HiFi-Einstieg mit Grundig V 5000

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*Ghostbiker*
Neuling
#1 erstellt: 26. Dez 2013, 21:51
Hallo ihr Lieben,

ich spiele schon seit Langem mit dem Gedanken, mir eine solide HiFi-Anlage zuzulegen. Als Verstärker habe ich an einen Grundig V 5000 gedacht. Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps zum Kauf des Verstärkers geben oder ein paar Erfahrungen teilen? Ist bei dem Modell auf Besonderheiten zu achten oder gibt es besondere "Verschleißteile"?

Besten Dank und viele Grüße
Suedalpler
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 27. Dez 2013, 14:36
Hallo Ghostbiker,
direkt zum Gerät kann ich nicht viel sagen, wohl aber zu den allgemeinen Befindlichkeiten der Geräte aus dieser Zeit.
1. Ersatzteile sind in der Regel kein Problem, da hier ausschließlich Standardbauteile verwendet wurden. Spezielle, maßgeschneiderte Bauelemente für den Audiobereich kamen erst sehr viel später auf den Markt.
2. Verschleißteile: normalerweise nur die Kondensatoren. Hier bekommt man heute deutlich kleinere und bessere Bauteile.
3. zu beachten: ja, da gibt es sehr wohl was. Und zwar die Eingangsempfindlichkeiten der Eingänge. Das Gerät verfügt äber DIN-Eingänge. Diese hatten eine um den Faktor 5 höhere Eingangsempfindlichkeiten - früher waren das ca. 375 mV. Heutige Line Pegel betragen dagegen ca. 2 Volt. Das verlangt nach speziellen Adapterkabeln (vor allem bei CD-Playern, bzw. DA-Wandlern)

Ansonsten könnte dir so ein Gerät durchaus Freude bereiten. Allerdings wäre eine Überarbeitung schon sinnvoll.

Gruß

Suedalpler
Stereoist
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Dez 2013, 15:09
Hallo Ghostbiker
Habe mal bissel gegoogelt, schon ein schönes Gerät,

Interessante Seite http://www.hifimuseum.de/grundig-v5000.html
Mal eine Art Flagschiff gewesen.
auf Seite 3 wird erwähnt das das Gerät an den nun mittlerweile 230V Netzspannung sehr warm wird, also für gute Luftzirkulation sorgen.
Ist halt schon älter, leuchtet noch alles, Kontakte ok, Schleifer laufen sauber?
Auf jeden Fall mal schauen ob das Gerät sauber ist, ansonsten mal Staubisaugi drannlassen.

Denke mal du hast das Gerät noch nicht, was möchte den der Vorbesitzer, was wäre dein Preislimit?
Gibt ja auch alternativen, wie von Kollege Suedalpler erwähnt, du bräuchtest dann Adapterkabel, woher, wieviel im Preis?


Gruß Günther
*Ghostbiker*
Neuling
#4 erstellt: 28. Dez 2013, 02:49
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Das hört sich doch schon mal gut an. Der Link ist auch sehr interessant.

Ich will das Ding privat erstehen, habe leider aber nicht die Möglichkeit, es vorher anzuschauen. Laut den Aussagen des Verkäufers hat er alle Eingänge nochmal getestet und es läuft alles gut und ohne Störgeräusche. Preislich bewege ich mich da im Bereich 100 €. Denke, das ist ein fairer Preis. Was meint ihr?

Bzgl. der Eingänge muss ich dann mal schauen. Ich will einen alten Plattenspieler anschließen, das dürfte kein Problem sein. Aber auch meinen PC mal anstöpseln können, da wird dann wohl ein Adapter fällig werden...

Beste Grüße
Suedalpler
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 28. Dez 2013, 11:29
Hallo Ghostbiker,
für solche Zwecke hast du erst mal keine Probleme. Für Plattenspieler ist die erforderliche Eingangsempfindlichkeit wie eh und jeh, hat sich also nichts geändert. Und wenn du den Computer anschließt hast du ja die Möglichkeit die Ein- und Ausgangpegel zu regeln. Somit entstehen an dieser Stelle erst mal keine Probleme.

Ich würde aber doch was gegen das 220 Volt Problem unternehmen. Ein zusätzlicher Trafo wird sich hier sehr lebensverlängernd auf den Verstärker auswirken. Also die Spannung im Vorfeld von 230 Volt auf 220 Volt runtertransformieren.

Die 100,- € sind ok, vor allem wenn das Gerät noch einwandfrei arbeitet.
*Ghostbiker*
Neuling
#6 erstellt: 29. Dez 2013, 00:47
Hallo Suedalpler,

ich habe mal nach einem Spannungswandler für den Bereich geschaut, aber nichts passendes gefunden (ausser Selbstbauten). Das Ding muss dann ja auch eine ganz ordentliche Leistung verkraften können. Hast du da ein spezielles Gerät / Hersteller im Kopf?

Viele Grüße
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 29. Dez 2013, 01:41
Der V 7500 war der größte aus der Familie. Der V 5000 braucht mit einem realistischeren Restwert von ca. 60 Euro im unversüfften Zustand nicht weiter beachtet werden. Die ganze DIN-Chose macht heute nur Streß mit korridierten Pins und wackeligen Adaptern.

Sollte der Grundig nicht hinten einen Umschalter auf 230 oder 240Volt haben, würde ich Bedenken haben und eine Nachinvestition eines brauchbaren Regeltrafos - z. B. von RFT - steht in einer ungesunden Relation zum Restwert bzw. Klangergebnis.

Ist halt einfach nur alt, nicht mal besonders " Vintage ".

MfG,
Erik
stallion007
Stammgast
#8 erstellt: 29. Dez 2013, 04:01
Der V7500 war das größte Modell der Nachfolgeserie. Er ist aber weder von der Leistung noch vom Klang her besser als der V5000. Und optisch finde ich den V5000 bedeutend schöner als den V7500. Die Schieberegler des V7500 sind nun wirklich nicht jedermanns Sache. Und auch der V7500 hat zum Teil DIN-Anschlüsse. Ich habe selbst beide. Probleme mit korrodierten Pins hatte ich noch keine, DIN-Adapter sind allerdings nicht selten von mäßiger Qualität und falsch belegt. Der V5000 kann übrigens per Schaltspannung von den passenden Tunern ein- und ausgeschaltet werden. Dafür braucht man aber das Grundigkabel 392, andere 6-polige Kabel passen nicht. Der Tuner Grundig T5000 hat sogar eine integrierte Zeitschaltuhr. Ein spezieler Spannungsadapter für CD-Player ist nicht erforderlich, die maximale Eingangsspannung ist mit 12V angegeben und ein Level/Pegelregler ist vorhanden. Die Bedienungsanleitung zum Grundig V5000 mit allen technischen Daten gibt es hier: http://grundig.pytalhost.com/V5000/
Die Grundiggeräte von damals können leider nicht auf 230 oder 240V umgeschaltet werden. Darüber ob das ein Problem darstellt oder nicht, gibt es unterschiedliche Meinungen. Darüber wurde auch hier im Forum schon vor längerem diskutiert. Ich bin der Meinung, dass wenn man nicht gerade einer Gegend mit häufigen Spannnungsschwankungen- und spitzen wohnt, kein Handlungsbedarf besteht. Ansonsten würde sich aus meiner Sicht aber auch der Kauf eines Trafos lohnen. Das deutsche Geräte die Mehrheit der Leute hier im Forum nicht begeistern können, ist nunmal einfach so. Was aber nicht bedeutet, dass das alles schlechte Geräte waren. Der Grundig V5000 und der Saba MI215 gehören sicherlich zu den besten deutschen Großserien Geräten überhaupt. Die sich klanglich auch mit großen Namen messen können.


[Beitrag von stallion007 am 30. Dez 2013, 04:44 bearbeitet]
JackRyan
Inventar
#9 erstellt: 29. Dez 2013, 14:06
Einen Trafo davor braucht es nicht.
Viele Geräte, auch von Herstellern wie Onkyo oder auch die Grundig Aktivboxen laufen problemlos mit 230-240V.
Nur kann es sein, dass einige Elkos dann nahe ihrer Spannungsfestigkeit betrieben werden. Diese sollte man gegen neue, spannungsfestere austauschen.

Bei solchen Klassikern sollte ein Fachmann das Gerät einmal auf Schwachstellen (auch kalte Lötstellen) überprüfen und diese beheben, dann kann man da viel Freude mit haben.


[Beitrag von JackRyan am 29. Dez 2013, 14:07 bearbeitet]
stallion007
Stammgast
#10 erstellt: 29. Dez 2013, 15:00
Natürlich wäre der Tausch der Elkos die bessere Variante, und wenn man es selbst kann, auch die sehr viel günstigere. Dazu sollte man allerdings wissen, was man tut. Während man den Trafo nur einstecken müsste. Ich glaube aber wie gesagt nicht, dass man wegen gestiegenen Spannung unbedingt etwas tun muss. Auch wenn beim hifimuseum, etwas anderes steht. Ich habe jetzt nochmal einen der Threads rausgesucht in dem das letztes Jahr ausführlich diskutiert wurde: http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-8503.html
Anderes als beim hifimuseum behauptet, haben die Grundigs keine besondern thermischen Probleme. Und die Siebelkos waren bei den mir bekannten Grundig Geräten aus der Zeit jedenfalls nicht knapp bemessen. Richtig ist aber, dass die Grundigs, wie viele Verstärker aus der Zeit, schon immer ziemlich warm wurden, daher sollte man besser keine Geräte mit sehr kurzen Gerätefüssen, wie z.B.Dual CS741 oder Grundig CD7500, auf die Verstärker stellen. Die Geräte aus der Grundig 100mm-Serie sind belüftungstechnisch wegen der unterschiedliche Bautiefen problemlos zu stapeln. Und auch andere Geräte mit halbwegs normal hohen Gerätefüssen sind kein Problem.


[Beitrag von stallion007 am 29. Dez 2013, 15:30 bearbeitet]
Compu-Doc
Inventar
#11 erstellt: 30. Dez 2013, 02:06

stallion007 (Beitrag #8) schrieb:
Dafür braucht aber das Grundigkabel 392, andere 6-polige Kabel passen nicht.

Warum? Andere Belegung? Evtl. umlöten?
Grundigmann
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 30. Dez 2013, 14:29
Hallo,

beim Grundig 392 liegt der sechste Pin so ziemlich in der Mitte des Steckers und führt die Schaltspannung. Bei vielen
noch erhältlichen Steckern ist dieser aber leicht nach oben versetzt angeordnet und passt somit nicht in die Buchse.

Gruß, Gerd
niclas_1234
Inventar
#13 erstellt: 30. Dez 2013, 15:12
Hallo Leute,

wenn ich ncohmal einen Tipp in die Runde werfen darf, aus eigener Erfahrung:

Der V 5000 ist ein super Verstärker wenn er komplett funktioniert. Allerdings hat er Tantal Elkos eingebaut die nach 30 -40 Jahren gerne mal einen Feinschuss bekommen können. Ich würde drignend empfehlen wenigstens diese aus zu wechseln. Zudem kommt es gerne mal aufgrund von Kaltlötsellen zu ungleichheiten der einzelnen Kanalpegel.

Ich habe meinem damals bei einem Forum Kollegen überholen lassen und habe seit dem keinerlei Probleme mit dem Gerät. Für meinen persönlichen Geschmak immernoch einer der besten Verstärker die ich kenne
stallion007
Stammgast
#14 erstellt: 30. Dez 2013, 16:30
Der Austausch der Tantal Elkos ist ein wirklich guter Tipp von Niclas.
Nochmal zu den Kabeln: Andere 6-polige Kabel passen nicht, weil sie für andere Verbindundunge, wie z.B. Video, gedacht sind und daher auch die Anordnung der Pins anders ist. Wenn man kein Originalkabel von Grundig auftreiben kann, kann man auch ein 8poliges Kabel nehmen, da ist die Abschirmung sicher nicht so gut, aber die Anordnung stimmt und 2 Pins bleiben eben ungenutzt.
Compu-Doc
Inventar
#15 erstellt: 30. Dez 2013, 19:36
@ Gerd: danke für die Info Ich habe die Tage einen V5000 bei mir entdeckt. Bild folgt.
Suedalpler
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 30. Dez 2013, 20:53
Hallo zusammen,
hallo Ghostbiker,
zu deiner letzten Frage nach einem Trafo:
nein, leider keine Idee - bestenfalls das man sich hier was wickeln läßt
http://www.multi-cir...fos/teilverguss.html
400, besser 500 VA(Watt) sollte der schon haben. Der Preis wird aber nicht ohne sein.
Aus meiner Sicht sind gute 100,- € für den V5000 schon ein Gegenwert. Ob man dann noch auf die Vorschaltrafo-Geschichte geht muss jeder selbst entscheiden.

Die anderen Lösungsvorschläge mit anderen Elkos und Tantals sind auch recht vernüftig. Das die DIN Kabel Geschichte nicht ganz einfach ist, ist klar, aber es läßt sich lösen. Wenn sich hier im Forum ein Kenner findet der dir ein Angebot unterbreiten kann was preislich aktebtabel ist, dann würde ich mir das überlegen. Denn klanglich halte ich das Gerät für wertvoller als die meisten Japaner aus der Zeit. Auch wenn die Fachzeitschriften damals anderes zu berichten hatten

Gruß aus den Alpen
Grundigmann
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 31. Dez 2013, 15:07
Hallo zusammen,

ich halte einen Vorschalttrafo beim V5000 für übertrieben. Ich selbst habe folgende Anlage über Jahre ohne Ausfall direkt
am Netz betrieben:
XV5000
A5000
T5000
CF5500-2
CD7500
Die original 6-Pol Grundig Kabel habe ich vom XV5000 zur A5000 verwendet, muß man aber nicht, ist nur ein zusätzliches Gimmick.
Des weiteren habe ich sämtliche Silberlinge 100mm Serie, Slimline und Mini, einen Ausfall der Geräte wegen zu hoher Spannung
konnte ich noch nicht beobachten. Natürlich hatte ich bei allen Geräten vorweg nicht mehr im Sollbereich liegende Elkos gewechselt,
Tantal's mit Feinschluß waren selten dabei, eher bei den Receivern.

Gruß, Gerd
*Ghostbiker*
Neuling
#18 erstellt: 31. Dez 2013, 18:15
Hi,

ganz knapp nur, da ich mitten in den Silvestervorbereitungen stecke: Wie der Zufall es will, habe ich heute bei meiner erste Shoppingtour im Plattenladen einen XV5000 geschenkt bekommen Ist zwar ein bisschen abgerockt, aber mit ein bisschen Spüli optisch nach dem Wochenende wieder auf super Niveau. Technisch (ich bin totaler Laie :D) scheint nur die Trafhalterung gebrochen zu sein. Dadurch ist der Trafo ein paar Mal im Gerät herum geflogen und hat sich die Verbindungskabel zum Eingang abgebrochen. Dank der festen Metalblenden dürfte der Trafo aber nichts anderes beschädigt haben. Ich werde mich am WE mal hinsetzen und die zwei Käbelchen wieder anlöten. Mit ein bisschen Glück bekomme ich den wieder zu Laufen.

Da es sich bei dem Gerät um einen Vorverstärker handelt, muss zum Musikgenuss noch eine Endstufe, wie z.B. bei Grundigmann, ein A5000 nachgeschaltet werden. "Vereint" der V5000 dann beide Geräte in einem? Zum Verständnis der Logik

Einen guten Rutsch schon einmal!
JackRyan
Inventar
#19 erstellt: 31. Dez 2013, 18:26
Der V5000 ist ein Vollverstärker, also Vorverstärker + Endstufe. Da braucht es nicht unbedingt einen weiteren Vorverstärker, weil das Signal auf jeden Fall den Vorverstärker im V5000 (Lautstärke und Klangregelung) durchläuft, weil er keinen Preout/MainIn hat.

Solltest du den XV5000 verkaufen wollen, hätte ich da Interesse dran Könnte ich für die Grundig Aktivboxen gebrauchen.
germi1982
Moderator
#20 erstellt: 31. Dez 2013, 21:22

JackRyan (Beitrag #9) schrieb:
Einen Trafo davor braucht es nicht.
Viele Geräte, auch von Herstellern wie Onkyo oder auch die Grundig Aktivboxen laufen problemlos mit 230-240V.
Nur kann es sein, dass einige Elkos dann nahe ihrer Spannungsfestigkeit betrieben werden. Diese sollte man gegen neue, spannungsfestere austauschen.

....


Nicht nur die Elkos, die Spannungsstabilisatoren sind dann evt. auch auf Kante genäht. Das heißt sie bekommen ja durch die höhere Netzspannung auch eine höhere Spannung vom Trafo ab die sie dann entsprechend "verbrennen" müssen.

Ich denke aber mal das dürfte so ein großes Problem nicht sein bei den meisten Modellen. Immerhin sollte man sich verdeutlichen dass die 220 V damals eine Toleranz von +/- 10 % haben durfte, das heißt die Netzspannung durfte zwischen 198 und 242 V liegen. Und in dem Bereich haben die Geräte auch ordentlich zu funktionieren.

Zwischen 1986 (Zeitpunkt Anhebung der Netzspannung von 220 auf 230 V) und 2009 hat man aus Rücksicht auf ältere Geräte auch die Toleranz auf -10 und +6 % festgesetzt, durfte also zwischen 207 und 244 V liegen. Seit 2009 sind es wieder +/- 10 %, also die Netzspannung darf zwischen 207 und 253 V liegen.

Die Obergrenze wird man lediglich in der Nähe von Einspeisepunkten erreichen, in den meisten Fällen hat man genau 230 V oder manchmal etwas weniger. Bei uns im Betrieb haben wir gemessene 228 V, bei mir zuhause sind es genau 230.

Aber sich extra einen Vorschalttrafo anzuschaffen wegen der Änderung von 220 auf 230V halte ich für absolut übertrieben und eine nutzlose Geldausgabe. Für das Geld sollte man lieber schauen dass die Bauteile im Gerät alle ok sind und auch entsprechend angepasst an die durch Erhöhung der Netzspannnung höhere Spannung die dann vom Trafo kommt.


[Beitrag von germi1982 am 31. Dez 2013, 21:27 bearbeitet]
JackRyan
Inventar
#21 erstellt: 31. Dez 2013, 21:33
Klar, eventuell verbaute Spannungsregler und deren Beschaltung müssen auch mehr Verlustleistung loswerden. Das sollte aber in den meisten Fällen kein Problem sein, wenn sich der Hersteller die Kühlkörper nicht gespart hat.

Denn eigentlich müssen die Geräte, wie du schon geschrieben hast, auch mit 240V funktionieren. Und das tun sie in der Regel auch.
germi1982
Moderator
#22 erstellt: 01. Jan 2014, 03:54
Eben, die Wärme durch die "verbrannte" zusätzliche Spannung muss auch irgendwie abgeführt werden. Und dazu braucht es auch entsprechende Kühlkörper. Wenn der Hersteller da vorher daran gespart hat, dann gibt das ein Problem.
Grundigmann
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 01. Jan 2014, 14:22

*Ghostbiker* (Beitrag #18) schrieb:


Da es sich bei dem Gerät um einen Vorverstärker handelt, muss zum Musikgenuss noch eine Endstufe, wie z.B. bei Grundigmann, ein A5000 nachgeschaltet werden. "Vereint" der V5000 dann beide Geräte in einem? Zum Verständnis der Logik


genau so ist es, nur daß eine A5000 schlechter aufzutreiben ist

Habe gerade gesehen daß eine in der Bucht steht, mit etwas Mut wär das was
Ebenfalls ein 392er Grundig Kabel...

Gruß, Gerd


[Beitrag von Grundigmann am 01. Jan 2014, 14:46 bearbeitet]
Matthias_M!
Stammgast
#24 erstellt: 07. Jan 2014, 19:37
Moin, moin,

auch ich kann nur bestätigen, der V5000 ist ein wirklich schönes Gerät, das einige Besonderheiten in der Ausstattung hat, die man bei anderen Verstärkern nicht so ohne weiteres findet: 4fache Klangregelung, Kanal-getrennt; MM- und MC-Anschluß; Vorpegelregler (Level) für den Ausgang; zwei Paar Boxen- und zwei KH-Ausgänge (Klinke); getrennte Netzteile; transparenter Aufbau etc.

Den Prospekt mit dem V 5000 findest Du hier.

Ich hatte mir den Verstärker 1980 neu gekauft und er hatte über Jahre klaglos seinen Dienst verrichtet. Inzwischen habe ich wieder einen und auch der läuft problemlos am aktuellen Stromnetz.

Die Adaptierung von Geräten nach RCA-Standard war nie ein Problem.
Man muß halt beim Lautsprecher-Anschluß Konzessionen machen: Hier sind die DIN-Anschlüsse störend und zudem etwas eng gebaut. Die DIN-Stecker sollten eine gewisse Länge und keine abgewinkelten Kabel haben.

Blind würde ich so einen Verstärker nicht kaufen, da es doch inzwischen eine Menge Krücken am Markt gibt. Typisch sind nicht nur Knarzen der Regler oder defekte Tantalis, sondern auch äußerliche Schäden in der Folge eines inzwischen mehrfachen Vererbens der alten Grundig.

Der Vorteil der Serie: Alle Grundig Komponenten lassen sich gut kombimieren. Du kannst also problemlos auch einen Slimline-Tuner ST6500 dazu stellen. Das Design passt einigermaßen.
Von der Gehäusebreite (45 cm) passen auch Nachfolge-Geräte (Serie 7000 etc.), doch ist dort das Design schon deutlich anders und auch das Finish meist billiger (teils mehr Plastik).

Aus der 100mm-Serie bekommst Du zum Kombinieren alles was der Herz begehrt: Verstärker, Tuner, Tapedeck, Plattenspieler (Technics). Nur CD-Player gab es halt erst in der Nachfolge-Serie.

DIN-Cinch Adapter gibt es jede Menge. Zur Not kann man richtig hochwertige auch bei Phonosophie kaufen, die DIN bis heute benutzen.
Die Anschlüsse selber müssen nicht problematisch sein, können aber. Auch da würde ich genauer hin schauen. Wenn das Gerät längere Zeit mal im Keller gestanden hat, dann siehst Du das an weißlichen Ablagerungen, die aus den Anschlüssel quellen. Dafür kann aber der Grundig nichts, das verantwortet der Vorbesitzer. Wenn Du das Gerät sowieso überholen lassne willst, kann man die Anschlüsse aber auch tauschen.

Wenn Du sowieso einen Klassiker haben willst, und mit den (aus heutiger Sicht) Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der Hochpegel-Eingänge leben kannst, dann ist der Grundig für mich eine klare Empfehlung wert!

Viel Spaß mit dem Grundig!

Tschüß, Matthias
*Ghostbiker*
Neuling
#25 erstellt: 07. Jan 2014, 22:36
Hi, vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen

Ich konnte den Verstärker am WE an einen Plattenspieler und die Boxen (Magnat Bull 203) anschließen. Der erste Eindruck vom Verstärker ist optisch von innen und aussen top. Wenn ich nur die Boxen anschließe rauscht auch nichts. Jedoch wenn ich den Plattenspieler anschließe rauscht es in unregelmäßigen Abständen :/ Ich denke / hoffe, dass das an dem Plattenspieler (Onkyo GM 5010) liegt.

Die Boxen waren ohnehin nur zum Übergang gedacht, aber jetzt musste ich feststellen, dass bei einer der Tieftöner kaputt ist :/ Nun muss ich mich doch etwas schneller um neue Boxen kümmern. Was ich mir aber gerade überlegt habe, ist das irgendwie (neben meinen Ohren auch) schädlich für den Verstärker?
*edit* Der Tieftöner hatte wohl einen Wackler, einmal aufgeschaut, reingeschaut und zack läuft er wie er soll Jetzt muss nur noch dieses merkwürdige Rauschen weg...

Zu dem XV5000: Ich habe den wieder Trafo angelötet und es scheint der einzige Fehler gewesen zu sein. Zumindest leuchten nun alle Lampen wieder, wie sie es sollen und es kam kein Rauch aus der Anlage

@ JackRyan
Sorry, ich werde den Vorverstärker erstmal behalten und vielleicht mit ein paar Aktivlautsprechern an den Fernseher anschließen - wenn ich sowas hier schreiben darf


[Beitrag von *Ghostbiker* am 09. Jan 2014, 00:35 bearbeitet]
hf500
Moderator
#26 erstellt: 13. Jan 2014, 23:05

Suedalpler (Beitrag #2) schrieb:

3. zu beachten: ja, da gibt es sehr wohl was. Und zwar die Eingangsempfindlichkeiten der Eingänge. Das Gerät verfügt äber DIN-Eingänge. Diese hatten eine um den Faktor 5 höhere Eingangsempfindlichkeiten - früher waren das ca. 375 mV. Heutige Line Pegel betragen dagegen ca. 2 Volt. Das verlangt nach speziellen Adapterkabeln (vor allem bei CD-Playern, bzw. DA-Wandlern)


Moin,
dem wage ich zu widersprechen. Ich habe bislang noch kein noch so altes Geraet mit einem CD-Spieler uebersteuern koennen. Die von dir angegebene Empfindlichkeit gilt fuer voll aufgedrehten Lautstaerkesteller, das ist nie notwendig. 2V Input vertraegt jedes Geraet, auch Dampfradio. Ein Grundig CN1000 konnte auch 2V oder sogar 2,5V bei Vollaussteuerung liefern...

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 13. Jan 2014, 23:05 bearbeitet]
Matthias_M!
Stammgast
#27 erstellt: 14. Jan 2014, 16:06
Moin, moin,

die Bedienungsanleitung für den V-5000 sagt:
"Eingänge: a) Empfindlichkeiten: ... hochpegelige Eingänge (Tape, Tuner, Monitor): 200 mV
... b) maximale Eingangsspannung: ... hochpegelige Eingänge: 12 V"
Und zu den "Ausgängen für Tonbandaufnahmen: Line-Ausgang: Nennausgangsspannung: 440 mV, maximale Ausgangsspannung: 12 V ..."

Wie Peter schon andeutet, hatte Grundig früh angfangen, sich nicht mehr sklavisch an die DIN-Norm zu halten. So haben die alten Tapedecks und Bandgeräte zwar häufig noch einen kombinierten Radio-Anschluß, der sich elektrisch an die Norm hält. Doch die zusätzlichen getrennten Ein- und Ausgänge sind beispielsweise schon bei der TS1000 RCA-kompatibel.

Ich hatte mit dem CD 7500 jedenfalls nie Probleme an dem V5000. Das gleiche galt für einen Aiwa AD3800E, eine Teac X10 oder die Akai GX77.

Tschüß, Matthias
hf500
Moderator
#28 erstellt: 14. Jan 2014, 23:12
Moin,
da wirst du auchn lange suchen muessen, bis du einen Verstaerker findest, der mit CD-Spielern nicht zusammenkann. Mit passenden Adaptern habe ich CD-Spieler schon an Alles gehaengt, einschliesslich Roehrenradios oder fruehe Transistorverstaerker aus den 60ern.. Es gab nie Probleme, dahingehend, dass eventuell vor dem Lautstaerkesteller liegende Eingangsstufen uebersteuert wurden. Das ist auch klar, denn bei gutem Empfang liefern auch die Empfangsgleichrichter aehnliche Spannungen wie ein CD-Spieler.

Zum V5000: Es wird berichtet, dass der Verstaerker zum Endstufensuizid neigt. Die Geraete sind inzwischen etwas ueber 30 Jahre alt, sie muessen vor dem Einsatz wenigstens gruendlich durchgesehen, besser aber ueberholt werden.
Wichtig ist die Betriebssicherheit der Endverstaerker. Sie muessen auf der Hauptplatine nachgeloetet werden, die vor der Endstufe stehende Treiberplatte bekommt 105°C Elkos und neue Einstellpotis fuer den Ruhestrom. Grundig hielt im Geraetebericht in der TI grosse Stuecke auf die aufwendige Schutzschaltung, die auch HF-Ueberlastung erkennt, aber das alles nuetzt nichts bei gebrochenen Loetstellen und gealterten Bauteilen, zumal die Treiberplatte in der warmen Zone des Geraetes liegt. Bei Loetarbeiten an der Treiberplatte muss mit Vorsicht gearbeitet werden, die doppelseitig bedruckten Platinen sind empfindlich. V5000 und der etwas staerkere A5000 (etwas hoehere Endstufenbetriebsspannung) waren zu ihrer Zeit die bis dahin staerksten von Grundig gebauten Verstaerker.
Der A5000 enthaelt im Wesentlichen den Endverstaerker des V5000 mit zugehoerigem Netzteil, der XV5000 enthaelt Vor- und Hauptverstaerker des V5000. Die hier fehlende Endstufe wurde gegen einen kraeftigen in Klasse A laufenden Leitungstreiber getauscht.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 14. Jan 2014, 23:15 bearbeitet]
*Ghostbiker*
Neuling
#29 erstellt: 26. Jan 2014, 18:43
Hi,

ich habe mittlerweile schon einige Zeit mit meinem V5000 verbracht. Mittlerweile habe ich über einen Klinke/DIN-Adapter mal den PC angeschlossen. An sich ist alles super. Nur leider habe ich doch auch auf anderen Kanäle (z.B.) mit dem PC das Problem, dass der Verstärker in unregelmäßgen Abständen rauscht. Soll heißen, der Verstärker läuft eine Weile problemlos, dann kommt über die Boxen zusätzlich ein Rauschen für einige Sekunden und dann verschwindet es auch wieder. Dieses Rauschen ist unabhängig vom Kanal und kommt auch, wenn gar keine Musik gespielt wird - so ist es natürlich auch am besten zu hören.... Könnt ihr sagen, an was das liegen könnte? Deutet sich da eine fällige Überholung an? Was würde so etwas ca. kosten?

Viele Grüße!
Grundigmann
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 27. Jan 2014, 17:12
Hallo Ghostbiker,

falls an dem Teil noch garnix gemacht wurde wirst um eine Überholung nich rum
kommen. Wie in diesem Thread schon erwähnt sollte mindestens die Treiberplatine,
Netzteil und Endstufentransen nachgelötet werden. Auf der Treiberplatine die
Elkos tauschen Tantal am Eingang der Treiberpl. ersetzen durch Elkos. Desweiteren
sollte man auch die Klanregelplatine mal überprüfen, auf dieser befinden sich auch
mehrere Tantalperlen die solche Fehler erzeugen können. Alles in Allem vom Material-
wert her vielleicht mal 20 EUR, aber der Zeitaufwand schlägt in einer Werkstatt zu
Buche und wird bestimmt nochmal 100 EUR kosten, wenn nicht noch mehr.
Am besten du fragst in Reparatur & Wartung / Klassiker mal an, da gibt es häufig Leute
die das für dich übernehmen würden, ich selbst habe momentan wenig Zeit.

Gruß, Gerd


[Beitrag von Grundigmann am 27. Jan 2014, 17:28 bearbeitet]
Suedalpler
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 28. Jan 2014, 19:15

hf500 (Beitrag #26) schrieb:

Suedalpler (Beitrag #2) schrieb:

3. zu beachten: ja, da gibt es sehr wohl was. Und zwar die Eingangsempfindlichkeiten der Eingänge. Das Gerät verfügt äber DIN-Eingänge. Diese hatten eine um den Faktor 5 höhere Eingangsempfindlichkeiten - früher waren das ca. 375 mV. Heutige Line Pegel betragen dagegen ca. 2 Volt. Das verlangt nach speziellen Adapterkabeln (vor allem bei CD-Playern, bzw. DA-Wandlern)


Moin,
dem wage ich zu widersprechen. Ich habe bislang noch kein noch so altes Geraet mit einem CD-Spieler uebersteuern koennen. Die von dir angegebene Empfindlichkeit gilt fuer voll aufgedrehten Lautstaerkesteller, das ist nie notwendig. 2V Input vertraegt jedes Geraet, auch Dampfradio. Ein Grundig CN1000 konnte auch 2V oder sogar 2,5V bei Vollaussteuerung liefern...

73
Peter


Nun, ich weis nicht wie deine Ansprüche sind, aber die meisten beklagen eine schlechtere Regelbarkeit. Mit sehr leise hören wird das ein Problem. Von Verzerrungen und Übersteuerungen habe ich nichts geschrieben.

Gruß
Suedalpler
DidiK1
Neuling
#32 erstellt: 06. Sep 2017, 16:30
Hallo ich habe noch einen Grundig Verstärker V 5000 der leider kaputt gegangen ist. Ich bin Erstbesitzer. Gibt es jemand bei dem ich die Chance habe, diesen wieder flott zu machen. Ich hänge an dem Gerät.
RocknRollCowboy
Inventar
#33 erstellt: 07. Sep 2017, 22:21
Wo bist du denn zu Hause?

Gruß
Georg
DidiK1
Neuling
#34 erstellt: 07. Sep 2017, 23:23
Hallo Georg, ich wohne in Burghausen.
Viele Grüße Dietmar
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