Akai GX-75

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dobro
Inventar
#1 erstellt: 20. Mrz 2008, 13:03
Hallo,

ich habe mir gestern bei einem hiesigen An-/und Verkäufer ein solches Akai GX 75 angesehen. Er hat das Gerät für 70 € im Angebot. Sieht gebraucht und wenig gepflegt aus. Ist ein GX 75 für diesen Preis soweit o.k.? Das Gerät hat doch einen Direktantrieb und die GX-Köpfe mit der lebenslangen Garantie, oder?

Ich kenne mich mit Akai überhaupt nicht aus, habe nur hier und da in den Foren gelesen, dass die Besitzer soweit zufrieden mit den Geräten sind.

Soweit ich sehen konnte fehlt allerdings eine Bedienungsanleitung für das Gerät. Könnte mir jemand ggf. eine Kopie oder ein *.pdf-Dokument dazu schicken?

Danke vorab und Grüsse von

Peter
norman0
Inventar
#2 erstellt: 20. Mrz 2008, 13:14
Hallo Peter,

schau doch mal hier, hier und hier.
wattkieker
Inventar
#3 erstellt: 20. Mrz 2008, 17:10
70 € ist für ein gepflegtes Gerät wohl im Moment ein guter Durschnittspreis - für beide Seiten. Das mit der lebenslangen Garantie, naja, ich weis auch nicht, ob das so "verkauft" wurde. Sicher ist auf jeden Fall, dass es von Akai keine Ersatzteile mehr gibt. Die Glasköpfe sind schon recht verschleißarm, so würde ich das lieber ausdrücken. BDA's tauchen immer wieder in der Bucht auf und auch bei den einschlägig bekannten Händlern kann man die käuflich erwerben.
Du solltest vielleicht noch mal klären, ob es das Standard GX 75 ist oder das MK 2. Für das MK 2 ist 70 € ein guter Kurs, wenn es denn in Ordnung ist.
dobro
Inventar
#4 erstellt: 20. Mrz 2008, 18:00
Hallo,

danke für die Hinweise.

Schöne Ostern noch

Gruss
Peter
gdy_vintagefan
Inventar
#5 erstellt: 20. Mrz 2008, 18:42
Du solltest darauf achten, dass das Gerät wirklich in Ordnung ist. Ich hatte einige Jahre lang das GX-75 II (Erstbesitz), das gehörte anscheinend einer "Montagsserie" an. Schon nach wenigen Jahren ließ sich keine Kassette mehr einmessen, es waren nur noch Aufnahme mit Höhen- und Lautstärkeschwankungen möglich. Über dieses Problem wurde in diversen HiFi-Foren schon von mehreren Seiten berichtet, es scheint eine bestimmte Serie betroffen gewesen zu sein.
2001 habe ich mein Gerät bei eBay für umgerechnet 75€ verkauft, natürlich mit Fehlerbeschreibung. Damals konnte man für ein 100% einwandfreies Gebrauchtgerät noch das Doppelte erwarten, aber heute wird es (neben den meisten anderen Kassettendecks) viel niedriger gehandelt.

Gruß
Michael
dobro
Inventar
#6 erstellt: 21. Mrz 2008, 11:14
Hallo,

ich hatte gestern die Gelegenheit das Gerät - übrigens ein Akai GX-75 (ohne MK II) näher in Augenschein zu nehmen. Ich hatte eine Kassette mitgenommen und wollte die Kassettenaufnahme abhören und die Spul- und Lauffunktionen damit prüfen. Ein Desaster. Das Gerät war nur noch in der Lage den Dorn zu bewegen. Kassettentransport war weder im Play- noch im Spulmodus möglich. Ich lasse also die Finger davon.

Danke für die Beiträge. Ich glaube ich werde meine Kassettensammlung verkaufen und die Musik, die ich noch behalten möchte in Form von CD´s oder Schallplatten ersetzen. Wer Interesse hat, ich habe:

16 TDK MA C90 für je 3 €
1 Scotch Metafine C90 für 2,50 €
14 TDK SA C90 für je 2 €
16 Maxell UD XL II für je 2 €
11 BASF CR II für je 2 €
8 BASF Ferro Extra I für je 1 €
2 Sony HF Normal für je 1 €

9 Kassetten davon sind noch in den Originalverpackungen.

Wer alle abnimmt, kann sie für 120 € bekommen.

Gruss
Peter
klaus52
Inventar
#7 erstellt: 21. Mrz 2008, 11:21
Hi Peter,

nicht so schnell...
Es gibt noch andere schöne "und gute" Decks... bevor Du die Kassette aufgibst... wäre schade...
dobro
Inventar
#8 erstellt: 21. Mrz 2008, 13:32
Hallo,

du hast natürlich recht. Aber wenn ich mir meine Kassetten so ansehe, habe ich noch 4 Aufnahmen gefunden, die ich wirklich noch nachkaufen müsste. Ich hatte mal eine sehr große Sammlung von Radioaufnahmen - leider mit HighCom II aufgenommen. Das HighCom II fing irgendwann an zu spinnen. Einen Teil der Aufnahmen konnte ich dann noch auf meine ASC 6004 retten. Die hat aber irgendwann auch das Zeitliche gesegnet - Ersatzteile? Die Fa. stellte keine mehr her. Ich hatte daraufhin beides (Tonband und HighCom II) an einen Bastler verkauft. Später bin ich auf Dolby S mit einem Pioneer CT 810S umgestiegen. Klanglich war das Teil echt toll, leider gab es einen Fehler in der Logiksteuerung. Ich hatte es durch den Fachhandel prüfen lassen. Der riet mir ab, etwas zu tun. Er sagte trial and error wäre bei der Reparatur angesagt und das könne teuer werden. Ich hatte dann ein Angebot bekommen zu einem Sony 790 und hatte auch Fragen dazu hier im Forum gestellt. Ich habe viele wertvolle Informationen bekommen und würde auch ein Sony 808 - wegen Dolby S - kaufen wollen. Leider sind die Teile nicht so ganz billig. Zudem gibt es die Unsicherheit, ob die Teile wirklich in dem Zustand sind, wie oft beschrieben wird (wenig gelaufen usw.). Ich hatte dann ein Angebot in der audio gesehen zu einem Teac V 6030 S. Der Verkäufer wusste auch nicht so recht, was er für das Gerät nehmen sollte. Fragen hier und im analog-forum brachten nur ein kleines Kopfschütteln, da das Gerät noch mit Riemen ausgestattet ist. Ersatzteile?

Ich habe zurzeit noch ein Pioneer CTS 250S. Das Gerät steht bei meinem Sohn. Für Winnie Puh und co. echt toll, da super einfach zu bedienen. Ich habe auch noch ein NAD 6155. Das Gerät ist wirklich sehr wenig gelaufen. Ich habe das Teil von einem Kollegen geschenkt bekommen. Die Riemen waren ausgehärtet. Diese habe ich durch den Fachhandel ersetzen lassen. Leider hat das Teil leichte Probleme mit dem Spulen, die Köpfe und alle anderen Verschleißteile sind ansonsten in einem neuwertigen Zustand. Mein drittes Deck ist ein Yamaha 393, ebenfalls wenig gelaufen. Alle Teile waren ihr Geld wert. Sie sind aber alle nicht top und haben eine Menge Verschleißteile in sich. Ich bin daher dazu übergegangen, Aufnahmen mehr und mehr über den PC zu fertigen. Kürzlich habe ich mir eine externe Soundkarte gekauft und damit geraten wirklich hervorragende Aufnahmen. Was fehlt ist allerdings der Charme, den die Analogtechnik noch hatte.

Ich werde aber noch einmal in mich gehen, bevor ich mich endgültig entscheide, die Kassetten zu verkaufen.

Vielen Dank auf jeden Fall und schöne Ostern wünscht
Peter
gdy_vintagefan
Inventar
#9 erstellt: 21. Mrz 2008, 14:57
Ich hatte zwischen 2001 und 2003 meinen damaligen Kassettenbestand verkauft, aus ähnlichen Gründen. Mit meinen Kassettendecks war ich nicht mehr zufrieden (bzw. hatte nur noch 1 brauchbares, aber mehrere Hörräume), und einen bezahlbaren Ersatz konnte ich nicht finden (Anmerkung: ich war arbeitslos und später Student, letzteres bin ich heute noch). Bzw. hätte es ein paar interessante Decks schon gegeben, aber halt gebraucht, und da weiß man nie, wie gut die noch funktionieren. Mein Ersatz war damals auch, die interessanten Aufnahmen als (gebrauchte und günstige) LP oder CD nachzukaufen, oder einzelne Charthits von damals auf billigen Flohmarktplatten zu erwerben und dann die "Perlen" daraus auf eigenen CDs zusammenstellen, oder aber wenn's gar nicht anders ging, wurden Aufnahmen von Kassette auf CD überspielt. Mein "Arbeitsgerät" war ein Yamaha KX-690 mit Play Trim (Optimierung der Höhen bei alten oder fremdbespielten Kassetten) - Dein 393 müsste das auch haben und wäre für diesen Zweck erste Wahl.

Aber Du sagst es - es fehlt der "Charme" der Analogtechnik, und nur deswegen habe ich mich seit einem Jahr wieder etwas mit Kassetten beschäftigt. Ich habe ein paar (Marken-) Kassetten aus den 70ern und 80ern ersteigert (neuere wirken auf mich von der Optik her ähnlich langweilig wie CD-Rohlinge) und neu bespielt - einmal mit unwiederbringlichen Aufnahmen von CD-R (z.B. 1x im Radio gesendete DJ-Mixe), aber auch Zusammenstellungen mit "Gute-Laune-Musik". Viel investiert darin habe ich nicht mehr. Angefangen bin ich mit einem Grundig Toplader CR-485 für 'nen Zehner (mit diesen Grundigs machte ich in den 80ern schon gute Erfahrungen), seit kurzem habe ich eine Grundig Kompaktanlage (RPC 300) hier in meinem Büro stehen, dessen Kassettendeck ich auch hin und wieder schon genutzt habe. Der Klang ist natürlich nicht "high-endig", aber mir ging es auch mehr um den Charme.

Gruß
Michael


[Beitrag von gdy_vintagefan am 21. Mrz 2008, 15:00 bearbeitet]
dobro
Inventar
#10 erstellt: 21. Mrz 2008, 20:17
Hallo Michael,

ich habe in den 80ern regelmäßig im WDR 1 Open House Jazz gehört und eine Menge Musik mitgeschnitten. Ähnliches habe ich seinerzeit auch mit der Sendung Schwingungen gemacht. Dabei sind zig Kassetten entstanden. Durch den Schaden, den mein HighCom genommen hat, habe ich noch vieles auf Tonband retten können - aber eben nicht mehr alles. Dann war die Tonbandmaschine beschädigt und ich habe nur noch wenige Kassetten, leider. Wirklich hören kann man die nicht mehr. Versuche mal HighCom mit anderen Rauschunterdrückern zu kombinieren - grottig. Ich hatte aber Life-Mitschnitte, zu denen es nie irgendwelche Medien gab, weder Schallplatten noch CD´s. Die sind damit einfach weg. Ich nehme jetzt auf Festplatte auf und brenne mir CD´s. Ich hoffe ich kann die Daten damit langfristig sichern.

Gruss
Peter
gdy_vintagefan
Inventar
#11 erstellt: 21. Mrz 2008, 21:26
Hallo Peter,

bei mir waren das vor allem DJ-Mixe von Hilversum 3 (Holland, später Radio 3FM). Die wurden auch nur 1x gesendet und erschienen nie auf Medien. Damals bei meinem Kassetten-Ausstieg überspielte ich das alles auf CD-R mit einem Philips Audio-CD-Recorder. Teilweise bearbeitete ich das am PC auch noch nach. Mit der CD-R als Medium bin ich eigentlich zufrieden (nur im Auto kann ich sie nicht hören trotz CD-Laufwerk, aber das ist eins der ersten Generation und erkennt die Dinger nicht). Es wird aber gesagt, dass eine CD-R nicht so lange hält wie eine Kassette - und ist eine CD-R beschädigt, ist oft der Inhalt komplett verloren. Mir ist das jedoch in 10 Jahren CD-R noch nicht passiert (OK, einmal doch, aber das lag an nicht ordnungsgemäßer Handhabung, war also mein Fehler). Ein paar (einzelne) Ausfälle hatte ich zwar mal, aber da konnte ich alles noch retten (notfalls als analoge Kopie mit meinem besten Player als Abspielgerät).
Vieles habe ich auch zusätzlich nun auf Festplatte gesichert. Die wichtigsten Mixe habe ich letztes Jahr auch noch mal auf Kassette aufgenommen, und teilweise kommt mir das so vor, dass diese Kassetten manchmal besser klingen als die früheren Aufnahmen - hatte ja schließlich auch einiges nachbearbeitet vor dem Erstellen der CDs (siehe auch PlayTrim).
Damals war bei mir das Hauptproblem, dass ich immer 3 Tapedecks gleichzeitig in Benutzung hatte, und insgesamt hatte ich wohl 10 Stück zwischen 1980 und 2000. Da kam es oft vor, dass eine Aufnahme auf Deck A gut hörbar war, auf Deck B noch akzeptabel klang, aber auf Deck C den Ohren regelrecht wehtat! Der Grund waren Azimutprobleme, ganz besonders bei Dolby-Aufnahmen. Auch hatte ich mal bestimmte Decks dabei, die von vornherein in Sachen Aufnahmequalität nicht der "Brüller" waren (enttäuscht hatten mich vor allem das Yamaha K-320 und das Pioneer CT-449, und am schlechtesten war noch ein Radiorecorder von Panasonic, mit dem ich aber kaum aufnahm, und wie gesagt ließ mein GX-75 ja leider hier auch nach schon ein paar Jahren stark nach).

Gruß
Michael
marais
Stammgast
#12 erstellt: 22. Mrz 2008, 01:38
Wir reden hier über grosse Tragödien, das sollte man mal thematisieren. Ich habe auch noch einen Bestand von ungefähr 60 Compact-Cassetten, die sich einfach nicht mehr brauchbar abspielen lassen. Die Azimuth-Poblematik macht uns einfach einen Strich durch die Rechnung.
bukongahelas
Inventar
#13 erstellt: 22. Mrz 2008, 08:49
Ich hab einen GX-75 und ein Telefunken CN-750 Hifi HighCom.
Diese Kombi spielt einem DAT SONY DTC-57-ES zu, der die A/D Wandlung übernimmt. Die Daten (SP-DIF/Toslink) gehen über Optofiber zum PC, werden hier gespeichert,geschnitten und klanglich restauriert (Steinberg CLEAN). Danach auf CDR oder DVDR gebrannt, auch als MP3.
Für Fremdcassetten, deren Azimuth nicht stimmt, nehme ich einen anderen Recorder, der Kopf wird Try-Error verstellt, bis die Höhen optimal kommen.
Es ist erstaunlich, was man aus alten Aufnahmen durch Digitalrestauration herausholen kann.
HighCom codierte Aufnahmen in *.wav Audiodateien zu wandeln ist also kein Problem.
bukongahelas
dobro
Inventar
#14 erstellt: 22. Mrz 2008, 09:41
Hallo bukongahelas,

das freut mich für alle die, die noch die Kassetten haben und dies 20 Jahre später tun können. In den späten 80ern gab es dieses Möglichkeiten noch nicht, zumindest war mir dies nicht bewusst.

Ich glaube, dass du aber mit deinem Hinweis einer Menge Leser Mut machen könntest, denn eines ist sicher, die Tage des Kassettenrekorders sind gezählt. Irgendwann werden auch die edelsten Rekorder nicht mehr funktionieren und dann wäre es sicherlich gut, seine Schätze auf andere Medien gebracht zu haben.

Vielleicht solltest du daraus ein Thema machen.

Gruss
Peter
gdy_vintagefan
Inventar
#15 erstellt: 22. Mrz 2008, 14:57
Ich hatte schon sehr brauchbare Ergebnisse mit dem "Play Trim" Regler meines damaligen Yamaha KX-690. Da konnte ich aus Fremdkassetten auch noch so einiges herauskitzeln.
Die meisten Yamaha Tapedecks aus den 90er Jahren haben diesen "Play Trim" Regler, von daher kann man auch ein kleineres Modell sicher sehr günstig ersteigern (die Nachfrage nach Kassettendecks sinkt ja immer mehr).
Da ich damals noch keine Anlage in meinem PC-Raum hatte, nahm ich mit dem Philips CDR-880 (den habe ich sogar heute noch, trotz inzwischen auch PC-Möglichkeit) auf CD-RW-Rohlinge auf.
Diese wurden dann am PC in WAV konvertiert, diese WAVs wurden dann auch geschnitten und ggf. mit Steinberg Clean noch mal klanglich verbessert.
Auf jeden Fall habe ich bei dieser Digitalisier-Aktion auch sehr brauchbare Ergebnisse erzielt.

Bei stark leiernden und schwergängigen Kassetten (z.B. die meisten BASF aus den 80ern), die teilweise gar nicht mehr abspielbar waren (Deck schaltete sich mittendrin ab) nahm ich einfach das Band heraus und transplantierte es in ein anderes Kassettengehäuse. Dadurch habe ich auch so manche Aufnahme noch retten können.

Gruß
Michael


[Beitrag von gdy_vintagefan am 22. Mrz 2008, 15:01 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 22. Mrz 2008, 17:09
Hallo,

Hier werden Ca. 60 Cassetten als Sammlung bezeichnet
[...da weidet bei uns im Kinderzimmer ja schon eine grössere Elefantenherde...]

Dafür lohnt sich der finanzielle Aufwand nicht....weder die Reparatur noch die Neuanschaffung eines sehr guten Tape Decks. Wenn es denn so rare Schätze sind würde ich die zum Profi zwecks Digitalisierung bringen.

Mir kommt es so vor als ob du ohnehin schon mit der Kassette abgeschlossen hattest - ist ja auch nicht weiter schlimm muss ja nicht jeder ein [Geräte]Sammler sein

Ansonsten liesse sich ein Yammi mit Play-Trim schießen

z.B.:

Yamaha KX-260 für 4,60 EUR
dobro
Inventar
#17 erstellt: 22. Mrz 2008, 20:14
Hallo Rollo1,

wenn du die oben genannten Kassetten meinst, dann ist die Sammlung inzwischen klein, ja. Die 150 Kassetten, die inzwischen längst unter den Hammer gekommen sind, rechne ich mal nicht mit, auch nicht die, die ich nicht in das Angebot aufgenommen habe, weil ich sie niemanden mehr anbieten möchte. Ich hatte auch noch ganze 10er-Packs FerroCrome-Kassetten aus den 70ern oder BASF Chrome I-Kassetten oder die guten alten Agfa oder Uralt-Maxell UD XL II und I usw. Wer möchte die heute noch haben ...

Ich hatte eigentlich auch schon abgeschlossen. Ich habe nun schon seit über 30 Jahren Kassetten-Decks - gute und schlechte, robuste und weniger robuste. Irgendwie sind mir die Dinger ans Herz gewachsen. Aber zu Aufnahmezwecken hatte ich sie schon lange nicht mehr im Einsatz. Seit dem Desaster mit HighCom und dem Tonband habe ich mehr und mehr die Lust daran verloren. Zwischendurch hatte ich noch ein Pioneer PDR-609 CD-Rekorder. Der war ganz o.k. und leicht zu bedienen. Aber ich habe mich dann doch für den PC entschieden. Charme hat das nicht. Aber es erfüllt nicht nur seinen Zweck, sondern lässt klanglich für mich bezahlbare Kassetten-Decks weit hinter sich. Allerdings war dafür eine externe Soundkarte durchaus erforderlich. Seither klingt es top.

Gruss
Peter
dobro
Inventar
#18 erstellt: 25. Mrz 2008, 23:48
Hallo,

ich habe noch ein paar Kassetten über und noch ein paar gefunden:

4 Sony Metall-Kassetten je je 3 €
16 TDK SA C90 für je 2 €
11 BASF CR II für je 2 €
8 BASF Ferro Extra I für je 1 €
2 Sony HF Normal für je 1 €

Gruss
Peter
technikfrettchen
Stammgast
#19 erstellt: 27. Mrz 2008, 01:39
Hallo,
für mich sind Tape Decks nicht zu ersetzen, das Feeling, einfach unbeschreiblich!
Ich habe in der Anlage ein TC-K 909ES, ein 990 ES, Ein Aiwa XK 009Z für dBX, als Ersatz ein GX-95 und ein GX-75 MK II, sowie im Keller noch zwei RC 300 von Telefunken mit HighCom, ein KX 1100 HX, zwei Yammis K-850 und ein K-950.
Meine Platten quäle ich mit einem Dual 604 oder 731, dazu gibt es dann 10 verschiedene Systeme zum wechseln.
Natürlich habe ich auch mehrere CD Player, z.B. zwei DCD 1400 und einen CDP-X559ES.

Wenn ich aber ganz ehrlich sein sollte, kann ich mich mit dem Digitalkram nicht anfreunden, jetzt nicht und in Zukunft auch nicht, bin halt nicht mit dem Zeugs groß geworden.
Ist mir alles zu "kalt"!
Da ich auch von berufswegen in der Lage bin, mein Zeugs selber zu revisionieren, einen Haufen Schlachttapes zwecks instandsetzung und instandhaltung im Keller gebunkert habe, werden mich diese schönen Sachen noch bis zu meiner Rente und länger begleiten.

Heiko
dobro
Inventar
#20 erstellt: 27. Mrz 2008, 09:07
Hallo Heiko,

ich kann dein Gefühl für die Geräte der 80er gut nachfühlen. Sie sind qualitativ sehr hochwertig, selbst in bezahlbaren Bereichen. Sei aber auch froh, dass du selbst Hand anlegen kannst an deine Schätze, um sie entsprechend auf Stand zu halten. Kann man dies nicht, sind die Zeiten dieser Boliden auch kurz über lang zu Ende.

Gruss
Peter
technikfrettchen
Stammgast
#21 erstellt: 27. Mrz 2008, 12:31
Hallo Peter,
das wichtigste, was man machen muß, wenn man aus der Bucht oder anderswo ein älteres Gerät käuflich erwirbt, ist:
a) Reinigen
b) Laufwerk überholen
c) einstellen und abgleichen

Ich mache das so: (Service Manual vorausgesetzt!)
Gerät einschalten, Doppelzeiger Millivoltmeter und Zweikanal Oszi an den Ausgang, NF-Generator an den Eingang.
Erste Prüfung mit 3150Hz Meßtape und Frequenzzähler, ob die Geschwindigkeit stimmt, wenn nicht, einstellen.
Dann 12 KHz Azimuthtape rein, Azimuth und Phasengleichheit einstellen, muß bei 99,5% aller Tapes gemacht werden, da die nach den Jahren immerverstellt sind!
Danach 1KHz Tape rein und den Ausgangslevel einstellen.
Aufnahmekreis mit 300Hz, 1KHz, 6KHz und 12KHz NF speisen (0dB)und mit Hinterband vergleichen, einstellen, denn es soll doch Vor- und Hinterband (natürlich vorher das Tape richtig einmessen, wichtig!!!) Pegel gleich sein.
Nach dieser Prozedur kannst du auch deine älteren Tapes wieder wunderbar abspielen, auch ohne Playtrim und sogar mit Dolby, und das ohne nennenswerte Höhenverluste!
Da ich dieses schon seit 20 Jahren so mache, sind meine Tapes immer gut abspielbar, auch in Fremdtapes nach der Überholung!
Und weil das so ist, werden mir meine Decks, die ich über habe oder aus anderen Gründen loswerden will, in der Bucht aus den Händen gerissen.

Heiko
Bertl100
Inventar
#22 erstellt: 27. Mrz 2008, 13:42
Hallo Heiko!

Ich hätte noch hinzuzufügen:
- Tonköpfe entmagnetisieren.

Das Hauptproblem für den "normalen" Menschen ist halt, dass er vielleicht noch ein Multimeter hat, das auch noch Frequenz messen kann. Aber die ganzen Testbänder hat halt nicht jeder. Das war auch bei mir jahrelang ein Problem.

Wie stell ich den Dolby-Pegel ohne Testband ein ...

Gruß
Bernhard
technikfrettchen
Stammgast
#23 erstellt: 27. Mrz 2008, 13:58
Hallo Bernhard,
natürlich, voher die Köpfe entmagnetisieren!!
Ja, das mit dem Meßgeräten und Testbändern ist schon klar.
Zum Glück habe ich sie alle.....
Was den Dolby Pegel angeht, den kann man vielfach gar nicht einstellen, siehe Akai, der Sony Baustein macht es möglich.
Selbst die Aiwa Decks haben zum überwiegenden Teil nur noch Einstellpotis für das dBx System!

Ich hatte mich eigentlich nur in den Beitrag eingeklinkt, um zu zeigen, das ich richtig jeck auf diese Geräte bin.

Falls mal jemand ein Problemchen mit Azimuth oder so hat.....

Heiko
marais
Stammgast
#24 erstellt: 27. Mrz 2008, 21:46
Blöde Frage - kann man solche Bänder noch irgendwo bekommen?

A.
technikfrettchen
Stammgast
#25 erstellt: 29. Mrz 2008, 12:38
Ja, manchesmal werden in der Amerikanischen Bucht welche angeboten, manchmal auch in der Deutschen.
Allerdings sind diese Angebote auch mit etwas Skepsis zu betrachten.
Ich habe dort schon Cassetten gekauft, die waren ihr Geld nicht wert......
Und leider macht Bluthard ja nur Reels....

Heiko
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