Grundig Raumklangbox V anschließen, aber wie?

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ossi123
Inventar
#1 erstellt: 10. Jun 2018, 16:25
Mir sind da zwei Lautsprecher in den Schoß gefallen und ich wollte sie mal ausprobieren.
Aber es finden sich nicht die üblichen Anschlüsse, sondern eine Buchse.
Sieht aus wie eine DIN-Buchse, die kenne ich aber nur in Verbindung mit Verstärkern und dessen Zuspielern.

Ähhm, wie entlocke ich also diesen Lautsprechern Töne?


PICT0765

PICT0769


[Beitrag von ossi123 am 10. Jun 2018, 16:27 bearbeitet]
tteich
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 10. Jun 2018, 17:44
Das sieht aus wie eine Box aus der Ära der Röhrenradios, und paßt vermutlich an die Grundig Raumklang-Serie. Die erinnert mich an meine RFT Stradivari Stereobox. Wie die Belegung der DIN-Buchse ist: einfach die Box mal aufschrauben und nachsehen?


[Beitrag von tteich am 10. Jun 2018, 18:12 bearbeitet]
ossi123
Inventar
#3 erstellt: 10. Jun 2018, 18:22
Danke für den Tipp, aber als Nicht-Bastler würde mir das auch nicht helfen, da ich kein Kabel entsprechen konfektionieren könnte....
DB
Inventar
#4 erstellt: 10. Jun 2018, 19:44

ossi123 (Beitrag #3) schrieb:
..., aber als Nicht-Bastler würde mir das auch nicht helfen, da ich kein Kabel entsprechen konfektionieren könnte....

Damit hat sich die Sache für Dich erledigt: Du kannst die Lautsprecher nicht in Betrieb nehmen.
Laß den Kopf nicht hängen: eine ehrliche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ist besser, als durch Selbstüberschätzung Schaden anzurichten.

MfG
DB
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 10. Jun 2018, 20:22
Nabend !

Selbstverständlich kann man die Boxen anschließen, wenn man zumindest eine Zwillingslitze bis 1qmm abisolieren kann.

Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, daß von der eingebauten DIN-Buchse der linke Kontakte neben der Schlitzschraube der Pluspol ist. Siehe das X an den beiden Chassis der Abbildung UND den vorgeschalteten Kondensator 20 µF.

Der mittlere Kontakt ist der Minuspol, weil gemäß Schaltbild der Anschluß an beide Chassis auf der anderen Seite liegt.

Nun wird die Zwillingslitze, bei der hoffentlich eindeutig die Adern unterschiedlich gekennzeichnet sind, beidseitig ca. 20mm abisoliert, die Litze verdrillt, 1x geknickt und ein wenig zusammengedrückt. Minus auf Minus - Plus auf Plus. Die Drahtenden dürften jetzt relativ gut-aber-wackelig an / in den jeweiligen Kontakten halten.

Sollte es zu Kontaktproblemen = Tonaussetzern kommen, dann noch einmal daran geduldig wackeln.

Hat der Vorbesitzer sagen können, wie es zu den eklatanten Unterschieden bei den Fronten gekommen ist ?

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 10. Jun 2018, 20:24 bearbeitet]
DB
Inventar
#6 erstellt: 10. Jun 2018, 20:36

Wuhduh (Beitrag #5) schrieb:

Selbstverständlich kann man die Boxen anschließen, wenn man zumindest eine Zwillingslitze bis 1qmm abisolieren kann.

... und damit einen Kurzschluß bauen und die Endstufen abschießen kann. Genau deshalb habe ich das nicht geschrieben.
tteich
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Jun 2018, 20:42
Die Lautsprecher, die in solchen Boxen verbaut wurden, haben relativ wenig Leistung, vielleicht nur 6W. Das war in den 50er/60er Jahren so, man hat darauf geachtet, daß die "Sprechleistung" für gute Zimmerlautstärke ausreicht. Die Boxen sind halboffen, und das Volumen relativ groß, somit reicht die Leistung völlig aus. Für moderne Verstärker sind die Boxen zu schwach. Ich würde empfehlen, gar nicht groß zumzubasteln und die Boxen für nichts anderes als wieder ein passendes Grundig-Röhrenradio zu verwenden. Trotz der "schwachen" Leistung wird man mit einem Traumklang belohnt. Am modernen Verstärker betrieben, werden die Lautsprecherchassis recht schnell den Geist aufgeben, entweder durchbrennen oder die Sicke reißt.

Sieht man sich mal in der Box um, und die Chassis an, dann stellt man fest, daß die Sicken aus Hartpapier gefaltet sind, und nach 60 Jahren immer noch prima funktionieren - so sie denn nicht überlastet wurden. Weder reißt die Sicke (wie bei Schaumstoffsicken), noch wird sie hart (wie bei Gummi).


[Beitrag von tteich am 10. Jun 2018, 20:43 bearbeitet]
ossi123
Inventar
#8 erstellt: 10. Jun 2018, 22:07

Wuhduh (Beitrag #5) schrieb:


Hat der Vorbesitzer sagen können, wie es zu den eklatanten Unterschieden bei den Fronten gekommen ist ?

MfG,
Erik
ossi123
Inventar
#9 erstellt: 10. Jun 2018, 22:08

ossi123 (Beitrag #8) schrieb:

Wuhduh (Beitrag #5) schrieb:


Hat der Vorbesitzer sagen können, wie es zu den eklatanten Unterschieden bei den Fronten gekommen ist ?

MfG,
Erik


Der Vorbesitzer spricht nicht mehr zu uns( Haushaltsauflösung und die standen im warmen Keller)
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 10. Jun 2018, 23:25
@ DB:

könnte ... aber ... wenn ... Kurzschluß ... Mönsch, beschäftige Dich bloß nicht mit Röhrenporno und kreativer Freilandverdrahtung !

Man könnte auch die Buchsen ausbauen - evtl. nur Holzschrauben und nicht Sch****-metrische mit Kontermutter - , die Adern der Zwillingslitzen eher kurz machen und isolierte Krokodilklemmen ( z. B. rot + schwarz ) hinten dran. Und dann an die Pins innen "krokodilen" .

Jegliche Nachinvestition in Form eines Röhrenradios erscheint mir in Anbetracht der erheblichen Wasserschäden oben auf den Gehäusen als sinnlos.

MfG,
Erik
ossi123
Inventar
#11 erstellt: 11. Jun 2018, 08:52
Ich werde die ein bisschen frisch machen und dann gehen die ungetestet in die Bucht.
Leider nicht zu versenden, dass schränkt den Käuferkreis doch erheblich ein.
DB
Inventar
#12 erstellt: 11. Jun 2018, 11:21

Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:
@ DB:

könnte ... aber ... wenn ... Kurzschluß ...

Das ist die Erfahrung. Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.


Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:

Mönsch, beschäftige Dich bloß nicht mit Röhrenporno und kreativer Freilandverdrahtung !

Weshalb sollte ich nach 35 Jahren der Beschäftigung mit röhrenbestückten Geräten damit aufhören?


MfG
DB
tteich
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 11. Jun 2018, 14:05
Die Wasserflecken auf dem Lack kann man aufarbeiten (Stichwort Leinöl, 240er Schleifpapier, evtl den alten Lack ablaugen). Ein extra Röhrenradio zu kaufen, nur um die Boxen mal zu hören ist sicher Overkill. Ein Dampfradio-Fan kann mit den Boxen sicher was anfangen.

Btw. ich kann meine Hände auch nicht von der Röhrentechnik lassen, und werde auch heute noch manchmal schwach und kaufe Röhrenradios etc.
Wuhduh
Inventar
#14 erstellt: 11. Jun 2018, 23:12
Nabend !

@ DB:

Schade, daß Du hier den Legionär Destruktivus als Alter Ego signalisierst.

Es war nur eine simple Anspielung auf Röhrentechnik und für mich immer wieder erstaunliche GEHT-DOCH-Kreationen. Klaro kannste weitermachen. Stelle ich nicht zur Diskussion.


@ ossi123:

Gute Idee ! Oder Schlachtefest und nur Chassis' anbieten.

MfG,
Erik
Mechwerkandi
Stammgast
#15 erstellt: 12. Jun 2018, 11:42
Naja, ob es dann vielleicht "mal auch so oder so" funktioniert ist die eine Sache.
Solange einer weis, was er da tut, kann ein Provisorium eine langlebige Sache sein.

Leider führt das Vermitteln solcher Provisorien oft zu Irritationen.
ossi123
Inventar
#16 erstellt: 12. Jun 2018, 21:14

Wuhduh (Beitrag #14) schrieb:
Nabend !



@ ossi123:

Gute Idee ! Oder Schlachtefest und nur Chassis' anbieten.

MfG,
Erik


Das mit den Chassis hätte mir auch einfallen können. Das werde ich machen, die kann man verschicken und so erreicht man einen größeren Käuferkreis.
Obwohl es eigentlich schade wäre..... Aber der böse Konsum
tteich
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Jun 2018, 21:33
Versuche doch, zunächst die Boxen so wie sie sind anzubieten. Es gibt Sammler, die Grundig-Röhrenradios haben und wertschätzen. Ich habe verschiedene Stern Radio Geräte und die dazu passende Stereobox. Mit den Chassis kann man eigentlich wenig anfangen, besonders wenn sie wenig belastbar sind (<20Watt), denn sie passen ja doch nur wieder in Röhrenradios bzw. Zusatzboxen.

Nicht mein Bild, eventuell sogar hier im Forum gesehen:
Grundig-Radios


[Beitrag von tteich am 12. Jun 2018, 21:35 bearbeitet]
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