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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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Yamahaphilist
Stammgast
#2507 erstellt: Gestern, 17:16
Und wenn jetzt so ein aktives LS Paket noch eine Art dynamisches Dirac dabei hätte, welches sich in Echtzeit an sich verändernde Raumsituationen anpasst (Hörer bewegt sich im Raum, weitere Hörer kommen hinzu, Möbelstücke werden umgestellt, usw.), dann hätte man wohl ein tatsächlich perfektes System
flexiJazzfan
Inventar
#2508 erstellt: Gestern, 18:20
Die Vorstellung man könnte die Raumreflexionen durch Manipulationen an der Quelle und damit auch am Direktschall "perfekt" in den Griff bekommen ist eine Illusion. Wir sind "Höhlenmenschen" und kommen mit Raumreflexionen aus, orientieren uns danach, brauchen ein gewisses Raumgefühl. Musik nur mit Direktschall im schalltoten Labor ist ein besonderes Erlebnis, aber im Wohnbereich müssen wir unsere Umgebung spüren. So ist eben auch jede Einmessung auf eine Hörposition ein Kompromiss - und nicht ein Klon des Aufnahmestudios.

Gruß
Raine
rat666
Inventar
#2509 erstellt: Gestern, 18:26
Eine Aktzivbox würde ich jetzt nicht als klassisches AllInOne Gerät bezeichnen.

Die Kombination DAC, DSP, Endstufe und LS in einer Aktivbox ist einfach sinnvoll und bringt prinzipbedingte Vorteile mit sich.
Das Ganze nicht selten noch zu einem Preis (siehe die Palmer) bei dem man für den gleichen Klang klassich passiv mit getrennten Komponenten gerne mal das Zehnfache hinlegt.
Wer natürlich gerne Gerätporno mit großen Endstufen betreiben möchte ist da falsch aufgehoben.

Es mangelt meist einfach an dem Willen sich mit etwas Neuem zu beschäftigen (erinnert mich an so mansche E-Auto Diskussion).

Wer ne vernünftige Aktiv Anlage mit Einmessystem mal unvoreingenommen gehört hat wird sein alte passive Anlage mit hoher Wahrscheinlichkeit überdenken, soweit es nur um den Klang geht.
flexiJazzfan
Inventar
#2510 erstellt: Gestern, 19:15
Langsam habe ich den Eindruck, dass man mich in dieser mäandernden Diskussion bewusst missverstehen will. Es geht ja thematisch um die Probleme der Hifibranche und im Einzelnen natürlich auch um die Geschichten, Erzählungen und Mythen der Hifigemeinde.

Die Mär vom weltbesten Lautsprecher und dem Verstärkerboliden, der mit jeder Situation „zurecht kommt“ und der „perfekten“ Beseitigung der Raumeinflüsse fordert ja nur die direkte Widerlegung geradezu heraus. Einen Kunden "unvoreingenommen" wieder in die Realität zurückzuführen und ihm eine „nicht optimale“ Anlage zu verkaufen, die aber genau seinen Anforderungen entspricht, halte ich persönlich da schon für schwierig.

Gruß
Rainer
rat666
Inventar
#2511 erstellt: Gestern, 19:48
Das Festhalten an alter Technik und das Schönreden dieser ist doch eines der Probleme der Hifi Branche.
Da wird seit Jahren alter Wein (Technik) in neuen Schläuchen (Gehäusen) angeboten und dem Kunden als Innovation angepriesen.

Da werden Kabel statt Einmessysteme verkauft, veraltete und überteuerte passiv LS samt der dafür "nötigen" Endstufen statt smarter Aktivlösungen.
Es werden Plattenspieler und Tonbänder mit der Klang Argumentation wiederbelebt und dem Kunden aufgeschwatzt.

Chi-Fi wurde belächelt und als Schrott abgetan, inzwischen zeigen die Chinesen wie Messwerte und Preis auszusehen haben, auch ein Problem der Hifi Branche.

Und nun jammert die Branche dass ihr die Felle wegschwimmen und die Gazetten haben auch die Macht zur Durchsetzung der steilen Thesen verloren.

Der Hifi Drops in der bekannten Form ist gerutscht und nicht mehr zu retten.

Hifi wird übers Internet stattfinden und die Gazetten weichen Internetseiten wie ASR.

Und ja, Alles im Leben ist ei Kompromiss. Es kommt nur darauf an wie gut er ist..
Es gibt k einen perfekten LS oder Verstärker, auch wenn das gerne vom Verkäufer erzählt wird.


[Beitrag von rat666 am 01. Apr 2026, 20:00 bearbeitet]
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#2512 erstellt: Gestern, 20:03
Amen!
DJ_Bummbumm
Inventar
#2513 erstellt: Gestern, 20:48

rat666 (Beitrag #2511) schrieb:
Das Festhalten an alter Technik und das Schönreden dieser ist doch eines der Probleme der Hifi Branche.

Was wäre geschehen, wenn die Hifi-Branche zeitig auf den Wagen des technischen Fortschritts aufgesprungen wäre?

Wie ständen Hersteller, Händler, Magazine heute da?

BB
stoske
Inventar
#2514 erstellt: Gestern, 21:01
Welcher technische Fortschritt denn? Die Ohren und Hirne sind noch dieselben, Physisch und Psychisch ist schon Jahrzehnte nichts mehr zu reissen. Alles was ging, wurde gemacht, Digitalisierung, Streaming, Dateiformate. Die Hersteller, Händler und Magazine stehen genau da, wo die Gesellschaft sie sieht und braucht. Es gibt nichts, was dies ändern würde. Sonst wäre es längst gemacht.

Wie ich schon ganz zu Beginn mal sagte: Schon die Prämisse der ursprünglichen Frage ist falsch.
Es läuft überhaupt nichts "schief" im Geschäftsfeld.


[Beitrag von stoske am 01. Apr 2026, 21:03 bearbeitet]
rat666
Inventar
#2515 erstellt: Gestern, 22:56
Was hat der technische Fortschritt denn mit Ohren und Hirn zu tun?

Der letzte große Fortschritt waren DSPs und die damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten.

Z.B. in Aktivboxen an Stelle von analog aufgebauten Weichen oder in Form von Einmesssystemen.

Hochwertige Wiedergabe war noch nie so günstig zu bekommen und viele Hersteller und Händler versuchen den Kunden die Technologie von damals in einer neuen Verpackung teuer zu verkaufen.

Genau das läuft schief.
8erberg
Inventar
#2516 erstellt: Heute, 03:38
Hallo,

das regelt letztlich der Markt selbst.

Und bei den letzten Super-Ingos und Valium-Peter träumt noch eine solvente Truppe von vor-vor-vorgestern vom "perfekten Klang".

Die Erben stehen dann sprachlos vor den Dinosauriern die viel viel Geld gekostet haben und niemand mehr haben will.
Kabel bringen wenigstens ein paar Euro beim Schrotti, Kupfer ist teuer.

Peter
ZeeeM
Inventar
#2517 erstellt: Heute, 04:54

stoske (Beitrag #2514) schrieb:
Welcher technische Fortschritt denn? Die Ohren und Hirne sind noch dieselben, Physisch und Psychisch ist schon Jahrzehnte nichts mehr zu reissen. Alles was ging, wurde gemacht, Digitalisierung, Streaming, Dateiformate. Die Hersteller, Händler und Magazine stehen genau da, wo die Gesellschaft sie sieht und braucht. Es gibt nichts, was dies ändern würde. Sonst wäre es längst gemacht.


Die Digitalisierung war ein Schlüsselmoment. Anfangs sperrig, wenig Leistung und sehr teuer.
Der Charme ist, dass man mathematisch Dinge tun kann, die analog schwer zu realisieren sind.
Das wusste man schon von Anfang an. Irgendwann erreichte das dann den Konsumermarkt, das Zeugs wurde billiger,
kleiner und leistungsfähig. Bei Rechnern kann man sich mal den Spaß machen, einen Cray-1 mit einem Raspi5 zu vergleichen. ;-)
Auch andere Bauteile haben in der Qualität enorme Fortschritte gemacht.
Im Laufe der Zeit hat sich dadurch vieles in die digitale Domäne verlagert und ist eine Softwaregeschichte.
Da kann man mal exemplarisch den Bereich Synthesizer betrachten und was Software-Plugins heute leisten.
Beispiel: https://youtu.be/hfD-IiOfKp4?list=RDhfD-IiOfKp4
Aber in dem Bereich machen sich wieder Geräte breit, die viele Knöpfe haben und ein haptisches Erlebnis liefern.
Mir scheint, dass die HiFi-Technik sich sehr ähnlich entwickelt. Fortschritt wird es im Konsumerbereich geben, in dem man quasi sich die Wiedergabe immer realistischer rechnet und so auch in den Raum bringt.

sohndesmars
Inventar
#2518 erstellt: Heute, 06:13
Was durfte ich da wieder lesen? "Der Markt regelt alles!"? Auch so ein Mythos, den uns Marketingmanipulateure immer wieder aufs Neue einreden wollen. Der Markt wird (fast) immer von Moneymakern gesteuert. Geregelt ist da nichts. Dealmaker wie Donald der Orangene, Jeff Bezos, Elon Musk, Bill Gates und so viele Andere steuern den Markt. Sie sitzen am großen Rad und drehen daran, wie sie es wollen.

Die aller wenigsten haben Betrieb- und Volkswirtschaft verstanden, wirklich durchblicken kann es längst Niemand mehr. Ein gewisser, heute unbekannter Karl M. aus Trier hat als Ökonom dazu interessante Bücher geschrieben. Diese werden und wurden massiv angefeindet. Nur dummerweise haben sie sich für die damalige Zeit und in vielen Punkten bis heute als richtig erwiesen. Und nein, es gab noch nie ein wirklich funktionierenden Staat, der auch nur ansatzweise Lehren aus den Inhalten der Bücher korrekt umgesetzt hat.
Blöderweise hat ein kleiner Mann aus dem fernen Osten endlich mal die richtigen Strippen gezogen, Deng Xiaoping. Und tatsächlich überholt ein nach außen "Volksrepublik" genannter Staat die USA. Die oben genannten Jungs am großen Rad haben damit natürlich ein Problem. Und machen es zu unser Problem.
Was das alles mit dem Geschäftsmodell HIFI in Mitteleuropa zu tun hat? So ziemlich alles! Kommen auch nur die Wenigsten drauf.
Yamahaphilist
Stammgast
#2519 erstellt: Heute, 06:43
Parteistaatskapitalismus ist sicher ein möglicher wirtschaftlicher Weg, setzt aber eine riesige arbeitswillige Bevölkerung voraus, in der das Individuum nicht unbedingt im Vordergrund steht. Aber auch ein solches Wirtschaftsmodell bedarf der regelmäßigen Anpassung, von Sonderwirtschaftszonen, massiven staatlichen Förderungen in Infrastruktur und bestimmte Produktkategorien, usw. bis hin zu Jahresplänen und hierarchischer Organisation. Ohne staatliche Lenkung und Förderung wären auch solche Erfolge nicht möglich. Welcher Weg ist der richtige?

https://www.lpb-bw.de/china-wirtschaft
8erberg
Inventar
#2520 erstellt: Heute, 09:32

sohndesmars (Beitrag #2518) schrieb:
Was durfte ich da wieder lesen? "Der Markt regelt alles!"?


Wer hat denn das geschrieben? Ich hatte geschrieben das "letztlich der Markt das regelt" im Bezug aufs Geschäftsfeld Hifi.

Das "der Markt" längst nicht alles regelt hab ich spätestens in der Ausbildung zum Industriekaufmann im 2. Lehrjahr mit 17 Jahren kapiert.

Eigentlich bietet Herr Marx keine Lösung an, die Zustände zu der Zeit beschreibt er dagegen recht korrekt und kritisiert diese auch treffend - dann hört es auf.

Gibt eine nette Karikatur dazu von Roland Beier
https://www.youtube.com/watch?v=Jikv-PEYMwk

Peter


[Beitrag von 8erberg am 02. Apr 2026, 09:34 bearbeitet]
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