Revox B-251 - "Hifi Zeile" Umbau?

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recluce
Stammgast
#1 erstellt: 06. Aug 2005, 14:16
Gibt es jemanden hier in der Runde, der Erfahrung mit den Modifikationen von Hifi Zeile am B-251 hat? Wenn ja, wie wirken sich die Modifikationen klanglich aus?

Wem jetzt nicht so klar ist, wovon ich rede - hier ist der Link auf das entsprechende PDF, in dem Hifi Zeile ihre Arbeit beschreibt bzw. bewirbt:

http://www.zinter.de/pdf/hifizeile_revoxdossier.pdf

Ich bin für jeden Kommentar dankbar
recluce
Stammgast
#2 erstellt: 11. Aug 2005, 14:28
Wirklich niemand mit Einsichten oder Anregungen?
Voice_of_the_theatre
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 12. Aug 2005, 14:30
Seine Ausführungen scheinen logisch. Es kann natürlich Probleme mit "kalten" Lötstellen geben. Allerdings ist das Problem nach dem Nachlöten für die nächsten Jahre wieder vergessen. Ich rate von diesem Aufwand ab. Es ist doch absolut Quatsch eine neue Platine in ein Gerät wie den B-251 einzubauen! Sind die denn besser als unser Herr Willi Studer? Ich finde den B-251 (natürlich auch fast alle andere Revox / Studer geräte) ganz gut so wie sie sind und so soll es auch sein. In diesem Sinn
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 13. Aug 2005, 09:42
Auch ich rate Dir von dieser Kur ab, weil erstens die Lötstellen auf dem Foto nicht brüchig sind, wie behauptet. Zweitens überlebt ein Gerät mit mangelnder Kühlung nicht 20 Jahre. Das ist also kein Thema. Drittens werde da noch irgendwelches Zeug ersetzt, aber es wird nicht angegeben, um welche Bauteile es sich in welcher Verstärkerstufe handelt.
Und viertens haben Revox-Verstärker einen vernünftigen Klang, solange man sie nicht mit unmöglichen Lastwiderständen quält. Da reagieren sie oft etwas zickig. Das lässt sich aber nicht beheben, ohne die Schaltung total zu verändern. Wenn man also etwas erreichen wollte, müsste man die Endstufe umkonstruieren. Erst dann würde eine neue Platine Sinn machen.
huetti
Neuling
#5 erstellt: 18. Aug 2005, 11:10
@all
Moin zusammen !
Da ich einen "direkten Draht" habe, möchte ich ein par
Sachen klarstellen.

@VOTT
- es gibt massive Probleme mit den Lötstellen
- Nachlöten hilft meist nicht, da sich die Leiterbahnen
vom Trägermaterial ablösen. Revox versucht es mit Nieten
in den Löchern zu beheben. Sieht aber aus wie ......
.... möchte den Herren auch nicht zu nahe treten.
- Die neue Platine ist kein Quatsch, sondern die einzige
vernünftige Lösung.
- Die neuen Platinen sind wirklich besser als die
Originalen, da doppelseitig, besseres Material, dickeres
Kupfer und die "hitzköpfigen" Transistoren haben einen
Kühlkörper bekommen.

@richi
- ein Foto zeigt nicht Alle
Um kein Streit zu bekommen, werden die wirklich
"schlimmen" Foto's nicht veröffentlicht, ok ?
( besonders die der "Reparaturen" )
- Das Gerät überlebt mit der mangelhaften Kühlung genau
20 Jahre, manchmal auch 25, dann ist aber Schluss!
Diese Erfahrung kann jeder der einen Revox-Service
betreibt bestätigen.
- Alle Bauteile, bis auf die Endstufentransistoren, werden
auf der neuen Platine natürlich erneuert. Zusätzlich
werden alle Elko's im Gerät erneuert. Die originalen
Kondensatoren haben aufgrund des Alters schlechtere
Eigenschaften als aktuelle Typen. Besonders was die
Temperaturbeständigkeit und die Schnelligkeit betrifft.
Dieses ist besonders im B251 wichtig, da er recht warm
wird und ein Schaltnetzteil besitzt. Besonders im
Schaltnetzteil sind die originalen Kondensatoren bereits
ausgetrocknet und daher leigt eine hohe Wechselspannung
über der normalen Versorgungsspannung. Schnelle
Kondensatoren klingen auch besser, daher werden wie
gesagt alle Elko's im Gerät durch Panasonic FC's
ersetzt. Elko's sind Verschleissteile wie Reifen am
Auto
Und die Relais fliegen auch raus, da sie aussetzen.
( verbrannte Goldschicht der Kontakte )
Und die LED-Beleuchtung nicht vergessen!
- Bitte nicht Klang mit Betriebssicherheit verwechseln!

@all
an der originalen Schaltung wird nix verändert, alle
Werte der Bauteile bleiben erhalten. Es werden nur
verschlissene Bauteile durch modernere Bauteile ersetzt.
Dadurch sollte er wieder wie vor 20 Jahren klingen, nur
jetzt länger als 20 Jahre halten.

meine persönliche Meinung : durch die Panasonic's klingt
er "durchsichtiger" , "kraftvoller"
Da Klang aber sehr !!!!!!!!!!!!! subjektiv ist, sollte
man(n) es sich selber anhören.
hf500
Moderator
#6 erstellt: 18. Aug 2005, 20:35
Moin,
die Umbaubeschreibung ist fuer mich nachvollziebaar, allerdings ist auf dem Foto
der Beschreibung noch nicht deutlich genug zu sehen, dass die Treibertransistoren
zuviel Waerme in die Platine leiten. Da habe ich in einem AVM-Monoblock schon schlimmeres gesehen.

Platinen, die unter Bauteilen braun werden, zeugen von unzureichender Dimensionierung/Kuehlung der Bauteile und/oder
falscher Montage.

Revox wollte wohl einen besonders leichten Verstaerker bauen, da die Rueckseite jedoch frei ist,
haette ich den Endstufenkuehlkoerper hierhin verlegt, um die Endstufenwaerme aus dem Geraet herauszuhalten.
Wie man das macht, zeigt z.B. ein Saba 9260.

Heatpipes waren mal grosse Mode, machen aber Laerm (Zischen) und koennen ausfallen, wie mir ein Technicsverstaerker
bewies. Nur noch die erste, der Endstufe naechstliegende Kuehlflaeche wurde noch warm und nach einigen Minuten
schaltete die Endstufe wegen Ueberhitzung ab.
Durch ein winziges, nicht sichtbares Leck war die Kuehlfluessigkeit verlorengegangen. Aus die Maus, keine E-Teile mehr...
Da ist ein solider Standardkuehlkoerper doch wesentlich zuverlaessiger.

73
Peter
Netman
Stammgast
#7 erstellt: 19. Aug 2005, 08:38
Hallo Revox Freunde,

Ich habe persönlich gesehen mit welchem Aufwand diese Revox Geräte unter Berücksichtigung der originalen Schaltung instand gesetzt bzw. restauriert werden.
Wer natürlich der Meinung ist, dass nachlöten hilft kann und sollte sich das Geld sparen und löten.
Nur es kommt der Tag, da sind die Leiterbahnen derart aufgeweicht und brüchig da hilft kein nachlöten mehr. Für diese Kunden, die ihren Revox B 251 wieder fitt machen wollen ist diese Aktion gedacht.

Klanglich gesehen ist doch wohl unumstritten dass hochwertige Kondensatoren wie z.B. aus der Panasonic FC - Serie besser klingen als mittlerweile 20 Jahre alte Elkos. Nicht umsonst lassen sich Musikliebhaber mit hohem Aufwand ihre Geräte mit diesen Bauteilen modifizieren. Aber wie gesagt, man sollte es sich mal ansehen und kann das auch vor Ort im Vergleich tun.

Es ist nicht in Ordnung hier einfach solche unfachlichen Statements rauszutun und zu behaupten neue Platinen sind Quatsch. Außerdem wird nicht "irgend etwas" verbaut sondern abgestimmte hochwertige Bauteile. Man sollte sich erst einmal mit dieser Firma näher beschäftigen und dann ein Urteil abgeben. Es wird in dieser Branche viel Mist gemacht, aber ich kenne keine Werkstatt die sich so um den Kunden kümmert. Wer es nicht glaubt kann sich gerne mal an die Hifi Zeile wenden. Wenn die von irgend etwas nicht überzeugt sind dann machen sie es nicht. Fragt huetti!

HiFidele Grüße
Netman
MORBUSTINITUS
Neuling
#8 erstellt: 20. Okt 2008, 11:20
Hallo in die Runde,
ich gehöre zur Liga derer, welche sich nicht von Altem trennen mögen. So habe ich längst beschlossen meiner REVOX Anlage (B251, B252, B216, B261) bis zu meinem seligen Ende Unterschlupf zu gewähren. Meinen B251 nahm ich in der Vergangenheit eher so wahr als stünden meine Boxen hinter einem dicken Vorhang. Zuerst machte ich mich sachkundig, erfuhr diverse Adressen und entschloß mich, beeinflußt von einem sehr intensiven und aufschlußreichen Telefonat mit der Hifizeile Bremen, mein Gerät dort überholen zu lassen. Dort angekommen wurde geprüft und umgearbeitet. Es wurde das komplette Programm abgearbeitet, einschließlich des Einbaus eines Lüfters. Die Kommunikation mit Hifizeile Bremen war hervorragend und das Ergebnis deren Bemühungen steht nun wieder in der Reihe seiner Artgenossen und tönt als hätten die Jungs in Bremen die Kiste in einen Jungbrunnen getaucht.
Klar ist das nicht gerade billig, aber noch immer im Rahmen des Preiswerten. Ich jedenfalls bin sehr zufrieden und bereue nichts.

Vatter sagte immer: "Mach ma' leiser."
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