sind dann aber nicht Armdicke Kabel.


[Beitrag von Beaufighter am 22. Jan 2026, 14:27 bearbeitet]
sohndesmars
Inventar
#1943 erstellt: 23. Jan 2026, 06:05
Und genau da sind wir jetzt: ist der Niedergang von HIFI auf den bekannten umsatzstarken Riesen wie MediaMarkt und co die Chance, HIFI wieder seriös zu machen?
Ich kann ja in etwa nachvollziehen, dass die elitäre Abgrenzung von HIFI/HighEnd vom Konsumermarkt für Contentwiedergabe mit irren, absurden Geschichten versucht wurde. Und das ja nun mindestens seit vierzig Jahren. Die Spezialmagazine à la Audio sind ja offenbar gerne auf den Trend aufgesprungen ("heute prüfen wir USB-Kabel bezüglich ihrer Klangqualität.....") und sind irgendwo frühzeitig aufs falsche Gleis mitabgebogen.
Aber ich bin der Meinung, dass mit dem Erfolg des Onlinehandels und dem Eindringen des chinesischen Marktes für Unterhaltungselektronik in die höherwertige HIFI-Sparte ein Ende der Geschichtenerzähler folgen sollte.
Aufwendige Alleinstellungsmerkmale in Haptik, Optik und auch Akustik kann ja gern teuer angeboten werden. Oder eine Rückbesinnung in traditionelle Technik aus Nostalgie, wie die völlig überteuerte neue Revox B77 in schwarz (10tausend Euro) wird ihre Liebhaber finden.
Nur bitte nicht mit der Behauptung, dass nur damit überragender Klang möglich wäre. Jedes digitale Aufnahmegerät von Tascam vermag technisch mehr Aufnahmequalität als ein Tonbandgerät für traditionelle "Magnetschnürbänder". Und zwar für einen Bruchteil des Preises.

In ein HIFI-Laden, der mich nicht verar***en will, sondern mit Design und speziellen Features lockt, gehe ich dann auch mal gerne rein.
Yamahaphilist
Stammgast
#1944 erstellt: 23. Jan 2026, 06:23
Wobei die Revox B77 MK 2 heute nach 40 Jahren sicher noch besser dasteht als die neue MK 3, die mit China Hinterhof bestückt ist, in 40 Jahren sein wird.
stoske
Inventar
#1945 erstellt: 23. Jan 2026, 07:10
Ich denke, mit dem China-Hinterhof Argument/Vorurteil, welches rund 50 Jahre alt sein dürfte, kommt man einigen Antworten zur aktuellen Situation recht nahe.
Yamahaphilist
Stammgast
#1946 erstellt: 23. Jan 2026, 07:53
Die Äußerung stammt vom Techniker eines Reparaturbetriebs, der ganz offensichtlich Einblick in alt und neu hatte. Nun, in 40 Jahren wissen wir mehr.
8erberg
Inventar
#1947 erstellt: 23. Jan 2026, 08:11

sohndesmars (Beitrag #1943) schrieb:


In ein HIFI-Laden, der mich nicht verar***en will, sondern mit Design und speziellen Features lockt, gehe ich dann auch mal gerne rein.


Hallo,

da musste verdammt lange suchen... DAS ist das Hauptproblem.

Die meisten Leute WOLLEN einfach kein "Hifi-Geraffel" mehr. Das ist einfach so.
Die handvoll Hansel die 10.000 Euro für n dusseliges Kabel übrighaben wollen bleiben einfach eine Handvoll mit eher abnehmender Tendenz.

Ich kann auch Milchzentrifugen oder Sauerkraut-Gärbehälter wie Sauerbier anbieten - der Markt dafür ist einfach ausgestorben.

Peter
Beaufighter
Inventar
#1948 erstellt: 23. Jan 2026, 10:04
Moin,

ich denke nicht das der Markt dafür ausgestorben ist. Die Chinesen bieten schon lange kein Geraffel aus dem Hinterhof an. Allerdings nehmen sie auch nicht den Aufschlag für "ich bin Elitär" Fosi, Nobsound, Doukaudio alles mittlerweile Onlinemarken die nicht nur zusammenlöten können, sondern auch eine kontinuierliche Kette an Geräten anbieten. Bei diesen Marken ist auch viel Bewegung.
ossi123
Inventar
#1949 erstellt: 23. Jan 2026, 10:17

Beaufighter (Beitrag #1948) schrieb:
Moin,

Die Chinesen bieten schon lange kein Geraffel aus dem Hinterhof an.


Hä? Und der Tschibo-Dreher kommt aus St. Georgen?
Beaufighter
Inventar
#1950 erstellt: 23. Jan 2026, 10:31
Moin,

Jo klar, Das ist doch kein Geraffel aus dem Hinterhof. Da ist knallhart Kalkuliert bis auf den letzten Cent. Wenn von Tchibo vertrieben, müssen CE Normen erfüllt sein, Nachweise unter welchen Bedingungen gearbeitet wurde, Kunststoffe möglichst so wenig ausdünsten das man es in die EU einführen darf.

Ich bin nicht der Meinung das es sich dabei um Geraffel handelt, sondern um ein preislich knallhart Kalkuliertes Stück Technik, welches in 2-5 Jahren auf dem Sperrmüll landet.

Wenn man dieser Firma mehr finanziellen Spielraum lässt bauen die dir bestimmt auch was feines.


[Beitrag von Beaufighter am 23. Jan 2026, 11:03 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#1951 erstellt: 23. Jan 2026, 10:33
Der Unterschied dürfte auch die heutige Modulbauweise sein. Wo früher noch unter dem Aspekt der Reparierbarkeit Platinen hergestellt wurden, geht es heute mehr nur noch um Austausch. Die detaillierte, weil zeitraubende und kostentreibende und letztlich mit Know how verbundene, Fehlersuche entfällt, da auch letztlich der Fachmann zukünftig entfallen sein wird.

Wenn Tchibo für 79 verkauft, dürfte der EK kaum bei 30 gelegen haben, die effektive Herstellung allenfalls um und bei 10€. Was darf man dafür erwarten? CE wie China Export.


[Beitrag von Yamahaphilist am 23. Jan 2026, 10:47 bearbeitet]
jandus
Stammgast
#1952 erstellt: 23. Jan 2026, 10:56
@Beaufighter
So auch bei Lebensmitteln

Dass ausgerechnet Markenprodukte schlechter abschneiden, ist keine Seltenheit. Gerade bei Lebensmitteln sparen Markenhersteller gern an teuren Zutaten, das zeigt ein Stichprobe von uns. So enthält Markenschokolade mitunter nur künstliche Aromen, während im No-Name-Produkt echter Vanilleextrakt steckt. Und der Marken-Toast enthält weniger Butter und dafür mehr Zucker als die günstigeren Eigenmarken.

https://www.swr.de/l...er-rossmann-100.html
Finde ich hochinteressant
8erberg
Inventar
#1953 erstellt: 23. Jan 2026, 11:06

Beaufighter (Beitrag #1950) schrieb:

Wenn man dieser Firma mehr finanziellen Spielraum lässt bauen die dir bestimmt auch was feines.


Siehe Hanpin, die bauten jahrelang überwiegend einfache Dreher die als "Basis" z.B. unter Marantz, Sony, Dual und zig anderen Marken verscherbelt wurden.
Heute bauen sie dazu auch Direkt-Drive-Plattenspieler die sich nicht hinter den Geräten aus der Glanzzeit verstecken müssen.

Das man heute hochintegrierte Schaltungen und Multilayer-Platinen benutzt hat nix damit zu tun das das früher "besser" war.
Das ging damals einfach noch nicht - sonst hätten die damaligen Hersteller das auch gemacht.

Natürlich gibt es noch heute Serviceleute die auch dort reparieren könnten, aber das wird nicht billig - da ist der "wirtschaftliche Totalschaden" schnell erreicht. Aber wo nicht?

Überall steigen die Lohnkosten stark an, weil neben dem eigentlichen Lohn immermehr auch zusätzlicher Aufwand für den Reparateur anfällt.

Es wird immer erzählt wir sind eine "Wegwerfgesellschaft" aber warum wohl? Bei jedem Produkt interessieren doch nur die Kosten für Herstellung und Vertrieb - an einer späteren Reparatur oder gar Entsorgung denkt doch keiner.

Peter
ardina
Inventar
#1954 erstellt: 23. Jan 2026, 11:15

Beaufighter (Beitrag #1950) schrieb:


Jo klar, Das ist doch kein Geraffel aus dem Hinterhof. Da ist knallhart Kalkuliert bis auf den letzten Cent. Wenn von Tchibo vertrieben, müssen CE Normen erfüllt sein, Nachweise unter welchen Bedingungen gearbeitet wurde, Kunststoffe möglichst so wenig ausdünsten das man es in die EU einführen darf.



Hamm wir gelacht. Ich habe teilweise mit Geräten aus Fernost zu tun die im satten sechsstelligen Bereich kosten, wo ich mich frage, wie die eine Zulassung bekommen konnten. In unserer korrupten Welt sind viele Produkte unterwegs, die besser in die Mülltonne fliegen sollten.

Theoretisch ist dein Einwand richtig, in der Praxis sieht es anders aus. Und die Chinesen überziehen den Markt gerne mit Billigkram, das finden die gut. Heißt nicht, das auch Chinesen hochwertige Produkte herstellen können, wenn es sich lohnt.

jandus
Stammgast
#1955 erstellt: 23. Jan 2026, 11:24
Nochmals zu meinem Post, die Lebensmittelindustrie macht es doch vor,dass man mit teuren Zutaten auch preiswerter sein kann.

Aber das Image der Markenhersteller zieht mehr...Das Gefühl ein Markenprodukt gekauft zu haben.
8erberg
Inventar
#1956 erstellt: 23. Jan 2026, 11:27

ardina (Beitrag #1954) schrieb:


Hamm wir gelacht. Ich habe teilweise mit Geräten aus Fernost zu tun die im satten sechsstelligen Bereich kosten, wo ich mich frage, wie die eine Zulassung bekommen konnten. In unserer korrupten Welt sind viele Produkte unterwegs, die besser in die Mülltonne fliegen sollten.

das erkläre mal den Entscheidern. Es hilft wie immer nur ein Expertenteam "vor Ort" in China die die Produktion überwachen und stumpf alles lahmlegen wenn jemand Murks macht. Dazu fehlt bei vielen der Sachverstand und bei einigen auch der Charakter die sich denken "nach der Gewährleistung kanns ruhig zusammenfallen".
Beispiel waren Stahlteile für die Autobahn-Rheinbrücke in Leverkusen (A3), dem Generalunternehmer aus Österreich der fehlerhafte Teile aus chinesischer Produktion verbauen wollte wurde deshalb der Auftrag entzogen.



Theoretisch ist dein Einwand richtig, in der Praxis sieht es anders aus. Und die Chinesen überziehen den Markt gerne mit Billigkram, das finden die gut. Heißt nicht, das auch Chinesen hochwertige Produkte herstellen können, wenn es sich lohnt.

:prost

Genau das isses: es muss sich lohnen - nur wirds dann auch teuer.

Man bedenke: die Chinesen kochen auch nur mit Wasser, der große Vorteil "niedrige Löhne" schrumpft immer weiter. Es gibt zwar Unmengen an Arbeiter und Ingenieure, aber es fehlen wirklich qualifizierte Mitarbeiter.

Ich wundere mich immer wieder wieviele Leute leichtsinnig die Produktion verlagern und sich dann wundern das sie über den Leisten gezogen werden und 2 Straßen weiter die Produktionsanlage 1:1 von einem Parteigenossen nachgebaut wird...

Peter
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