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was läuft zunehmend schief im Geschäftsfeld HIFI?

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Autor
Beitrag
jandus
Stammgast
#1706 erstellt: 05. Jan 2026, 13:51
@Just_music
Siehe meinen Beitrag #1667
hifi_raptor
Inventar
#1707 erstellt: 05. Jan 2026, 14:00
Morgen
Komisch finde ich das es nur zwei Pole zu geben scheint. Nur die Welt ist grau!
Die Grenzen fließen.
Weil jemand HiFi von einem Chinesischen Massenanbieter kauft, oder MP3 Alben kauft, ist er kein "Holzohr". Es genügt ihm offensichtlich. Gebe ich 5k für eine Anlage aus und stehe nicht auf "Ware aus China" (Nachbau bekannter Marken) , und fütter meine Anlage grundsätzlich nur mit verlustlosen Musikmaterial, bin ich kein Goldohr"
Es gibt keine definierte Grenze in Teuronen die mich eindeutig zu einem Wasweißichohr machen.
Niemand hier, auch nicht die "Wissenden" können sagen wann etwas "ausartet". Alles reichlich subjektives Empfinden.
Jeder hat ganz eigene Vorstellungen von Musik hören.
Bislang habe ich immer zuerst gehört und dann nach dem Preis gefragt. War es zu teuer, dann halt nicht.
Wer 400 qm highfidel beschallen will, wird kaum mit Regalböxchen klarkommen. Samt erforderlichen monetären Aufwand.
Oder er kauft KH......
Klar werden die Ohren immer schlechter, aber deswegen weigere ich.mich trotzdem MP3 einzusetzen. Im Konzert bekomme ich auch alles um die Ohren.
Schöne Woche
Just_music
Stammgast
#1708 erstellt: 05. Jan 2026, 14:06
Du hast also keine praktische Erfahrung gehabt, welche dich "dasLager" wechseln lies, sondern hast dich "umerziehen" lassen.

Einfach so von Theoretikern....

Vielleicht schaffen sie es bei mir ja auch noch... Wird aber schwierig da ich mein Gedächnis mit vielen praktischen Erlebnissen an meiner Anlage und an Anlagen von Freunden löschen müsste
8erberg
Inventar
#1709 erstellt: 05. Jan 2026, 14:10
war klar das wieder sowas kommt

Peter
rat666
Inventar
#1710 erstellt: 05. Jan 2026, 14:12
Der Vorgang verläuft meist ähnlich ab.

Man ist immer auf der Suche nach dem goldenen Pling und tauscht Geräte, Kabel usw.

Man hört auch immer Unterschiede. Irgendwann macht man Workshops mit Gleichgesinnten und hört unverblindet Geräte und Kabel und diskutiert mit den anderen Teilnehmern die gehörten Unterschiede.

Irgendwelche Rufe von außerhalb nach Blindtests und Einbildung ignoriert man, man hat es doch (mehr oder weniger) deutlich gehört.

Irgendwann kommt man auf die Idee Mal einen einfachen Blindtest zu machen und hört keinen Unterschied mehr und man probiert weiter und merkt, dass man sich die gehörten Unterschiede in den allermeisten Fällen einfach nur eingebildet hat.

Zumindest war es bei mir so.

Um den Einwand vorweg zu nehmen: Hörerfahrung hatte ich zu dem Zeitpunkt mehr als genug (ca. 30 Jahre).


[Beitrag von rat666 am 05. Jan 2026, 14:14 bearbeitet]
kölsche_jung
Moderator
#1711 erstellt: 05. Jan 2026, 14:14
Die Brücke ist doch schon lange da ...

die einen nehmen durch irgendeine Maßnahme irgendeinen "Andersklang" wahr
die anderen verweisen auf die Wissenschaft (Physik und Psychologie) und auf die (im Regelfall) außerordentlich hohe Wahrscheinlichkeit einer Sinnestäuschung.

Einschub von mir: Was übrigens gleichzeitig die Wahrnehmung als solche weder in Frage stellt noch den Wahrnehmenden als dumm, unnormal oder sonstwas bezeichnet, vielmehr als "psychologisch im Normbereich".

auf dieser gemeinsamen Brücke stehend kommt dann ... ich hörs doch, die Physik ist nur noch nicht so weit etc pp und schon wird sich gekloppt, wie die Kesselflicker

Danach kommt es -wie immer- zur Diskussionverkürzung -man weiß ja eh, was der andere sagen wird- auf
A: Ich hör was
B: Quatsch
jandus
Stammgast
#1712 erstellt: 05. Jan 2026, 14:15
Nö,es waren Praktiker so wie @sohndesmars,David Messinger und viele andere...so die vorigen drei Beiträge


[Beitrag von jandus am 05. Jan 2026, 14:18 bearbeitet]
Just_music
Stammgast
#1713 erstellt: 05. Jan 2026, 14:20
rat666

ich war auch schon auf Workshops wo andere Unterschiede gehört haben, ich jedoch bei mehreren Vergleichen nicht.

So einfach lasse ich micht nicht durch dritte und schwurbeliges Gelabber beeinflussen.

Es gibt in diesem Markt sicher sehr sehr viele die die Kundschaft nur abzocken will. Überdurchschnittlich viele.

Aber grundsätzlich alles in Abrede zu stellen was Kabel/Zubehör betrifft ist schlichtweg engstirning.
Genau wie die oft genutzte Platittüde das Digital alles gleich klingt.


[Beitrag von Just_music am 05. Jan 2026, 14:24 bearbeitet]
kölsche_jung
Moderator
#1714 erstellt: 05. Jan 2026, 15:05
@just music

bei mir war es wie folgt ...
ich komme aus der analogen Zeit, Plattenspieler mit Tonabnehmer, Cassetterecorder ...
Klangunterschiede gehörten dazu ... der Hintergrund, Tonabnehmerschliffe, Kapazitäten etc pp war weitgehend egal, deshalb durften natürlich auch Verstärker klingen, stand ja auch in jeder stereoplay ... und man glaubte das alles, war ja irgendwie auch egal

dann wurde es digital, CDP der 2ten Generation ... wow, was für eine erneute Klangverbesserung ...

dann fing es langsam an ... klingende Kabel ... naja, kannte man ja vom Dreher ... Kabel können den Klang verändern ...
Unterstellbasen ... naja, kannte man auch von der Wandhalterung des Drehers ... aber da fing das nachdenken an ... bei Verstärkern?
und es wurde immer wilder ... Unterstellfüsschen für Kabel, Stromkabel, informierte Chips, in Köln feilte einer die Platinenecken rund für ... na klar: runderen Klang
spätestens bei Ingos Raumanimatoren schrie mein Hirn laut auf, des es in Notlauf gehen würde, wenn ich das glaube ...

also erste Überprüfungen ... CDP verschieden verkabelt, digitale Aufnahmen erstellt ... ich konnte die Aufnahmen mit der Normalstrippe überhaupt nicht von der mit dem Supernetzkabel (geliehen von einem Freund) unterscheiden ...
dem Kumpel mit dem Supernetzkabel mal kurz ne (aufgerollte 50m) Kabeltrommel zwischengestöpselt, während er auf Klo war ... er schwärmte trotzdem ...

die Zweifel wurden so groß (und das Studium bot Anlaß), dass ich irgendwann anfing, mich vertiefter mit Wahrnehmungspsychologie zu beschäftigen

dann viel unterschiedliches im Netz gelesen, eigene Klangwahrnehmungen kritisch hinterfragt ... naja, das wars dann ...


Just_music (Beitrag #1713) schrieb:
... Aber grundsätzlich alles in Abrede zu stellen was Kabel/Zubehör betrifft ist schlichtweg engstirning...

absolut ... wäre aus meiner Sicht auch nicht wissenschaftlich ... es kann ja alles mögliche, sogar unmögliches sein ...

also überprüft man es kritisch ... und wenn ich Unterschiede höre, wenn ich Zusatzinformationen habe, diese aber nicht mehr hören kann, wenn die Zusatzinformationen wegfallen ...
Ich glaube einfach nicht, dass meine Augen beim Ansehen des McGurk-Videos bisher unbekannte Strahlen an den PC richten, die die Audioausgabe verändern ... es handelt sich schlicht um einen Effekt der Wahrnehmungspsychologie

und wenn ich im Blindtest zB nicht zwischen 2 CDPern unterschieden kann, nein, sind nicht keine Unterschiede da ... möglicherweise sind da welche, aber
entweder sind zu klein, dass ich sie wahrnehmen könnte oder ich hab an der falschen Stelle hingehört ... Musik ist zwar nicht sonderlich komplex, um unseren Wahrnehmungsapparat zu überfordern reicht es aber allemal ...
Oder warum hat ausgerechnet Oberholzohr David M. in einem der vielen BTs den (später technisch nachgewiesenen) Balancefehler herausgehört und alle anwesenden Goldohren nicht?

Insoweit:
Es gibt Unterschiede in der Wahrnehmung
Diese können auf technischen oder psychologischen Umständen beruhen
technische Umstände kann man messen
psychologische Umstände kann man ausschalten

aber man kann sich wahrgenommene Unterschiede, die rein auf psychologischen Umständen beruhen auch zunutze machen ... die sind ja nicht weg, nur weil man darum weiß ...

und wenn wer Spaß an zB Aktivatortechnologie hat ... bitte schön, mir egal ... aber - um mal wieder zum Thema zu kommen - solche Läden betrete ich nicht!

und bevor du fragst ... nein, ich bin nicht zu arm für sowas ... wenn ich nur unser jährliches "Restaurantbudget" in Aktivatorstäbe inverstieren würde, müsste ich die im Keller stapeln, weil ich nicht mehr wüßte wohin damit ...
RoA
Inventar
#1715 erstellt: 05. Jan 2026, 15:08

kölsche_jung (Beitrag #1711) schrieb:

Danach kommt es -wie immer- zur Diskussionverkürzung -man weiß ja eh, was der andere sagen wird- auf
A: Ich hör was
B: Quatsch


Das läßt sich reduzieren auf
A: Hörerlebnis
B: Hörerfahrung

Very simple also und kein Grund, sich verbal zu kloppen.
rat666
Inventar
#1716 erstellt: 05. Jan 2026, 19:36

ich war auch schon auf Workshops wo andere Unterschiede gehört haben, ich jedoch bei mehreren Vergleichen nicht.

So einfach lasse ich micht nicht durch dritte und schwurbeliges Gelabber beeinflussen.

Es gibt in diesem Markt sicher sehr sehr viele die die Kundschaft nur abzocken will. Überdurchschnittlich viele.

Aber grundsätzlich alles in Abrede zu stellen was Kabel/Zubehör betrifft ist schlichtweg engstirning.
Genau wie die oft genutzte Platittüde das Digital alles gleich klingt.



Im Übrigen stelle ich Kabel nicht grundsätzlich in Abrede, NF Kabel mit gescheiter Schirmung erzeugen be großen Längen unter Umständen weniger Rauschen und ein gescheites/massives Rack kann sich positiv auf den Plattenspieler auswirken.


Ich habe auch keine Unterschiede z.B. bei am Rand schwarz angemalten CDs und Digitalkabeln gehört, andere schon. Das ging anscheinend trotz Geschwurbel über meine Bullshitgrenze. Zumal es technisch dafür keine auch nur im Ansatz schlüssige Erklärung gibt.

Geräte, Netzfilter und analoge Kabel haben bei mir aber funktioniert, da habe ich auch zu Hause Unterschiede gehört (unverblindet natürlich) ohne irgendein Geschwurbel im Vorfeld.

Verblindet ist dann weder bei den Kabeln noch bei den Netzfiltern noch irgendein Interschied übrig geblieben.
Bei digitalen Geräten habe ich zu 99% keinen Unterschied gehört wenn sie am Analogausgang betrieben wurden. Bei dem verbleibenden Prozent habe ich mir Nuancen eingebildet die ich im aber meist nicht ausreichend zuverlässig bestimmen konnte.

Klangunterschiede bei analogen Geräten sind meist klar zuordenbar gewesen.

Bei Digitalgeräten die am Digitalausgang betrieben (also am gleich AD Wandler) betrieben wurden konnte ich zu 100% keinen Klangunterschied feststellen.
Ebenfalls konnte ich nie einen Unterschied bei Digitalkabeln aller Art sehen oder hören.

Inzwischen habe ich mich mit meiner subjektiven Wahrnehmung auseinandergesetzt und behaupte von mir auch unverblindet relativ gut zwischen realen und gefühlten Klangunterschieden unterscheiden zu können. Inzwischen höre ich trotz Geschwurbel auch unverblindet keine Unterschiede mehr und wenn ich welche wahrnehme konnte ich sie bisher auch immer verblindet reproduzieren (wenn ich die Gelegenheit dazu habe).

Weiterhin habe ich gelernt, dass die großen Stellschrauben am Klang nunmal Lautsprecher, Aufstellung, Raumakustik und Einmessystem sind, der Rest ist fast vernachlässigbar.

Den Weg muss jeder für sich selbst gehen oder es eben lassen. Der erste und zunächst schwerste Schritt ist sich einzugestehen, dass man anfällig für Suggestion ist, dass nicht jede (klangliche) Wahrnehmung auch real ist, dass einem das Gehirn Streiche spielt und dass die auch so guten und geübten Ohren im Vergleich zu einem Messmikrofon schlecht sind.

Hat man seinen Frieden damit gemacht ist man ein Holzohr.

Im Ernst, es geht doch gar nicht darum gegen Luxusgeräte zu wettern oder um Geld zu sparen.
Es geht darum nicht immer dem goldenen Pling hinterherlaufen sondern sich objektiv mit den Stärken und Schwächen seiner Anlage und des Raumes zu befassen und die Wiedergabe gezielt zu verbessern oder eben zufrieden mit dem ist Zustand zu sein.


[Beitrag von rat666 am 05. Jan 2026, 19:44 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#1717 erstellt: 05. Jan 2026, 21:15
Ja, ich habe auch kein Problem damit, dass meine Hörwahrnehmung weder zuverlässig ist, noch ein taugliches Messinstrument.
Das Hören von Musik ist doch weder Sport, noch hat es den Anspruch einer Wissenschaft.
8erberg
Inventar
#1718 erstellt: 06. Jan 2026, 04:30
Hallo

es gibt genug Marktteilnehmer die aber damit argumentieren und entsprechend auftreten.

Jeder kann selbst bestimmen was er für egal auch was immer ausgeben will.

Wenn jemand weder bereit ist technische Zusammenhänge begreifen zu wollen oder argumentfrei mit "ich merk es doch" anfängt ist zumindest für mich die Diskussion vorbei und man sollte sich besser anschweigen statt sich Gedanken zu machen.

Privat geh ich solchen Menschen inzwischen konsequent aus dem Weg.
Hat ja eh keinen Zweck.

Peter
sohndesmars
Inventar
#1719 erstellt: 06. Jan 2026, 06:10
Aus den Weg gehen ist oft die bessere Methode, um Nervereien zu vermeiden. Genau deshalb bin ich nach 30 Jahren raus aus dem stationören, lokalem HIFI-Geschäft.
Die 13 Jahre im Onlinehandel mit HIFI, die ich aktuell praktiziere, sind bezüglich bekannte HIFI-Streitereien sehr entspannend.
Freilich fehlt nach so vielen Jahren der Endkundenkontakt. Und leider musste ich erkennen, dass es eigentlich kaum mehr kundenfreundliche, also für den Kunden sinnvolle Beratung und Servicehilfe bezüglich HIFI gibt. Amazon, Nubert, Teufel z.B. lassen ihre Kunden eigentlich im Regen stehen. Der Onlinesupport ist stark begrenzt. Letztendlich läuft es all zu oft auf Hardware-Pingpong hinaus. Schön für die Logistiker, schlecht für die Umwelt und eigentlich für den Kunden.

Nach allem, was wir nun herausgefunden haben, gibt es da keine wirtschaftliche Lösung, da sich der stationäre Handel mit Beratung und Service für normalpreisige UE-Konsumgüter nicht mehr lohnt. Der Bereich wird eigentlich nur noch von den großen Ketten und Kistenschiebern bedient. Den Support und die Beratung kennen wir ja alle nur zu gut.

Und so trennt sich immer mehr die Spreu vom Weizen, also der Ottonormalkunde von den (vermeintlichen) High-End-Eliten. Accuphase, Burmester und McIntosh werden wir zwar weiterhin in den Spezialzeitschriften für gepflegtes HIFI finden, nicht aber in den Läden mit den Massenwaren. Selbst Linn und Naim ist den allermeisten Musikhörern unbekannt.
8erberg
Inventar
#1720 erstellt: 06. Jan 2026, 11:18
Hallo,

obwohl - mit Verlaub - Leute in den Läden mit viel Kenne hab ich selten erlebt...
Häuftig hilfsbereit und (im Zeugnis würde man schreiben) "stets bemüht" - nur aber doch wenige die richtig beraten konnten oder wollten.

Klar, die Löhne im Einzelhandel sind und waren nicht so das Bewerber Schlange stehen, ebenso stehen auch die Geschäftsinhaber unter Druck.

Nicht gute Vorboten...

Peter
Yamahaphilist
Stammgast
#1721 erstellt: 06. Jan 2026, 11:46
Man sollte den Kunden dort abholen, wo er im Leben steht.
Hier mal etwas für Senioren.
Marktlücke?
Die Gesellschaft wird nicht jünger.

https://www.hoerbert...kQ0NPmrfSbnN1YWjCTuK
kölsche_jung
Moderator
#1722 erstellt: 06. Jan 2026, 12:56

Yamahaphilist (Beitrag #1721) schrieb:
Man sollte den Kunden dort abholen, wo er im Leben steht.
...

das wird - glaube ich - zunehmend schwerer, da heute grundsätzlich viel mehr Standpunkte (und vor allem viel lauter) als früher eingenommen werden.

Wer in den 80ern (idR mit 2 Plastiktüten rechts und links) vorm Kölner Dom stand und irgendwas dahergequasselt hat, wurde von 15 Jugendlichen ausgelacht (ja, shame on us) ... heute haben so Leute nen Tiktok-Kanal mit 10.000en Abonennten ...

Wie soll ein Händler da agieren? Die Kundschaft als (mehr oder minder) homogene Gruppe gibt es schlicht nicht mehr.
flexiJazzfan
Inventar
#1723 erstellt: 06. Jan 2026, 14:38
Der „vernünftige“ Kunde, der gemäß seiner Bedüfnisspezifikation auf dem „Markt“ die Angebote vergleicht und dann den „Win-Win-Deal“ mit einem Anbieter macht, ist eine reine Erfindung der sogenannten Wirtschaftswissenschaften, die darauf riesige Szenarien und Prognosen aufgebaut haben. In der Realität ist Kaufen eine soziale Interaktion, in der selbst entlegene Zusammenhänge, wie die Geschäftsbeziehungen des Großvater zu einem bestimmten Händler oder die Wertschätzung für einen Markennamen den es bereits seit 1850 gibt, eine große Rolle spielen können.

Hauptstichwort im Verkäufer-Kunden Verhältnis ist das „Vertrauen“. Dazu reicht manchmal schon eine Eigenschaft wie z.B. Pünktlichkeit , die Amazon hat und die DB nicht.

Gruß
Rainer
8erberg
Inventar
#1724 erstellt: 06. Jan 2026, 18:25
Hallo,

wer vertraut denn Drücker-Typen?

Peter
flexiJazzfan
Inventar
#1725 erstellt: 06. Jan 2026, 18:57
Ich habe solche in den Läden der Umgebung nicht kennengelernt.

Gruß
Rainer
sohndesmars
Inventar
#1726 erstellt: 06. Jan 2026, 19:23
Vertrauen ist ein wertvolles Gut. Es hat unseren Laden sechzig Jahre getragen. Nur irgendwann hatten zu viele Kunden dieses Vertrauen aufgekündigt. Und damit ging es bergab.
Viele HIFI-Geschäfte haben dieses Vertrauen nicht gesucht und sind einen anderen Weg gegangen, in großen Städten ist das möglich. Aber nun trägt auch deren anderer Weg immer weniger.
Moderne UE-Artikel bedürfen auch immer weniger Support, vieles ist plug and play. Und hält so lange, bis die Entwicklung das Produkt ohnehin wertlos macht. Wir sind eine Wegwirfgesellschaft, da steckt ein ökonomischer Zwang hinter. Und das ist es, was uns letztendlich umbringen wird.
Radiowaves
Inventar
#1727 erstellt: 06. Jan 2026, 19:43

Yamahaphilist (Beitrag #1721) schrieb:
Hier mal etwas für Senioren.
Marktlücke?
Die Gesellschaft wird nicht jünger.

https://www.hoerbert...kQ0NPmrfSbnN1YWjCTuK

Du liebe Güte...

Selbst meine 87-jährige Mutter, die mit menübedienter Technik absolut nicht klarkommt, die mit einem Großtasten-DECT-Telefon keine Verbindung aufbauen kann, die verzweifelt versucht, von mir geschriebene Anleitungen auswendig zu lernen, kommt mit besseren Radios klar.

In der Küche läuft ein

https://www.technisa...it-aac-farbe-schwarz

(bekam ich einst von meinen Nachbarn geschenkt) mit einem Paar

https://www.bose.de/...panion2_series2.html

aus den Kleinanzeigen und einer

https://www.my-seki.com/de/seki-fernbedienungen-dt/seki-slim-dt

für Lautstärke und Blättern in den 9 Favoriten. Durch die Wahl und Programmierung der Fernbedienung und das Konzept der blätterbaren Favoritenspeicher ist sie in den 9 Favoriten "gefangen" und kann nichts falsch bedienen. Radio und Lautsprecher hängen an einer Steckdosenleiste, deren Stecker gegen einen

https://www.hornbach...arktisweiss/3008422/

(bzw. ein vergleichbares Produkt) getauscht wurde. Die Steckdose befindet sich seitlich unter der überstehenden Arbeitsplatte. Ein Griff unter die Arbeitsplatte, "klack" - 10 Sekunden später spielen DLF oder Swiss Classic etc. - Gerät muss nichtmal eingeschaltet werden, das kommt bei Netzspannungsrückkehr alleine hoch.

https://i.ibb.co/TqD...als-Kuechenradio.jpg

Weil das so gut funktionierte, bekam die Wohnzimmeranlage, deren UKW-Teil einst am Kabelnetz neben DLF und DLF Kultur auch BR Klassik, SWR 2, WDR 3, hr 2 und MDR Klassik empfangen konnte, was seit der Umstellung auf AAC bei der ARD nicht mehr möglich ist, vor 2 Monaten auch einen Cablestar 100 verpasst. Diesmal aus den Kleinanzeigen, 10 EUR, brauchte aber ein neues Steckernetzteil, das kaufte ich in Berlin vor Ort für 5,40 EUR. Auch da so eine Fernbedienung ran, Favoriten belegen, Favoritenebene mit der Originalfernbedienung aufrufen - fertig. Dort spielt der Cablestar auf eine

https://www.hifi-wiki.de/index.php/Onkyo_CR-L_5

und hängt da nun halt am Tape-Eingang. Die Anlage mit ihrer Power-Taste einzuschalten beherrschte meine Mutter schon seit Jahren, auch CD-Betrieb kann sie. Was sie noch nicht kann: auf Tape-Eingang zurückschalten, nachdem der CD-Betrieb auf sich umgeschaltet hat. Leider hat die original-Fernbedienung keine Einzeltasten für jede Quelle, sondern <-- / --> zum Blättern durch die Quellen. Ich will versuchen, mit einer Fenrbedienung eines Onkyo A-911 eine hoffentlich passende Einzeltaste zu finden und noch auf die Seniorenfernbedienung anzulernen. Die gesamte Anlage wird sowieso mit einer Fußschalter-Steckdosenleiste eingeschaltet, der Cablestar kommt dabei auch automatisch hoch.

Das klingt halt richtig gut und bringt Klassik ins Radio zurück. Der Cablestar ist hinter der Onkyo-Anlage versteckt und schaut nur soweit drüber weg, dass das Display lesbar ist. Er stört dadurch optisch nicht, aber es brauchte Jahre der Überzeugungsarbeit, bis meine Mutter das akzeptiert hat. Sie wollte für sich "keinen Aufwand" mehr für ihre letzten Monate (?) / Jahre (?) in ihrem Zuhause. Nun ist sie froh, dass der kleine TechniSat da ist.

https://i.ibb.co/sJ2...-Wohnzimmerradio.jpg

Das gezeigte Holzradio ist dann offenbar für noch deutlich krassere Fälle bzw. für Menschen mit beginnender Demenz.


[Beitrag von Radiowaves am 06. Jan 2026, 19:49 bearbeitet]
Yamahaphilist
Stammgast
#1728 erstellt: 06. Jan 2026, 21:08
Die Gesellschaft wird nun mal immer älter. Darauf wird der Markt mit entsprechenden Produkten reagieren. Vom Senioren Handy mit großem Display und Tasten bis sonstwas. Und das sind nur die normalen Alten. Dann die mit Handycap, von Herzinfarkt bis Schlaganfall, Demenz und Alzheimer bis rheumatischen Gelenk Steifigkeiten. Was, wenn man den simplen Dreh am Lautstärke Regler wegen einer Nervenstörung nicht mehr hinbekommt, aber noch absolut fit in der Birne ist? Usw.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich hier ein nicht kleiner Markt entwickeln könnte. Vom Hörgerät bis KI Lesebrille, im Übersetzungsprogramm eingebunden, simultan Mongolisch - Bayrisch, etc.
sohndesmars
Inventar
#1729 erstellt: 07. Jan 2026, 06:13
Ein doch sehr interessanter Ansatz. Ich bin am Überlegen, mich wieder selbstständig zu machen, wenn denn die Rente regelmäßig fließt, eine Art technischen Pflegedienst zu betreiben. Vielleicht angeschlossen an einem regulären Pflegedienst der Samariter, dem Roten Kreuz ect. Schon mit unserer alten Firma damals bedienten wir so ziemlich jedes Alten- und Pflegeheim. Technisch kompetente Hausmeister werden immer weniger, warum ach immer. Da wären viele Einrichtungen sehr dankbar, von Außen Hilfe zu erfahren.
Leider sind immer weniger nativ Germans bereit, selbst und ständig zu arbeiten, in Eigenverantwortung. Solche Jobs, sehe ich aktuell bei uns (Logistikunternehmen) werden von Selbstständigen durchgeführt, die hier ausnahmslos nicht in Deutschland geboren sind.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass wir Deutschen immer unselbstständiger und bequemer werden.
8erberg
Inventar
#1730 erstellt: 07. Jan 2026, 06:30
Hallo

Ist so. Dafür gerne meckern und auf jeden dummdreisten Mist anspringen...

Ein Bekannter aus dem Oberfränkischen überlegt seinen Betrieb zu verlagern da er keine Mitarbeiter mehr bekommt die trotz großzügiger Zulagen auch Wechselschicht macht. Ein Heizungsbauer finanziert dem örtlichen Sportverein allen Jugendmannschaften die Trikots damit vielleicht doch ein paar Leute eine Ausbildung bei ihm machen. Originalaussage "Durchschnittsalter beim Personal Mitte 40, wenn kein Nachwuchs kann ich sonst in 10 Jahren schließen"

Den Leuten gehts zu gut und sobald der Fahrer vom Paketdienst mit Migrationshintergrund vom Hof ist wird über faule und gewalttätige Ausländer gemeckert.

Unglaublich...

Peter
DB
Inventar
#1731 erstellt: 07. Jan 2026, 09:02

sohndesmars (Beitrag #1729) schrieb:
Leider sind immer weniger nativ Germans bereit, selbst und ständig zu arbeiten, in Eigenverantwortung.

Vielleicht können die auch nur besser rechnen.
sohndesmars
Inventar
#1732 erstellt: 07. Jan 2026, 09:28
Besser rechnen? Eher nicht. Aber ihre Work-Life-Balance ist in ihren Augen vielleicht besser.
Die selbstständigen Albaner, Türken, Bulgaren ect, die ich so kenne, fahren ein großes Auto, haben eigenen Immobilienbesitz, ernähren ihre Partner und Kinder vom eigenen Geld.
Das wird kaum mehr gelingen, wenn man ein 9-17/5-Job hat. Es sei denn, man arbeitet im gehobenen Beamtenstatus.
8erberg
Inventar
#1733 erstellt: 07. Jan 2026, 11:03
Hallo

genau das isses. Große Teile der nächsten Generation werden noch gut erben und damit dicke Hose machen können.

Aber dann?

Peter
Beaufighter
Inventar
#1734 erstellt: 07. Jan 2026, 11:12
Moin,

von diesen sogenannten Selbständigen hatten wir beim Bereitschaftsdienst erst welche auf Störung.
Der hat Anstatt die Leitung die er schneiden sollte, die 0,4KV am Haus durchgeschnitten, er kann vermutlich nie wieder sehen da er flüssiges Aluminium in die Augen bekam, und sie wollten nach Bulgarien zum Arzt. Nix hier. Es wurde selbstverständlich Polizei und Krankenwagen angerufen.

Ja da brauchen wir noch mehr von. In diesen Firmen wo Cheffe G Klasse fährt haben seine Mitarbeiter nicht viel zu lachen. Wir sehen so Mitarbeiter öfter bei der Sanierung von Hausanschlüssen den Trockenbau machen. Ob das so die erstrebenswerte Gesellschaft wird?

Im übrigen hat die großen damals doch keiner daran gehindert ähnlich wie Sony ins Musik Business einzusteigen. Ich begreife auch nicht warum man Spotify braucht wenn man schon nahe am Puls der Musik herstellt.


[Beitrag von Beaufighter am 07. Jan 2026, 11:24 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1735 erstellt: 07. Jan 2026, 11:26

Beaufighter (Beitrag #1734) schrieb:
Moin,

von diesen sogenannten Selbständigen hatten wir beim Bereitschaftsdienst erst welche auf Störung.
Der hat Anstatt die Leitung die er schneiden sollte, die 0,4KV am Haus durchgeschnitten, er kann vermutlich nie wieder sehen da er flüssiges Aluminium in die Augen bekam, und sie wollten nach Bulgarien zum Arzt. Nix hier. Es wurde selbstverständlich Polizei und Krankenwagen angerufen.

Tja, die Berufsgenossenschaft hat nichts unternommen?
Unsere Stadtwerke sind dort knallhart und der darf nie wieder auch nur in die Nähe von Netzanschlüssen kommen.
Nach so einem Vorfall müsste auch die Innung reagieren, aber wo kein Kläger da kein Richter.
Der arme Kerl wird nicht klagen können und wollen und viele ihren "günstigen" Unternehmer nicht verlieren.



Ja da brauchen wir noch mehr von. In diesen Firmen wo Cheffe G Klasse fährt haben seine Mitarbeiter nicht viel zu lachen. Wir sehen so Mitarbeiter öfter bei der Sanierung von Hausanschlüssen den Trockenbau machen. Ob das so die erstrebenswerte Gesellschaft wird?

Anscheinend, in Deutschland muss alles "billig-billig" sein. Inzwischen ist die wichtigste Eigenschaft eines Bauleiters das er 3-4 osteuropäische Sprachen beherrscht.
Aber bekomm mal einen Mauer, einen Elektriker oder einen Installateur.
Niemand will den Job mehr machen.
Ein Bauunternehmer hier in der Stadt der ein Großprojekt nach dem anderen durchzieht hat ein eigenes Unternehmen zur "Personalbeschaffung" in Polen, obwohl die wenigsten die dann hier arbeiten Polen sind, die kommen weiter aus Osteuropa oder Südosteuropa...
Wenn es so weitergeht sehen wir wie bei LKW-Transporten bald auch Tadschiken und Inder auf den Baustellen.



Im übrigen hat die großen damals doch keiner daran gehindert ähnlich wie Sony ins Musik Business einzusteigen. Ich begreife auch nicht warum man Spotify braucht wenn man schon nahe am Puls der Musik herstellt.


Den teuren Marketingstrategen kam nie in den Sinn das es sowas wie "technischen Fortschritt" geben kann... Damals drängten die Companies darauf das die CD die Schallplatte ersetzt weil die Verkäufe von Cassetten explodierten und von LPs einbrachen... So weit ging der Horizont, aber nix weiter.

Oder stand in irgendeinem Seinz-Fiktschn aus den 70er- 80er Jahren irgendwas von "Internet"?

Peter
jandus
Stammgast
#1736 erstellt: 07. Jan 2026, 11:31
Kaufkraft in Deutschland:

Für den Kauf eines Schwarz-Weiß-Fernsehers musste man 1960 noch mehr als 339 Stunden arbeiten. Heute kann man sich einen Flachbild-Fernseher mit Internetverbindung und hochauflösendem Bildschirm im Schnitt bereits nach 24 Arbeitsstunden leisten. Ähnlich sieht es auch bei anderen technischen Geräten, Haushaltsgeräten, Bekleidung oder Lebensmitteln aus.

https://www.tagessch...t-vergleich-100.html

Unterhaltungselektronik war früher etwas besonderes,ich erinnere mich noch an unseren ersten Fernseher. In unserem Haus mit acht Haushalten,
hatten damals nur zwei Familien einen Fernseher. Das war 1965,da war ich 5 Jahre alt.

Wie wird heute Unterhaltungselektronik wahrgenommen?
hifi_raptor
Inventar
#1737 erstellt: 07. Jan 2026, 11:43
Morgen
Wie Unterhaltungselektronik heute wahrgenommen wird - na smart, überall einsetzbar, möglichst unsichtbar und billig. Wird ja auch so von den Herstellern billiger Elektronik aus China unterstützt.
100€ für Unterhaltungselektronik von einem Lebensmitteldiscounter oder Chinagroßversand muss / wird schon genügen.
Gut wenn man mit so einem Apparat auch noch telefonieren kann und der die Uhrzeit anzeigen kann.
Gruß
Beaufighter
Inventar
#1738 erstellt: 07. Jan 2026, 11:49
Moin,


Unsere Stadtwerke sind dort knallhart und der darf nie wieder auch nur in die Nähe von Netzanschlüssen kommen.


Kannst du gar nicht verhindern. Die haben mit Strom nix am Hut. Die haben LWL zu den Häusern verlegt. Warum die an der Leitung geschnibbelt haben, konnten die und wir uns nicht erklären. Ist auch nicht das Problem. Das Problem sind einfach ungeschulte und sich wandelnde Berufsbilder. Wenn es vor 30 Jahren danach ging das wenn du schreiben konntest demzufolge Vorarbeiter warst, ist das heute etwas komplizierter geworden.

Wir werden einen Fachkräfte Mangel haben und eine Menge Menschen die keine Arbeit finden können weil hier KI die Aufgaben übernehmen wird.
In der Musik haben Künstler ja bereits gemerkt das sich Geld an sich nur noch Live verdienen lässt.

Ob das mit den Platten ewig so weitergeht, ich weiß es nicht. Spätestens wenn die Online Portale gemerkt haben, das die Leute keine Musik mehr zu Hause haben wird es teuer werden.


100€ für Unterhaltungselektronik
Also ein Smartphone für eine jungen Menschen, der hat meist was über 1000€. Ob er das brauch ist ne ganz andere Frage.


[Beitrag von Beaufighter am 07. Jan 2026, 11:52 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#1739 erstellt: 07. Jan 2026, 11:50
Hallo,

warum immer "China"? Die bauen längst auch sehr hochwertiges Zeuchs für Denon, Ruark, Yamaha usw...

Längst wird auch in anderen asiatischen Ländern gefertigt - fällt das keinem auf?

China will weg vom Image des "Billiglieferanten" und setzt auf Hightec, viele "ganz billige Dinge" werden längst in Bangladesh, Kambodscha oder oder oder produziert.

Einiges lässt China auch in Nord-Korea fertigen.

Peter
hifi_raptor
Inventar
#1740 erstellt: 07. Jan 2026, 12:07
Morgen
China fällt halt im Moment durch Shein und Temu auf! Und da geht es definitiv darum den Markt mit billigen Artikeln zu fluten.
Das ist erst mal unabhängig davon, ob die chinesischen Firmen aus Kostengründen in noch ärmere Länder zur Fertigung gehen!
Ausbeutung ist immer und überall!
Warum werben Temu und Co. mit Verstärker Nachbauten bekannter Marken?
Doch China kauft immer noch ein Stück HiTech in der Welt um es dann mit staatlicher Subvention, Zwangsarbeit und Fertigung in noch ärmeren Länder fertigen zu lassen.
Gruß
8erberg
Inventar
#1741 erstellt: 07. Jan 2026, 13:01

hifi_raptor (Beitrag #1740) schrieb:


Warum werben Temu und Co. mit Verstärker Nachbauten bekannter Marken?
Doch China kauft immer noch ein Stück HiTech in der Welt um es dann mit staatlicher Subvention, Zwangsarbeit und Fertigung in noch ärmeren Länder fertigen zu lassen.
Gruß


Tja, Gier frisst Hirn... so haben es viele Betriebe (von der Autoindustrie bis zu Topfherstellern) gemacht und wundern sich jetzt. A bisserl spät...

Peter
sohndesmars
Inventar
#1742 erstellt: 07. Jan 2026, 13:02
Konsequent. Erst halfen wir massiv China von einem Entwicklungsland zum erfolgreichsten produzierenden Industrieland zu machen. Und nun sorgt China dafür, dass andere Entwicklungsländer ebenfalls ins Industriezeitalter ankommen. China ist eines der wenigen Länder, die konstruktiv (nicht distruktiv wie die Europäer) in Afrika aktiv sind.

Egal was ich gerade bediene, prüfe, nutze. Alles made in VRC. Selbst mein Arbeits-iPhone. Ach ja, die Panasonic-Kamera, mit der ich die Fotos für die Prüfberichte mache: made in China.
Beaufighter
Inventar
#1743 erstellt: 07. Jan 2026, 13:19

Tja, Gier frisst Hirn... so haben es viele Betriebe (von der Autoindustrie bis zu Topfherstellern) gemacht und wundern sich jetzt. A bisserl spät...

Vielleicht haben wir ja Glück und der Kreislauf schließt sich in den nächsten 50 Jahren, dann können wir China zu müllen.
Radiowaves
Inventar
#1744 erstellt: 07. Jan 2026, 13:38

8erberg (Beitrag #1735) schrieb:

Oder stand in irgendeinem Seinz-Fiktschn aus den 70er- 80er Jahren irgendwas von "Internet"?

Vielleicht nicht dort (ich weiß es nicht), aber mein Vater hat irgendwann in tiefster DDR-Zeit aus einer sehr wahrscheinlich westdeutschen Ingenieurszeitschrift etwas abkopiert. Die von mir irgendwann angefertigten Scans sehen wie ein in der DDR genutztes Kopierverfahren aus. Das macht die Sache hochgradig spannend, denn an in Betrieben vorhandene Kopiermaschinen kam man normalerweise nicht ran und alles, was kopiert werden sollte, musste registriert werden.

Aber ich habe es da.

Der Text heißt "1968 bis 2030 - Zukunft - Traum oder Trauma?". Stammt also von vor 1968. Steht auch drin: "Diese Analyse, das Ergebnis des internationalen Ciba-Symposiums, das im Jahre 1962 in London 27 der prominentesten Naturwissenschaftler, Psychologen und Sozialwissenschaftler vereinigt hatte, umreißt das Leben unserer Kinder. Wie nie zuvor wird es durch unser Handeln beeinflußt."

Ein paar Auszüge, stichwortartig zusammengefasst:

1968 - zunehmende Nutzung von Wettersatelliten (auch Wetterkontrolle, nicht nur -vorhersage) und minitatur-Spionagetechnik.

1969 - "Es wird möglich sein, große Menschenmassen, Geräte und Waffen sehr schnell zu jedem beliebigen Punkt der Erde zu befördern."

1970 - wirtschaftlich rentable Entsalzung von Meerwasser, dadurch Verfügbarmachung großer arider gebiete für Landwirtschaft / orale Empfängnisverhütungsmittel sind verfügbar / Kommunikation im Weltraum mittels Lasertechnik / Rettung von Astronauten, die auf ihren Flügen Schiffbrauch erleiden, wird möglich / bemannte Mondlandung und Rückkehr zur Erde / leichte, geräuschlos arbeitende Projektile aus Kunststoff verfügbar / "zur Unfähigkeit führende biologische Agenzien und Chemikalien sind entwickelt."

1971 - neue synthetische Materialien für ultraleichte Konstruktionen / Geräte gelangen zum Einsatz, die eine vorübergehende Ausschaltung von Menschen und Menschengruppen ermöglichen

1972 - immunologische Schranke überwunden, defekte Organe können durch künstliche neue ersetzt werden / organtransplantation Mensch zu Mensch und Tier zu Mensch möglich / genaue Intelligenzprüfung mittels Computer möglich / "maschinelle Übersetzungsmaschine" kann alle texte in beliebige Sprachen übertragen - Einfluß auf wissenschaftlichen und kulturellen Austausch / Techniken der Propaganda, Verhaltensbeeinflussung und Meinungsbeeinflussung weit fortgeschritten / im Weltraum zirkulierende Erkennungsstationen kontrollieren die gesamte Erdoberfläche

1973 - zehnfache Zunahme von Kapitalinvestierung in Computer

1974 - weite Verbreitung einfacher Lernmaschinen / vollstöndige Luftverkehrskontrolle / Unterwasserfahrzeuge herkömmlicher Bauart unterliegen weltweiter Kontrolle / "Eine direkte Verbindung besteht zwischen Geschäften und Banken, um Kredite zu kontrollieren und alle Transaktionen abzuwickeln."

1975 - "Die Ausbildung wird eine beachtliche Rolle als Zeitvertreib und Entspannung einnehmen." / weitverbreitete Verwendung von Lernmaschinen / "Langstreckenflugzeuge, vielleicht von Kernenergie angetrieben, übernehmen die regelmäßige Versorgung der Bevölkerung." / Bau weiterentwickelter Beschleuniger für Protonen im Bereich 300 MeV möglich, dadurch neue Kenntnisse über sehr schwache Wechselwirkungen Neutrino / Atomkern, die zur Bildung von Pionen führt / bemannte wissenschaftliche Raumstation für 10 Personen / Mondbasis wird über einen Monat von 2 Menschen besetzt / Entwicklung von Ionentriebwerken rückt in greifbare Nähe / dichtes Netz von Satelliten zur verlässlichen Wettervorhersage / Verhinderung von Hurricanen, indem das Meer in diesem Gebiet mit einer dünnen Schicht einer reflektierenden Substanz bedeckt wird, um Aufheizung zu vermeiden / "Biologische Agenzien sind in der Lage, den Widerstandswillen zu zerstören." / taktische Operationen jeglicher Art durch Computer, Roboterposten und Fernsehüberwachungssysteme möglich / Automatisierung von Büroarbeit und Bürodiensten führt zur Entlassung von 25% des Personals

1976 - automatische Büchereien können jede gewünschte Literatur den Archiven "schnellstens entnehmen" und als Kopie verfügbar machen

1978 - automatische Sprachübersetzer mit korrekter Grammatik / automatisierte Auskunftserteilung auf rechtliche Fragen / bemannter Vorbeiflug an Mars und Venus gelingt

1979 - weitverbreitete Anwendung von automatisch errechneten Entscheidungen bei industriellen und nationalen Planungen

1980 - automatisierter Schnellverkehr / elektronische und andere Hilfsmittel erhöhen die Kapazität der Autobahnen um die Hälfte, Durchschnittsgeschwindigkeit steigt ebenfalls um die Hälfte, Unfallquote halbiert sich / verbesserte Fahreigenschaften + ABS schon früher verfügbar, evtl. Schleudergefahr gebannt / Neufassung physikalischer Theorien, die Unklarkeiten in Quantenphysik und Elementarteilchentheorie beseitigt / "Schaffung einer zentralen Datenspeicherungsanlage mit weitem Zugang für allgemeine oder spezielle Informationen" / schnellbewegliche Anlagen und Einrichtungen in der Katastrophenhilfe / tieftauchende, schwer ortbare Unterwasserprojektile / gerichtete Energiestrahler (EM-Strahlung, Laser, Teilchenstrahlung) verfügbar / "Die massive zivile Verteidigung und Nachkriegserholungsplanung wird abgeschlossen sein."

1981 - Wiederholung grundlegener physikalischer Versuche (Michelson-Versuch, Lichtgeschwindigkeit, ...) wird im Weltraum durchgeführt

1982 - Organe aus Kunststoff und elektronische Komponenten werden operativ in den Organismus eingefügt / Erdwetterkontrolle lässt Niederschläge aus bestimmten Wolken erzwingen / permanetne Mondbasis mit 10 Personen / "Die Herstellung einer für menschliche Wesen geeigneten Atmosphäre kann auf dem Mond oder den Planeten durchgeführt werden." / Laboratorien und Beobachtungsstationen im Weltraum für für Hochvakuumforschung und Weltraumforschung

1983 - "Sehr verbreitet und gesellschaftlich weitgehend akzeptiert ist die Anwendung von nicht narkotisierenden Drogen (andere als Alkoholika) für den Zweck, spezifische Veränderungen der Persönlichkeitscharakteristiken hervorzurufen."

1985 - nahezu jedes Kind auf der Erde wird eine Schule besuchen / in allen Ländern wird die Anzahl der an Universitäten immatrikulierten Studenten auf das zwei- bis dreifache der jezigen Zeit steigen / Zuwachs der Weltvbevölkerung 50-60%, dadurch Umgestaltung der Landwirtschaft auf industrielle Produktion unter wissenschaftlicher Basis / erste neue Typen von Nahrungsmitteln / riesige Investitionen in Wasserversorgung nötig / Erzeugung biologischer Stoffe in Gewebekulturen wird normal / Herstellung biologischer Stoffe ohne Zwischenschaltung von Zellen / künstliche Synthese von Zellulose / automatische Kontrolle nach kybernetischen Prinzipien in schnell ablaufenden Fertigungsverfahren / automatische Steuerung von Schiffen, Flugzeugen, Zügen und Autos / Energieverbrauch verdoppelt / Luftverkehr verdrei- bis vervierfacht / große Teile des menschlichen Verhaltens vom psychologischen und physiologischen Standpunkt aus erklärbar / automatisierte Interpretation medizinischer Symptome / elektronisch gesteuerter Ersatzorgane aus Kunststoff direkt ans Nervensystem angeschlossen / weitgehendes veständnis für die Vorgänge des Alterns / biochemische maschinelle Nahrungserzeugung / Fortschritte beim Laser (Röntgen- und Gammastrahlung aus Laser), dadurch Fortschritte in Nachrichtentechnik, Industrie und Medizin / weite Verbreitung von Kraftstoffzellen und Kleinmaschineneinheiten zur Energiespeicherung - auch in Wohnungen / "Datenverarbeitungsmaschinen sind weltweit an ein Netz angeschlossen." / Nachrichtenübermittlung mittels Millimeterwellen, Laser-Strahlen und Satelliten / bemannte Landung auf dem Mars mit Rückkehr zur Erde.

1986 - Energiegewinnung aus kontrollierter Kernverschmelzung / Computerproduktion auf Fließbandebene läuft für den Sektor "Ausbildung, Erziehung" an.

1988 - weiterbreitete Anwendung von Robotern in den Wohnungen

1989 - Schaffung eine rprimitiven Form von küntlichem Leben (wenigstens als sich selbst reproduzierende Moleküle) / Tiefseebergbau möglich / "Die weitverbreitete Anwendung von Computern bei der Steuererfassung mit dem Zugang zu allen Geschäftsaufzeichnungen und der automatischen Steuerfestlegung hat sich durchgesetzt."

1990 - etwa die Hälfte der Weltbevölkerung wird in Gemeinschaften > 100.000 Menschen leben / optimale Abstimmung der Wohnstädte und arbeitsorte auf die einzelnen Menschen / evtl. sogar künstliches Klima für ganze Städte / permanente Forschungsstationen auf nahen Planeten / Treibstoff- und Materialherstellung auf dem Mond möglich / "es lässt sich mit Sicherheit voraussagen, daß es dem Menschen schon bald gelingen wird, Klima undLebensbedingungen auf der Erde nach seinem Willen zu gestalten."

1991 - relativer Prozentsatz psychisch Erkrankter hat sich vergrößert, aber auch Behandlungsmethoden haben sich verbessert

1994 - allgemeine biochemische Immunisierung des Menschen gegen Bakterien und Viruskrankheiten ist durchgeführt -auf der Erde herrscht genereller Impfschutz gegen alle Bakterien- und Viruserkrankungen

1995 - wirksame totale Abwehr durch gerichtete Energiestrahlung

2000 - mögliche chemische Kontrolle einiger Vererbungsschäden durch Umbau der Genstruktur / Entwicklung einer universellen Sprache zum automatisierten Nachrichtenaustausch / wirtschaftliche Ausbeutung der Ozeane durch Farm-Bestellung (Algen, Tang) liefert > 20% der Welternährung / kommerzieller globaler ballistischer Transport / "Man wird mindestens viermal soviel Energie auf der Erde verbrauchen wie zum heutigen Zeitpunkt." / automatisierte Wahlverfahren + Volksabstimmung / bis Ende des Jahrhunderts mehr städtebauliche Maßnahmen nötig als in gesamter bisheriger Menschheitsgeschichte

2002 - automatisierte Autostraßen mit ferngesteuerten Autopiloten

2005 - permanente Marsstation mit ca. 10 Menschen / "Faksimile-Zeitungen und -Zeitschriften werden über spezielle Aggregate zuhause hergestellt."

2007 - Biochemikalien zur Stimulierung des Wachstums von neuen Organen und Gliedmaßen ersetzen Transplantationstechnik

2008 - gezähmte und dressierte Tümmler und Delphine gelangen zur Unterwasserbeobachtung zum Einsatz

2012 - "Chemische Substanzen liegen vor, die nach einmaliger Einnahme zur dauernden Hebung der Intelligenz führen. Eine Aussage, ob damit das Bildungsniveau ganz allgemein gehoben werden kann, lässt sich nicht vorausbestimmen."

2020 - "Man wird in der Lage sein, die Gehirntätigkeit des Menschen durch direkte elektronische Schaltungen einem Computer zukommen zu lassen und diesen zu steuern. Damit wird eine maximale Computertätigkeit erlangt, die sich aus den Denkprozessen des menschlichen Gehirns und der theoretisch beliebig hohen Speicherfähigkeit eines Computers zusammensetzt." / Frage, ob außerirdisches Leben existiert, ist geklärt / Möglichkeit der Beeinflussung des Gravitationsfeldes der Erde und der Himmelskörper wird entscheidende Auswirkungen im Flug- und Raumverkehr haben

2021 - bemannte Landungen auf den Monden des Jupiter / internationale Abkommen zwecks Garantie für bestimmte ökonomische Minima für die Weltbevölkerung

2022 - chemische Kontrolle des Alterungsprozesses erwirkt Erhöhung der Lebenserwartung um 50 Jahre / Vorbeiflug am Pluto gelingt.

2023 - "die Kontrolle der Schwerkraft durch irgendeine Art der Modifikation des Schwerefeldes gelingt" / Zpchtung intelligenter Tiere (Affen, Wale, ...) zwecks Verrichtung einfacher Arbeiten

2024 - kommerzielle Herstellung chemischer Elemente zur Schaffung subatomarer Strukturen / zweiseitige Kommunikation mit extraterrestrischen Individuen ist denkbar

2028 - Erziehungsprogramme und Ausbildung durch direkten Informationstransfer ins Gehirn möglich

2029 - Möglichkeit, Menschen in langanhaltenses Koma zwecks Zeitreise zu versetzen

2030 - "Die Anwendung der Telepathie und übersinnlichen Wahrnehmung (ESP) gelangt zum Einsatz. - Ein zentralisiertes (möglicherweise beliebiges) Drahtabhören ist möglich."

"Später oder niemals"

2720 - "Eine Verbindungsaufnahme mit außerirdischen technischen Zivilisationen, die man eventuell bis zum Jahre 2720 feststellen kann, würde frühestens im Jahre 3520 gelingen. Man kann berechnen, daß diese Zivilisationen mindestens 800 Lichtjahre von usnerer Erde entfernt sein müssten."

"Voraussichtlich niemals"

"Die massenhypnotische Steuerung von Kräften bestimmter Bevölkerungsgruppen. - Das totale Ablesen der Gedanken und des Geistes eines Menschen."



Wo sind wir nur falsch abgebogen? Die Gelehrten lagen 1962 dermaßen daneben. Sie haben bröckelnde Eisenbahnschwellen übersehen, sie haben bröckelnden Spannbeton übersehen, sie haben die Gier des Kapitalismus übersehen, der auch Allmenden ruiniert und auszehrt, wenn es nur seinem Profit dient, sie haben die Kollepktivpsychose der Bevölkerung in den sogenannten "zivilisierten" Ländern übersehen, die Weigerung, Naturgesetze als allgemein gültig zu betrachten. Sie haben - das finde ich krass, denn 1962 war Arrhenius' Arbeit ca. 65 Jahre alt und die Arbeiten von Tyndall und Newton Foote waren noch deutlich älter - komplett das Thema "vom Menschen verursachte Erderhitzung" übersehen (nur die Hurrikan-Entstehung wollten sie lokal durch Reflexion des Sonnenlichts auf der Meeresoberfläche angehen). Sie haben die Endlichkeit der Ressourcen auf einem endlichen Planeten übersehen. Trotz "generellem Impfschutz" der Menschheit im Jahre 1994 haut uns 2020-2023 weltweit eine Pandemie um und die verwöhnten Wohlstands-Ländler randalieren auf der Straße gegen urprimitivste Verhaltensregeln, die selbst Wildschweinrotten bei Schweinepest beachten ("Abstand!") und verweigern stolz die schnell bereitgestellte Impfung, wenige Jahre später laufen die gleichen Truppen immer noch auf der Straße rum am Montag und protestieren gegen Energieerhaltungssatz und Kausalität. Ach so, "Kollektivpsychose" hatte ich ja schon weiter oben geschrieben...

Aber 1974 hatten sie schon Datennetze zwischen allen Geld-transferierenden Stationen vorhergesagt und 1976 gab es den Bibliotheksverbund mit digitalisierten Beständen. 1980 hatten sie offenbar die Cloud und damit zwingend ein internationales Datennetz. Der private Drucker hingegen kam offenbar erst 2005 in vorstellbare Reichweite. Kann man sich nicht ausdenken sowas...

Heute lassen politische Führer auf dem entwicklungspsycholoigischen Stand eines Zweijährigen nicht zu ihren Psychosen passende wissenschaftliche Erkenntnisse von zentralen Datenspeichern löschen.

Und die Deutsche Bahn kommt 2026 nicht, wenn zwei Schneeflocken in einem Weichenantrieb verkeilt sind. Da stellt man gleich großflächig prophylaktisch den Bahnverkehr ein. 1965 wäre das nicht passiert. Rückschritte in der Beherrschung grundlegener Technologien hatten die Gelehrten auch nicht auf dem Schirm.

Sie lagen sogar bei dem falsch, was sie als "voraussichtlich niemals" klassifizierten:

"Die massenhypnotische Steuerung von Kräften bestimmter Bevölkerungsgruppen" - das machen heute Tiktok, Whatsapp, X und Konsorten über die Accounts bestimmter Kräfte und über Bot-Accounts.

Irre.


[Beitrag von Radiowaves am 07. Jan 2026, 20:13 bearbeitet]
DerHilt
Inventar
#1745 erstellt: 07. Jan 2026, 13:52
Mark Twain hat‘s schon gewusst: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
Dann gab‘s ja noch den Club of Rome, der 1972 „Die Grenzen des Wachstums“ beschrieben hat. Hat auch keiner drauf gehört.
Radiowaves
Inventar
#1746 erstellt: 07. Jan 2026, 13:58

DerHilt (Beitrag #1745) schrieb:
Dann gab‘s ja noch den Club of Rome, der 1972 „Die Grenzen des Wachstums“ beschrieben hat. Hat auch keiner drauf gehört.

Doch, da haben etliche drauf gehört. Die gelten heute als unwählbar und sind zunehmend an den Rand der Gesellschaften gedrängt bzw. kriminalisiert, weil sie die naturgesetzliche Wahrheit vertreten.

Es gab - heute unvorstellbar - sogar sowas wie Anhörung von Wissenschaftlern zu solchen Themen vor dem US-Kongress.

https://www.youtube.com/watch?v=Wp-WiNXH6hI

"Pale Blue Dot" und so.

Heute ist menschliche Zivilisation (bzw, das, was Macht erhält von der Mehrheit) eher so

https://www.youtube.com/watch?v=ii2WyLkKpcg



[Beitrag von Radiowaves am 07. Jan 2026, 13:59 bearbeitet]
flexiJazzfan
Inventar
#1747 erstellt: 07. Jan 2026, 16:33
Es ist schon erstaunlich welche Technikgläubigkeit damals vorherrschte. Naturwissenschaftlich orientierte Menschen konnten da vor lauter Optimismus die Machtfrage völlig vergessen und das obwohl das in der Sciencefictionliteratur ein Hauptthema ist. Was der Spruch „Wissen ist Macht“ in der Realität hervorbringen kann, war auch nicht vorhersehbar.
Gruß
Rainer
DB
Inventar
#1748 erstellt: 07. Jan 2026, 19:54

DerHilt (Beitrag #1745) schrieb:
Mark Twain hat‘s schon gewusst: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
Dann gab‘s ja noch den Club of Rome, der 1972 „Die Grenzen des Wachstums“ beschrieben hat. Hat auch keiner drauf gehört.

Waren das die, die voraussagten, das Erdöl wäre schon längst alle und 2030 bevölkerten 15 Mrd. Menschen die Erde?
Werner_B.
Inventar
#1749 erstellt: 07. Jan 2026, 21:10

Radiowaves (Beitrag #1744) schrieb:
Und die Deutsche Bahn kommt 2026 nicht, wenn zwei Schneeflocken in einem Weichenantrieb verkeilt sind. Da stellt man gleich großflächig prophylaktisch den Bahnverkehr ein. 1965 wäre das nicht passiert.


https://www.youtube.com/watch?v=wvJAAzfK3Rk
https://www.youtube.com/watch?v=1kxoeDOBkP8
https://de.wikipedia.org/wiki/Alle_reden_vom_Wetter._Wir_nicht.



https://www.achtziger-forum.de/viewtopic.php?t=2454#p10331

Edit: Gerade kommt in den Nachrichten die Meldung, dass die Bahn einige Verbindungen bereits vorsorglich gestrichen hat, noch bevor der vom DWD für Do/Fr angekündigte Wintersturm mit Schneeverwehungen und Blitzeis überhaupt angekommen ist. So kann man seinen Pünktlichkeitsindex auch steigern (ausgefallene Züge werden da nicht mit eingerechnet) ... Mein Vorschlag: sie sollten den Betrieb vielleicht generell und komplett einstellen, dann sind sie auch garantiert raus aus den negativen Schlagzeilen ...

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 07. Jan 2026, 22:33 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#1750 erstellt: 07. Jan 2026, 21:17
Was fossile Rohstoffe anbelangt, beruhen Prognosen auch immer auf dem Kenntnisstand der Erschließungs- und Fördertechniken ihrer Zeit. Ich denke, dass die reale Reserve von fossilen Rohstoffen nicht ganz so klein ist. Lohnt es sich, diese um jeden Preis zu fördern?
Was das Wachstum anbelangt, ist es möglicherweise so, dass es eher ein Inganghalten eines Kreislaufes mit permanenter Veränderung ist, deren Phasen wir als Wachstum beschreiben? Dass wir, beispielsweise nicht exponentiell ad infinitum Smartphones herstellen können, das erklärt sich fast von selbst.

Aber hat das Geschäftsfeld HiFi damit unmittelbar was zu tun?

Yamahaphilist
Stammgast
#1751 erstellt: 07. Jan 2026, 21:35
Wenn Kupferkabel knapp werden würden, dann sicherlich.
Rohstoffe sind sicher zukünftig ein, wenn nicht das Thema. Man muss ja nur den TV einschalten.
ZeeeM
Inventar
#1752 erstellt: 07. Jan 2026, 21:52
z.B. bei Kupfer ist interessant, wie dessen Nukleogenese aussieht. Daraus kann man auf die existierende Menge schließen.
Kupfer entsteht in schweren Sternen und ist, ergoogelt, mit 50ppm in der Erdkruste vertreten.
Warum es dann wie gebunden und wie verteilt auftritt, ist auch eine Sache, und da ist scheinbar auch nicht alles geklärt.
Metall hat den Charme, dass es beliebig recycelbar ist.
Metall aus Zivilisationsschrott herauszuholen, ist irgendwie auch eine Verhüttung.
sohndesmars
Inventar
#1753 erstellt: 08. Jan 2026, 06:52
Rohstoffe sind aktuell genug vorhanden, ist nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Seltene Erden z.B. gibt es auch in Deutschland. Nur eben nicht so billig beschaffbar, wie aus China.
Und allein deshalb kommt der meiste HIFI-Kram, ja eigentlich die meisten UE- und IT-Produkte auch China. Die beuten für uns ihr Land aus. Aber irgendwann spüren sie die Konsequenzen. Dann wird es interessant.
8erberg
Inventar
#1754 erstellt: 08. Jan 2026, 07:47

DB (Beitrag #1748) schrieb:

DerHilt (Beitrag #1745) schrieb:
Mark Twain hat‘s schon gewusst: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
Dann gab‘s ja noch den Club of Rome, der 1972 „Die Grenzen des Wachstums“ beschrieben hat. Hat auch keiner drauf gehört.

Waren das die, die voraussagten, das Erdöl wäre schon längst alle und 2030 bevölkerten 15 Mrd. Menschen die Erde? :D


Das mit den 15 Mrd ist nicht eingetreten weil das Bevölkerungswachstum weltweit stark herunterhing. Hauptgründe: Bildung und Lebensstandard, solche Effekte durch Krankheiten (AIDS, Corona) kamen dazu.

Der Club of Rome ging von der damaligen Wissenslage aus.
Btw könnte sich zu der Zeit niemand einen Rohölpreis > 20 Euro/Barrel vorstellen. Zwischendurch lagen wir jenseits der 100 Dollar/Barrel und niemand jammerte über "hohe Energiepreise".

Gerade solche Berichte sorgten auch dafür das Energieersparnis, Isolierung und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rückten.
Will jemand das bedauern?

In den 70ern brauchte ein VW Käfer locker 9-10 ltr auf 100 km, eine S-Klasse gurgelte sich gerne doppelt soviel durch die Vergaser.

Heutige Autos saufen die Hälfte, mein aktueller Benziner braucht bei wirklich guten Fahrleistungen 5 ltr., ein Elektroauto wird der Nächste.

Über die Hälfte des Strommix kommen heute in D aus regenerativen Energieen. Unser Landkreis kann sich bei früher 2 % Eigenerzeugung heute als autark bezeichnen
Ein Ministerpräsident erzählte in den 70ern das ohne Atomkraft die Lichter ausgehen. Und selbst im tiefen Winter importiert das AKW fixierte Frankreich große Strommengen aus Deutschland...

Das ahnte kein Seinzfiktschn-Autor, bestimmte Kreise wollen das bis heute auch nicht wahrhaben und quasseln dummes Zeuchs.

Peter
DB
Inventar
#1755 erstellt: 08. Jan 2026, 09:33

8erberg (Beitrag #1754) schrieb:
Zwischendurch lagen wir jenseits der 100 Dollar/Barrel und niemand jammerte über "hohe Energiepreise".

Weil einer kleinen, aber lautstarken Minderheit die Treibstoffe gar nicht teuer genug sein konnten. Die wurden gehört, die anderen nicht.



8erberg (Beitrag #1754) schrieb:
Gerade solche Berichte sorgten auch dafür das Energieersparnis, Isolierung und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rückten.
Will jemand das bedauern?

Daß Leute schöne Gründerzeitbauten mit häßlichen Dämmfassaden verschandeln, ist schon zu bedauern. Auch, daß dadurch enorme Brandlasten entstehen. Daß die Buden durch dichte Fenster innen schimmeln, ist auch nachteilig. Aber klar -man kann ja Lüftungen einbauen. Hauptsache viel Technik, die löst die selbstverursachten Probleme schon.


8erberg (Beitrag #1754) schrieb:
In den 70ern brauchte ein VW Käfer locker 9-10 ltr auf 100 km, eine S-Klasse gurgelte sich gerne doppelt soviel durch die Vergaser.

Ja. Ein 1965er Chrysler 300 mit einer respektablen Motorisierung, Ausstattung und Platz läßt sich mit 12 Litern / 100 km fahren (hat ein Bekannter festgestellt, als er damit nach Västerås zum Power Big Meet gefahren ist), ist dann aber plötzlich ein Säufer.


8erberg (Beitrag #1754) schrieb:
Über die Hälfte des Strommix kommen heute in D aus regenerativen Energieen.
Unser Landkreis kann sich bei früher 2 % Eigenerzeugung heute als autark bezeichnen

Bei Dunkelflaute? Im Leben nicht. Das funktioniert ja nicht mal mit einer Kuhbläke im Nirgendwo so richtig.


8erberg (Beitrag #1754) schrieb:
Ein Ministerpräsident erzählte in den 70ern das ohne Atomkraft die Lichter ausgehen. Und selbst im tiefen Winter importiert das AKW fixierte Frankreich große Strommengen aus Deutschland...

Selbstverständlich, bei negativen Strompreisen wären sie auch dumm, wenn sie das nicht täten. Bei Wind/Sonne bezahlen wir die Nachbarländer, daß sie unseren Zufallsstrom überhaupt abnehmen. Bei Dunkelflaute bezahlen wir unsere Nachbarländer, daß sie uns Strom liefern.
Der Verbraucher büßt den Ökowahn mit den höchsten Strompreisen.

Die "Energiewende" ist genau so ein planwirtschaftliches Gewächs wie die Lebensmittelpreise in der Ex-DDR. Und das ging so: die Bauern bekamen für Eier, die sie in die Aufkaufstelle schafften, einen höheren Preis als die Eier später in der Kaufhalle kosteten. Wenn aber die Hühner wenig legten, kauften die Bauern Eier in der Kaufhalle und schafften sie in die Aufkaufstelle.
Nichts, was man wollen könnte.
Just_music
Stammgast
#1756 erstellt: 08. Jan 2026, 09:39
DB volle Zustimmung. Gut das du das richtig gestellt hast.
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