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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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8erberg
Inventar
#2357 erstellt: Gestern, 10:54
Hallo,

in den 80ern war es einfacher. Die "Audio" schrieb irgendwann Anfang der 80 über den damals "besten Verstärker der Welt" aus dem Hause Technics das die Werte für Klirr und Intermodulationsverzerrungen Computer-Hochrechnungen sein da nicht messbar und damals die vernünftige Grenze erreicht wäre.
Der Verstärker kostete damals die "unverschämte" Summe von 24.000 DM.

Was hat sich seitdem im Verstärkerbau getan?
Nun ja, damals gab es noch keine Highend-Kabellagen, keine "Stromaufbereitung" ...
Also muss das damals wohl nur Schrott gewesen sein und die Computer konnten noch nicht mal bis 2 zählen...

Müssen die alten Kämpen aus den 70er/80er Jahren doch das heutige Jungvolk beneiden über ihre Möglichkeiten... wie doof das die das nicht wissen wollen.


Peter
ardina
Inventar
#2358 erstellt: Gestern, 10:55

raindancer (Beitrag #2356) schrieb:
Der Lux ist nur eine Vorstufe, da wird noch eine Endstufe benötigt. Aber wo ist das Problem?


Kein wirkliches Problem, aber das ganze Luxus-Gehabe, unter der Berücksichtigung des Zustandes unserer Welt und der Menschheit, hier auch die immer gröber werdende soziale Ungerechtigkeit, kotzt mich einfach an.

Und nein, habe ich vor Jahren noch gesagt, jeder wie er kann und will, ist das jetzt bei mir vorbei. Man sieht ja, wozu das führt.

ardina
Inventar
#2359 erstellt: Gestern, 11:11

8erberg (Beitrag #2357) schrieb:
Hallo,

in den 80ern war es einfacher. Die "Audio" schrieb irgendwann Anfang der 80 über den damals "besten Verstärker der Welt" ...
...


Der Rückgang der Umsätze in der Unterhaltungselektronik Branche gingen einher mit dem Präsentieren der „Über-Geräte“. Da war ja nicht nur Technics, sondern viele der anderen Hersteller haben ähnlich aufgemotzte Geräte angeboten. Das war schon der Gipfel der Technik und meistens stimmte auch die Qualität und Langzeit Tauglichkeit. Wirklich benötigt hat kaum jemand solche Boliden.

Und seitdem hat sich technisch schon was getan. Nicht das dabei noch besserer Klang und Leistung herauskam, aber Geräte konnten effizienter und kleiner gebaut werden, bei ähnlicher Leistung. Nur wenige Hersteller haben daraus aber so überzogene Luxus-Geräte gebaut. Diese effizientere Technik lässt sich scheinbar schwerer in Luxus-Artikel verwandeln, ohne dicke Ringkern-Trafos und Becher-Kondensatoren. Auch 30 Kg (oder mehr) Verstärker werden so nicht gebaut.

hifi_raptor
Inventar
#2360 erstellt: Gestern, 11:22
Morgähn
Klassisches HiFi ist doch nur noch für Menschen die bewusst Musik hören. Egal ob mit Anlagen für 1000€ oder 100k.
Wer 100k ausgeben will geht zum Händler, nicht ins HiFi-Forum, und lässt sich das nach Hause liefern samt Aufbau.
Wer nur ein kleines Budget hat läßt sich im HiFi-Forum beraten, bestellt in China, und bei nicht gefallen zurück.

Wer Musik eher so nebenbei und zappend hört, braucht weder HiFi-Forum noch Händler.
Eine smarte Dose und Handy kann ich nebenbei kaufen.

Es nervt schon lange das selbst in Konzerten die Leute eher zum Bier kaufen gehen, oder ständig quatschen. Gefühlt sind die meisten Menschen gar nicht mehr in der Lage zwei Sunden auf ihrem Arsch zu sitzen und sich auf den Act zu konzentrieren.

Sitz mal in der RAH und während des Konzertes geht einer ständig abwechselnd Bier holen und pissen! Da nutzt auch das „Sorry“ nix mehr. Ist auch wenig Wertschätzung dem Künstler gegenüber.

Und wer ständig in der Wohnung rumrennt braucht auch kein Stereo!

Wer in der Wohnung rumrennt während sein Transrotor die Umdrehungen macht könnte aber tatsächlich Geld sparen.

Für den klassischen Einzelhändler bleibt nur der Markt der bewussten Musikhörer mit etwas Geld in der Tasche.
Äh und nix gegen das HiFi-Forum, aber gekauft habe ich beim Einzelhändler ohne „Forumsschutz“ Denn Unwissende gibt es im Forum wie im Einzelhandel. Und höchstmögliche Wiedergabequalität ist nicht mehr ein Kriterium, sondern hinderlich für den höchst individuellen Höreindruck. Am besten sind Geräte die die höchstmögliche Klangverbiegung ermöglichen. Alles andere ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.

Mei und dem einen reicht MP3 für 5€ das Album und ein andere kauft nur MFSL und Co. von One Step Pressing bis SACD / HiRes Download.
Für MP3 brauche ich einfach mal keine HW jenseits der monetären Vernunft.
Alles relativ.

Viel Spaß beim (bewussten) Musik hören.
ardina
Inventar
#2361 erstellt: Gestern, 11:45

hifi_raptor (Beitrag #2360) schrieb:
...

Es nervt schon lange das selbst in Konzerten die Leute eher zum Bier kaufen gehen, oder ständig quatschen. Gefühlt sind die meisten Menschen gar nicht mehr in der Lage zwei Sunden auf ihrem Arsch zu sitzen und sich auf den Act zu konzentrieren.

Sitz mal in der RAH und während des Konzertes geht einer ständig abwechselnd Bier holen und pissen! Da nutzt auch das „Sorry“ nix mehr. Ist auch wenig Wertschätzung dem Künstler gegenüber.



Für nicht wenige Gemüter geht es heute hauptsächlich um das „Dabeisein“. Da werden ein paar hundert Euro rausgehauen, um anschließend sagen zu können, ich war dabei und was für ein tolles Konzert.

Und dann wird den Gästen, bei nicht wenigen Veranstaltungen, auch noch bescheidene Akustik geboten, aber das anschließende Gequatsche, es geht doch nichts über Livemusik, wird dann auch gerne mal lächerlich.

Schwaches Bewusstsein, schwache Persönlichkeit, aber die Taschen voll Geld, das ist in heute.

Yamahaphilist
Stammgast
#2362 erstellt: Gestern, 12:40
Man wird dann wohl als vermeintlicher Experte angesehen. Tja, sone Art soziale Kompensation, what ever.
flexiJazzfan
Inventar
#2363 erstellt: Gestern, 13:29
Jetzt wollen wir das Thema mit dem „bewussten“ Musikhören und dem genau im Spot festgenagelten Hörplatz nicht überbewerten.

Eines der Merkmale einer Hifi Anlage ist ihre Natürlichkeit und ihre stressfreie Darbietung geeigneten Musikmaterials. Ich bin immer wieder froh und erstaunt, wenn ich aus dem Urlaub oder von Besuchen komme, wo die unterschiedlichsten Wiedergabegeräte zur Verfügung standen, wenn ich die gleiche Radiomusik oder Konserven höre und nichts „fällt auf“ und nichts nervt. Das merkt jeder auch wenn er nicht „bewusst“ hört sondern dabei etwas liest oder wenn er gar im Nebenzimmer sitzt.

Ich weiß nicht, mit genau welchen Geräten dieser Eindruck in einem bestimmten Raum entsteht. Ich weiß aber, dass ich diese gelassene Natürlichkeit in Vorführräumen nur bei guten Standlautsprechern und teuren Anlagen erlebt habe.
Der Interessent, der gleich ins Zimmerchen mit den Kleinanlagen geführt wird, weil er etwas Preisgünstiges sucht, wird um dieses Nebenbei-Erlebnis in den meisten Läden, die ich kenne betrogen. Deshalb können die Versandkunden auch schwer Hifi-Fans werden.
Gruß
Rainer
ossi123
Inventar
#2364 erstellt: Gestern, 14:13
[quote="hifi_raptor (Beitrag #2338)"]
also wird gerne ein China Clon bekannter Marken versandkostenfrei in China bestellt.
[/quote]

Da hätte ich wohl gerne einen Link.


[Beitrag von ossi123 am 17. Mrz 2026, 14:13 bearbeitet]
ardina
Inventar
#2365 erstellt: Gestern, 14:21

flexiJazzfan (Beitrag #2363) schrieb:
...

Ich weiß nicht, mit genau welchen Geräten dieser Eindruck in einem bestimmten Raum entsteht. Ich weiß aber, dass ich diese gelassene Natürlichkeit in Vorführräumen nur bei guten Standlautsprechern und teuren Anlagen erlebt habe.
Der Interessent, der gleich ins Zimmerchen mit den Kleinanlagen geführt wird, weil er etwas Preisgünstiges sucht, ...



Nicht das wieder vollkommen aneinander vorbeigeredet wird. Das ist eine sehr pauschale Aussage Rainer. Kleinanlage bedeutet nicht billig und gute Standlautsprecher bedeutet nicht gleich teuer.

Ich gebe dir so weit recht, der natürliche und entspannte Sound kommt eher von einer großen Anlage. Aber was bedeutet das jetzt? 5.000 € für ein paar Standboxen und Verstärker können genauso gut, oder gar besser sein, wie 25.000 € für Schicki-Micki-Hifi. 5.000 € für Standboxen und Verstärker sind meistens besser als 5.000 € für eine Luxus-Kleinanlage.

50.000 € für konkrete und gut ausgesuchte Geräte können das alles nochmal toppen.

Allerdings sind Preise heute zumeist nicht mehr aussagefähig, zumindest bei Livestyle und Luxusprodukten. Steht da erstmal ein bekannter und renommierter Name drauf, gehen die Preise durch die Decke. Da schaut man, was man mitnehmen kann.

ardina
Inventar
#2366 erstellt: Gestern, 14:27

ossi123 (Beitrag #2364) schrieb:

hifi_raptor (Beitrag #2338) schrieb:

also wird gerne ein China Clon bekannter Marken versandkostenfrei in China bestellt.


Da hätte ich wohl gerne einen Link.


Nehmen wir mal dieses Beispiel. Nein, sicher keine 100% Kopie und auch nicht in der Qualität wie ein Original-Gerät. Auch nicht Versandkostenfrei (manche Leute neigen zu Übertreibungen), aber für unter 800 € gibt es ein Produkt, wo der Preis eines original Accuphase nur lächerlich erscheint.

Ali Accu

wummew
Inventar
#2367 erstellt: Gestern, 15:16
Auf mich als Laien machen diese Teile schon enorm Eindruck und die Preise sind extrem verlockend. Allerdings habe ich mich bisher noch nicht getraut, so etwas dann auch wirklich zu bestellen, sei es wie dort verlinkt oder z. B. über Ebay usw.

Ich bekam kürzlich schon ein ungutes Gefühl, als bei einer von diesen angeblich extra für HiFi gebauten Steckdosenleisten am Stecker nichts von einer VDE-Kennzeichnung zu finden war.

Ich hätte (eventuell unbegründet) Angst, das Gerät zu verkabeln und dann einzuschalten.
DerHilt
Inventar
#2368 erstellt: Gestern, 15:36

wummew (Beitrag #2367) schrieb:
...nichts von einer VDE-Kennzeichnung zu finden war. Ich hätte (eventuell unbegründet) Angst, das Gerät zu verkabeln und dann einzuschalten.

Kommt drauf an; wenn du der Meinung bist, dass Geräte nur dann vernüftig konstruiert und hergestellt sein können, wenn sie mit lustigen Stempeln (VDE, TÜV, etc) versehen sind, dann besser Vorsicht.
ardina
Inventar
#2369 erstellt: Gestern, 16:24

DerHilt (Beitrag #2368) schrieb:

wummew (Beitrag #2367) schrieb:
...nichts von einer VDE-Kennzeichnung zu finden war. Ich hätte (eventuell unbegründet) Angst, das Gerät zu verkabeln und dann einzuschalten.

Kommt drauf an; wenn du der Meinung bist, dass Geräte nur dann vernüftig konstruiert und hergestellt sein können, wenn sie mit lustigen Stempeln (VDE, TÜV, etc) versehen sind, dann besser Vorsicht. :D


Wenn man nicht einigermaßen gute elektrotechnische Kenntnisse hat, würde ich von einem Kauf abraten. Ich habe beruflich mit solchen Herausforderungen zu tun und war auch schon einige male in China um zu Verhandeln (technisch), oder über Veränderungen/Verbesserungen zu sprechen. Vergesst es, das ist eine andere Kultur und da werden Dinge anders bewertet.

Auf diese deutschen Label kann ich heute auch verzichten. Ich habe dann hier auch schon Geräte begutachtet, mit Zertifikat vom TüV China und da lege ich keinen Wert mehr drauf, um das freundlich auszudrücken.

Man kann sehr gut gebaute und konstruierte Geräte aus China bekommen, aber das muss man sich vorher anschauen, sonst kauft man die Katze im Sack.

8erberg
Inventar
#2370 erstellt: Gestern, 16:29
Hallo,

es reicht (theoretisch) das "CE" Zeichen (aber bitte das Richtige CE-Zeichen, nicht "chinese Export") ... oder eine Konformitätserklärung mit der der Hersteller/Inverkehrbringer zusagt das alle in Europa gültigen Gesetze eingehalten werden.

Wer das nicht liefern kann/will - da kann das Zeuch noch "so gut klingen" kann er sich das Zeuchs sparen... das Risiko kann auch bei einer Strippe ein Zimmer-Vollbrand sein.

Peter
ardina
Inventar
#2371 erstellt: Gestern, 16:47

8erberg (Beitrag #2370) schrieb:


es reicht (theoretisch) das "CE" Zeichen (aber bitte das Richtige CE-Zeichen, nicht "chinese Export") ... oder eine Konformitätserklärung mit der der Hersteller/Inverkehrbringer zusagt das alle in Europa gültigen Gesetze eingehalten werden.



Mach dir nichts vor Peter, solche Zeichen und Zertifikate kommen manchmal auf sonderbare Weise auf die Geräte. Ich behaupte sowas kann man kaufen.

Allerdings, deine Horror Szenarien das dir vermutlich die Hütte abbrennt, wenn diese lustigen Sticker nicht da sind, ist auch übertrieben. Sowas hat es schon gegeben, aber wird bei vielen Geräten nicht passieren. Deshalb sagte ich ja, wenn man derartige Gerät kauft, sollte man das selber zumindest an den wichtigen Stellen prüfen können.

wummew
Inventar
#2372 erstellt: Gestern, 17:20

ardina (Beitrag #2371) schrieb:
...wenn man derartige Gerät kauft, sollte man das selber zumindest an den wichtigen Stellen prüfen können.

Und an der Stelle bin ich dann raus. Ich erhasche zwar optische Unterschiede im Inneren der Geräte, aber mehr als das erkenne ich dann auch nicht. Bleibe ich also doch lieber bei den mir bekannten "lustigen" Stempeln/Kennzeichnungen.
8erberg
Inventar
#2373 erstellt: Gestern, 18:21
Hallo,

ja, auch selber erlebt. Daher bin ich da auch pingelig...

Peter
rat666
Inventar
#2374 erstellt: Gestern, 19:47

Nehmen wir mal dieses Beispiel. Nein, sicher keine 100% Kopie und auch nicht in der Qualität wie ein Original-Gerät.


Von den dementsprechenden Zertifikaten mal abgesehen (CE, VDE, etc.), warum sollte es keine 100%ige Kopie sein?
Das sind meist alte, recht einfache Schaltungen und elektronische Bauteile kosten nicht viel und ne 1:1 Kopie ist leichter zu machen als ne Schaltung abzuwandeln.
Die Bauteilqualität hat sich in den 30-40 Jahren zwischen Original und Kopie auch verändert.
Gehäuse können die Chinesen eh, also wo soll es schlechter sein?
Es bleibt natürlich die Betriebsgefahr wegen den fehlenden Zertifikaten.
flexiJazzfan
Inventar
#2375 erstellt: Gestern, 22:23
Ja wir erleben eine Zeit in der das Nichtbeachten von Regeln und Normen als eine besondere Form der individuellen Freiheit angesehen wird. (In vergangenen Zeiten nannte man das Anarchismus) Der Sinn von Technischen Regeln und Industriestandards und –normen liegt allerdings gerade in der Erleichterung bestimmte Funktionen und Kompatibilitäten und Risiken nicht immer wieder selbst entwickeln und überprüfen zu müssen, sondern die Standards zu „kopieren“ und ihnen zu vertrauen. Man mag die Erfahrungen der Vergangenheit als „Bürokratie“ diffamieren, um seine eigene Kreativität zu entfalten – meist ist das nicht mehr als eine kolossale Selbstüberschätzung.

Gruß
Rainer
Werner_B.
Inventar
#2376 erstellt: Gestern, 22:25

ardina (Beitrag #2371) schrieb:
Allerdings, deine Horror Szenarien das dir vermutlich die Hütte abbrennt, wenn diese lustigen Sticker nicht da sind, ist auch übertrieben.

Aber wenn Dir die Bude doch abbrennt, wird die Forensikerin möglicherweise ein in der EU nicht verkehrsfähiges Gerät als Brandursache finden, und dann hast Du ein richtig grosses Problem, weil die Versicherungen (Gebäude, Hausrat) nicht werden zahlen wollen. Ob dagegen der Einschluss grober Fahrlässigkeit hilft, oder nicht? Mal ganz abgesehen vom grossen Ärger und Aufwand, den sowas bedeutet, und sofern man es selbst unbeschadet übersteht. Risiko ist immer Wahrscheinlichkeit mal Schadensschwere, es reicht nicht, nur die Wahrscheinlichkeit zu beurteilen. Da sind im Vergleich die Kosten für einen schnöden Original-Accuphase oder sonstwas mit ordentlicher elektrischer Sicherheit doch unteres Ende Portokasse.


flexiJazzfan (Beitrag #2375) schrieb:
... Der Sinn von Technischen Regeln und Industriestandards und –normen liegt allerdings gerade in der Erleichterung bestimmte Funktionen und Kompatibilitäten und Risiken nicht immer wieder selbst entwickeln und überprüfen zu müssen, ...

So ist es, und sie sind zudem Voraussetzungen, auf denen andere Leistungen wie z.B. Versicherungen aufbauen. Ohne Standards wäre eine technisch komplexe Welt gar nicht funktionsfähig.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 17. Mrz 2026, 22:34 bearbeitet]
sohndesmars
Inventar
#2377 erstellt: Heute, 07:13

flexiJazzfan (Beitrag #2375) schrieb:
Ja wir erleben eine Zeit in der das Nichtbeachten von Regeln und Normen als eine besondere Form der individuellen Freiheit angesehen wird. (In vergangenen Zeiten nannte man das Anarchismus) Der Sinn von Technischen Regeln und Industriestandards und –normen liegt allerdings gerade in der Erleichterung bestimmte Funktionen und Kompatibilitäten und Risiken nicht immer wieder selbst entwickeln und überprüfen zu müssen, sondern die Standards zu „kopieren“ und ihnen zu vertrauen. Man mag die Erfahrungen der Vergangenheit als „Bürokratie“ diffamieren, um seine eigene Kreativität zu entfalten – meist ist das nicht mehr als eine kolossale Selbstüberschätzung.

Gruß
Rainer


Ist es nicht besonders absurd festzustellen, dass wir Deutsche uns immer mehr von Preussischen "Tugenden" (manche unken auch "Untugenden", weil zuviele Idioten es nach 1933 mißbraucht hatten) verabschieden, Autoritäten zunehmend ablehnen und ignorieren, dabei aber uns immer mehr ins Netz der US.-amerikanischen Informationskraken verheddern? Und dabei immer mehr unsere irgendwann mal vorhandene Effektivität, Leistungsbereitschaft, Inovationsstärke verlieren. Wir versinken in die Bedeutungslosigkeit, je mehr wir unsere vermeintliche Individualität ausleben. Und sind immer öfter die Lachnummer für andere Nationen.

Mir raubt das seit Jahren jede Motivation, wieder als Selbstständiger aktiv zu werden. Wahrscheinlich ist es auch zu einfach in Deutschland sich zurückzulehnen und ohne wirklich konstruktiv arbeiten zu müssen, seinen Lebensunterhalt durch geschickte Trickserreien gestalten zu können.
8erberg
Inventar
#2378 erstellt: Heute, 08:37
Hallo,

tja... muss vielleicht so sein. Rise & Fall - so ist das Leben. Für "uns" reicht es bin in die Kiste - die nachfolgende Generation wird noch ganz andere Probleme haben.

Das britische Empire ging ja auch inne Wurst und die Amis zeigen gerade das sie das auch können...

Peter
hifi_raptor
Inventar
#2379 erstellt: Heute, 10:17
Morgähn
@ardina Danke für den von ossi123 angeforderten Link
Der Hersteller schmückt sich mit fremden Federn. Was ihm aber auch am Arsch vorbei geht. Und es wird mit dem natürlichen Instinkt des Käufers zu "Geiz ist geil" und der "Markenaffinität" gerechnet.
Warum? Wird das dann doch nicht gekauft wenn es "Hongfeng VX-1" (Satire!) heißt? Zudem kann sich der Markenhersteller in China nicht gegen den Missbrauch seiner Marke wehren.
Ich gebe zu, so billig kann es nicht sein, lieber ggf. das Original.
Gruß
skorpi1211
Stammgast
#2380 erstellt: Heute, 12:40
Das Problem ist doch recht einfach.

Viele Hersteller lassen dort produzieren.
Dafür haben sie dann eine gute Marge.

Du kannst alles in Cina bauen lassen, Schrott und High End.

Die ersten Edel Modellautos von CMC wurden von verpöhnt von den Fachleuten...
Die machen tolle Modelle.
https://www.cmc-modelcars.de/ueber-uns/

Wenn ich sehe, was teilweise Elektronik nur noch kostet, und was dann in Deutschland verlangt wird. Respekt.
Auch teilfertigungen kommen von dort.
Alles legitim.

Nur müssen die sich dann nicht wundern, wenn es auch auf direktem Wege zu uns kommt.
Würde ich ein Gerät wie es der Klon ist, direkt dort kaufen? eher nicht.

Aber schlecht muss er nicht sein.
Und ab und an findet man in einem HIGH END Gerät eines US Unternehmens, günstige China Innereien...


Übrigens, es geht auch anders rum. Habe gerade meinen Zeitbeamer Sim2 Superlumis gerade nach China verkauft.
Yamahaphilist
Stammgast
#2381 erstellt: Heute, 12:50
Den genannten Accuphase E 406 gibts sicher länger als 30 Jahre. Mit welchen Maßnahmen könnte ein Hersteller überhaupt einen Clon verhindern? Patentschutz max 20 Jahre, falls man regelmäßig zahlt. Allein diese Kosten dürften in keiner Relation zu den Verkäufen stehen. Dann Marken und Geschmacksmuster Schutz, usw. für vielleicht 10 Jahre, fleißiges Gebühren zahlen vorausgesetzt. Weltweiter Schutz dürfte richtig kosten.
hifi_raptor
Inventar
#2382 erstellt: Heute, 13:24
Morgen
Es gibt ja auch noch Hersteller die frech Accuphase oder sogar das Naim Logo kopieren.
Dann ist es klar eine Produktfälschung. So was gehört bei der Einfuhr in die EU aus dem Verkehr gezogen.
Wird ja auch bei Boss T-Shirts gemacht.
Am Flughafen in Rom kontrolliert mitunter der Zoll ob eine getragene "Luxusmarke" echt ist.
Gruß
8erberg
Inventar
#2383 erstellt: Heute, 13:30
Hallo,

ja, Italien: die "Guardia di Finanza" kontrolliert selbst ob man die Quittung vom eben getrunkenen Espresso dabeihat.

Mir ist das mal vor einem Supermarkt passiert das mir die Verkäuferin mit der Quittung in der Hand hinterrannte (!)

Das nur kurz dazu.

Das "Problem" bei Nachbauten ist höchstens das bestimmte Halbleiter nicht mehr lieferbar sein könnten oder abgekündigt sind - und damit bald vom Markt verschwinden. Sonst : solche "raffinierten" Schaltungen sind in den Kisten (eh) nicht drin und heiliger Qualm ist nicht patentierbar...

Peter
Werner_B.
Inventar
#2384 erstellt: Heute, 14:44

ardina (Beitrag #2366) schrieb:
... für unter 800 € gibt es ein Produkt, wo der Preis eines original Accuphase nur lächerlich erscheint.

Ali Accu

Der Netzanschluss sieht eher wie die Bastelarbeit eines (noch) ahnungslosen Azubis statt professioneller Arbeit aus ... (viertes Bild, oben im linken Drittel unter den LS-Klemmen) ... zumindest soweit auf dem Bild erkennbar. Trotz eines dreipoligen C14 kein Erdungsanschluss (mittlerer Pin nicht angeschlossen), kein isolierender Schrumpfschlauch über der Lötstelle des roten Kabels ...

Gruss, Werner B.
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